Ab in die Salzburger Sportwelt, zu Liftrelikten wandern, Liftoldtimer besichtigen und die Natur genießen.
Am Freitag, den 14.10.2022 war es dann soweit. Nach knapp drei Stunden im Auto war ich in einer meiner Lieblings-Skidestinationen, Sankt Johann im Pongau, angekommen.
Ich hatte mit Skiern und Wanderstiefel den Hahnbaum bereits erklommen. Was mir noch fehlte, war der Oberhahnbaum; ein wunderschönes Kleinod im östlichen Teil des Hahnbaumgebiets. Den gleichnamigen Schlepplift konnte ich im Skibetrieb leider nicht mehr mitnehmen. Da die Liftstützen jedoch teilweise noch stehen, wollte ich Sport und Nostalgie verbinden und zu Stützen und Bergstation aufsteigen.
Nach wenigen Minuten Bergfahrt mit dem Auto, kam ich am Wanderparkplatz Talblickstraße an: download/file.php?mode=view&id=216818
Von dort könnte man auch zum Hochgründeck weiterwandern, ich entschied mich jedoch, mein geplantes Ziel zu verfolgen.
Nach wenigen hundert Metern Fußmarsch auf einem Forstweg folgte die erste Ernüchterung. Ich landete an einem Weidezaun direkt an der alten Trasse (im Bereich der bereits abrasierten Liftstützen) und stand vor verschlossenen Türen.
Zugegebenermaßen war ich schlecht informiert. Der Oberhahnbaum ist in Privatbesitz. Aufgrund politischen Zwist mit der Gemeinde, laut mehreren Zeitungen, haben sich die Grundbesitzer entschlossen, das Gebiet zu sperren. Aber was solls, dann hab ich die Zeitung eben nicht gelesen, und neugierig war ich auch.
Trotzdem respektierte ich das Verbot und kehrte um. Leider weiß ich bis heute nicht, wo die Talstation stand. Aus Google Earth kann ich nur mutmaßen. Hat da jemand Tipps? =)
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Doch ich hatte bezüglich der Liftstützen noch ein Ass im Ärmel:
Vielleicht klappte es über die Westseite via Hahnbaumweg/Hotel Hahnbaum.
Ein paar Schritte später auf der ehemaligen Skiabfahrt erschien die altehrwürdige Hahnbaumalm vor mir in der Oktober-Sonne.
Mit angesetzter Patina und dem nostalgischen Charme der 70er kauert sie am Hang. Dabei scheint sie von den goldenen Zeiten des Wintersports zu träumen. Bleibt nur die wehmütige Vorstellung, wie es gewesen sein muss, als hier im Winter mit Skifahrern Hochbetrieb herrschte.
An diesem Gebäude ist die Zeit definitiv stehen geblieben. download/file.php?mode=view&id=216820
Leider war auch hier, wie befürchtet, das Gatter mit Ansage durch Hinweistafel verschlossen. download/file.php?mode=view&id=216821 download/file.php?mode=view&id=216822
Man muss kein Professor sein, um zu erkennen, wie die Stimmung der Beteiligten ist. Ohne alle Details des Disputs zu kennen, wird jedermann zu
Recht seine Gründe haben. Ich bedaure allerdings als Liftfan nicht zum Lift zu kommen und so gab ich am Hahnbaum auf. Auch deshalb, weil ich mit bösem Blick von Anrainern genauestens beobachtet wurde
Da sich nun freie Zeit ergab, beschloss ich, weiter nach Goldegg zum Buchberg zu fahren. Ein kleines Gebiet mit historischen Schleppern.
Den Anfang machte ich, nachdem ich den Weg gefunden hatte, am Buchberglift 3.
Mit Bedauern stellte ich fest, dass Sie den nun abgerissen hatten. Ich fand nur noch den Rest vom Schützenfest (in Form von Schrott) und die entkernte Talstation vor. download/file.php?mode=view&id=216823
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Am 15.10. gönnte ich mir eine Wanderung im Flachau, wo ich auch mein Hotel gebucht hatte.
Dabei fand ich faszinierende Kontraste zwischen Natur, Erholung und Tourismus:
Eine Kuh im Vordergrund, Hochleistungslifte links und rechts, und Luxushotels im Hintergrund. download/file.php?mode=view&id=216827
So geht ein gelungener Urlaub zu Ende. Die Vorfreude auf die nächste Skifahrt in Sankt Johann/Alpendorf ist nun jedenfalls riesig.
Mit dem Auto geht es zurück in mein Niederbayern.