Die große Klima-Diskussion

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GIFWilli59
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von GIFWilli59 »

NeusserGletscher hat geschrieben: 18.11.2022 - 21:59 Scherz beiseite. Das war ja mal der Plan, bevor Grün-Rot uns zur Speerspitze der Sanktionen gegen Russland gemacht hat. Nun verdient Russland trotz erst mal gesunkener Exporte wegen gestiegener Preise mehr Geld als zuvor und wir verbrennen Kohle und Fracking-Gas. Beides ist klimatisch, sagen wir mal umstritten. Das nennt man dann wahrscheinlich grüne Realpolitik.
Stimmt, nun gibt es kein Gas mehr. Es wird keine LNG Terminals geben, NL und Norwegen liefern auch kein Gas nach Deutschland.

Ich finde der verlinkte Artikel stützt deine Aussage nicht wirklich.

Oder ist es besser, mehr fossile Brennstoffe und Atomenergie zu nutzen, als viele EE und gelegentlich Gas, das aber nicht aus Russland kommt?
irgendwie äußerst du deinen Unmut über die Russlandsanktionen, aber eine Antwort auf meine Frage hast du nicht wirklich.
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Jan Tenner
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Jan Tenner »

@NeusserGletscher:
Du hättest den zweiten Teil deines Postings ebenfalls als Scherz markieren müssen!
Das wäre fair gewesen!
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

GIFWilli59 hat geschrieben: 18.11.2022 - 22:14 .... aber eine Antwort auf meine Frage hast du nicht wirklich.
Das mag daran liegen, weil es keine Antwort gibt.

Atomkraft will die Politik nicht

Günstiges Russisches Gas will die Politik auch nicht. Nieee niee wieder

US-Fracking Gas ist nicht nur erheblich teurer, sondern auch eine Umweltsauerei

Kohle will die Politik auch nicht

Genügend Speicher haben wir nicht

Zudem streben sämtliche Lieferanten von LNG-Gas langfristige Verträge an. So mit Laufzeiten von 15-20 Jahren. Allerdings ist das Gas so teuer, das wir damit weite Teile der energieintensiven Industrie verlieren werden.
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von deep »

Meine Meinung: Klimawandel nicht mehr aufzuhalten, durch nichts und niemanden. Keine eindeutigen Belege für "menschengemachten" Wandel, da deutlich stärkere Temperaturänderungen schon vor der Existens der Menschen bekannt.
Ein bisschen wie Corona. Die idealistische Vorstellung von der Eindämmung war von Anfang an nicht realistisch.
Vermutlich wird auch eine Erde nach der Menscheit geben. Und auch wieder eine Eiszeit.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von MarcB96 »

NeusserGletscher hat geschrieben: 18.11.2022 - 22:27
GIFWilli59 hat geschrieben: 18.11.2022 - 22:14 .... aber eine Antwort auf meine Frage hast du nicht wirklich.
Das mag daran liegen, weil es keine Antwort gibt.

Atomkraft will die Politik nicht

Günstiges Russisches Gas will die Politik auch nicht. Nieee niee wieder

US-Fracking Gas ist nicht nur erheblich teurer, sondern auch eine Umweltsauerei

Kohle will die Politik auch nicht

Genügend Speicher haben wir nicht

Zudem streben sämtliche Lieferanten von LNG-Gas langfristige Verträge an. So mit Laufzeiten von 15-20 Jahren. Allerdings ist das Gas so teuer, das wir damit weite Teile der energieintensiven Industrie verlieren werden.
Dafür will man im Stil von feinstem Neokolonialismus Wasserstoff aus Namibia....und die Anlagen zur Gewinnung (die etliche Hektar brauchen) sollen mitten im Nationalpark entstehen....DAS ist ökologisch nachhaltige, deutsche Energiepolitik :nein: :sauer:
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Chlosterdörfler »

Eine kleine Schafgeschichte von einem Flexitarier

Ein Schaf weidet unter der Solaranlage, man kann davon Wolle und Milch verwerten. Wen der Wolf nicht zu schnell ist, kann man das Fleisch auf dem Teller geniessen.
Der Vegetarier kann nur die Wolle davon nutzen und hofft das Schaft stirbt an Alterstod. Der Veganer zahlt die CO₂-Kompensation, dass das Schaf unter der Solaranlage weidet.

Kolumnist Reiner Eichenberger nimmt Stellung zur Debatte über die externen Kosten im Strassenverkehr und antwortet auf die Kritik im Netz.

Text hier: https://www.handelszeitung.ch/politik/v ... ker-547384

Herr Reiner Eichenberger hat sich die ihm passenden Daten gesucht als Argument.
Umgekehrt könnte man argumentieren, dass manche verschwitzte Velopendler am Arbeitsort noch einmal zusätzlich duschen und so weitere etwa 400 Gramm CO₂ verursachen.
Hallo was ist, wen die Firma Klimaneutral ist dann fallen die 400 CO₂-Gramm schon einmal weg.
Beim Velofahren verbrauchen sie pro Kilometer etwa 25 Kcal Energie zusätzlich, verursachen also 60 Gramm CO₂ pro Kilometer zusätzlich.
Isst der Velofahrer wie ein US-Bürger, mit viel rotem Fleisch, dann hat hier den CO₂-Spitzenwert auf sicher.
Würde er seine Essgewohnheit Japanischen ausrichten, wäre hier schon eine andre Zahl.
Wäre er Flexitarier und hätte einen eignen Garten, wäre der Wert am tiefsten, ohne steigt er wieder an.

Auch bei Vegetarier und Veganer ändert sich die Werte, ob sie einen Garten zur Verfügung haben. Wer von den zwei besser abschneidet, können andre beurteilen.

Hat der Autofahrer ein Bürojob und geht ins Fitnesscenter. Dann müsste man auch diese CO₂-Kosten mit ein beziehen. Arbeitet er dagegen körperlich, dann braucht er kein Fitnesscenter.

PS: Herr Reiner Eichenberger ist ein Befürworter vom Road Pricing. Aktuell zahlt der Mittelstand am meisten für die Mobilität, unabhängig vom Verkehrsträger.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Chlosterdörfler »

deep hat geschrieben: 18.11.2022 - 22:30 Meine Meinung: Klimawandel nicht mehr aufzuhalten, durch nichts und niemanden. Keine eindeutigen Belege für "menschengemachten" Wandel, da deutlich stärkere Temperaturänderungen schon vor der Existens der Menschen bekannt.
Ein bisschen wie Corona. Die idealistische Vorstellung von der Eindämmung war von Anfang an nicht realistisch.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von MarcB96 »

Chlosterdörfler hat geschrieben: 18.11.2022 - 23:52
deep hat geschrieben: 18.11.2022 - 22:30 Meine Meinung: Klimawandel nicht mehr aufzuhalten, durch nichts und niemanden. Keine eindeutigen Belege für "menschengemachten" Wandel, da deutlich stärkere Temperaturänderungen schon vor der Existens der Menschen bekannt.
Ein bisschen wie Corona. Die idealistische Vorstellung von der Eindämmung war von Anfang an nicht realistisch.
Vermutlich wird auch eine Erde nach der Menscheit geben. Und auch wieder eine Eiszeit.
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Die Menschheit ist fast technologisch in der Lage, das Klima selber zu bestimmen. Sie hat dazu die notwendige Technologie auf beide Seite. Das Fast bezieht sich auf das Risiko eines Klimatischen Beinflussenden Vulkanausbruch.
Oder dem unkontrollierten Methanaustritt entweder aus der Tiefsee oder dem Permafrost....Da soll es wohl einige riesige Lagerstätten geben, wo es nicht so positiv wäre, wenn diese freigegeben werden.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von br403 »

Was ja für das Klima des Forums extrem zuträglich wäre, wenn einige mal ihren Beitragsausstoß etwas reduzieren würden, ich denke da gerade auch an so Skifamose User, die hier ständig zu jedem Thema unentwegt ihre Beiträge ausstossen, ist auch ziemlich klimaschädlich.... :roll: :evil: :lol:

NeusserGletscher
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Chlosterdörfler hat geschrieben: 18.11.2022 - 23:41 Kolumnist Reiner Eichenberger nimmt Stellung zur Debatte über die externen Kosten im Strassenverkehr und antwortet auf die Kritik im Netz.
Ich finde solche Vergleiche immer wieder amüsant. Zeigen sie doch einerseits, mit welch doppelten Maßstäben oft argumentiert wird. Beim pösen Auto werden jede Menge fiktive Kosten eingerechnet. Die Zielrichtung ist dabei klar, das Auto muss möglichst schlecht abschneiden. Herr Eichberger macht im Prinzip genau das gleiche. Nur dass er halt bei der Nutzung eines Fahrrads extrem überzieht und alle möglichen negativen Auswirkungen mit einbezieht. Und sie zeigen andererseits, wie einseitig die gesellschaftliche Debatte hierüber geführt wird. Wie empört die betroffene Filterblase reagiert, wenn jemand ihre heilige Kuh mit den gleichen Methoden aufs Korn nimmt, die sie selbst täglich für sich wie selbstverständlich heraus nehmen.

Danke für den Link
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von ThomasK »

NeusserGletscher hat geschrieben: 19.11.2022 - 07:55

Ich finde solche Vergleiche immer wieder amüsant. Zeigen sie doch einerseits, mit welch doppelten Maßstäben oft argumentiert wird. Beim pösen Auto werden jede Menge fiktive Kosten eingerechnet. Die Zielrichtung ist dabei klar, das Auto muss möglichst schlecht abschneiden. (...)

Du verwechselst fixe Kosten mit negativen externen Kosten.

Hierzu ein Beispiel.

Du fährst 100 km mit den Auto. Dies kostet dich den Betrag x. Wenn du jetzt mit dem Auto einen Kilometer ZUSÄTZLICH fährst, dann bezeichnet man diejenigen Kosten, die nun ZUSÄTZLICH anfallen, als Grenzkosten. Derjenige Kostenblock, der konstant bleibt wie z.B. die KFZ-Steuer, heißt Fixkosten.

Du postulierst, dass der Autofahrer nur die Grenzkosten berücksichtigen möge. Selbst wenn man das macht, stellt man fest, dass die Benzinkosten nur etwa die Hälfte des Grenzkostenanteils ausmachen, denn es gibt weitere Grenzkosten wie z.B. Wertverlust, Abnutzung der Reifen, höherer Inspektionsbedarf usw. Ich will jetzt nicht auf die wirtschaftswissenschaftliche Fachdiskussion eingehen, dass die Öffentliche Hand bei Allmendegütern wie dem Schienennetz die Grenzkosten anzusetzen hat, da das hier themaverfehlt wäre. Aber der Unterschied zwischen fixen Kosten und negativen externen Kosten ist so fundamental, dass ich hier trotzdem auf die negativen externen Kosten eingehe, denn das schlägt auf die Klimaerwärmung unmittelbar durch, womit es dann wieder zum Thema gehört.

Es geht jetzt also nicht um die Fixkosten, wie du es darstellst, sondern um die negativen externen Kosten, was etwas völlig anderes ist.

Wenn ein Autofahrer bezüglich des gesamten Lebenszyklus nur die Grenzkosten rechnet, dann ist das lediglich eine persönliche Fehlkalkulation und hat zunächst einmal keine volkswirtschaftlichen Auswirkungen. Ganz anders sieht es bei der Nichtberücksichtigung von negativen externen Kosten aus, die zu ganz massiven volkswirtschaftlichen Fehlallokationen führen. Das ist wirtschaftswissenschaftlich so fundamental, dass ich kurz darauf eingehen werde.

Das Standardbeispiel, das üblicherweise die wirtschaftswissenschaftlichen Studenten in den Übungen bearbeiten müssen, ist folgendes:

Flussaufwärts sitzt eine Chemiefabrik, die ihre Abwässer, also Giftstoffe usw., ungeklärt in den Fluss leitet. Aufgrund dieses Giftes sterben flussabwärts die Fische. Dadurch verlieren die Fischer ihre Existenz. Den Schaden, der durch die getöteten Fische entsteht, nennt man negative externe Kosten, die durch die Chemiefabrik verursacht worden sind.

Analog zum Straßenverkehr vertrittst du nun offenbar die Meinung, dass die Chemiefabrik das Recht hat, sich entfalten zu können und die Fischer sich um ihre getöteten Fische selbst kümmern müssen. Es gibt also weder einen Schadensersatz noch haben die Fischer das Recht, die Chemiefabrik zum Bau einer Giftfilteranlage, die die Abwässer reinigt, verpflichten zu können. Deiner Meinung nach soll also der Straßenverkehr die negativen externen Kosten nicht bezahlen müssen. OK, ich lasse dir deine Meinung, will aber darauf hinweisen, dass es beim Straßenverkehr keinesfalls mit den negativen externen Kosten im Bereich der Umweltverschmutzung und Energieverschwendung getan ist, weswegen ich noch ganz kurz ein zweites Beispiel anführen werde.

Im Straßenverkehr werden in Deutschland jedes Jahr ca. 300000 Personen verletzt; das entspricht immerhin der Einwohnerzahl einer Großstadt wie z.B. Augsburg.

In den meisten Fällen werden die Kosten für die medizinische Versorgung der Verletzten von den Krankenkassen bezahlt, sodass die Allgemeinheit über die Krankenkassenbeiträge den Straßenverkehr dadurch quersubventioniert, indem sie dem Straßenverkehr die negativen externen Kosten auch in diesem Bereich nicht in Rechnung stellt. Hinzu kommen dann ggf. auch noch Ausfälle im Arbeitsbereich durch Lohnfortzahlung usw.

Wäre ich Gesetzgeber, dann würde ich den Benzinpreis drastisch erhöhen und u.a. die Kosten für die medizinische Versorgung der Straßenverkehrsverletzten aus der Mineralölsteuer den Krankenkassen erstatten. Leider flüstert hinter den Kulissen die Autolobby den Bundestagsabgeordneten immer wieder ein, wie sie abzustimmen haben. Bei richtiger Abstimmung winken dann lukative Nebenjobs in Aufsichtsräten usw.

Den ganzen korrupten Sumpf in der Politik kennt man ja.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

ThomasK hat geschrieben: 19.11.2022 - 11:22 Im Straßenverkehr werden in Deutschland jedes Jahr ca. 300000 Personen verletzt; das entspricht immerhin der Einwohnerzahl einer Großstadt wie z.B. Augsburg.
Statistisch passieren die meisten Unfälle im Haushalt, ca. 2,8 Millionen pro Jahr. Das entspricht ungefähr der Einwohnerzahl von München + 2x Augsburg. Nur, um die Zahl mal richtig einzuordnen.
ThomasK hat geschrieben: 19.11.2022 - 11:22 In den meisten Fällen werden die Kosten für die medizinische Versorgung der Verletzten von den Krankenkassen bezahlt, sodass die Allgemeinheit über die Krankenkassenbeiträge den Straßenverkehr dadurch quersubventioniert, indem sie dem Straßenverkehr die negativen externen Kosten auch in diesem Bereich nicht in Rechnung stellt. Hinzu kommen dann ggf. auch noch Ausfälle im Arbeitsbereich durch Lohnfortzahlung usw.

Wäre ich Gesetzgeber, dann würde ich den Benzinpreis drastisch erhöhen und u.a. die Kosten für die medizinische Versorgung der Straßenverkehrsverletzten aus der Mineralölsteuer den Krankenkassen erstatten.
Soweit mir bekannt werden bei einem Unfall Krankheitskosten von der gegnerischen Haftpflichtversicherung übernommen. Gleiches gilt für Lohnersatzleistungen. "Der Allgmeinheit" entsteht hier wenn nur ein geringerer Schaden, da wird nichts in dem postulierten Ausmaß subventioniert. Was die Kassen an Kosten zu tragen haben, fällt genau so wie die Folgekosten von anderen Aktivitäten unter die Rubrik "allgemeines Lebensrisiko". Hier eine Ausnahme zu machen wäre ein Griff in den Giftschrank. Das wäre das Ende der allgemeinen Krankenversicherung. Das würde unweigerlich jene Kreise auf den Plan rufen, die halt auch aus ideologischen Gründen gegen Wintersport oder Drachenfliegen sind und Forderungen nach einer Ausklammerung dieser Kosten aus der Krankenversicherung Tür und Tor öffnen. Es ist daher meist für Alle von Vorteil, wenn man so eine Debatte erst gar nicht führt.

Der systematische Denkfehler Deiner Argumentation besteht aber schon darin, dass Du "die Allgemeinheit" und "die Autofahrer" als getrennte Gruppe ansiehst, wo "die Allgemeinheit" angeblich für die Schäden aufkommt, welche "die Autofahrer" verursachen, in diesem Fall halt Krankheitskosten. Autofahrer sind aber Teil der Allgemeinheit und zahlen sehr wohl auch in die Kassen ein. Und insbesondere diejenigen Autofahrer, welche aus beruflichen Gründen das Auto nutzen, leisten einen nicht unerheblichen Beitrag zur Finanzierung des Staates im Allgemeinen und der Krankenkassen im Speziellen.

Rechne mal die Einnahmen der Beitragszahler raus, die für ihren Beruf auf das Auto angewiesen sind. Dann wird vermutlich am Ende dabei herauskommen, dass Autofahrer am Ende mehr Geld in die Systeme einzahlen, als durch die private Nutzung des Autos an Kosten enstehen.

Das ist übrigens der zweite systematische Denkfehler in Deiner Argumentation. Ein Teil der Unfälle entsteht durch betrieblich bedingte Fahrten, etwa LKW-Transporte etc.. Ohne diesen Transport von Waren oder die Mobilität von Handwerkern würde aber die Wirtschaft zusammen brechen. Erst diese Mobilität ermöglicht es überhaupt, die Löhne zu zahlen, die dann in dem eher seltenen Fall eines Unfalls von einem der Leistungsträger weiter gezahlt werden.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Wetteronline vermeldet übrigens, die Nacht von Samstag auf Sonntag sei die kälteste Nacht in diesem noch jungen Winter gewesen. In einigen Orten habe man für einen November sogar die niedrigste Temperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen.
Wetteronline hat geschrieben:Im thüringischen Bad Berka, in Olbersleben, in Krölpa-Rockendorf sowie im hessischen Schauenburg war es sogar so kalt wie noch nie seit Messbeginn in einem November.
Ich war gestern anderweitig beschäftigt, aber analog zu den Meldungen zu Hitzerekorden im Sommer muss dies ja gestern die TOP-Nachricht in den Medien gewesen sein.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

NeusserGletscher hat geschrieben: 21.11.2022 - 07:31 Wetteronline vermeldet übrigens, die Nacht von Samstag auf Sonntag sei die kälteste Nacht in diesem noch jungen Winter gewesen. In einigen Orten habe man für einen November sogar die niedrigste Temperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen.
Wetteronline hat geschrieben:Im thüringischen Bad Berka, in Olbersleben, in Krölpa-Rockendorf sowie im hessischen Schauenburg war es sogar so kalt wie noch nie seit Messbeginn in einem November.
Ich war gestern anderweitig beschäftigt, aber analog zu den Meldungen zu Hitzerekorden im Sommer muss dies ja gestern die TOP-Nachricht in den Medien gewesen sein.
Mal davon abgesehen das sich ohne Probleme Nachrichten darüber nicht nur auf Wetteronline sondern auch auf einigen Regionalportalen finden lassen sind -15 Grad, wenn auch sehr kalt für November, kien Extremwert für den Winter ist, der es in die Tagessschau schafft, ausser ins Wetter ;-) ... Aber klar war, das man es in einschlägigen Foren und Internetseiten findet, weil die bösen Medien die Realität verschweigen, du bist ja auch gleich dabei ... und der Unterschied zwischen Klima und Wetter ist in dem Zusammenhang auch irrelevant. Wenn man ehrlich ist, kann man die aktuellen Klimaaktivisten durchaus verstehen, es ist schon wirklich zum Verzweifeln ....
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Wooly hat geschrieben: 21.11.2022 - 11:09 Mal davon abgesehen das sich ohne Probleme Nachrichten darüber nicht nur auf Wetteronline sondern auch auf einigen Regionalportalen finden lassen sind -15 Grad, wenn auch sehr kalt für November, kien Extremwert für den Winter ist, der es in die Tagessschau schafft, ausser ins Wetter ;-) ... Aber klar war, das man es in einschlägigen Foren und Internetseiten findet, weil die bösen Medien die Realität verschweigen, du bist ja auch gleich dabei ... und der Unterschied zwischen Klima und Wetter ist in dem Zusammenhang auch irrelevant. Wenn man ehrlich ist, kann man die aktuellen Klimaaktivisten durchaus verstehen, es ist schon wirklich zum Verzweifeln ....
Ach so, ich hatte mich schon gewundert, wieso hier niemand im Forum drüber berichtet. Offenbar schauen alle nur die Abendnachrichten und weniger in Regionalportale.

Wie praktisch, dass Du gleich alles widerlegst, was ich gar nicht gesagt habe. So was nennt man "Strohmann-Argument". Einfach frech dem Gegenüber etwas in den Mund legen, um es wortgewaltig und empört zu widerlegen.

Woher willst Du wissen, dass ich die Meldung von Wetteronline in "einschlägigen Foren und Internetseiten" gelesen habe, und nicht etwa direkt auf Wetteronline selbst oder auf einer der zahlreichen Regionalseiten? Natürlich weisst Du das nicht, aber so funktioniert halt das Bashing mit "Kontaktschuld". So wird aus einer sachlichen und neutralen Meldung halt eine negativ konnotierte Meldung, weil sie halt auch auf den "falschen" Plattformen diskutiert wird.

Es ist in der Tat zum Verzweifen. Dass einige noch immer nicht den Unterschied in der Reichweite zwischen einer Meldung in den Abendnachrichten und einigen Regionalportalen verstanden haben oder nicht verstehen wollen. Dass wir im Sommer an wenigen Tagen Hitzerekorde an einigen Messstellen hatten, weiß heute sicherlich noch jeder.

Da brauch man sich auch nicht zu wundern, dass heute immer noch sehr viele Bürger glauben, mit dem Aufstellen von mehr Windrädern und Solarzellen würden wir die Energiewende meistern. Denn dass man dazu halt auch Speicher, Fernleitungen in den Süden Europas oder nach Nord-Afrika und eine völlig neue Infrastruktur braucht, findet man noch am ehesten, wenn man gezielt danach sucht.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von scratch »

NeusserGletscher hat geschrieben: 21.11.2022 - 07:31 Ich war gestern anderweitig beschäftigt, aber analog zu den Meldungen zu Hitzerekorden im Sommer muss dies ja gestern die TOP-Nachricht in den Medien gewesen sein.
NeusserGletscher hat geschrieben: 21.11.2022 - 14:21 So wird aus einer sachlichen und neutralen Meldung halt eine negativ konnotierte Meldung, weil sie halt auch auf den "falschen" Plattformen diskutiert wird.
Is klar...nur du bringst sachliche und neutrale Meldungen.
Den sarkastischen Unterton denken wir uns alle nur dazu.
Und jeder, der die letzten Jahre hier nur ein wenig mitgelesen hat weiß doch genau, in welche Richtung solche Meldungen von dir abzielen.

Die Bestätigung lieferst dann gleich noch dazu:
NeusserGletscher hat geschrieben: 21.11.2022 - 14:21 Es ist in der Tat zum Verzweifen. Dass einige noch immer nicht den Unterschied in der Reichweite zwischen einer Meldung in den Abendnachrichten und einigen Regionalportalen verstanden haben oder nicht verstehen wollen. Dass wir im Sommer an wenigen Tagen Hitzerekorde an einigen Messstellen hatten, weiß heute sicherlich noch jeder.

Da brauch man sich auch nicht zu wundern, dass heute immer noch sehr viele Bürger glauben, mit dem Aufstellen von mehr Windrädern und Solarzellen würden wir die Energiewende meistern. Denn dass man dazu halt auch Speicher, Fernleitungen in den Süden Europas oder nach Nord-Afrika und eine völlig neue Infrastruktur braucht, findet man noch am ehesten, wenn man gezielt danach sucht.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

NeusserGletscher hat geschrieben: 21.11.2022 - 14:21 Woher willst Du wissen, dass ich die Meldung von Wetteronline in "einschlägigen Foren und Internetseiten" gelesen habe, und nicht etwa direkt auf Wetteronline selbst oder auf einer der zahlreichen Regionalseiten? Natürlich weisst Du das nicht, aber so funktioniert halt das Bashing mit "Kontaktschuld". So wird aus einer sachlichen und neutralen Meldung halt eine negativ konnotierte Meldung, weil sie halt auch auf den "falschen" Plattformen diskutiert wird.
Du hast mich absichtlich falsch verstanden und weißt genau was ich meine. Die Nachricht von den tiefen Novembertemperaturen stand auf Wetteronline und einigen Regionalseiten. War also was die Berichterstattung angeht durchaus angemessen, es gab kein Schneechaos, keine Toten, kein massives Glatteis, kein Eisregen mit Massenunfällen ... es gab nur Temperaturen von -15 Grad, aussergewöhnlich für November aber jetzt keine wirkliche BILD Schlagzeile. WAS es dagegen gab war in mehreren "einschlägigen" Plattformen genau die selbe schon hundert mal durchgekaute Fake-Empörungsmeldung .... "da berichtet aber keiner der bösen linksgrün versifften Medien darüber, dabei wäre es doch mindestens eine Sondersendung um 20.15 wert " ... :evil:

NeusserGletscher hat geschrieben: 21.11.2022 - 14:21 Es ist in der Tat zum Verzweifen. Dass einige noch immer nicht den Unterschied in der Reichweite zwischen einer Meldung in den Abendnachrichten und einigen Regionalportalen verstanden haben oder nicht verstehen wollen. Dass wir im Sommer an wenigen Tagen Hitzerekorde an einigen Messstellen hatten, weiß heute sicherlich noch jeder.
Das wir im Sommer nicht nur einen Tag 42 Grad hatten, sondern länger anhaltende Hitzeperioden, extrem wenig Regen und dadurch ausgeprägte Dürre in vielen Bundesländern, massive wenig Wasser in den Flüssen (warum kaufen die Franzosen Strom in Deutschland ?), dadurch schlechte Ernten und massive Probleme in der Landwirtschaft, vor allem im Osten, durch die Hitze massive Starkwetterereignisse wie wir sie bis jetzt so kaum kannten etc. pp. .... daran können sich tatsächlich viele Menschen erinnern. Und das kam auch berechtigterweise in den Hauptnachrichten. Das Ronny aus Bad Berka sich um 3 Uhr morgens besoffen die Zunge an die Windschutzscheibe geklebt hat, weil er mal kucken wollte wie kalt es schon ist dagegen eher nicht ...

NeusserGletscher
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Wooly hat geschrieben: 21.11.2022 - 21:44 WAS es dagegen gab war in mehreren "einschlägigen" Plattformen genau die selbe schon hundert mal durchgekaute Fake-Empörungsmeldung
Da weißt Du mehr als ich, da ich solche "einschlägigen" Plattformen, welche dies auch immer sein mögen, selten bis nie besuche.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Jan Tenner »

NeusserGletscher hat geschrieben: 21.11.2022 - 21:51 Da weißt Du mehr als ich, da ich solche "einschlägigen" Plattformen, welche dies auch immer sein mögen, selten bis nie besuche.
Hat sich das geändert?
Du hast dich (auch und gerade in diesem Thread) mit Verve als Konsument der "alternativen Medien" positioniert!?
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Jan Tenner hat geschrieben: 21.11.2022 - 22:07 Hat sich das geändert?
Du hast dich (auch und gerade in diesem Thread) mit Verve als Konsument der "alternativen Medien" positioniert!?
Wenn Du damit Eike & Co meinst, da wüsste ich nicht einmal, wann ich da jemals reingeschaut hätte.
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Jan Tenner »

NeusserGletscher hat geschrieben: 21.11.2022 - 22:11
Jan Tenner hat geschrieben: 21.11.2022 - 22:07 Hat sich das geändert?
Du hast dich (auch und gerade in diesem Thread) mit Verve als Konsument der "alternativen Medien" positioniert!?
Wenn Du damit Eike & Co meinst, da wüsste ich nicht einmal, wann ich da jemals reingeschaut hätte.
Zumindest mal solche Quellen wie "Tichys Einblick" oder die "Nachdenkseiten", von denen du ja sagtest, man käme um solche Kanäle nicht drum herum, wenn man in den sogenannten Mainstreammedien nicht nur "die übliche Mischung aus Propaganda, tendenziöser Berichterstattung und Nachrichtenmüll" vorgesetzt bekommen will. So in etwa lauteten deine Aussagen...
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

NeusserGletscher hat geschrieben: 21.11.2022 - 21:51 Da weißt Du mehr als ich, da ich solche "einschlägigen" Plattformen, welche dies auch immer sein mögen, selten bis nie besuche.
Ganz ehrlich, das glaubt dir hier keiner, nicht mal deine ergebensten Klimajünger ... so ziemlich alles, was du von dir gibst, kann man 1:1 auf jeder feuchtfröhlichen Querdenker/Klimaleugner Seite/Blog etc. nachlesen, da sich die Argumentationen ja auch eigentlich nie wirklich geändert haben, incl. dem ganzen an den Haaren herbeigezogenen pseudowissenschaftlichem Humbug ... das ist zu 100% nicht auf deinem eigenen Mist gewachsen. Und Skifam, vielleicht hast du ja die aktuelle Uno-Klimakonferenz mitbekommen, incl. der Reaktionen der Wissenschaftswelt auf die immer drängender werdenden Probleme ... das ist die "Blase" aus der die meisten hier denke ich ihre Informationen haben ... und da sind die Schlussfolgerungen ZIEMLICH eindeutig. Im Augenblick sind wir nach Einschätzungen der meisten Wissenschaftler bei ca. 3 Grad Erwärmung im Mittel angekommen bis 2050, also das doppelte der ursprünglich mal im Pariser Abkommen angestrebten 1,5. Und für Deutschland als Landgebiet sind das dann ca. 6 Grad im Landesmittel. Damit auch ungefähr 10 Mal schneller als eine natürliche Erwärmung. Was das genau heißt, kann man sich in vielen Szenarien ansehen, keines davon redet bei 3 Grad mehr von "noch mal mit einem blauen Auge davongekommen". Aber wir brauchen denke ich noch einige Ahrtäler pro Jahr und ein paar zehntausend Tote, bis wirklich etwas in Deutschland passiert. Denn solange es im Osten mal 15 Grad im November hat, ist die Welt ja noch in Ordnung .... ein Freund von mir, Weinbauer, träumt auch schon vom Beaujolais ...
Zuletzt geändert von Wooly am 22.11.2022 - 01:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Wooly hat geschrieben: 21.11.2022 - 23:06... so ziemlich alles, was du von dir gibst, kann man 1:1 auf jeder feuchtfröhlichen Querdenker/Klimaleugner Seite/Blog etc. nachlesen
Ist das meine Schuld? Ich ziehe es immer noch vor, meine eigenen Schlüsse zu ziehen. Wenn andere aus welchen Gründen auch immer zu den selben Schlüssen kommen, kannst Du mir dies schlecht vorwerfen.
Wooly hat geschrieben: 21.11.2022 - 21:44 Das wir im Sommer nicht nur einen Tag 42 Grad hatten, sondern länger anhaltende Hitzeperioden, extrem wenig Regen und dadurch ausgeprägte Dürre in vielen Bundesländern, massive wenig Wasser in den Flüssen (warum kaufen die Franzosen Strom in Deutschland ?)
Weil knapp die Hälfte der französischen AKW derzeit wegen Reparaturen nicht am Netz ist?

Den Sommer habe ich auch nicht als so schlimm empfunden. Gerade hier im Rheinland hatten wir in den vergangenen Jahren oft die reinste Waschküche, selbst morgens stand das Thermometer schon auf 25° C. 2022 aber war es eine angenehme trockene Hitze, die man viel leichter ertragen kann. Und weil es zum Morgen in den meisten Fällen selbst in der Stadt deutlich abkühlte (weil trockene Luft die Wärme nicht so gut speichert), konnte ich meine Wohnung ordentlich durchlüften. Den Garten habe ich auch nur wenige Male wässern müssen. Das einzige, was genervt hat, war das permanente Geplärre der Endzeitsektierer.

Dieses ständige Herumreiten auf Wetterextremen und vermeintlich wissenschaftlich belegten Klimazielen bringt uns in der Sache leider auch nicht einStück weiter. Wer noch immer glaubt, das Thema Dunkelflaute sei nur ein Hirngespinnst irgendwelcher Leugnerforen, der kann mal gerne einen Blick auf den Strommix der letzten zwei Tage werfen.

Da hilft uns nur ein ausgeklügeltes Konzept, wie wir in Zukunft solche Phasen überbrücken, wenn wir nicht nur den vorhandenen Strombedarf auf EE umstellen, sondern darüber hinaus auch weite Teile des Primärenergiebedarfs. Ich bezweifle nicht, dass dies technisch möglich ist. Aber ich habe erhebliche Zweifel daran, dass die Gestaltug der Energiewende derzeit aus fachlicher Sicht in den richtigen Händen liegt. Ich befürchte mehr, dass sich Deutschland in Richtung Idiocracy bewegt und wir am Ende sowohl bei Klima als auch beim Thema Wirtschaft und Wohlstand ganz blöd da stehen.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von wmenn »

Einfach mal nach "100 Prozent erneuerbare Energien" googeln. Da findet man einiges zum Thema. Z. B. den Bericht vom Fraunhofer Institut:
https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroef ... ystem.html
Da sieht man, wie es funktionieren könnte. Es existieren dazu auch Simulationen, wo für jede Wetterlage berechnet wird, wie viel Strom dann woher kommen muss.
Aus fachlicher Sicht haben wir mMn die wenigsten Probleme, es hängt viel mehr an der Politik oder der gesellschaftlichen Akzeptanz, worauf in der Fraunhofer -Analyse auch eingegangen wird.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

NeusserGletscher hat geschrieben: 22.11.2022 - 08:02 Weil knapp die Hälfte der französischen AKW derzeit wegen Reparaturen nicht am Netz ist?
Die Reparaturen sind das eine Problem, das andere die fehlende Kühlung weil die Flüsse trotz massiver Regulierung an den Oberläufen nicht mehr genug Wasser haben um die Kühlung sicherzustellen ... gerade diesen Sommer an der Loire wieder selber ansehen können ... und da gibt es dann auch nichts zu reparieren, sondern da hilft nur drosseln.
NeusserGletscher hat geschrieben: 22.11.2022 - 08:02 Den Sommer habe ich auch nicht als so schlimm empfunden. Gerade hier im Rheinland hatten wir in den vergangenen Jahren oft die reinste Waschküche, selbst morgens stand das Thermometer schon auf 25° C. 2022 aber war es eine angenehme trockene Hitze, die man viel leichter ertragen kann. Und weil es zum Morgen in den meisten Fällen selbst in der Stadt deutlich abkühlte (weil trockene Luft die Wärme nicht so gut speichert), konnte ich meine Wohnung ordentlich durchlüften. Den Garten habe ich auch nur wenige Male wässern müssen. Das einzige, was genervt hat, war das permanente Geplärre der Endzeitsektierer.
30 Jahre Wissenschaftserkenntnis und Forschung gegen die Wahrnehmung eines Rheinländers im Sommer 2022 .... ich meine da KANN die Wissenschaft ja nur verlieren !!
NeusserGletscher hat geschrieben: 22.11.2022 - 08:02 Dieses ständige Herumreiten auf Wetterextremen und vermeintlich wissenschaftlich belegten Klimazielen bringt uns in der Sache leider auch nicht einStück weiter.
Was schlägst du denn vor ausser die Wissenschaft zu ignorieren? Das Problem ist ja klar da, die Lösungen auch, was sind deiner Meinung nach die Alternativen?
NeusserGletscher hat geschrieben: 22.11.2022 - 08:02 Ich bezweifle nicht, dass dies technisch möglich ist. Aber ich habe erhebliche Zweifel daran, dass die Gestaltug der Energiewende derzeit aus fachlicher Sicht in den richtigen Händen liegt. Ich befürchte mehr, dass sich Deutschland in Richtung Idiocracy bewegt und wir am Ende sowohl bei Klima als auch beim Thema Wirtschaft und Wohlstand ganz blöd da stehen.
Wo genau erkennst du, das Deutschland hier "blöde" da steht? Ich kann nicht erkennen, das die Politik und die Wissenschaftler in Deutschland anders vorgehen als in allen anderen westlichen Ländern, und auch einem Großteil der westlichen Welt. Das Pariser Abkommen wurde ja nicht von Deutschland alleine ratifiziert. Woher kommt eigentlich dieses seltsame Narrativ, das Deutschland da "alleine" ist, ob Klimaschutz oder Coronakrise ... wahrscheinlich auch wieder nicht von den einschlägigen "Quellen" im Netz die du alle nicht liest ...

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