Vor dem Essen der Apero (Langhe Riesling, den ich schon vorgestellt habe) mit Erläuterung des Menüs und der Weine.
Zur äußerst delikaten Hirschlende überzeugte der St. Magdalener mit tiefer Farbe (durch den Lagreinzusatz) und schöner Samtigkeit und Länge.
Auch der gereifte Sauvignon Blanc passte perfekt zur Kürbiscremesuppe; vor allem nachdem man das Amarettoeis in der Suppe auflöste ergänzten sich die reifen Aromen des Weins perfekt mit der Süße des Gerichts.
Der Souvignier Gris zum Topfenraviolo war dann nicht so meins; irgendwo zwischen Orange Wine und sortenreinem Goldparmäne-Äppler und damit nicht, was ich von Wein erwarte
Gut, auch sehr passend zum Gericht, der Tannat von Lageder, eine Rebsorte, die im Cahors in Südfrankreich beheimatet ist. Tiefdunkel, tanninreich hielt es dem kräftig gewürzten Kalb einiges entgegen. Für Liebhaber südlicher Rotweine eine gute Wahl.
Alternativ gab es noch den opulenten Weißburgunder aus einem Weinberg unterhalb von Schloss Tirol mit salziger Mineralität im Abgang, den ich persönlich bevorzugte.
Zum Dessert dann eine Trockenbeerenauslese höchster Qualität, eine Spezialität von Graf Pfeil, die auch wunderbar zu Käse gepasst hätte.
Alles in allem ein gelungener Abend, dem in einer Stunde eine Piemont-Verkostung folgt. Bin schon gespannt auf Barolo, Barbaresco & Co.