Neandertaler schrieb:
schönstes bsp. die Abwrackprämie
Die Kosten für doppelte Atomwende, Bankenrettung, Willkommenskultur und C-Schutzmaßnahmen dürften nahe bei 2 Billionen Euro liegen. Damit hätte man neben Energie- und Verkehrswende u.a. auch einen besseren Zivilschutz finanzieren können, der 2021 gefehlt hat.
Kürzlich lief auf Arte eine
Doku über die Jahrhundertflut an der Ahr im Juli 2021.
Die Flut wird bis heute von vielen als Indiz für den vom Menschen beschleunigten Klimawandel gewertet und entsprechend in der politischen Debatte instrumentalisiert.
Geographen der Uni Bonn haben nun erstaunliches herausgefunden. Die maximale Wassermenge im Juli 2021 lag mit 1.200 Kubikmeter / s in der Größenordnung der Flut von 1804. Ein Grund, warum es 2021 zu höheren Wasserständen und Schäden kam, ist schlicht die dichtere Besiedelung des Talbodens. Anhand einer Animation wird deutlich, wie es durch die Verdrängung und Staueffekte durch Gebäude bei gleicher Wassermenge zu einem deutlich höheren Wasserstand kommt. Ab 1h03.
Die Jahrhundertflut von 2021 war also rein vom Wettergeschehen weder einmalig noch einzigartig. Maßgebliche Gründe für die Schäden, Leid und den Verlust vom Menschenleben sind vor allem Fehlplanungen bei der Besiedelung und völliges Versagen bei der Vorwarnung und beim Katastrophenschutz.
Randnotiz: Selbstverständlich unterliegen auch alle anderen Meldungen über historische Pegelhöchststände dem gleichen Vorbehalt. Also dem Einfluss durch dichtere Bebauung, Begradigung, Urbarmachung von Überschwemmungsgebieten. In der Statistik nennt man so was "Normierung". Wenn Meßverfahren und Rahmenbedingungen sich maßgeblich ändern, dann darf man die Rohdaten nicht einfach in ein Diagramm eintragen, dann müssen die Werte entsprechend dem Wandel gewichtet werden.
Doch die Klarstellung kommt zu spät. Die Weichen wurden im Windschatten der Katastrophe längst gestellt. Deutschland soll "klimaneutral" werden, koste es, was es wolle. Zu aller erst unseren Wohlstand. Das Schema wiederholt sich. Nachgedacht, geplant und durchgerechnet wird erst hinterher. Wenn die Entscheidungen längst getroffen wurden.
Und was die Besiedelung betrifft, kürzlich kam ein Bericht darüber, welche Grundstücke im Ahrtal nun als nicht mehr bebaubar eingestuft werden. Es ist eine überschaubare Zahl, auf den meisten Grundstücken darf wieder gebaut werden. Die nächste Flut kommt statistisch gesehen erst wieder in 200 Jahren....