Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

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Wurzelsepp
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von Wurzelsepp »

NeusserGletscher hat geschrieben: 24.02.2023 - 08:13 Witzig finde ich auch die Einleitung, dass der alpine Skitourismus in diesem Winter so sehr im Kreuzfeuer stand wie noch nie. Klar, und wir wissen auch, wer dahinter steckt.
Klar wissen wir, wer dahinter steckt: Frau Holle! In der Schweiz (und in F und I, weniger in A) ist es nach wie vor extrem trocken und Schnee hat es wirklich kaum. Die Bilder vom Januar aus Adelboden mit dem weissen Band in der grünbraunen Landschaft haben viele doch schockiert. Ich war letzte Woche in Zermatt, die Pisten sind okay, daneben hat es kaum Schnee, auf 3500m vielleicht 20cm, die Kuppen sind grösstenteils schneefrei, auf dem Gletscher sieht man zT schon das blanke Eis, unter 2500m hat es nur an Nordhängen und in Rinnen noch etwas Schnee. Und es ist erst Mitte Februar!

Logisch rüttelt das viele auf, denn Winter und Schnee gehören für viele (gerade in A und CH) einfach zusammen und dass da die Medien darüber berichten ist am Schluss auch ihr Auftrag.

PS: Mir gibt das schon zu denken mit den warmen Wintern, auch wenn ich sehr gerne skifahre... wenn ich schaue, wie es vor 20 Jahren an der Furggsattelbahn ausschaut und heute, so ist es imposant.

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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von NeusserGletscher »

Spezialwidde hat geschrieben: 24.02.2023 - 08:32
NeusserGletscher hat geschrieben: 24.02.2023 - 08:13 Da werden ja weit höhere Ziele wie die "Generationengerechtigkeit" bemüht
Wo genau stellst du den Bezug dazu her?
Ich zitiere lediglich den Podcast, ca. 5:30.
5:30 hat geschrieben:... es ist natürlich ein Thema der Generationengerechtigkeit, also die Frage ist schon, verbauen wir eigentlich durch einen vermeintlichen Schutz und eine vermeindliche Anpassung in den nächsten zwei bis drei Dekaden die Zukunft dann der nächsten 80, 90 Jahre
Wow. Da wird das ganz große Rad gedreht. Schneekanonen verbauen die Zukunft der letzten Generation. :wink: :wink: Einerseits ist mir nicht klar, wie man mit Schneekanonen überhaupt jemandem die Zukunft verbauen kann. Das halte ich nun schon für seeehr weit hergeholt. Und unlogisch ist es obendrein. Denn die aktuell letzte Generation wäre ja in 80 bis 90 Jahren im biblischen Alter von 100 Lenzen und mehr. Das kann aber gar nicht sein, weil sie ja nach ihrem Glauben bis dahin längst am Klimawandel gestorben sind. Allenfalls die nächste Generation nach der letzten könnte überhaupt betroffen sein. Aber dann wäre die aktuell letzte Generation nicht die letzte, sondern die vorletzte. Oder vielleicht das hinterletzte? :lol: Und außerdem halten Schneekanonen nicht so lange. In 20 bis 30 Jahren steht eh eine Erneuerung der Schneekanonen an, da kann man dann die Lage auch neu bewerten. :wink: :wink: :wink:

Der gesamte Podcast ist ein einziges Potpourri an Moralin, aus dem Zusammenhang gerissenen Zahlen, Tatsachenbehauptungen, Vermutungen und Spekualtionen. Ich kann hier beim besten Willen keine Ausgewogenheit erkennen. Nicht einmal die offensichtlichsten Fehler werden korrigiert sondern werden unwidersprochen gesendet.
Pancho hat geschrieben: 24.02.2023 - 10:20
NeusserGletscher hat geschrieben: 24.02.2023 - 08:13 Und auch die Botschaft ist stets die gleiche
Du bist sicher, dass Du diese Methode nicht nutzt?
Ja. Erstens habe ich keinen gesellschaftlichen Bildungsauftrag und bin nicht zu Neutralität verpflichtet wie der ÖR. Zweitens revidiere ich auch meine Ansichten, wenn man mir einen Irrtum nachweist. Drittens versuche ich wenigstens, methodisch einwandfrei zu arbeiten und auch Aspekte zu berücksichtigen, die meinen Ansichten widersprechen.

Bei der Frage der Subventionen für Skigebiete haben wir nun aber den X-ten Aufguß der falschen Behauptung, wie viele Steuermillionen alleine für Beschneiung aufgewendet wurden. Bei Menschen, die Journalismus als Beruf haben, darf ich etwas mehr Sorgfalt voraussetzen. Dazu gehört, dass man nicht Zahlen unnötig aufbauscht, in dem man sie über mehr als 10 Jahre akkumuliert. Und dann nicht in einem Atemzug zwischen den Subventionen für Beschneiung und Subventionen für technische Verbesserungen hin und her springt, so dass bei dem unbedarften Zuhörer ein völlig falscher Eindruck entsteht.

Denn letztendlich geht es immer noch um einen Betrag im niedrigen einstelligen Millionenbereich für technische Beschneiung pro Jahr. Wenn man bedenkt, wofür alles Steuergelder zum Fenster herausgeworfen werden, dann verstehe ich die Aufregung nicht.

Das ganze ergibt nur einen Sinn, wenn man unterstellt, dass Haltungsjournalisten zusammen mit der grünen Filterblase eine Kampagne gegen den Wintersport fahren.

Und wenn sie damit Erfolg haben, weil Wintersport ja nicht von so vielen Menschen betrieben wird, kommt als nächstes dann der Sommerurlaub dran. Nachem man sich an Flugreisen abgearbeitet hat. :wink:
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von Spezialwidde »

NeusserGletscher hat geschrieben: 24.02.2023 - 11:17

Ich zitiere lediglich den Podcast, ca. 5:30.
5:30 hat geschrieben:... es ist natürlich ein Thema der Generationengerechtigkeit, also die Frage ist schon, verbauen wir eigentlich durch einen vermeintlichen Schutz und eine vermeindliche Anpassung in den nächsten zwei bis drei Dekaden die Zukunft dann der nächsten 80, 90 Jahre
Ok, danke, passt. Das ging irgendwie an mir vorbei. Aber wie gesagt, so nimmt man sich immerhin selber den Wind aus den Segeln...
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von skifam »

NeusserGletscher hat geschrieben: 24.02.2023 - 11:17
Spezialwidde hat geschrieben: 24.02.2023 - 08:32
NeusserGletscher hat geschrieben: 24.02.2023 - 08:13 Da werden ja weit höhere Ziele wie die "Generationengerechtigkeit" bemüht
Wo genau stellst du den Bezug dazu her?
Ich zitiere lediglich den Podcast, ca. 5:30.
5:30 hat geschrieben:... es ist natürlich ein Thema der Generationengerechtigkeit, also die Frage ist schon, verbauen wir eigentlich durch einen vermeintlichen Schutz und eine vermeindliche Anpassung in den nächsten zwei bis drei Dekaden die Zukunft dann der nächsten 80, 90 Jahre
Wow. Da wird das ganz große Rad gedreht. Schneekanonen verbauen die Zukunft der letzten Generation.........Denn die aktuell letzte Generation wäre ja in 80 bis 90 Jahren im biblischen Alter von 100 Lenzen und mehr. Das kann aber gar nicht sein, weil sie ja nach ihrem Glauben bis dahin längst am Klimawandel gestorben sind. Allenfalls die nächste Generation nach der letzten könnte überhaupt betroffen sein. Aber dann wäre die aktuell letzte Generation nicht die letzte, sondern die vorletzte. Oder vielleicht das hinterletzte? :

Der gesamte Podcast ist ein einziges Potpourri an Moralin, aus dem Zusammenhang gerissenen Zahlen, Tatsachenbehauptungen, Vermutungen und Spekualtionen. Ich kann hier beim besten Willen keine Ausgewogenheit erkennen. Nicht einmal die offensichtlichsten Fehler werden korrigiert sondern werden unwidersprochen gesendet.
Pancho hat geschrieben: 24.02.2023 - 10:20
NeusserGletscher hat geschrieben: 24.02.2023 - 08:13 Und auch die Botschaft ist stets die gleiche
Du bist sicher, dass Du diese Methode nicht nutzt?
Ja. Erstens habe ich keinen gesellschaftlichen Bildungsauftrag und bin nicht zu Neutralität verpflichtet wie der ÖR. Zweitens revidiere ich auch meine Ansichten, wenn man mir einen Irrtum nachweist. Drittens versuche ich wenigstens, methodisch einwandfrei zu arbeiten und auch Aspekte zu berücksichtigen, die meinen Ansichten widersprechen.

Bei der Frage der Subventionen für Skigebiete haben wir nun aber den X-ten Aufguß der falschen Behauptung, wie viele Steuermillionen alleine für Beschneiung aufgewendet wurden. Bei Menschen, die Journalismus als Beruf haben, darf ich etwas mehr Sorgfalt voraussetzen. Dazu gehört, dass man nicht Zahlen unnötig aufbauscht, in dem man sie über mehr als 10 Jahre akkumuliert. Und dann nicht in einem Atemzug zwischen den Subventionen für Beschneiung und Subventionen für technische Verbesserungen hin und her springt, so dass bei dem unbedarften Zuhörer ein völlig falscher Eindruck entsteht.

Denn letztendlich geht es immer noch um einen Betrag im niedrigen einstelligen Millionenbereich für technische Beschneiung pro Jahr. Wenn man bedenkt, wofür alles Steuergelder zum Fenster herausgeworfen werden, dann verstehe ich die Aufregung nicht.

Das ganze ergibt nur einen Sinn, wenn man unterstellt, dass Haltungsjournalisten zusammen mit der grünen Filterblase eine Kampagne gegen den Wintersport fahren.

Und wenn sie damit Erfolg haben, weil Wintersport ja nicht von so vielen Menschen betrieben wird, kommt als nächstes dann der Sommerurlaub dran. Nachem man sich an Flugreisen abgearbeitet hat. :wink:


Wie Du schreibt das Problem für die "letzte Generation" existiert nachweislich nicht denn:
1.sie sind bis dahin längst verstorben
und
2. möchten ja aus CO2 Reduktionsgründen auch keine Kinder bekommen.


.....so ist das mit den "Erwählten", wie mit allen religiösen Eiferern seit Menschengedenken.
MagnumPISkifam:

"Ein Leben ohne Skifoan ist zwar möglich, aber sinnlos."
2023/24 Hintertux,Feldberg,LaBresse,Selva
2022/23 Hintertux, Klinovec, Arlberg mit Lech, Zürs, Warth, Stuben, St.Christop, St Anton, Bublava/Bleiberg,, Klinovec, Espace Killy,Hintertux
2021/22 Hintertux, Feldberg, St.Moritz-Corviglia, Klinovec, SerfausFissLadis
2020/21 Zermatt, Ftan-Scuol
2019/20 mir war 7 bis 15Tage danach ziemlich coronerich...: :naja: WolkensteinSelva,Val diFassa, Arabba, Corvara, St.Christina, FlimsLaaxFalera, Klinovec, Stubaital
2018/19 Sierra Nevada, KlinovecNeklid,Othal, KlinovecNeklid, Feldberg, EngelbergTitlis, HaslibergMeieringen, GrindelwaldWengen, Klinovec, Stubaital
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von Pancho »

Wurzelsepp hat geschrieben: 24.02.2023 - 10:50 PS: Mir gibt das schon zu denken mit den warmen Wintern, auch wenn ich sehr gerne skifahre... wenn ich schaue, wie es vor 20 Jahren an der Furggsattelbahn ausschaut und heute, so ist es imposant.
Dann bist du wohl auf die Propaganda der GEZ-finanzierten Haltungsjournalisten hereingefallen, was?
😜
<Ironie aus>

Aber mal ernsthaft, der Schneemangel bewirkt jetzt bereits absehbar die nächsten Probleme.
https://www.tagesschau.de/ausland/europ ... e-101.html
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von turms »

Pancho hat geschrieben: 24.02.2023 - 11:48
Wurzelsepp hat geschrieben: 24.02.2023 - 10:50 PS: Mir gibt das schon zu denken mit den warmen Wintern, auch wenn ich sehr gerne skifahre... wenn ich schaue, wie es vor 20 Jahren an der Furggsattelbahn ausschaut und heute, so ist es imposant.
Dann bist du wohl auf die Propaganda der GEZ-finanzierten Haltungsjournalisten hereingefallen, was?
😜
<Ironie aus>

Aber mal ernsthaft, der Schneemangel bewirkt jetzt bereits absehbar die nächsten Probleme.
https://www.tagesschau.de/ausland/europ ... e-101.html
ist das ein Schneemangel Problem oder allgemeines NiederschlagMangel?
Heimat ist wo das Herz ist

Nur ein Snowboarder kennt dieses Feeling. Und wenn du es einmal selbst gefühlt hast, ist es unmöglich, nicht mehr zu wollen. Es macht so süchtig, dass es eigentlich illegal sein sollte, aber das ist es nicht und deshalb machen sie so gute Snowboards, dass du nach dem Fahren darauf alles verkaufen und in die Berge ziehen willst, weil ein Mann ein Gleichgewicht in seinem Leben haben muss, und dieses Gleichgewicht sollte 80% Snowboarden und 20% Arbeit sein.
Es sei denn natürlich, es schneit sehr stark, in diesem Fall ist es 100% Einsatz - jeder sagt, wenn du erfolgreich sein willst, musst du dich einsetzen - für den Spaß am Fahren mit deinen Brüdern.
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von Pancho »

Beides. Zu wenig Niederschlag generell in jeglicher Form. Schnee hat gegenüber Regen zusätzlich noch eine Pufferwirkung und dient als Reserve, die mit der über die Höhenlagen fortschreitenden Schmelze bis weit ins Frühjahr hinein wirken würde.
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von Spezialwidde »

Du kannst dir doch die Wetterdaten und damit die tatsächliche Niederschlagsverteilung für jeden Ort, über jeden beliebigen Zeitraum und als Karte aus dem Netz ziehen und mit dem Soll vergleichen. Und ja, dann kommt man zum Ergebnis dass es generell ein Niederschlagsdefizit gibt wenngleich es zu regional sehr unterschiedlichen Verteilungen durch Starkregenereignisse, Staulagen etc kommt. In der Meteologie wird Niederschlag generell in mm angegeben, egal ob Schnee oder Regen. Damit kann direkt verglichen werden. Schnee ist halt wegen der Depotwirkung in der Natur erst verzögert als freies Wasser verfügbar, das wird in den Wetterkarten nicht berücksichtigt. Aber gerade die ist halt für Oberitalien, Poebene etc besonders wichtig für den Wasserhaushalt weil das Schmelzwasser die wettermäßig eher trockene Frühjahrswachstumsperiode der Vegetation ermöglicht. Einjährige Ausreißer sind da weniger ein Problem, das gabs immer mal aber heuer nach der letztjährigen Dürre und dem jetzt herrschenden akuten Schneemangel kann es eng werden.

EDIT: Ich finde leider die Quelle nicht mehr, kann deshalb meine Aussage nicht belegen, weiß aber mal gelesen zu haben dass man bei Studien über künstliche Beschneiung in bestimmten Regionen sogar einen positiven Effekt auf den Wasserhaushalt der umgebenden Natur festgestellt hat, indem in Zeiten in denen Oberflächenwasser für die Natur nutzlos ist und einfach fortfließen würde, dieses Wasser durch die Schneeerzeugung festgelegt wird und in trockenen Frühjahren durch das zusätzlich verzögert abgegebene Schmelzwasser in den tiefer gelegenen Regionen der Natur mehr Wasser zur Verfügung steht. Man redet ja immer so geschwollen von dem gigantischen Wasserverbrauch der Beschneiungsanlagen. Ich hab noch nie gesehen dass auch nur ein einziger Tropfen Wasser verbraucht oder verschmutzt worden wäre, das Wasser wurde lediglich von A nach B gebracht, in feste Form überführt und wieder komplett in den Wasserkreislauf der Natur rückgeführt.
Zuletzt geändert von Spezialwidde am 24.02.2023 - 13:32, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von Pancho »

Zusätzlich ist schmelzender Schnee wohl auch das beste Mittel um lokal kleinteilig die Böden intensiv zu tränken und die Reservoirs aufzufüllen. Die langsam und kontinuierlich abgegebenen Wassermengen sind ideal und wichtig um Hanglagen zu versorgen.
Lauf mal über eine frisch geschmolzene Bergwiese.
Die gleiche Menge Regenwasser, womöglich auch noch in kurzer Zeit, würde nur vorbeirauschen und womöglich sogar Schaden anrichten in Form von Erosion, Erdrutschen und Hochwasser.
Von daher ist Regen nicht gleich Schnee, selbst wenn die Mengen identisch wären. Es kommt auf die Verteilung an.

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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von Pancho »

Spezialwidde hat geschrieben: 24.02.2023 - 12:50 EDIT: Ich finde leider die Quelle nicht mehr, kann deshalb meine Aussage nicht belegen, weiß aber mal gelesen zu haben dass man bei Studien über künstliche Beschneiung in bestimmten Regionen sogar einen positiven Effekt auf den Wasserhaushalt der umgebenden Natur festgestellt hat, indem in Zeiten in denen Oberflächenwasser für die Natur nutzlos ist und einfach fortfließen würde, dieses Wasser durch die Schneeerzeugung festgelegt wird und in trockenen Frühjahren durch das zusätzlich verzögert abgegebene Schmelzwasser in den tiefer gelegenen Regionen der Natur mehr Wasser zur Verfügung steht. Man redet ja immer so geschwollen von dem gigantischen Wasserverbrauch der Beschneiungsanlagen. Ich hab noch nie gesehen dass auch nur ein einziger Tropfen Wasser verbraucht oder verschmutzt worden wäre, das Wasser wurde lediglich von A nach B gebracht, in feste Form überführt und wieder komplett in den Wasserkreislauf der Natur rückgeführt.
Bei Beschneiung im Grenzbereich gehen angeblich bis zu 30 % des Wassers durch Verdunstung eben doch irgendwie für die lokale Verfügbarkeit verloren.

Edit:
Quelle dazu
https://sciencev1.orf.at/science/news/147896.html
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von Wooly »

NeusserGletscher hat geschrieben: 24.02.2023 - 11:17 Ich zitiere lediglich den Podcast, ca. 5:30.
5:30 hat geschrieben:... es ist natürlich ein Thema der Generationengerechtigkeit, also die Frage ist schon, verbauen wir eigentlich durch einen vermeintlichen Schutz und eine vermeindliche Anpassung in den nächsten zwei bis drei Dekaden die Zukunft dann der nächsten 80, 90 Jahre
Wow. Da wird das ganz große Rad gedreht. Schneekanonen verbauen die Zukunft der letzten Generation. :wink: :wink: Einerseits ist mir nicht klar, wie man mit Schneekanonen überhaupt jemandem die Zukunft verbauen kann. Das halte ich nun schon für seeehr weit hergeholt. Und unlogisch ist es obendrein. Denn die aktuell letzte Generation wäre ja in 80 bis 90 Jahren im biblischen Alter von 100 Lenzen und mehr. Das kann aber gar nicht sein, weil sie ja nach ihrem Glauben bis dahin längst am Klimawandel gestorben sind. Allenfalls die nächste Generation nach der letzten könnte überhaupt betroffen sein. Aber dann wäre die aktuell letzte Generation nicht die letzte, sondern die vorletzte. Oder vielleicht das hinterletzte?
Ich finde es immer wieder faszinierend, wie unlogisch und ignorant man argumentieren kann, als wären Beschneiung oder der Skisport die einzigen Probleme die wir klimatechnisch zur Zeit haben. Wir sind nur ein ganz kleiner Teil der Problems, aber wo das die Schwierigkeit besteht einzusehen, das alle etwas ändern müssen, geht irgendwie nicht in mein Hirn. Vor allem, weil wir als Skifahrer ja in Europa gerade mit am direktesten die Auswirkungen zu spüren bekommen. Nur suchen wir uns im Gegensatz zu Menschen, deren Lebensgrundlagen bedroht sind, die Ausübung eines Hobbys selber auch und wären auch in der Lage schnell und aktiv etwas zu ändern.

Wir, das müssen wir uns schon auf die Fahnen schreiben, sind eine Generation, die in den letzten 30 Jahren viel hätte ändern können, es aber nicht gemacht haben. Jetzt kommt die nächste Generation und will etwas ändern, weil sie vielleicht auch gelernt hat das man Veränderungen Zeit brauchen und man einfach irgendwann mal anfangen muss. Und, wie man in dem Podcast ja auch nachvollziehen kann, gibt es inzwischen genug Menschen die das nachvollziehen können. Das Ignoranten wie Gletscher oder skifam sich irgendwelche Hirngespinste über böse Mächte und indoktrinierende Medien ausdenken ist Gott sei Dank nur ein Nebenschauplatz ... es nervt halt wenn man sinnvoll über Lösungen diskutieren will. Aber irgendwann hat man die Montagsrentner auch nicht mehr wahrgenommen ....
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von NeusserGletscher »

Wooly hat geschrieben: 24.02.2023 - 15:51 Ich finde es immer wieder faszinierend, wie unlogisch und ignorant man argumentieren kann, als wären Beschneiung oder der Skisport die einzigen Probleme die wir klimatechnisch zur Zeit haben.
Da gebe ich Dir zu 100% recht. Anstatt sich an so unwesentlichen Sachen wie künstlicher Beschneiung oder Tempolimit zu reiben, sollte man seine ganze Energie auf die Aspekte konzentrieren, wo es den größten Effekt hat. Weltweit gesehen haben Energieerzeugung, Transport und Industrie über 75% Anteil an den CO2 Emissionen. Würden wir per sofort ein Tempolimit einführen oder alle Skigebiete stillegen, würde sich genau Null Komma Nix ändern.
Wooly hat geschrieben: 24.02.2023 - 15:51Wir sind nur ein ganz kleiner Teil der Problems,
Auch hier: 100% Zustimmung. Deutschland hat knapp 2% Anteil an den welweiten CO2 Emissionen.
Wooly hat geschrieben: 24.02.2023 - 15:51aber wo das die Schwierigkeit besteht einzusehen, das alle etwas ändern müssen, geht irgendwie nicht in mein Hirn.
Es geht (mir) ja nicht darum, nichts zu ändern. Sondern dort den Hebel anzusetzen, wo man unter dem Aspekt von Kosten / Nutzen die größte Wirkung erzielen kann. Und da spielen Schneekanonen nun einmal überhaupt keine Rolle.
Wooly hat geschrieben: 24.02.2023 - 15:51 Vor allem, weil wir als Skifahrer ja in Europa gerade mit am direktesten die Auswirkungen zu spüren bekommen.
Das ist aber keine Rechtfertigung für blinden Aktionismus oder rein ideologisch begründete Maßnahmen.

Vor allem macht es keinen Sinn, auf künstliche Beschneiung zu verzichten, damit wir auch in Zukunft Skifahren können. Ohne künstliche Beschneiung können viele Skigebiete gleich dicht machen. Und ich denke, genau das ist auch die Absicht, die dahinter steckt.
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von judyclt »

NeusserGletscher hat geschrieben: 24.02.2023 - 16:53 Ohne künstliche Beschneiung können viele Skigebiete gleich dicht machen. Und ich denke, genau das ist auch die Absicht, die dahinter steckt.
Das dürfte vielen Medien ziemlich egal sein, daher ist das vielleicht etwas weit hergeholt.

Insgesamt betrachtet ist das Skigeschäft tatsächlich nicht gerade weltbewegend in Sachen CO2. Aber medienwirksam und daher wird kräftig berichtet. Zumindest die Privaten müssen das ja wohl oder übel so machen, da sie von Werbung leben.
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von don pipone »

"Der Stahlhersteller China Baowu stößt demnach mit 211 Millionen Tonnen mehr CO₂ in die Atmosphäre als Belgien und Österreich.

Der Baukonzern CNBM hat mit 255 Millionen Tonnen einen ähnlich großen CO₂-Fußabdruck wie Frankreich

Der Energiekonzern Huaneng Power kommt mit 317 Millionen Tonnen an den Ausstoß von Großbritannien heran

Der Autobauer SAIC produziert mit 158 Millionen Tonnen ähnlich viel CO₂ wie Argentinien

Der Öl- und Petrochemiekonzern Sinopec kommt auf 733 Millionen Tonnen, mehr als Spanien und Kanada zusammen. Dabei steht Ölproduzent Kanada selbst auf Platz 11 der Länder mit dem größten Treibhausgasausstoß"

Quelle: Der Spiegel, 25.10.21 ; Artikel zum CO2 Austoß chinesischer Unternehmen.

Wie hoch ist im Vergleich der Anteil der Beschneeiungsanlagen im Alpenraum? Die Diskussion um den CO2 Ausstoß wird bei uns einfach in Teilen unehrlich und emotional aufgeladen geführt. Hilfreich ist das nicht.
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von albe-fr »

don pipone hat geschrieben: 24.02.2023 - 19:15 "Der Stahlhersteller China Baowu stößt demnach mit 211 Millionen Tonnen mehr CO₂ in die Atmosphäre als Belgien und Österreich.

Der Baukonzern CNBM hat mit 255 Millionen Tonnen einen ähnlich großen CO₂-Fußabdruck wie Frankreich

Der Energiekonzern Huaneng Power kommt mit 317 Millionen Tonnen an den Ausstoß von Großbritannien heran

Der Autobauer SAIC produziert mit 158 Millionen Tonnen ähnlich viel CO₂ wie Argentinien

Der Öl- und Petrochemiekonzern Sinopec kommt auf 733 Millionen Tonnen, mehr als Spanien und Kanada zusammen. Dabei steht Ölproduzent Kanada selbst auf Platz 11 der Länder mit dem größten Treibhausgasausstoß"

Quelle: Der Spiegel, 25.10.21 ; Artikel zum CO2 Austoß chinesischer Unternehmen.
und, könne wir daran etwas ändern? Nein.

Könnten wir im Alpenraum auf Schneekanonen verzichten? Ja.
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von Tiob »

Beschneiung kann auch ein Teil der Lösung sein und nicht nur ein Problem. Techno Alpin hat in den letzten Jahren ein Konzept entwickelt mit dem man Beschneiungsinfrastruktur mit überschaubaren Aufwand im Sommer als Kleinstwasserkraftwerk nutzen kann:

https://youtu.be/uLfD7_FIBe4

https://www.technoalpin.com/de/ueber-un ... ward-2021/

Nachdem man das Konzept erfolgreich auf dem Jakobshorn erprobt hat, wurde es auch am Rinerhorn installiert wo man neuerdings dadurch mehr oder weniger die Energie produziert die man verbraucht.
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von don pipone »

albe-fr hat geschrieben: 24.02.2023 - 19:35
und, könne wir daran etwas ändern? Nein.

Könnten wir im Alpenraum auf Schneekanonen verzichten? Ja.
Wir können insofern an Chinas CO2 Ausstoß etwas ändern, als gewisse Teile dessen auf die Herstellung "unserer" Wirtschaftsgüter entfallen. Bspw. Stahl, der zu großen Teilen aus China kommt.

Natürlich können wir auch kurzfristig ganz auf Schneekanonen verzichten. Dann verlieren halt Hundertausende im Wintertourismus Beschäftigte von einem Jahr zum anderen ihre Jobs. Und den CO2 Ausstoß hat man dafür im nicht messbaren Bereich verringert.

Im Einkauf unterscheidet man A, B und C Teile. Wobei C-Teile beispielhaft 80% der Menge und 5 % der Kosten ausmachen. Dort Anstrengungen zu unternehmen, um Kosten einzusparen, ist völlig sinnlos. Das muß ich bei den A Teilen machen, auf welche 5% der Menge aber 80% der Kosten entfallen.

Das meine ich mit unehrlicher Diskussion.

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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von albe-fr »

don pipone hat geschrieben: 24.02.2023 - 20:25 Das meine ich mit unehrlicher Diskussion.
du bist halt der klassischer FDP Wähler, dem die Umwelt am Arsch vorbei geht, Hauptsache dein Spass und dein Gewinn stimmt.
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von don pipone »

albe-fr hat geschrieben: 24.02.2023 - 20:30
don pipone hat geschrieben: 24.02.2023 - 20:25 Das meine ich mit unehrlicher Diskussion.
du bist halt der klassischer FDP Wähler, dem die Umwelt am Arsch vorbei geht, Hauptsache dein Spass und dein Gewinn stimmt.
Genau. Deswegen wohne ich mit meiner Familie in einer 100m2 Innenstadtwohnung, erledige 80% meiner privaten Erledigungen mit dem Radl und habe in meinen 40 Jahren ganze 2 Langstrecken- und insgesamt höchstens 30 Flüge unternommen.....
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von Mt. Cervino »

Ach albe - du bist halt ein klassischer Grünen Wähler, der vorgibt, dass ihn die Umwelt interessiert (vor allem wenn es um das Verhalten der anderen geht), der aber alles weitermacht, was ihm Spaß macht und sich dabei selbst nicht an das hält was er Anderen predigt.

Und da frage ich mich dann, was ist ehrlicher? Der FDP oder der Grünen Wähler?
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von Wooly »

NeusserGletscher hat geschrieben: 24.02.2023 - 16:53
Wooly hat geschrieben: 24.02.2023 - 15:51 Ich finde es immer wieder faszinierend, wie unlogisch und ignorant man argumentieren kann, als wären Beschneiung oder der Skisport die einzigen Probleme die wir klimatechnisch zur Zeit haben.
Da gebe ich Dir zu 100% recht. Anstatt sich an so unwesentlichen Sachen wie künstlicher Beschneiung oder Tempolimit zu reiben, sollte man seine ganze Energie auf die Aspekte konzentrieren, wo es den größten Effekt hat. Weltweit gesehen haben Energieerzeugung, Transport und Industrie über 75% Anteil an den CO2 Emissionen. Würden wir per sofort ein Tempolimit einführen oder alle Skigebiete stillegen, würde sich genau Null Komma Nix ändern.
So ein Quark. Alleine ein Tempolimit in Deutschland würde nach neusten Studien mindestens 11,1 Mio Tonnen Co2 einsparen. Würde man unrentable Skigebiete früher schließen und auf die Beschneiung verzichten, würde man einiges an Energie und damit auch wieder Co2 einsparen.
NeusserGletscher hat geschrieben: 24.02.2023 - 16:53
Wooly hat geschrieben: 24.02.2023 - 15:51Wir sind nur ein ganz kleiner Teil der Problems,
Auch hier: 100% Zustimmung. Deutschland hat knapp 2% Anteil an den welweiten CO2 Emissionen.
Das ist auch wieder so eine klassische Umdeutung um die Auswirkungen kleinzureden ... wir sind immerhin auf Nummer 6 der weltweit größten Co2 Emettienten, und als hochentwickeltes Industrieland auch als eines der Länder dieser Welt am fähigsten, hier neue Wege aufzuzeigen (und auch ordentlich daran zu verdienen ... ) Nur weil die USA & China um einiges "schmutziger" sind, heißt das nicht das wir hier die Saubermänner raushängen lassen. Beim Pro Kopf Ausstoss sind wir VOR China. Also mal den Ball flachhalten ...

mehr dazu:

https://www.co2online.de/klima-schuetze ... r-laender/
NeusserGletscher hat geschrieben: 24.02.2023 - 16:53
Wooly hat geschrieben: 24.02.2023 - 15:51aber wo das die Schwierigkeit besteht einzusehen, das alle etwas ändern müssen, geht irgendwie nicht in mein Hirn.
Es geht (mir) ja nicht darum, nichts zu ändern. Sondern dort den Hebel anzusetzen, wo man unter dem Aspekt von Kosten / Nutzen die größte Wirkung erzielen kann. Und da spielen Schneekanonen nun einmal überhaupt keine Rolle.
Alles spielt eine Rolle. Belastbare Zahlen sind im Augenblick für 2020 noch nicht gut zu bekommen, aber nur mal so als Größenordnung, alleine in 2017 hat Österreich 600 Millionen Euro in den Skisport investiert, und alleine 150 Millionen in diesem Jahr direkt in den Ausbau der Beschneiung. Und das ist bestimmt nicht weniger geworden die Jahre danach, auch in Deutschland nicht.

Es macht einfach keinen Sinn, das jede gesellschaftliche Gruppe immer nur losplärrt, wenn Ihr Spielraum beschnitten wird, und immer mit dem Finger auf den anderen zeigt, die doch viel mehr tun können. Die Skifahrer auf die Schwimmbäder, die auf die Ferienflieger, die auf die Autos, die ... und die Deutschen auf die Amerikaner, die auf die Chinesen ... so hat Problemlösung noch nie funktioniert. Alles was du die letzten Jahre hier zu dem Thema von dir gibst geht aber genau in die Richtung, wir können eh nichts ändern etc. pp. .... das sind keine Argumente, das ist reine Augenwischerei um nichts tun zu müssen.
NeusserGletscher hat geschrieben: 24.02.2023 - 16:53
Wooly hat geschrieben: 24.02.2023 - 15:51 Vor allem, weil wir als Skifahrer ja in Europa gerade mit am direktesten die Auswirkungen zu spüren bekommen.
Das ist aber keine Rechtfertigung für blinden Aktionismus oder rein ideologisch begründete Maßnahmen.
Geht so weiter, wenn einem die Maßnahmen nicht passen, wird von Aktionismus und Ideologie gefaselt ... dagegen geht es nur darum, Probleme nicht zu lösen sondern einfach zu ignorieren. Denk mal an deinen 3. Weltkriegsvorratskeller, da bist du doch anscheinend auch bereit für die Zukunft etwas zu regeln.
NeusserGletscher hat geschrieben: 24.02.2023 - 16:53Vor allem macht es keinen Sinn, auf künstliche Beschneiung zu verzichten, damit wir auch in Zukunft Skifahren können. Ohne künstliche Beschneiung können viele Skigebiete gleich dicht machen. Und ich denke, genau das ist auch die Absicht, die dahinter steckt.
Ich kann diesen abstrusen Verschwörungsmist echt nicht mehr hören ... aber passt auch wieder zum Keller. Aber wenn man von seltsamen Dämonen verfolgt wird und an wirre Verschwörungsthesen glaubt, sollte man mit seinesgleichen auf Telegram diskutieren und nicht in öffentlichen Foren ... man macht sich nur komplett lächerlich. Die Skigebiete können wirklich demnächst dichtmachen ... da ändert auch die Beschneiung nichts mehr. Das zögert das Elend nur hinaus, ohne einfach mal wirklich über die Zukunft nachzudenken. Übrigens so wie einige in dem Titelgebenden Podcast berichten. Das Model "Neusser Gletscher meets Aiwanger" scheint inzwischen auch einfach ein Auslaufmodell zu sein ... versteht man in den Skigebieten wahrscheinlich schon viel besser als in Düsseldorf ....
Zuletzt geändert von Wooly am 24.02.2023 - 21:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von Wooly »

Mt. Cervino hat geschrieben: 24.02.2023 - 20:59 Ach albe - du bist halt ein klassischer Grünen Wähler, der vorgibt, dass ihn die Umwelt interessiert (vor allem wenn es um das Verhalten der anderen geht), der aber alles weitermacht, was ihm Spaß macht und sich dabei selbst nicht an das hält was er Anderen predigt.

Und da frage ich mich dann, was ist ehrlicher? Der FDP oder der Grünen Wähler?
Darf ich hier als Grünen Wähler mal ganz massiv protestieren. Albe ist ein Irrer, der vielleicht einen "Grünen Wähler" persifliert, aber bestimmt nicht die Grünen wählt. Weder jede Grünenwähler ist der perfekte Umweltschützer, noch jeder FDP Wähler eine gewissenloser Börsenhai. Albe ist einfach nur ein Troll, mehr nicht.
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von Jan Tenner »

don pipone hat geschrieben: 24.02.2023 - 20:52 ... und habe in meinen 40 Jahren ganze 2 Langstrecken- und insgesamt höchstens 30 Flüge unternommen
Das sind ungefähr 30 Flüge mehr als 95% aller Chinesen jemals in ihrem ganzen Leben fliegen. Die Chinesen brauchen sich also überhaupt nicht einschränken, wenn doch die Europäer so viel CO2 in die Luft pusten...
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von don pipone »

Jan Tenner hat geschrieben: 24.02.2023 - 21:11 Das sind ungefähr 30 Flüge mehr als 95% aller Chinesen jemals in ihrem ganzen Leben fliegen. Die Chinesen brauchen sich also überhaupt nicht einschränken, wenn doch die Europäer so viel CO2 in die Luft pusten...
Merkste was?
Das Fliegen ( gerade die Langstreckenflüge) ist ja mein Verhalten aus der Vergangenheit, als das Thema noch nicht derart präsent war und liefert keine Aussagen über mein zukünftiges Verhalten.

Und die Chinesen haben diese Flüge nur aufgrund mangelnder Möglichkeiten nicht gemacht. Und nicht weil sie im Thema Umweltschutz um Jahre voraus wären.

Ich schreibe ja außerdem, dass Teile des chin. CO2 Ausstoßes eigentlich die unseren sind. Daran ließe sich viel wirksamer ansetzen....
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Re: Podcast: Wärmere Winter ohne Schnee - Wie kann die Zukunft des Wintertourismus aussehen?

Beitrag von Spezialwidde »

don pipone hat geschrieben: 24.02.2023 - 21:20

Ich schreibe ja außerdem, dass Teile des chin. CO2 Ausstoßes eigentlich die unseren sind. Daran ließe sich viel wirksamer ansetzen....
Das ist ein ganz entscheidender Satz dem ich 100% zustimme. Haben wir nicht das halbe Ruhrgebiet abgebaut, in Kisten verpackt und nach China verscherbelt wo es munter weiter raucht? Aber bei uns isses ja jetzt sauber. Lassen wir nicht unsere Güter in Billiglohnländern mit miserablen Umweltstandards produzieren und stellen uns als die Klimaretter hin bzw werfen diesen Ländern dann Umweltsünden vor? Auch ne ziemliche Heuchelei.
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