Wieso hier und nicht in Lech, Warth/Schröcken, …? Vor allem, da ich den Teil in Warth/Schröcken einfach am besten finde? Ganz einfach: Bahn. St. Anton hat einen Bahnhof, der Rest nicht. Und ne weitere Stunde mit dem Bus durch die Gegend gurken: Hatte ich momentan keine Lust zu. Kost ja außerdem extra.
Anreise
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Mit der Bahn aus Bremen angereist, ein paar mal geschwitzt, ob ich den Anschluss in München bekomme (zwei mal wurde durch die Verkehrsleitung der DB eine 30 Minuten Verspätung wieder „rausgenommen“, technischer Defekt am Zug, Personal nicht da, weil deren vorheriger Zug zu spät war - alles dabei). Am Ende kam ich mit nur zwei Minuten Verspätung mit dem RailJet Express der ÖBB in St. Anton an. Schöner Zug, typisch Österreichisch schöner Bahnhof (sollte DE sich ne Scheibe von abschneiden!), überraschend schöner Ort. Es war allerdings schon 21 Uhr, also schleunigst einchecken und Essen fassen (Burger Stop hat zwar lange offen gehabt, aber das Essen ist so lala).
03.04.2022: Schon wieder alles verlernt?!
Die ersten Schwünge gingen so gar nicht vom Fuß. Au weia. Ich hatte gehofft, dass der zeitliche Abstand zur Mitte Dezember in Arosa nicht zu groß sei. „Was mach ich hier bloß?“ war wieder mal eine Frage, die immer wieder aufkeimte, damit ich sie wieder zur Seite schob. Der Osthang war klasse zum Einfahren. Nach 4 Mal oder so fuhr ich dann noch mal so oft die Tanzböden (schön moderner Lift, den kannte ich schon aus meinem letzten St. Anton Tagesausflug, damals noch ohne Verbindung zu den restlichen Gebieten). Die Pistenpräparation und Schneequalität? Super, 8/10. Wie in Winterberg im Dezember
Am Ende des Tages ging es dann durch das Steissbachtal gen Galzig-Talstation. Meine Güte ist das ne geile Piste. BTW auch um 14:30 Uhr noch nicht komplett zerfahren. Keine Abhänge links und rechts, breit, nicht zu steil, so lieb ich das.
Aber auch danach die Talabfahrt eine der besten, die ich kenne. Keine Straße, die im Winter notdürftig als Piste verwendet wird oder so (*hust* Heimberg Lenzerheide *hust*), sondern einfach ne breite geile Piste. Ab Zammermoos wurde es dann allerdings langsam etwas sulzig, ging aber noch. Die letzten Meter Richtung Galzig-Talstation dann doch etwas stärker, aber ok. Bin zwar mehrmals steckengeblieben und aus dem Gleichgewicht geraten, hab’s aber - so wie der Großteil - ohne Stürze ins Tal geschafft. Achja, das ganze auch ohne Irrwege, denn die Arlberger schaffen es trotz eines viel größeren Gebietes, die Pisten vernünftig auszuzeichnen und einen Pistenplan anzufertigen, auf den man sich zurechtfindet. Ja, sogar Richtungspfeile finden sich dort!
Nun ab mit den Skiern ins Skidepot direkt bei der Talstation - wofür es das Ticket direkt von der Unterkunft inklusive gab. Richtig geil. Besser als der beste Skikeller. Da kann nur Ski-in/Ski-out mithalten!
PS: Gegen Schluss ging es besser, aber weit entfernt von gut. Das Spiel kenne ich aber ja schon, dass ich ne Nacht brauche, um wieder reinzukommen. Bin auch nur blaue Pisten gefahren an dem Tag. Geht hier im Gebiet auch super. Dazu gähnende Leere im Skigebiet. Seltenst musste ich mir einen Sessel mit anderen Teilen. Fast schon einsam! Achja und Maskenpflicht… Papier ist geduldig. Galzigbahn? Ja. Flexenbahn? Teilweise (das fand ich schon unschön). Sessel? Niemand (das stört mich dagegen gar nicht).
Nach Empfehlung meiner Gastgeberin: OP-Maskenbändchen hinten als Band für Hinterkopf zwischen die FFP2-Maskenbändchen angeknotet. Aufgesetzt und Helm drüber. Funktioniert für mich super.