




Ich konnte mir um 14 Uhr nur noch die Schnupperkarte kaufen und lediglich zwei Stunden in jenem genialen urigen Skigebiet Andelsbuch verbringen, doch es war ein genialer Skitagsausklang, der am Bödele oben bereits prächtig begonnen hatte.
Von Endeckungshunger und Vorfreude auf die netten Schlepper oben getrieben startete ich Parkplatz des Haldelifts und kurvte ins Tal nach unten, um zum Skiberg auf der Gegenseite zu gelangen. Ich war bereits einmal im Sommer 2012 in Andelsbuch gewesen und so fand ich recht schnell den Weg zum Lift.

In der Gerachbahn, eine alte Steuer-DSB von 1972, die recht schön durch Wälder und über Almwiesen führt, alles tief verschneit an jenem 22.01.2016 und dazu lachte die Sonne vom blauen Himmel herab, in bester Laune bergwärts...

Recht gemütlich schwebt man dahin, begleitet vom Brummen der Bahn. Ich unternahm nur eine Auffahrt mit den DSBen, da ich lediglich wie gesagt zwei Stunden Zeit hatte und die Abfahrt der 2. Sektion mehr ein Ziehweggekurke darstellt. Dafür fand ich dann die Piste an der 1. Sektion umso besser.



Hier war immernoch Weihnachten.

Ich wusste gar nicht mehr, dass die untere Sektion sich so lange hinzieht...aber bei solch schönem Wetter schwebte es sich angenehm da hinauf.

Überflug eines Skikurses...

Mit einer 8EUB wäre ich längst oben gewesen und hätte „Höhenmeter machen“ können, doch dann wäre ich gar nicht erst hier her nach Andelsbuch gekommen.

Mitten im Wald – ein Stück von der Bergstation der Gerachbahn entfernt, startet die Sektion 2, die sehr steil durch den Bergwald raufgeht.


Rechts unten kommt der Breitfeldlift herauf, der untereste einer dreigliedrigen Schlepperkette, die den oberen Bereich des Berges erschließt. Er wurde 1973, 1 Jahr nach dem Bau der anderen Lifte, errichtet (außer DSB Gerach und die Pendelbahn von Bezau herauf, die ich noch gar nie gefahren bin).



Schlepperüberflug


Noch ein kurzes Stück durch den Wald und über eine tiefe Senke drüber, dann hat man endlich das kleine Skigebiet oben erreicht.

Blick von der Bergstation des 2. DSB-Sektion auf die parallelen Muldenlifte, die auf beiden Seiten eine Abfahrt haben.



Weiter drüben kommt hoch oben auf einer Geländekante der Breitfeldlift herauf.



Die Muldenlifte waren gut besucht, denn viele Kinder und Jugendliche nutzten jenen sonnigen Freitagnachmittag zum Skifahren.


Später auch mal im rechten Schlepper...



Direkt am Lift und auf der Piste daneben herrschte Trubel, auf wenige Meter weiter...



Rechts vom Ausstieg startet der kurze, aber steile Niedere Kopflift...





Im Lift, der sehr steil ist.


Seitenblick.

Rückblick.

Recht schnell ist man oben angekommen.


Ich schob erst mal an der Umlenkstation vorbei und genoss den tollen Ausblick, der sich einem in alle Richtungen bietet.

Erst mal ins LSAP-Gebiet Hirschberg gezoomt – die Sessel hängen noch...

Die Schlepper wurden oben wohl nun final abgebaut. 2012 standen noch die Ruinen herum.



Valluga?

Hier oben starteten dann auch die Gleitschirmflieger.





Zoom zum steilen Kurvenschlepper Alpenblick im Gebiet Bödele auf der gegenüberliegenden Seite des weitläufigen Tals.

Zoom zum Haldenlift.

Dort hatte in der Früh mein Skitag am Hochälpelelift am Bödele begonnen.

Zoom in Richtung Bodensee, der leider wieder von einer Wolkenschicht verdeckt wurde, nachdem man ihn mittags vom Bödele aus hatte sehen können.


Zoom zum Breitfeldlift hinunter...


Arlberg vermutlich? Oder Rossstelle? Ich kenne mich da hinten nur im Groben aus.

Flachland...


Vater und Sohn




Nochmal ein Blick zurück, ehe es ab in den Steilhang geht...

Ab hier kann man es dann laufen lassen – aber man sollte unbedingt aufrecht stehen und das Kreuz durchdrücken, dann kann nichts passieren

Ich bin mir nicht mehr so ganz sicher, aber ich glaube, das waren die Zooms vom Bereicht Bergstation der beiden Muldenlifte aus...


Wieder der Breitfeldlift...





Auf zum Breitfeldlift!

Steurer & Steurer





Ein steiler, nett verlaufender Schlepper mit einer guten Piste daneben.



Blick über die Muldenlifte hinweg zum steilen Kopflift...



Ein absoluter Sahnehang bei diesen Bedingungen!

1972 hat man hier, wenn ich es richtig auf dem Schirm habe, die 2. Sektion, die Muldenlifte und den Niedere Kopflift gebaut. Die 1. Sektion bereits 1971 und den Breitfeldlift schließlich 1973. War eine richtige Erschließungszeit damals...ab Ende der 70er wurde ja dann eigentlich keine neuen Skigebiete mehr erschlossen, zumindest kenne ich keines, das jünger ist. Bei der Fageralm ist die DSB vom Tal herauf erst von 1984, aber vielleicht gab es da ja einen ESL als Vorgänger...



Leider wurde es schnell 16 Uhr und so machte ich mich auf die lange Abfahrt bis Andelsbuch hinunter. Oben genoss ich noch einmal die Sonne, die aber dann im Tal auch noch scheinen sollte, wenn auch nur kurz.

Ich war an jenem Tag liftemäßig vollkommen auf meine Kosten gekommen. So einen Traumtag mit vielen, alten Anlagen hatte ich schon lange nicht mehr erlebt und so kurvte ich froh um die letzten Stunden dem Tal entgegen, erleichtert beide Gebiete noch erlebt zu haben, denn da hätte man als Nostalgiefreund wirklich etwas verpasst. Keine KSBs, keine EUBs, keine gewerbegebietsmäßigen Hallen mit Liftstationen, Geschäften und betonierten Aprés-Ski-Höllen, keine Parkhäuser...




Gundremmingen ist auch zu sehen und ich hab mal wieder das Begradigen vergessen...

Die Abfahrt an der 2. Sektion fand ich nicht so schön, denn es geht eigentlich nur einen breiten Weg steil und septentinenmäßig hinunter. Dafür ist die Abfahrt an der 1. Sektion – weitab vom Lift über diverse Almwiesen und Wälder – ein Genuss gewesen. Dazu der ausklingende Tag, das rote Abendlicht der untergehenden Sonne, kaum noch Leute auf den Brettern und immer wieder urige Ausblicke in den schönen Bregenzerwald.






Immer wieder blieb ich stehen, sog die Ausblicke in mich auf und wäre am liebsten nochmal raufgefahren...(aber nur mit der 1. Sektion)

Untern herrschte ein wenig Trubel am Seillift, während ich die Kamera noch einmal hervorholte.

1. & 2. Sektion im Abendlicht...so packte ich zusammen und machte mich auf die lange Fahrt nach München zurück, durch Alberschwende im Stau stehend und wie berauscht von den vielen alten Schleppern, die ich an jenem 22.01.2016 (Bödele mitgerechnet) kennengelernt hatte, sieben auf einen Streich...

