Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

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hch
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von hch »

ski-chrigel hat geschrieben: 11.04.2023 - 19:37 Wenn ich das so lese, was bei Euch in Deutschland abgeht, jammere ich wohl besser nie mehr in der Schweiz, wenn mal ein Anschluss wegen 5min Verspätung flöten geht.
In Deutschland ist der ÖPNV und ÖPFV im Vergleich zu Österreich auffallend schlecht, und die Schweiz ist noch mal ein ganzes Stück besser als in Österreich. Aber die Deutschen wählen halt auch immer wieder Parteien bei denen der Autoverkehr über allem steht. Die ein paar Beiträge vorher genannte Verbindung von München über Weilheim nach Garmisch (und dann nach Innsbruck und Reutte) ist ein typisches Beispiel. Während die Strassen als Autobahn bzw auf Autobahniveau ausgebaut sind, ist die Strecke ausserhalb des Münchener Speckgürtels eingleisig, völlig überlastet und wegen Wartungsmängeln ständig gesperrt.

easyrider
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von easyrider »

ski-chrigel hat geschrieben: 11.04.2023 - 19:37 Wenn ich das so lese, was bei Euch in Deutschland abgeht, jammere ich wohl besser nie mehr in der Schweiz, wenn mal ein Anschluss wegen 5min Verspätung flöten geht. Ich benutze beruflich sehr oft den Zug, sowohl im Aglo-Bereich, als auch auf Interregio- oder Intercity-Strecken und das klappt bis auf wenige Male eigentlich immer tip top.
Das habe ich mir beim Lesen dieses Topics auch schon mehrere Male gedacht. In der Schweiz haben wir vergleichsweise paradiesische Zustände, wobei hierzulande trotzdem oft gemotzt wird.

Interessanterweise hatte ich aber auch in Deutschland bis jetzt durchwegs positive Erfahrungen mit dem öffentlichen Verkehr gemacht. Jeweils von Zürich fuhr ich mit dem Nachtzug (Empfehlung: Schlafwagen Deluxe) nach Berlin und Hamburg sowie zweimal mit dem IC nach München, ebenfalls einmal nach Stuttgart. Von Berlin gab es dann Ausflüge nach Rostock bzw. Warnemünde und Leipzig; ab München gings für einen Tag nach Regensburg. Alles hat bestens geklappt, keine Verspätungen, keine Zugsausfälle etc. Auch die städtischen Verkehrsbetriebe in den jeweiligen Städten konnten mich überzeugen. Lustig finde ich jeweils die Ansagen im IC/ICE "...mit voraussichtlicher Ankunftszeit xx:xx in Leipzig." :mrgreen: Hoffentlich hält unsere Glückssträhne im Sommer an, dann geht es erneut mit dem Nachtzug nach Hamburg und von dort weiter an die Nordsee...


Zur meiner persönlichen Situation in der Schweiz: Meine Freundin und ich haben kein Auto und legen folglich fast alles mit dem ÖV zurück. Dies bedeutet tägliches Pendeln nach Zürich (ca. 25km pro Weg und mindestens vier Zugverbindungen pro Stunde) und mehrere Fahrten pro Monat auf die Lenzerheide (alle 30 Minuten eine schnelle IC-Verbindung bis Chur und ab dort mit dem Postauto). Das Ganze gestaltet sich in der Regel ziemlich entspannt, einen Anschlussbrüche erlebe ich vielleicht einmal pro Monat. Die Reisen auf die Lenzerheide sind ehrlich gesagt aber auch deshalb gemütlich, da ich kein Wintersportmaterial transportieren muss, weil dieses immer auf der Lenzerheide bleibt.

Allerdings muss ich icedtea beipflichten, dass die anderen Leute im Zug schon immer mal wieder an meinem Nervenkostüm zehren können (@wooly: und ich würde mich jetzt definitiv als sozial kompatibel bezeichnen :wink: ). Seine Beispiele kann ich bestätigen: telefonieren und Musik hören über Lautsprecher, Dürüm essende Leute, das Schneiden von Fingernägeln, schminken - das alles erlebt man nicht selten. Diese Tatsache ist im Moment auch der einzige vorstellbare Grund, weshalb ich mir eines Tages doch ein Auto vorstellen könnte. Seit drei Jahren macht das GA 1. Klasse die Situation aber deutlich angenehmer.
ski-chrigel hat geschrieben: 11.04.2023 - 19:37 Kommenden Sommer fahren wir mit dem TGV nach Südfrankreich und später nach Barcelona (danach weiter per Flugzeug nach Ibiza). Erstmals per Zug. Bin gespannt, wie gut das klappt.
Hört sich cool an, wird bestimmt gut! Gönnt ihr euch 1. Klasse? Gerade im TGV würde sich dies extrem lohnen!
Zuletzt geändert von easyrider am 11.04.2023 - 22:53, insgesamt 6-mal geändert.
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ski-chrigel
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von ski-chrigel »

Ja, 1.Klasse. Mulhouse - Montpellier grad mal für 81.- bereits gebucht.

Betreffend nervende Mitfahrer: Sobald ein Zug voller ist als eine Person pro Viererabteil leiste ich mir 1.Klasse. Da sind tatsächlich Welten dazwischen.
Meine Berichte findet man seit 23.11.23 in einem anderen Forum
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skifam
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von skifam »

Zum richtigen Zeitpunkt gebucht ist die 1. KLASSE im TGV ziemlich günstig....
So wie von uns erlebt letzten August Straßburg Paris und zurück.
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Wooly
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von Wooly »

Im deutschen ICE gerne Upgrade auf 1.Klasse wenn es wahrscheinlich voll wird ... im TGV mit den festen Platzreservierungen brauche ich das nicht.
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phifue
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von phifue »

hch hat geschrieben: 11.04.2023 - 20:12
ski-chrigel hat geschrieben: 11.04.2023 - 19:37 Wenn ich das so lese, was bei Euch in Deutschland abgeht, jammere ich wohl besser nie mehr in der Schweiz, wenn mal ein Anschluss wegen 5min Verspätung flöten geht.
In Deutschland ist der ÖPNV und ÖPFV im Vergleich zu Österreich auffallend schlecht, und die Schweiz ist noch mal ein ganzes Stück besser als in Österreich. Aber die Deutschen wählen halt auch immer wieder Parteien bei denen der Autoverkehr über allem steht. Die ein paar Beiträge vorher genannte Verbindung von München über Weilheim nach Garmisch (und dann nach Innsbruck und Reutte) ist ein typisches Beispiel. Während die Strassen als Autobahn bzw auf Autobahniveau ausgebaut sind, ist die Strecke ausserhalb des Münchener Speckgürtels eingleisig, völlig überlastet und wegen Wartungsmängeln ständig gesperrt.
Man muss aber auch immer die Komplexität des deutschen Schienennetzes durch die Größe im Hinterkopf haben, da ist Österreich gefühlt mit nur einer Nord-Süd und einer Ost-West Verbindung deutlich einfacher dran.
ThomasK
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von ThomasK »

ski-chrigel hat geschrieben: 11.04.2023 - 22:38 Ja, 1.Klasse. Mulhouse - Montpellier grad mal für 81.- bereits gebucht.

Betreffend nervende Mitfahrer: Sobald ein Zug voller ist als eine Person pro Viererabteil leiste ich mir 1.Klasse. Da sind tatsächlich Welten dazwischen.

Ich bin zwar hier nicht im Eisenbahnforum, aber es gibt sicherlich auch hier ein paar Eisenbahnfreaks.

Du fährst dann bei Avignon über die Spezialweiche EW 60-17000/7300-1:50.

Diese Wahnsinnskonstruktion ist volle 180 Meter lang und hat Radien von 7300 m - 17000 m. Dieser gigantische Aufwand ist notwendig, da man in den Weichen - anders als auf der freien Strecke - keine Überhöhungen einbauen darf. Wegen der Beschleunigung v²/r schlägt die fehlende Überhöhung voll auf den Überhöhungsfehlbetrag durch. Dieser gigantische Aufwand ist notwendig, da man im abzweigenden gebogenen Strang mit 220 km/h fahren will und gegenüber der Fahrt mit 300 km/h durch den geraden Strang kein allzu hoher Geschwindigkeitseinbruch auftreten soll.
Normalerweise darf die maximale unausgeglichene Seitenbeschleunigung bei der Eisenbahn 0,85 m/s² betragen und bei der Standseilbahn 0,654 m/s². Bei einer Geschwindigkeit von 220 km/h = 61,11... m/s im abzweigenden Strang und einem Radius von 7000 m beträgt die unausgeglichene Seitenerschleunigung somit (61,11...m/s)² / 7000 m = 0,5335 m/s². Da die Spurweite 1435 mm ist und wegen tan alpha = v² / (r * g) mit der Erdbeschleunigung g = 9,80665 m/s² und dem Radius 7000 m müsste bei der Geschwindigkeit von 61,11... m/s das Gleis eigentlich 3,114 Grad geneigt sein. Da dies nicht der Fall ist, beträgt der Überhöhungsfehlbetrag sin alpha = Überhöhungsfehlbetrag / Spurweite, also sin 3,114 Grad = Überhöhungsfehlbetrag / 1435 mm und somit 77,95 mm.

Das ist sehr gut trassiert.

Aber der gigantische Aufwand lohnt sich.

Meistens haben solche Weichen jeweils 8 Antriebe und nicht weniger als 3 Verschlüsse.
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von judyclt »

Wooly hat geschrieben: 11.04.2023 - 23:52 Im deutschen ICE gerne Upgrade auf 1.Klasse wenn es wahrscheinlich voll wird ...
Mache ich immer. Für den Zugewinn an Komfort, Ruhe, bessere Luft etc. finde ich den Mehrpreis absolut in Ordnung.
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Wooly
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von Wooly »

judyclt hat geschrieben: 12.04.2023 - 08:58 Mache ich immer. Für den Zugewinn an Komfort, Ruhe, bessere Luft etc. finde ich den Mehrpreis absolut in Ordnung.
Kommt drauf an ... wenn ich weiß der Zug ist halbleer, dann langt mir der Comfort 2.Klasse ICE vollkommen. Aber wenn die Bahn von sich aus ein Upgrade anbietet, dann Vorsicht ;-) ... und schnell zuschlagen. Ich verstehe auch bis heute nicht, das das Modell z.B. im TGV mit den festen Sitzplatzreservierungen nicht auch in Deutschland im Fernverkehr anwendbar ist ... das nimmt so viel Stress raus.

In der S-Bahn bei ein paar Stationen Nahstrecke ist es mir aber persönlich vollkommen egal, wie voll es ist und wer singt oder Döner verzehrt. Und das ist z.B. in Basel oder Zürich auch nicht viel anders .. ;-)

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albe-fr
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von albe-fr »

Wooly hat geschrieben: 12.04.2023 - 11:14Ich verstehe auch bis heute nicht, das das Modell z.B. im TGV mit den festen Sitzplatzreservierungen nicht auch in Deutschland im Fernverkehr anwendbar ist ...
auf welcher Fernverkehrsstrecke kann man denn in Deutschland keinen Sitzplatz reservieren?
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kaldini
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von kaldini »

hier geht es nicht um kann, sondern um muss. In vielen Ländern muss man einen Sitzplatz reservieren - auch wenn man z.B. ein Interrail Ticket oder eine Jahreskarte hat, muss man eine Reservierung haben, um mit dem Zug zu fahren).
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von albe-fr »

kaldini hat geschrieben: 12.04.2023 - 14:15 hier geht es nicht um kann, sondern um muss. In vielen Ländern muss man einen Sitzplatz reservieren - auch wenn man z.B. ein Interrail Ticket oder eine Jahreskarte hat, muss man eine Reservierung haben, um mit dem Zug zu fahren).
und das finde ich einen enormen Nachteil - eine meiner häufigst gefahrenen Bahnstrecken, Göttingen Freiburg - im Normalfall reservier ich da am Nachmittag alle 4 in Frage kommenden Verbindungen, da ich nicht weiss wann ich wegkomme. Hätten wir hier jetzt Zwangsreservierungen, dann führen 3 Züge mit einem lehren Patz...
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Wooly
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von Wooly »

albe-fr hat geschrieben: 12.04.2023 - 14:20 m Normalfall reservier ich da am Nachmittag alle 4 in Frage kommenden Verbindungen, da ich nicht weiss wann ich wegkomme. Hätten wir hier jetzt Zwangsreservierungen, dann führen 3 Züge mit einem lehren Patz...
Der bei einem einigermaßen Intelligenten Belegungssystem automatisch schnell wieder freigegeben ist ... ausserdem bist du mit dieser Taktik doch eher in der Minderheit würde ich behaupten ... hust ...

Der Fakt ist einfach, will ich kurzfristig Samstag vormittag von Karlsruhe nach Paris, kaufe ich ein Ticket und steige entspannt in den Zug, jeder hat seinen Sitzplatz auch wenn es voll ist. Der Espresso im Bordrestaurant ist vorzüglich und die Croissants frisch ... will ich zur gleichen Zeit kurzfristig nach Hamburg, kaufe ich mir ein Ticket und schaue wie ich mich noch irgendwie in den Zug gequetscht bekomme, von Gepäck etc. ganz zu schweigen ... dazu ist die Kaffeemaschine im Bordrestaurant ab Mannheim defekt ...

Jemand der wie ich oft Zug fährt hat sich an den Wahnsinn schon gewöhnt ... aber jeder Neukunde, den man erreichen will, schwört nach zwei "Normfahrten" mit der deutschen Bundesbahn das er nie wieder einen ICE betreten wird. Und wir klatschen nicht mal jeden Mittwoch für die Zugbegleiter ... aber die haben ja eh bald alle gekündigt ...
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Florian86
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von Florian86 »

Ich finde es in Deutschland absolut ausreichend, dass man reservieren kann, und nicht muss. Auch kurzfristige Reservierungen sind ja in Deutschland in einem gewissen Rahmen möglich. Und so passiert es wenigstens nicht, dass ich gar nicht mehr mitkomm, wenn ich spontan wo hin fahren will/muss. Besser die Zugfahrt über stehen oder am Boden sitzen als x Stunden am Bahnhof warten zu müssen.

Das unangenehmste fand ich im Sommer 2021 von Ligurien nach Mailand, wo selbst im Regionalverkehr eine kostenlose Reservierung verlangt wurde (allerdings nicht für einen bestimmten Sitzplatz, sondern nur für den entsprechenden Zug). Davon wurden wir beim spontanen Ticketkauf doch sehr überrascht, sind dann aber trotzdem einfach ohne passende Reservierung mitgefahren und wurden nicht mal kontrolliert - es mussten auch keine Fahrgäste stehen.

Und bezüglich der Auslasung finde ich das mit den Zwangsreservierungen auch ungünstig. Folgendes einfaches Beispiel: ein Zug hat zwei Plätze. Ich möchte mit diesem von A über B nach C fahren. Ein Fahrgast hat den einen Platz aber von A nach B reserviert, ein anderer von B nach C. Eigentlich könnte ich problemlos einen Sitzplatz bekommen, müsste nur in B den Platz wechseln. Gäbe es aber eine Reservierungspflicht würde mir der Zug als ausgebucht angezeigt werden und ich könnte nicht mitfahren.

Allgemein jammern wir zwar in Deutschland viel zu Recht, insbesondere über Pünktlichkeiten (auch ein Argument gegen Pflichtreservierung, denn wenn der Anschluss platzt, bringt die Reservierung nicht sooo viel). Andererseits ist die DB ja durchaus kulant und auch flexibel, wenns es z.B. um Aufhebungen der Zugbindung geht. Oder auch darum, welche Wege man bei Flexpreisen nehmen kann, da sind die Raumbegrenzungen oftmals sehr großzügig. Auch der Navigator bietet gute Möglichkeiten, sich günstige Reisen zu "konfigurieren". Mir ist bewusst: früher war es noch deutlich flexibiler (z.B. waren Rückfahrttickets gültig für einen Monat, internationale Tickets mehrere Tage oder gar Wochen, meine ich...), aber schlecht ist das Vertriebssystem in Deutschland immer noch nicht - ich hoffe das bleibt so und verändert sich nicht noch mehr zum schlechten.

Ein anderer Punkt ist, wenn man überlegt, was in Frankreich oder Spanien für ein Verkehr auf Nebenbahnen herrscht, da fahren teilweise nur wenige Züge am Tag, während in Deutschland eher der Stundentakt die Regel ist, oder schlechtestenfalls ein 2h-Takt. Es ist mir aber auch klar: hier ist noch viel Luft nach oben - insbesondere im Vergleich zu Österreich oder zur Schweiz - und wir müssen viel verbessern und Geld ins Schienensystem stecken.
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2019/20: Samnaun/Ischgl ~ Davos ~ Dolomiti Superski(x4) ~ Gastein(x3) ~ Brauneck ~ Roc d'Enfer ~ Le Grand Domaine ~ 3 Vallées(x5) ~ Le Grand Bornand ~ Portes du Soleil ~ Christlum ~ Lechtal ~ Warth-Schröcken/Lech-Zürs(x3) ~ Tannheimer Tal ~ Spieser/Grünten ~ Skiwelt
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Wooly hat geschrieben: 12.04.2023 - 16:19 Der Fakt ist einfach, will ich kurzfristig Samstag vormittag von Karlsruhe nach Paris, kaufe ich ein Ticket und steige entspannt in den Zug, jeder hat seinen Sitzplatz auch wenn es voll ist. Der Espresso im Bordrestaurant ist vorzüglich und die Croissants frisch ... will ich zur gleichen Zeit kurzfristig nach Hamburg, kaufe ich mir ein Ticket und schaue wie ich mich noch irgendwie in den Zug gequetscht bekomme, von Gepäck etc. ganz zu schweigen ... dazu ist die Kaffeemaschine im Bordrestaurant ab Mannheim defekt ...
Nein, Fakt ist, dass du deine spontane Fahrt nach Paris vergessen kannst wenn der Zug so ausgelastet ist wie der beschriebene nach Hamburg.

Wenn du nur Espresso und Croissant brauchst mag der TGV ein passendes Angebot bieten, ansonsten ist das Essen bei der DB aber wesentlich besser.

Wie du beim Gepäck den TGV bevorzugen kannst ist mir ein Rätsel, der TGV Duplex hat richtig wenig Platz für Gepäck, und wehe die erwischen dich, dass du keine Adressanhänger dran gehängt hast.
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von gfm49 »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 12.04.2023 - 22:32... ansonsten ist das Essen bei der DB aber wesentlich besser.
Ich fahre zwar nicht allzu oft, aber das Bordrestaurant hatte - wenn es überhaupt in Betrieb war - dabei nie etwas genießbares zu bieten.
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von ThomasK »

Florian86 hat geschrieben: 12.04.2023 - 16:47 Ich finde es in Deutschland absolut ausreichend, dass man reservieren kann, und nicht muss. (...)
Exakt so sehe ich es auch. Die Definition der Belegung ist davon auch abgeleitet.

Ein Nahverkehrszug, also S-Bahn, Regionalbahn oder Regionalexpress, ist genau dann zu 100 % ausgelastet, wenn alle Sitzplätze belegt sind und alle Stehplätze, wobei man pro m² Fläche 4 Personen rechnet, also 0,25 m² pro Person. Erst wenn mehr als 6 Personen pro m² stehen, gilt der Zug als überbelegt.

Ein Fernverkehrszug, also IC, ICE, RJ, Nightjet ist genau dann zu 100 % belegt, wenn alle Sitzplätze belegt sind. Ein Fernverkehrszug ist dann überbelegt, wenn die Auslastung über 200 % liegt. Das gilt auch dann, wenn bei mehr als 200 % Auslastung die Gefahrenbereiche bei den Außentüren freigehalten werden.

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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von siri »

Wooly hat geschrieben: 12.04.2023 - 16:19
Jemand der wie ich oft Zug fährt hat sich an den Wahnsinn schon gewöhnt ... aber jeder Neukunde, den man erreichen will, schwört nach zwei "Normfahrten" mit der deutschen Bundesbahn das er nie wieder einen ICE betreten wird. Und wir klatschen nicht mal jeden Mittwoch für die Zugbegleiter ... aber die haben ja eh bald alle gekündigt ...
einmal ICE gefahren, erst Verzögerung durch Personenkontrolle, dann 5 Stunden auf Rheinbrücke gestanden wegen Oberleitungsschaden. Getränke/Essen ausverkauft, Toiletten nicht benutzbar, unendlich stickig und heiß... danke, nie wieder :nein:
Und wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke. S-Bahn immer überfüllt, kein Sitzplatz, Leute denen schlecht war und gespuckt haben (keine Tolietten), Türen zugefroren oder Hindernisse auf Gleisen. Irgendwas war immer. Freiwillig brauche ich das nicht mehr. Aber einige hier wünschen sich ja "Zwang" durch Verbote oder überzogene Abgaben :naja:
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von kaldini »

musste mal 5 Stunden in einer Autobahnvollsperrung (Ende November, so von 18 Uhr bis 23 Uhr, kurz vorm Ende kam das Rote Kreuz mit heissem Tee) auf der Autobahn verbringen - krass, ich fahre immer noch Auto!
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von Rüganer »

kaldini hat geschrieben: 13.04.2023 - 10:59 musste mal 5 Stunden in einer Autobahnvollsperrung (Ende November, so von 18 Uhr bis 23 Uhr, kurz vorm Ende kam das Rote Kreuz mit heissem Tee) auf der Autobahn verbringen - krass, ich fahre immer noch Auto!
Nur - aus dem Auto kann man aussteigen und sich die Beine vertreten, in den modernen Zügen kannst du nicht mal mehr ein Fenster oder eine Tür öffnen, und dann wirds schnell ungemütlich.
Dazu noch viele Leute auf engstem Raum, naja.

Und sowas passiert leider öfter, als man glaubt.
Schnöde Diesselloks zum Abschleppen sind sehr rar, und Lokführer dafür auch.

Und das sage ich als GerneBahnFahrer.
Danke Schweiz und Bulgarien !
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von tauernjunkie »

gfm49 hat geschrieben: 12.04.2023 - 22:43
Seilbahnjunkie hat geschrieben: 12.04.2023 - 22:32... ansonsten ist das Essen bei der DB aber wesentlich besser.
Ich fahre zwar nicht allzu oft, aber das Bordrestaurant hatte - wenn es überhaupt in Betrieb war - dabei nie etwas genießbares zu bieten.
Das kannst Du auch ruhig so sehen. Der Unterschied besteht aber schon darin, dass es bei der DB überhaupt etwas richtiges zu essen gibt. Das im TGV geht bestenfalls als Snackverkauf durch.
Wer gegen die DB stänkert und dann die SNCF für Bordgastro, Platzverfügbarkeit und Flexibilität lobt, den kann man nicht ganz ernst nehmen.
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von GIFWilli59 »

Rüganer hat geschrieben: 13.04.2023 - 11:19
kaldini hat geschrieben: 13.04.2023 - 10:59 musste mal 5 Stunden in einer Autobahnvollsperrung (Ende November, so von 18 Uhr bis 23 Uhr, kurz vorm Ende kam das Rote Kreuz mit heissem Tee) auf der Autobahn verbringen - krass, ich fahre immer noch Auto!
Nur - aus dem Auto kann man aussteigen und sich die Beine vertreten,
Die Beine kann man sich aber schon vertreten im Zug...sogar während der Fahrt...
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von tauernjunkie »

hch hat geschrieben: 11.04.2023 - 20:12
ski-chrigel hat geschrieben: 11.04.2023 - 19:37 Wenn ich das so lese, was bei Euch in Deutschland abgeht, jammere ich wohl besser nie mehr in der Schweiz, wenn mal ein Anschluss wegen 5min Verspätung flöten geht.
In Deutschland ist der ÖPNV und ÖPFV im Vergleich zu Österreich auffallend schlecht
Naja... Wie viele km Schiene sind in den vergangenen 20 Jahren in Österreich stillgelegt worden? Kötschach-Hermagor ist hier nur eine tragische Geschichte unter vielen.

Im Ennspongau hat man nun erstmals seit Jahrzenten überhaupt SPNV (im Zweistundentakt). Im Gasteinertal dagegen weiterhin nicht.

In der Pauschalität ist Dein Satz halt einfach nicht richtig. Es gibt in Österreich Sachen, die ganz hervorragend sind, aber auch genügend andere Sachen, die richtig, richtig scheiße sind. Wie in Deutschland auch.
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von Wooly »

tauernjunkie hat geschrieben: 13.04.2023 - 14:38 Wer gegen die DB stänkert und dann die SNCF für Bordgastro, Platzverfügbarkeit und Flexibilität lobt, den kann man nicht ganz ernst nehmen.
SNCF: Cafe hervorragend, Croissants frisch. Zug gebucht - Platz sicher. In den letzten 4-5 Jahren ca. 20 Mal nach Paris gefahren, nie ein Ausfall, immer pünktlich angekommen. Umbuchen wg. Einsteigen Stuttgart/Karlsruhe/Straßburg in der APP ohne Probleme möglich.

DB: Cafe ok, aber zu 50% defekt ... Essen ok, aber nicht umwerfend, auch oft geschlossen oder nicht vorhanden. Von den ca. 15 Bahnfahrten letztes Jahr war genau EINE pünktlich, der Rest teilweise 2-3 Stunde verspätet, Züge teilweise massiv überfüllt, Klimaanlagen defekt, Klos geschlosssen etc.pp. ... ich bin früher beruflich nur Zug gefahren, inzwischen fahre ich wenn ich wirklich pünktlich sein muss wieder mit dem Auto, auch wen es nervt ... oder reise einen Tag vorher an, wenn das möglich ist.

Ich fahre immer noch Zug, wenn es irgendwie geht, und halte der DB trotz der massiven Probleme immer noch die Stange, also komm mir nicht mit Stänkern. Es ist im Augenblick einfach unter aller Sau, das gibt die DB ja selber zu ... hoffen wir das es besser wird .... dazu bräuchten wir aber DRINGEND mal einen Verkehrsminister, der nicht bei CSU oder FDP verortet ist und unter Verkehr nicht nur "Autos" versteht ...

siri hat geschrieben: 13.04.2023 - 10:30 einmal ICE gefahren, erst Verzögerung durch Personenkontrolle, dann 5 Stunden auf Rheinbrücke gestanden wegen Oberleitungsschaden. Getränke/Essen ausverkauft, Toiletten nicht benutzbar, unendlich stickig und heiß... danke, nie wieder :nein:
sag ich doch ... wer dagegen einmal in knapp 5 Stunden in der ersten Klasse tiefenentspannt von Karlsruhe nach Hamburg gefahren ist, und nebenbei noch seine Buchhaltung erledigt hat, der will nie wieder die Strecke im Auto fahren ... aber man sollte jedem Verkehrsmittel eine zweite Chance geben ... :mrgreen:
siri hat geschrieben: 13.04.2023 - 10:30 Und wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke. S-Bahn immer überfüllt, kein Sitzplatz, Leute denen schlecht war und gespuckt haben (keine Tolietten), Türen zugefroren oder Hindernisse auf Gleisen. Irgendwas war immer. Freiwillig brauche ich das nicht mehr. Aber einige hier wünschen sich ja "Zwang" durch Verbote oder überzogene Abgaben :naja:
Schon sehr schwatz gemalt .. die Realität gerade in den S-Bahnen sieht heute anders aus. Und das was du Zwang nennst, nennen andere Regeln ... auch hier immer eine Frage des Standpunktes und der Betrachtungsweise. Ich sage nur "Gurtzwang" .... der kleine Bruder des Tempolimits ... immer noch ein Wunder das sich dermaßen kommunistisches Teufelszeug durchsetzen konnte ...da hat die FDP einmal nicht aufgepasst ... :rolleyes:
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Re: Verkehrspolitik und Verkehrsplanung

Beitrag von biofleisch »

hch hat geschrieben: 11.04.2023 - 20:12In Deutschland ist der ÖPNV und ÖPFV im Vergleich zu Österreich auffallend schlecht, und die Schweiz ist noch mal ein ganzes Stück besser als in Österreich. Aber die Deutschen wählen halt auch immer wieder Parteien bei denen der Autoverkehr über allem steht.
Stimmt weitgehend - allerdings hat sich die angeblich grüne Partei ebensowenig mit Ruhm bekleckert, denn unter deren Ägide wurde / wird das hirnloseste Projekt der deutschen Bahngeschichte durchgezogen , welches die Probleme statt ent-, verschärft: Stuttgart21

Mit diesem Projekt entsteht seit mehr als 10 Jahren ein Störpunkt für große Teile des Netzes. Ein integraler Taktfahrplan ist damit nicht umsetzbar. Gleichzeitig werden weitere andere Infrastrukturprojekte prinzipiell blockiert (Ausbau: Rheintal) und zusätzlich erschwert, weil das Geld in das oben genannte Irrsinnsprojekt gesteckt wird.
drowning in fakenews?

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