Im Vorfeld hatte ich befürchtet, dass die Schneelage nicht ausreichend wäre, schließlich hatte es gemäß der Wetterstationen am Brocken und in Braunlage deutlich weniger geschneit, als beispielsweise im Thüringer Wald weiter südlich.
Erfreulicherweise stellten sich die Befürchtungen vor Ort als unbegründet heraus, die Schneelage war sowohl quantitativ als auch qualitativ besser als bei der letzten Auflage vor nun 3 Jahren (Bericht). 2021 war das Rennen aus bekannten Gründen ausgefallen und 2020 haperte es am Naturschnee.
Auch das Wetter war auf unserer Seite, es schien den ganzen Tag die Sonne, auch wenn es sich ab Mittag leicht eintrübte.
1. Anfahrt
#1 Die Anfahrt aus dem Erfurter Raum nahm für mich dieses Mal rund 1,5 h in Anspruch. Hier der Seitenblick von der B4 auf die steil abfallende Hainleite.
#2 Nordhausen mit den Bergen des Harzes im Hintergrund. Den Brocken konnte man auch sehen, allerdings nicht auf diesem Bild.
#3 Ravensberg mit Turm von der B243 aus.
#4 B243 (hier 4-spurig) im Vordergrund und Bismarckturm bei Bad Lauterberg im Hintergrund
Leider schaltete ich mein Navi zu spät ein und verpasste daher die richtige Abfahrt nach Bad Lauterberg und war im Nu in Herzberg am Harz. Dennoch war ich gegen 10 Uhr am Parkplatz Dreibrode, wo ich nach etwas Suchen noch einen letzten, halbwegs brauchbaren Parkplatz fand (an der Einfahrt zum Rehberger Grabenhaus).
#5 GPS-Track; ich startete über die Loipe zunächst nach Norden und folgte ihr weiter nach Osten bis zum oberen Ende der Piste.
Eckdaten:
Start: 10.17 Uhr
5:03 h
11,82 km
2,3 km/h Mittel
34,1 km/h Spitze
712 hm
2. Zustieg zur Piste
#6 Rückblick auf das erste Stück zur Loipe - traumhaftes Winterwetter, auch wenn die sonstige Umgebung eher trostlos ist.
#7 In der Loipe zum Rehberg hinauf, rund 100 hm waren zu bewältigen.
#8
#9 Trockenheit und Borkenkäfer haben für Panorama gesorgt.
#10 Zoom irgendwohin
#11 Angekommen am Beginn der Abfahrt, der Wald ist nur mehr ein Schatten seiner selbst. Auch die Stürme der letzten Zeit haben ganze Arbeit geleistet.
#12 Genug gemeckert, der Schnee hier oben war top, schön pulvrig.
#13 Auch weiter unten lagen noch viele Bäume. Hier links kam man nur an einer sehr schmalen Stelle an dem Baum vorbei, leider alles andere als "massentauglich" für die 17 Starter.
#14 Weiter unten dann freie Fahrt
#15 an der Hütte des Skiclubs war bereits jede Menge los, rund 30 Leute waren dort.
3. Das Rennen
Aufgrund des großflächigen Windbruchs musste die Strecke deutlich verkürzt werden.
Vor 3 Jahren waren es 150 hm, dieses Mal deutlich weniger, von der Hütte aus ging es zunächst bis unterhalb des Steilstücks hinauf (45 hm) und dann hinab bis wenige Höhenmeter unter den Weg. Nach einem 2. Aufstieg über 60 hm bis zum oberen Wendepunkt ging es wieder zum Start zurück.
#16 Da ich mir dieses Mal durchaus gewisse Chancen ausrechnete, gibt es von der Zeit des Rennens keine Bilder, erst hier wieder vom Zieleinlauf.
#17 Siegerehrung, ich erreichte mit 15:45 min in meiner Altersklasse der jüngeren Herren den 2. Platz.
Nach der Siegerehrung konnte man sich mit Kochwürstchen und Brot (2 €), sowie später Kuchen stärken. Dazu gab es Tee oder Kaffee.
Eigentlich wollte ich noch eine Ehrenrunde drehen und dann Kuchen essen, doch zog sich der Aufstieg in die Länge und als ich wieder an der Hütte war, fand ich diese verwaist vor.
4. Lange Ehrenrunde
#18 Zusammen mit einem Thomas aus Braunschweig ging ich also hinauf.
#19 Beginn des Steilstücks, hier vor diesem liegenden Baum befand sich das obere Ende der Wettkampfstrecke.
#20 An der Loipe angekommen, trennten wir uns, Thomas folgter der Loipe gen Westen, ich wollte noch den oberen, schon recht zugewachsenen Teil der alten Abfahrt erkunden, denn ich hatte bei Google Earth festgestellt, dass dieser noch über 60 hm verfügt.
#21 Zuvor noch ein Zoom in die Harzer Steppe.
#22 In wenigen Jahren werden wohl (hoffentlich) auch diese Fichten den Geist aufgeben und Platz machen für den Blick auf den Brocken.
#23 Schöne Winterlandschaft hier oben.
#24 Leider lagen hier sehr viele Bäume auf dem Boden.
#25 Das müsste in der ehemaligen Schneise sein. Ich stieg ein bisschen weiter links davon auf, so wie ich eine Linie fand.
#26 Interessant, dass diese beiden Bäume verschont wurden.
#27 Blick zurück
#28 Hier hörte ich schließlich auf, da es spürbar flacher wurde und lt. Karte das obere Ende der Schneise erreicht sein sollte.
#29 Brocken
#30
#31+32 Leider gab es nur wenige Abschnitte, die sich so gut fahren ließen.
#33 Dieser Hohlweg bildete dann so ziemlich das Ende des obersten Abschnitts, wenig später stand ich wieder an der Loipe.
#34 Im oberen Teil der noch vorhandenen Piste gab es auch noch einige unverspurte Stellen, auch wenn man an deren Ende dann wieder etwas nach rechts queren musste, um wieder auf die baumfreie Hauptlinie zu kommen.
#35 Hier im Steilhang hatte die Sonne den Schnee spürbar angetaut, fühlte sich sehr frühlingshaft an. Vor dem noch stehenden Baum links befand sich wie gesagt die Schlüsselstelle.
#36 Blick zurück
#37 Zoom zum Ravensberg.
#38 Steilstück, das um diese Zeit am besten zu fahren war. (Zuvor war es etwas bruchharschig.)
#39 Rückblick auf den Bereich unmittelbar unterhalb vom Steilstück.
#40 Vom selben Standort kann man in die andere Richtung auch schon die Skiclub-Hütte sehen.
#41
#42 Die Skitourengeher waren allesamt verschwunden, dafür bevölkerten nun Rodler den Bereich um die Hütte.
#43 Unterer Wendepunkt der Wettkampfstrecke. Die Markierungsfähnchen waren schon abgebaut.
#44 Wenig später galt es hier, einige Bäume zu überqueren.
#45
#46
#47 Hier unten war es deutlich frühlingshafter, aber größtenteils noch gut zu fahren - teilweise etwas beengt.
#48 Hier schien in den letzten Jahren das Ende gewesen zu sein, aber es geht ja noch weiter...
#49 Ich dachte mir, wenn schon mal Schnee liegt, will ich auch schauen, wie weit man fahren kann. Und ob beim nächsten Mal die Verhältnisse besser sind?
#50
#51 Hier führt die Abfahrt an einem Forstweg samt Wendehammer vorbei bzw. kreuzt ihn.
#52 Aber es geht noch weiter...
#53 Rückblick
#54 Nun verschlechterte sich die Verhältnisse deutlich (weniger Schnee, mehr Bäume). Hier kam ich nicht weiter, dafür aber etwas weiter rechts.
#55 Hier überquerte ich noch einen Baum
#56 Rückblick; ich kam von hinten rechts und fuhr entlang des liegenden Baums in einem Bogen zum Fotostandort.
#57 Ende für mich, 280 hm ohne Abschnallen sind es geworden.
#58 Auch wenn es auf manchen Satellitenbildern so aussieht, als gäbe es hier eine Schneise zum nächsten Forstweg, konnte ich vor Ort nichts ausmachen - durch die ganzen herumliegenden Bäume wäre es auch nicht sehr einladend gewesen.
Lt. einem alten Bericht von Harzwinter geht es hier noch etwa 70 hm bis zur Oder hinab - wobei ich auf seinem letzten Bild auch nicht erkennen kann, wo die Piste hin- bzw. herführt.
#59 Durch die Bäume konnte man am Hang gegenüber Felsen erahnen, vermutlich handelt es sich um die Hahnenklee-Klippen. Trotz der Namensverwandtschaft haben sie nicht viel mit dem Ort am Bocksberg zu tun.
#60 Manchmal ist es sehr schön, wenn man während des Aufstiegs seine Spuren nochmal in Ruhe betrachten kann.
#61 Am Weg angekommen, wo ich entschied, noch nicht zurück zum Auto zu gehen, sondern noch eine Abfahrt zu machen, dieses Mal aber nur über den lohnenswerten Teil.
5. Zusatzrunde
#62 Selten sieht man so eine ausgetretene Piste fernab von Liften.
#63 Ebenso rar sind eingefahrene Aufstiegsspuren. Hinten der durchgesägte Baum, durch dessen Lücke die Aufstiegsspur verlief.
#64 Schon wieder in der Abfahrt
#65 Diese Linienführung im unteren Teil stellte sich im Nachhinein als mutig heraus...
#66 Schnell noch einen Zopf geflochten, ehe die Abfahrt zu Ende ist (bzw. der gut fahrbare Teil - 190 hm).
#67 Super zu fahren
6. Rückweg
#68 Anschließend querte ich über den Grabenweg wieder zum Parkplatz. Leider war der Weg stellenweise schon aper, sodass ich viel am Rand gehen musste, was teilweise eine echte Gratwanderung war. Ich habe mal mit dem Stock gemessen, wie tief der Graben ist...
Ich dachte an 20 cm, aber es waren eher so 50 cm. Also wenn man da rein fällt, ist man richtig nass.
#69 Etwa auf halber Strecke liegt das (geschlossene) Rehberger Grabenhaus, etwa 15 min später war ich zurück am Parkplatz.
Auch der Harzkurier hat über das Rennen berichtet; einige Details unterscheiden sich aber von meiner persönlichen Wahrnehmung: https://www.harzkurier.de/sport/lokalsp ... itzen.html
Anschließend fuhr ich noch zum Skigebiet am Sonnenberg.
Ich nahm an, dass die Lifte dort bis 16.30 Uhr laufen würden, aber sie tun es planmäßig wohl nur bis 16 Uhr (eine Angabe dazu auf der Homepage gibt es aber offenbar nicht).
Deswegen wurde es dann ein ziemlich kurzer Besuch dort. Bericht folgt