Highlander hat geschrieben: 08.07.2022 - 16:41
und wenn die Sonne nicht scheint müssen die Fahrgäste auf Ergometern mittreten..
damit die Bahn nicht stecken bleibt..
Das wär doch mal endlich was sinnvolles... gleich als Erwärmung vor den ersten Läufen....
Könnten Sie jetzt noch einbauen
"Auf der Fahrt durch den 3,8 Kilometer langen Tunnel von der Talstation in Mittelberg (1740 m) zur Bergstation (2840 m) produziert die Standseilbahn wie ein Dynamo eigene Energie."
Perfekt! Wenn man sie nachts laufen lässt ist das ganze Tal versorgt. Und ein paar mehr davon und es reicht für ganz Österreich.
Der Satz fiel mir auch auf. Da fehlt der Hinweis, dass sich das auf die Situation bezieht, wenn der Talwärts fahrende Wagen wesentlich stärker besetzt ist, als der bergwärts fahrende.
Schneefuchs hat geschrieben: 09.07.2022 - 20:09
"Auf der Fahrt durch den 3,8 Kilometer langen Tunnel von der Talstation in Mittelberg (1740 m) zur Bergstation (2840 m) produziert die Standseilbahn wie ein Dynamo eigene Energie."
Also, wenn bei der Bergfahrt (also Bergauf (!) ) auch noch Energie produziert wird, hätten wir ein Perpetuum mobile 1. Ordnung - da würden die den Nobel-Preis für bekommen...
Wobei ja in letzter Zeit erstaunlich viele leistungsfähige Perpetuum Mobiles kurz vor der Inbetriebnahme stehen. Es ist aber zu befürchten, dass zugehörige PolitikerInnen mit den bei Einweihungsfeiern üblichen Band-durchschneiden nicht mehr nachkommen werden. Und dadurch letztendlich die Versorgungssicherheit in fahrlässiger weise gefährdet wird.
Insbesondere jene Gross-Perpetuums, welche in weiser Voraussicht zum Ausstieg aus Nuklearenergie, Kohle, Gas und Öl von der Deutschen Bundesregierung gewollt wurden, bereiten mir sorgen. Noch geheim, werden diese quasi unsichtbar dutzenderweise derzeit errichtet, jeweils groß wie die Flughafengebäude von FFM.
Jedoch: Was ist wenn sich deren Inbetriebnahme verzögert, beispielsweise weil nicht genug Scheren zum Durchschneiden der Bänder bereit gestellt werden können? Oder, die Politikerin rutscht am eisigen Boden aus, fällt hin, und kann somit nicht mehr erfolgreich einweihen?
Insofern kann man den Pitztalern nur danken, dass sie ein nachweisbar funktionierendes Perpetuum Mobile in den europäischen Stromverbund integriert haben. Wobei weitere Potentiale angepackt werden könnten, beispielsweise mit Betrieb der Tunnelbahn bei Nachtski.
Schneefuchs hat geschrieben: 09.07.2022 - 20:09
"Auf der Fahrt durch den 3,8 Kilometer langen Tunnel von der Talstation in Mittelberg (1740 m) zur Bergstation (2840 m) produziert die Standseilbahn wie ein Dynamo eigene Energie."
Also, wenn bei der Bergfahrt (also Bergauf (!) ) auch noch Energie produziert wird, hätten wir ein Perpetuum mobile 1. Ordnung - da würden die den Nobel-Preis für bekommen...
Halt, Stop: Es gibt sehr wohl schon mehrere Bahnen wo auch wenn sie bergwärts voll besetzt sind und talwärts gar keiner drin ist durchaus Strom produzieren können. Die Frage ist ganz allein, wo, wie viel und für was?
Es dürfte, wie bei allen anderen Bahnen auch, im Fahrwerk den einten oder anderen Nabengenerator drin haben, welcher während der Fahrt Strom für alle Nice to have Dinge produziert wo eigentlich niemand braucht.
Theo hat geschrieben: 10.07.2022 - 18:07
Halt, Stop: Es gibt sehr wohl schon mehrere Bahnen wo auch wenn sie bergwärts voll besetzt sind und talwärts gar keiner drin ist durchaus Strom produzieren können. Die Frage ist ganz allein, wo, wie viel und für was?
Wie soll das bitte funktionieren?
Wenn ich eine voll besetzte Gondel hoch transportieren will und die Gondel schwerer als das Gegengewicht ist, brauche ich Energie - da kann ich keinen Strom produzieren.
Das geht nur anders herum: Eine voll besetzte (und somit schwerere) Gondel fährt talwärts und zieht eine leere (und somit leichtere) Gondel hoch - hier haben wir einen Energieüberschuss, den man in Strom umwandeln kann.
Theo hat geschrieben: 10.07.2022 - 18:07
Es dürfte, wie bei allen anderen Bahnen auch, im Fahrwerk den einten oder anderen Nabengenerator drin haben, welcher während der Fahrt Strom für alle Nice to have Dinge produziert wo eigentlich niemand braucht.
Ach so, für lokale Verbraucher - aber die Energie muss dann der Antrieb mehr liefern.
Hier wird also keine Energie "produziert" - die gleiche Energie (bzw. sogar noch mehr, wegen der diversen Verluste) wird ja im Antrieb wieder benötigt. Das ist also nur eine Art Energietransport
Physikalisch ist es ganz einfach:
Berggondel schwerer oder gleich schwer wie Talgondel: Du benötigst Energie - für die zu Leistende Hubarbeit und Reibung. Bei gleich schweren Gondeln entfällt die Hubarbeit, es muss aber die Reibung überwunden werden.
Talgondel schwerer als Berggondel: Bis zu einer gewissen Differenz brauchst Du weiterhin Energie zum Überwinden der Reibung. Wenn die Gewichtsdifferenz groß genug ist, läuft die Gondel von alleine - irgendwann muß sogar gebremst werden. Anstatt jetzt beim Bremsen die Energie nur in Wäre umzuwandeln, kann man natürlich einen Dynamo antreiben und hiermit wieder elektrische Energie gewinnen
Die Pitztaler haben ja ihre Solaranlage, welche wg. der hochalpinen exposition wohl einen recht guten Wirkungsgrat erzielt. Dank. dieser Anlage werden die auch über ein Netzrückspeisungssystem verfügen, und da hängt wohl auch der je nach Lastfall als Generator wirkende Antrieb der Stollenbahn dran.
Damit kriegen sie halt einen kleinen Teil der Antriebsenergie wieder raus. Eine Standseilbahn ohne Kurven und guter Seilführung dürfte recht energieeffizient sein, jedenfalls im Vgl. zu Umlaufbahnen.
Obs letztendlich viel ist?
Wenn 5000 Skifahrer da oben die Bahn zum Runterfahren verwenden, so steht deren potentielle Energie zur partiellen Rückgewinnung bereit... wobei letztndlich der Wirkungsgrad entscheidend ist, und das Ganze dann auch in Relation zum Energieverbrauch insgesamt, inkl. Pistenraupen und Beschneiung, zu setzen wäre...
Ökonomisch wird sich das schon rechnen, sonst würden die das nicht machen, auf "Klimaerwärmung" scheixxx alle Touristiker sowieso, wenn es um Nutzen und Ertrag geht.
Kris hat geschrieben: 11.07.2022 - 09:56
Obs letztendlich viel ist?
Wenn 5000 Skifahrer da oben die Bahn zum Runterfahren verwenden, so steht deren potentielle Energie zur partiellen Rückgewinnung bereit...
Lässt sich ja schön berechnen: 5000 Wintersportler mit etwa 80kg Masse bei 1100m Höhenunterschied sind grob 1200 kWh potentielle Energie, sofern ich mich nicht am Rechner vertippt habe. Wenn man die Kilowattstunde dann für geschätzte 8ct einspeisen kann wären das knapp hundert Euro Erlös, alles idealisiert betrachtet.
Nicht ohne Grund sind bei vielen Bergbahnen bei Einzelfahrten die Talfahrten billiger als die Bergfahrten...
Aber das wäre doch ein neues Modell für den Sommer:
"Grüner Urlaub: Fitness & Energie-Erzeugung:"
Jeden Tag Berg mehrfach hochlaufen oder mit Fahrrad hochfahren (aber dann bitte kein E-Bike) und dann mit der Bahn runter - verbessert die Fitness und Produziert Energie..
Man könnte dann ja noch eine Stempel-Karte einführen - nach 20 Talfahrten gibt es dann ein Eis Gratis...
GIFWilli59 hat geschrieben: 10.07.2022 - 01:30
Vielleicht sollten sie das Wasser von der Gletscherschmelze auffangen und damit die talwärtsfahrenden Wagen beladen.
Für sowas baut man allerdings Staumauern. Das ist wesentlich effektiver. Aber dann würde ja die Geröllwüste, äh, "wertvolle Natur" zuerst "verschandelt" und dann überflutet.
50,3 Prozent in St. Leonhard sind gegen die "Gletscher-Ehe" Der Skigebietszusammenschluss mit dem Ötztal findet bei einer Volksbefragung im Pitztal keine Mehrheit. Jetzt soll im Gemeinderat überlegt werden, wie es weitergeht.
Am Pitztaler Gletscher soll nahe der Talstation der Gletscherseebahn (2490 Meter) die neue Fernerjochbahn über eine Länge von rund 1700 Meter auf das Joch unterhalb des Linken Fernerkogel (3170 Meter) führen. Gerechnet wird mit 20 Millionen Euro an Investitionsvolumen. „Es sind nur zwei Liftstützen geplant und es benötigt keine Grabungen. Die Stromzufuhr erfolgt über die Seile der Bahn“, versichert Rubatscher-Larcher.
Ein paar mehr Details zum - seit gestern bekannten - Projekt "Fernerjochbahn": Soll eine 100-FUF werden, mit Abfahrten über Mittelberg- und Karlesferner - Grafik und mehr Details hier: https://tirol.orf.at/stories/3195074/
Endless days of summer, longer nights of gloom, Waiting for the morning light
Scenes of unimportance, photos in a frame, Things that go to make up a life
As we relive our lives in what we tell you; Let us relive our lives in what we tell you
Oh man - sie geben nicht auf. Das ist doch fast das gleiche - nur ne andere Bezeichnung.
Und beim Kaunertaler lassen sie von der Weisseespitze auch nicht ab...
Ich frage mich wie man von der neuen Bahn zurück ins alte Skigebiet kommen soll?
Das ginge über den Notweg, den man wohl zur Piste machen muss..
Was den nicht unbeträchtlichen Nachteil hat, dass man die Bahn nur betreiben kann, wenn man auch auf Ski bis zur Talstation kommt...
d.h. man braucht auch ne Komplettbeschneiung für den Notweg.
Oder man hat die Rückbringerbahn vergessen?
Was die Sinnhaftigkeit betrifft:
Wozu Gletscher erschließen, die ich vor Dez. sowieso nicht nutzen kann?
1. Foto
So sah das Joch am 6.10.2022 aus.
2. Foto Richtung SW
Hier zeig sich, dass die Karten mit dem Gletschrerückzug nicht mithalten können.
In den Unterlagen zur Verbindung endete der Karlesferner noch im Mitttelberferner
3. Foto
Hängender Ferner. Von hier aus schauts gar nicht so wild aus, aber da brauchts auch ordentlich Schnee um die Spalten zu füllen.
Ich empfehle einen Blick auf die Rettenbachjoch-Cam im Sommer 2022, der Gletscher war blank bis oben und wild zerklüftet.
L&S hat geschrieben: 17.02.2023 - 10:14
Ich frage mich wie man von der neuen Bahn zurück ins alte Skigebiet kommen soll?
Das ginge über den Notweg, den man wohl zur Piste machen muss..
Was den nicht unbeträchtlichen Nachteil hat, dass man die Bahn nur betreiben kann, wenn man auch auf Ski bis zur Talstation kommt...
d.h. man braucht auch ne Komplettbeschneiung für den Notweg.
Oder man hat die Rückbringerbahn vergessen?
Naja, so wie es seit Beginn der 2000er Jahre mit den ursprünglichen Plänen der Fernerkogelbahn bereits vorgesehen war: per langem Schuss vom Hauptarm des Mittelbergferners.
2. Variante: die "Hälfte" der Verbindungsbahn nach Sölden, nämlich von der potentiellen Talstation Fernerkogel über den Grabkogel zum Gletscherrestaurant. Eine Mittelstation bräuchte diese Bahn ja ohnehin.
Ich denke nicht, dass man für den (unwahrscheinlichen) Fall einer Umsetzung der Pläne bis zur Öffnung des "Notwegs" warten möchte. Ich denke doch, dass man hier spätestens ab Anfang November in Betrieb sein möchte.
Das Projekt wäre ja eine astreine Skigebietserweiterung/Neuerschließung ohne den Verbindungscharakter. Denke nicht, dass dies genehmigungsfähig ist und UVP-pflichtig dürfte es vmtl. auch sein (liest sich komisch in der Krone: "Wir schauen mal, ob es die Prüfung braucht" => ich hoffe sehr, dass die Betreiber da bereits vorgefühlt haben).
In der Öffentlichkeit dürfte dieses Vorhaben sicherlich nicht viel besser ankommen als die "Gletscherehe", gerade in unseren hysterischen (Social) Medien-Zeiten.
Zur Eignung: Klar, das sind spaltige Gletscher, aber das ist der Brunnenkogelferner auch - wenn das mal als Piste genutzt werden würde, würden die Spalten ja regelmäßig zugeschoben/gesprengt/gebaggert und entsprechende Depots bereitgestellt. Also machbar sollte das schon sein.
Aus Sicht der Betreiber ist es legitim, dass sie es probieren, das ist ihre Aufgabe unternehmerisch, meine ich.
Emilius3557 hat geschrieben: 17.02.2023 - 10:45
Naja, so wie es seit Beginn der 2000er Jahre mit den ursprünglichen Plänen der Fernerkogelbahn bereits vorgesehen war: per langem Schuss vom Hauptarm des Mittelbergferners.
Seit dem Beginn der 2000er ist aber der Mittelbergferner auch einiges abgesunken, selbst wenn es sich noch ausgeht, wie lange noch?
L&S hat geschrieben: 17.02.2023 - 10:14
Ich frage mich wie man von der neuen Bahn zurück ins alte Skigebiet kommen soll?
Das ginge über den Notweg, den man wohl zur Piste machen muss..
Was den nicht unbeträchtlichen Nachteil hat, dass man die Bahn nur betreiben kann, wenn man auch auf Ski bis zur Talstation kommt...
d.h. man braucht auch ne Komplettbeschneiung für den Notweg.
Oder man hat die Rückbringerbahn vergessen?
.....
Laut dem Plan in dem Bericht wollen sie ja oben am Tiefenbachkogel das Gebiet in beide Richtungen erschließen.
Und wenn man dann oben auf der rechten Seite hinunterfährt kommt man ja in dem Bereich, wo sie aktuell immer die Langlaufloipe haben..
und von dort reicht ja ein Förderband wie in Sölden, das man von dort wieder zum Gletschersee Sessel kommt..