Nach Klage - Keine Saisonkarte mehr.

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jens.f
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Re: Nach Klage - Keine Saisonkarte mehr.

Beitrag von jens.f »

ski-chrigel hat geschrieben: 09.10.2022 - 20:04 Uuuh, da stichst Du bei ein paar Usern tief mitten ins Herz ;-)
Aber dieses Thema hatten wir in einem separaten Topic auf 34 Seiten bereits ausführlichst diskutiert: viewtopic.php?f=35&t=33864
Wobei es da um EU-Vorgaben geht - und entsprechend darum, ob die EU hier Österreich entsprechende Vorgaben machen darf.
Wenn jetzt selbst das Österreichische Recht sowas verbietet, wäre das ein ganz anderes Thema...

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burgi83
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Re: Nach Klage - Keine Saisonkarte mehr.

Beitrag von burgi83 »

j-d-s hat geschrieben: 09.10.2022 - 17:28 der Corvatsch (wegen des 20-Minuten-Taktes der PB)
Das ist doch jetzt etwas worüber man sich schon vor dem Ticketkauf bewusst sein sollte und somit in seine Kaufentscheidung mit einbezieht. Könnte mich ja auch darüber beschweren, dass ich eine ÖPNV-Jahreskarte habe und ich nur alle halbe Stunde mit diesem fahren kann.
Tyrolens hat geschrieben: 09.10.2022 - 19:07 Ist schon gut, dass sich Kunden zur Wehr setzen.
Ich kann mich noch erinnern (ist sehr lang her) - habe eine teure Tageskarte gekauft, erst an der Mittelstation war ersichtlich, dass 2/3 der Bahnen wegen Windes stillgelegt waren. An der Kassa wurde ich natürlich nicht drauf hin gewiesen ... Hätte ich das gewusst, wäre ich eine Skitour gegangen ...
Also korrekt ist es nicht, dass du über die aktuelle Situation nicht vor dem Ticketkauf informiert wurdest. Aber wie stellst du dir vor wieviel in einer solchen Situation ein Ticket kosten soll? Siehst du dann das Dynamic Prissing als das fairste Prinzip?
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Re: Nach Klage - Keine Saisonkarte mehr.

Beitrag von tauernjunkie »

leoa hat geschrieben: 09.10.2022 - 11:35 [vimeo][/vimeo]
David93 hat geschrieben: 09.10.2022 - 11:15 Ich glaube sowas hängt immer von der Größe des Unternehmens ab. Bei riesigen Konzernen wie der Lufthansa ist sowas unüblich, aber wenn ich mir vorstelle dass ich z. B. bei mir im 600-Einwohner-Ort den kleinen Bäckerladen verklage, dann würde ich dort sicher auch keine Semmeln mehr bekommen.
Genau so ist es. Gut auf den Punkt gebracht.
Die Bergbahnen hatten schwere Winter hinter sich:
2019/20: Ab Mitte März COVID Schließung
Was auch Einsparungen gebracht hat:
Diesel fürs Pistengerät, Stromkosten, Überstundenabbau beim Personal
leoa hat geschrieben: 09.10.2022 - 11:35 2020/21: Zwar viel Schnee, aber alle Hotels dicht und es durften offiziell keine Touristen kommen
-> deswegen auch Mitte März schon dicht gemacht
2021/22: Ende November bis Mitte Dezember wieder Lockdown und dann halt ein Winter mit sehr wenig Schnee
Wofür die Bergbahnen ja einen Umsatzausgleich erhalten haben. (War 21/22 im Norden nicht eigentlich ein guter Winter?)

Zumal man in Österreich an alledem selber Schuld ist. Niemand hat den Österreichern 20/21 verboten, deutsche Gäste einreisen zu lassen, in Hotels zu beherbergen und den Deutschen Skipässe zu verkaufen. Das haben die sich ganz von selber verboten, nichts daraus gelernt und im darauffolgenden Winter denselben Quatsch gleich wiederholt (Beherbergungsverbot für ungeimpfte Kinder, Lockdown in der ersten Dezemberhälfte, Einreise-PCR-Testpflicht bis Februar), dann haben die Tourismusverbände selber Lockdowns gefordert, weil ihnen die Staatsknete lieber war als das Geld vom Gast. Wäre es nach Leuten wie der Frau Nocker-Schwarzenbacher, Kraus-Winkler (WKÖ) oder Oliver Fritz (Wifo) gegangen, wäre 21/22 genauso eine "Wintersaison" gewesen wie 20/21.

Österreich ist ein einziges Irrenhaus. DAS ist das Problem. Nicht ein Paar Skigäste, die sich ihre 100€ für die Saisonkarte zurückgeholt haben.
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Re: Nach Klage - Keine Saisonkarte mehr.

Beitrag von leoa »

tauernjunkie hat geschrieben: 09.10.2022 - 22:35
leoa hat geschrieben: 09.10.2022 - 11:35 [vimeo][/vimeo]
David93 hat geschrieben: 09.10.2022 - 11:15 Ich glaube sowas hängt immer von der Größe des Unternehmens ab. Bei riesigen Konzernen wie der Lufthansa ist sowas unüblich, aber wenn ich mir vorstelle dass ich z. B. bei mir im 600-Einwohner-Ort den kleinen Bäckerladen verklage, dann würde ich dort sicher auch keine Semmeln mehr bekommen.
Genau so ist es. Gut auf den Punkt gebracht.
Die Bergbahnen hatten schwere Winter hinter sich:
2019/20: Ab Mitte März COVID Schließung
Was auch Einsparungen gebracht hat:
Diesel fürs Pistengerät, Stromkosten, Überstundenabbau beim Personal
leoa hat geschrieben: 09.10.2022 - 11:35 2020/21: Zwar viel Schnee, aber alle Hotels dicht und es durften offiziell keine Touristen kommen
-> deswegen auch Mitte März schon dicht gemacht
2021/22: Ende November bis Mitte Dezember wieder Lockdown und dann halt ein Winter mit sehr wenig Schnee
Wofür die Bergbahnen ja einen Umsatzausgleich erhalten haben. (War 21/22 im Norden nicht eigentlich ein guter Winter?)

Zumal man in Österreich an alledem selber Schuld ist. Niemand hat den Österreichern 20/21 verboten, deutsche Gäste einreisen zu lassen, in Hotels zu beherbergen und den Deutschen Skipässe zu verkaufen. Das haben die sich ganz von selber verboten, nichts daraus gelernt und im darauffolgenden Winter denselben Quatsch gleich wiederholt (Beherbergungsverbot für ungeimpfte Kinder, Lockdown in der ersten Dezemberhälfte, Einreise-PCR-Testpflicht bis Februar), dann haben die Tourismusverbände selber Lockdowns gefordert, weil ihnen die Staatsknete lieber war als das Geld vom Gast. Wäre es nach Leuten wie der Frau Nocker-Schwarzenbacher, Kraus-Winkler (WKÖ) oder Oliver Fritz (Wifo) gegangen, wäre 21/22 genauso eine "Wintersaison" gewesen wie 20/21.

Österreich ist ein einziges Irrenhaus. DAS ist das Problem. Nicht ein Paar Skigäste, die sich ihre 100€ für die Saisonkarte zurückgeholt haben.
Naja, der Winter 21/22 war z. B. in Vorarlberg nicht schlecht, z. B. Ski Arlberg hat einiges an Schnee bekommen. Aber in der SkiWelt war der Winter nicht sonderlich schneereich.
Ja, natürlich hat Österreich da Riesen Böcke bezüglich Corona Maßnahmen geschossen.
Das fand ich damals auch völlig überzogen.
Da geb ich dir völlig Recht.
Wir wären gerne auch nach Österreich zum Skifahren gefahren in diesem Winter, aber es wurde uns verwehrt, woran aber deutsche Politiker durch ihren Druck nicht ganz unschuldig sind…
So sind halt einige und auch wir in die Schweiz zum Skifahren gefahren.
Dort war man den ganzen Winter willkommen und die Bedingungen waren sehr gut.
Die Schweiz hat im Winter 21/22 einen sehr guten Weg gewählt und hat nicht, wie in DE und AU alle Bereiche mit einem halbjährigen Lockdown über einen Kamm geschert.
Aber zurück zum Thema, ja es lässt sich darüber streiten, ob die Bergbahnen da nicht etwas übertrieben und wahrscheinlich auch emotional gehandelt haben, aber aus deren Sicht sind weitere Klagen eine Belastung. Und ob die Ausgleichszahlungen für den Winter 21/22 wirklich überall ausreichend oder überhaupt ankamen sei mal dahingestellt.
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Re: Nach Klage - Keine Saisonkarte mehr.

Beitrag von NeusserGletscher »

Was ich an dem ganzen Vorgang noch nicht verstehe. Es gibt doch ein Urteil des höchsten Gerichts, dass die Bergbahnen die Kosten für den Lock-Down erstattet bekommen. Es sollte daher kein Problem sein, die Saisonkarteninhaber aus diesen Zahlungen zu entschädigen. Getreu dem Motto: Wer die Musik abbestellt, der bezahlt sie auch. Das ist zwar umständlicher, als für eine nicht erbrachte Leistung das Geld einfach einzubehalten, aber letztendlich doch auch gerechter, als das unternehmerische Risiko einzig auf den Kunden abzuwälzen.
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Re: Nach Klage - Keine Saisonkarte mehr.

Beitrag von valdebagnes »

švi-nigel hat geschrieben: 08.10.2022 - 22:39 Das "Hausverbot" ist keineswegs schwach. Es herrscht zivilrechtl Vertragsfreiheit, d.h. man kann Verträge schliessen mit wem man will. ...
Naja, zumindest in DE darf das Vertragsrecht jedoch auch nicht gegen gesetzliche Bestimmungen und Wertungen wie z.B. gegen die guten Sitten verstoßen.
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Re: Nach Klage - Keine Saisonkarte mehr.

Beitrag von TPD »

Was ich an dem ganzen Vorgang noch nicht verstehe. Es gibt doch ein Urteil des höchsten Gerichts, dass die Bergbahnen die Kosten für den Lock-Down erstattet bekommen.
Das wäre in der Tat skandalös, wenn die Bergbahnen das Geld doppelt kassieren würden... Andererseits hat denn der Staat das Geld schon ausbezahlt?
Es wäre nicht das erste Mal, dass es sehr lange dauert bis ein Staat ein Gerichtsurteil umsetzt...
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
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Re: Nach Klage - Keine Saisonkarte mehr.

Beitrag von Theo »

Wisst ihr was ich genial finde? Alle mir irgendwie durch die Arbeit bekannten Fälle wo jemand was mit einem Anwalt gefordert hat haben im Endeffekt weniger erhalten als diejenigen wo nichts unternommen haben. Da war bei einigen schlicht zu viel Gier im Spiel. Mehr kann ich leider nicht schreiben ohne mir dabei die Finger zu verbrennen.
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