"bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

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Skipapi
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"bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von Skipapi »

https://www.suedostschweiz.ch/wirtschaf ... saison-war
Gemäss Hotelleriepräsident finanziell sehr gute Saison, zu kämpfen hatten manche Betriebe mit Personalmangel. Gut geführte Betriebe mit wertschätzendem Umgang mit dem Personal und guten Arbeitsbedingungen hatten weniger Probleme mit der Stellenbesetzung als manch andere (wen wundert es?).
Bizarr war, dass es ab Mitte März zu einem Einbruch der Bettenbelegung kam trotz sehr guten Pistenverhältnissen in vielen Skigebieten, gar zur Stornierungen an Ostern, wo nur 20-40 Prozent der Betten belegt waren.
Eigene Gedanken: die Menschen verhalten sich wahrlich absurd: an Weihnachten rutschten sie zu Tausenden bei 15 Grad über die wenigen Kunstschneebänder, an Ostern war ich 2 Tage in Laax, beste Bedingungen, sehr wenig los, Ostersonntag Parsenn: etwas mehr Volk, 20 Minuten anstehen in Davos ( geschlossene Gotschnabahn...) oben aber auch an keinem Sessellift Wartezeiten, nur am Hauptertäli und Weissfluhgipfelbahn kam es zu kurzen Wartezeiten. Beste Ski- und Schneebedingungen, die Leute reihten sich lieber in den Stau in den Süden...
Jetzt sitze ich im Zug von Klosters nach Davos (Jakobshorn), der die letzten Wochen jeweils noch gut gefühlt war mit Skifahrern (eben Gotschnabahn...), ein paar Hansel sind noch unterwegs, aber kein Vergleich. In Davos Laret sieht es aus wie im Hochwinter. Man muss nicht alles verstehen.

skifuzziWi
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Re: "bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von skifuzziWi »

Antizyklisch zahlt sich meistens aus

Nicht umsonst heißt der Spruch:
Nur wer gegen den Fluss schwimmt, kommt zur Quelle :D
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GIFWilli59
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Re: "bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von GIFWilli59 »

skifuzziWi hat geschrieben: 15.04.2023 - 15:49 Antizyklisch zahlt sich meistens aus
Die meisten Leute verhalten sich antizyklisch zur Schneelage. Das zahlt sich in Form maximaler Wartezeiten und höchstem Risiko für Materialschäden und Unfälle aus. :wink:
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j-d-s
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Re: "bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von j-d-s »

Das ist ja beim Gletscherskifahren ähnlich. Im Oktober und November rappelvoll trotz oft wenig Angebots, aber im April, Mai und Juni schließen reihenweise Skigebiete wegen Nachfragemangels obwohl reichlich Schnee vorhanden wäre.

Ich vermute, die allermeisten Menschen schließen vom Wetter zuhause auf das in den Bergen (Oktober=eher kalt, Mai=oft schon recht warm), verbinden dabei Kälte mit Schnee (der aber halt erstmal in ausreichender Menge kommen muss) und wissen vermutlich nichtmal, dass in den höheren Alpenregionen im Mai viel Schnee liegt, weil es halt ziemlich lange braucht, bis mehrere Meter Schnee wegschmelzen, und auf Skipisten nochmal länger, weil das komprimierter Schnee ist.

Allerdings macht Bünden da auch mit... bspw. könnte man Corvatsch und Corviglia sicher deutlich länger offen halten, wenn man sollte (so wie Val d'Isere und Ischgl), aber sie machen zu wie normale Winterskigebiete...
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Skipapi
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Re: "bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von Skipapi »

Corvatsch schliesst am 23.04, Ischgl eine Woche später am 01.05. So viel Unterschied ist da nicht. Dass man bei wenig Nachfrage das Angebot reduziert (und Gebiete gestaffelt schliesst wie in Davos oder dem Engadin) finde ich für mich bedauerlich, ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht allerdings sinnvoll.
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don pipone
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Re: "bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von don pipone »

j-d-s hat geschrieben: 15.04.2023 - 16:57 Ich vermute, die allermeisten Menschen schließen vom Wetter zuhause auf das in den Bergen (Oktober=eher kalt, Mai=oft schon recht warm), verbinden dabei Kälte mit Schnee (der aber halt erstmal in ausreichender Menge kommen muss) und wissen vermutlich nichtmal, dass in den höheren Alpenregionen im Mai viel Schnee liegt, weil es halt ziemlich lange braucht, bis mehrere Meter Schnee wegschmelzen, und auf Skipisten nochmal länger, weil das komprimierter Schnee ist.
Genau so ist es.

Die meisten Leute verhalten sich aber generell einfach komisch und unflexibel. In den Urlaub fahren sie am Samstag im Stau, Weihnachtsgeschenke kaufen sie 2 Tage vorher im Stress, beim boarding am Flughafen stehen sie schon Minuten vor Öffnung an, ihr Geld geben sie lieber der Sparkasse für 0% als es anders anzulegen,....

Und Skifahren tun sie von Dez-Feb, weil da ist Winter.....
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švi-nigel
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Re: "bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von švi-nigel »

don pipone hat geschrieben: 15.04.2023 - 18:16
j-d-s hat geschrieben: 15.04.2023 - 16:57 Ich vermute, die allermeisten Menschen schließen vom Wetter zuhause auf das in den Bergen (Oktober=eher kalt, Mai=oft schon recht warm), verbinden dabei Kälte mit Schnee (der aber halt erstmal in ausreichender Menge kommen muss) und wissen vermutlich nichtmal, dass in den höheren Alpenregionen im Mai viel Schnee liegt, weil es halt ziemlich lange braucht, bis mehrere Meter Schnee wegschmelzen, und auf Skipisten nochmal länger, weil das komprimierter Schnee ist.
Genau so ist es.

Die meisten Leute verhalten sich aber generell einfach komisch und unflexibel. In den Urlaub fahren sie am Samstag im Stau, Weihnachtsgeschenke kaufen sie 2 Tage vorher im Stress, beim boarding am Flughafen stehen sie schon Minuten vor Öffnung an, ihr Geld geben sie lieber der Sparkasse für 0% als es anders anzulegen,....

Und Skifahren tun sie von Dez-Feb, weil da ist Winter.....
Nein. Es ist viel einfacher. Das Konsumverhalten des Menschen ist vor allem bedürfnisorientiert. Mit vollem Magen zieht es dich nich zur Fressbude um die Ecke, bei Heisshunger sehr viel eher. Das funktioniert beim Wintersport genauso: Im Frühling ist für die meisten das Bedrüfnis nach Schnee erst mal gestillt, aber im nächsten Spätherbst sieht das natürlich wieder ganz anders aus.
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biofleisch
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Re: "bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von biofleisch »

Denke die Buchungs- / Stornierungssituation liegt überwiegend daran wie das Wetter in den Heimatorten der Buchenden aussieht.
Ist es dort wochenlang warm, trüb und regnerisch meinen die Leute es wäre in den Bergen ähnlich.

Jetzt wochenlang in München ekelig .Dennoch inneralpin grandiose Schneelage. Das kann man sich kaum vorstellen, wenn man nicht öfters vor Ort ist.

Wohnt man noch weiter weg, umso krasser.
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GIFWilli59
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Re: "bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von GIFWilli59 »

Wenn es weder Wetterberichte noch Webcams gäbe, wäre das absolut verständlich.
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Re: "bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von Wurzelsepp »

Im April, wenn es hier draussen zT 20 Grad und Sonnenschein hat, ist meine Lust auf Schnee und Skifahren schon sehr sehr begrenzt. Da sitze ich eindeutig lieber aufs Rennvelo und drehe eine Runde oder wandere durch den Jura oder ähnliches. Auch ein verlängertes Wochenende in Italien oder Südfrankreich reizt mich deutlich mehr als die Piste...
Im Januar bei 3 Grad, Nebel und meist dunkel mag ich nicht so richtig radfahren und auch wandern ist dann kein Genuss, da ist ein Tag in der Sonne auf dem Berg eine sehr verlockende Option... sogar wenn der Schnee suboptimal ist.

Da bin ich sicher kein Einzelfall, sondern eher die Norm: Obwohl ich sehr gerne skifahre, habe ich bei schönem Frühlingswetter einfach andere Prioritäten.
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Re: "bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von ski-chrigel »

Die Probleme wären alle gelöst, wenn man einfach mal im Sommer einen einmaligen Schaltmonat einführen würde ;-). Das typische Weihnachts-Tauwetter wäre Ende November, die Schneelage ab Mitte Dezember in Ordnung und dass es im März nochmal schneit ist auch ok.
Meine Berichte findet man seit 23.11.23 in einem anderen Forum
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Re: "bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von TPD »

Überraschend ist das Verhalten sicher nicht.
Stellt sich eher die Frage mit welchen Rezepten wollen die Touristiker dagegen ankämpfen? Und nein, Dynamic-Pricing alleine genügt da sicher nicht!
Die meisten Leute verhalten sich aber generell einfach komisch und unflexibel.
Bei der Ferienplanung darf man folgende Punkte nicht vergessen:
- Bei Familien mit schulpflichtigen Kindern sind die Ferienzeiten vorgegeben
- Neujahrstage sind in vielen Betrieben so gut wie Zwangsferien
- Ferien sind aufgrund von "Betriebsferien" durch den Arbeitgeber vorgegeben.
- Und selbst wenn man das Privileg hat die Ferienzeiten selber zu bestimmen, muss man es meistens schon Monate im voraus melden. Woher soll man da wissen ob es Ende März/April noch genügend Schnee für die Skiferien hat?

Desweitern kommt dann noch dazu, dass in vielen Gebieten ausserhalb der Schulferien ein eingeschränktes Angebot herrscht. Wenn da nur ein Parallellift still steht ist dies zu verschmerzen. Aber wenn dann beispielsweise der Skibus nur noch um 8:30 und 16 Uhr fährt, dann hört der Spass irgendwie auf.
Von der Nebensaison wollen wir jetzt mal gar nicht sprechen. Klar muss die Infrastruktur auch mal Pause haben, damit sie ordentlich revidiert werden kann. Aber es ist auch klar, dass ohne Angebot auch keine Gäste kommen.
Und das betrifft nicht nur die Berggebiete. Dasselbe habe ich auch schon am Meer erlebt. Hatte da Ende September in Frankreich oder auch England auch schon die grösste Mühe ein offenes Hotel oder B&B zu finden. Und ein Hotelbesitzer meinte dann dass ich Glück gehabt habe. Eine Woche später sei hier alles dicht.
Klar zum baden wäre das Meer zu kalt gewesen. Aber Spazieren, Umland erkunden etc. war bei diesen Verhältnisse problemlos möglich.

Aber wenn natürlich der Tourismus so unterwegs ist, muss man nicht erstaunt sein, dass sich der Ansturm auf ein paar wenige Wochen in der Hauptsaison beschränkt und es nicht zu einer Verteilung kommt.
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Re: "bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von Stäntn »

Also sind wir doch froh dass der Frühling „uns“ gehört und man auch bei der Anreise problemlos durch die Nadelöhre kommt ;)

Ich bin auch erleichtert, wie gut es in den Osterferien noch geht, da ich ab 23/24 dann leider auch ein Schulkind habe und in den Ferien fahren „muss“. Also zumindest mit Kind, ohne geht weiterhin immer :)

Dieser Winter war wieder ein Beispiel, wie sich Geduld auszahlt. Fürs Fahrrad ist’s ja auch bis weit Ende November warm und trocken (und schneearm) genug, also diese Saison hat sich schließlich auch nach hinten verschoben in vielen Jahren ;)
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Re: "bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von astra12 »

mir gehts da wie Stäntn, wir haben Schulkinder.

Ostern ist für uns immer der angenehmere Urlaub. Der Schnee und das Wetter sind deutlich besser , als oft Silvester.
Viel weniger Andrang. Hotels deutlich günstiger , sowie Angebote für Skipass usw. Kein Anstehen an Bergbahnen .
Wegen mir sollen ruhig weiter viele viele ab März keine Lust mehr haben, macht es angenehmer für den Rest.
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Re: "bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von don pipone »

TPD hat geschrieben: 16.04.2023 - 13:46 Bei der Ferienplanung darf man folgende Punkte nicht vergessen:
- Bei Familien mit schulpflichtigen Kindern sind die Ferienzeiten vorgegeben
- Neujahrstage sind in vielen Betrieben so gut wie Zwangsferien
- Ferien sind aufgrund von "Betriebsferien" durch den Arbeitgeber vorgegeben.
- Und selbst wenn man das Privileg hat die Ferienzeiten selber zu bestimmen, muss man es meistens schon Monate im voraus melden. Woher soll man da wissen ob es Ende März/April noch genügend Schnee für die Skiferien hat?
Das ist schon klar. Ich "muss" ja auch immer an Weihnachten 2 Wochen Urlaub an meinem Tiroler Zweitwohnsitz machen, weil ich da in der Firma (Gerüstbaubranche) komplett zusperre. (Das sind auch die einzigen 2 Wochen im Jahr, in denen bei meinen ca. 120 Projekten, die ich gleichzeitig habe, wirklich bei keinem was passiert). Ich fahr aber halt auch sonst i.d.R. jedes WE. Und im letzten Gruselwettersylvesterurlaub hatte ich dann auch genau 0 Pistentage und bin 4 mal ne Pistentour gegangen und habe ansonsten die 3,5 Jährige geschult.

Die Schneesituation ist, zumindest in höheren Lagen, im März/April 100% besser als an Weihnachten. Da hat die Schneedecke normalerweise die größte Mächtigkeit. Mir ist das ja nur recht, dass da immer nur noch wenig los ist. Aber bisl lachen muss ich schon über alle die mich fragen, ob man denn überhaupt noch fahren kann....
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Re: "bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von Mt. Cervino »

Wobei man auch ehrlicherweise sagen muss, dass es nicht absehbar war, dass Ostern zum Skifahren doch noch so gut werden würde.
Es sah ja fast überall in den Alpen auch noch kurz vor Ostern sehr mau aus mit dem Schnee. Einerseits wegen der geringen Schneemengen im Winter und andererseits wegen der hohen Temperaturen im März, sowie der bereits stärkeren Sonneneinstrahlung im Spätwinter. Das hat vielen Skigebieten zunächst noch zusätzlich zugesetzt und die ohnehin geringen Schneemengen reduziert
Dass dann gut 1 Woche vor Ostern noch mal kräftig Schnee nach kam, und dazu die Temperaturen die Woche vor Ostern noch mal fast winterlich kalt wurden, hat so niemand antizipiert. Viele Urlauber, die normalerweise Vorausbuchen, hatten deshalb den Skiurlaub schon abgeschrieben bzw. storniert, und einige wenige Kurzentschlossene haben die Chance genutzt und noch einen tollen Urlaub gehabt...
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Re: "bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von turms »

Stäntn hat geschrieben: 16.04.2023 - 16:38 Also sind wir doch froh dass der Frühling „uns“ gehört und man auch bei der Anreise problemlos durch die Nadelöhre kommt ;)

Ich bin auch erleichtert, wie gut es in den Osterferien noch geht, da ich ab 23/24 dann leider auch ein Schulkind habe und in den Ferien fahren „muss“. Also zumindest mit Kind, ohne geht weiterhin immer :)

Dieser Winter war wieder ein Beispiel, wie sich Geduld auszahlt. Fürs Fahrrad ist’s ja auch bis weit Ende November warm und trocken (und schneearm) genug, also diese Saison hat sich schließlich auch nach hinten verschoben in vielen Jahren ;)
so sehe ich das auch.
Letzte Woche war unser 3. Urlaub in den Osterferien (Skiurlaub)
Einmal Saas Fee, Livigno und jetzt La Plagne
Auf jeden Fall die beste Ski Woche der Saison obwohl manchmal die Konditionen nicht sooo toll sind (zB letztes Jahr in Livigno)
Aber es ist billig, sonnig, leer, fast keine Stau etc.
Obwohl wir immer eine Woche Ende Dez bzw Anfang Januar Skiurlaub machen, und eventuell auch in der Faschingswoche, die Osterwoche ist immer die beste.
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Nur ein Snowboarder kennt dieses Feeling. Und wenn du es einmal selbst gefühlt hast, ist es unmöglich, nicht mehr zu wollen. Es macht so süchtig, dass es eigentlich illegal sein sollte, aber das ist es nicht und deshalb machen sie so gute Snowboards, dass du nach dem Fahren darauf alles verkaufen und in die Berge ziehen willst, weil ein Mann ein Gleichgewicht in seinem Leben haben muss, und dieses Gleichgewicht sollte 80% Snowboarden und 20% Arbeit sein.
Es sei denn natürlich, es schneit sehr stark, in diesem Fall ist es 100% Einsatz - jeder sagt, wenn du erfolgreich sein willst, musst du dich einsetzen - für den Spaß am Fahren mit deinen Brüdern.
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Re: "bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von NeusserGletscher »

Ich frage mich, ob das ein spezielles Problem der Bündner ist oder generell. Ich war jetzt zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten in Österreich. Ich habe es im Vergleich zu meinen früheren Besuchen auf der Bettmeralp oder in Zermatt als voll empfunden. Lediglich in dieser Woche ist das Skigebiet (Ischgl) wie leergefegt. Letzte Woche (zweite Osterwoche) war es dagegen ziemlich voll.
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Re: "bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von skifam »

j-d-s hat geschrieben: 15.04.2023 - 16:57 Das ist ja beim Gletscherskifahren ähnlich. Im Oktober und November rappelvoll trotz oft wenig Angebots, aber im April, Mai und Juni schließen reihenweise Skigebiete wegen Nachfragemangels obwohl reichlich Schnee vorhanden wäre.

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Allerdings macht Bünden da auch mit... bspw. könnte man Corvatsch und Corviglia sicher deutlich länger offen halten, wenn man sollte (so wie Val d'Isere und Ischgl), aber sie machen zu wie normale Winterskigebiete...
Corvatsch ja, Corviglia deutlich länger nein... dazu sind die Schneemengen im Engadin zu gering... und die Sonne auf den Südhängen zu stark/hungrig (so ärgerlich das für Osterferienfahrer wie uns ist)
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Re: "bizarrer" Winter für die Bündner Hotellerie

Beitrag von skifam »

ski-chrigel hat geschrieben: 16.04.2023 - 13:33 Die Probleme wären alle gelöst, wenn man einfach mal im Sommer einen einmaligen Schaltmonat einführen würde ;-). Das typische Weihnachts-Tauwetter wäre Ende November, die Schneelage ab Mitte Dezember in Ordnung und dass es im März nochmal schneit ist auch ok.
Lustig---- das ein Schweizer Vorschläge macht für die sich ein EU-Parlament verantwortlich fühlen könnte..... :wink: siehe SommerWinterzeitabschaffung die ja ganz schnell kommen sollte...
ES wäre auch wissenschaftlich hochinteressant , ob unsere Beobachtung hier überhaupt nachweisbar wäre.... :lach:
Zumindest medial als Abschreibequelle für Journalisten sind wir hier ja immer da wo vorne ist....
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d.H. das nächte online voting EU weit für den einmaligen Schaltmonat ist nah...
Was der Vatikan wohl bzgl Ostern dazu sagt????
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