Anfahrt mit Zug und Stadtbus bis zum Skistadion. Ankunft am Skistadion um 10:44h. Der Bus leert sich an dieser Haltestellt - wir sind wohl nicht die Einzigen, die in die Klamm wollen. Auf den Schanzen und unten im Skistadion liegt Schnee - aber die Schanzen sind verwaist. Es springt niemand. Ganz anders am nebenan liegenden Gudiberg. Dort sind zwei Riesenslalom-Strecken gesteckt, und es herrscht reger Betrieb. Lift und Hang sind aber nicht öffentlich zugänglich, sondern werden vermutlich vom örtlichen Skiclub genutzt.
Die Schneelage ist nicht so besonders gut. Untem im Ort liegt gar kein Schnee. Auf dem Weg zur Partnachklamm auf den Wiesen im Tal rechts und links schon eine geschlossene Schneedecke, aber nicht besonders viel. Am Kassenhaus der Partnachklamm nur eine kurze Wartezeit. In der Partnachklamm ist es dann aber spektakulär. Es war ja die ganze Woche insbesondere nachts eiskalt, und so hat sich eine phantastische Eislandschaft gebildet. Gleichzeitig kam von oben jede Menge Wasser runter. Unbeschreiblich - besser Fotos anschauen.
Nach dem oberen Ende der Partnachklamm zweigt links ein Weg ab hoch nach Graseck. Dieser Weg ist stark vereist. Erfahrene Wanderer haben "Schneeketten" für ihre Schuhe dabei - wir leider nicht. Aber es ist genügend Split gestreut, solange man nicht auf split-freie Stellen tritt, geht es unfallfrei nach oben. Am Weg steht sowieso alle paar dutzend Meter eine Split-Kiste. Und den Kids ist es eine Freude, da jedesmal eine Hand voll Split rauszugreifen, und auf besonders glatte Stellen zu streuen. Auch praktisch, so sparen die sich hier die Mitarbeiter, die das sonst erledigen müssten. Ich frage mich nur immer, wie die hier im Sommer den Split in die Kisten rein bzw. erstmal dorthin bekommen ...
Nach einer Mittags-Einkehr in der Kaiserschmarrn-Alm, wo aber nur nach kurzer Wartezeit ein Außensitzplatz frei war, ging es zur historischen Graseck-Pendelbahn. Ich hatte hier mit Wartezeiten gerechnet, aber es war kein Mensch zu sehen. Eine Kabine zwar auch nicht, die waren gerade unterwegs, aber wir konnten gleich in die nächste Kabine einsteigen. Da maximal 6 Personen zugelassen sind, mussten wir uns auf 2 Kabinen bzw. 2 Fahrten verteilen. Vor einiger Zeit hatte man wohl mal überlegt, die Bahn durch eine moderne Bahn zu ersetzen. Ich bin mir gar nicht sicher, ob das Projekt letztlich beerdigt wurde, oder es immer noch solche Überlegungen gibt. Es ist jedenfalls toll, dass die alte, irgendwie filigrane Bahn immer noch da ist. Irritiert hat uns lediglich ein Schild der Firma Rotec, wo als nächster Inspektionstermin das Jahr 2022 angegeben ist ...
Ob der Großteil der anderen Besucher bewusst den Fußweg über die steile abschüssige Straße gewählt hat, oder von der Graseckbahn nichts wusste, oder den Weg nicht gefunden hat, ist mir nicht bekannt.
Rückweg zum Bahnhof zu Fuß mit wehmütigen Blicken zur Hausbergbahn und Kochelbergabfahrt.
_
Direktlink
_
Direktlink
_