Nachdem ich nach meiner mini-Flucht in die Sonne (Mi und Do im Lungau) wieder 2 Tage im grauen Maribor verbracht habe, zog es uns gestern wieder mal in die Sonne, leider nur für einen Tag. Da zu erwarten war, dass in den nahe gelegenen Skigebieten an einem sonnigen Sonntag nach Neuschnee, und dazu noch Ferienbeginn in der östlichen Hälfte Sloweniens, die Hölle los sein wird, fuhren wir lieber etwas weiter. BKK ist nach unseren Erfahrungen nur selten überfüllt, ausserdem mögen wir das dortige Skigebiet trotz tlw. museumsreifen Liften, also nicht wie hin.
An dieser Stelle sei verraten: die Hoffnung einen Tag ganz ohne Liftschlangen zu verbringen, hat sich nicht erfüllt. Kollegen die am selben Tag am Katschberg waren, hatten - wider Erwarten - den ganzen Tag freie Fahrt. Andererseits, im Vergleich zum Chaos am Pohorje (wo bereits um 8:50 die Strasse in den westlichen Skigebeitsteil wegen überfüllten Parkplätzen gesperrt werden musste) oder Petzen, wo ein anderer Kollege von '30 min für den Ticketkauf + 20 min für die Auffahrt mit der EUB' berichtet, war es in BKK noch ziemlich gemütlich.
Kurz vor 9 konnten wir noch ohne Probleme am Parkplatz der Nockalmbahn parken, in 2 Minuten die Karten kaufen und noch ohne Wartezeiten hinauffahren. Die Bahn startet übrigens um Punkt 9:00, ziemlich spät im Vergleich zu den meisten Skigebeiten in der Region, aber uns war's recht, weil wir dadurch bis etwa 10 am Priedröf und auf der Talabfahrt zur EUB solche Pisten geniessen konnten:
Der Schnee war vormittags perfekt, der Neuschnee vom Wochenbeginn ist bereits ziemlich kompakt und neigt nicht mehr zur Buckelbildung. Der Altschnee der nachmittags dann doch da und dort zum Vorschein kam, war zwar hart, aber bis auf ganz wenige Aussnahmen nicht eisig, meine Kanten griffen am 5. Tag nach dem Service noch überall. Zur Abwechslung mal mit den Höhenlift ... :
... und einmal die noch gesperrte Wiesernockabfahrt runter. Ein paar Raupenspuren, ein paar grosse Schneihaufen, tlw. perfekter, tlw. aber bereits ziemlich feuchter Lanzenschnee. In der Summe ganz nett, ein zweites mal haben wir es nicht gemacht:
Der Abstecher zu den Sonnwiesenbahnen war eher ein Griff ins Klo. Die Pisten waren zwar gut, die Wartezeiten aber mindestens jeweils 5 Minuten bei jeder der Bahnen, das habe ich in dieser Ecke selten erlebt:
Aber schön BKK einmal im winterlichen Kleid zu sehen:
Im Priedröflift, auch an diesem SL musste man zwischen 10 und 12 eigentlich immer ein wenig anstehen:
In der nördlichen Hälfte von St. Oswald (Brunnachbahn, Spitzegg sowie beide fixe 4er in der Scharte), also dort wo es sich normalerweise noch am ehesten staut, war hingegen nach halb eins freie Fahrt ohne Wartezeiten, das macht dann schon mehr Spass. Die Radentheiner Streif ist jetzt mittags schon komplett in der Sonne:
Leer:
Spitzegg leicht abgerutscht, aber immer noch gut fahrbar:
Perfekte Pisten zur 8EUB, dort sind wir am meisten gefahren:
Schade, schade. Da hat wohl jemand in der Chefetage von BKK das hl. Wort 'Energiesparen' mit 'Geizigkeit' verwechselt. Es stimmt dass es nicht die interessante Piste im Alpenraum ist, aber den ganzen Nachmittag sonnig, aussichtsreich, die fehlt mir irgendwie:
Aber trotzdem schön dort oben:
Fazit: mit Abzug wegen der gesperrten Millstätter See Bahn, war es trotzdem ein guter Skitag mit perfektem Skiwetter. Auch die Einkehr im Alpengasthof Brunnachhof war eine gute Entscheidung, zwar (wie in dieser Saison fast überall, einzige Aussnahme war am Grebenzen) total wildgewordene Preise, wir wurden aber schnell bedient und das Essen war gut. Macht Lust auf mehr