Zum einen war der Start dort schon absolut perfekt, und zum zweiten bin ich die vielen Jahre am Pitztaler nur immer zum Saison Start gewesen, aber nie zum Saison Ende, und konnte deshalb bisher auch noch nie einmal diesen Notweg in das Tal ausprobieren..
Es gibt nur wenige Skigebiete in denen man direkt von knapp über 3400 Meter Höhe ohne weitere Liftbenützung, hinunter fahren kann bis auf etwa 1700 Meter.
Eines vorweg genommen, diese Abfahrt war der perfekte Abschluß eines genialen Skitages...
Wir sind morgens um 9 Uhr an der Talstation des Gletscherexpress angestanden.. dort mussten wir 2 Bahnen warten, aber dieses sollten die einzigen Wartezeiten vom ganzen Tag sein...
Oben hat sich alles sehr gut verteilt... und wie bereits im Vorbericht erwähnt, waren die Osterskifahrer überwiegend Skifahrer welche nicht die schwierigeren Pisten an der Wildspitzbahn gefahren sind.
Vormittags sind wir überwiegend die Wildspitzbahn, Schlepper und Gletschersee Sessellift gefahren, dort hat es den ganzen Tag über keine Wartezeiten gegeben. In der Mittagspause hatten wir dann auch an der Mittelbergbahn Familiengondel...
Nachmittags wurde es dann allgemein auch an der Mittelbergbahn zunehmend weniger mit dem Andrang, da sich das Fehlen der Nachmittags-Liegestuhlfraktion deutlich bemerkbar machte...
Die Pisten waren, wie ich es vom Pitztaler Gletscher gewohnt bin, einfach perfekt....
Es war nirgendwo eisig, auch nicht in den Steilstücken der Pisten an der Wildspitzbahn..
Bis in die Mittagszeit konnte man auch noch in dem etwa 20-30cm Neuschnee der letzten Tage, abseits fahren.
Nachmittags ist die Piste am Gletschersee Sessel leicht sulzig geworden, die Pisten im Bereich der Wildspitze sind alle überweigend nordseitig und waren den ganzen Tag über kompakt griffig und perfekt zu fahren...
Im Bereich der Mittelbergbahn sind wir nachmittags dann alle 3 Pistenvarianten abgefahren..
für mich war dieses seit langem wieder einmal das erste Mal, das ich diese beiden anderen Varainten fahren konnte, denn im Frühwinter ist dort die letzten Jahre immer nur die Normalroute offen...
Das letzte Mal, das ich das ich diese anderen Varianten gefahren bin, war noch zu Zeiten als es dort noch keine Gondelbahn gegeben hat, und man mit den 2 Schleppliften nach oben musste...
Wobei der erste von den beiden Schlepplifte fast so lang war wie der Brunnenkogl Schlepplift, nur mit dem Unterschied, das dort der Wind noch viel mehr reingepfiffen hat, und man oben dann als Eiszapfen angekommen ist...
Nun zu den Bildern...
die morgendliche Piste an der Wildspitzbahn..
diese war den ganzen Tag über perfekt zu fahren, und man hatte immer genau soviel Platz wie auf diesem Bild..
( in der Bildmitte die mittlerere und hinten die in Fahrtrichtung ganz linke Variante , beide waren wie die Hauptvariante ebenfalls in einem perfekten Zustand, nur mit dem Unterschied das wesentlich weniger los war, als auf der Hauptabfahrt ) Blick auf die Zufahrt der beiden Varianten, wobei man dort selbst um die Mittagszeit ebenfalls noch abseits fahren konnte.. Blick auf die Wildspitze, von der Bergstation der Mittelbergbahn, weiter unten der obere Bereich der Abfahrt
( wo früher der 2. Schlepplift hoch gegangen ist..
( wobei man im Frühjahr durch den hohen Sonnenstand nur am äusseren Rand noch Sonnenplätze hat.. alle anderen Plätze sind eigentlich den ganzen Tag im Schatten des Vordaches.. ) Blick von der Normalroute der Mittelbergbahn Abfahrt Richtung Braunscheiger Hütte und Sölden...
( unten in der Bildmitte kann man den Einstieg zum Notweg sehen und rechts die Höhen Langlauf Loipe.. ) Nachdem wir mit der letzten Gondel der Wildspitzbahn nochmals nach oben sind, hier nun der direkte Einstieg in den Notweg..
( eigentlich kommt man direkt dorthin nur über die Mittelbergbahn, wir wollten aber den maximalen Höhenunterschied in einer Abfahrt, und mussten dann von der 23 etwas rüber queren zu diesem Einstieg...
dieser wurde weiter unten extrem sulzig, und da dieser im Sommer ja ein Fahrweg ist, ist dieser in den steileren Stücken auch nicht sehr breit, und ich war froh, das ich meine Slalom Skier dabei hatte, denn es war Kurzschwung angesagt...
Ebenfalls musste man im unteren Bereich in den Kehren etwas aufpassen, das man den Schwung nicht gerade auf Steinen ansetzt..
aber insgesamt war diese Abfahrt mit 1700 Höhenmeter am Stück, der krönende Abschluss dieses Skitages
( mein jüngerer Sohn ist diesen Weg im Sommer letzten Jahres bei seiner Alpenüberquerung in entgegengesetzer Richtung gelaufen.. ) Nochmals ein Blick auf diesen Notweg aus einem anderen Blickwinkel wie bereits erwähnt musste man unten raus etwas aufpassen auf Steine, und ganz zum Schluss kam noch bremsender Saharaschnee..
vermutlich durch die Wärme die ganze Woche über, dürfte der Weg aktuell bereits nicht mehr gehen....
Wir waren auf jeden Fall glücklich diese Premiere zumindest geschafft zu haben... denn dieses waren die letzten Skimeter der Saison 2021/2022...
Noch ein Blick zurück , bereits auf der Heimfahrt.. der noch tiefweiße Mittagskogel..
wir sehen uns im Herbst diesen Jahres wieder...