99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Die Lehrer sollten mal hinterfragen ob sie den richtigen Job haben, für Schüler verantwortlich zu sein!
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Auf jeden Fall gewagt, mit so vielen (wahrscheinlich höchstens mäßig bergerfahrenen) Schülern eine unbekannte Strecke zu gehen.
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
2020/21: 101 Tage
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Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Pah, sowas war für meinen Opa der normale Schulweg 
Aber ein gigantischer Aufwand die raus zu holen, ein Wahnsinn. Aber es ist grundsätzlich ein Problem, dass im Internet keine Standards zu Beurteilung von Routen und Schwierigkeiten herrschen (auf kommerziellen Portalen). Bei den Alpenvereinen schaut man ja irgendwie nicht mehr, lieber Hanswurst1953 und seine Story anschauen
Aber ein gigantischer Aufwand die raus zu holen, ein Wahnsinn. Aber es ist grundsätzlich ein Problem, dass im Internet keine Standards zu Beurteilung von Routen und Schwierigkeiten herrschen (auf kommerziellen Portalen). Bei den Alpenvereinen schaut man ja irgendwie nicht mehr, lieber Hanswurst1953 und seine Story anschauen
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valdebagnes
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
"Gruppe aus Zwölf- bis 14-Jährigen aus Ludwigshafen gemeinsam mit ihren Lehrern"
In Ludwigshafen/Mannheim müssen 50% der Autofahrer schon aus ihren Fahrzeigen gerettet werden, wenn mal 5cm Schnee unerwartet im Winter fallen
Vom ganz anderen Standpunkt gesehen ist es aber auch für Lehrer bei solchen Klassenfahrten nicht immer einfach. Es soll nicht langweilig sein, für einen Berg-/Wanderführer ist das Budget nicht vorhanden, man hat immer die volle Verantwortung und steht mit einem Bein im Gefängnis, wenn etwas nicht funktioniert wie erwartet.
Wenn man dann ganz auf der sicheren Seite bleibt, heißt es von der Hälfte der Schüler/Eltern nachder Fahrt auch noch: "warum fahrt ihr eigentlich in die Berge wenn ihr nur im Flachen herümläuft?"
Wen wundert es, dass immer weniger Lehrkräfte bereit sind etwas 'interessantes' zu organisieren, es könnte ja was passieren.
An der Schule sind nun Ski- und Wanderausflüge für die nächsten Jahre wohl leider allgenmein gestrichen.
Ich neige dazu hier aus:
Falsche Einschätzung--> nicht geeignete Ausrüstung --> ungünstige Wetterbedingungen --> Gefahrensituation --> Suche nach Schuldigem --> Anklage --> Strafe
Falsche Einschätzung--> nicht geeignete Ausrüstung --> ungünstige Wetterbedingungen --> Gefahrensituation --> richtiges Verhalten in Gefahrensituation --> Meistern der Situation --> Erfahrung fürs Leben
zu generieren...
In Ludwigshafen/Mannheim müssen 50% der Autofahrer schon aus ihren Fahrzeigen gerettet werden, wenn mal 5cm Schnee unerwartet im Winter fallen
Vom ganz anderen Standpunkt gesehen ist es aber auch für Lehrer bei solchen Klassenfahrten nicht immer einfach. Es soll nicht langweilig sein, für einen Berg-/Wanderführer ist das Budget nicht vorhanden, man hat immer die volle Verantwortung und steht mit einem Bein im Gefängnis, wenn etwas nicht funktioniert wie erwartet.
Wenn man dann ganz auf der sicheren Seite bleibt, heißt es von der Hälfte der Schüler/Eltern nachder Fahrt auch noch: "warum fahrt ihr eigentlich in die Berge wenn ihr nur im Flachen herümläuft?"
Wen wundert es, dass immer weniger Lehrkräfte bereit sind etwas 'interessantes' zu organisieren, es könnte ja was passieren.
An der Schule sind nun Ski- und Wanderausflüge für die nächsten Jahre wohl leider allgenmein gestrichen.
Ich neige dazu hier aus:
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ralleycorse
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Sehe ich auch so.
Den Schülern soll ja nicht total langweilig werden und wenn dann einer die Tour als völlig harmlos beschreibt...
Ist schon schwierig, wie soll denn ein Lehrer aus NRW die Tour vorher ablaufen?
Oder eben nix machen, keine Wanderung, kein Schwimmen. Nur Papierflieger bauen - na toll.
Oder am besten gar keine Freizeiten / Ausfahrten mehr...
Traurig.
Den Schülern soll ja nicht total langweilig werden und wenn dann einer die Tour als völlig harmlos beschreibt...
Ist schon schwierig, wie soll denn ein Lehrer aus NRW die Tour vorher ablaufen?
Oder eben nix machen, keine Wanderung, kein Schwimmen. Nur Papierflieger bauen - na toll.
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Wenn bei acht Lehrern keiner dabei ist, der einen Schimmer von der Gegend hat und sich alle nur auf das Internet verlassen, dann ist das schon problematisch
Das traurige ist, dass es offensichtlich auch in RP nicht genügend Lehrkräfte gibt, die auf einen eigenen Erfahrungsschatz zurückgreifen können. Zu meiner Schulzeit war das noch so und da wurde schon auch mal in den Alpen gewandert. Allerdings wäre da nie eine Gruppe von mehr als 100 Leuten auf einem Pfad unterwegs gewesen; dass war und ist ja schon ohne entsprechende Schwierigkeiten eher ein Himmelfahrtskommando bei 12-14-jährigen.
Das wichtigste ist aber, dass niemandem was ernsthaftes passiert ist; es gab da schon schlimmere Unglücke von Schülergruppen mit Lehrern, die es besser wussten als die Einheimischen
Das traurige ist, dass es offensichtlich auch in RP nicht genügend Lehrkräfte gibt, die auf einen eigenen Erfahrungsschatz zurückgreifen können. Zu meiner Schulzeit war das noch so und da wurde schon auch mal in den Alpen gewandert. Allerdings wäre da nie eine Gruppe von mehr als 100 Leuten auf einem Pfad unterwegs gewesen; dass war und ist ja schon ohne entsprechende Schwierigkeiten eher ein Himmelfahrtskommando bei 12-14-jährigen.
Das wichtigste ist aber, dass niemandem was ernsthaftes passiert ist; es gab da schon schlimmere Unglücke von Schülergruppen mit Lehrern, die es besser wussten als die Einheimischen
Wo ich schon war:
Hochzeiger (1989), Ski-Zillertal 3000 außer Gletscher (viele Jahre ab 1993
), Kronplatz (2006), Söllereck (2008), Hauser Kaibling (2009 und 2014), Wildkogel (2010 - 2012), Maiskogel, Pass Thurn/Resterhöhe; Schmittenhöhe (2013), Hochzillertal/Hochfügen, Spieljoch (2016 - 2019), Alpendorf/Wagrain/Flachau (2015 und 2018), Damüls/Mellau (2017), Planai/Hochwurzen (2019), Willingen (2019), Schnalstaler Gletscher (2019), Laax, Silvretta-Montafon, Brandnertal, Golm (2020), Hundseck (2021), Winterberg (2021), Arosa-Lenzerheide (2022), St. Moritz (2022), Ortisei, Seiser Alm und Sella Ronda (2023)
Als nächstes:
Hochzeiger (1989), Ski-Zillertal 3000 außer Gletscher (viele Jahre ab 1993
Als nächstes:
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Bergwanderer
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Zunächst einmal das positive: es ist, zum Glück, niemand etwas ernsthaftes passiert und ein Dank an die Rettungskräfte.
Die "Digitalisierung" hat halt auch Ihre Nachteile. Man vergisst, dass es vor Ort so etwas "analoges" wie die Tourismusinformation oder ein Bergführerbüro gibt. Fragen kostet nichts!
Zusammengefasst: eine Mischung aus Bequemlichkeit, Ignoranz und Überheblichkeit der verantwortlichen und zum Teil verantwortungslosen "Le(e)(h)rkräfte".
Das Titelbild hier sagt alles: https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/a ... 12dbe.html
Die "Digitalisierung" hat halt auch Ihre Nachteile. Man vergisst, dass es vor Ort so etwas "analoges" wie die Tourismusinformation oder ein Bergführerbüro gibt. Fragen kostet nichts!
Zusammengefasst: eine Mischung aus Bequemlichkeit, Ignoranz und Überheblichkeit der verantwortlichen und zum Teil verantwortungslosen "Le(e)(h)rkräfte".
Das Titelbild hier sagt alles: https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/a ... 12dbe.html
Zuletzt geändert von Bergwanderer am 08.06.2022 - 16:44, insgesamt 1-mal geändert.
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easyrider
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Die saubere Planung einer Wanderung oder eines Ausflugs im Allgemeinen gehört zum Grundrepertoire einer ausgebildeten Lehrperson. Und diese umfasst unter anderem eine Rekognoszierung vor Ort - egal, wohin die Reise geht. Im Zweifel oder wenn eine vorgängige Erkundung nicht möglich ist, müsste der Ausflug in der Konsequenz abgeändert werden.ralleycorse hat geschrieben: 08.06.2022 - 11:41 ...
Ist schon schwierig, wie soll denn ein Lehrer aus NRW die Tour vorher ablaufen?
...
Die Praxis, wie dieses Beispiel zeigt, sieht oft anders aus. Im städtischen Wald kann man das zur Not ja einmal machen, sich mit einer Schulklasse basierend auf Google Maps führen zu lassen. Aber im Gebirge? Das würde ich mir aus unterschiedlichen Gründen nie antun (nebst dem, dass ich Wandern nach Google Maps für nur begrenzt schlau halte
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MarcB96
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Naja...man muss dazu auch sagen, dass für Mannheimer/Ludwigshafener Verhältnisse der Hundehaufen vor dem Haus bereits fast ein 2000er wäre...valdebagnes hat geschrieben: 08.06.2022 - 11:13 "Gruppe aus Zwölf- bis 14-Jährigen aus Ludwigshafen gemeinsam mit ihren Lehrern"
In Ludwigshafen/Mannheim müssen 50% der Autofahrer schon aus ihren Fahrzeigen gerettet werden, wenn mal 5cm Schnee unerwartet im Winter fallen![]()
Mich irritiert angesichts dessen umso mehr, dass man uns vor 10 Jahren von Seiten der Schule verweigert hatte, einen Ausflug nach Berchtesgaden zum Watzmann zu machen (was nicht viel mehr als 100km entfernt wäre...und wo wahrscheinlich deutlich mehr Schüler schonmal alpine Erfahrung gemacht haben), weils ja viiieeeeelll zu gefährlich wäre (mit maximal 10-12 Schülern und mehreren erfahrenen Lehrern)Vom ganz anderen Standpunkt gesehen ist es aber auch für Lehrer bei solchen Klassenfahrten nicht immer einfach. Es soll nicht langweilig sein, für einen Berg-/Wanderführer ist das Budget nicht vorhanden, man hat immer die volle Verantwortung und steht mit einem Bein im Gefängnis, wenn etwas nicht funktioniert wie erwartet.
Wenn man dann ganz auf der sicheren Seite bleibt, heißt es von der Hälfte der Schüler/Eltern nachder Fahrt auch noch: "warum fahrt ihr eigentlich in die Berge wenn ihr nur im Flachen herümläuft?"
Wen wundert es, dass immer weniger Lehrkräfte bereit sind etwas 'interessantes' zu organisieren, es könnte ja was passieren.
An der Schule sind nun Ski- und Wanderausflüge für die nächsten Jahre wohl leider allgenmein gestrichen.
Ich neige dazu hier aus:
Falsche Einschätzung--> nicht geeignete Ausrüstung --> ungünstige Wetterbedingungen --> Gefahrensituation --> Suche nach Schuldigem --> Anklage --> Strafe
Falsche Einschätzung--> nicht geeignete Ausrüstung --> ungünstige Wetterbedingungen --> Gefahrensituation --> richtiges Verhalten in Gefahrensituation --> Meistern der Situation --> Erfahrung fürs Leben
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valdebagnes
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Für die vorausgegangene Erkundung macht auch ein Fremdwort die Problematik, das dies dem Lehrer keiner bezahlt und es dann in der Öffentlichkeit als Urlaub auf Staatskosten angesehen wird, die Sache nicht besser.easyrider hat geschrieben: 08.06.2022 - 16:27Die saubere Planung einer Wanderung oder eines Ausflugs im Allgemeinen gehört zum Grundrepertoire einer ausgebildeten Lehrperson. Und diese umfasst unter anderem eine Rekognoszierung vor Ort - egal, wohin die Reise geht. Im Zweifel oder wenn eine vorgängige Erkundung nicht möglich ist, müsste der Ausflug in der Konsequenz abgeändert werden.ralleycorse hat geschrieben: 08.06.2022 - 11:41 ...
Ist schon schwierig, wie soll denn ein Lehrer aus NRW die Tour vorher ablaufen?
...
Die Praxis, wie dieses Beispiel zeigt, sieht oft anders aus. Im städtischen Wald kann man das zur Not ja einmal machen, sich mit einer Schulklasse basierend auf Google Maps führen zu lassen. Aber im Gebirge? Das würde ich mir aus unterschiedlichen Gründen nie antun (nebst dem, dass ich Wandern nach Google Maps für nur begrenzt schlau halte)
Oder soll er dies selbstverständlich in seine Freizeit auf eigene Kosten machen?
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Ja, ein verantungsvoller Lehrer für so eine riesige Gruppe würde dies halt wohl in der Freizeit machen, wenn es nicht bezahlt wird. Ich kenne jedenfalls solche Lehrer. Oder es dann halt sein lassen. Man könnte sich ja auch bei einheimischen Lehrerkollegen, auf dem Tourismusbüro oder allenfalls Bergführerbüro erkundigen.
Meine Berichte findet man seit 23.11.23 in einem anderen Forum
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Nein, die Lehrperson soll es aus meiner Sicht nicht selbstverständlich auf eigene Kosten machen - dürfte sie oder er aber natürlich gerne. Ich würde das zumindest nur auf eigene Kosten machen, wenn ich es mit einem persönlich motivierten Ausflug verbinden könnte. Und sonst: Den Ausflug sein lassen oder in eine einem bekannte Gegend ausweichen, wo es keiner Auskundschaftung bedarf. Oder wie ski-chrigel schreibt auf die Erfahrung anderer (Lehr-)Personen zurückgreifen.valdebagnes hat geschrieben: 08.06.2022 - 18:17 Für die vorausgegangene Erkundung macht auch ein Fremdwort die Problematik, das dies dem Lehrer keiner bezahlt und es dann in der Öffentlichkeit als Urlaub auf Staatskosten angesehen wird, die Sache nicht besser.
Oder soll er dies selbstverständlich in seine Freizeit auf eigene Kosten machen?
P.S.: Es gibt an gewissen Schulen durchaus ein Budget für die Rekognoszierung - kein grosses aber ein existentes.
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Ralf321
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Hat die Beschreibung eigentlich jemand gelesen?
Vermute laut den Artikeln es geht um diese https://www.hikr.org/tour/post110309.html
Unten sind noch ein paar Berichte zu der Tour die nicht so harmlos klingen.
Für den einen Erfahrenen wars ein wohl ein Spaßrunde am Abend für die anderen dann eine Herausforderung.
Mehre Berichte dazu zu lesen hätte dies wohl verhindert.
.o
Edit. Da wars mit dem Artikel https://www.n-tv.de/panorama/Hubschraub ... 83676.html
Vermute laut den Artikeln es geht um diese https://www.hikr.org/tour/post110309.html
Unten sind noch ein paar Berichte zu der Tour die nicht so harmlos klingen.
Für den einen Erfahrenen wars ein wohl ein Spaßrunde am Abend für die anderen dann eine Herausforderung.
Mehre Berichte dazu zu lesen hätte dies wohl verhindert.
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Edit. Da wars mit dem Artikel https://www.n-tv.de/panorama/Hubschraub ... 83676.html
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molotov
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Mit gutem Grund schaut der ambitionierte berggeher nicht mehr bei diesen Propaganda Naturschutz Besucherlenkungsvereinen. HIKR würde ich nicht als kommerziell bezeichnen, die wirklich kommerziellen Plattformen sind ja übersät von tollen Ratschlägen der Alpenvereine und Tourismusbüros... wenn ein AV Routen aus seinen Karten streicht hat er seinen Job nicht verstanden, eine Karte sollte das Abbild der Wirklichkeit sein, kein Reiseführer...Stäntn hat geschrieben: 08.06.2022 - 11:07 Pah, sowas war für meinen Opa der normale Schulweg
Aber ein gigantischer Aufwand die raus zu holen, ein Wahnsinn. Aber es ist grundsätzlich ein Problem, dass im Internet keine Standards zu Beurteilung von Routen und Schwierigkeiten herrschen (auf kommerziellen Portalen). Bei den Alpenvereinen schaut man ja irgendwie nicht mehr, lieber Hanswurst1953 und seine Story anschauen![]()
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MarcB96
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Ich bin eigentlich der Letzte, der groß rumschreit, wenn in den Medien mal wieder gemeldet wird, dass jmd warum auch immer gerettet werden musste, da Fehler nunmal menschlich sind und deshalb größtenteils hinzunehmen sind (ich hab mich vor Jahren auch schon beim Himmelspfortensteig am Schafberg fälschlicherweise auf einen einzigen Erfahrungsbericht im Internet verlassen (was am Ende nicht die allerbeste Idee war, auch wenns wahrscheinlich zu keiner Zeit gefährlich war)......seitdem plane ich mögliche Touren deutlich aufwendiger)...
Die Grenze, bis wohin (besonders solch gravierende) Fehler hinnehmbar sind, sehe ich aber eindeutig da, wo man mit mehreren Menschen (noch dazu mit Kindern) unterwegs ist.
Ich hoffe sehr, dass es für die betreffenden Lehrkräfte Konsequenzen geben wird, weil mit fast 100 Schülern (12-14 Jahre alt noch dazu) aus dem Flachland (die mit größerer Wahrscheinlichkeit bei Weitem nicht alle schwindelfrei sind und/oder Bergerfahrung haben) eine Tour zu gehen, nur weil diese auf einer Internetseite als "einfach" beschrieben wurde, ist in höchstem Maße grob fahrlässig.
Mir tun einzig alle Schüler in Deutschland leid, weil jetzt wahrscheinlich noch deutlich weniger Schulen größere Ausflüge machen werden (nur weil es ein paar Voll****en gibt, die es nicht auf die Reihe bringen, eine vernünftige Risikoabwägung zu machen....bzw sich ÜBERHAUPT irgendwelche zu Gedanken machen, bevor sie losgehen
).
Die Grenze, bis wohin (besonders solch gravierende) Fehler hinnehmbar sind, sehe ich aber eindeutig da, wo man mit mehreren Menschen (noch dazu mit Kindern) unterwegs ist.
Ich hoffe sehr, dass es für die betreffenden Lehrkräfte Konsequenzen geben wird, weil mit fast 100 Schülern (12-14 Jahre alt noch dazu) aus dem Flachland (die mit größerer Wahrscheinlichkeit bei Weitem nicht alle schwindelfrei sind und/oder Bergerfahrung haben) eine Tour zu gehen, nur weil diese auf einer Internetseite als "einfach" beschrieben wurde, ist in höchstem Maße grob fahrlässig.
Mir tun einzig alle Schüler in Deutschland leid, weil jetzt wahrscheinlich noch deutlich weniger Schulen größere Ausflüge machen werden (nur weil es ein paar Voll****en gibt, die es nicht auf die Reihe bringen, eine vernünftige Risikoabwägung zu machen....bzw sich ÜBERHAUPT irgendwelche zu Gedanken machen, bevor sie losgehen
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valdebagnes
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Ja auch ich kenne solche Lehrer, die das dann halt machen.
Seltsamerweise kenne ich keinen angestellten Piloten, der sich selbst ein Flugticket kauft und Urlaub nimmt damit er sich vorab schon man den Anflug auf einen neuen Flughafen ansehen kann um sich besser darauf vorbereiten zu können.
Oder um vor der eigenen Tür zu kehren keinen angestellten SoftwareIngenieur, der sich privat Lizenzen für eine Unternehmenssoftware kauft und am WE auf dem selbst gemieteten Serverpark installiert um den GoLive im Büro ohne Überraschungen zu gestalten.
Bei Lehrern setzen Teile der Gesellschaft dies einfach wie selbstverständlich voraus.
Lehrerkollegen vor Ort fragen? Auch wenn sie beim gleichen Arbeitgeber arbeiten, kennen dies sich oft nur an der gleiche Schule und haben kein Adressverzeichnis aller Lehrkräfte in Europa zur Verfügung.
Ob man an der Uni die Planung und rechtssicher Durchführung von Klassenfahrten lernt? Ich glaube kaum…
Wenn man nun darüber sinniert was man hätte alles machen können, dann muss man auch Zeit, Mittel und Schulungsangebote für die Durchführung solcher Klassenfahrten fordern und bereitstellen oder es eben konsequent ganz bleiben lassen.
Und da lese ich schon den Headliner in der Boulevardpresse: „Staat finanziert Lehren Wanderurlaub während der Schulferien in den Vorarlberger Alpen.“
Und mit was? Mit Recht…
(nein ich bin kein Lehrer…)
Seltsamerweise kenne ich keinen angestellten Piloten, der sich selbst ein Flugticket kauft und Urlaub nimmt damit er sich vorab schon man den Anflug auf einen neuen Flughafen ansehen kann um sich besser darauf vorbereiten zu können.
Oder um vor der eigenen Tür zu kehren keinen angestellten SoftwareIngenieur, der sich privat Lizenzen für eine Unternehmenssoftware kauft und am WE auf dem selbst gemieteten Serverpark installiert um den GoLive im Büro ohne Überraschungen zu gestalten.
Bei Lehrern setzen Teile der Gesellschaft dies einfach wie selbstverständlich voraus.
Lehrerkollegen vor Ort fragen? Auch wenn sie beim gleichen Arbeitgeber arbeiten, kennen dies sich oft nur an der gleiche Schule und haben kein Adressverzeichnis aller Lehrkräfte in Europa zur Verfügung.
Ob man an der Uni die Planung und rechtssicher Durchführung von Klassenfahrten lernt? Ich glaube kaum…
Wenn man nun darüber sinniert was man hätte alles machen können, dann muss man auch Zeit, Mittel und Schulungsangebote für die Durchführung solcher Klassenfahrten fordern und bereitstellen oder es eben konsequent ganz bleiben lassen.
Und da lese ich schon den Headliner in der Boulevardpresse: „Staat finanziert Lehren Wanderurlaub während der Schulferien in den Vorarlberger Alpen.“
Und mit was? Mit Recht…
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molotov
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Ich kenne durchaus auch andere Fachbereiche, die sich zum Privatvergnügen Material oder Ausrüstung kaufen und auch Zeit investieren, wenn es jobrelevant ist. ich wage zu behaupten, dass es gerade heute mit guter Vorbereitung möglich ist eine geeignete Tour zu planen ohne Vorort zu sein, und über die Steuer unterstützt der Staat einen eventuellen Privatausflug ja durchaus. Aber gut, das war ein Schuss in den Ofen... privat würde ich sagen, was gelernt haben alle, die kosten trägt wahrscheinlich eine Versicherung, wobei da die Summe schon groß genug sein dürfte, dass sich die wehrt. passiert ist ja glücklicherweise nix, und Action gab's auch, und die Walser können wieder über die Hurendeutschen schimpfen, also sind doch alle glücklich
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valdebagnes
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Woher weißt du das sich keiner der Lehrkäfte überhaupt keine Gedanken gemacht haben welchen Weg sie gehen sollen?MarcB96 hat geschrieben: 08.06.2022 - 19:25 …
Ich hoffe sehr, dass es für die betreffenden Lehrkräfte Konsequenzen geben wird, weil mit fast 100 Schülern (12-14 Jahre alt noch dazu) aus dem Flachland (die mit größerer Wahrscheinlichkeit bei Weitem nicht alle schwindelfrei sind und/oder Bergerfahrung haben) eine Tour zu gehen, nur weil diese auf einer Internetseite als "einfach" beschrieben wurde, ist in höchstem Maße grob fahrlässig.
Mir tun einzig alle Schüler in Deutschland leid, weil jetzt wahrscheinlich noch deutlich weniger Schulen größere Ausflüge machen werden (nur weil es ein paar Voll****en gibt, die es nicht auf die Reihe bringen, eine vernünftige Risikoabwägung zu machen....bzw sich ÜBERHAUPT irgendwelche zu Gedanken machen, bevor sie losgehen![]()
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Und welche Grenze der Risikoabschätzung willst du ziehen?
Vor der Tour muss die Lehrerkraft eine schriftliche Bestätigung vom Tourismusbüro/Bergführerbüro einholen in der Bestätigt ist, dass die gewählte Tour von allen Schüler nach der Kontrolle der individuellen Ausrüstung ohne Probleme bewältigt werden kann?
Ich bekam da als Familie von den m. E. oft noch kinderlosen Mitarbeiter im Touribüro bislang meist nur vage Aussagen wie: ich weiß zwar nicht wie ihre Kinder sind, aber andere Familien sagen es war gut machbar.
Und dann einen Prospekt…
- ski-chrigel
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Du kennst offenbar die falschen Piloten. So ähnlich jedenfalls gibt es das: Piloten, die ohne Lohn arbeiten oder sogar zahlen, dass sie fliegen dürfen um Flugerfahrung zu sammeln. Berichte dazu findest Du im Netz zu Hauf. Nicht aktuelle, weil momentan als Folge der Pandemie überall Personal fehlt, aber bis kurz vor der Pandemie.Seltsamerweise kenne ich keinen angestellten Piloten, der sich selbst ein Flugticket kauft und Urlaub nimmt damit er sich vorab schon man den Anflug auf einen neuen Flughafen ansehen kann
Lehrer, die zahlen, dass sie unterrichten dürfen, kenne ich jedoch keine…
Aber darum geht es ja auch gar nicht. Wenn ein Lehrer die Reko verständlicherweise nicht aus dem eigenen Sack bezahlen will, dann tritt er die Reise nicht an. So einfach ist das.
Meine Berichte findet man seit 23.11.23 in einem anderen Forum
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Spechti
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Die nicht beschilderte Tour führte über den schmalen Heuberggrat, der laut Polizei "Schwindelfreiheit, Trittsicherheit sowie Erfahrung im alpinen Gelände erfordert". Der Steig war zudem aufgrund der vorhergehenden Regenfälle nass und glitschig.
https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/a ... 12dbe.html
Da fällt einem nun wirklich garnichts mehr zu ein. Das Bild in dem Artikel sagt auch alles. Wie kann man mit einer großen bis riesigen Schülergruppe in solch ein Gelände gehen? Vollkommen verantwortungslos. Die hier verlinkte Routenbeschreibung zieht einem ebenfalls die Schuhe aus, und zwischen den Zeilen gelesen (was ich bei Lehrkräften einfach mal voraussetze), schreit diese förmlich nach Harakiri mit einer Jugendgruppe!
„Kampf mit dem Gebüsch“ „verliert sich der Weg“
Gehzeit mit 2:15h angegeben, wie kann man da ernsthaft erwarten mit einer Jugendgruppe um 15:00h rechtzeitig in die Tour einzusteigen?
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MarcB96
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Ich meine bei Piloten werden Anflüge (besonders anspruchsvollere) am Simulator trainiert, ich kenne mich mit der Thematik aber auch nicht so wirklich aus.valdebagnes hat geschrieben: 08.06.2022 - 19:27 Ja auch ich kenne solche Lehrer, die das dann halt machen.
Seltsamerweise kenne ich keinen angestellten Piloten, der sich selbst ein Flugticket kauft und Urlaub nimmt damit er sich vorab schon man den Anflug auf einen neuen Flughafen ansehen kann um sich besser darauf vorbereiten zu können.
Oder um vor der eigenen Tür zu kehren keinen angestellten SoftwareIngenieur, der sich privat Lizenzen für eine Unternehmenssoftware kauft und am WE auf dem selbst gemieteten Serverpark installiert um den GoLive im Büro ohne Überraschungen zu gestalten.
Der kleine Unterschied beim Software-Ingenieur ist denk ich mal, dass er damit niemanden ernsthaft gefährdet....
Es sollte eigentlich zur Allgemeinbildung gehören (bzw einfach eine Selbstverständlichkeit sein, die man nicht vorher in irgendeiner Uni lernen muss), sich, gerade wenn man die Verantwortung für Kinder trägt (noch dazu für eine so große Anzahl), sich vorher vorzubereiten und eine solche Tour vernünftig zu planen. Alles Andere ist einfach grob fahrlässig.Bei Lehrern setzen Teile der Gesellschaft dies einfach wie selbstverständlich voraus.
Lehrerkollegen vor Ort fragen? Auch wenn sie beim gleichen Arbeitgeber arbeiten, kennen dies sich oft nur an der gleiche Schule und haben kein Adressverzeichnis aller Lehrkräfte in Europa zur Verfügung.
Ob man an der Uni die Planung und rechtssicher Durchführung von Klassenfahrten lernt? Ich glaube kaum…
Wenn man nun darüber sinniert was man hätte alles machen können, dann muss man auch Zeit, Mittel und Schulungsangebote für die Durchführung solcher Klassenfahrten fordern und bereitstellen oder es eben konsequent ganz bleiben lassen.
Und da lese ich schon den Headliner in der Boulevardpresse: „Staat finanziert Lehren Wanderurlaub während der Schulferien in den Vorarlberger Alpen.“
Und mit was? Mit Recht…
(nein ich bin kein Lehrer…)
Wenn die Lehrer weder fähig sind, darauf zu bestehen, diese Vorbereitungen/Planungen während der Arbeitszeit zu machen (wenn die Schule ihnen das verweigern sollte), noch dies auf eigene Initiative zu tun und sich trotzdem entscheiden, so eine Tour zu machen (anstatt sich wegen genannter Gründe zu weigern), ist das schlichtweg eine Verletzung der Fürsorgepflicht.
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valdebagnes
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Ja, weil dort meist ein beruflicher Vorteil damit verbunden ist.molotov hat geschrieben: 08.06.2022 - 19:34 Ich kenne durchaus auch andere Fachbereiche, die sich zum Privatvergnügen Material oder Ausrüstung kaufen und auch Zeit investieren, wenn es jobrelevant ist. ich wage zu behaupten, dass es gerade heute mit guter Vorbereitung möglich ist eine geeignete Tour zu planen ohne Vorort zu sein …
Aber damit zur „leitenden Lehrkraft für Klassenfahrtsdurchführungen“ aufzusteigen, diese Karriere gibt es nicht.
Tour zu planen ohne das man vor Ort ist? Also Berichte und Angaben im Internet und Foren zu lesen… Wurde ja auch gemacht…
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MarcB96
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
Da es (wie im einen Artikel zu sehen ist) sogar Warnschilder gibt, zweifle ich es sehr an, dass sich auch nur eine anwesende Lehrkraft ernsthafte Gedanken (spätestens dann) gemacht hat.valdebagnes hat geschrieben: 08.06.2022 - 19:42 Woher weißt du das sich keiner der Lehrkäfte überhaupt keine Gedanken gemacht haben welchen Weg sie gehen sollen?
Zum Einen sollte eine derartig große Gruppe mit verhältnismäßig wenigen Lehrern (gerade bei noch recht jungen Kindern) zumindest in kleinere Gruppen aufgeteilt werden (war bei uns bei stinknormalen Wandertagen, wo eigentlich nichts hätte passieren können, üblich), wo man zum Einen wahrscheinlich deutlich besser einen Überblick behalten und man diese Gruppen besser aufteilen kann (dass man evtl auch leichter auf die Schwächsten in der Gruppe Rücksicht nehmen kann), da ich mir nur schwer vorstellen kann, dass knapp eine Hand voll Lehrer fast 100 12-14 Jährige, noch dazu in schwierigem Gelände halbwegs kontrollieren können (bzw halt den Überblick über die Gruppe nicht verliert).Und welche Grenze der Risikoabschätzung willst du ziehen?
Vor der Tour muss die Lehrerkraft eine schriftliche Bestätigung vom Tourismusbüro/Bergführerbüro einholen in der Bestätigt ist, dass die gewählte Tour von allen Schüler nach der Kontrolle der individuellen Ausrüstung ohne Probleme bewältigt werden kann?
Ich bekam da als Familie von den m. E. oft noch kinderlosen Mitarbeiter im Touribüro bislang meist nur vage Aussagen wie: ich weiß zwar nicht wie ihre Kinder sind, aber andere Familien sagen es war gut machbar.
Und dann einen Prospekt…
Und grundsätzlich.....sich etwas besser informieren anstatt die nächstbeste Seite zu suchen, die es als möglichst einfach beschreibt (als Schüler lernt man, unter Anderem bei Präsentationen auch, mehrere Quellen zu suchen und ggf zu vergleichen ... und nicht die Erstbeste blind zu nehmen).
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valdebagnes
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Re: 99 Schüler und 8 Lehrer aus Bergnot gerettet (Walmendingerhorn)
@chrigel: ich habe bewusst von „angestellten Piloten“ gesprochen, hat das angestellt aber kurz danach noch hinzugefügt.
@MarcB96:
Ok, privat auf eigene Kosten die Stunden im Simulator buchen.
Bei Software kommt niemand ernsthaft zu Schaden?
Sieht das Krankenhaus oder das Stellwerk der Bahn etwas anders, wenn ihre Systeme nach einem Update nicht richtig funktionieren.
Und Gruppenreiseplanung sowie -Leitung gehört zur Allgemeinbildung.
Stimmt, Reiseleiter ist kein anerkannter Ausbildungsberuf lt. dt. Ausbildungsgesetz.
Darf und kann also jeder… klar.
Ich frag mal bei Tui nach…
@MarcB96:
Ok, privat auf eigene Kosten die Stunden im Simulator buchen.
Bei Software kommt niemand ernsthaft zu Schaden?
Sieht das Krankenhaus oder das Stellwerk der Bahn etwas anders, wenn ihre Systeme nach einem Update nicht richtig funktionieren.
Und Gruppenreiseplanung sowie -Leitung gehört zur Allgemeinbildung.
Stimmt, Reiseleiter ist kein anerkannter Ausbildungsberuf lt. dt. Ausbildungsgesetz.
Darf und kann also jeder… klar.
Ich frag mal bei Tui nach…