Die große Klima-Diskussion

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Bergwanderer
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Bergwanderer »

Wooly hat geschrieben: 21.11.2022 - 23:06
NeusserGletscher hat geschrieben: 21.11.2022 - 21:51 Da weißt Du mehr als ich, da ich solche "einschlägigen" Plattformen, welche dies auch immer sein mögen, selten bis nie besuche.
Ganz ehrlich, das glaubt dir hier keiner, nicht mal deine ergebensten Klimajünger ... so ziemlich alles, was du von dir gibst, kann man 1:1 auf jeder feuchtfröhlichen Querdenker/Klimaleugner Seite/Blog etc. nachlesen, da sich die Argumentationen ja auch eigentlich nie wirklich geändert haben, incl. dem ganzen an den Haaren herbeigezogenen pseudowissenschaftlichem Humbug ... das ist zu 100% nicht auf deinem eigenen Mist gewachsen. Und Skifam, vielleicht hast du ja die aktuelle Uno-Klimakonferenz mitbekommen, incl. der Reaktionen der Wissenschaftswelt auf die immer drängender werdenden Probleme ... das ist die "Blase" aus der die meisten hier denke ich ihre Informationen haben ... und da sind die Schlussfolgerungen ZIEMLICH eindeutig. Im Augenblick sind wir nach Einschätzungen der meisten Wissenschaftler bei ca. 3 Grad Erwärmung im Mittel angekommen bis 2050, also das doppelte der ursprünglich mal im Pariser Abkommen angestrebten 1,5. Und für Deutschland als Landgebiet sind das dann ca. 6 Grad im Landesmittel. Damit auch ungefähr 10 Mal schneller als eine natürliche Erwärmung. Was das genau heißt, kann man sich in vielen Szenarien ansehen, keines davon redet bei 3 Grad mehr von "noch mal mit einem blauen Auge davongekommen". Aber wir brauchen denke ich noch einige Ahrtäler pro Jahr und ein paar zehntausend Tote, bis wirklich etwas in Deutschland passiert. Denn solange es im Osten mal 15 Grad im November hat, ist die Welt ja noch in Ordnung .... ein Freund von mir, Weinbauer, träumt auch schon vom Beaujolais ...
Zum Thema Hochwasser-Katastrophe im Ahrtal empfehle ich
diesen Artikel der FAZ: https://www.faz.net/multimedia/flutkata ... 70847.html
und diese Dokumentation der ARD: https://www.ardmediathek.de/video/dokus ... ODA2NGIzNw
Fazit: überwiegend ein Versagen von "Behörden" und "Politik"... leider.

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Wooly
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

"In der historischen Einordung zeigt sich, dass es sich bei dem Hochwasser vom Juli 2021 um eine Wiederholung des Hochwassers vom Juli 1804 handelt“, erklärt Roggenkamp. Damals wie heute war sommerlicher Starkregen der Auslöser des Hochwassers. „Trotz vergleichbarer Abflussgrößen erreichte das Hochwasser vom Juli 2021 größere Wasserstände als 1804. In Dernau lag der Wasserstand ca. 1,5 Meter oberhalb des Wasserstandes von 1804. Die heute dichtere Bebauung des Hochwasserbetts verkleinert die durchströmte Fläche und ließ die Wasserstände lokal überproportional ansteigen.“

Der Fakt ist ja nicht, das es noch nie extreme Wetterphänomene gab, sondern das sie seit 10-15 Jahren immer mehr gehäuft auftreten. Und deshalb, jedenfalls geht die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler davon aus, werden solche Ereignisse wie die Überschwemmungen im Ahrtal immer häufiger auftreten respektive tun es schon, weltweit, und überprüfbar.

Laut Titel ARD Dokumentation: Auch wenn viele von einer Jahrtausend-Flut sprechen: Wetterexperten rechnen damit, dass sich solche Ereignisse wegen des Klimawandels künftig häufen werden. Umso wichtiger ist jetzt eine Antwort auf die Frage: Was ist damals schiefgelaufen?

Das damals zu spät gewarnt wurde und das Ahrtal (wie fast alle besiedelten Flusstäler in Deutschland) viel zu eng bebaut ist, ändert nichts daran, das sich solche Ereignisse immer mehr häufen werden ... natürlich wird sich der Mensch anpassen, bessere Warnketten entwickeln (passiert ja gerade) und die Bebauungspläne werden sich ändern müssen (passiert im Augenblick noch sehr wenig, auch nicht im Ahrtal), aber das sind ja nur FOLGEN der Flut. Wenn wir diese Steigerung verhindern hätten wollen, hätten wir schon lange massivere Maßnahmen gegen den Klimawandel treffen müssen ... und ja, das war und ist auch die Politik, aber die Politik sind wir, die die Regierung wählen. Also liegt es an uns allen, etwas zu ändern.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Wooly hat geschrieben: 22.11.2022 - 16:07 Wo genau erkennst du, das Deutschland hier "blöde" da steht? Ich kann nicht erkennen, das die Politik und die Wissenschaftler in Deutschland anders vorgehen als in allen anderen westlichen Ländern, und auch einem Großteil der westlichen Welt. Das Pariser Abkommen wurde ja nicht von Deutschland alleine ratifiziert. Woher kommt eigentlich dieses seltsame Narrativ, das Deutschland da "alleine" ist, ob Klimaschutz oder Coronakrise ... wahrscheinlich auch wieder nicht von den einschlägigen "Quellen" im Netz die du alle nicht liest ...
Da verstehst Du mich völlig falsch. Mir geht es um die technische Ausgestaltung der Energiewende. Die, lassen wir mal das Klima außen vor, alleine wegen der Endlichkeit fossiler Energieträger so oder so nötig ist.

Energie wird derzeit aber in Deutschland nicht ökologischer, sondern vor allem schmutziger und teurer. Und bei dem Tempo, mit dem in Deutschland Infrastrukturprojekte umgesetzt werden, glaube ich eher, dass wir im Rheinland eine geschlossene Schneedecke von Oktober bis März sehen werden bevor wir in nennenswerten Umfang auf konventionelle Energieträger verzichten können.

Der jetzt eingeschlagene Weg führt in den wirtschaftlichen Abschwung. Am Ende hätte dann auch die Umwelt gar nichts davon, wenn wir energieintensive Betriebe aus Deutschland aufgrund zu hoher Energiekosten vergraulen und den Ländern in die Fänge treiben, die da noch schlechter aufgestellt sind und beispielsweise mit billigem Strom aus Kohle locken. Und auch die USA, die derzeit massiv Industrie aus Europa abwerben, haben einen doppelt so hohen pro-Kopf Ausstoß an CO2 gegenüber Deutschland.
Wooly hat geschrieben: 22.11.2022 - 18:38 Der Fakt ist ja nicht, das es noch nie extreme Wetterphänomene gab, sondern das sie seit 10-15 Jahren immer mehr gehäuft auftreten.
Deswegen war das Hochwasser an der Ahr von 2021 ja auch erst mit dem von 1804 vergleichbar. Weil so was ja nun seit 10-15 Jahren gehäuft auftritt. 8O
Wooly hat geschrieben: 22.11.2022 - 18:38 In der historischen Einordung zeigt sich, dass es sich bei dem Hochwasser vom Juli 2021 um eine Wiederholung des Hochwassers vom Juli 1804 handelt
Logik ist nicht Deine Stärke? :lol: Das Hochwasser an der Ahr, so schlimm es für die Betroffenen war, lag mehr oder weniger in dem üblichen Raster, in dem so was dort vorkommt.

Da die Versiegelung von Flächen, die verdichtete Bebauung und Einengung von Überflutungsräumen, ja selbst die geringere Wasseraufnahmefähigkeit von Ackerflächen im Einzugsgebiet etwa durch einen geringen Humusanteil im Boden einen signifikanten Einfluss auf die Höhe von Flutwellen hat, so gilt dies erst recht für Aussagen zu deren statistischen Häufigkeit. Eine Aussage zur Zunahme der Häufigkeit von Hochwassern ohne Berücksichtigung der Einflüsse abseits des Klimas ist methodisch falsch.

Aber das ist die Krux mit der Klimabewegung. Nicht nur, dass immer wieder Zusammenhänge falsch interpretiert werden. Egal, wie oft man diese widerlegt oder auf logische Brüche hinweist, bei nächster Gelegenheit erzählt wieder jemand den gleichen Mist. Da ist nirgendwo ein Lerneffekt zu sehen. Insbesondere bei jenen, die selbst ganz schnell mit Begriffen wie "Klimaleugner" oder "Querdenker" bei der Hand sind.
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen
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Wooly
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

NeusserGletscher hat geschrieben: 22.11.2022 - 21:46 Aber das ist die Krux mit der Klimabewegung. Nicht nur, dass immer wieder Zusammenhänge falsch interpretiert werden. Egal, wie oft man diese widerlegt oder auf logische Brüche hinweist, bei nächster Gelegenheit erzählt wieder jemand den gleichen Mist. Da ist nirgendwo ein Lerneffekt zu sehen. Insbesondere bei jenen, die selbst ganz schnell mit Begriffen wie "Klimaleugner" oder "Querdenker" bei der Hand sind.
Es muss eine Qual sein, wirklich. Da legst du doch jetzt schon auf 200+ Seiten dar, wieso die Wissenschaft weltweit total danebenliegt, und die Fakten total falsch interpretieren, aber es ist wie verhext, keiner dieser Mainstreamschafe hört dir zu. Selbst große Umweltverschmutzer wie China oder die USA, die man so schön anführen kann um selber nichts zu tun, legen inzwischen gewaltige Programme in die Richtung auf und investieren massiv in Klimaschutz ... selbst die haben nicht kapiert das man sich damit vorsätzlich komplett die Wirtschaft kaputt macht, genau wie sämtliche Regierungen Europas .... zum Weinen, wirklich. Alle machen einfach Alles falsch, und ein einsamer Rufer in einem kleinen aber feinen Skifahrerforum bekommt einfach nicht die Beachtung die er verdient, obwohl er doch, zusammen mit einer kleinen Gruppe an erleuchteten Wissenden, schon lange die Wahrheit ans Licht gebracht hat ....
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Wooly
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

Um mal wirklich zum Thema zurückzukommen .. DAS finde ich frustrierend ... ein Abriss des Nichtstuns der letzten 20 Jahre ... und der ist von 2021, da redete man noch von 1,5 Grad als Horrorszenario ...

https://www.deutschlandfunk.de/klimafor ... e-100.html
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von icedtea »

Das Gottvertrauen in die USA und vor allem China teile ich jetzt allerdings gar nicht 🤷‍♂️, was dennoch in der Tat kein Grund ist, bei uns Vogel-Strauß zu spielen☝️
Wo ich schon war:
Hochzeiger (1989), Ski-Zillertal 3000 außer Gletscher (viele Jahre ab 1993 :wink:), Kronplatz (2006), Söllereck (2008), Hauser Kaibling (2009 und 2014), Wildkogel (2010 - 2012), Maiskogel, Pass Thurn/Resterhöhe; Schmittenhöhe (2013), Hochzillertal/Hochfügen, Spieljoch (2016 - 2019), Alpendorf/Wagrain/Flachau (2015 und 2018), Damüls/Mellau (2017), Planai/Hochwurzen (2019), Willingen (2019), Schnalstaler Gletscher (2019), Laax, Silvretta-Montafon, Brandnertal, Golm (2020), Hundseck (2021), Winterberg (2021), Arosa-Lenzerheide (2022), St. Moritz (2022), Ortisei, Seiser Alm und Sella Ronda (2023)
Als nächstes: 🤷‍♂️
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Fab
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Fab »

Hab jetzt eine zeitlang nix geschrieben. Das fruchtlose Rumgehacke hier bringt niemand weiter.
Erinnert an Onkel Herbert (86) der beim Familientreffen seit Jahrzehnten das Gleiche erzählt.
Das mach ich jetzt auch :D

Ahrtal war Wetter + Versiegelung+falscher Forstwirtschaft + politisches Versagen.
Starkregen auf den Punkt wo alles sich ins Ahrtal entleert. Kommt selten vor, da der Punkt genau getroffen sein muss.
Ist wie eine Meisterschaft von Schalke 04 ;D alle 100 Jahre oder so.
Andererseits: Pro 1°C Erwärmung kann die Luft 6% mehr Wasser speichen. Selbst mit Bremer oder Berliner Schulabschluss kann man daraus Folgerungen ziehen.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von MarcB96 »

Bergwanderer hat geschrieben: 22.11.2022 - 17:51 Zum Thema Hochwasser-Katastrophe im Ahrtal empfehle ich
diesen Artikel der FAZ: https://www.faz.net/multimedia/flutkata ... 70847.html
und diese Dokumentation der ARD: https://www.ardmediathek.de/video/dokus ... ODA2NGIzNw
Fazit: überwiegend ein Versagen von "Behörden" und "Politik"... leider.
Hat zwar nix primär mit Klima zu tun...aber die Hochwasserkatastrophe (die es ja nicht nur im Ahrtal gab...wenns auch da am Schlimmsten war) war auch zu einem recht großen Teil ein totales Versagen der dort wohnenden Leute, von denen einige völlig jegliche Warnungen ignoriert hatten. Bei Kachelmannwetter beispielsweise war mehrere Tage vorher bereits absehbar, was kommen würde und es wurde entsprechend gewarnt.
Nur müsste man sich dafür halt etwas mit dem Wetter beschäftigen (erst recht, wenn man in Gewässernähe wohnt).
Deshalb ist es in meinen Augen falsch, das auf ein "alleiniges Versagen der Politik/Behörden" zu schieben.
Es kommt leider viel zu oft vor, dass derartige Warnungen als Panikmache abgetan werden...........und am Ende, wenn die Warnung doch zutraf, waren halt andere dran schuld :rolleyes: :rolleyes: .
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Bergwanderer »

Fab hat geschrieben: 22.11.2022 - 22:42 Hab jetzt eine zeitlang nix geschrieben. Das fruchtlose Rumgehacke hier bringt niemand weiter.
Erinnert an Onkel Herbert (86) der beim Familientreffen seit Jahrzehnten das Gleiche erzählt.
Das mach ich jetzt auch :D

Ahrtal war Wetter + Versiegelung+falscher Forstwirtschaft + politisches Versagen.
Starkregen auf den Punkt wo alles sich ins Ahrtal entleert. Kommt selten vor, da der Punkt genau getroffen sein muss.
Ist wie eine Meisterschaft von Schalke 04 ;D alle 100 Jahre oder so.
Andererseits: Pro 1°C Erwärmung kann die Luft 6% mehr Wasser speichen. Selbst mit Bremer oder Berliner Schulabschluss kann man daraus Folgerungen ziehen.
Auch mit Bremer ... wirklich? :D

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

icedtea hat geschrieben: 22.11.2022 - 22:34 Das Gottvertrauen in die USA und vor allem China teile ich jetzt allerdings gar nicht 🤷‍♂️, was dennoch in der Tat kein Grund ist, bei uns Vogel-Strauß zu spielen☝️
Kein Gottvertrauen, aber durchaus Realität. Auch wenn hier wohl mehr pekuniäre als Umweltschutzgründe im Focus stehen, hat sich doch da einiges gedreht ... trotzdem wird es wohl an den Europäern sein, die Maßnahmen voran zu treiben.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von basti.ethal »

Verrückte Welt....

https://www.spiegel.de/panorama/hamburg ... 2a0bc085a1

Letzte Woche haben wir uns in der Warteschlange am Tiefenbach gefragt, was passieren würde, wenn wir uns einfach mal am Drehkreuz festkleben würden.
Ich denke, das klassische Ski-Opening Publikum hätte sich das nur sehr kurz tatenlos und tolerant angeschaut :lol:
Skisaison 23/24: 28 Skitage
2x Gurgl, 3x Sölden, 12x Skiarena Silbersattel, 5x DS, 2x Skating, 1x Skitour 3xZillertal
Skisaison 22/23: 34 Skitage
1x HTX, 1x Pitztaler, 1x Gurgl, 1x Sölden, 4x Dolomiti Superski, 2xIschgl, 16x Skiarena Silbersattel, 5x Skating, 3x Skitour
Skisaison 21/22: 42 Skitage
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von skifam »

Das geht am Lift doch auch ohne Kleber.

Eine kleine Anleitung:
https://www.youtube.com/watch?v=J2wnmpyH1Ns


nur mit der großen bedeutenden Rede ans Publikum wird es dann schwieriger... die ist dann von der Artikulation dann schwerer verständlich - passt sich also dem Inhalt an.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

China hat unlängst übrigens einen Liefervertrag über 27 Jahre mit Katar über die Lieferung von LNG abgeschlossen. Während man in Alemania-Bajo noch überlegt, womit man das Geschirr spülen soll, feiert man bereits in China-Arriba in mollig warm geheizten Wohnungen.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von skifam »

Nene
der scheinheilige Gutdiener hat doch einen ausreichend tiefen Diener vor dem Emir gemacht:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/we ... g-101.html
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Oh, die Meldung ist taufrisch. Habs noch gar nicht gesehen, stand leider noch nicht auf Eike :wink: :wink: :wink: :wink: :wink: :wink: :wink:

Mit dem LNG aus Katar können wir nun die Energiewende so richtig befeuern. Da kommt endlich Dampf in den Kessel. :lol:

Was mir nur nicht einleuchtet: Angeblich nähern wir uns doch mit rasendem Schritt diesen Kippunkten an, bei deren Erreichen das Klima unwiderruflich kippen wird. Und nun kaufen wir LNG, was eine schlechtere Klimabilanz hat als Pipelinegas?

Disclaimer: Dieser Beitrag kann Spuren von Sarkasmus und Ironie enthalten :wink:
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Martin_D »

NeusserGletscher hat geschrieben: 29.11.2022 - 14:11 China hat unlängst übrigens einen Liefervertrag über 27 Jahre mit Katar über die Lieferung von LNG abgeschlossen. Während man in Alemania-Bajo noch überlegt, womit man das Geschirr spülen soll, feiert man bereits in China-Arriba in mollig warm geheizten Wohnungen.
skifam hat geschrieben: 29.11.2022 - 14:31 Nene
der scheinheilige Gutdiener hat doch einen ausreichend tiefen Diener vor dem Emir gemacht:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/we ... g-101.html
Endlich habt ihr beide es auf den Punkt gebracht. Was ein Grüner Minister macht, ist immer verkehrt. Egal ob er jetzt das eine oder das genaue Gegenteil macht.


Und dann wundert ihr euch, wenn kaum jemand euch noch für einen ernstzunehmenden Diskussionsteilnehmer hält.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von skifam »

Geil!
wieder in die Falle getappt. :D
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Wenn man mit spitzer Feder nachrechnet, was der Deal mit Katar bedeutet, kommt man zu folgendem Ergebnis:

2020 hat Deutschland 52 Mrd cbm Erdgas aus Russland bezogen [Statista]
Überschlägig sind das bei 10 kWh/cbm ungefähr 520 TWh / a

Der nun mit Katar abgeschlossene Vertrag über 2 Mio to LNG / a entspricht einer Energiemenge von ungefähr 29,146 TWh / a (bei 14.573 kWh / to)

Zum Vergleich: aus den Niederlanden und Belgien kommen derzeit ca. 1,75 TWh Gas. Pro Tag.

D.h., dieser Deal ersetzt gerade einmal 5,6% der Energiemenge, die wir gegenüber 2020 per Pipeline aus dem Osten bekommen haben. Und das auch erst ab 2026.

Zusammengefasst: Der Deal ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Und selbst der kommt viel zu spät.
Martin_D hat geschrieben: 29.11.2022 - 14:59 Endlich habt ihr beide es auf den Punkt gebracht. Was ein Grüner Minister macht, ist immer verkehrt. Egal ob er jetzt das eine oder das genaue Gegenteil macht.
Mathematik kümmert sich nicht um die Farbe des Parteibuchs.

Noch ein paar nicht unwesentliche Details am Rande. Die Niederlande werden über kurz oder lang weniger Erdgas liefern, weil deren Vorkommen erschöpft sind. Groningen macht immer mal wieder Probleme mit Erdbeben. Und die letzten deutschen Atommeiler sollen ja auch Anfang nächsten Jahres endgültig vom Netz gehen. Und weil das mit den Windrädern noch immer nicht so gut klappt, brauchen wir halt noch mehr Kohle und Erdgas als zu Zeiten, bevor grün-rot ins Kanzleramt eingezogen ist.
Martin_D hat geschrieben: 29.11.2022 - 14:59 Und dann wundert ihr euch, wenn kaum jemand euch noch für einen ernstzunehmenden Diskussionsteilnehmer hält.
Wie wäre es, wenn Du zur Abwechslung mal mit Fakten argumentieren würdest? Das wäre jedenfalls eine Basis, um mit Dir ernsthaft zu diskutieren.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von albe-fr »

NeusserGletscher hat geschrieben: 29.11.2022 - 20:30
Martin_D hat geschrieben: 29.11.2022 - 14:59 Und dann wundert ihr euch, wenn kaum jemand euch noch für einen ernstzunehmenden Diskussionsteilnehmer hält.
Wie wäre es, wenn Du zur Abwechslung mal mit Fakten argumentieren würdest?
du meinst er sollte sich mal mit jemand anderem als mit dir unterhalten?
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scratch
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von scratch »

Keine Ahnung, was z.B. an der "Geschichte" mit cmblu dran is, aber wenn das so stimmt wie in Quer berichtet, braucht man sich nicht wundern, warum es in Deutschland u.a. mit Wind nicht so recht funktioniert. Anstatt darüber zu diskutieren, ob diese neuen Technologien bei uns genug Unterstützung bekommen, hadern wir lieber weiter darüber, was alles nicht funktioniert und nicht funktionieren wird.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von GIFWilli59 »

scratch hat geschrieben: 29.11.2022 - 22:29 Keine Ahnung, was z.B. an der "Geschichte" mit cmblu dran is, aber wenn das so stimmt wie in Quer berichtet, braucht man sich nicht wundern, warum es in Deutschland u.a. mit Wind nicht so recht funktioniert. Anstatt darüber zu diskutieren, ob diese neuen Technologien bei uns genug Unterstützung bekommen, hadern wir lieber weiter darüber, was alles nicht funktioniert und nicht funktionieren wird.
Wenn man die Beiträge vom Gletscher so liest, wundert man sich jedes Mal, wenn man auf einen Lichtschalter drückt, dass das Licht angeht...
Übersicht über meine Berichte
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

albe-fr hat geschrieben: 29.11.2022 - 20:39
NeusserGletscher hat geschrieben: 29.11.2022 - 20:30
Martin_D hat geschrieben: 29.11.2022 - 14:59 Und dann wundert ihr euch, wenn kaum jemand euch noch für einen ernstzunehmenden Diskussionsteilnehmer hält.
Wie wäre es, wenn Du zur Abwechslung mal mit Fakten argumentieren würdest?
du meinst er sollte sich mal mit jemand anderem als mit dir unterhalten?
Vielen Dank für Deinen konstruktiven Beitrag.

Kleiner Fun-Fakt am Rande. Bestimmte Kreise werden nicht müde, gebetsmühlenartig ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen zu fordern. Laut Umweltbundesamt brächt dies eine Einsparung von 2,6 Mio to CO2 / a.

Die Verflüssigung von Gas zu LNG und dessen Transport benötigt ca. 10% der Energie des Heizwertes von Erdgas. Du findest auch Angaben von bis zu 25%. Bei den nun vereinbarten jährlichen Lieferungen aus Katar von 29,146 TWh werden überschlägig 2,9146 TWh Erdgas für die Verflüssigung eingesetzt. Bei einem CO2 Fußabdruck von ca. 200 g / kWh macht das 583.000 to CO2 / a bei 10% Energieeinsatz und 1,16 Mio to CO2 / a bei 20%. Aber halt nur für einen Bruchteil der Menge des bisherigen Pipelinegases.

Wenn man sämtliches Gas, was bislang durch östliche Pipelines geflossen ist, durch LNG ersetzt, dann werden dadurch 10,4 Mio to CO2 bzw. 20,8 Mio to alleine für die Verdichtung freigesetzt. Ein Vielfaches der Menge, welche wir durch ein Tempolimit einsparen könnten.

Und wenn der Herr Bundeswirtschaftsminister nicht andere Prioritäten setzen würde, dann hätte uns China nicht die 4 Mio to /a vor der Nase wegschnappen können. Die Wiener Zeitung kommentierte dies gestern auch entsprechend. Zusammen mit den 4 Mio to von China hätte Katar über 15% des russischen Pipeline-Gases ersetzen können.

Dieses Zaudern bedeutet, dass wir nun am Ende wahrscheinlich noch mehr auf Fracking-Gas angewiesen sein werden. Dessen Öko-Bilanz noch schlechter ist das die von LNG. Von den rein wirtschaftlichen Kosten ganz zu schweigen.
scratch hat geschrieben: 29.11.2022 - 22:29 Keine Ahnung, was z.B. an der "Geschichte" mit cmblu dran is, aber wenn das so stimmt wie in Quer berichtet, braucht man sich nicht wundern, warum es in Deutschland u.a. mit Wind nicht so recht funktioniert. Anstatt darüber zu diskutieren, ob diese neuen Technologien bei uns genug Unterstützung bekommen, hadern wir lieber weiter darüber, was alles nicht funktioniert und nicht funktionieren wird.
Schade, dass Dein Beitrag erneut nur als Aufhänger genommen wird, um die Diskussion zu stören. Mir war anfänglich nicht ganz klar, worauf Du Dich eigentlich beziehst, konnte mir dann aber zusammenreimen, was Du vermutlich meinst.

Ich nehme an, Du meinst diesen Beitrag der BR Sendung Quer (ab 6:22):
Direktlink
Ich finde diesen Beitrag sehr sehenswert. Denn er spricht noch einmal an, woran es derzeit mit der Energiewende in Deutschland hapert. Oft wird ja gesagt, wir hätten kein Erkenntnis- sondern lediglich ein Umsetzungsproblem. Wenn ich mir diesen Beitrag anschaue, dann glaube ich eher, dass manche Entscheidungsträger auch ein Erkenntnisprobem haben.

Zu der in dem Beitrag beschriebenen Technologie kann ich nun auch nicht viel sagen, ich höre zum ersten Mal davon. Ich bin halt schon was älter und habe Wundergeschichten dieser Art schon häufiger vernommen. Viele haben sich im Nachhinein als schöne Illusion erwiesen und leider ist mir auch gerade die Sendung Quer nicht unbedingt bislang als besonders investigativ oder durch technisch fundiertes Wissen aufgefallen. Aber erst einmal hört sich das ganze zu schön an, als dass man es einfach ignorieren sollte.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von ralleycorse »

scratch hat geschrieben: 29.11.2022 - 22:29 Keine Ahnung, was z.B. an der "Geschichte" mit cmblu dran is, aber wenn das so stimmt wie in Quer berichtet, braucht man sich nicht wundern, warum es in Deutschland u.a. mit Wind nicht so recht funktioniert. Anstatt darüber zu diskutieren, ob diese neuen Technologien bei uns genug Unterstützung bekommen, hadern wir lieber weiter darüber, was alles nicht funktioniert und nicht funktionieren wird.
Nun ja. Das Grundprinzip der Flüssigbatterie ist nicht neu. Für den mobilen Einsatz ist es einfach zu aufwändig und benötigt zu viel Platz bzw ist zu schwer. Zumimdest in Relation wie "viel" kWh da gespeichert werden können.
Für den stationären Einsatz ist das aber evtl. wirklich nicht so verkehrt.
Die Frage ist wie teuer eine Anlage wäre die wirklich relevante Strommengen speichern kann und wie gross die Tanks ausfallen würden!?

der LAnge
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Kapi »

Alpenklima - Erster länderübergreifender Bericht zum Alpenklima

Offenbach / Wien / Zürich, 5. Dezember 2022 – Die Alpen sind vom Klimawandel besonders betroffen. Um sie besser zu schützen, sind Informationen und Analysen zum Klima in diesem einzigartigen Ökosystem umso wichtiger. Daher starten die nationalen Wetterdienste Deutschlands, Österreichs und der Schweiz eine neue gemeinsame Publikationsreihe mit dem Titel „Alpenklima“.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD), die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) sowie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz zeigen darin den aktuellen Klimazustand in der Alpenregion der drei Länder auf und ordnen ihn in die langjährige Entwicklung ein. Das Bulletin wird zweimal pro Jahr jeweils für die Monate Mai bis Oktober (Sommerhalbjahr) sowie für den Zeitraum November bis April (Winterhalbjahr) erstellt. Er erscheint jeweils im November und Mai und bildet auf 20 Seiten damit erstmals länderübergreifend den Klimazustand dieses zentraleuropäischen Hochgebirges ab.

Klimawandel: Alpenraum besonders betroffen


Der Alpenraum ist von den Folgen des menschlichen Treibhausgasausstoßes stärker betroffen als andere Regionen oder Naturräume. In dieser hochsensiblen Region sind die Auswirkungen des Klimawandels deutlich sichtbar:
• Es gibt immer weniger Schnee.
• Die Gletscher verlieren deutlich an Masse.
• Im Sommer wird Hitze zu einem immer größeren Problem, auch in höheren Lagen.

Diese Veränderungen machen nicht an Ländergrenzen halt und betreffen die gesamte Alpenregion gleichermaßen. „Die drei nationalen Wetterdienste bieten heute schon eine breite Palette an Dienstleistungen. Mit ‚Alpenklima‘ vereinen wir nun unsere Informationen mit denen unserer Nachbarn aus Österreich und der Schweiz“, sagt Tobias Fuchs, Vorstand Klima und Umwelt des Deutschen Wetterdienstes. Die Klimaentwicklung in den einzelnen Ländern wird so in einen größeren Kontext gestellt und genau beobachtet, um diesen wertvollen Natur-, Lebens- und Wirtschaftsraum vor den Auswirkungen des Klimawandels besser zu schützen.

Rekordwärme und Regenarmut im Sommerhalbjahr 2022


Dieses Sommerhalbjahr war geprägt von sehr hohen Temperaturen im gesamten zentralen und östlichen Alpenraum und großer Trockenheit, vor allem in den Südalpen. Als Folge schmolz die Schneedecke im hochalpinen Gelände besonders früh. Neben einer allgemeinen Übersicht über die Klimatologie des vergangenen Sommerhalbjahres gibt „Alpenklima“ zu diesen Themen detaillierte Informationen.
In jedem Bulletin wird zudem ein aktuelles klimatologisches Thema näher beleuchtet und der aktuelle Wissensstand dazu beschrieben. In der nun vorliegenden ersten Ausgabe dreht sich alles um den rekordhohen Gletscherrückgang in den Alpen während des Sommerhalbjahres 2022.

Das Bulletin „Alpenklima“ ist online auf der DWD-Homepage verfügbar.
A bisserl woas gehd ollaweil.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

Jan Tenner hat geschrieben: 17.11.2022 - 08:33 Und vor allem, weil du das Kernprinzip einer Wärmepumpe ganz offensichtlich überhaupt nicht verstehen willst: Wärmepumpen haben in Bezug auf die zugeführte Energie einen Wirkungsgrad von 400-500% (der Großteil wird ja eben ohne Emissionen oder Immisionen aus der Umgebungswärme gewonnen). Eine Gasheizung dagegen kann per se nur max. 100% der zugeführten Energie in Wärmeleistung umsetzen. Ja, damit ist eine Wärmepumpe im Prinzip vieeeel ökologischer als eine Gasheizung.
Aktuell beträgt die Vorlauftemperatur bei meiner Heizung 60° C bei einer Außentemperatur von 0°C. Für die Temperaturdifferenz von 60K wird bei Luft-Wärmepumpen eine Leistungszahl von 3 angegeben. Um 3 Kilowattstunden Heizenergie zu erzeugen wird also 1 Kilowattstunde Strom benötigt. Der aktuelle CO2-Footprint für eine Kilowattstunde Strom beträgt für Deutschland 600 Gramm pro kWh. Bei einer Leistungszahl von 3 macht das 200 Gramm CO2 pro erzeugter Kilowattstunde Heizenergie. Da sind die Transportverluste nicht einmal enthalten. Für Gasheizungen findest Du Angaben von 200 Gramm CO2 pro Kilowattstunde. Das ist natürlich nur eine Überschlagsrechnung, aber erst einmal sehe ich da nicht, wieso eine Luft-Wärmepumpe unter den derzeitigen Bedingungen ökologischer sein soll. Und bei dem momentanen Fachkräftemangel in der Politik sehe ich auch nicht, wie sich die Voraussetzungen in den nächsten Jahren da grundsätzlich ändern sollen.
Jan Tenner hat geschrieben: 17.11.2022 - 11:07
NeusserGletscher hat geschrieben: 17.11.2022 - 10:45 Im ungünstigsten Fall muss sich Deutschland auch mal ein paar Wochen aus dem Akku mit Strom versorgen
Dieser Fall soll wann unter welchen Bedingungen eintreten? Vielleicht kann Kapi einer der Wetterexperten mal erläutern, wann aus den Wetteraufzeichnungen einer wochenlange Dunkelflaute deutschlandweit geherrscht haben sollte, in der potentiell kein Solar- oder Windstrom hätte erzeugt werden können.

Selbstverständlich ist Management zwischen Erzeugung und Speichern eine der ganz entscheidenden Herausforderungen für ein Energiewende. Aber die von unserem EIKE-Fan suggerierte Speichertechnologielücke zwischen 1h und 1 Monat ist manipulativer Unsinn! Welche Quellen wohl für die Zahlen herangezogen wurden? Tichys Einblick?
Als auch aus Deiner Sicht seriöse Quelle kannst Du gerne Agora-Energiewende.de verwenden, das ist der Internetauftritt einer Interessengruppe, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, u.a. Konzepte für die Energiewende zu erarbeiten. Und da sieht es momentan so aus, dass es ohne Kernenergie, Kohle und Gas ziemlich düster wäre.
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen

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