Für mich ist es seit meinem Winterbesuch in 2018 und einem Gletscherausflug iwann im Jahr 2012 (?) erst das dritte Mal, dass ich Sölden besucht habe. Normalerweise meide ich den Ort ja prinzipiell, weil ich Sölden selbst wirklich nicht schön finde. Das Ortsbild und die Hauptstraße sind einfach unglaublich ... gewöhnungsbedürftig, aber ja, Sölden liefert das was der Markt will. Abgesehen vom Ort, ist das touristische Angebot natürlich Sommer wie Winter überragend. Davor habe ich auch großen Respekt, was die da alles auf die Beine gestellt haben.
Das Gletscherskigebiet liefert mit seinen zwei Seiten genug Abwechslung, wobei für mich der Weltcuphang natürlich der beste Hang ist. Der Tiefenbachgletscher ist an sich zu flach und mit dem Wegfall des Panorama Schlepplifts staut sich da einfach zu viel an der Gondelbahn. Hier sollte man vlt. überlegen, ob man nicht iwann eine gemütliche 6KSB a la Kaserer hinstellen könnte. Die Pistenfläche würde es meiner Meinung nach vertragen.
Aprospos Pistenfläche: Es passierte aber auch etwas, das mir in 34 Jahren Skifahren mit meistens über 100 Skitagen in der Saison noch nie passiert ist: Kurz vor Mittag kam es zu einem Zusammenstoß mit einem Trainingskind. Am Tiefenbachgletscher bin ich am Ende zwischen den Pisten quer gefahren um zum Holzschirm zu kommen. Mir war nicht bewusst, dass von rechts noch der Ziehweg kommt. Plötzlich sehe ich mit schneller Geschwindigkeit die Rennläuferin auf mich zukommen. An Bremsen war nicht mehr zu denken. Zum Glück stießen wir nicht frontal, sondern eher seitlich zusammen. Es ging alles so schnell. Mit einem Wumms lagen wir beide da, Skier beide ab. Ich hatte sofort Sorge um sie - es ist ihr und auch mir zum Glück nichts passiert. Prinzipiell war es wahrscheinlich mein Fehler, weil ich in eine Piste reingequert bin. Natürlich war das Rennmädel mit ihrem RS auch schnell unterwegs, aber das tut nichts zur Sache, dass ich nicht genug aufgepasst hatte. Ohne Helm, hätte ich jetzt sicher eine ordentliche Gehirnerschütterung oder auch mehr... Glück gehabt!
Zum Skitag an sich: Es war natürlich ordentlich was los. An beiden Gondeln war am Vormittag mit 10 Minuten Wartezeit zu rechnen. Das Anstehen ging aber einigermaßen zivilisiert zu, so dass ich das als erträglich empfand. Was mich gewundert hat: Am verkürzten Mutkogl SL standen sie den ganzen Tag extrem an. Wegen was? Wegen dem kurzen Pistenabschnitt, den man sonst nicht erreicht? Ich hab mir das nicht angetan. Die neue Piste 41 von der schwarzen Schneid wird sicher ein Highlight, ist aber noch geschlossen.
Am Ende bin ich zufrieden mit dem Skiopening und mehr als dankbar, dass nichts shclimmes passiert ist. Wie sagt der zufriedene Franke? Passt scho!