Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

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Tyrolens
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Tyrolens »

Obacht. Es gibt zwei Talabfahrten. Eine davon ist bis heute eine Skiroute.

freerider13
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von freerider13 »

Tyrolens hat geschrieben: 03.01.2023 - 12:28 Obacht. Es gibt zwei Talabfahrten. Eine davon ist bis heute eine Skiroute.
Bei genauem ranzoomen sehe ich:
Die Schilder stehen am Rand und sind rund.
Skiroute ist rautenförmig/viereckig und steht in der Mitte.
Es ist also davon auszugehen, dass es sich um die Piste gehandelt hat…

Eigentlich aber auch egal:
Im Video sieht man an einer Stelle, wie der Fangzaun rechts rausgerissen ist und am Boden liegt.

Spekulationsmodus on:
Hangneigung, Fahrkünste der Holländer, Zusammensetzung der Gruppe alles beachtet lese ich in der Glaskugel:
Die Frau ist im oberen Teil des hanges gestürzt, danach ging’s mit recht glatter Kleidung unkontrolliert Vollgas bergab dank der kunstschneepiste, die zwar weiß aussieht aber glatt wie Eis ist.
Unten reißt sie dann den rechten Teil des fangzauns einfach weg durch den Schwung.
Durch das coping (wie bei einer Schanze, auch ansatzweise zu erkennen) wird sie dann nach oben in eine flugkurve geschleudert. Leider zu weit.


Und ja: ein stärkerer fangzaun hätte dies verhindern können. Wenn auch nicht generell dort aufgestellt und nötig aber situativ aufgrund der derzeitigen Bedingungen…
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von gorner »

Nach nochmaligem Betrachten des Bildes wäre dort wirklich eine stabile Konstruktion wie ein grosser Fangzaun oder wie man in der Schweiz auch sagt, ein A-Netz nötig.

@freerider13: Das was du meinst ist ein Netz aber kein Fangzaun. Ein Fangzaun ist so konstruiert, dass er bei einem Sturz eines Skifahrers nicht umknickt, sondern der Skifahrer im Netz hängen bleibt bzw. vom Netz aufgefangen wird. Was natürlich nicht heisst, dass man sich dann nicht doch verletzt, aber zumindest etwas weniger schwer
flamesoldier
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von flamesoldier »

Die Unfälle passierten allesamt auf der Piste 1a schwarze Pfanne, nicht auf der Route 1 Waldabfahrt.
Hier sieht man die Stelle auf Gmaps (gelb Richtung der Skifahrerin, rot B-Zaun)
Screenshot_20230104-063326_Maps.jpg
45 Skitage in der Saison 17/18:
14x Saalbach, 9x Hintertuxer Gletscher, 5x Kitzsteinhorn, 3x Zillertalarena, 3x Warth/Schröcken, 3x Mellau-Damüls (davon 1x inkl. Faschina), 1x Kitzbühel, 1x Wildkogel Arena, 1x Silvretta Montafon, 1x Schmittenhöhe, 1x Diedamskopf, 1x Sonnenkopf, 1x Fellhorn-Kanzelwand, 1x Ski Arlberg

50 Skitage in der Saison 18/19:
11x Saalbach, 10x Hintertuxer Gletscher, 7x Serfaus-Fiss-Ladis, 5x Sörenberg, 3.5x Axamer Lizum, 2x Mellau/Damüls, 2x Savognin, 2x Ischgl-Samnaun, 2x Warth-Schröcken, 2x Obergurgl/Hochgurgl, 2x Diedamskopf, 1x Sölden, 0.5x Muttereralm

51 Skitage in der Saison 19/20:
14.5x Saalbach, 4x Kals/Matrei, 3x Hochgurgl, 3x Hochzeiger, 3x Kühtai, 2.5x Kappl, 2x Hintertux, 2x Sölden, 2x Glungezer, 2x Savognin, 2x Diedamskopf, 1x Galtür, 1x Ischgl, 1x Rifflsee, 1x Schlick2000, 1x Hochoetz, 1x Malbun, 1x Kitzsteinhorn/Maiskogel, 1x St. Jakob i.D., 1x Sillian Hochpustertal, 1x Wildkogel, 0.5x Schmittenhöhe, 0.5x See
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Rennstier »

Hier ein Link zu einem Video, in dem man schön sieht wie ein B-Netz einen nach oben katapultieren kann:
https://www.instagram.com/reel/Cm9y2ULp ... MyMTA2M2Y=

Man wird auch in Nordtirol um mehr und stabilere Fangzäune nicht drumherum kommen. Menschenleben und schwere Verletzungen zu vermeiden sind mMn die etwas störende Optik wert.
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Latesn »

Rennstier hat geschrieben: 04.01.2023 - 08:28 Hier ein Link zu einem Video, in dem man schön sieht wie ein B-Netz einen nach oben katapultieren kann:
https://www.instagram.com/reel/Cm9y2ULp ... MyMTA2M2Y=

Man wird auch in Nordtirol um mehr und stabilere Fangzäune nicht drumherum kommen. Menschenleben und schwere Verletzungen zu vermeiden sind mMn die etwas störende Optik wert.
Damit wird man m.E. genau in die falsche Richtung gehen.

Ich erinnere mich da noch mit Schrecken an den Unfall vor einigen Jahren in (ich meine es war) Scheffau, wo ein Kind bei der Kollision mit einer (laut Rechtsprechung des OGH) korrekt mit Netz abgesicherten Schneekanone verstarb und anschließend die Schuld dem Skigebiet zugeschoben wurde. -> Nein das Kind war natürlich nicht Schuld sondern es war eher die völlig falsche Linienwahl des Skikurses.

Spätestens da hätte man merken müssen, dass man mit immer mehr Absicherung nicht weiterkommt, sondern das Ziel sein muss die Skifahrer wieder mehr dazu zu triggern nur in ihrem Können angepassten Tempo und auf bewältigbaren Pisten zu fahren.

Richtig wäre es allerdings in solchen Fällen situativ die Absicherung zu erhöhen und kenntlicher zu machen, um eben statt einem Gefühl allgemeiner Sicherheit überall und auf jeder Piste mehr das Augenmerk auf Gefahrenpunkte zu legen.

Ganz einfaches Beispiel: Fahr mal nach Tarvisio (oder fast jedes andere x-beliebige Gebiet in Italien) wo auf der (durchmodellierten) Weltcupabfahrt vor jedem Hügelchen ein "Slow" steht und links und rechts alles eingezäunt ist. Da fahren sie alle wie die irren weil sie entweder denken es kann eh nichts passieren oder weil keiner mehr das Getue ernstnimmt. In Frankreich und der Schweiz wo nur an wirklichen Gefahrenstellen abgesichert wird ist mir das ganz anders im Gedächtnis da wird viel mehr mit Hirn gefahren.
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von NeusserGletscher »

Latesn hat geschrieben: 04.01.2023 - 09:50 In Frankreich und der Schweiz wo nur an wirklichen Gefahrenstellen abgesichert wird ist mir das ganz anders im Gedächtnis da wird viel mehr mit Hirn gefahren.
Tendenziell stimmt das. Leider gibt es immer wieder jene Zeitgenossen, denen es an Hirn bzw. Gefahrenbewusstsein völlig mangelt. Das erlebe ich als Radfahrer im Straßenverkehr täglich, wenn jemand trotz Wartepflicht einfach frech in eine Engstelle einfährt getreu dem Motto: Der Radfahrer kann ja in den Rinnstein ausweichen. Und auch in Skigebieten findet man immer wieder jene Kamikazepiloten, welche mit viel zu hohem Tempo zwischen den Wartenden über eine Kuppe rüber brettern, als gäbe es hinter Kuppen keine uneinsehbaren Stellen, in denen man gestürzte Skifahrer oder querende Kinder erst erkennt, wenn es zu spät ist.

Mitunter sind dann leider Unbeteiligte die Leidtragenden. Aber in dem Fall von selbst verschuldeten Unfälle ohne Fremdbeteiligung stellt sich halt schon die Frage, in wie weit die Allgemeinheit verpflichtet ist, Einzelne mit hohem Aufwand vor den Folgen ihrer eigenen Dummheit zu schützen.
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von GIFWilli59 »

Latesn hat geschrieben: 04.01.2023 - 09:50 Richtig wäre es allerdings in solchen Fällen situativ die Absicherung zu erhöhen und kenntlicher zu machen, um eben statt einem Gefühl allgemeiner Sicherheit überall und auf jeder Piste mehr das Augenmerk auf Gefahrenpunkte zu legen.
Allerdings wäre das abrupte Ende des Hangs inkl. 90°-Kurve auf den Ziehweg eine Gefahrenstelle, die man nochmal mit einem Fangzaun absichern könnte/müsste.

Like war ein Vertipper...
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Statist »

flamesoldier hat geschrieben: 04.01.2023 - 06:35 Die Unfälle passierten allesamt auf der Piste 1a schwarze Pfanne, nicht auf der Route 1 Waldabfahrt.
Hier sieht man die Stelle auf Gmaps (gelb Richtung der Skifahrerin, rot B-Zaun)
Screenshot_20230104-063326_Maps.jpg
Der Hang ist weder vormittags (zur Zeit stark vereist) noch nachmittags (aufgeschoben, oft sulzig mit Schneehaufen) eine rote Piste. Dieses kurze Teilstück plus ein weiteres Teilstück im unteren Bereich sind dann "schwarz"! Eine Tote und zwei Schwerverletzte in kurzen Abständen sprechen eine eigene Sprache von den Umständen am 01.01. am Vormittag. Da der Hang nicht ordentlich mit stabilen Fangnetzen gesichert war (dann wäre die Niederländerin ziemlich sicher jetzt noch am Leben) hätte man die Talabfahrt nicht öffnen dürfen oder zumindest mit Warnhinweisen spätestens am Tuxer Jochhaus und an der Einfahrt zur Piste ausrüsten müssen.
Meine Gattin fährt mit mir seit vielen Jahren Ski und mit entsprechender Warnung würde ich niemals (!) mit ihr diese Talabfahrt fahren. Nicht auszudenken, dass die beiden Partner von unten mit ansehen mussten, wie die Eine verstirbt und die Andere zeitgleich schwerst verletzt wurde.
Aber Hauptsache, man hat eine geöffnete Talabfahrt. Wir haben in den letzten Jahren immer ab Sommerbergalm die Gondel genutzt, um zurück ins Tal zu kommen. Vorher war es "Vogelwild" auf den beiden Teilstücken.
Es sieht wirklich so aus, dass man die Skifahrer ohne Warnung hat ins Unglück fahren lassen. Tragisch und sehr sehr traurig :cry:

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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von flamesoldier »

Statist hat geschrieben: 04.01.2023 - 10:52
flamesoldier hat geschrieben: 04.01.2023 - 06:35 Die Unfälle passierten allesamt auf der Piste 1a schwarze Pfanne, nicht auf der Route 1 Waldabfahrt.
Hier sieht man die Stelle auf Gmaps (gelb Richtung der Skifahrerin, rot B-Zaun)
Screenshot_20230104-063326_Maps.jpg
Der Hang ist weder vormittags (zur Zeit stark vereist) noch nachmittags (aufgeschoben, oft sulzig mit Schneehaufen) eine rote Piste. Dieses kurze Teilstück plus ein weiteres Teilstück im unteren Bereich sind dann "schwarz"! Eine Tote und zwei Schwerverletzte in kurzen Abständen sprechen eine eigene Sprache von den Umständen am 01.01. am Vormittag. Da der Hang nicht ordentlich mit stabilen Fangnetzen gesichert war (dann wäre die Niederländerin ziemlich sicher jetzt noch am Leben) hätte man die Talabfahrt nicht öffnen dürfen oder zumindest mit Warnhinweisen spätestens am Tuxer Jochhaus und an der Einfahrt zur Piste ausrüsten müssen.
Meine Gattin fährt mit mir seit vielen Jahren Ski und mit entsprechender Warnung würde ich niemals (!) mit ihr diese Talabfahrt fahren. Nicht auszudenken, dass die beiden Partner von unten mit ansehen mussten, wie die Eine verstirbt und die Andere zeitgleich schwerst verletzt wurde.
Aber Hauptsache, man hat eine geöffnete Talabfahrt. Wir haben in den letzten Jahren immer ab Sommerbergalm die Gondel genutzt, um zurück ins Tal zu kommen. Vorher war es "Vogelwild" auf den beiden Teilstücken.
Es sieht wirklich so aus, dass man die Skifahrer ohne Warnung hat ins Unglück fahren lassen. Tragisch und sehr sehr traurig :cry:
Ich muss hier allerdings anmerken, dass die Farbe einer Piste zumindest formal nicht von ihrem Schneezustand abhängig ist. Die Steilheit der Hänge dort rechtfertigt keine schwarze Beschilderung, das sind ganz normale rote Gefälle. Die Schwierigkeit für den Skifahrer ergibt sich aus verschiedensten Parametern, wovon das Gefälle mit der eine Pistenfarbe bestimmt wird nur einer von vielen ist.
Weiter mit ein fließen noch Breite der Piste, Schneezustand (Blankeis, rutschiges weißes Eis, griffiges Eis, Crushedschnee, griffiger Schnee, Pulverschnee, Sulz), Kontur der Oberfläche (frisch präpariert, glatt gerutscht, buckelig, Absätze durch Präparation), Einsehbarkeit von Gefahrenstellen (steile oder buckelige Stellen hinter Geländekuppen, plötzliche Richtungswechsel usw.), Füllgrad der Piste und noch mehr. Ich finde z.B. eine völlig überfüllte mäßig breite blaue Piste mit Buckeln und Eis viel schwieriger zu fahren als eine breite schwarze Piste mit nur vereinzelten Skifahrern drauf.
45 Skitage in der Saison 17/18:
14x Saalbach, 9x Hintertuxer Gletscher, 5x Kitzsteinhorn, 3x Zillertalarena, 3x Warth/Schröcken, 3x Mellau-Damüls (davon 1x inkl. Faschina), 1x Kitzbühel, 1x Wildkogel Arena, 1x Silvretta Montafon, 1x Schmittenhöhe, 1x Diedamskopf, 1x Sonnenkopf, 1x Fellhorn-Kanzelwand, 1x Ski Arlberg

50 Skitage in der Saison 18/19:
11x Saalbach, 10x Hintertuxer Gletscher, 7x Serfaus-Fiss-Ladis, 5x Sörenberg, 3.5x Axamer Lizum, 2x Mellau/Damüls, 2x Savognin, 2x Ischgl-Samnaun, 2x Warth-Schröcken, 2x Obergurgl/Hochgurgl, 2x Diedamskopf, 1x Sölden, 0.5x Muttereralm

51 Skitage in der Saison 19/20:
14.5x Saalbach, 4x Kals/Matrei, 3x Hochgurgl, 3x Hochzeiger, 3x Kühtai, 2.5x Kappl, 2x Hintertux, 2x Sölden, 2x Glungezer, 2x Savognin, 2x Diedamskopf, 1x Galtür, 1x Ischgl, 1x Rifflsee, 1x Schlick2000, 1x Hochoetz, 1x Malbun, 1x Kitzsteinhorn/Maiskogel, 1x St. Jakob i.D., 1x Sillian Hochpustertal, 1x Wildkogel, 0.5x Schmittenhöhe, 0.5x See
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chatmonster
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von chatmonster »

Leider wirken solche Warnung kaum bis gar nicht.
In Saas Fee stehen die oft zurecht an einigen Stellen bzw. ganzen Gebietsteilen ("nur für geübte Skifahrer").
Es gab auch schon langversionen mit erklärendem Text, das war wohl vielen dann "tldr"...
Geübt bin ich doch, wenn ich schon 3x eine Woche im Skiurlaub war...
Schöne Grüße
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von skifam »

So ein Unglück ist schrecklich.

Unabhängig von diesem Todesfall in Hintertux:
Obwohl ich dann gesteinigt, werde würde ich doch eine 0 Promilleregel empfehlen.
Skifahrer nach Können auszusortieren ist je nach Piste, Füllgrad oder gar Zustand nicht realistisch. Obwohl ich es sehr gut fände.
Das Leben ist gefährlich und endet immer....
Es gibt keine 100% Sicherheit.
So gut wie keinem Skifahrer ist, dank der fast perfekten Bergbahnen, der im Vergleich zu früher fast perfekten Pistenpflege(bis auf Stubai..;-)), dem viel besseren Skimaterial, klar das er sich im gefährlichen Hochgebirge befindet und das auch aufgrund der genannten Pisten und Material- Vorteile die deutlich höheren Geschwindigkeiten ohne das das Können dazu passen würde, gefahren werden.
Das und nicht noch x Fangnetze, so sinnvoll sie dann hier erscheinen, ist die Ursache für so schreckliche Unfälle mit Todesfolge.

Wir denken alle an den vor allem auch geschwindigkeitsbedingten tödlichen Unfall des damaligen Ministerpräsidenten von Thüringen, Tod der Urlauberin , er schwerst verletzt. (+das Bundesland stürzt bis heute in ein politisches Chaos). Danach trugen innerhalb von 1Jahr auf einmal viel mehr skifahrer Skihelme....immerhin.

Ich wundere nmich immerwieder wie von schlechten Skifahrer auf Flachstücken unglaublich "geheizt wird", kaum wird es anspruchsvoller zeigt sich, dass sie quasi kaum fahren können.

Ob eine Gundskischulpflicht mit Theorie & Praxis da eine Lösung wäre?
Immerhin sind wir ja in einem Land wo man für alles und jedes eine "Zertifikanz" braucht...?
Ich denke nicht... was meint Ihr?
MagnumPISkifam:

"Ein Leben ohne Skifoan ist zwar möglich, aber sinnlos."
2023/24 Hintertux,Feldberg,LaBresse,Selva
2022/23 Hintertux, Klinovec, Arlberg mit Lech, Zürs, Warth, Stuben, St.Christop, St Anton, Bublava/Bleiberg,, Klinovec, Espace Killy,Hintertux
2021/22 Hintertux, Feldberg, St.Moritz-Corviglia, Klinovec, SerfausFissLadis
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2019/20 mir war 7 bis 15Tage danach ziemlich coronerich...: :naja: WolkensteinSelva,Val diFassa, Arabba, Corvara, St.Christina, FlimsLaaxFalera, Klinovec, Stubaital
2018/19 Sierra Nevada, KlinovecNeklid,Othal, KlinovecNeklid, Feldberg, EngelbergTitlis, HaslibergMeieringen, GrindelwaldWengen, Klinovec, Stubaital
2017/18 Stubaital, Klinovec,Klinovec,Klinovec (skiline 15957hm pro Tag alltimerecord)
2016/17 Stubaital, Klinovec, Zermatt, Klinovec, Othal, Klinovec, Sierra Nevada,
2015/2016 Zermatt, Kandel(ohneSchwarzmoos)

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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Latesn »

GIFWilli59 hat geschrieben: 04.01.2023 - 10:14
Latesn hat geschrieben: 04.01.2023 - 09:50 Richtig wäre es allerdings in solchen Fällen situativ die Absicherung zu erhöhen und kenntlicher zu machen, um eben statt einem Gefühl allgemeiner Sicherheit überall und auf jeder Piste mehr das Augenmerk auf Gefahrenpunkte zu legen.
Allerdings wäre das abrupte Ende des Hangs inkl. 90°-Kurve auf den Ziehweg eine Gefahrenstelle, die man nochmal mit einem Fangzaun absichern könnte/müsste.

Like war ein Vertipper...
Genau darauf wollte ich hier auch hinaus - Diese Stelle kann man durchaus ordentlich absichern, gerne auch mit einer zweiten Netzreihe oder B-Netzen und dazu schon weiter oben einem Hinweis. Dafür lieber an unkritischeren Stellen die Warnungen entfernen
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von gamblealpin »

Wenn ich mich richtig erinnere ist auf Grund sehr ähnlicher Umstände die Talabfahrt am Ahorn in Mayrhofen (kurze Steilstpücke, teilw. schwierige Verhältnisse und tragische Todesfälle) die Pistenmarkierung von rot auf schwarz geändert worden.

https://www.tt.com/artikel/8117432/schw ... oter-piste

Meine persönlichen Eindrücke der Talabfahrt in Hintertux sind allerdings neben typischen Talabfahrts Punkten (abgerutscht, Buckelbildung, unterschiedliche Verhältnisse durch große Höhenunterschiede) eher mit einer nicht all zu anspruchsvollen Abfahrt verbunden. Hier scheinen eher die besonderen Verhältnisse durch die aktuelle Witterung ihren tragischen Einfluss genommen zu haben. Die Uhrzeit spricht auch dafür, dass die Gruppe die Talabfahrt ggf. erst zum 1. Mal an diesem Tag befahren hat.

Aber es bleibt Spekulation.

Eine Absicherung von Gefahrenstellen würde ich mich vor dem Eintreten entsprechender Ereignisse wünschen, spätestens danach sind sie aber längst überfällig.
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Wooly
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Wooly »

skifam hat geschrieben: 04.01.2023 - 12:04 Ob eine Gundskischulpflicht mit Theorie & Praxis da eine Lösung wäre?
Immerhin sind wir ja in einem Land wo man für alles und jedes eine "Zertifikanz" braucht...?
Ich denke nicht... was meint Ihr?
Ich glaube nicht, das das viele bringen würde, von der Durchführung mal ganz abgesehen. Weil (meine Beobachtung) es oft viel mehr auf den Fahrstil als auf das tatsächliche Können ankommt ... ein relativer Anfänger, der vorsichtig eine steile/eisigere Stelle in kurzen Bögen langsam herunterkommt ist weder für sich noch für andere eine große Gefahr ... ein fortgeschrittener testosterongeschwängerter 16 jähriger der mit Fullspeed eine rote Piste runterballert dagegen eine Gefahr für alle, incl. sich selbst.

Ich denke, was man machen kann ist Pisten früher sperren z.B. wenn sie vereist sind, und noch massiver auf Gefahrenstellen hinweisen. Ich fand das letztes Jahr in Flaine ganz gut gemacht, da wurde wirklich mehrfach auf steile Pisten etc. hingewiesen, auch 2-3 mal hintereinander. Wer dann noch fährt, ist dann wirklich selber für sich verantwortlich. Ich bin in vielen Skigebieten z.B. oft mit meinen Kids (Skiferien BW also entsprechend viel los) abends die Talabfahrt nicht mehr gefahren, wenn sich alle Anderen warum auch immer samt kleinem Nachwuchs und Anfängern zu tausenden irgendwelche total vereisten Ziehwege heruntergehauen haben, incl. blauer Flecken & Verletzungen. Fun Faktor gleich null, aber irgend jemand hat gesagt das muss man mal gemacht haben ....
IMG_9268.jpg
flamesoldier
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von flamesoldier »

In Hintertux wird nun wegen der Unfallserie ermittelt:

https://www.tt.com/artikel/30842156/sta ... -gletscher
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von freerider13 »

flamesoldier hat geschrieben: 04.01.2023 - 14:21 In Hintertux wird nun wegen der Unfallserie ermittelt:

https://www.tt.com/artikel/30842156/sta ... -gletscher
Da lag die ich ja dann leider genau richtig mit meinem Glaskugellesen zum Unfallhergang.

Dann muss man leider sagen: der Todesfall hätte sich mit einer besseren Absicherung am Ende des hanges zu 99% verhindern lassen können…
Und da mehrere an der Stelle gestürzt sind lässt sich ja nicht vom tragischen Fahrfehler eines einzelnen sprechen. Das war dann schon der Hang selbst und so was ist eigentlich auch im Vorfeld erkennbar.

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skifam
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von skifam »

flamesoldier hat geschrieben: 04.01.2023 - 14:21 In Hintertux wird nun wegen der Unfallserie ermittelt:

https://www.tt.com/artikel/30842156/sta ... -gletscher
Na dann lasst mal ermitteln.
Erst wenn nach einer Anklage , einem Prozess und von einem rechtskräftigen Urteil gesprochen werden kann... macht es Sinn weiter zu debattieren.
Bis dahin werden erst zusätzliche Fangzaunorders und Pistensperrungen erfolgen...
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Tobi-DE »

Dies führte zu einer Diskussion über Ursachen und Konsequenzen. Unter anderem wurde von Experten die mangelnde Fitness und Vorsicht vieler Wintersportler ins Treffen geführt. Auch der Ruf nach Pistensperren wurde da oder dort laut.
Ob die hier mitlesen?

Was soll passieren? Wenn bei 155 Todesopfern "Gott das Licht ausmacht"?

Wenn ein Pistenchef beim Tod einer 6-jährigen "verurteilt" wird zu 2.800 EUR Strafe?

Da passiert nix, das funktioniert nach dem Motto: Bitte Geld in den Skigebieten lassen, Klappe halten und wieder nach Hause fahren.
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Jan Tenner »

skifam hat geschrieben: 04.01.2023 - 12:04 würde ich doch eine 0 Promilleregel empfehlen.
Warum nicht gleich ein Tempolimit für Skifahrer?
Max. erlaubte 40 oder 50km/h würden die Skiunfallfolgen ziemlich unzweifelhaft in Quantität sowie Qualität deutlich verringern.
Wäre mit modernen Systemen sogar relativ leicht zu überwachen. Bei Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit wird als Verwarnung der Skipass für 2h gesperrt, im Wiederholungsfall dann endgültig gesperrt.
Oder ist das dann doch nicht mehr so knorke, wenn man selbst eingeschränkt wird?
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Wooly »

Jan Tenner hat geschrieben: 04.01.2023 - 18:26 Warum nicht gleich ein Tempolimit für Skifahrer?
Wäre mit modernen Systemen sogar relativ leicht zu überwachen.
Wie stellst du dir das genau vor? Skidata Karten etc. haben ja so viel ich weiß kein GPS ... und externe Systeme wie ein Blitzer scheitern wohl dran das Skifahrer keine Nummernschilder haben.
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Theo »

Ihr könnte ja gerne mal den Kollegen trincerone anschreiben und fragen wie schnell er damals am Mont Fort war als er umgefallen ist. Soweit ich weis war er quasi still als es passierte und trotzdem rutschte er dann mehr als 200 Höhenmeter auf dem Bauch bevor es in dann per dreifach Salto richtig zerlegte.
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von skifam »

Jan Tenner hat geschrieben: 04.01.2023 - 18:26
skifam hat geschrieben: 04.01.2023 - 12:04 würde ich doch eine 0 Promilleregel empfehlen.
Warum nicht gleich ein Tempolimit für Skifahrer?
Max. erlaubte 40 oder 50km/h würden die Skiunfallfolgen ziemlich unzweifelhaft in Quantität sowie Qualität deutlich verringern.
Wäre mit modernen Systemen sogar relativ leicht zu überwachen. Bei Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit wird als Verwarnung der Skipass für 2h gesperrt, im Wiederholungsfall dann endgültig gesperrt.
Oder ist das dann doch nicht mehr so knorke, wenn man selbst eingeschränkt wird?
Jetzt wird es lustig hier.
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von Latesn »

Tobi-DE hat geschrieben: 04.01.2023 - 18:08
Dies führte zu einer Diskussion über Ursachen und Konsequenzen. Unter anderem wurde von Experten die mangelnde Fitness und Vorsicht vieler Wintersportler ins Treffen geführt. Auch der Ruf nach Pistensperren wurde da oder dort laut.
Ob die hier mitlesen?

Was soll passieren? Wenn bei 155 Todesopfern "Gott das Licht ausmacht"?

Wenn ein Pistenchef beim Tod einer 6-jährigen "verurteilt" wird zu 2.800 EUR Strafe?

Da passiert nix, das funktioniert nach dem Motto: Bitte Geld in den Skigebieten lassen, Klappe halten und wieder nach Hause fahren.
Auch wenn es etwas OT wird muss ich hier doch mal einhaken. Richtig beide Urteile waren Justizskandale. Der Punkt ist nur der, dass in Kaprun keiner verurteilt wurde der schuld war. (dürfte allen bekannt sein der Fall daher keine weiteren Ausführungen)

Im anderen Fall wurde einer verurteilt der unschuldig war. Die Kanone die letztendlich zum tragischen Tod des Mädchens führte war absolut ordnungsgemäß (i.S. der Rechtsprechung und der Pistensicherungsleitlinien) abgesichert und es gibt sogar ein Urteil des OGH zu einem quasi identischen Fall bei dem dieser genau anders geurteilt hatte. (Damals ging es um einen ebenso in der Mitte der Piste stehenden - NICHT abgesicherten" Markierungsstecken bei dem es zu schweren Verletzungen kam.)

Wenn man sich nun die Unfallstelle ansieht war die Piste an dieser Stelle etwa 125m breit. Die Kanone stand ziemlich mittig in der Piste. Da frage ich mich bis heute ohne eine Schuld zuweisen zu wollen, ob der Unfall hätte in einer Gruppe mit 5 Kindern und 3 Skilehrern passieren musste. Hierzu fehlt mir etwas zum Unfallhergang, aber es wäre wirklich interessant zu wissen, ob die Gruppe so wie ich es dann mit Kindern machen würde eher am Rand fuhr, das Kind stürzte und dann in eine sehr unglückliche Richtung rutschte, oder ob die Gruppe eher in der Mitte der Piste und damit auf die Kanone zufuhr.

Nichtsdestotrotz bleibt mir bei diesem Urteil ein sehr fader Beigeschmack hängen bei dem man ein Bauernopfer gesucht hat. Leider ist der entsprechende Entscheidungstext im RIS nicht abrufbar.
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Re: Bergretter fassungslos - „Es ist einfach höllisch, wie viele Skifahren“

Beitrag von freerider13 »

Die Sache mit der schneekanone damals hin oder her, hier liegt der Fall ja doch etwas anders:
Die Tote und auch die Verletzten sind scheinbar oben gestürzt und danach mit hoher Geschwindigkeit über weite Teile des Hangs abgerutscht. (Sonst hätte sie es nicht so weit rauskatapultiert unten…)
Wie viele es an dem Tag dort noch geschmissen hat, die sich aber fangen konnten wissen wir ja gar nicht…

Wenn ich aber - den derzeitigen Bedingungen geschuldet - einen solchen Hang habe, bei dem man nur durchs abrutschen nach Sturz so über den pistenrand schiessen kann, dann muss ich da halt irgendwas geeigneteres aufstellen, damit das verhindert wird. Ob die Piste jetzt rot oder schwarz ist ist da für mich genauso egal wie Warnschilder.
Ein sturz kann auch dem besten Fahrer passieren. Entscheidend ist hier das lange abrutschen.

Der Hang scheint ja bei normalen Bedingungen nicht dieses gefahrenpotential zu haben, sonst wär da ja vorher schon was passiert. Aber als Betreiber hab ich doch meine Hänge selber präpariert und weiß, dass die Situation im Moment anders ist…

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