Warum ist Via Lattea so derart günstig?
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zonk
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Warum ist Via Lattea so derart günstig?
Hallo, allerseits.
Ich halte diese Frage doch mal für gerechtfertigt. Überall steigen in Österreich /Schweiz /südtirol die Preise derTickets immer weiter und weiter, aber in Sestriere/Via Lattea oder teils in sehr grossen frz. Skigebieten, trotz ähnlichem Ausbau von beschneiung, kann man vergleichsweise doch seeehr günstig ein grosses Angebot befahren.
Woran liegt das, dass der Skipasspreis in Sestriere tatsächlich für das Riesengebiet grade mal 44 Euro beträgt? Danke schonmal
Ich halte diese Frage doch mal für gerechtfertigt. Überall steigen in Österreich /Schweiz /südtirol die Preise derTickets immer weiter und weiter, aber in Sestriere/Via Lattea oder teils in sehr grossen frz. Skigebieten, trotz ähnlichem Ausbau von beschneiung, kann man vergleichsweise doch seeehr günstig ein grosses Angebot befahren.
Woran liegt das, dass der Skipasspreis in Sestriere tatsächlich für das Riesengebiet grade mal 44 Euro beträgt? Danke schonmal
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Onlinephifue
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Re: Warum ist Via Lattea so derart günstig?
An der Beschneiung kann man schon so einiges sparen, im ganzen Skigebiet ist die niedrigste Piste auf circa 1500 Metern. (Ich hab auch nur einen für das ganze Skigebiet für 53,5€ gefunden).zonk hat geschrieben: 13.01.2023 - 23:31 Hallo, allerseits.
Ich halte diese Frage doch mal für gerechtfertigt. Überall steigen in Österreich /Schweiz /südtirol die Preise derTickets immer weiter und weiter, aber in Sestriere/Via Lattea oder teils in sehr grossen frz. Skigebieten, trotz ähnlichem Ausbau von beschneiung, kann man vergleichsweise doch seeehr günstig ein grosses Angebot befahren.
Woran liegt das, dass der Skipasspreis in Sestriere tatsächlich für das Riesengebiet grade mal 44 Euro beträgt? Danke schonmal
Und zudem sind es auch einfach die Massen z.B. aus dem Großraum Turin kommen.
In Sestriere gibt es auch gefühlt kein Haus was nicht mindestens 5 Stockwerke hat teilweise sogar über 10, da geht s dann einfach über Masse genauso in Frankreich (Tignes, 2 Alpes, Val trones, Meribel, Courchevel, etc.)
Alles riesige teilweise vom Brett für die Breite Masse geplante Skigebiete und so kommen dann teilweise die vergleichsweise günstigen Preise zustande.
- Kris
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Re: Warum ist Via Lattea so derart günstig?
31 Lifte gehören der Liftgesellschaft Sestriere S.p.a. Gemeinden gehören weitere 16, zumeist durch öffentliche Gelder für "Torino 2006" gebaut. Inklusive Beschneiungsanlagen wurden damals 165Mio€ durch den Steuerzahler finanziert, wie das so üblich ist "für Olympia".
Die Sestriere S.p.a betreibt diese 16 durch die öffentliche Hand errichteten Anlagen. Nur für derlei 5 bezahlt diese eine geringe Miete (insgesamt 143k€/Jahr). Diese 16 Anklagen generieren etwa ein drittel der Fahrten.
Hingegen bekommt die Sestriere Spa für den Betrieb der (sowieso in öffentlicher Hand sich befindlichen) Pendelbahn von Pragelato 80.000€ pro Jahr als Zuschuss.
Beschneiung:
70% im Eigentum von Sestriere S.p.a , 30% gehören Gemeinden.
60% der operativen Gesamtkosten der Schneeerzeugung zahlen die Gemeinden bzw. die Region (3,2Mio€ / Jahr)
Gelebtes p.p.p. in Italien leider. Wenig Wunder, dass für Schulwesen, öffentlicher Nahverkehr u.dgl. nichts mehr bleibt. 2011 bspw. hat die Region Piemont 24% des Schienennetzes mit einem Schlag stillgelegt. http://www.stagniweb.it/piem12.htm Damit ersparen sie sich 20,3Mio€/Jahr, da weniger Zugkilometer für Nah/Regionalverkehr bestellt werden.
Alleine der Zuschuss für die Schneekanonen der Sestrieres SpA beläuft sich dzt. uaf 3,2Mio €.
Die Liftgesellschaft schreibt (Vorcoronazeiten) fette Gewinne. Der Unternehmer macht genau das richtige: Bei geringstem Risiko und minimalstem Einsatz das maximale herausholen (Sparsamkeitsprinzip). J-d-s müsste jubeln. Was er paradoxerweise jedoch nicht macht, sondern sich stattdessen wundert, weshalb der Unternehmer die unten beschriebenen Ideen und Korrekturen nicht umsetzt (s.u.). BWL erstes Semester nicht bestanden?
2029 gibt es wieder irgendwelche Skiweltmeisterschaften o.dgl. Da "kommt" dann wieder Geld für Infrastruktur in PPP.
Datengrundlage:
- Transkript RAI https://www.rai.it/dl/doc/1575930145214 ... report.pdf
- Sendung: https://www.raiplay.it/video/2019/12/st ... 1a473.html
Die Sestriere S.p.a betreibt diese 16 durch die öffentliche Hand errichteten Anlagen. Nur für derlei 5 bezahlt diese eine geringe Miete (insgesamt 143k€/Jahr). Diese 16 Anklagen generieren etwa ein drittel der Fahrten.
Hingegen bekommt die Sestriere Spa für den Betrieb der (sowieso in öffentlicher Hand sich befindlichen) Pendelbahn von Pragelato 80.000€ pro Jahr als Zuschuss.
Beschneiung:
70% im Eigentum von Sestriere S.p.a , 30% gehören Gemeinden.
60% der operativen Gesamtkosten der Schneeerzeugung zahlen die Gemeinden bzw. die Region (3,2Mio€ / Jahr)
Gelebtes p.p.p. in Italien leider. Wenig Wunder, dass für Schulwesen, öffentlicher Nahverkehr u.dgl. nichts mehr bleibt. 2011 bspw. hat die Region Piemont 24% des Schienennetzes mit einem Schlag stillgelegt. http://www.stagniweb.it/piem12.htm Damit ersparen sie sich 20,3Mio€/Jahr, da weniger Zugkilometer für Nah/Regionalverkehr bestellt werden.
Alleine der Zuschuss für die Schneekanonen der Sestrieres SpA beläuft sich dzt. uaf 3,2Mio €.
Die Liftgesellschaft schreibt (Vorcoronazeiten) fette Gewinne. Der Unternehmer macht genau das richtige: Bei geringstem Risiko und minimalstem Einsatz das maximale herausholen (Sparsamkeitsprinzip). J-d-s müsste jubeln. Was er paradoxerweise jedoch nicht macht, sondern sich stattdessen wundert, weshalb der Unternehmer die unten beschriebenen Ideen und Korrekturen nicht umsetzt (s.u.). BWL erstes Semester nicht bestanden?
2029 gibt es wieder irgendwelche Skiweltmeisterschaften o.dgl. Da "kommt" dann wieder Geld für Infrastruktur in PPP.
Datengrundlage:
- Transkript RAI https://www.rai.it/dl/doc/1575930145214 ... report.pdf
- Sendung: https://www.raiplay.it/video/2019/12/st ... 1a473.html
Zuletzt geändert von Kris am 14.01.2023 - 10:54, insgesamt 6-mal geändert.
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
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j-d-s
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Re: Warum ist Via Lattea so derart günstig?
Macht die Sestrieres S.p.A. wirklich größere Gewinne? Denn eigentlich muss man doch bzgl. der Via Lattea konstatieren, dass die leider - auch wegen der eigentlich zu niedrigen Skipasspreise - viel zu wenig investieren, insbesondere in Beschneiung. Die bräuchten eigentlich so wie Südtirol 99% Beschneiung, weil die Gegend besonders Niederschlagsarm ist, weswegen dort viele Pisten extrem selten offen sind (Talabfahrten Fraiteve-Sestriere, Mittelstationsabfahrten Sansicario, Croce bassa in Claviere, zum Beispiel, letztere beiden waren vmtl. seit mehreren Jahren niemals offen, sind also eher imaginäre Abfahrten).
Außerdem gibt es viele langsame/alte Lifte, im Gegenzug Fehlinvestitionen (bspw. die KSB Chisonetto-Banchetta, die eine Parallelanlage zur KSB Nuova Nube ist und daher auch mindestens 80% der Saison gar nicht in Betrieb weil nicht benötigt).
Dazu kommen diverse Investitionsruinen, aufgegebene Projekte und Seilbahnen usw., mit den Stories über die Gegend kann man nahezu ganze Bücher füllen:
-die Abfahrt vom Colletto Verde wurde für über 5 Jahre gesperrt, weil dort Asbestvorkommen sind (jetzt seit iirc 3 Jahren wieder in Betrieb), obwohl das die Hauptverbindung Montgenevre->Claviere/Cesana ist
-die entsprechende Seilbahn (sogar eine KSB!) Col Saurel hat man einfach stehengelassen und die ist jetzt seit ca. 10 Jahren unbenutzt... sie soll diesen Sommer versetzt werden, sodass sie auf den Colletto Verde führt
-die DSB Montquitaine wurde 2011 durch eine 4SB ersetzt, aber die erste Sektion (mit der man von Claviere hochfaren konnte) weggelassen, also ersatzlos gestrichen
-das Biathlon-Zentrum und die Bobbahn, für viele Millionen Steuergeld für die Olympischen Spiele 2006 in Sansicario errichtet, wurden nach wenigen Jahren wegen zu hoher Unterhaltskosten aufgegeben und sind seitdem unbenutzt und verfallen (kann man aus der EUB gut besichtigen)
-das gleiche Schicksal hat die Sprungschanzen in Pragelato ereilt
-Freunde der Besichtigung von Industrieruinen können am Gipfel des Monte Sises die ehemalige Station der PB von 1931 besichtigen, die in entsprechend fortgeschrittenem Zerfall ist (ja, Sestriere war einer der ersten als Skigebiet errichteten Orte, von Fiat-Gründer Giovanni Agnelli erbaut, welcher den Ort und drei PBs in den frühen 1930er-Jahren errichten ließ)
-in Pragelato gab bzw. gibt es noch ein mehr-oder-weniger verbundenes Skigebiet, das vor ca. 10 Jahren aus dem regelmäßigen Betrieb genommen wurde, dann war es für zwei oder drei Saisons ein "Freeride-Gebiet" und ist jetzt seit 4 Jahren oder so ganz aufgegben, seitdem stehen die Lifte unbenutzt rum und niemand will sie betreiben (Ausnahme ist die SB von Pragelato selbst - neben den Sprungschanzen - dort wurde die SB nach über 10 Jahren des Stillstandes ersatzlos abgerissen, sodass man Pragelato nichtmal wieder anbinden könnte ohne Neubau) - hier wurde also ein ganzes Teilgebiet, das eine weitere Ortschaft angebunden hat, aufgegeben, und die Sestrieres S.p.A. hat offenbar auch nie Interesse gehabt, das zu übernehmen
-einen Schlepper samt Abfahrten zur Ortschaft Grangesises hat man 2004 ersetzt und dann 2006 ersatzlos stillgelegt
-in Sauze d'Oulx wurden mehrere Lifte, die ein Gebiet beim Monte Genevris erschlossen haben, ersatzlos stillgelegt (einige davon stehen heute noch, die lässt man einfach vergammeln)... siehe auch hier: https://skimap.org/data/2096/1/1259216751.pdf (Pistenplan von 2007) -> konkret wurden die in diesem Plan mit 122 und 124 markierten Lifte stillgelegt (und vergammeln noch heute), die 3SB Nr. 121 Gran Comba wurde abgebaut und dient quasi als Ersatz für den abgerissenen Schlepper Nr. 148 Moncrons, denn sie wurde dann 2016 als 3SB Nr. 4 Cote Faure wieder aufgestellt
-unter der KSB Sagnalonga wurden Direktabfahrten (statt des Ziehwegs) angelegt, dann für viele Jahre stillgelegt und jetzt vor ein paar Jahren wieder in Betrieb genommen (klug auch, diese nicht wirklich als Beschäftigungsanlage gedachte Bahn als KSB zu bauen, direkt darüber die SB Sagnalonga-Colle Bercia aber nicht zu modernisieren, obwohl die mehr Pisten hat und als Beschäftigungsanlage dient
-unter der DSB Rafuyel wurde mit relativ umfangreichen Erdarbeiten eine Talbfahrt nach Cesana angelegt, aber niemand hat so weit gedacht dass dort quasi nie genug Naturschnee liegt, weswegen man keine Beschneiung baute und die Piste daher wenig später auch wieder gestrichen wurde
-eine ganze Reihe an Liften ist extrem selten in Betrieb (bspw. nur an Fasching und Wochenenden), darunter auch die beiden Gipfel-Schlepper am Monte Motta und Monte Sises, zudem die drei noch aktiven Lifte in Sauze d'Oulx im Bereich Monte Moncrons
Außerdem gibt es viele langsame/alte Lifte, im Gegenzug Fehlinvestitionen (bspw. die KSB Chisonetto-Banchetta, die eine Parallelanlage zur KSB Nuova Nube ist und daher auch mindestens 80% der Saison gar nicht in Betrieb weil nicht benötigt).
Dazu kommen diverse Investitionsruinen, aufgegebene Projekte und Seilbahnen usw., mit den Stories über die Gegend kann man nahezu ganze Bücher füllen:
-die Abfahrt vom Colletto Verde wurde für über 5 Jahre gesperrt, weil dort Asbestvorkommen sind (jetzt seit iirc 3 Jahren wieder in Betrieb), obwohl das die Hauptverbindung Montgenevre->Claviere/Cesana ist
-die entsprechende Seilbahn (sogar eine KSB!) Col Saurel hat man einfach stehengelassen und die ist jetzt seit ca. 10 Jahren unbenutzt... sie soll diesen Sommer versetzt werden, sodass sie auf den Colletto Verde führt
-die DSB Montquitaine wurde 2011 durch eine 4SB ersetzt, aber die erste Sektion (mit der man von Claviere hochfaren konnte) weggelassen, also ersatzlos gestrichen
-das Biathlon-Zentrum und die Bobbahn, für viele Millionen Steuergeld für die Olympischen Spiele 2006 in Sansicario errichtet, wurden nach wenigen Jahren wegen zu hoher Unterhaltskosten aufgegeben und sind seitdem unbenutzt und verfallen (kann man aus der EUB gut besichtigen)
-das gleiche Schicksal hat die Sprungschanzen in Pragelato ereilt
-Freunde der Besichtigung von Industrieruinen können am Gipfel des Monte Sises die ehemalige Station der PB von 1931 besichtigen, die in entsprechend fortgeschrittenem Zerfall ist (ja, Sestriere war einer der ersten als Skigebiet errichteten Orte, von Fiat-Gründer Giovanni Agnelli erbaut, welcher den Ort und drei PBs in den frühen 1930er-Jahren errichten ließ)
-in Pragelato gab bzw. gibt es noch ein mehr-oder-weniger verbundenes Skigebiet, das vor ca. 10 Jahren aus dem regelmäßigen Betrieb genommen wurde, dann war es für zwei oder drei Saisons ein "Freeride-Gebiet" und ist jetzt seit 4 Jahren oder so ganz aufgegben, seitdem stehen die Lifte unbenutzt rum und niemand will sie betreiben (Ausnahme ist die SB von Pragelato selbst - neben den Sprungschanzen - dort wurde die SB nach über 10 Jahren des Stillstandes ersatzlos abgerissen, sodass man Pragelato nichtmal wieder anbinden könnte ohne Neubau) - hier wurde also ein ganzes Teilgebiet, das eine weitere Ortschaft angebunden hat, aufgegeben, und die Sestrieres S.p.A. hat offenbar auch nie Interesse gehabt, das zu übernehmen
-einen Schlepper samt Abfahrten zur Ortschaft Grangesises hat man 2004 ersetzt und dann 2006 ersatzlos stillgelegt
-in Sauze d'Oulx wurden mehrere Lifte, die ein Gebiet beim Monte Genevris erschlossen haben, ersatzlos stillgelegt (einige davon stehen heute noch, die lässt man einfach vergammeln)... siehe auch hier: https://skimap.org/data/2096/1/1259216751.pdf (Pistenplan von 2007) -> konkret wurden die in diesem Plan mit 122 und 124 markierten Lifte stillgelegt (und vergammeln noch heute), die 3SB Nr. 121 Gran Comba wurde abgebaut und dient quasi als Ersatz für den abgerissenen Schlepper Nr. 148 Moncrons, denn sie wurde dann 2016 als 3SB Nr. 4 Cote Faure wieder aufgestellt
-unter der KSB Sagnalonga wurden Direktabfahrten (statt des Ziehwegs) angelegt, dann für viele Jahre stillgelegt und jetzt vor ein paar Jahren wieder in Betrieb genommen (klug auch, diese nicht wirklich als Beschäftigungsanlage gedachte Bahn als KSB zu bauen, direkt darüber die SB Sagnalonga-Colle Bercia aber nicht zu modernisieren, obwohl die mehr Pisten hat und als Beschäftigungsanlage dient
-unter der DSB Rafuyel wurde mit relativ umfangreichen Erdarbeiten eine Talbfahrt nach Cesana angelegt, aber niemand hat so weit gedacht dass dort quasi nie genug Naturschnee liegt, weswegen man keine Beschneiung baute und die Piste daher wenig später auch wieder gestrichen wurde
-eine ganze Reihe an Liften ist extrem selten in Betrieb (bspw. nur an Fasching und Wochenenden), darunter auch die beiden Gipfel-Schlepper am Monte Motta und Monte Sises, zudem die drei noch aktiven Lifte in Sauze d'Oulx im Bereich Monte Moncrons
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Re: Warum ist Via Lattea so derart günstig?
Um es zu vereinfachen: Die Via Lattea spart am Skigast. Gemäß Pistenplan auch mit Stilllegungen im Randgebiet immer noch ein großes Verbundskigebiet, und vor Ort stellt man dann fest, dass wichtige Bahnen oder wichtige / interessante Abfahrten geschlossen sind und man nicht mal von den drei Hauptbergen vollständig abfahren kann. Das scheint gemäß Forenberichten eher die Regel als die Ausnahme zu sein, und bei meinem Besuch war es auch so. Fahr trotzdem ruhig mal hin und erfahre es selbst. So lernst Du ein durchaus interessantes, neues Skigebiet kennen, aber Du lernst auch: Im Leben einmal in der Via Lattea Ski zu fahren ist genug.
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Re: Warum ist Via Lattea so derart günstig?
Als kleine Anmerkung, weil ja auch Frankreich genannt wurde: Dort ist es so, dass nur die "Premium-Skigebiete" hohe Preise aufrufen (3V, Paradiski, usw.), wer nicht den großen Namen hat aber trotzdem noch relativ große Skigebiete (allerdings ist da meist Beschneiung und moderne Lifte nicht auf einem Level mit den Großen) der ist da bisweilen deutlich günstiger.
Zu nennen wären hier Gebiete wie Espace Diamant, Les Sybelles, Galibier Thabor. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis würde ich aber bei Megeve (55 Euro) bzw. Grand Massif (53,50 Euro) sehen, weil das beides ziemlich große Skigebiete sind (besonders Megeve, da hier auch La Giettaz und Les Contamines drin sind) und auch von der Infrastruktur nur minimal hinten liegen.
Zu nennen wären hier Gebiete wie Espace Diamant, Les Sybelles, Galibier Thabor. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis würde ich aber bei Megeve (55 Euro) bzw. Grand Massif (53,50 Euro) sehen, weil das beides ziemlich große Skigebiete sind (besonders Megeve, da hier auch La Giettaz und Les Contamines drin sind) und auch von der Infrastruktur nur minimal hinten liegen.
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Re: Warum ist Via Lattea so derart günstig?
Genau so hab ich das damals auch erlebt... da hat sich ja anscheinend die letzten 10 Jahre nix geändert.Harzwinter hat geschrieben: 14.01.2023 - 16:51Um es zu vereinfachen: Die Via Lattea spart am Skigast. Gemäß Pistenplan auch mit Stilllegungen im Randgebiet immer noch ein großes Verbundskigebiet, und vor Ort stellt man dann fest, dass wichtige Bahnen oder wichtige / interessante Abfahrten geschlossen sind und man nicht mal von den drei Hauptbergen vollständig abfahren kann. Das scheint gemäß Forenberichten eher die Regel als die Ausnahme zu sein, und bei meinem Besuch war es auch so. Fahr trotzdem ruhig mal hin und erfahre es selbst. So lernst Du ein durchaus interessantes, neues Skigebiet kennen, aber Du lernst auch: Im Leben einmal in der Via Lattea Ski zu fahren ist genug.
Schaut man Via Lattea zum ersten Mal auf dem Pistenplan an, erwartet man irgendwie so eine Art Sellaronda, vielleicht etwas kleiner. Fährt man dann mal hin, denkt man sich, das brauch ich nicht unbedingt nochmal...
Dafür dass Sestriere ja zu den drei "mondänen" italienischen Skiorten zählt, fand ich es schon eine Enttäuschung.
Cortina z.B. ist teilweise auch ein wenig in die Jahre gekommen, hat aber irgendwie immer noch Flair.
Madonna war ich erst vor zwei Wochen wieder, fand ich (nach fast 15 Jahren) wieder sehr gut.
Dove vai senza sci?
Wege entstehen, indem man sie geht.
Wege entstehen, indem man sie geht.