albe-fr hat geschrieben: 10.12.2022 - 17:50
ich sehe hier die Hauptschuld beim Raupenfahrer, der ohne Einweiser rückwärts gefahren ist.
Was kann der Raupenfahrer dafür, wenn Leute so blöd sind, im Dunkeln in ne beleuchtete Pistenraupe zu krachen??
Bin gespannt was der obligatorische Alkoholtest ergibt.
Um das beurteilen zu können müsste man wissen ob und was dort für Abfahrtszeiten und Abfahrtswege der letzten Gäste und, falls noch später unterwegs, des letzten Personals vorgegeben oder abgemacht sind und was die Fahrer für zeitliche Weisungen haben wann sie da frühestens anfangen dürfen zu arbeiten.
Das wissen wir alles nicht und damit erübrigt sich vorläufig die Diskussion.
albe-fr hat geschrieben: 10.12.2022 - 17:50
ich sehe hier die Hauptschuld beim Raupenfahrer, der ohne Einweiser rückwärts gefahren ist.
Was kann der Raupenfahrer dafür, wenn Leute so blöd sind, im Dunkeln in ne beleuchtete Pistenraupe zu krachen??
dein Kommentar ist menschenverachtend - da sind Leute aus einem Restaurant raus, das jeden Abend so lange auf hat - btw, man kann da auch halbwegs vernünftig essen und für die Gegend ist es relativ preisgünstig - Wenn darauf in der Gegend nicht jeder Raupenfahrer sensibilisiert ist (wahrscheinlich nicht, da werden auch meiner Erfahrung halt die letzten Idioten eingestellt...) fragt man sich, ob Lech die Gaeste nicht mehr wert sind...
L&S hat geschrieben: 10.12.2022 - 19:12
Bin gespannt was der obligatorische Alkoholtest ergibt.
Ich auch - insbesondere die osteuropäischen Raupenfahrer stinken schon mittags aus 5 Meter Entfernung nach Wodka.
albe-fr hat geschrieben: 10.12.2022 - 17:50
ich sehe hier die Hauptschuld beim Raupenfahrer, der ohne Einweiser rückwärts gefahren ist.
Das kommt m.E. darauf an, ob die Piste offen oder gesperrt war - in einen gesperrten Bereich hat ein Raupenfahren m.E. nicht mit Menschen hinter ihm zu rechnen...
Und: Beim Präparieren einer Piste wird ja öfter vor- und zurück gefahren - nach Deine Argumentation müsste dann immer ein Einweiser dabei sein.
L&S hat geschrieben: 10.12.2022 - 19:12
Was kann der Raupenfahrer dafür, wenn Leute so blöd sind, im Dunkeln in ne beleuchtete Pistenraupe zu krachen??
Bin gespannt was der obligatorische Alkoholtest ergibt.
So wie es in der Presse steht, ist der Unfall anders abgelaufen:
Um auf die präparierte Piste zu gelangen, kreuzten die beiden Skifahrer den Bereich hinter der Pistenraupe, dabei kam es zu dem Unglück. Das Pistengerät erfasste die beiden Wintersportler beim Rückwärtsfahren und überfuhr sie, berichtete die Polizei.
D.h. die Leute sind nicht in die Pistenraupe gekracht, sondern die Raupe hat sie beim Rückwärtsfahren erwischt.
Aber:
Zum selben Zeitpunkt wurden gerade Pistenarbeiten durchgeführt.
Die Frage wäre jetzt für mich: War die Piste offen oder gesperrt? Wer auf einer gesperrten Piste hinter eine Pistenraupe fährt - sorry, das ist ein Kandidatin für den Darwin Award.
Jeder Skifahren sollte wisten, das Pistenraupen beim Präparieren von Pisten auch mal Rückwärts fahren...
Da es schon 19 Uhr war, würde ich davon ausgehen, dass die Piste gesperrt war...
wie schon geschrieben, die beiden waren Gäste der Rudalpe, die offiziell bis 19:00 geöffnet hat. Ich war dort auch schon abends zu Gast und bin danach abgefahren - ich ging davon aus, dass den Pistenraupenfahrern bewusst ist, dass ums diese Uhrzeit dort mit Gästen zu rechnen ist.
albe-fr hat geschrieben: 11.12.2022 - 20:19
wie schon geschrieben, die beiden waren Gäste der Rudalpe, die offiziell bis 19:00 geöffnet hat.
Ja, aber wie lange hat die PISTE geöffnet?
Die Öffnungszeiten eines Restaurants haben keine Einfluss auf die Öffnungszeiten der Skipiste...
Normalerweise stehen in den Skigebieten große Hinweistafeln das Skipisten ab einer bestimmten Zeit gesperrt sind - wie das jetzt ich Lech geregelt ist, weiß ich nicht aus dem Kopf.
Hier wäre eher die Frage, ob das Restaurant eine Mitschuld trägt, wenn es die Leute die Piste fahren läßt...
Ach ja, wie ist es den mit den Sicherungsseilen der Pistenraupen?
Willst Du jetzt sagen, der Pistenraupenfahren wäre auch Schuld, wenn ein Skifahren von einen Stahlseil verletzt/getöten wird oder willst Du allen ernsten Fordern, das alle X-Meter ein Sicherungsposten das Seil bewachen muss?
Wer eine gesperrte Piste fährt, spielt nunmal mit seinem Leben - gerade während der Präparierungs-Zeiten
albe-fr hat geschrieben: 11.12.2022 - 20:19
Ich war dort auch schon abends zu Gast und bin danach abgefahren - ich ging davon aus, dass den Pistenraupenfahrern bewusst ist, dass ums diese Uhrzeit dort mit Gästen zu rechnen ist.
Ist das gleiche wie mit einer Roten Ampel: Nur weil öfter mal Leute bei Rot über eine Ampel laufen kann man keinen Autofahrer verklagen, der einen Fußgänger überfährt, der bei Rot über die Ampel geht...
Pistensperren und Lawinensprengungen: Das Befahren gesperrter Skipisten und Skirouten ist verboten und strafbar. Das Befahren der Wälder, das Gehen und Rodeln auf Pisten ist ausnahmslos verboten. Ab der letzten Kontrollfahrt unmittelbar nach der letzten Bergfahrt sind die Pisten und Skirouten unter anderem wegen Gefahr durch Pistenfahrzeuge und Seilwinden gesperrt
Hier steht ausdrücklich: "nach der letzten Kontrollfahrt" und nicht "nach Schließung des Restaurants"
Da sind wir halt verschiedener Meinung, ich halte es für besser Menschenleben zu schützen, du siehst es lieber pistenraupenfahrer überfahren Menschen, solange sie dabei die Regeln einhalten
Und ich hoffe, dass auch Autofahrer angeklagt werden, die Fußgänger, die über rote Ampeln gehen überfahren!
Deine Argumentation gibt dem Regime im Iran Recht, das Menschen zum Tode verurteilt, weil sie demonstrieren - denn, das war ja verboten…
albe-fr hat geschrieben: 10.12.2022 - 17:50
ich sehe hier die Hauptschuld beim Raupenfahrer, der ohne Einweiser rückwärts gefahren ist.
Wir halten fest... ab jetzt bitte immer zwei Leute pro Pistenraupe, damit beim zurücksetzen auch ein Einweiser da ist.
Nachts.
Auf einer seit Stunden gesperrten Piste auf der außer dem Pistenpersonal keiner mehr etwas zu suchen hat.
Und anschließend beschweren wir uns dann über gestiegene Preise.
Die Mitschuld sehe ich hier auch eher beim Restaurant, welches die Skifahrer nicht rechtzeitig runterschickt. Da die Gäste natürlich gerne länger dort sitzen als bis 16:00 und man als Restaurantbetreiber ungerne zahlende Kundschaft verscheucht, ist eine Absprache und klare Regelung, die ggf. späteres runterfahren ermöglicht, umso wichtiger.
albe-fr hat geschrieben: 10.12.2022 - 17:50
ich sehe hier die Hauptschuld beim Raupenfahrer, der ohne Einweiser rückwärts gefahren ist.
Wir halten fest... ab jetzt bitte immer zwei Leute pro Pistenraupe, damit beim zurücksetzen auch ein Einweiser da ist.
Nachts.
Auf einer seit Stunden gesperrten Piste auf der außer dem Pistenpersonal keiner mehr etwas zu suchen hat.
Und anschließend beschweren wir uns dann über gestiegene Preise.
Die Mitschuld sehe ich hier auch eher beim Restaurant, welches die Skifahrer nicht rechtzeitig runterschickt. Da die Gäste natürlich gerne länger dort sitzen als bis 16:00 und man als Restaurantbetreiber ungerne zahlende Kundschaft verscheucht, ist eine Absprache und klare Regelung, die ggf. späteres runterfahren ermöglicht, umso wichtiger.
Vielleicht verstehen jetzt manche warum wir in Ischgl alle Restaurants, auch die privaten, räumen. Und alle Pisten absammeln. Manche Gäste sehen dies positiv und bedanken sich sogar dafür. Andere sehen es als Frechheit.
Beim Ischgler Publikum ist das auch nötig Viele amerikanische Gebiete sind da noch heftiger und schliessen die Hütten schon deutlich vor Liftschluss. Ich bin da natürlich eher ein Freund von Eigenverantwortung, aber bei großen Massen an Menschen wird das irgendwann schwierig.
Zuletzt geändert von hch am 12.12.2022 - 18:14, insgesamt 2-mal geändert.
albe-fr hat geschrieben: 11.12.2022 - 23:35
Und ich hoffe, dass auch Autofahrer angeklagt werden, die Fußgänger, die über rote Ampeln gehen überfahren!
Deine Argumentation gibt dem Regime im Iran Recht, das Menschen zum Tode verurteilt, weil sie demonstrieren - denn, das war ja verboten…
Ich hoffe nicht, dass ich angeklagt und verurteilt werden würde, falls mir mal jemand an einer für mich grünen Ampel vors Auto rennt und ich nicht mehr rechtzeitig bremsen kann.
Nach deiner Argumentation müsste ich ja jetzt an jeder grünen Ampel anhalten, um zu prüfen, ob wirklich alle Fußgänger stehen bleiben und keiner bei Rot los läuft. Halte ich für unpraktikabel.
Und ja, nach iranischem Recht hat das Regime Recht.
Problem ist, dass das iranische Recht nicht unserem westlichen Rechtsverständnis entspricht.
Dass man an einer roten Ampel stehen bleibt, ist in Deutschland aber aus meiner Sicht schon ein von den meisten Menschen akzeptiertes Rechtsverständnis.
Und falls mir jetzt jemand eine menschenverachtende Haltung andichten möchte: Ich halte das Vorgehen des iranischen Regimes für völlig falsch, finde es gut, dass sich die Bevölkerung vor Ort dagegen auflehnt und wünsche den Menschen im Iran, dass sie damit erfolgreich sind.
L&S hat geschrieben: 10.12.2022 - 19:12
Bin gespannt was der obligatorische Alkoholtest ergibt.
Ich auch - insbesondere die osteuropäischen Raupenfahrer stinken schon mittags aus 5 Meter Entfernung nach Wodka.
Toller Kommentar!
Aber das zeigt nur sein gestörtes Verhältnis zur Realität:
Der Gast aus Deutschland macht nie was falsch, bzw er hat Narrenfreiheit, weil er ja bezahlt. Er ist nach 3 Bier und 5 Schnaps immer noch verkehrstüchtig, sowohl auf der Piste als auch der Strasse....
Schuld sind immer die Anderen, vorzugsweise die bösen Ausländer (selbst, wenn man in dem Land selbst Ausländer ist).
Mich würde interessieren, wie unser Troll auf die Idee kommt, dass ich den Alkotest des Raupenfahrers gemeint habe und nicht den der Gäste??
Da wunder ich mich nicht, dass es in Österreich immer noch genug Vorurteile gegen unsere nördlichen Nachbarn gibt (, aber es wird langsam besser..)!
albe-fr hat geschrieben: 11.12.2022 - 23:35
Da sind wir halt verschiedener Meinung, ich halte es für besser Menschenleben zu schützen, du siehst es lieber pistenraupenfahrer überfahren Menschen, solange sie dabei die Regeln einhalten
Das ist jetzt völlig falsch. Natürlich soll man Menschenleben schützen.
Deine Aussage wäre jetzt so zu verstehen: Der Pistenraupen-Fahrer hat sie mit Absicht überfahren, weil sie sich nicht an die Regeln halten. Aber dem ist ja nicht so - zumindest gehe ich mal nicht davon aus, dass das Absicht war.
Es ist halt faktisch nicht möglich, alles gegen alles abzusichern.
Und wie gesagt: Was machst Du wenn eine Pistenraupe am Seil ist?
Auch das Seil kann Menschen töten.
Also alle 100m ein Sicherungsposten ans Seil?
Oder gar nicht mehr mit Seil präparieren?
albe-fr hat geschrieben: 11.12.2022 - 23:35
Und ich hoffe, dass auch Autofahrer angeklagt werden, die Fußgänger, die über rote Ampeln gehen überfahren!
Ja, wieso?
Was kann der Autofahrer dafür?
Jetzt natürlich vorausgesetzt, der Autofahrer war nicht zu schnell, alkoholisiert oder hat gar absichtlich den Fußgänger aus "Strafe" überfahren - das wäre natürlich was anderes....
Sprich: Natürlich sollte schon geprüft werden, ob der Autofahrer eine Mitschuld trägt - aber wenn der Autofahrer sich regelkonform verhalten hat, gibt es keinen Grund, ihn Anzuklagen...
Er wird sich wahrscheinlich eh genug Vorwürfe machen...
albe-fr hat geschrieben: 11.12.2022 - 23:35
Deine Argumentation gibt dem Regime im Iran Recht, das Menschen zum Tode verurteilt, weil sie demonstrieren - denn, das war ja verboten…
????
Das sind ja zwei ganz verschiedene Sachen - ich gehe doch sehr davon aus, dass der Pistenraupen-Fahrer die Menschen nicht absichtlich überfahren hat.
Hier geht es darum, das jemand UNBEABSICHTIG bei einem Unfall getötet wurde - und nicht um eine absichtliche Tötung.
Alleine schon die Tatsache, das Du den armen Pistenraupenfahrer, der völlig ohne Absicht jemand überfahren hast und selbst wahrscheinlich mit den Nerven völlig fertig ist jetzt mit einem Regime vergleichst, das mit voller Absicht Menschen tötet, ist ein Unding und DAS ist Menschenverachtend.
Nochmal: Sollte herauskommen, dass das Absicht vom Fahrer war, nehme ich natürlich alles zurück und stimme Dir 100% zu - aber davon gehe ich nach den momentanen Berichten nicht aus
Mei. Weder der Raupenfahrer noch die Skifahrer sind hier alleine Schuld.
Aber ich wäre nie - niemals - auf die Idee gekommen im Dunkeln in die Nähe einer Pistenraupe zu kommen und schon gar nicht hinter einer Pistenraupe zu sein.
hch hat geschrieben: 12.12.2022 - 10:59
Beim Ischler Publikum ist das auch nötig Viele amerikanische Gebiete sind da noch heftiger und schliessen die Hütten schon deutlich vor Liftschluss. Ich bin da natürlich eher ein Freund von Eigenverantwortung, aber bei großen Massen an Menschen wird das irgendwann schwierig.
Nur zur Klarstellung:
in ISCHL gibt es zwar eine Seilbahn mit gelegentlichem Winterbetrieb, bei der man mit Schiausrüstung aber nicht HINAUF-, sondern nur HINUNTERfahren darf. (Und ja, das kommt durchaus nicht so selten vor), und nachher geht man zum Zauner auf einen Zaunerstollen.
in ISCHGL ist der durchschnittliche Alkoholspiegel bei den Touristen vermutlich deutlich höher als in ISCHL.
Wobei die durchschnittlichen Touristen in Ischl vielleicht auch weniger Alkohol vertagen und schon ein paar Punschkugeln zum Verlust des Gleichgewichtssinnes führen könnten
Ich habe meinen Beitrag auf jeden Fall korrigiert und das sehr deutlich markiert.
hch hat geschrieben: 12.12.2022 - 10:59
Beim Igschler Publikum ist das auch nötig Viele amerikanische Gebiete sind da noch heftiger und schliessen die Hütten schon deutlich vor Liftschluss. Ich bin da natürlich eher ein Freund von Eigenverantwortung, aber bei großen Massen an Menschen wird das irgendwann schwierig.
Na wenn das g nun auch an die richtige Stelle hüpft, dann bin ich ganz zufrieden....