Dieser Bericht ist Bestandteil meiner Berichtsserie über eine Woche Faschings-Skiurlaub in Gröden und Umgebung vom 18.-25. Februar 2023:
Gröden / Col Raiser 18. Februar 2023
Gröden & Alta Badia / Dantercepies und Edelweiß 19. Februar 2023
Fassatal / Alpe Lusia 20. Februar 2023
Fassatal / Passo San Pellegrino / Falcade 20. Februar 2023
Gröden / Sella Ronda 21. Februar 2023
Vigo di Fassa / Ciampedié 22. Februar 2023
Karerpass 22. Februar 2023
Gröden / Sellajoch & Monta Pana 23. Februar 2023
Alta Badia / Blaues Meer 24. Februar 2023
Gröden / Seiseralm 25. Februar 2023
Anfahrt: Wolkenstein - Sellapass - Fassatal - Vigo in 0:48 h
Wetter: Sonnig, 0°C - +8°C
Anlagen in Betrieb: Alle
Wartezeiten: Keine außer Abfahrt der Pendelbahn
Gefallen: Wetter, Panorama, Talabfahrt Ciampedié
Nicht gefallen: Flache Abfahrt Richtung Pera
Bewertung: 5 von 6 Punkten
Da der Mittwoch entgegen erster Prognosen doch noch schönes Wetter versprach, unternahm ich aus Gröden einen zweiten Autoausflug in benachbarte Skigebiete, diesmal mit Frau Harzwinter. Sie ist Rosengarten- und Vajolett-Fan, also besuchten wir das Skigebiet Ciampedié in Vigo di Fassa und das Skigebiet am Karerpass. Im Skigebiet Ciampedié war ich sowohl 1973 als auch 1982, insofern war es für mich dort ein Wiederholungs-Skibesuch, auch wenn ich mich kaum noch daran erinnern konnte. 2015 haben wir den Rosengarten vom Karerpass erstmals als Familie erwandert, 2016 von der Fassataler Seite.
In Vigo di Fassa hatten wir Glück und bekamen den vorletzten Parkplatz in der Nähe der Pendelbahnstation Ciampedié. Trotzdem mussten wir die Ski von dort noch ein gutes Stück zur etwas unglücklich platzierten Pendelbahn-Talstation hinauftragen. Wir bekamen die zweite Kabine nach unserer Ankunft. Die bewältigt die rund 600 Höhenmeter sehr flott. Oben bewunderten und fotografierten wir natürlich zunächst das wunderbare Panorama des Rosengartens und der anderen Fassataler Berge. Dann nutzten wir umgehend die rote Talabfahrt nach Vigo, so lange sie noch nicht weich und zerfahren war. Anschließend kam die Pistenseite von Pera die Fassa mit ihren leichten Abfahrten zu ihrem Recht. Auf die Abfahrt der untersten Sesselbahnsektion von Pera verzichteten wir, weil es zu warm war. Nach einem kurzen Besuch des Übungshangs auf dem Ciampedié, auf dem ich 1982 mit meinem Schulfreund begeistert Skipirouetten gedreht hatte, gaben wir uns die schwarze Alberto Tomba-Abfahrt, die sehr schön steil ist. Zu Mittag kehrten wir im Rifugio Ciampedié an einem prachtvollen Panoramatisch auf Spaghettibolo ein. Mit der inzwischen (wie befürchtet) weich gewordenen Talabfahrt nach Vigo beendeten wir unseren Vormittagsaufenthalt am Ciampedié und fuhren in 10 Autominuten weiter zum Karerpass.
31 Fotos:
Pistenplan Ciampedié.
Die Pendelbahn bewältigt die rund 600 Höhenmeter von Vigo di Fassa aus ziemlich flott.
Gegenkabine der PB Ciampedié. Hinten rechts erkennt man die Abfahrten des Skigebiets Alpe di Lusia in Moena.
Auf dem Ciampedié. Rifugio, Liftstationen und viel Übungsklimbim vor der Kulisse des Rosengartens.
Blick vom Ciampedié fassatalabwärts mit Rosengarten.
Erste Maßnahme war das Befahren der Talabfahrt nach Vigo, ...
... so lange sie noch nicht weich und zerfahren war. Gegenüber die Volcano-Abfahrt am Buffaure in Pozza di Fassa.
Talabfahrt Ciampedié zum Ersten, ...
... Zweiten ...
... und Dritten, ...
... bevor wir wieder an der Pendelbahn-Talstation standen.
Abfahrt Pra Martin.
Wir fahren zunächst mit der KSB von Pian Pecei wieder hinauf auf den Ciampedié, ...
... um den Übungshang zu besichtigen, auf dem ich 1984 stundenlang Pirouetten mit meinem Schulfreund drehte. Leider wurde sein damaliger Schlepplift durch eine überdimensionierte 4SB ersetzt, so dass ein Stück Erinnerung nicht aufgefrischt werden konnte.
Zoom vom Ciampedié über 10 km in Richtung Col Rodella auf die Friedrich-August-Hütte im Sellapass-Gebiet, wo wir tags zuvor eingekehrt waren. Typische Schneelage für einen Südwesthang im Fassatal.
Bergstation Übungshang Ciampedié mit der ganzen Felspracht des Rosengartens.
Über die Kuppe des Ciampedié schieben wir erneut in Richtung Abfahrt Pra Martin, ...
... die wir unter der Sesselbahn in Richtung Pera di Fassa fortsetzen.
Die anspruchslose Maschinenschneepiste Vajolet 2 inmitten von viel Braun vermag uns nicht zu begsistern, ...
... weshalb wir auf das unterste Abfahrtsstück Vajolet 1 nach Pera verzichten und lieber wieder mit der 4KSB Vajolet 2 hochfahren.
Anschließend fahren wir mit der 4KSB Pra Martin hinauf zum höchsten Punkt des Skigebiets, ...
... um die schwarze Alberto-Tomba-Abfahrt mitzunehmen, die sehr schön steil ist.
Aber dann ist am alten Rifugio Ciampedié ...
... Mittagspause mit Rosengartenblick.
Senkrecht abfallende Rosengartenwände über dem Hüttenkomplex von Gardeccia auf der Wiese unten rechts im Wald, von dem aus früher ein Schlepplift zum linken Bildrand führte. Es gab eine Abfahrt vom Ciampedié nach Gardeccia, aber keinen Weg zurück. Wahrscheinlich fuhr man von Gardeccia im Winter per Shuttlebus hinuter nach Pera di Fassa, so wie er noch heute im Sommer verkehrt. Schnee dürfte zwischen Gardeccia und Pera di Fassa nur selten liegen.
Etwas weiter rechts schaut man auf die Vajolettürme im Rosengarten, ein beliebtes Ziel für Kletterer. Auf dem Felsen unterhalb des sichtbaren kleinen Schneefeldes ...
... stehen die Preußhütte und die Vajoletthütte einträchtig nebeneinander. Im Sommer 2016 waren wir als Familie dort ... auch schon wieder 7 Jahre her.
Es folgt die finale Talabfahrt nach Vigo di Fassa ...
... über die mittlerweile natürlich aufgeweichte und zerfahrene rote Piste.
Steilhang kurz vor der Talstation.
In der Talstation der PB Ciampedié gibt es die Seilbahn zweimal - einmal in groß und einmal als Modell vor handmodellierten Rosengartenwänden.