Als Hintergrund: Klein-Ams stand das erste mal im Jahre 1994 mit der Familie im Alpbachtal auf Ski: Erst eher weinend/widerwillig, später mit steigendem Können dann motiviert. Leider hat es im folgenden Jahr dort bis auf den Gipfel wunderbar geregnet, was für meine Eltern ein absolutes KO-Kriterium war. Ein höheres Skigebiet musste her. Da zudem der Wohnort in den Südwesten Deutschlands gerückt ist, war das Wallis mit seinen hohen Bergen und Gletschern genau richtig und es wurde das Saastal zum neuen Ziel für den jährlichen Skiurlaub. Das blieb es dann auch bis 2011, normalerweise für eine Woche in den Faschingsferien. Die schwere Spiegelreflexkamera ist aber nur die ersten beiden Urlaube mitgekommen und wurde dann zu Hause gelassen.
Das Skigebiet von Saas-Fee entsprach 1996 weitestgehend dem heutigen Gebiet. Einziger Komplettverlust ist der an Drahtseilen aufgehängte SL Hinterallalin/Kamel samt Pisten, der um diese Zeit seine letzten Betriebsjahre hatte. Ich habe den Lift damals mehrmals in Betrieb gesehen und fand ihn extrem beeindruckend, allerdings weit über meinem Können und Mut und mein Gedanke war: "Wenn ich größer bin fahre ich damit!!". Wurde leider nichts draus
Ein weiterer großer Unterschied zu heute waren die Wartezeiten während der Schulferien. Am Morgen unter 30-60 Minuten anstehen in irgendeinen Bahn zu kommen war utopisch und tagsüber durfte man der Felskinn PB und Metro Alpin gerne über eine Stunde stehen. Die gigantischen Menschentrauben an der Maste 4 für die beiden Egginer SL (meistens war Alpin-Express Sektion 2 die bessere Entscheidung) sind mir eindrücklich in Erinnerung geblieben. Auf der anderen Seite hatte niemand Lust zur Talstation des Egginerjoch SL aufzusteigen (wurde deswegen nach unten versetzt) und die Existenz des Kanonenrohr SL schien den meisten Skifahrern wohl entgangen zu sein. Ebenfalls wenig Andrang hatte häufig die DSB Plattjen und die PB Längfluh, letztere wegen der damals unpräparierten Buckelpiste 11b.
Der erste Urlaub in den Faschingsferien 1996 war vor allem kostengünstig angelegt und so wurde die Unterkunft ein "Chalet" (eher Bungalow) in Saas-Balen, von wo es jeden Tag mit dem Skibus nach Saas-Fee ging. Danach wurde Klein-Ams am Morgen bei der Skischule abgegeben, sodass ich vormittags hauptsächlich an den SL im Tal gefahren bin, aber dafür mit tollem Gletscher- und Bergpanorama. Nachmittags war ich dann mit meinen Eltern im gesamten Gebiet unterwegs, allerdings noch ohne die unpräparierten schwarzen Abfahrten. Rundumblick aus dem Bereich der Egginerjoch Talstation auf den Lift mit seiner damaligen Kurvenkonstruktion, Felskinn und die beiden Egginer SL. Nach einem Skitag zurück in Saas-Balen. Leider war der Bungalow etwas zu klein und der Ski-Overall ließ sich nur schwer trocken. Immerhin hatte es mehr als genug Schnee bis in tiefe Lagen. Blick vom Parkhaus auf das Skigebiet, Gletscher, Dom und co. SL Bifig/Kalbermatten mit PB Felskinn im Hintergrund. Weg zur Talstation SL Leeboden (rechts) mit Spielboden und Längfluh im Hintergrund. Der Alpin-Express, erst wenige Jahre alt und ein für die Zeit innovativer und kapazitätsstarker Lift. Leider als Experimentalanlage extrem überteuert und nach dem Ende der Firma von Roll im Seilbahnbau für viele Jahre die einzige 3S. Ortsmitte Saas-Fee mit Skischule. Winterliches Saas-Balen. Der Wechsel von Alpbach nach Saas-Fee wurde in der Familie als gute Entscheidung gesehen, da absolut schneesicher, gigantisches Hochgebirge mit Gletschern und anspruchsvoller als in Alpbach. Entsprechend ging es beim nächsten Urlaub in ein Hotel in Saas-Grund und danach immer in ein Hotel direkt in Saas-Fee. Erst als mein Interesse am Skifahren sowie anderen Gebieten und auch alter Lifttechnik über 15 Jahre später deutlich größer wurde, kam das Ende für den jährlichen Urlaub in Saas-Fee und stattdessen wurde, neben Tagestrips und Kurzaufenthalten in anderen schweizer Skigebieten, das bis dahin immer als zu versnobt ignorierte Zermatt im Nachbartal angesteuert
Die Bilder des zweiten Urlaubs folgen in den nächsten Tagen.