Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

... alle Berichte aus Fernsehen, Rundfunk, Presse und anderen Medien hinein.
Forumsregeln
Antworten
Benutzeravatar
Spezialwidde
Rigi-Kulm (1797m)
Beiträge: 1872
Registriert: 07.02.2013 - 11:04
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: 66440 Blieskastel
Hat sich bedankt: 521 Mal
Danksagung erhalten: 416 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Spezialwidde »

Ich kann damit leben wenn die Seilbahn mit dem Notdiesel etwas langsamer fährt, ich spendiere dafür auch meine letzten Heizölreserven :D Mal im Ernst: Es geht da doch um die Regelenergie die den ganzen Zappelstrom abfangen muss, die ja mit den schnell reagierenden Gaskraftwerken ausgeregelt wird. Grundsätzlich zu wenig Strom haben wir ja gar nicht sondern zeitweise. Die Einspeiseschwankung der unzähligen dezentralen Einspeiser sind das Problem. Das sind Sekundensachen, so schnell kann gar keine Last abgeworfen werden. Es kann sogar passieren dass ein Stromausfall durch zuviel eingespeisten Strom verursacht wird und man es nicht schafft den rechtzeitig aus dem Netz zu nehmen. An der Grundproblematik ändert die Ukrainekrise nichts. Ich seh das mal wieder als Panikmache. Wenn dann trifft das eher die industriellen Gasgroßverbraucher die Erdgas als Primärenergie direkt nutzen wie Glashütten etc.
Genieße den Winter solange es ihn noch gibt

Chlosterdörfler
Nebelhorn (2224m)
Beiträge: 2392
Registriert: 05.12.2012 - 17:56
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: 8840 Einsiedeln
Hat sich bedankt: 40 Mal
Danksagung erhalten: 168 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Chlosterdörfler »

In Griechenland explodieren die Energieausgaben. Staatsbediensteten ist es ab sofort untersagt, Büros unter eine Temperatur von 26 Grad zu kühlen.
Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/sozia ... fa27604ad0
abgerufen 13.06.2022
Italien will den Energieverbrauch zurückfahren und dadurch die Abhängigkeit von russischem Gas etwas reduzieren. Bei den Klimaanlagen soll damit begonnen werden: Diese dürfen ab dem 1. Mai nicht mehr unter eine Temperatur von 27 Grad kühlen. Medienberichten zufolge wird damit bei allen öffentlichen Gebäuden wie Krankenhäusern, Schulen und Ämtern begonnen. Die Regierung will damit vier Milliarden Kubikmeter Gas über die Sommermonate einsparen. Im Winter soll dann eine Obergrenze von 19 Grad bei den Heizungen gelten. Sowohl im Winter wie im Sommer wird es eine Toleranz von zwei Grad geben.
Info: https://www.infobae.com/de/2022/04/20/a ... r-25-grad/
abgerufen 13.06.2022

Etwa 57% der Energiekosten eines öffentlichen Bürogebäudes stammen aus der Temperaturregelung in den EU Südländer. Man kann nicht alle Bürogebäude zeitgleich auf Energieeffizient trimmen oder Neubauen. Dasselbe gilt auch für den Fahrzeugpark im Öffentlichen Dienst.

In Italien werden die Gasstromwerke nicht nur für das Regeln der Stromlast gebraucht. Sondern sind fester Bestandteil der Stromproduktion.
Wer Träume hat der lebt noch.
j-d-s
Mt. Blanc (4807m)
Beiträge: 5055
Registriert: 01.12.2010 - 13:11
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 95 Mal
Danksagung erhalten: 728 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von j-d-s »

Wenn man Atomstrom nicht will, ist man selber Schuld.
Benutzeravatar
GIFWilli59
Aconcagua (6960m)
Beiträge: 7297
Registriert: 02.11.2014 - 21:50
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 5520 Mal
Danksagung erhalten: 2738 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von GIFWilli59 »

Bringt sowohl im besten als auch im schlechtesten Fall die Endlösung der Energiefrage.
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
↓ Mehr anzeigen... ↓
Benutzeravatar
Ram-Brand
Ski to the Max
Beiträge: 12559
Registriert: 05.07.2002 - 20:04
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Hannover (Germany)
Hat sich bedankt: 166 Mal
Danksagung erhalten: 366 Mal
Kontaktdaten:

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Ram-Brand »

j-d-s hat geschrieben: 14.06.2022 - 02:44 Wenn man Atomstrom nicht will, ist man selber Schuld.
:lol:
Na wenn man ausblendet, dass Baukosten, Endsorgungskosten, etc. der Staat wohl zahlt bzw. gezahlt hat
und die Gewinne der Stromkonzern einsteckt,
na dann passt das diese Aussage.
Bild Bild
Lift-World.info :: Entdecke die Welt der Seilbahntechnik - Liftdatenbank, Fotos & Videos von Liftanlagen, sowie Informationen über Seilbahntechnik und vieles mehr ...
j-d-s
Mt. Blanc (4807m)
Beiträge: 5055
Registriert: 01.12.2010 - 13:11
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 95 Mal
Danksagung erhalten: 728 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von j-d-s »

Auch wenn natürlich auch andere Kraftwerke teils noch massiver für weniger Ertrag gefördert werden, gehts hier doch darum, dass teurer Strom eben besser ist als gar keiner.
Billiger wäre bspw. Kohle, aber die will man wegen des Klimas nicht. Gas will man nicht vom Russen. Wind weht oft nur schwach (siehe https://app.electricitymap.org/map), die Sonne scheint nur tagsüber (und das ist im Winter nicht lang). Wasserkraft ist zwar toll, aber dafür braucht man Berge und man muss Natur "verschandeln" indem man Staumauern baut und Täler flutet.
Diese panische Angst vor Atomkraft ist wissenschaftlich halt irrational (erkundigt euch mal zu den Kausalitäten von Tschernobyl und Fukushima, sowas kann in Westeuropa nicht passieren) und auch eine D-Ö-I-Exklusivität, im Rest der Welt kommt man nicht auf solchen Schmarrn.

Und falls mehr Leute Elektroauto fahren, braucht man sogar noch mehr Strom als bisher.
Mit Atomkraft könnte man zusätzlich sogar Wasserstoff herstellen (Elektrolyse) für Autos und LKWs, zudem könnte man Elektrisch heizen statt mit Öl, Gas oder Holz. Man kann da eben quasi unbegrenzt Strom erzeugen ohne Co2.
Benutzeravatar
br403
Matterhorn (4478m)
Beiträge: 4732
Registriert: 04.03.2005 - 09:24
Skitage 25/26: 6
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: München
Hat sich bedankt: 1213 Mal
Danksagung erhalten: 527 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von br403 »

Ja, da Uran ja auch in Deutschland ohne Probleme abgebaut werden kann, und die Entsorgung der Kraftwerke sehr einfach ist, eigentlich ein Wahnsinn dass wir nicht mehr Kraftwerke neu bauen. wer die Ironie findet....
Benutzeravatar
skifam
Olymp (2917m)
Beiträge: 2948
Registriert: 12.12.2014 - 22:09
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 2657 Mal
Danksagung erhalten: 541 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von skifam »

:lach: ist alles ziemlich gaga man kann es immer hin und her diskutieren, z.B. warum Bergbahnen (Strom) böse und E Autos( auch Strom?, fahr selber auch u.a. welche) gut sind.
AM Ende kommt immer raus: der Mensch und seine Anzahl macht Unterschied..... Philosophie aus
MagnumPISkifam:

"Ein Leben ohne Skifoan ist zwar möglich, aber sinnlos."
2023/24 Hintertux,Feldberg,LaBresse,Selva
2022/23 Hintertux, Klinovec, Arlberg mit Lech, Zürs, Warth, Stuben, St.Christop, St Anton, Bublava/Bleiberg,, Klinovec, Espace Killy,Hintertux
2021/22 Hintertux, Feldberg, St.Moritz-Corviglia, Klinovec, SerfausFissLadis
2020/21 Zermatt, Ftan-Scuol
2019/20 mir war 7 bis 15Tage danach ziemlich coronerich...: :naja: WolkensteinSelva,Val diFassa, Arabba, Corvara, St.Christina, FlimsLaaxFalera, Klinovec, Stubaital
2018/19 Sierra Nevada, KlinovecNeklid,Othal, KlinovecNeklid, Feldberg, EngelbergTitlis, HaslibergMeieringen, GrindelwaldWengen, Klinovec, Stubaital
2017/18 Stubaital, Klinovec,Klinovec,Klinovec (skiline 15957hm pro Tag alltimerecord)
2016/17 Stubaital, Klinovec, Zermatt, Klinovec, Othal, Klinovec, Sierra Nevada,
2015/2016 Zermatt, Kandel(ohneSchwarzmoos)

"Ceterum censeo Verwaltunginem esse delendam."
↓ Mehr anzeigen... ↓
Benutzeravatar
Ram-Brand
Ski to the Max
Beiträge: 12559
Registriert: 05.07.2002 - 20:04
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Hannover (Germany)
Hat sich bedankt: 166 Mal
Danksagung erhalten: 366 Mal
Kontaktdaten:

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Ram-Brand »

Ich wollte es nicht sagen. :roll:

Aber wer der Uranlieferant ist, ist bekannt.


Und die Aussage sowas kann nicht passieren in Westeuropa. Oha. Weit aus dem Fenster gelehnt.

Es passiert vielleicht nicht exakt so.
Aber es gibt immer ein Restrisiko.



Bis vor kurzem hätte ich auch noch gesagt:
Seilbahnunglück wegen Überbrückung von Sicherheitseinrichtungen und mangelnder Wartung.
Sowas passiert nicht in Westeuropa.
Bild Bild
Lift-World.info :: Entdecke die Welt der Seilbahntechnik - Liftdatenbank, Fotos & Videos von Liftanlagen, sowie Informationen über Seilbahntechnik und vieles mehr ...

j-d-s
Mt. Blanc (4807m)
Beiträge: 5055
Registriert: 01.12.2010 - 13:11
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 95 Mal
Danksagung erhalten: 728 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von j-d-s »

Das mit dem "Restrisiko" ist eben ne Mär. Wer sich anschaut, wie es zu den zwei bisherigen Supergaus kam, der versteht das. Und Uran wird hauptsächlich in Kasachstan, Kanada, Australien, Niger und Namibia abgebaut. Zwei davon sind sicher kaum demokratisch, aber mit dem Argument dürften wir quasi nirgends Rohstoffe kaufen (bspw. seltene Erden für Akkus aus China, Öl aus Saudi-Arabien, Gas aus Katar usw. - alles Diktaturen), mit der Folge, dass wir ins Mittelalter zurückkatapultiert werden, weil eben nicht alle Rohstoffe in demokratischen Ländern vorkommen. Elektroautos und Computer jedenfalls gäbs dann nicht mehr.

Das mit der Endlagerung finde ich immer ein Pseudoargument, weil man da bspw. als Prämisse hat, jedes Land müsse sein eigenes Endlager bauen. Da mit anderen Ländern zu kooperieren und ein gemeinsames großes Endlager zu bauen ist aber objektiv sinnvoller, da es Länder mit großen unbewohnten Gegenden gibt, sogar mit Gegenden, die sowieso schon verseucht sind, bspw. durch Tests von Atomwaffen. Und Länder, die Atomwaffen haben und deren Abfallprodukte endlagern müssen (und die sind sehr viel radioaktiver als die von Atomkraftwerken).

Ich hab ja eh häufiger den Eindruck, wenns nach den Umweltschützern ginge, würden wir in die Steinzeit zurückkehren. Denn einerseits finden sie zwar Windräder, Solar und Wasserkraft toll, aber wenn man damit dann die Landschaft zupflastert und Staumauern baut und Gebiete überflutet, ist das "Verschandelung der Natur".
Benutzeravatar
jens.f
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 912
Registriert: 01.01.2008 - 01:05
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Karlsruhe
Hat sich bedankt: 43 Mal
Danksagung erhalten: 117 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von jens.f »

Die Diskussion kann man jetzt natürlich endlos führen...

Aber Fakt ist leider: 100% Regenerative Energie wird auf absehbare Zeit nicht möglich sein - alleine schon Aufgrund der Speicher-Problematik.
Wie schon erwähnt: Wir haben nun mal Phasen, wo wir wenig Wind und wenig Sonne haben - aber noch nicht mal Ansatzweise die Möglichkeit, genügend Strom für mehrere Tage oder gar Wochen zu speichern.

Von daher ist 100% Öko-Strom auf absehbare Zeit ein reiner Wunschtraum.

Man muss sich also überlegen, wie man das Loch füllen will - und das vermisse ich auch in den Diskussionen immer.
Klar, keine Option ist wirklich gut - man hat hier die Wahl zwischen Pest und Cholera - aber man muß sie halt treffen.

Optionen sind:
- Kohlekraft : Wollen wir nicht (Klima)
- Gas: Wollen wir nicht wegen der Abhängigkeit von Putin
- Atomstrom: Wollen wir aber auch nicht :-(

Aber wir müssen eine der Optionen wählen - solange, bis wirklich ausreichen Ökostrom und insbesondere Speichermöglichkeiten zur Verfügung stehen - was aber meiner Meinung nach noch Jahrzehnte dauern wird (insbesondere bei der Speichern - hier gibt es noch nicht mal Ansatzweise praktikable Lösungen)
Und nein: Pumpspeicherkraftwerke sind auch keine Lösung - Prinzipiell sind die zwar toll, aber man rechne sich mal aus, welche Flächen man braucht, wenn man den Strombedarf von Europa für mehrere Wochen decken möchte - und das braucht man nunmal, wenn man auf 100% Ökostrom gehen will.

Also: Welches Übel sollen wir nehmen?
Ich persönlich bin auch kein Atom-Freund - aber in Anbetracht der Alternativen (Gas oder Kohle) wäre ich auch eher für Atom...
Wurzelsepp
Wurmberg (971m)
Beiträge: 1013
Registriert: 07.01.2014 - 00:21
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 24 Mal
Danksagung erhalten: 178 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Wurzelsepp »

Mit der zunehmenden Elektromobilität kann auch die Speicherproblematik zumindest zum Teil gelöst werden: Verwandte von mir haben ein Bauernhaus mit einem sehr grossen Dach mit PV darauf. Der Fuhrpark ist inzwischen grösstenteils elektrifiziert und wird mit dem eigenen Strom geladen. Inzwischen ist es auch möglich, die Batterie der Autos bei Bedarf zu leeren, sie wird also quasi als Speicher "missbraucht", was in dem Fall durchaus Sinn macht.
Stehen Millionen Elektroautos nur rum und werden in nächster Zeit nicht gebraucht, so ist es durchaus möglich und sinnvoll, die Batterie als Speicher zu benutzen, zB weil der Wind gerade nicht so weht und die Sonne nicht scheint. Das mag für die Batterie nicht so gut sein, aber gegen eine finanzielle Entschädigung wären wohl einige bereit, ihre Batterie dafür zur Verfügung zu stellen.
Benutzeravatar
Neandertaler
Fichtelberg (1214,6m)
Beiträge: 1470
Registriert: 01.11.2011 - 19:45
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 980 Mal
Danksagung erhalten: 1159 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Neandertaler »

Popcorn ist aus, werde neues bestellen.....

Aber so gesehen, echt nett hier. Damit so mancher in jedem Fall sicher Schifahren kann soll sich die Welt darüber Gedanken machen, alle möglichen Risiken auszublenden und hat weiter auf den Verschleiß des Globus zu leben.

Ist eigentlich ein sehr interessanter Gedanke. Nur kommt da noch was dazu, das gerne ausgeblendet wird: Hunger.

Was meint den die Fraktion "wir leben weiter auf Verschleiß" wenn das Brot fehlt? Kuchen essen? Hat vor gar nicht so langer Zeit schon jemand behauptet. Die Hungrigen haben dann die Rübe vom Hals gehackt, dafür brachte es nicht mal Kuchen. Wer weiß was ich meine?

Die Revolution in Paris, die uns dahin gebracht hat, wo wir heute stehen mit unsern Freiheiten und Möglichkeiten, entstanden aus Misswirtschaft und Hunger. Diese zwei lauern jetzt schon wieder auf diesem geschundenen Globus herum und werden wieder der Nährboden sein für die nächste Revolution. Nur ob diese uns mehr Freiheit bringt? Keine Ahnung.

So werden, wenn's ganz hart kommt, einfach die Schalter gedreht werden und es bleibt alles aus. Vielleicht hat aber auch keiner Zeit im nächsten Winter weil Post gekommen ist, vom Militär. Ist auch möglich.
Neu: Aus- und Weiterbildung zur Glühbirne. Man hat die Erleuchtung und kann dann alles mit Fassung ertragen!

Grüße aus Rockcity
↓ Mehr anzeigen... ↓
Benutzeravatar
jens.f
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 912
Registriert: 01.01.2008 - 01:05
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Karlsruhe
Hat sich bedankt: 43 Mal
Danksagung erhalten: 117 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von jens.f »

Wurzelsepp hat geschrieben: 15.06.2022 - 11:41 Mit der zunehmenden Elektromobilität kann auch die Speicherproblematik zumindest zum Teil gelöst werden: Verwandte von mir haben ein Bauernhaus mit einem sehr grossen Dach mit PV darauf. Der Fuhrpark ist inzwischen grösstenteils elektrifiziert und wird mit dem eigenen Strom geladen. Inzwischen ist es auch möglich, die Batterie der Autos bei Bedarf zu leeren, sie wird also quasi als Speicher "missbraucht", was in dem Fall durchaus Sinn macht.
Stehen Millionen Elektroautos nur rum und werden in nächster Zeit nicht gebraucht, so ist es durchaus möglich und sinnvoll, die Batterie als Speicher zu benutzen, zB weil der Wind gerade nicht so weht und die Sonne nicht scheint. Das mag für die Batterie nicht so gut sein, aber gegen eine finanzielle Entschädigung wären wohl einige bereit, ihre Batterie dafür zur Verfügung zu stellen.
Leider auch keine wirkliche Lösung, wenn man sich die Dimensionen anschaut.

Laut:
https://www.umweltbundesamt.de/daten/en ... mverbrauch
Verbraucht deutschland rund 600 Terawattstunden pro Jahr
Das sind im Schnitt dann 1,68 Terawattstunden pro Tag.
Wobei natürlich an kalten Wintertagen deutlich mehr verbraucht wird, insbesondere wenn immer mehr Gas- und Ölheizungen durch Wärmepumpen ersetzt werden

Wir haben zur Zeit in Deutschland ca. 59 Mio Kraftfahrzeuge.
Selbst, wenn wir jetzt die Hälfte E-Autos haben - als Speicher gebraucht werden können aber nur die, die an einer Wallbox hängen - nicht die, die unterwegs sind oder an der Straße parken.
Sprich, wenns hoch kommt haben wir vielleicht 10 Mio Nutzbare Fahrzeuge.
Elektro-Autos haben zur Zeit Batterie-Kapazitäten von vielleicht im Schnitt 50 kWh.
Dazu kommt noch: Man wird ja die Auto-Akkus auch nicht leersaugen können - die Leute wollen ja auch noch losfahren können.
Man stelle sich vor: Ich will losfahren, der Akku vom Auto ist aber leer, weil gerade Flaute herrscht und die Sonne nicht scheint.
Sagen wir mal, man nutzt die Hälfte des Akkus - wären also 25kWh pro Auto.
Macht bei 10 Mio Fahrzeugen 250.000.000 kWh - das klingt schon mal nicht schlecht, aber 1,68 Terrawattstunden sind 1.680.000.000 kWh.
D.h. das reicht nur für 1/6 Tag - bei durschnittlichem Verbrauch.
An einem kalten Wintertag und bei einer höheren Wärmepumpen-Anzahl reicht das dann noch viel weniger.

Klar, natürlich produzieren Solarzellen auch bei Wolken noch etwas Strom, so dass wir nicht alles aus den Akkus ziehen müssen - aber im Winter (=niedriger Sonnenstand) und bei schlechtem Wetter ist die Produktion nun auch nicht wirklich berauschend.
Außerdem haben wir natürlich weiterhin Wasserkraft, die weiterhin zur Verfügung steht.
Aber das reicht nichtmal ansatzweise, um eine Schlechtwetterperioden (im Sinne der Stromerzeugung, also ohne Wind und Sonne) von mehreren Wochen überstehen können.

Fazit:
Die Idee die Auto-Akkus als Zwischenspeicher zu nehmen ist generell nicht schlecht - gerade um tägliche Spitzen abzufangen und zu Schwachzeiten nicht genutzten Ökotrom zwischenzuspeichern.

Eine Lösung für das Grundlastproblem insbesondere im Winter ist es aber nicht - wir brauchen Stromspeicher, die den Strom für mehrere Wochen vorhalten können - und da gibt es wie gesagt noch nicht mal Ansatzweise eine Lösung.
Oder eben doch Kohle/Gas/Atomkraftwerke...
Benutzeravatar
scratch
Wurmberg (971m)
Beiträge: 1081
Registriert: 17.12.2011 - 15:18
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: bei Neumarkt i.d.Opf.
Hat sich bedankt: 488 Mal
Danksagung erhalten: 465 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von scratch »

jens.f hat geschrieben: 15.06.2022 - 12:42 Eine Lösung für das Grundlastproblem insbesondere im Winter ist es aber nicht - wir brauchen Stromspeicher, die den Strom für mehrere Wochen vorhalten können - und da gibt es wie gesagt noch nicht mal Ansatzweise eine Lösung.
Oder eben doch Kohle/Gas/Atomkraftwerke...
Bei den Autos geht es nicht darum, Grundlast abzudecken, sondern eben die Schwankungen besser ausgleichen zu können. Und dafür können sie wohl schon gut genutzt werden.

Und auch für den Winter gibt es jetzt bereits praktikable Lösungen wie Picea (https://www.homepowersolutions.de/produkt/)....nur der Preis schreckt aktuell noch viele ab. Bin mir sicher, dass das in paar Jahren anders aussehen und möglicherweise die Standardlösung sein wird. Jedenfalls sind solche Ansätze viel zukunftsorientierter, zielführender und letztendlich auch billiger als an den (alten) Atomkraftwerken festzuhalten mit der Hoffnung, den Müll in andere Länder abschieben zu können.
Benutzeravatar
Neandertaler
Fichtelberg (1214,6m)
Beiträge: 1470
Registriert: 01.11.2011 - 19:45
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 980 Mal
Danksagung erhalten: 1159 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Neandertaler »

scratch hat geschrieben: 15.06.2022 - 14:00 ....
Jedenfalls sind solche Ansätze viel zukunftsorientierter, zielführender und letztendlich auch billiger als an den (alten) Atomkraftwerken festzuhalten mit der Hoffnung, den Müll in andere Länder abschieben zu können.
Eigentlich eine gute Idee. Ich kenn da sogar ein Land da hat die Regierung keine Angst vor der Atomkraft und fordert, das die Kraftwerke noch mehrere Jahre am Netz bleiben. Nach eigenen Angaben ist dort auch die beste Polizei die auf dieses nicht ganz harmlose se Zeug aufpassen kann, tätig. Es hat, auch nach eigenem Ermessen festgestellt, die besten Straßen, die stabilsten Brücken zu haben, die dann hervorragend für den Transport der Castor-Behälter geeignet sind. Weiters arbeitet die Regierung in diesem Land unter Hochdruck daran, bei der nächsten Wahl wieder eine absolute Mehrheit zu erreichen damit die bösen Grünen ja nicht an die Macht kommen.
Es ist also das wirklich wahre Land, in dem der Atommüll gelagert werden kann, quasi das beste der Welt:

Bayern!

Alternative:
Beim jds im Garten sollte auch noch Platz sein.
Neu: Aus- und Weiterbildung zur Glühbirne. Man hat die Erleuchtung und kann dann alles mit Fassung ertragen!

Grüße aus Rockcity
↓ Mehr anzeigen... ↓
Benutzeravatar
jens.f
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 912
Registriert: 01.01.2008 - 01:05
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Karlsruhe
Hat sich bedankt: 43 Mal
Danksagung erhalten: 117 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von jens.f »

scratch hat geschrieben: 15.06.2022 - 14:00 Und auch für den Winter gibt es jetzt bereits praktikable Lösungen wie Picea (https://www.homepowersolutions.de/produkt/)....nur der Preis schreckt aktuell noch viele ab. Bin mir sicher, dass das in paar Jahren anders aussehen und möglicherweise die Standardlösung sein wird. Jedenfalls sind solche Ansätze viel zukunftsorientierter, zielführender und letztendlich auch billiger als an den (alten) Atomkraftwerken festzuhalten mit der Hoffnung, den Müll in andere Länder abschieben zu können.
Ohne das System nun wirklich genau zu kennen - aber das ist Zukunftsmusik. Selbst wenn das System so toll ist - es wird Jahre brauchen, bis davon genug gebaut werden könnten.

Ich warte aber hier immer noch auf eine Antwort, wie wir die nächsten Jahre überstehen sollen? Eben solange, bis all solche tollen Systeme wirklich in großen Maßstab verfügbar sind?
Ich sehe hier nur 3 (bzw. 4) Optionen - die mir alle nicht gefallen, aber hier muß man Farbe bekennen:

a) Massives Hochfahren der Kohle-Verstromung - damit werden natürlich die CO2 Ziele gerissen.
b) Weiterhin und noch mehr Gas von Putin kaufen und damit den Krieg weiter finanzieren - wobei die Frage ist natürlich, ob Putin uns überhaupt noch Gas geben wird..
c) Kernkraftwerke weiter laufen lassen und ggf. Reaktivieren, soweit noch möglich
d) Massive Energieverbrauchssenkungen - das wird aber nicht ohne harte Einschritte möglich sein (eben z.B Schließen von Freizeiteinrichtungen, Stromsperren für Industrie und Haushalte, Verbote von Klimaanlagen, Schließung von ganzen Industrie-Bereichen, Verbot von Individualverkehr (auch E-Autos...), Rationierung von Gas und Heizöl...)

P.S: Man muß auch bedenken: Durch die steigende Anzahl von E-Autos und Wärmepumpen wird der Stromverbrauch sogar eher noch steigen

Wie gesagt: Das soll jetzt nicht heißen, das man nicht weiter in alternative Energiequellen investieren sollte - im Gegenteil: Hier muss massiv erweitert und geforscht werden. Aber wir brauchen Lösungen für die nächsten Jahre - insbesondere, wenn wir auf Gas aus Russland verzichten wollen oder müssen

Benutzeravatar
Theo
Matterhorn (4478m)
Beiträge: 4535
Registriert: 22.08.2003 - 19:37
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Zermatt
Hat sich bedankt: 177 Mal
Danksagung erhalten: 915 Mal
Kontaktdaten:

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Theo »

Machen wir uns nichts vor. Es ist doch Tatsdache dass schlicht zu viele Leute die einzig und allein Variante d wollen. Das ist dann auch genau die Variante die zu 100% sicher nicht funktionieren wird, aber genau dass ist ja offensichtlich das Ziel.

Bis jetzt war es noch immer so dass wenn man von etwas zu wenig gehabt hat geschaut hat dass man mehr davon bekommt oder dass man es besser nutzen kann. Gegenwärtig wird was die Energie betrifft die Strategie "weniger produzieren und weniger davon nutzen" gefahren.

Heute sind es die Energie und der Verkehr, morgen sind es dann vielleicht Trinkwasser und Lebensmittel. Aber auch da wird es ja dann sicher auch mit Verzicht und Einschränkung funktionieren, was ja in unserer Gesellschaft anscheinend die einzigen Rezepte sind mit denen ganz sicher jedes Problem aus der Welt geschafft werden kann.
Benutzeravatar
skifam
Olymp (2917m)
Beiträge: 2948
Registriert: 12.12.2014 - 22:09
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 2657 Mal
Danksagung erhalten: 541 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von skifam »

MagnumPISkifam:

"Ein Leben ohne Skifoan ist zwar möglich, aber sinnlos."
2023/24 Hintertux,Feldberg,LaBresse,Selva
2022/23 Hintertux, Klinovec, Arlberg mit Lech, Zürs, Warth, Stuben, St.Christop, St Anton, Bublava/Bleiberg,, Klinovec, Espace Killy,Hintertux
2021/22 Hintertux, Feldberg, St.Moritz-Corviglia, Klinovec, SerfausFissLadis
2020/21 Zermatt, Ftan-Scuol
2019/20 mir war 7 bis 15Tage danach ziemlich coronerich...: :naja: WolkensteinSelva,Val diFassa, Arabba, Corvara, St.Christina, FlimsLaaxFalera, Klinovec, Stubaital
2018/19 Sierra Nevada, KlinovecNeklid,Othal, KlinovecNeklid, Feldberg, EngelbergTitlis, HaslibergMeieringen, GrindelwaldWengen, Klinovec, Stubaital
2017/18 Stubaital, Klinovec,Klinovec,Klinovec (skiline 15957hm pro Tag alltimerecord)
2016/17 Stubaital, Klinovec, Zermatt, Klinovec, Othal, Klinovec, Sierra Nevada,
2015/2016 Zermatt, Kandel(ohneSchwarzmoos)

"Ceterum censeo Verwaltunginem esse delendam."
↓ Mehr anzeigen... ↓
Benutzeravatar
DJDan
Massada (5m)
Beiträge: 54
Registriert: 01.08.2020 - 22:10
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 12 Mal
Danksagung erhalten: 20 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von DJDan »

Theo hat geschrieben: 15.06.2022 - 19:34 Machen wir uns nichts vor. Es ist doch Tatsdache dass schlicht zu viele Leute die einzig und allein Variante d wollen. Das ist dann auch genau die Variante die zu 100% sicher nicht funktionieren wird, aber genau dass ist ja offensichtlich das Ziel.
Wer will das denn, die Juden, Reptiloiden oder doch Bill Gates?
Benutzeravatar
scratch
Wurmberg (971m)
Beiträge: 1081
Registriert: 17.12.2011 - 15:18
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: bei Neumarkt i.d.Opf.
Hat sich bedankt: 488 Mal
Danksagung erhalten: 465 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von scratch »

jens.f hat geschrieben: 15.06.2022 - 18:24 Ohne das System nun wirklich genau zu kennen - aber das ist Zukunftsmusik. Selbst wenn das System so toll ist - es wird Jahre brauchen, bis davon genug gebaut werden könnten.

Ich warte aber hier immer noch auf eine Antwort, wie wir die nächsten Jahre überstehen sollen? Eben solange, bis all solche tollen Systeme wirklich in großen Maßstab verfügbar sind?
Ich sehe hier nur 3 (bzw. 4) Optionen - die mir alle nicht gefallen, aber hier muß man Farbe bekennen:

a) Massives Hochfahren der Kohle-Verstromung - damit werden natürlich die CO2 Ziele gerissen.
b) Weiterhin und noch mehr Gas von Putin kaufen und damit den Krieg weiter finanzieren - wobei die Frage ist natürlich, ob Putin uns überhaupt noch Gas geben wird..
c) Kernkraftwerke weiter laufen lassen und ggf. Reaktivieren, soweit noch möglich
d) Massive Energieverbrauchssenkungen - das wird aber nicht ohne harte Einschritte möglich sein (eben z.B Schließen von Freizeiteinrichtungen, Stromsperren für Industrie und Haushalte, Verbote von Klimaanlagen, Schließung von ganzen Industrie-Bereichen, Verbot von Individualverkehr (auch E-Autos...), Rationierung von Gas und Heizöl...)

P.S: Man muß auch bedenken: Durch die steigende Anzahl von E-Autos und Wärmepumpen wird der Stromverbrauch sogar eher noch steigen

Wie gesagt: Das soll jetzt nicht heißen, das man nicht weiter in alternative Energiequellen investieren sollte - im Gegenteil: Hier muss massiv erweitert und geforscht werden. Aber wir brauchen Lösungen für die nächsten Jahre - insbesondere, wenn wir auf Gas aus Russland verzichten wollen oder müssen

Ich kenne das System auch nicht selber, aber anscheinend wurde es schon einige mal verbaut. Vom Prinzip her auf jeden Fall die richtige Richtung. Die Technik dafür gibt es ja schon lange. Dass es die letzten Jahre (Jahrzehnte) nicht massiv gefördert und vorangetrieben wurde, fällt uns eben jetzt ziemlich schmerzhaft auf die Füße.

Also ich bin für d) ...zumindest wenn es die anderen machen, ich will natürlich so weiterleben wie bisher :D ;)

Mal im ernst....es wird ein Mix aus verschiedenen Optionen sein. Mehr Kohle als eigentlich gewollt, noch immer etwas Gas von Russland und anderen Ländern, evtl. 1-2 AKWs oder massiver Einkauf von ausländischen AKWs, Ausbau von regenerativen Energiequellen und auch Verbrauchssenkungen.
Und auch wenn E-Autos und Wärmepumpen mehr Strom benötigen, trotzdem sind sie auch ein Teil der Lösung, weil sie einfach effizienter sind als die herkömmlichen Varianten. Dafür spart man ja einiges an Öl und Gas.
j-d-s
Mt. Blanc (4807m)
Beiträge: 5055
Registriert: 01.12.2010 - 13:11
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 95 Mal
Danksagung erhalten: 728 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von j-d-s »

Mit einem Klimalockdown (oder Anti-Putin-Lockdown) muss man seit 2020 eh rechnen. Hat man jetzt geübt und die "Klimakrise" ist ja angeblich noch schlimmer als die "Coronakrise". Auch die "Übungen" für großflächige Stromausfälle passen da rein, denn seit über 70 Jahren kam sowas in D nicht vor, aber ebenso lange hat man eben nicht mal entfernt die Idee gehabt, die Stromversorgungssicherheit zu riskieren, indem man aus Atomkraft und Kohle und Gas aussteigt.

Übrigens hätte ich nichts dagegen wenn man bei mir im Ort ein großes Atomkraftwerk und ne Wiederaufbereitungsanlage baut.
Ein Endlager dagegen ist in internationaler Kooperation sinnvoller. Dass jedes Land sein eigenes Endlager bauen sollte, ist unsinnig.
Benutzeravatar
Theo
Matterhorn (4478m)
Beiträge: 4535
Registriert: 22.08.2003 - 19:37
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Zermatt
Hat sich bedankt: 177 Mal
Danksagung erhalten: 915 Mal
Kontaktdaten:

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Theo »

DJDan hat geschrieben: 15.06.2022 - 23:10
Theo hat geschrieben: 15.06.2022 - 19:34 Machen wir uns nichts vor. Es ist doch Tatsdache dass schlicht zu viele Leute die einzig und allein Variante d wollen. Das ist dann auch genau die Variante die zu 100% sicher nicht funktionieren wird, aber genau dass ist ja offensichtlich das Ziel.
Wer will das denn, die Juden, Reptiloiden oder doch Bill Gates?
Das Unternehmen von Bill Gates stellt Produkte her welche nur laufen wenn es Strom hat und somit hat er 0 Interesse an wenig Strom.
Die Juden, wer ist überhaupt damit genau gemeint? Geschäftstüchtig waren die Jüdischen Kreise schon im Alten Testament und daran hat sich bis heute eigentlich nichts geändert, also ebenfalls kein Interesse an wenig Strom das das geschäftsschädlich wäre.

Ich schätze mit deiner Frage und den ausgewählten Möglichkeiten wolltest du mich blamieren und in einen bestimmte Ecke stellen. So wie es aus schaut ist dir dass nicht gelungen und nun schaut es so aus als wenn es hier einen blamierten gäbe dass dann doch eher du wärst.
Den Like den der Beitrag erhielt nehme ich ebenfalls mit Schmunzeln zu Kenntnis.

Meiner Meinung nach sollte man so wenige Dinge wie möglich kategorisch ausschliessen. 20 Jahre hat man uns schliesslich auch eingeredet dass die Russen nicht böse seien und kein Interesse hätten etwas gegen den Westen ( allgemein geographisch ) hin zu unternehmen. Tatsache ist aber dass sie seit 8 Jahren gegen ein Land dass gleich an mehrere Länder der EU grenzt Krieg führen.
Blöd ist einfach nur, dass früher oder später genau dass eintraf was vorher längere Zeit vehement abgestritten wurde.
Dass es Kreise gebe wo eine Stromknappheit und den einten oder anderen Blackout wollen wird auch vehement abgestritten, also ist die Chance oder Gefahr dass es diese Kreise gibt zwangsläufig leider recht gross.
Chlosterdörfler
Nebelhorn (2224m)
Beiträge: 2392
Registriert: 05.12.2012 - 17:56
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: 8840 Einsiedeln
Hat sich bedankt: 40 Mal
Danksagung erhalten: 168 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Die Liste der geplanten Kernkraftwerke enthält alle Kernkraftwerke der Erde, die für den kommerziellen, zivilen Zweck Elektrizität und Wärme erzeugen sollen, allerdings sich noch in Planung befinden. Dabei werden lediglich Anlagen berücksichtigt, die seitens der IAEA eindeutig mit diesem Status geführt werden. Weltweit werden 66 Kernkraftwerke in 9 Ländern mit einer Nettokapazität von 67.973 MW neu geplant.
Link: https://de.nucleopedia.org/wiki/Liste_d ... kraftwerke

Ausserhalb dieser Liste gibt es noch weitere Projekte, wo noch nicht diese Planungstiefe erreicht haben.

Die Liste der Kernkraftwerke enthält alle Kernkraftwerke der Erde, die für den kommerziellen, zivilen Zweck Elektrizität und Wärme erzeugen und erzeugten. Weltweit befinden sich 440 Kernkraftwerke in 32 Ländern mit einer Nettokapazität von 392.569 MW im Betrieb, weitere 203 Kernreaktoren mit einer Nettoleistung von gesamt 97.246 MW wurden in 22 Ländern bereits stillgelegt. In 17 Ländern werden insgesamt 57 Kernkraftwerke mit einer Kapazität von 58.884 MW netto neu errichtet.
Link: https://de.nucleopedia.org/wiki/Liste_d ... kraftwerke

Die meisten AKW. Aktuelle Bauerfahrung haben Staatsfirmen aus China und Russland. Dazu kommt, selbst wenn die Baubewilligung vorhanden ist. Gibt es eine recht lange Bauzeit bis zur Betriebsreife.

Liste Uranbergbau

Link: https://de.nucleopedia.org/wiki/Uranbergbau
Uran ist sehr energiedicht. Deshalb benötigt ein 1000-Megawatt-Kernkraftwerk wie jenes in Gösgen pro Jahr nur rund 20 Tonnen (1 Kubikmeter) angereichertes Uran, um rund 8,5 Milliarden Kilowattstunden Strom zu produzieren. Diese Menge Uran hätte vom Volumen her leicht in einem Mittelklassekombi Platz, wäre das Uran nicht so schwer. Um 20 Tonnen angereichertes Uran zu erzeugen (der Anteil Uran-235 wird von 0,7 auf bis zu 5 Prozent erhöht), werden etwa 200 Tonnen Natururan (10 Kubikmeter) benötigt.

Die fünf schweizerischen Kernkraftwerke erzeugen aus rund 625 Tonnen Natururan pro Jahr rund 25 Milliarden Kilowattstunden Strom – fast die Hälfte des Schweizer Stromverbrauchs. Wollte man diese Menge anders erzeugen, bräuchte man dazu:
  • 9’100’000 Tonnen Steinkohle, geliefert in 180’000 Eisenbahnwagen (Referenzanlage Voerde, DE)
  • 4’250’000 Tonnen Erdgas, geliefert über Pipelines von Tausenden von Kilometern Länge (für den Einsatz in Kombikraftwerken mit 60% Wirkungsgrad)
  • 220 Quadratkilometer Solarpanels, was einem Streifen von fast 700 Metern Breite auf der Strecke von Genf bis zum Bodensee oder der Fläche des Kantons Neuenburg entsprechen würde.
  • 5500 topmoderne Windkraftanlagen mit je zwei Megawatt Leistung und 4,5 Millionen Kilowattstunden Jahresproduktion an optimaler Lage (Referenzanlage Mont Crosin). Bei einem seitlichen Abstand von 250 Metern zwischen zwei Anlagen würde dies einer 5er-Reihe von Windrädern von Genf bis zum Bodensee entsprechen – wobei die allerwenigsten dieser Anlagen eine windtechnisch optimale Lage hätten.
Quelle: https://www.kernenergie.ch/de/rohstoff- ... -1085.html

Wenn man bei den letzten zwei Energieträger noch die Umwandlungsverluste Strom zu Wasserstoff zu Gas für die Speicherung mit einrechnet. Und nachher via Gaskraftwerke wieder Strom und Wärme erzeugt. Dan braucht man dazu 660 Quadratkilometer Solarpanels oder 16500 Windräder für die gleiche Grundlastfähigkeit mit der heutigen Technik in der Schweiz.
Wer Träume hat der lebt noch.
Benutzeravatar
Neandertaler
Fichtelberg (1214,6m)
Beiträge: 1470
Registriert: 01.11.2011 - 19:45
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 980 Mal
Danksagung erhalten: 1159 Mal

Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Neandertaler »

Danke fürs raussuchen.

Ich habe das seltsame Gefühl, das die Sockenindustrie auch stocksteif behauptet, jeder braucht jeden Tag ein Paar neue Socken....
Zuletzt geändert von Neandertaler am 17.06.2022 - 06:30, insgesamt 1-mal geändert.
Neu: Aus- und Weiterbildung zur Glühbirne. Man hat die Erleuchtung und kann dann alles mit Fassung ertragen!

Grüße aus Rockcity
↓ Mehr anzeigen... ↓

Antworten

Zurück zu „Medienberichte“