Den Vormittag jenes Tages hatte ich noch in Steinberg am Rofanlift II verbracht (Bericht folgt nach Ostern...) und es konnte eigentlich nicht mehr besser werden. Dort war ich der einzige Schigast weit und breit – vollkommen allein konnte ich den Schlepper hinauf und die frisch präparierte Piste hinabfahren. Fast schon wollte ich bis zum Nachmittag dort bleiben, doch nach unzähligen Auf- und Abfahrten entschloss ich mich gegen Mittag, trotz verbliebener Einsamkeit zur Christlum zu wechseln. Denn auch jenes Gebiet kannte ich noch nicht und wollte es nun endlich einmal selbst erleben. So siegte die Neugier...
In der 4KSB Christlum-Express, der 1990 einen Gittermasten-Schlepper auf gleicher Trasse ersetzt hat. Die Sonne schien mir ins Gesicht, es war frühlingshaft warm und ich lehnte mich entspannt zurück. Es sollte noch einmal gut gehen! Trotz aufgeweichtem Schnee und vielen Autos (andere Leute – wie furchtbar
Leider war die alte DSB nicht in Betrieb – auch ihre Schwester oben stand (wie in jedem Bericht
Früher, als unten und oben jeweils noch ein Schlepper den Hang mit erschlossen haben, war es sicherlich anders herum – unter der Woche werden dann eher die beiden DSBen gelaufen sein, während die Bügel brav auf den Wochenendansturm warteten. Übrigens wird bereits im 1979er Schiatlas davon abgeraten, an Wochenenden an die Christlum zu fahren, weil dort trotz „Doppelsesselbahn und parallelem Schlepplift“ vom Tal herauf Wartezeiten von bis zu über einer Stunde (!) die Regel seien ob der vielen Münchner...
Wenn das EINE DSB mit Kurve wäre....
Gleich mal beim Liftler unbeliebt gemacht
Der 1.000 m lange Mosenlift – ein alter Gittermastenlift, der vmtl. baugleich den mittlerweile abgetragenen „Brüdern“ vom Tal herauf und dem zwischen Cabrio-Flitzer und DSB ist. Vmtl. war das hier oben die Erstgarnitur – ein Gittermastenlift von Achenkirch rauf, dann gleich rechts von der Bergstation der besagte Mosenlift und weiter hinten zum Gipfel der lange Christlumschlepper. Der Nordhanglift und der Brandtalschlepper dürften erst so in den 80ern gebaut worden sein, denn die Stützen sehen noch recht neu aus. Wobei die „Tage“ des Brandtallift ja schon angezählt sein sollen.
Da freut sich der Schleppliftfreund trotz flacher Trasse...
Hier ließ sich die Piste den ganzen Nachmittag über noch ganz gut fahren, aber die rückwärtige Schiroute über den Steilhang runter war ein Graus – in angeforernen, verbuckelten Steilhang schmiss es etliche Leute hin und ich fuhr nur einmal dort.
Hier ist der eben kritisierte Hangabschnitt zu sehen.
Hier wurde ich „alt“ und absolvierte die meisten Abfahrten. Die Piste war trotz des frühlingshaften Wetters in gutem Zustand und Anstehen musste man gar nicht – die anderen fuhren zumeist bis zur Talstation der 4KSB durch.
Hier endet die Piste oberhalb des Schleppereinstiegs. Nach einer Querfahrt nach links geht es weiter ins Tal – im unteren Abschnitt war das an jenem Märztag die reinste Sulzhölle, darum fuhr ich da nach dem Erstversuch nur noch bei meiner allerletzten Abfahrt hinunter.
Der Nordhanglift und meine Meinung zu ihm. Ein langer Schlepper durch den Wald und zwei super Pistenvarianten – an der benachbarten schwarzen Abfahrt war sogar noch weniger los – was will man mehr?
80er?
Trassenzoom nach der ersten Kuppe...
So macht Schleppliftfahren Spass – am Brandtallift haben die ja den Wald auf der rechten Seite ja leider zu 99 % abgeholzt....
Eigentlich wollte ich noch ein „ZZZzzzzzzz“ ergänzen
Blick zum Achensee – leider liegt der ein bisserl arg weit rechts.
Aber dank Zoom doch noch erreichbar. Hier mit Bügeln des Mosenlifts, der früher sicherlich mal kurze aus Holz hatte...
Noch gibt es sie, die alten Gittermastenlifte...
Umlenkstation der DSB Riedlkar.
Ortswechsel zur DSB Christlum, die wohl nur in Betrieb ist, wenn an sonnigen Sonntagen in der Ferien kein Pistenquadratmeter mehr frei ist.
Talstation und Trasse des abgebauten Christlumschleppers, der in vielen alten Schibüchern (Gittermasten...) noch zu sehen ist. 2002 wurde er von der 6KSB ersetzt.
Es war ein Wetter, wie ich es oft in dieser Saison vermisst habe – nonstop Sonnenschein....
Talstation des Brandtallifts – hier unten war es schon recht sulzig.
Bald soll ja hier eine KSB stehen, oder?
Trotz kritischem Liftler-Blick noch geknipst...
Früher ging es hier mitten durch den Wald – die Schneise hat man immer recht gut von der Strasse aus gesehen.
Wahrscheinlich auch noch unter 30 Jahre alt.
Die Piste war recht weich und nicht mehr so gut zu fahren.
Das, was von der Waldschneise übrig ist...
Zoom nach rechts zum Cabrio-Flitzer.
Kritisch blickender Liftler zum Dritten...
Nun auch schon 10 Jahre alt...
LSAP-Talstation des Christlumlifts.
Und der DSB gleichen Namens.
Auf der ehemaligen Schlepptrasse, wo zigtausende Leute schon hinaufgezogen worden sind, nachdem sie sich unten die Beine in den Bauch gestanden haben...
Mal was anderes, als ratternde Dieselantriebe, Pfeiffe rauchende Liftler und kurze Bügel...
Talblick von der Stelle, wo einst der Schlepplift heraufkam.
Zoom. Links ist auch die DSB zu sehen.
Leider nix mit DSB-Fahren. Bei den warmen Temperaturen hätte ich das dem gut besuchten Cabrio-Flitzer gerne vorgezogen.
Baujahr 1973...
Hier war es natürlich aufgrund der Höhenlage weitaus weniger sulzig als unten am Brandtallift. Aber dafür fuhren hier auch die meisten Leute hinunter.
Seit 10 Jahren ist da nichts mehr los...
Blick von unten rauf.
Auf dieser Seite war die Talabfahrt noch frühlingshafter als unterhalb des Nordhanglifts
Wieder oben angelangt.
Nachmittagsstimmung...
Noch einmal ging es ganz hinauf, ehe ich den Tag dann am Nordhanglift ausklingen lies.
6KSB, LSAP und DSB...
Trotz schönen Wetters....
Oben von der Schiroute aus...
Hier im Steilhang oberhalb des Mosenlifts wurde es knifflig – einige Leute stürzten.
Zoom zum Mosenlift.
Zoom zum LSAP Sonnberglifte– den ESL habe ich leider verpasst. Rechts davon gab es ja noch einen Schlepper lt. Schiatlas 1979.
DSB und 4KSB.
Mosenschlepplift mit ESL-Symbol.
Trassenblick.
Abendstimmung am Ausstieg – gut, etwas übertrieben...
Abfahrt am Nordhanglift – da gefiel es mir am Besten.
Talstation des besagten Schleppers, den ich bis zum Betriebsschluss noch zwei oder drei Mal hoch fuhr.
Fast allein im Lift – nochmal durchatmen, die letzten Sonnenstrahlen genießen und auch die Auffahrt selbst....
Gegen 16 Uhr ging es dann endgültig in Richtung Tal zurück...
Der Tag neigte sich dem Ende zu...
Sieht aus wie eine LSAP-Talstation, aber die DSB startete vmtl. schon immer an der selben Stelle am rechten Bildrand.
Fast geschafft – die Talabfahrt war im letzten Abschnitt nicht mehr gut. Viele Buckel eben und etliche Leute, die sich schwer taten. Am Pistenrand lag ein älterer Mann und rührte sich nicht. Doch auf einmal stand er dann doch auf und schien nicht verletzt zu sein.
Ach ja – erneut ist ein Schitag wahnsinnig schnell zu Ende gegangen und irgendwer muss wieder an der Uhr gedreht haben - vor gefühlten 40 Minuten hatte doch erst der Wecker daheim unter der Isarbrücke geklingelt! Jener 17.03.2012 wird mir aufgrund des Vormittagserlebnisses am Rofanlift – außer mir kein anderer Schifahrer – sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Aber auch an der Christlum – obwohl ja wahrlich kein Nostalschigebiet – habe ich es ganz gut aushalten können. Allerdings lag das zu 95 % am Nordhanglift und der leeren Pisten dort. Ob das genug ist, um mal wiederzukommen – eher nicht. Da hab ich für 2012/ 13 noch genug anderes auf dem Plan stehen.