Ja, leider. Mit einer Zweiteilung, d.h. die kühleren Luftmassen dann eher im Norden Deutschlands mit ausgeprägtem Tiefdruckeinfluss und die wärmeren zum Süden (Alpen) hin. In der ersten warmen Welle zum Beginn der kommenden Woche geht es tagsüber in der Höhe mit den Temperaturen bis auf deutlich über 3.000m über null Grad. Danach dreht es von stramm Süd/Südwest eher auf West/Südwest, es wird sehr windig, in den Hochlagen auch mal stürmisch, es wird durchmischen, was das Zeug hält.molotov hat geschrieben: 16.12.2022 - 07:16 Leider schwingt es sich sehr auf warm und West/SüdWest ein...
Was gänzlich fehlt sind brauchbare Niederschlagssignale für den Alpenraum. Mit brauchbar meine ich Mengen, die über hier und da mal 5 oder 10mm hinausgehen. Die Frontalzone liegt so weit nördlich, dass die Alpen zumeist auf der trockenen und höhenwarmen Seite bleiben. Bitter könnte es für den Mittelgebirgsraum werden, wenn zum Ende der kommenden Woche teils kräftige Niederschläge mit sehr viel Wind durchweg als Regen runterkommen. Das wird mächtig an der schön aufgebauten Schneedecke nagen und ist in allen (!) Modellen heute Morgen so zu sehen.
Für Willingen sähe das so aus:
Und nun von West nach Ost der prognostizierte Temperaturverlauf in der Höhe 1.500mtr:
Zermatt:
St. Anton:
Corvara:
Schladming:
Wie man unschwer erkennen kann ist es von West nach Ost und auch südseitig in der Höhe zu warm, teils erheblich über dem langjährigen Mittel (rote Linie). Man kann auch schön erkennen, wie sich nahezu alle Lösungen der Modellläufe im zu warmen Sektor befinden, es gibt vorläufig praktisch keinerlei Hinweise darauf, dass sich im Alpenraum wieder ein jahreszeitlich angemessenes Temperaturgefüge in der Höhe einstellt.
Die Niederschlagssignale sind vorerst marginal und kaum der Rede wert. Nich auszuschließen ist aber, dass sich mit der auflebenden Westdrift hier und da mal ein Randtief einschmuggelt. Ob das dann auch den Weg zu den Alpen findet ist fraglich, solange die Frontalzone so weit nördlich verläuft, wie das gerechnet wird. Also über der nördlichen Mitte und dem Norden Deutschlands.
K.