Kritik an Kriegsinszenierung in Sölden

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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miki
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Kritik an Kriegsinszenierung in Sölden

Beitrag von miki »

Man kann es mit der political correctness auch übertreiben :nein: :
Am 22. April soll in Sölden das Event „Hannibal“ stattfinden. Das sorgt in Tirol für Unmut, im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine sei die Inszenierung unpassend und werfe ein schlechtes Bild auf Tirol, heißt es auch aus der Landesregierung.
Link: https://tirol.orf.at/stories/3151550/

Was die Inszenierung eines 2200 Jahre zurücklienden Ereignises mit der aktuellen Lage zu tun hat, will mir irgendwie nicht einleuchten :gruebel: ? Was kommt denn als nächstes? Besichtigungen des Kolosseums in Rom (oder der Amphitheaters in Pula) verbieten, da dort Anno dazumal Leute (und Tiere) gequält und ermordet wurden?

Mein Vorschlag: Mit dem Verbot der Veranstaltung wäre der Ukraine nicht, aber auch gar nicht geholfen. Da würde es wesentlich mehr Sinn machen, wenn man die Veranstaltung normal durchführt und dann - so wie es die Petzen getan hat - von jedem am 22. 4. verkauften Skiticket z. B. 5 Euro (oder, bei dem Preisunterschied zwischen Petzen und Sölden, könnten es ruhig auch 10 EUR sein) für die Ukraine sammelt und von diesem Geld eine Ladung AK-47 für die heldenhaften Verteidiger beschafft ...
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basti.ethal
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Re: Kritik an Kriegsinszenierung in Sölden

Beitrag von basti.ethal »

Unfassbar...auf diese Assoziation wäre ich von selbst niemals gekommen....
Naja, meine Tickets sind gekauft. Mateschitz wird schon noch die richtigen Leute mit entsprechenden "Argumenten" überzeugen, sodass seine Jungs auch fliegen dürfen :wink:
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miki
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Re: Kritik an Kriegsinszenierung in Sölden

Beitrag von miki »

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Re: Kritik an Kriegsinszenierung in Sölden

Beitrag von MarcB96 »

Mich wundert ehrlich gesagt mittlerweile nichts mehr (seitdem ein Teil der Bevölkerung die alleinige Moral- und Meinungshoheit für sich beansprucht....). Die Airpower im September würde man am Liebsten ja auch direkt komplett streichen :roll:
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Re: Kritik an Kriegsinszenierung in Sölden

Beitrag von Tyrolens »

Diese Show wurde doch schon immer kritisiert.
Zu Sölden passt sie trotzdem sehr gut. So, wie Ischgl auch sein sehr spezielles Image hat. Mir persönlich sagt das überhaupt nicht zu. Meine Marktrelevanz ist aber auch gleich null.
Ich kann auch nichts mit Red Bull anfangen und ich umschiffe alles, was mit Red Bull zu tun hat rein prinzipiell.

Man sieht aber auch, wie schwer sich Tirol mit seiner touristischen Ausrichtung tut. Selbstwahrnehmung und Realität schneiden sich deutlich.
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Re: Kritik an Kriegsinszenierung in Sölden

Beitrag von Theo »

Man könnte die gestellte Forderung auch noch ganz anders interpretieren. Dazu müsste man nur die beiden damaligen Parteien den heute beteiligten Parteien zuordnen. Wenn ich die Geschichte richtig lese dann wäre das damalige Rom heute Russland und das damalige Karthago heute die Ukraine.

Das könnte man dann wenn man als linker Kommunismus- und Einschränkungsbewunderer ( von denen es weitaus mehr gibt als gut ist ) weiter so interpretieren: Die Inszenierung stellt sich auf die Seite vom kleinen und "angegriffenen" Karthago/Ukraine und gegen dass grosse "angreifende" Rom/Russland.

Es gab eigentlich nur zwei Gründe warum man gegen die Hannibal Aufführung war.
Man ist ( politisch und ideologisch ) auf der Seite von Russland und Sympathie für den Gegner ist unerwünscht.
Vor Ort ( speziell dem BM ) ging es dann nur darum die Russischen Hotelbesitzer nicht zu brüskieren.

Jetzt kann natürlich einer kommen und sagen was ich schreibe sei Schwachsinn da ja das offizielle Österreich aktuell nicht auf Russischer Seite sei.
Taten und Worte sind aber zwei verschiedenen Sachen und so lange die Taten ( Gaseinkauf ) pro Russisch sind sind mir die geheuchelten Worte egal.
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Re: Kritik an Kriegsinszenierung in Sölden

Beitrag von Tyrolens »

In Österreich sollte nach wie vor das Legalitätsprinzip gelten und insofern sollten politische Bedenken oder auch ideologische außen vor bleiben.
Welche Genehmigungen braucht man für so ein Projekt?
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basti.ethal
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Re: Kritik an Kriegsinszenierung in Sölden

Beitrag von basti.ethal »

Ich habe mir am Freitag nun zum 4. mal die Show angeschaut.
Enttäuschenderweise war der Hubschrauber des Bundesheeres doch nicht dabei.
Dies hat die Wirkung der Show extrem reduziert. Schade. So war es zwar schön anzusehen, aber der WOW-Effekt der vorherigen Jahre hat komplett gefehlt.
Warum der Hubschrauber nun nicht dabei war, ist mir nicht bekannt. Ich weiß nur, dass bei wesentlich schlechterem Wetter auch schon geflogen wurde.
Sollte dies nun zur Regel werden, kann man sich m.M.n. die Veranstaltung zukünfitg sparen.
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Re: Kritik an Kriegsinszenierung in Sölden

Beitrag von Hiro »

basti.ethal hat geschrieben: 25.04.2022 - 08:53 Enttäuschenderweise war der Hubschrauber des Bundesheeres doch nicht dabei.
MWn hat man für den Einsatz eines Bundesheerhubschraubers keine Genehmigung erhalten.
Viele Grüße,
Hiro

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