Interview mit dem Betreiber der beiden Skilifte in Langenbruck. Das Mini-Skigebiet im Oberbaselbiet liegt auf einer Meereshöhe zwischen 750 und 950 Metern Höhe. Hatte diese Saison - wen wunderts - noch keinen einzigen Tag offen.
Das Interview ist leider hinter der Bezahlschranke:
«Wir erleben eine der schlimmsten, einschneidendsten Zeiten»
Im Skigebiet auf rund 800 Metern über Meer stehen die Lifte seit über einem Jahr still. Hat der Wintersport noch eine Zukunft? Mitinhaber Peter Hammer mag nicht aufgeben. Hier sagt er, warum.
Leben die nicht längst schon von der Rodelbahn und dem Seilpark? Dass die Skilifte keine Zukunft haben, ist ja seit Jahren klar. Das kann nur noch Beigemüse sein, auch wenn wieder mal ein paar Winter gut sind.
Ich gehe nicht davon aus, dass die Solar-Bobbahn und der Seilpark den ganzen Betrieb der beiden Skilifte vollständig decken. Betreiber Peter Hammer spricht im Interview von jährlichen Sockelkosten von 15'000 bis 20'000 Franken, die für die beiden Skilifte anfallen. Dieses Geld müsse vom Skigebiet «an drei bis vier prächtigen Wochenenden» in der Wintersaison reingeholt werden. Grundsätzlich sei eine Querfinanzierung der Lifte durch Bobbahn und Seilpark «möglich», so Hammer. Ich gehe davon aus, dass eine solche Querfinanzierung sehr wohl stattfindet.
An einer anderen Stelle des Interviews sagt der Betreiber zu seiner Motivation, die Lifte überhaupt noch laufen zu lassen: «Wir betreiben die Skilifte nicht, um Geld zu verdienen. Unser kleines Wintersportgebiet verstehen wir als Dienst an der Region, damit die Kinder in der Umgebung Ski fahren können. Den grössten Dank erhalten wir in Form glänzender Kinderäuglein – und natürlich auch von Erwachsenen.»
Wichtiger Punkt.
Wenn die Kinder nicht in der Nähe des Wohnortes mit dem Wintersport in Berührung kommen, dann werden sie wohl auch nie in die Berge fahren.
Warum sollte sich eine Familie den teuren Winterurlaub leisten, wenn es dann den Kindern eh keinen Spass macht?
Somit sicher nicht schlecht, wenn man es schon mal in der Nähe des Wohnortes günstig ausprobieren kann, ohne dass man für die Tageskarte 70 Franken hinblättern muss.
Allenfalls haben ja die Betreiber in Langenbruck Glück und sie finden irgend ein Partnergebiet, das sich mit dem Werbebudget an den beiden Skilifte beteiligt.
Das ist sicher so und wichtig. Aber der Titel stört mich. Das Überleben der Gesellschaft kann und darf nicht mehr vom Schnee abhängen. Aber tut es ja anscheinend auch nicht mehr. Dann ist alles gut.