Nach dem gestrigen superguten Tag im Engadin war es klar, dass es heute ein grösserer Abstieg sein würde.
Als ich um 8 Uhr in Flims aufstand, war es wolkenverhangen und es regnete. Ein Blick auf die Stätzerhorn-Livecam zeigte jedoch blauen Himmel. Also hopp. Unterwegs überlegte ich dann noch kurz, schafruegg ins Engadin zu folgen, doch hatte ich keine Lust auf die längere Autofahrt. Also Lenzerheide, im Wissen darum, dass mir dieses Skigebiet seit einigen Jahren wegen der chronischen Überfüllung eigentlich nicht mehr so zusagt. Aber an einem 27.12. würde es sowieso überall voll sein, wieso dann nicht gleich Lenzerheide-Arosa. Da spielt es dann keine Rolle mehr. Der Unterschied zwischen „zu voll“ und „viel zu voll“ kann ja nicht allzu gross sein
Um 9 Uhr am Portal in Churwalden staune ich dann aber eher, dass der Parkplatz noch nicht mal halbvoll ist und ich eine Gondel für mich habe. Vermutlich lässt das Wetter die Massen noch zögern. Oben angekommen zeigt sich das Wetter schon von der guten Seite: Eigentlich müsste ich es ja wissen, dass die Lenzerheide nach nächtlichen Schneefällen kaum je frisch präpariert. Schade. So macht schon die erste Fahrt am Stätzertäli nicht allzu viel Spass: Die Verbindung vom Stätzerhorn nach Lavoz hat viele Steine. Jämmerlich, dass man das nicht besser hinbekommen hat. Lavoz dann natürlich bereits schon überfüllt und sehr haufig. Die knollige Abfahrt am Pedra Grossa gefällt mir da schon besser: Dank der Anzuckerung sieht es nun etwas winterlich aus: Auch die Abfahrt vom Scalottas via Gertrud hat einige Steine. Beim ersten Seitenwechsel-Versuch streikte Heimberg, beim zweiten klappte es. Allerdings musste ich an allen drei KSBs heute erstmals anstehen. Nach einer Fahrt auf ebenfalls zurück
nicht sehr prickelnden Pisten bis zum Mottalift, wechsle ich nach Arosa: Carmennahang fürchterlich. Und die Kolonne am gleichnamigen Sessellift ebenfalls. Komisch, dass Brüggerhorn fast leer läuft. Ein Sessel für mich alleine. Und auch die Black Diamond ist angenehm leer. Erst beim Steilhang hole ich einige ein, die sich da runterkämpfen. Er ist seeeeehr anspruchsvoll. Eisig mit Buckeln. Aber irgendwie macht es noch Spass, mal gefordert zu werden, also fahre ich gleich zwei Mal. Die erste Wiederholungsfahrt heute. Denn sonst hat mir eigentlich noch keine Piste wirklich gefallen. So grosse Carvingbögen, wie ich es mag und wie ich es gestern den ganzen Tag konnte, gehen nirgends. Danach der Schrottsessel: In Arosa ist der Nebel ganz weg: Das Highlight des Tages: Das Mittagessen auf der komischerweise völlig leeren Terrasse des Hotel Erzhorn. Sonst sind alle Terrassen überfüllt. Auf der Heidner Seite ging der Nebel nicht weg. Urdenfürggli-Katastrophe: Eigentlich wollte ich noch die Talabfahrt an der Rothornbahn machen, aber die Kolonne am SL Scharmoin ist riiiiiiiesig. Also direkt den Älpliweg, der heute besonders hellblau ist
- Die Grösse des Skigebiets, die einem ermöglicht, sich den ganzen Tag zu beschäftigen, ohne eine Piste wiederholen zu „müssen“, weil man darauf kaum Lust hat.
- Das Mittagessen im Erzhorn. Danke Röbi für diesen Tipp im letzten Jahr, sonst wäre ich nicht drauf gekommen.
- Dass ich einmal mehr bestätigt bekomme, dass der Erfolg von Lenzerheide-Arosa sich ins eigene Fleisch schneidet.