Jahrelang sah ich mir all die fantastischen Berichte über die unendlichen Weiten, die unzähligen Pisten und Lifte, die spektakulären Felsformationen, den herrlichsten Kunstschnee und die filigransten Präparierungskünste der Dolomitenregion an und wollte irgendwann das mal selbst erkunden. Endlilch hat es geklapt und ich und zwei Freunde waren eine Woche im Skiurlaub.
Eigentlich wollte ich versuchen einen relativ zeitnahen (Live-)Bericht zu schreiben aber zu oft war mir die Zeit zu schade oder ich zu langsam beim Schreiben und Editieren.
Es gäbe auch jetzt vieles zu schreiben an Eindrücken, positiv und negativ, und Anekdoten aber ich will jetzt mal etwas die Bilder sprechen lassen. Auch wenn es hier im Forum gewiss bereits genug Fotos der Region gibt und mit sicherheit schönere.
Samstag: Anfahrt Auf der Anfahrt. Am Ofenpass kam die Sonne raus. Eigentlich wollten wir über den Julier, da war aber wegen der Schneefälle im Norden Kettenpflicht, daher nahmen wir den Vereina. Leider auch mit 2h Wartezeit. In Minschuns haben wir eine Pause eingelegt und sind zum Restaurant hochgelaufen und assen eine sehr gute Wurst mit super Kartoffelsalat. In Minschuns war ich mal 2016. Damals gabs noch Capuns.Der Eindruck kann täuschen, auch hier fehlt Schnee. Die Talabfahrt an der Passstrasse sah fürcherlich aus.
Die restliche fahrt war dann eigentlich recht entspannt, erst im Fassatal war es dann mühsam Zähflüssig.
Sonntag: Skitag 1 Sass Becé kurz nach 9. Die Landschaft fesselte sofort, überall gibt es schöne Ausblicke und spektakuläre Felsformationen. Klar war aber auch schnell dass es voll werden wird. Die Wartezeiten waren mit maximal ein paar Minuten zwar gering, aber auf den Pisten wuselte es. Im Bereich Cherz gefiel es uns sehr. Waldabfahrten haben einfach etwas eigenes. Die kleine ruhige Hütte hat uns auch gefallen, wir besuchten sie in den Ferien noch weitere male. Einen Bombardino hatte ich noch nie. Schmeckt richtig gut. Genau mein Ding. Schöne Landschaften aber auch viel Gewusel und dabei extrem viele schlechte Skifahrer. Damit mein ich noch nicht mal Anfänger, viele haben einfach keinen Stil und fahren in einer Art Stemmbogen-Schuss. Wir nannten sie Kamikazepiloten. Solche Abschnitte waren selten. Am Abend war dann immer das Licht sehr schön und es wurde ruhiger auf den Pisten. Allerdings waren sie oft auch stark abgefahren und teils grosse Haufenbildungen. Hier im Bereich Belvedere war dann noch lange Sonne. Bitterkalt war es aber trotzdem immer. -12/-16 grad am Morgen und in Mulden/Schatten, in der Sonne etwa -6. Daher auch nicht von jedem Winkel der Skitour Fotos.
Montag: Tag 2 Frühmorgens Belvedere. In der Schweiz ist man oft die ersten 1-2 Stunden am Morgen allein für sich. Hier nicht. 10min nach Liftstart muss man sich an der Bergstation schon zwischen den Leuten durchdrängen die alle irgendwie gleich nach dem Ausstieg die Skis anschnallen wollen
Der Rückweg war dann aber sehr mühsam. Immer wenn man sich direkt auf der Sella-Ronda befand war viel mehr los und es wirkten alle Leute gestresst. Es war eigentlich kein Drängeln aber jeder versuchte noch etwas schneller durch die Drehkreuze zu kommen. Gewartet wird dann erst vor den Schranken auf allfällige Kollegen. Natürlich mittig, so, dass die Dreiergruppe dahinter auch wartet und so weiter und so fort. Als Einzelner kommt man dann gar nicht vorbei und die Lifte laufen mit recht schlechter Auslastung. Die unzähligen Mitarbeitern an den Stationen hatten da aber nie geschaut. Ausser einmal habe ich einen Liftler erlebt der die Leute aufforderte aufzuschliessen und die Reihen zu füllen. Zur Seiseralm haben wir es dann leider nicht geschafft. Die könnte mir mit ihren sanften Hügeln auch gefallen. Ein ander mal
Dienstag: Tag 3 Morgens Belvedere. Eine schöne Schneeschüssel mit viel Sonne. Leider auch mit vielen Leuten. Drum heute der Versuch, dem auszuweichen... ...es ging Richtung Ciampac-Buffaure. Leider habe ich von dort kaum Fotos. Es war bitterkalt ohne Sonne. Allerdings hatte es auch kaum Leute und die Talabfahrten... ...Richtung Pozza di Fassa waren ein Traum. besonders die Rote war herrvorragend und schön durch den Wald maändrierend... ...nur der lange Skiwegt im Schatten war dann wieder bitterkalt. Dafür war aber das Panorama Fabelhaft. Aufwärmen auf einer Sonnenterasse. Der Calimero schmeckte auch, ist mir aber zu süss, daher bleib ich beim Bombardino.
Mittwoch: Tag 4 Heute gehts zur Marmolada. Den Bereich Arabba Porta Vescovo fand ich interessant, der war aber leider immer sehr schattig, daher fuhren wir hier nur für heute und die Rückkehr Richtung Belvedere/Canazei. Wieder eine etwas andere Landschaft. Die Abfahrt bis runter zur Talstation gefiel uns sehr. Spektakulär
In Gröden dann wieder das Problem wie beim letzten mal bei der Saslong. Man muss da völlig unnötig noch mals rumgondeln. Ist das der Zaun von dem es ein eigenes Topic gibt?
Donnerstag: Tag 5 Als ich meinen Freunden erzählte dass es da "Rössli" gäbe die einen über die Ebene zieht waren sie voll begeistert und wollten das unbedingt machen. Ich sagte ihnen dass wir dafür aber einen Langen Skitag einplanen müssten. Zu lange wie sich später rausstellte.
Hier bereits auf der Passstrasse in einem Sammelbus. So toll man hier alles erbindet und irgendwie noch mit einem Verbindungslift und mit Skibrücken zu verknüpfen versucht, so sehr kann ich dann nicht verstehen wie man hier nicht einfach mehrere grosse Niederflurbusse Runden drehen lässt. Dass es noch zusätzlich kostet stört mich ja nicht aber das ganze wirkt ziemlich ineffizient. Immerhin ist der Einweiser sehr aufmerksam und schaut dass nicht gedrängelt wird. Aber solange man noch in der Schlange hinten ansteht weiss man eigentlich als Neuling nicht wie wo was und wann.
Freitag: Tag 6 Am Freitag wurde es dann merklich wärmer und wir genossen noch etwas mehr die Sonne da die Muskeln langsam nicht mehr so geschmeidig waren und wir fuhren nur noch bis Kurfar wo ich dann noch die schwarze Piste Vallon Fahren wollte. Landschaftlich lohnt es sich zwar, die Abfahrt selbst war aber am Nachmittag völlig abgefahren und recht eisig mit vielen Haufen.
Samstag: Heimfahrt
Die Heimfahrt verlief ganz gut ohni Staus. Nur die Autobatterie mochte nach ner Woche -10 Grad nicht mehr und wir mussten Starthilfe haben.
So Fertig. Leider habe ich von vielem über das ich mir im und zum Skigebiet Gedanken gemacht habe nicht fotografiert. Ein Paar gedanken mit Pro und Contra meinerseits schreib ich dann später einmal.