17-Jähriger stürzt bei Arbeiten an Luftseilbahn 40 Meter in die Tiefe – tot

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Weisshorn
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Re: 17-Jähriger stürzt bei Arbeiten an Luftseilbahn 40 Meter in die Tiefe – tot

Beitrag von Weisshorn »

švi-nigel hat geschrieben: 21.12.2022 - 19:02 So is es. Das wird drum auch mit grosser Wahrscheinlichkeit noch zu Strafverfahren gegen die Verantwortlichen, sprich den Chief Ausbildungsplanung bei der WAG sowie den instruierenden Mitarbeiter auf dem Unglücksmast, wegen fahrlässiger Tötung führn.
Das Strafverfahren läuft bereits.
https://www.blick.ch/schweiz/bern/behoe ... 66313.html

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Theo
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Re: 17-Jähriger stürzt bei Arbeiten an Luftseilbahn 40 Meter in die Tiefe – tot

Beitrag von Theo »

Leider habe ich bevor ich meinen Beitrag abschickte nicht kontrollier ob in der Zwischenzeit ein gwisses Mitglied hier auch seinen Senf dazu gegeben hat, hätte ich es kontrolliert hätte ich meinen Beitrag vermutlich sein lassen.
Dass ein quasi selber schuld sein die allerletze Lösung ist wo man letztendlich den hinterbliebenen Angehörigen mittteilen möchte wissen wir glaube ich alle hier klar, trotzdem gehört auch dass Szenario in einen Untersuchung rein.

Dass ein gewisser Schreiber meine Aussage "mies" findet weil bei dieser Variante das Opfer eine Teilschuld haben könnte damit kann ich leben, schliesslich ist das ja für seine Verhältnisse noch eine vornehme Ausdrucksweise.
Warum er mich als "mies" abstempelt ist mir allerdings ein Rätsel, vor allem deshalb weil er ja selber den Vorwurf in den Raum stellt dass das Todesopfer selber schuld sei weil es sich absichtlich "Ehrending" nicht gesichert habe.
br403 hat geschrieben: 21.12.2022 - 15:54
Ob der Lehrling ausreichend gesichert war oder nicht, könne auch Wolf derzeit nicht sagen. «Wie der Unfall genau passiert ist, wissen wir nicht.»
Kann es sein, dass die Sicherung gerissen ist, vielleicht durch die Wucht des Aufpralls der Bahn? Kenn mich da nicht aus, ob das realistisch ist. Ohne Sicherung wird er ja kaum dort gearbeitet haben oder?
Also wenn es nicht nur einen Schlag gibt sondern wirklich ein Teil vom Laufwerk ( am ehesten einen herausstehende Ladeschiene ) irgendwo in der Sicherheitsausrüstung einhängt wird da zwangsweise irgend etwas nachgeben. Wie und was es da dann zerreist müsste man mit einer Testreihe rausfinden.
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Re: 17-Jähriger stürzt bei Arbeiten an Luftseilbahn 40 Meter in die Tiefe – tot

Beitrag von albe-fr »

Weisshorn hat geschrieben: 21.12.2022 - 20:44 Das Strafverfahren läuft bereits.
Also, in einem Rechtsstaat wuerde ich das als Routine bewerten, die bei jedem Todesfall bei dem kein Fremdverschulden auszuschliessen ist greift.
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Re: 17-Jähriger stürzt bei Arbeiten an Luftseilbahn 40 Meter in die Tiefe – tot

Beitrag von Chrigi »

@Lagorce

Vielen Dank für diese Korrektur mit den SIL. Das wusste ich tatsächlich nicht. Ist ja wirklich gaga...

@Theo

Das mit den Kopfhörern kann ich mir leider leicht voirstellen...
Ich bin da gleicher Meinung, dass man das mal prüfen muss. Ich finde das keine miese Unterstellung. Eine Prüfung ist nie eine Unterstellung.

Neben akustisch bin ich der Meinung braucht es aber auch etwas optisches.

Gruss Chrigi
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švi-nigel
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Re: 17-Jähriger stürzt bei Arbeiten an Luftseilbahn 40 Meter in die Tiefe – tot

Beitrag von Å¡vi-nigel »

Weisshorn hat geschrieben: 21.12.2022 - 20:44 Das Strafverfahren läuft bereits.
https://www.blick.ch/schweiz/bern/behoe ... 66313.html
Fahrlässige Tötung wird in der Schweiz mit Geldstrafe oder mit bis zu drei Jahren Knast bestraft. Man kann nur hoffen, das in diesem schreckl Fall ggf die volle Härte des Gesetzes Anwendung findet.
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Re: 17-Jähriger stürzt bei Arbeiten an Luftseilbahn 40 Meter in die Tiefe – tot

Beitrag von Naturbahnrodler »

albe-fr hat geschrieben: 21.12.2022 - 19:18
Theo hat geschrieben: 21.12.2022 - 19:14 Ich will garantiert niemandem den Spass verderben und stetig dreinreden was er zu tun oder zu lassen habe oder gleich alles verbieten, aber das Thema Lautsprecher/Kopfhörer denke ich sollte man in diesem Zusammenhang schon auch mal gründlich untersuchen.
ich finde es ziemlich mies von Dir hier aus dem Nichts eine Schuldzuweisung an den Betroffenen (Toten!) zu machen - zumal mit der Argumentation ich bin älter, weiss alles besser und die Jugend ist eh schlecht...
Er hat gar keine Schuldzuweisung gemacht, sondern nur eine Untersuchung gefordert. An dieser Stelle würde ich sogar sagen, dass es die Aufgabe des Lehrbetriebs ist, zu schauen, dass Lehrlinge sich korrekt am Arbeitsplatz verhalten.
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ATV
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Re: 17-Jähriger stürzt bei Arbeiten an Luftseilbahn 40 Meter in die Tiefe – tot

Beitrag von ATV »

Oscar hat geschrieben: 21.12.2022 - 08:19 Warum darf ein 17 Jähriger Höhenarbeiten ausführen? ist das in der Schweiz anders geregelt?
SUVA (auch Schweizerische Unfallversicherungsanstalt) sagt dazu:
Kurz und bündig
Arbeiten in der Höhe erfordern einen angepassten Schutz gegen Abstürze. Dabei hat ein Kollektivschutz in Form von Geländern, Auffangnetzen oder Fassadengerüsten absoluten Vorrang.

Beachten Sie beim Einsatz einer Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) Folgendes:

Setzen Sie die PSAgA nur dann ein, wenn ein Kollektivschutz technisch nicht möglich ist.
Der Einsatz der PSA gegen Absturz (Arbeiten im Anseilschutz) gilt als Arbeit mit besonderen Gefahren. Sorgen Sie deshalb für eine entsprechende Ausbildung.
Jugendliche dürfen keine Arbeiten ausführen, bei denen eine Absturzsicherung nötig ist. Ausgenommen sind Jugendliche in Berufsausbildung mit definierter Ausnahme in der betreffenden Bildungsverordnung.
Ich gehe davon aus, dass das Berufsbild des Seilbahnmechatronikers arbeiten in der Höhe explizit voraussetz. Ob es jetzt unbedingt nötig ist, zwei Lehrlinge ohne Aufsicht Höhenarbeiten ausführen zulassen habe ich jetzt auf die Schnelle nicht rausfinden können.
Kakadu hat geschrieben: 21.12.2022 - 12:54 Als akustisches Warnsystem hatte ich an etwas sehr einfaches gedacht (etwa der Art, wie es Schlüsselanhänger gibt, mit denen man feststellen kann, ob in der Umgebung ein WLAN aktiv ist): Man nehme einen kleinen Sender und einen kleinen Empfänger und versehe sie mit einem Magnetfuß. Am Empfänger wird ein Detektor und ein Lautsprecher angehängt. Der Sender wird an der Kabine (resp. am Laufwerk) montiert und der Empfänger auf der Arbeitsplattform. Sobald sich der Sender in Detektionsreichweite des Empfängers befindet, beginnt letzterer an zu piepsen o.ä. ...
Und was ist, wenn die Batterie leer ist oder der Sender nicht eingeschaltet oder defekt? Für den Einsatz von Funksystemen muss zwingend ein Funksystem eingesetzt werden, das Eigensicher ist. Mal abgesehen der diversen Bastelkleinpendelbahnen mit Garagentorfunkfernsteuerung wird üblicherweise bei Seilbahnen folgendes System eingesetzt:
https://schweizer-electronic.com/de/ins ... unksysteme
Das System kontrolliert sich selber indem es selbständig prüft ob der Gegenpart korrekt antwortet auch well keine Befehle gesendet werden.

Ich persönlich mag tragbare Funklösungen nicht so. Immer das Gleiche Thema. Anfangs Super, danach mühsam. Batterien leer, nicht geladen, vergessen worden usw.

Wie oben geschrieben, wäre folgendes relativ einfach und günstig machbar:
Einen Schlüsselschalter auf der Steuerung um die jeweilige Stütze in den Wartungsmodus zu setzen. Der Schlüssel kann nur abgezogen werden, wenn der Schalter sich in der "EIN" Stellung befindet.
Über den Kontakt welcher der Schalter setzt, weis die Steuerung, auf welcher Stütze (Nicht alle nur diejenige auf welcher gearbeitet wird) die Reduktion von 10m/s nicht nur auf 7m/s gemacht werden soll sondern auf 1m/s.
Mit dem Schlüssel aus dem Schlüsselschalter lässt sich nun das Schloss an der Aufstiegsleiter der Stütze öffnen und den Aufsteigeschutz entfernen.
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Re: 17-Jähriger stürzt bei Arbeiten an Luftseilbahn 40 Meter in die Tiefe – tot

Beitrag von burgi83 »

Theo hat geschrieben: 21.12.2022 - 21:43 Leider habe ich bevor ich meinen Beitrag abschickte nicht kontrollier ob in der Zwischenzeit ein gwisses Mitglied hier auch seinen Senf dazu gegeben hat, hätte ich es kontrolliert hätte ich meinen Beitrag vermutlich sein lassen.
Da dürftest du leider nur noch in den Berichttopics und den Infrastrukturellen Neuigkeiten dich äußern. Finde deine Äußerung, zumindest nicht ganz von der Hand zu weisen.
Chrigi hat geschrieben: 21.12.2022 - 23:31 @Theo

Das mit den Kopfhörern kann ich mir leider leicht voirstellen...
Ich bin da gleicher Meinung, dass man das mal prüfen muss. Ich finde das keine miese Unterstellung. Eine Prüfung ist nie eine Unterstellung.
Also eine Untersuchung ist das Wert und das hat nichts damit zu tun, dass die Jugend gut oder schlecht ist. Es gibt genügend Leute auch nicht-Jugendliche die ihre Kopfhörer anhaben. Erlebe ich immer öfter z.B. beim Radfahren wo diejenigen dann beim Vorbeifahren erschrecken weil Sie Ihre Kopfhörer aufhaben.
ATV hat geschrieben: 22.12.2022 - 08:45 Wie oben geschrieben, wäre folgendes relativ einfach und günstig machbar:
Einen Schlüsselschalter auf der Steuerung um die jeweilige Stütze in den Wartungsmodus zu setzen. Der Schlüssel kann nur abgezogen werden, wenn der Schalter sich in der "EIN" Stellung befindet.
Über den Kontakt welcher der Schalter setzt, weis die Steuerung, auf welcher Stütze (Nicht alle nur diejenige auf welcher gearbeitet wird) die Reduktion von 10m/s nicht nur auf 7m/s gemacht werden soll sondern auf 1m/s.
Mit dem Schlüssel aus dem Schlüsselschalter lässt sich nun das Schloss an der Aufstiegsleiter der Stütze öffnen und den Aufsteigeschutz entfernen.
Klingt durchaus vernünftig / interessant. Dann müsste, aber vor jeder Stütze wieder zurück zum Kommandostand gefahren werden.
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Re: 17-Jähriger stürzt bei Arbeiten an Luftseilbahn 40 Meter in die Tiefe – tot

Beitrag von ski-chrigel »

švi-nigel hat geschrieben: 22.12.2022 - 06:56
Weisshorn hat geschrieben: 21.12.2022 - 20:44 Das Strafverfahren läuft bereits.
https://www.blick.ch/schweiz/bern/behoe ... 66313.html
Fahrlässige Tötung wird in der Schweiz mit Geldstrafe oder mit bis zu drei Jahren Knast bestraft. Man kann nur hoffen, das in diesem schreckl Fall ggf die volle Härte des Gesetzes Anwendung findet.
Ich wollte grad schreiben, dass Deine Aussage üble Vorverurteilung sei, aber Du hast ja, wie üblich fürchterlich abgekürzt, zum Glück noch „ggf“ geschrieben… Es wird sich während der Untersuchung zeigen, ob überhaupt eine strafbare Handlung vorliegt.

Wie schon gesagt wurde, bei jedem Fall, bei dem eine Tötung oder schwere Körperverletzung durch Drittpersonen nicht ausgeschlossen ist, wird von Gesetzes wegen ein Verfahren eingeleitet. Das ist völlig normal. War auch so bei meinem Flugzeugabsturz, bei dem zuerst geklärt werden musste, ob ich durch ein Fehlverhalten den Absturz herbeiführte und so meinen Lebenspartner (und mich auch) schwer verletzte. Als dann ziemlich rasch klar wurde, dass ein technisches Versagen Ursache war, wurde dieses natürlich sofort wieder eingestellt.

Warten wir also mal ab, wo, welcher Fehler passierte.
Meine Berichte findet man seit 23.11.23 in einem anderen Forum

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Re: 17-Jähriger stürzt bei Arbeiten an Luftseilbahn 40 Meter in die Tiefe – tot

Beitrag von Kakadu »

ATV hat geschrieben: 22.12.2022 - 08:45
Kakadu hat geschrieben: 21.12.2022 - 12:54 Als akustisches Warnsystem hatte ich an etwas sehr einfaches gedacht (etwa der Art, wie es Schlüsselanhänger gibt, mit denen man feststellen kann, ob in der Umgebung ein WLAN aktiv ist): Man nehme einen kleinen Sender und einen kleinen Empfänger und versehe sie mit einem Magnetfuß. Am Empfänger wird ein Detektor und ein Lautsprecher angehängt. Der Sender wird an der Kabine (resp. am Laufwerk) montiert und der Empfänger auf der Arbeitsplattform. Sobald sich der Sender in Detektionsreichweite des Empfängers befindet, beginnt letzterer an zu piepsen o.ä. ...
Und was ist, wenn die Batterie leer ist oder der Sender nicht eingeschaltet oder defekt?
Vor Einsatz natürlich auf Funktion prüfen – und zudem soll das eine zusätzliche Sicherheit zur ohnehin geforderten Aufmerksamkeit sein.

Ein Hintergedanke war auch, daß sowas auch mit einfacheren Mitteln möglich sein muß, ohne gleich finanziell die ganz große Kelle hervorholen zu müssen, die dann alles wieder an der Quelle abwürgt ...
Für den Einsatz von Funksystemen muss zwingend ein Funksystem eingesetzt werden, das Eigensicher ist. Mal abgesehen der diversen Bastelkleinpendelbahnen mit Garagentorfunkfernsteuerung wird üblicherweise bei Seilbahnen folgendes System eingesetzt:
https://schweizer-electronic.com/de/ins ... unksysteme
Das System kontrolliert sich selber indem es selbständig prüft ob der Gegenpart korrekt antwortet auch weil keine Befehle gesendet werden.
Wenn, dann wäre sowas sicher wünschenswert – aber eben: da ist immer die Frage des Aufwands – und im Gegenzug jene der Arbeitsdisziplin, die gegeneinander antreten ...

NB: ist die Seite derzeit im Wartungsmodus, oder ist die Info dort äußerst spärlich?
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Einen Signalgeber 50m vor und nach der Kabine in die Seilseele zu integrieren (mit entsprechendem Detektor an der Stütze, der dann einen Warnton aktiviert) wäre natürlich eleganter, aber entsprechend aufwendiger ...
Wie oben geschrieben, wäre folgendes relativ einfach und günstig machbar:
Einen Schlüsselschalter auf der Steuerung um die jeweilige Stütze in den Wartungsmodus zu setzen. Der Schlüssel kann nur abgezogen werden, wenn der Schalter sich in der "EIN" Stellung befindet.
Über den Kontakt welcher der Schalter setzt, weis die Steuerung, auf welcher Stütze (Nicht alle nur diejenige auf welcher gearbeitet wird) die Reduktion von 10m/s nicht nur auf 7m/s gemacht werden soll sondern auf 1m/s.
Mit dem Schlüssel aus dem Schlüsselschalter lässt sich nun das Schloss an der Aufstiegsleiter der Stütze öffnen und den Aufsteigeschutz entfernen.
Die Möglichkeiten für ein Warnsystem sind groß – und sollen möglichst einfach, aber dennoch hinreichend zuverlässig sein. Zudem darf so ein Warnsystem nicht die Aufmerksamkeitsdisziplin unterwandern. Insofern ist vieles möglich – aber es müßte auch umsetzbar sein, sonst würde doch nichts daraus.

Ob dann Anwendungspflicht gelten müßte, oder ob es "nur" eine (fakultative) Erleichterung sei, steht nochmal auf einem anderen Blatt.
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Re: 17-Jähriger stürzt bei Arbeiten an Luftseilbahn 40 Meter in die Tiefe – tot

Beitrag von Å¡vi-nigel »

ski-chrigel hat geschrieben: 22.12.2022 - 11:25 Ich wollte grad schreiben, dass Deine Aussage üble Vorverurteilung sei, aber Du hast ja, wie üblich fürchterlich abgekürzt, zum Glück noch „ggf“ geschrieben… Es wird sich während der Untersuchung zeigen, ob überhaupt eine strafbare Handlung vorliegt.
Keine Vorverurteilung, warum auch. Es gilt die Unschuldsvermutung. Aber die techn Leitung muss sich whl auch hier wieder ein paar kritische Fragen gefallen lassen. Ich hab da leider ein ganz schlechtes Bauchgefühl.
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Re: 17-Jähriger stürzt bei Arbeiten an Luftseilbahn 40 Meter in die Tiefe – tot

Beitrag von ATV »

Vorbericht der SUST veröffentlicht:
https://www.sust.admin.ch/inhalte/BS/20 ... x_VB_D.pdf
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Re: 17-Jähriger stürzt bei Arbeiten an Luftseilbahn 40 Meter in die Tiefe – tot

Beitrag von Mr400Liter »

Wäre das einfachste System nicht einfach, ein Signalgerät auf den Stützen anzubringen, das bei Annäherung einer Kabine einen Warnton abspielt? Die Anlage weiß ja über das Kopierwerk, wo sich die FBM befinden. Dann müsste man einfach die betreffende Stütze in den Wartungsmodus schalten, sodass der Ton auf der Stütze abgespielt wird.

Je nachdem, was technisch möglich ist, könnte man das System dann ja noch mit einer Geschwindigkeitsreduktion oder einem Totmannschalter, der bei Ertönen des Warntons binnen einer vorgegebenen Zeitspanne gedrückt und gedrückt gehalten werden muss (außer Reichweite des Laufwerks) kombinieren. Das Nicht-Drücken würde dann einen Nothalt der Anlage verursachen.

Natürlich kann das System umgangen werden, aber es wäre ein Anfang...
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Re: 17-Jähriger stürzt bei Arbeiten an Luftseilbahn 40 Meter in die Tiefe – tot

Beitrag von ATV »

Mr400Liter hat geschrieben: 09.01.2023 - 11:07 Wäre das einfachste System nicht einfach, ein Signalgerät auf den Stützen anzubringen, das bei Annäherung einer Kabine einen Warnton abspielt? Die Anlage weiß ja über das Kopierwerk, wo sich die FBM befinden. Dann müsste man einfach die betreffende Stütze in den Wartungsmodus schalten, sodass der Ton auf der Stütze abgespielt wird.

Je nachdem, was technisch möglich ist, könnte man das System dann ja noch mit einer Geschwindigkeitsreduktion oder einem Totmannschalter, der bei Ertönen des Warntons binnen einer vorgegebenen Zeitspanne gedrückt und gedrückt gehalten werden muss (außer Reichweite des Laufwerks) kombinieren. Das Nicht-Drücken würde dann einen Nothalt der Anlage verursachen.

Natürlich kann das System umgangen werden, aber es wäre ein Anfang...
Wir sind davon ausgegangen, dass die Stütze wie üblich über keinerlei Verbindung mit den Stationen verfügt.
Normalerweise ist nichtmal das Telefonseil auf der Stütze abgeschlauft. Im besten Fall wird die Tragseilüberwachung auf Erdschluss an das Tefeonseil angeschlossen und am Ende hats noch einen Testschalter der die Tragseilüberwachung auf Erde schliesst und man provisorisch als Nothalt missbrauchen kann obwohl es keiner ist.
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Re: 17-Jähriger stürzt bei Arbeiten an Luftseilbahn 40 Meter in die Tiefe – tot

Beitrag von ATV »

Nun ist der SUST Bericht dazu Online.

Wie bein Fall mit dem überladenen Fahrzeug mit Grundkontakt, kommt die Weisse Arena nicht all zu gut weg.

https://www.20min.ch/story/laax-gr-toed ... -103348669

https://www.sust.admin.ch/inhalte/BS/20 ... x_SB_D.pdf

Zusammengefasst:
Die Untersuchung zeigte mehrere Versäumnisse der Weissen Arena Bergbahnen AG (BFL). So wurde der Lernende bei einer gefährlichen Tätigkeit auf einer Seilbahnstütze nicht durch eine Fachkraft überwacht, obwohl dies laut Ausbildungsplan zwingend vorgesehen gewesen wäre. Stattdessen war er gemeinsam mit einem anderen Lernenden im Einsatz, der keine fachliche Qualifikation zur Überwachung hatte. Zudem fehlte bei der BFL eine zuverlässige Warnroutine vor der Durchfahrt der Seilbahnkabinen – die einzige Ankündigung erfolgte mehrere Minuten vor dem Unfall, ohne dass sichergestellt war, dass alle betroffenen Personen sie wahrnahmen. Darüber hinaus konnten weder vollständige Lerndokumentationen noch schriftliche Bildungsberichte oder Nachweise über die Schulung der erforderlichen Präventionsthemen vorgelegt werden. Auch arbeitsrechtlich wurden Vorgaben verletzt: Im Monat vor dem Unfall überschritt der Lernende mehrfach die zulässige Höchstarbeitszeit und erhielt nicht die vorgeschriebene Ruhezeit. Diese organisatorischen und prozessualen Mängel trugen wesentlich zur Gefährdung und zum tödlichen Unfall bei.
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Re: 17-Jähriger stürzt bei Arbeiten an Luftseilbahn 40 Meter in die Tiefe – tot

Beitrag von MarcB96 »

Seilbahnerin hat geschrieben: 20.12.2022 - 20:22 Ja das ist schon eine gute Idee,aber bei Fahrgast Betrieb nicht geeignet,da es noch zu mehr Verzögerungen kommt!
Bei uns reklamieren manche schon wenn wir von Stütze zu Stütze fahren.
Bei uns ist einer am schmieren und der andere schaut immer wo sich die Kabinen befinden.
Um denn Kollegen frühzeitig zu warnen!
Dann sollen sich Fahrgäste halt beschweren...mehr als sich beschweren können sie ja nicht.
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Re: 17-Jähriger stürzt bei Arbeiten an Luftseilbahn 40 Meter in die Tiefe – tot

Beitrag von snowflat »

Die Bündner Bergbahnen Flims-Laax-Falera haben mit einer Reihe von Massnahmen auf den tödlichen Unfall eines Lernenden beim Seilbahnunterhalt im Winter 2022 reagiert. Entwickelt wurde etwa ein Alarmsystem für Arbeiten auf den Seilbahnstützen.
Quelle: Bergbahnen Laax installieren Alarmsystem nach tödlichem Unfall
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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