Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
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Schleitheim
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Diese 2 km zwischen Basel Bad Bf und der Grenze auf der Hochrheinbahn bzw. 0.6 km zwischen Col-des-Roches und der Grenze zu Frankreich sind doch ziemlich gesucht.
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Mea culpa, ich dachte von der Karte her an die Strecke von Trasadingen bzw. Erzingen nach Schaffhausen, dieses Stück ist aber tatsächlich mittlerweile elektrifiziert...Schleitheim hat geschrieben: 07.10.2020 - 13:58 Diese 2 km zwischen Basel Bad Bf und der Grenze auf der Hochrheinbahn bzw. 0.6 km zwischen Col-des-Roches und der Grenze zu Frankreich sind doch ziemlich gesucht.
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2020/21: Engadin ~ Hintertux(x2) ~ Stelvio(x2)
2019/20: Samnaun/Ischgl ~ Davos ~ Dolomiti Superski(x4) ~ Gastein(x3) ~ Brauneck ~ Roc d'Enfer ~ Le Grand Domaine ~ 3 Vallées(x5) ~ Le Grand Bornand ~ Portes du Soleil ~ Christlum ~ Lechtal ~ Warth-Schröcken/Lech-Zürs(x3) ~ Tannheimer Tal ~ Spieser/Grünten ~ Skiwelt
2018/19(u.a.): Ruapehu(x4) ~ Tukino ~ Nebelhorn ~ Laax(x4) ~ Skiarena ~ Arosa/Lenzerheide ~ Fichtelgebirge ~ Holzelfingen ~ Kranzberg/Herzogstand ~ Kampenwand ~ Brauneck ~ 4 Vallées(x3) ~ Arolla ~ Zermatt
2017/18 (u.a.): Splügen~Monte Rosa Ski~Pila~Valtournenche~Cervinia~Toggenburg ~Ratschings~Superskirama(x8)~Cardrona~Porters~Roundhill~Ruapehu(x6)
2016/17(u.a.): Kampenwand/Hochfelln~Franken
2014/15(u.a.): Liepkalnis
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Flori931693
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Servus alle zusammen,
man liest ja immer wieder dasselbe und einiges was hier behaputet wird ist schon echt dreist daher muss ich auch mal meinen Senf dazugeben.
Vorab, das richtet sich nicht gegen den einzelnen Touri, sondern gegen die Masse an Touristen. Vor allem gegen jene unfreundliche Tagestouristen, welche hier einfallen,
alles vermüllen, nicht tanken, nicht essen, behaupten sie finanzieren die ganze Region, sicher sie zahlen ihren Parkplatz und die Seilbahn aber wer profitiert davon?
Aber mehr dazu weiter unten. Kurz zu mir ich bin Baujahr 61, in Garmisch geboren, aufgewachsen und wohne immer noch hier.
Wo fange ich an? Wir beschweren uns über die Touristen und haben keine Willkommenskultur? Ja, definitiv! Wir werden inzwischen jeden Tag überrannt,
und das nicht von netten zuvorkommenden Menschen. Jeden Tag werden die Menschen unfreundlicher. Und ja es wird jedes Jahr mehr, vor allem die letzten Jahre,
wir haben auch zwischen den Ferien keine Ruhe mehr, an einem schönen Mittwoch im Sommer ist die Zugspitzstraße Richtung Eibsee Vormittags um 10 total zu.
Wenn ich von mir über die Straße zum Edeka rüber möchte, dort gibt es keine Fußgängerampel, ist das schlichtweg nicht möglich, die Blechlawine rollt mit Schritttempo
ohne Lücken durch. Hier steht man gut und gerne eine Viertel Stunde an der Straße, auch wenn mache das jetzt für eine Übertreibung halten.
Wer jetzt behauptet, das war schon immer so, oder wer nach 1930 da hingezogen ist, hätte das ja wissen müssen, hat den Knall nicht gehört.
Zum Argument, wir profitieren ja vom Tourismus und sollen uns glücklich schätzen, kann ich nur sagen, wenn man den offizielen Zahlen unseres Landratsamtes glauben darf,
lebt die Gegend hier keines Wegs vom Tourismus, der macht nur etwa ein Fünftel aus. Die einzigen die davon profitieren sind natürlich die Gastronomen und Hoteliers.
Die aller meisten Menschen, wie meine Wenigkeit haben Arbeit in anderen Sektoren. Ich beispielsweise bin Ingenieur und arbeite 30km entfernt. Morgens benötige
ich 30 Minuten zur Arbeit, abends, bei gutem Wetter, ist die gleiche Strecke in unter einer Stunden nicht zu schaffen.
Während der Coronazeit, in der ja alle ganz brav Zuhause waren, war mehr los als je zuvor. Das alleine spricht Bände.
Dann gibt es noch das Argument, die Münchner fahren am Wochenende nach Garmisch, aber die Garmischer fahren unter der Woche nach München und verstopfen den mittleren Ring.
Das mag auf einige bestimmt zutreffen, auch wenn ich niemanden kenne der in München arbeitet. Der Unterschied ist halt einfach, im Landkreis Garmisch wohnen 88000 Menschen.
In der Metropolregion München 6,2 Millionen. Wenn 1,4 Prozent der Münchner nach Garmisch fährt sind das 88000 Menschen. Wenn 100 Prozent der Garmischer nach München fahren sind das
ebenfalls ca 88000 Menschen. Im Landkreis Garmisch würden sich die Menschen verdoppeln, während sich in München statt 6,2 Millionen 6,288 Millionen Menschen befinden würden. Ich behaupte,
die meisten würden nicht ein GAP Kennzeichen an diesem Tag sehen.
Zum Einsee, es gibt Leute die behaupten, dass sie dort noch nie Müllberge gesehen haben. Ihr könnt gerne mal unsere Heimatzeitungen abonnieren, dort sind fast täglich Bilder enthalten,
die den Eibseerundweg zeigen. Dort gibt es 55 Mülltonnen, was macht man wenn diese schon total überfüllt sind? Natürlich schmeißt man seinen Müll daneben. Die Bauhofmitarbeiter,
welche übrigens nicht nur für den Eibsee zuständig sind, leeren diese mehrmals die Woche, doch das reicht halt einfach nicht.
Zum Hotelstandart, den ich nicht kenne, ich wohne ja hier. Ein Gedankenspiel. Würdet ihr investieren, wenn ihr auch ohne Investition jedes Jahr mehr verlangen könnt und eure Bude
sowieso immer ausgebucht ist? Nein? Ich auch nicht.
Zu guter Letzt ist es keine Lösung alles einfach besser auszubauen, eine Autobahn bis in den Ort? Bessere Bahnanbindung? Was bringt das alles wenn der Ort einfach überrannt wird?
Der Ort läuft einfach nur schneller voll, wir wohnen in einem Tal zwischen Bergen, der Platz ist begrenzt, da passen nicht unendlich viele Touristen rein.
P.s. Ihr Münchner Umlandbewohner wohnt nicht in den Bergen, auch wenn ihr das gerne behauptet. Nur weil ich theoretisch in einer guten Stunde in Italien sein kann, bin ich kein Italiener...
man liest ja immer wieder dasselbe und einiges was hier behaputet wird ist schon echt dreist daher muss ich auch mal meinen Senf dazugeben.
Vorab, das richtet sich nicht gegen den einzelnen Touri, sondern gegen die Masse an Touristen. Vor allem gegen jene unfreundliche Tagestouristen, welche hier einfallen,
alles vermüllen, nicht tanken, nicht essen, behaupten sie finanzieren die ganze Region, sicher sie zahlen ihren Parkplatz und die Seilbahn aber wer profitiert davon?
Aber mehr dazu weiter unten. Kurz zu mir ich bin Baujahr 61, in Garmisch geboren, aufgewachsen und wohne immer noch hier.
Wo fange ich an? Wir beschweren uns über die Touristen und haben keine Willkommenskultur? Ja, definitiv! Wir werden inzwischen jeden Tag überrannt,
und das nicht von netten zuvorkommenden Menschen. Jeden Tag werden die Menschen unfreundlicher. Und ja es wird jedes Jahr mehr, vor allem die letzten Jahre,
wir haben auch zwischen den Ferien keine Ruhe mehr, an einem schönen Mittwoch im Sommer ist die Zugspitzstraße Richtung Eibsee Vormittags um 10 total zu.
Wenn ich von mir über die Straße zum Edeka rüber möchte, dort gibt es keine Fußgängerampel, ist das schlichtweg nicht möglich, die Blechlawine rollt mit Schritttempo
ohne Lücken durch. Hier steht man gut und gerne eine Viertel Stunde an der Straße, auch wenn mache das jetzt für eine Übertreibung halten.
Wer jetzt behauptet, das war schon immer so, oder wer nach 1930 da hingezogen ist, hätte das ja wissen müssen, hat den Knall nicht gehört.
Zum Argument, wir profitieren ja vom Tourismus und sollen uns glücklich schätzen, kann ich nur sagen, wenn man den offizielen Zahlen unseres Landratsamtes glauben darf,
lebt die Gegend hier keines Wegs vom Tourismus, der macht nur etwa ein Fünftel aus. Die einzigen die davon profitieren sind natürlich die Gastronomen und Hoteliers.
Die aller meisten Menschen, wie meine Wenigkeit haben Arbeit in anderen Sektoren. Ich beispielsweise bin Ingenieur und arbeite 30km entfernt. Morgens benötige
ich 30 Minuten zur Arbeit, abends, bei gutem Wetter, ist die gleiche Strecke in unter einer Stunden nicht zu schaffen.
Während der Coronazeit, in der ja alle ganz brav Zuhause waren, war mehr los als je zuvor. Das alleine spricht Bände.
Dann gibt es noch das Argument, die Münchner fahren am Wochenende nach Garmisch, aber die Garmischer fahren unter der Woche nach München und verstopfen den mittleren Ring.
Das mag auf einige bestimmt zutreffen, auch wenn ich niemanden kenne der in München arbeitet. Der Unterschied ist halt einfach, im Landkreis Garmisch wohnen 88000 Menschen.
In der Metropolregion München 6,2 Millionen. Wenn 1,4 Prozent der Münchner nach Garmisch fährt sind das 88000 Menschen. Wenn 100 Prozent der Garmischer nach München fahren sind das
ebenfalls ca 88000 Menschen. Im Landkreis Garmisch würden sich die Menschen verdoppeln, während sich in München statt 6,2 Millionen 6,288 Millionen Menschen befinden würden. Ich behaupte,
die meisten würden nicht ein GAP Kennzeichen an diesem Tag sehen.
Zum Einsee, es gibt Leute die behaupten, dass sie dort noch nie Müllberge gesehen haben. Ihr könnt gerne mal unsere Heimatzeitungen abonnieren, dort sind fast täglich Bilder enthalten,
die den Eibseerundweg zeigen. Dort gibt es 55 Mülltonnen, was macht man wenn diese schon total überfüllt sind? Natürlich schmeißt man seinen Müll daneben. Die Bauhofmitarbeiter,
welche übrigens nicht nur für den Eibsee zuständig sind, leeren diese mehrmals die Woche, doch das reicht halt einfach nicht.
Zum Hotelstandart, den ich nicht kenne, ich wohne ja hier. Ein Gedankenspiel. Würdet ihr investieren, wenn ihr auch ohne Investition jedes Jahr mehr verlangen könnt und eure Bude
sowieso immer ausgebucht ist? Nein? Ich auch nicht.
Zu guter Letzt ist es keine Lösung alles einfach besser auszubauen, eine Autobahn bis in den Ort? Bessere Bahnanbindung? Was bringt das alles wenn der Ort einfach überrannt wird?
Der Ort läuft einfach nur schneller voll, wir wohnen in einem Tal zwischen Bergen, der Platz ist begrenzt, da passen nicht unendlich viele Touristen rein.
P.s. Ihr Münchner Umlandbewohner wohnt nicht in den Bergen, auch wenn ihr das gerne behauptet. Nur weil ich theoretisch in einer guten Stunde in Italien sein kann, bin ich kein Italiener...
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
ich wohne nicht dort, und seit 2016 war ich nicht da, so kann ich nicht das beurteilen, aber selbstverständlich kann ich (und will ich) nicht was du sagt verzweifeln .
Ich finde aber traurig/erstaunlich wenn du über " unfreundliche Tagestouristen" redest. Was meinst du damit?
So oder so, wenn ca 20% von Tourismus leben, ist auch nicht wenig. Und vielleicht indirekt sind viel mehr.
Auf der anderen Seite ich komme aus GR und ich weiß das Problem mit überführte Tourismus Destinationen echt gut.
Aber zb für GR das gilt für Inseln die plötzlich von Chinesen etc überrannt sind.
Was ist passiert mit Garmisch während den letzten Jahren? du schreibst "es wird jedes Jahr mehr, vor allem die letzten Jahre". Gibt es eine Erklärung dafür? Haben die Münchner plötzlich mehr Autos und fahren alle zusammen nach Garmisch?
Meine Erklärung ist dass viele nicht mehr mehr Tägige Urlaub leisten können, und deshalb Tagesausflüge machen. Ich glaube etwas ähnliches habe ich bezüglich Tegernsee gelesen.
Ich finde aber traurig/erstaunlich wenn du über " unfreundliche Tagestouristen" redest. Was meinst du damit?
So oder so, wenn ca 20% von Tourismus leben, ist auch nicht wenig. Und vielleicht indirekt sind viel mehr.
Auf der anderen Seite ich komme aus GR und ich weiß das Problem mit überführte Tourismus Destinationen echt gut.
Aber zb für GR das gilt für Inseln die plötzlich von Chinesen etc überrannt sind.
Was ist passiert mit Garmisch während den letzten Jahren? du schreibst "es wird jedes Jahr mehr, vor allem die letzten Jahre". Gibt es eine Erklärung dafür? Haben die Münchner plötzlich mehr Autos und fahren alle zusammen nach Garmisch?
Meine Erklärung ist dass viele nicht mehr mehr Tägige Urlaub leisten können, und deshalb Tagesausflüge machen. Ich glaube etwas ähnliches habe ich bezüglich Tegernsee gelesen.
Heimat ist wo das Herz ist
Nur ein Snowboarder kennt dieses Feeling. Und wenn du es einmal selbst gefühlt hast, ist es unmöglich, nicht mehr zu wollen. Es macht so süchtig, dass es eigentlich illegal sein sollte, aber das ist es nicht und deshalb machen sie so gute Snowboards, dass du nach dem Fahren darauf alles verkaufen und in die Berge ziehen willst, weil ein Mann ein Gleichgewicht in seinem Leben haben muss, und dieses Gleichgewicht sollte 80% Snowboarden und 20% Arbeit sein.
Es sei denn natürlich, es schneit sehr stark, in diesem Fall ist es 100% Einsatz - jeder sagt, wenn du erfolgreich sein willst, musst du dich einsetzen - für den Spaß am Fahren mit deinen Brüdern.
Nur ein Snowboarder kennt dieses Feeling. Und wenn du es einmal selbst gefühlt hast, ist es unmöglich, nicht mehr zu wollen. Es macht so süchtig, dass es eigentlich illegal sein sollte, aber das ist es nicht und deshalb machen sie so gute Snowboards, dass du nach dem Fahren darauf alles verkaufen und in die Berge ziehen willst, weil ein Mann ein Gleichgewicht in seinem Leben haben muss, und dieses Gleichgewicht sollte 80% Snowboarden und 20% Arbeit sein.
Es sei denn natürlich, es schneit sehr stark, in diesem Fall ist es 100% Einsatz - jeder sagt, wenn du erfolgreich sein willst, musst du dich einsetzen - für den Spaß am Fahren mit deinen Brüdern.
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Flori931693
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Ob indirekt mehr vom Tourismus leben wage ich zu bezweifeln. Die Angestellten der Restaurants und Hotels leben oft weit entfernt, weil sie schlichtweg schlecht bezahlt sind und von Ihrem Gehalt keine Unterkunft in der Nähe finden. Manche AG stellen kleine überteuerte Löcher zu Verfügung in denen dann zu 8 gehaust wird.
Die Erklärung für den sprunghaften Anstieg an Touristen dürfte sein, das erstens mehr Menschen in der Nähe Urlaub machen, Unsicherheit aufgrund von Corona, Kriegen, etc. Und zweitens wird den Menschen in letzter Zeit der Aspekt Life der Work-Life-Balance wichtiger. Man sieht dass daran, dass viele der Menschen die jetzt durch die Erhöhung der Mindestlohns auf 12€ nicht mehr Geld haben wollen sondern eine Verringerung der Wochenstunden...
Die Erklärung für den sprunghaften Anstieg an Touristen dürfte sein, das erstens mehr Menschen in der Nähe Urlaub machen, Unsicherheit aufgrund von Corona, Kriegen, etc. Und zweitens wird den Menschen in letzter Zeit der Aspekt Life der Work-Life-Balance wichtiger. Man sieht dass daran, dass viele der Menschen die jetzt durch die Erhöhung der Mindestlohns auf 12€ nicht mehr Geld haben wollen sondern eine Verringerung der Wochenstunden...
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Bocky
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Erstens gab es bis jetzt, bzw. gibt es immer noch einen Zuwachs an Autos. https://www.abendzeitung-muenchen.de/mu ... art-775508.
Wandern und allgemein Outdoor Sport hat in der Corona Zeit einen ziemlichen Zulauf bekommen und ich schätze dieser Trend wird auch nicht mehr zurückgehen.
Man sucht halt einen Ausgleich zum täglichen Rumhocken im Homeoffice. Das Fitness Studio reicht alleine schon lange nicht mehr aus um den Bedarf an Bewegung zu erfüllen
und ins Umland geht man ja schon in der Mittagspause oder nach Feierabend spazieren.
Was haben die Münchner früher gemacht am Wochenende? Ich weiß es nicht. Mich und andere zieht es regelmäßig in die Berge. Ein Stückchen Freiheit, dem Alltag entfliehen. Kurzurlaub.
Wie man das Problem langfristig lösen kann? Wahrscheinlich weder durch Bus und Bahn noch durch intelligente Verkehrsleitung.
Wie schon angesprochen verteilen sich hier zu viele Menschen auf zu wenig Regionen. Die Leute laufen sich am Eibsee, Tegernsee oder am Herzogstand übern Haufen, egal was man macht.
Wahrscheinlich müsste man Quoten einführen. Saisonkarten für den Eintritt ins Voralpenland.
Wandern und allgemein Outdoor Sport hat in der Corona Zeit einen ziemlichen Zulauf bekommen und ich schätze dieser Trend wird auch nicht mehr zurückgehen.
Man sucht halt einen Ausgleich zum täglichen Rumhocken im Homeoffice. Das Fitness Studio reicht alleine schon lange nicht mehr aus um den Bedarf an Bewegung zu erfüllen
und ins Umland geht man ja schon in der Mittagspause oder nach Feierabend spazieren.
Was haben die Münchner früher gemacht am Wochenende? Ich weiß es nicht. Mich und andere zieht es regelmäßig in die Berge. Ein Stückchen Freiheit, dem Alltag entfliehen. Kurzurlaub.
Wie man das Problem langfristig lösen kann? Wahrscheinlich weder durch Bus und Bahn noch durch intelligente Verkehrsleitung.
Wie schon angesprochen verteilen sich hier zu viele Menschen auf zu wenig Regionen. Die Leute laufen sich am Eibsee, Tegernsee oder am Herzogstand übern Haufen, egal was man macht.
Wahrscheinlich müsste man Quoten einführen. Saisonkarten für den Eintritt ins Voralpenland.
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Diese - verzeih mir die harte Wortwahl, aber ich pass mich da nur dir an - arrogante Grundhaltung, die hier durchschwingt, wird das Problem sicher nicht lösen. Ja, das Problem des Overtourism ist immanent, aber ein großer Faktor ist und bleibt dabei der Verkehr. Mit einer besser ausgebauten Bahn und ÖPNV allgemein könnte man doch viel mehr lenken, wo die Menschen hinkommen. Ich habe das Gefühl, das wird gerade auch in Garmisch einerseits alles so hingenommen und das Geld eingesackt und andererseits total abgelehnt. Das könnte man alles viel mehr moderieren, visualisieren und im eigenen Sinne gestalten.Flori931693 hat geschrieben: 14.11.2022 - 11:05 Servus alle zusammen,
man liest ja immer wieder dasselbe und einiges was hier behaputet wird ist schon echt dreist daher muss ich auch mal meinen Senf dazugeben.
Vorab, das richtet sich nicht gegen den einzelnen Touri, sondern gegen die Masse an Touristen. Vor allem gegen jene unfreundliche Tagestouristen, welche hier einfallen,
alles vermüllen, nicht tanken, nicht essen, behaupten sie finanzieren die ganze Region, sicher sie zahlen ihren Parkplatz und die Seilbahn aber wer profitiert davon?
Aber mehr dazu weiter unten. Kurz zu mir ich bin Baujahr 61, in Garmisch geboren, aufgewachsen und wohne immer noch hier.
Wo fange ich an? Wir beschweren uns über die Touristen und haben keine Willkommenskultur? Ja, definitiv! Wir werden inzwischen jeden Tag überrannt,
und das nicht von netten zuvorkommenden Menschen. Jeden Tag werden die Menschen unfreundlicher. Und ja es wird jedes Jahr mehr, vor allem die letzten Jahre,
wir haben auch zwischen den Ferien keine Ruhe mehr, an einem schönen Mittwoch im Sommer ist die Zugspitzstraße Richtung Eibsee Vormittags um 10 total zu.
Wenn ich von mir über die Straße zum Edeka rüber möchte, dort gibt es keine Fußgängerampel, ist das schlichtweg nicht möglich, die Blechlawine rollt mit Schritttempo
ohne Lücken durch. Hier steht man gut und gerne eine Viertel Stunde an der Straße, auch wenn mache das jetzt für eine Übertreibung halten.
Wer jetzt behauptet, das war schon immer so, oder wer nach 1930 da hingezogen ist, hätte das ja wissen müssen, hat den Knall nicht gehört.
Zum Argument, wir profitieren ja vom Tourismus und sollen uns glücklich schätzen, kann ich nur sagen, wenn man den offizielen Zahlen unseres Landratsamtes glauben darf,
lebt die Gegend hier keines Wegs vom Tourismus, der macht nur etwa ein Fünftel aus. Die einzigen die davon profitieren sind natürlich die Gastronomen und Hoteliers.
Die aller meisten Menschen, wie meine Wenigkeit haben Arbeit in anderen Sektoren. Ich beispielsweise bin Ingenieur und arbeite 30km entfernt. Morgens benötige
ich 30 Minuten zur Arbeit, abends, bei gutem Wetter, ist die gleiche Strecke in unter einer Stunden nicht zu schaffen.
Während der Coronazeit, in der ja alle ganz brav Zuhause waren, war mehr los als je zuvor. Das alleine spricht Bände.
Dann gibt es noch das Argument, die Münchner fahren am Wochenende nach Garmisch, aber die Garmischer fahren unter der Woche nach München und verstopfen den mittleren Ring.
Das mag auf einige bestimmt zutreffen, auch wenn ich niemanden kenne der in München arbeitet. Der Unterschied ist halt einfach, im Landkreis Garmisch wohnen 88000 Menschen.
In der Metropolregion München 6,2 Millionen. Wenn 1,4 Prozent der Münchner nach Garmisch fährt sind das 88000 Menschen. Wenn 100 Prozent der Garmischer nach München fahren sind das
ebenfalls ca 88000 Menschen. Im Landkreis Garmisch würden sich die Menschen verdoppeln, während sich in München statt 6,2 Millionen 6,288 Millionen Menschen befinden würden. Ich behaupte,
die meisten würden nicht ein GAP Kennzeichen an diesem Tag sehen.
Zum Einsee, es gibt Leute die behaupten, dass sie dort noch nie Müllberge gesehen haben. Ihr könnt gerne mal unsere Heimatzeitungen abonnieren, dort sind fast täglich Bilder enthalten,
die den Eibseerundweg zeigen. Dort gibt es 55 Mülltonnen, was macht man wenn diese schon total überfüllt sind? Natürlich schmeißt man seinen Müll daneben. Die Bauhofmitarbeiter,
welche übrigens nicht nur für den Eibsee zuständig sind, leeren diese mehrmals die Woche, doch das reicht halt einfach nicht.
Zum Hotelstandart, den ich nicht kenne, ich wohne ja hier. Ein Gedankenspiel. Würdet ihr investieren, wenn ihr auch ohne Investition jedes Jahr mehr verlangen könnt und eure Bude
sowieso immer ausgebucht ist? Nein? Ich auch nicht.
Zu guter Letzt ist es keine Lösung alles einfach besser auszubauen, eine Autobahn bis in den Ort? Bessere Bahnanbindung? Was bringt das alles wenn der Ort einfach überrannt wird?
Der Ort läuft einfach nur schneller voll, wir wohnen in einem Tal zwischen Bergen, der Platz ist begrenzt, da passen nicht unendlich viele Touristen rein.
P.s. Ihr Münchner Umlandbewohner wohnt nicht in den Bergen, auch wenn ihr das gerne behauptet. Nur weil ich theoretisch in einer guten Stunde in Italien sein kann, bin ich kein Italiener...
Aber natürlich ist deine Haltung mit Verlaub - die einfachere, bequemere und passt zu der Grundmentalität die mir oft genug im GAP Raum begegnet und mich dazu bringt, ihn öfter zu meiden.
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chatmonster
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Zumindest jeder Einzelne hat eine Möglichkeit damit umzugehen...
Ich vermeide zum Beispiel tunlichst Ziele, die zuletzt in irgendwelchen Zeitschriften oder online-Portalen als "einsame Tageswanderung" u.ä. gepriesen wurde.
Auch Abstand zu Seilbahnen u.ä. hilft, einen entspannten Tag zu haben, Hütten mit möglichst langen Zustiegen...
Ich vermeide zum Beispiel tunlichst Ziele, die zuletzt in irgendwelchen Zeitschriften oder online-Portalen als "einsame Tageswanderung" u.ä. gepriesen wurde.
Auch Abstand zu Seilbahnen u.ä. hilft, einen entspannten Tag zu haben, Hütten mit möglichst langen Zustiegen...
Schöne Grüße
- Pistencruiser
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Aber auch das zieht nicht mehr...zumindest nicht hier am Alpenrand mit seinen bevölkerungstarken Einzugsgebieten hinsichtlich Tagetouren bzw. Naherholung.
Schaut man von GAP rüber ins Graswangtal sieht es nicht viel anders aus. Und dort gibt es null Seilbahninfrastruktur, ja noch nicht mal Hütten.
Schaut man von GAP rüber ins Graswangtal sieht es nicht viel anders aus. Und dort gibt es null Seilbahninfrastruktur, ja noch nicht mal Hütten.
Die einen kennen mich — die anderen können mich...!
Konrad Adenauer
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
@Firn77
Ja bleibt alles zuhause, da haben wir nichts dagegen :mrgreen:
Natürlich könnte die Gemeinde bei der Verkehrsführung etwas tun, ich hab da nichts zu melden. Ich habe nur den Verdacht, dass man nichts tut, da die Touris sowieso kommen, warum also Geld investieren? Aber selbst wenn wir keinen Stau auf der Straße und der Schiene haben würden, was nie passieren wird, ist der Ort voll. Gestern wieder bei bestem Kaiserwetter gesehen, da hast du als Einheimischer keine Lust mehr einen Fuß vor die Türe zu setzen.
Eine Frage hätte ich noch, ist es arrogant wenn man einfach seine Ruhe haben will? Der Tourist fährt nach dem harten Urlaub zur Erholung heim. Wir nicht...
Ja bleibt alles zuhause, da haben wir nichts dagegen :mrgreen:
Natürlich könnte die Gemeinde bei der Verkehrsführung etwas tun, ich hab da nichts zu melden. Ich habe nur den Verdacht, dass man nichts tut, da die Touris sowieso kommen, warum also Geld investieren? Aber selbst wenn wir keinen Stau auf der Straße und der Schiene haben würden, was nie passieren wird, ist der Ort voll. Gestern wieder bei bestem Kaiserwetter gesehen, da hast du als Einheimischer keine Lust mehr einen Fuß vor die Türe zu setzen.
Eine Frage hätte ich noch, ist es arrogant wenn man einfach seine Ruhe haben will? Der Tourist fährt nach dem harten Urlaub zur Erholung heim. Wir nicht...
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
nein...selbstverständlich nicht. Arrogant ist nicht, aber wenn jemand in einem Touristischen Ort wohnt, ist einfach (fast) unmöglich. Man muss das akzeptieren... leider. Wenn ich zb im Schwäbisch Alb wohne, muss ich auch akzeptieren dass vielleicht außer eine Bäckerei und eine Tankstelle fast nix gibts.Flori931693 hat geschrieben: 14.11.2022 - 15:24 @Firn77
Eine Frage hätte ich noch, ist es arrogant wenn man einfach seine Ruhe haben will? Der Tourist fährt nach dem harten Urlaub zur Erholung heim. Wir nicht...
Garmisch hat den Vorteil / Nachteil dass in der nähe von München ist. D.h. höher Erreichbarkeit im Vergleich mit anderen Orte.
Außerdem ich glaube Garmisch ist etwas besonders. Nicht so klein aber auch nicht so groß. Eine Stadt, aber auch ein touristisches Ort plus die höhe Erreichbarkeit. . Das bring alle Vorteile bzw Nachteile von beiden....
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Nur ein Snowboarder kennt dieses Feeling. Und wenn du es einmal selbst gefühlt hast, ist es unmöglich, nicht mehr zu wollen. Es macht so süchtig, dass es eigentlich illegal sein sollte, aber das ist es nicht und deshalb machen sie so gute Snowboards, dass du nach dem Fahren darauf alles verkaufen und in die Berge ziehen willst, weil ein Mann ein Gleichgewicht in seinem Leben haben muss, und dieses Gleichgewicht sollte 80% Snowboarden und 20% Arbeit sein.
Es sei denn natürlich, es schneit sehr stark, in diesem Fall ist es 100% Einsatz - jeder sagt, wenn du erfolgreich sein willst, musst du dich einsetzen - für den Spaß am Fahren mit deinen Brüdern.
Nur ein Snowboarder kennt dieses Feeling. Und wenn du es einmal selbst gefühlt hast, ist es unmöglich, nicht mehr zu wollen. Es macht so süchtig, dass es eigentlich illegal sein sollte, aber das ist es nicht und deshalb machen sie so gute Snowboards, dass du nach dem Fahren darauf alles verkaufen und in die Berge ziehen willst, weil ein Mann ein Gleichgewicht in seinem Leben haben muss, und dieses Gleichgewicht sollte 80% Snowboarden und 20% Arbeit sein.
Es sei denn natürlich, es schneit sehr stark, in diesem Fall ist es 100% Einsatz - jeder sagt, wenn du erfolgreich sein willst, musst du dich einsetzen - für den Spaß am Fahren mit deinen Brüdern.
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Ja ist es, meinst der Münchner stellt sich gern in den Stau heim? meinst der hats in der überteuerten Wohnung in München unter der Woche soviel stressfreier wie du in GAP?
fürchte nein.
aber wenn doch steht es jedem offen auch nach München zu ziehen... Alternativ natürlich nach GAP, aber dann sinds zwar mehr einheimische aber auch nicht weniger Leute...
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Du sagst, du hast nichts zu melden - da würde ich doch heftigst widersprechen. Dich in deiner Gemeinde einzubringen würde sicher mehr bringen, als dich hier im AF auszukotzen. Hier sind doch sowieso überdurchschnittlich viele, die dem Wahnsinn, der in Orten wie GAP herrscht, möglichst auszuweichen versuchen. Und eine Kommunalregierung sollte doch schon ein großes Interesse daran haben, die Lebensqualität der Bürger vor Ort zu heben. Wobei hier schon auch der Freistaat gefragt ist. Mit dem neuen Tunnel ist der Stau ja nur weiter nach vorne verschoben worden, während sich bei der Bahn seit 1889 nicht mehr viel verändert / verbessert hat. Aber du liegst deinem MdL sicher genau so im Ohr wie uns - oder etwas nicht?Flori931693 hat geschrieben: 14.11.2022 - 15:24 @Firn77
Ja bleibt alles zuhause, da haben wir nichts dagegen![]()
Natürlich könnte die Gemeinde bei der Verkehrsführung etwas tun, ich hab da nichts zu melden. Ich habe nur den Verdacht, dass man nichts tut, da die Touris sowieso kommen, warum also Geld investieren? Aber selbst wenn wir keinen Stau auf der Straße und der Schiene haben würden, was nie passieren wird, ist der Ort voll. Gestern wieder bei bestem Kaiserwetter gesehen, da hast du als Einheimischer keine Lust mehr einen Fuß vor die Türe zu setzen.
Eine Frage hätte ich noch, ist es arrogant wenn man einfach seine Ruhe haben will? Der Tourist fährt nach dem harten Urlaub zur Erholung heim. Wir nicht...
Und für mich als Münchner, der mit den Bergen groß geworden ist und auch mit deswegen in der Stadt lebt, um neben der vorhandenen Arbeit (die es in GAP übrigens nicht gäbe) auch schnell in jenen sein zu können, gehört das zur Stadt dazu. Ich bin aber in GAP in der Zwischensaison, wenn keiner hin will. Und da geht es super. Ich hasse Menschenansammlungen am Berg und ich schaff es auch, so anitzyklisch zu agieren, dass ich denen gut entkomme. Aber nicht jeder kann das. Und wenn ich mal wieder in Münchens Innenstadt, in der ich wohne, nicht voran komme, weil alle zum Einkaufen in die Stadt müssen, weil Chinesen und Araber das Hofbräuhaus suchen, dann denk ich in Zukunft an den Garmischer Misanthropen, dem ich sie gern schicken würd, die Touristenhorden. Nur leider habt ihr kein Hofbräuhaus, sondern nur ein Bräustüberl. Da fällt mir ein - da war ich schon lang nimmer, da sollt ich am nächsten sonnigen Sonntag dringend mal wieder hinfahren....
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Wir haben in Deutschland (und dem Großteil Europas) das Grundrecht auf Bewegungsfreiheit. Das gilt für alle Bürger.
Ein Recht auf "Wohnen in einer Gegend ohne viel Tourismus" dagegeben gibt es nicht. Wer das möchte, muss dies durch entsprechende Wohnsitzwahl selbst erreichen.
Die Leute die in München an einer vielbefahrenen Kreuzung wohnen haben schließlich auch kein Recht zu fordern, die Kreuzung müsse gesperrt werden, weil sie der Verkehr störe.
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Ist es arrogant, wenn wir hier von den über 1000 Windrädern fast alle abstellen, weil's Gebumme nervt? Oder die Autobahn sperren, weil die LKW rauschen? Oder die Bahnstrecke, weil's in der Kurve quietscht? Oder den Flughafen ohne Nachtflugverbot?Flori931693 hat geschrieben: 14.11.2022 - 15:24 Eine Frage hätte ich noch, ist es arrogant wenn man einfach seine Ruhe haben will? Der Tourist fährt nach dem harten Urlaub zur Erholung heim. Wir nicht...
Btw: Ist in Garmisch wirklich immer Rummel? Auch die kommenden Tage bei 6°C und Regen?
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Naja, andererseits: jeder Wohnort hat auch seine Nachteile. Ist er touristisch interessant, gibt es viele Touristen. Ist er abgelegen, ist es vielleicht eintönig und man hat eine schlechtere Versorgungslage oder schlechtere Verkehrsanbindung. Ist es eine Industriestadt, gibt es vielleicht auch was zu meckern (hässliche Straßenzüge, viel industriebedingter Verkehr, etc.) Wohnt man in den Bergen, sind die Berge manchmal dem Sonnenlicht im Weg. Wohnt man direkt am Meer, rauscht dieses und zieht auch Touristen an. Wohnt man in einer Großstadt, hat man viel Verkehr und viele Menschen (und vielleicht auch viele Touristen). Orte ohne Tourismus haben vielleicht mit anderen, strukturellen Problemen zu kämpfen.Flori931693 hat geschrieben: 14.11.2022 - 15:24
Eine Frage hätte ich noch, ist es arrogant wenn man einfach seine Ruhe haben will? Der Tourist fährt nach dem harten Urlaub zur Erholung heim. Wir nicht...
Alles in allem halte ich es nicht für ein aussergewöhnlich schweres Schicksal, in Garmisch und Umgebung zu wohnen. Im übrigen: sind Touristen wirklich so schlimm? Da wo ich wohne gibt es auch viele Touristen, aber sie gehören eben dazu. Und sind wir nicht fast alle auch selbst hin und wieder Touristen?
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Wäre es nicht eine Option, näher an deinen Arbeitsplatz zu ziehen?
Da sparst du Anfahrt und den Rummel in GAP.
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Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Was ist der Unterschied zwischen München und Garmisch? Die gleichen Leute, die gleichen Läden, der gleiche Verkehr, der gleiche Stress.
Ist auch der Grund, warum ich mir keine Großraumskigebiete gebe.
Obwohl man immer sagen muss: Die Menschen als Herdentiere belagern eh immer nur die gleichen zwei Gipfel und der Rest drum herum ist in Ruhe.
Mich erstaunt das immer wieder. Selbst wohne ich im Innsbrucker Speckgürtel, aber selbst wenn ich an einem Sonntag Nachmittag spazieren gehe, treffe ich vielleicht zwei, drei Leute. 2 km weiter nördlichwestlich wären's zwei Tausend.
Meine These: Wenn du nicht gerade im garmischer Epizentrum lebst, bekommst du vom diesem Chaos wahrscheinlich gar nichts mit. Außer, du musst gerade irgendwo mit dem Auto hin.
Ist auch der Grund, warum ich mir keine Großraumskigebiete gebe.
Obwohl man immer sagen muss: Die Menschen als Herdentiere belagern eh immer nur die gleichen zwei Gipfel und der Rest drum herum ist in Ruhe.
Mich erstaunt das immer wieder. Selbst wohne ich im Innsbrucker Speckgürtel, aber selbst wenn ich an einem Sonntag Nachmittag spazieren gehe, treffe ich vielleicht zwei, drei Leute. 2 km weiter nördlichwestlich wären's zwei Tausend.
Meine These: Wenn du nicht gerade im garmischer Epizentrum lebst, bekommst du vom diesem Chaos wahrscheinlich gar nichts mit. Außer, du musst gerade irgendwo mit dem Auto hin.
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Ich verstehe sowieso nicht wieso so viele (auch Tagestouristen aus MUC und Umgebung) regelmässig nach Garmisch pilgern - was bietet man denn dort?
- Die Stadt sieht zu großen Teilen aus wie das Gewerbegebiet Dingolfing Ost
- Ein bestenfalls mittelmässiges Skigebiet in Tallage
- Einen sterbenden Gletscher mit bescheidener Zubringerlage
- Preise die einen den Kopf gegen die Wand schlagen lassen (da ist ja teilweise das Münchner Preisniveau niedriger)
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Naja mir solls recht sein
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Das Problem im Oberland wird sich nicht lösen lassen. Wie schon jemand geschrieben hat, es leben zu viele Personen im Speckgürtel von München (und werden noch mehr) für zu wenig Fläche in den Bergen.
Die Züge sind ja jetzt schon proppenvoll, da würden mehr Gleise/kürzere Taktungen auch nicht viel bringen. Es kämen immer noch genügend mit dem Auto.
Die Züge sind ja jetzt schon proppenvoll, da würden mehr Gleise/kürzere Taktungen auch nicht viel bringen. Es kämen immer noch genügend mit dem Auto.
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Flori931693
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Ja? Schließlich stellt sich der Münchner jedes Wochenende aufs Neue in den Stau. Ganz freiwillig!? Glaubst du bei uns ist es günstiger? Bei uns ist es so teuer, weil wir extrem viele Zweitwohnungen haben. Und wer wohnt da drinnen? Hauptsächlich der erholungssuchende Münchner.molotov hat geschrieben: 14.11.2022 - 17:16 Ja ist es, meinst der Münchner stellt sich gern in den Stau heim? meinst der hats in der überteuerten Wohnung in München unter der Woche soviel stressfreier wie du in GAP?
fürchte nein.
aber wenn doch steht es jedem offen auch nach München zu ziehen... Alternativ natürlich nach GAP, aber dann sinds zwar mehr einheimische aber auch nicht weniger Leute...
Du hast meinen Job missverstanden. Ich bin kein Berufspolitiker und will garantiert auch keiner werden. Und auskotzen tue ich mich hier auch nicht, ich wehre mich nur vehement gegen Aussagen wie: "Die Dekadenz der schon länger dort wohnenden ist ja nun legendär."!Firn77 hat geschrieben: 14.11.2022 - 21:33Du sagst, du hast nichts zu melden - da würde ich doch heftigst widersprechen. Dich in deiner Gemeinde einzubringen würde sicher mehr bringen, als dich hier im AF auszukotzen. Hier sind doch sowieso überdurchschnittlich viele, die dem Wahnsinn, der in Orten wie GAP herrscht, möglichst auszuweichen versuchen. Und eine Kommunalregierung sollte doch schon ein großes Interesse daran haben, die Lebensqualität der Bürger vor Ort zu heben. Wobei hier schon auch der Freistaat gefragt ist. Mit dem neuen Tunnel ist der Stau ja nur weiter nach vorne verschoben worden, während sich bei der Bahn seit 1889 nicht mehr viel verändert / verbessert hat. Aber du liegst deinem MdL sicher genau so im Ohr wie uns - oder etwas nicht?Flori931693 hat geschrieben: 14.11.2022 - 15:24 @Firn77
Ja bleibt alles zuhause, da haben wir nichts dagegen :mrgreen:
Natürlich könnte die Gemeinde bei der Verkehrsführung etwas tun, ich hab da nichts zu melden. Ich habe nur den Verdacht, dass man nichts tut, da die Touris sowieso kommen, warum also Geld investieren? Aber selbst wenn wir keinen Stau auf der Straße und der Schiene haben würden, was nie passieren wird, ist der Ort voll. Gestern wieder bei bestem Kaiserwetter gesehen, da hast du als Einheimischer keine Lust mehr einen Fuß vor die Türe zu setzen.
Eine Frage hätte ich noch, ist es arrogant wenn man einfach seine Ruhe haben will? Der Tourist fährt nach dem harten Urlaub zur Erholung heim. Wir nicht...
Und für mich als Münchner, der mit den Bergen groß geworden ist und auch mit deswegen in der Stadt lebt, um neben der vorhandenen Arbeit (die es in GAP übrigens nicht gäbe) auch schnell in jenen sein zu können, gehört das zur Stadt dazu. Ich bin aber in GAP in der Zwischensaison, wenn keiner hin will. Und da geht es super. Ich hasse Menschenansammlungen am Berg und ich schaff es auch, so anitzyklisch zu agieren, dass ich denen gut entkomme. Aber nicht jeder kann das. Und wenn ich mal wieder in Münchens Innenstadt, in der ich wohne, nicht voran komme, weil alle zum Einkaufen in die Stadt müssen, weil Chinesen und Araber das Hofbräuhaus suchen, dann denk ich in Zukunft an den Garmischer Misanthropen, dem ich sie gern schicken würd, die Touristenhorden. Nur leider habt ihr kein Hofbräuhaus, sondern nur ein Bräustüberl. Da fällt mir ein - da war ich schon lang nimmer, da sollt ich am nächsten sonnigen Sonntag dringend mal wieder hinfahren.... ;-)
Und diese Aussagen wie: "Und für mich als Münchner, der mit den Bergen groß geworden ist...". Ich bin auch mit dem Meer groß geworden. Und?
Den das eigentliche Problem ist ja, dass es keine Zwischensaison mehr gibt. Klar es ist mal mehr und weniger los, aber Touristen sind immer tonnenweise da. Hier fahren mehr M, STA, FFB, DAH, und Co. durch die Gegend wie GAP.
Das Argument hinkt etwas oder? Wo erwarte ich mehr Leute anzutreffen, in der Stadt oder in einem Alpenörtchen?j-d-s hat geschrieben: 14.11.2022 - 22:49 Wir haben in Deutschland (und dem Großteil Europas) das Grundrecht auf Bewegungsfreiheit. Das gilt für alle Bürger.
Ein Recht auf "Wohnen in einer Gegend ohne viel Tourismus" dagegeben gibt es nicht. Wer das möchte, muss dies durch entsprechende Wohnsitzwahl selbst erreichen.
Die Leute die in München an einer vielbefahrenen Kreuzung wohnen haben schließlich auch kein Recht zu fordern, die Kreuzung müsse gesperrt werden, weil sie der Verkehr störe.
Leider ja, klar es verteilt sich besser, aber das große Problem ist, dass immer viel los ist und nicht wie früher zwischen Sommer und Winter eine Entspannung eintritt.judyclt hat geschrieben: 14.11.2022 - 23:42Ist es arrogant, wenn wir hier von den über 1000 Windrädern fast alle abstellen, weil's Gebumme nervt? Oder die Autobahn sperren, weil die LKW rauschen? Oder die Bahnstrecke, weil's in der Kurve quietscht? Oder den Flughafen ohne Nachtflugverbot?Flori931693 hat geschrieben: 14.11.2022 - 15:24 Eine Frage hätte ich noch, ist es arrogant wenn man einfach seine Ruhe haben will? Der Tourist fährt nach dem harten Urlaub zur Erholung heim. Wir nicht...
Btw: Ist in Garmisch wirklich immer Rummel? Auch die kommenden Tage bei 6°C und Regen?
Mit dem Gedanken spiele ich seit Jahren. Aber irgendwie möchte ich mich aus meiner Heimat auch nicht vertreiben lassen. Meine Familie kommt seit Generationen aus Garmisch.GIFWilli59 hat geschrieben: 15.11.2022 - 09:32 Wäre es nicht eine Option, näher an deinen Arbeitsplatz zu ziehen?
Da sparst du Anfahrt und den Rummel in GAP.
Mit dem Auto am Wochenende kannst du vergessen. Da bleibt man Zuhause.Tyrolens hat geschrieben: 15.11.2022 - 11:01 Was ist der Unterschied zwischen München und Garmisch? Die gleichen Leute, die gleichen Läden, der gleiche Verkehr, der gleiche Stress.
Ist auch der Grund, warum ich mir keine Großraumskigebiete gebe.
Obwohl man immer sagen muss: Die Menschen als Herdentiere belagern eh immer nur die gleichen zwei Gipfel und der Rest drum herum ist in Ruhe.
Mich erstaunt das immer wieder. Selbst wohne ich im Innsbrucker Speckgürtel, aber selbst wenn ich an einem Sonntag Nachmittag spazieren gehe, treffe ich vielleicht zwei, drei Leute. 2 km weiter nördlichwestlich wären's zwei Tausend.
Meine These: Wenn du nicht gerade im garmischer Epizentrum lebst, bekommst du vom diesem Chaos wahrscheinlich gar nichts mit. Außer, du musst gerade irgendwo mit dem Auto hin.
Keine Ahnung frag die Münchner. Angeblich ist es doch so schön in der Stadt...Latesn hat geschrieben: 15.11.2022 - 12:22 Ich verstehe sowieso nicht wieso so viele (auch Tagestouristen aus MUC und Umgebung) regelmässig nach Garmisch pilgern - was bietet man denn dort?
- Die Stadt sieht zu großen Teilen aus wie das Gewerbegebiet Dingolfing Ost
- Ein bestenfalls mittelmässiges Skigebiet in Tallage
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Naja mir solls recht sein :)
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Wenn alle anderen schuld an einer Situation haben, nur man selber nicht, dann läuft eh schon was verkehrt. Der "Staat" ist kein Konstrukt, sondern das bist du, und ich und jeder. Und jeder hat auch die Möglichkeit und die Pflicht die Welt zu gestalten, wie er es für richtig hält.Flori931693 hat geschrieben: 15.11.2022 - 13:25 Du hast meinen Job missverstanden. Ich bin kein Berufspolitiker und will garantiert auch keiner werden. Und auskotzen tue ich mich hier auch nicht, ich wehre mich nur vehement gegen Aussagen wie: "Die Dekadenz der schon länger dort wohnenden ist ja nun legendär."!
Du fährst deshalb nicht mehr ans Meer, damit du dort niemanden mehr belästigst?Flori931693 hat geschrieben: 15.11.2022 - 13:25 Und diese Aussagen wie: "Und für mich als Münchner, der mit den Bergen groß geworden ist...". Ich bin auch mit dem Meer groß geworden. Und?
Ist es auch. Aber selbst in München gibt es Leute wie dich.Flori931693 hat geschrieben: 15.11.2022 - 13:25 Keine Ahnung frag die Münchner. Angeblich ist es doch so schön in der Stadt...
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Nein, keineswegs. Die Bewegungsfreiheit gilt prinzipiell im gesamten öffentlichen Raum, das ist gerade der Zweck davon.Flori931693 hat geschrieben: 15.11.2022 - 13:25Das Argument hinkt etwas oder? Wo erwarte ich mehr Leute anzutreffen, in der Stadt oder in einem Alpenörtchen?j-d-s hat geschrieben: 14.11.2022 - 22:49 Wir haben in Deutschland (und dem Großteil Europas) das Grundrecht auf Bewegungsfreiheit. Das gilt für alle Bürger.
Ein Recht auf "Wohnen in einer Gegend ohne viel Tourismus" dagegeben gibt es nicht. Wer das möchte, muss dies durch entsprechende Wohnsitzwahl selbst erreichen.
Die Leute die in München an einer vielbefahrenen Kreuzung wohnen haben schließlich auch kein Recht zu fordern, die Kreuzung müsse gesperrt werden, weil sie der Verkehr störe.
Es gibt auch in "kleinen Örtchen" keinen Anspruch auf "wenige Leute antreffen".
Wem sowas nicht passt, dem steht es frei, umzuziehen oder andere Orte zu besuchen. Aber Anderen Verbote oder Limitierungen aufbrummen zu wollen einen Ort zu besuchen, ist purer Egosimus und mit unserer freiheitlichen Grundordnung nicht vereinbar.
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Re: Garmisch/ Grainau hat zu viele Gäste
Wie immer endet das Recht des einen beim Recht des anderen, deswegen kann man das Topic schon durchaus differenzierter sehen .... und natürlich liegt es auch in der Pflicht der Stadt Garmisch, seine Anwohner vor zu viel Tourismusschwemme zu schützen. Ich gebe allerdings auch einem meiner Vorschreiber recht, das es in diesem Fall auch nötig ist, selbst in Aktion zu treten und Mitstreiter zu suchen, das man hier einen Kompromiss aus dem Ort heraus findet, ohne politisches Engagement wird das nicht gehen. Es ist ja schon in eineigen Alpendestinationen gelungen, hier für alle Seiten eine befriedigende Lösung zu finden.j-d-s hat geschrieben: 15.11.2022 - 14:14 Wem sowas nicht passt, dem steht es frei, umzuziehen oder andere Orte zu besuchen. Aber Anderen Verbote oder Limitierungen aufbrummen zu wollen einen Ort zu besuchen, ist purer Egosimus und mit unserer freiheitlichen Grundordnung nicht vereinbar.