Da am Morgen im interaktiven Pistenplan das Skigebiet Diavolezza wegen Lawinengefahr als geschlossen markiert war, fuhr ich heute zuerst den Corvatsch an.
Dort ist heute und morgen auch irgendein Konzert mit Bands, die mir nichts sagen. Das muss aber wahrlich nichts heißen. Leider war es daher am Corvatsch am Morgen unangenehm voll und durch „Skirennen“, vielmehr wurde für Skilehrer die Chastelets oben und die Crap Nair gesperrt, gab es große Einschränkungen in der Pistenverfügbarkeit. Auch die Bühne für das Konzert ist direkt im Ausstiegsbereich der Surlej-Sesselbahn denkbar ungünstig positioniert. Das kann Ischgl besser.
Die Bahnen am Corvatsch fuhren im 10min-Takt und waren dabei jeweils voll. Die Sesselbahnen waren auch gut ausgelastet. An den kuppelbaren Anlagen musste man zum Teil ein paar Sessel warten. An der 4SB Mandra betrug die Wartezeit auch mal 5 Minuten. Mit Abstand war das heute mein vollster Corvatsch-Tag, den ich je erlebt hatte. Es war weitaus voller als in Ischgl gestern. Auch auf den Pisten war es oft unangenehm voll und man musste höllisch aufpassen, da das skifahrerische Niveau sehr gut war. Einerseits freuen mich gute Skifahrer immer, da dann die Pisten nicht zu sehr leiden, aber „stehende Objekte“ zu umfahren ist weitaus einfacher, als stets zu beobachten, ob sich ein anderer Skifahrer in hoher Geschwindigkeit unbemerkt nähert.
Der Pistenzustand war am Corvatsch am Morgen sehr unterschiedlich. Die Gipfelabfahrten waren sehr , sehr pulvrig aber auch sehr weich, sodass die Pisten dort rasch zerstört waren. Die Abfahrten an der Surlej-Sesselbahn war am Morgen sehr hart, knollig und schlecht präpariert. Curtinella war besser und wurde auch früher weich. Sehr gut war die Talabfahrt.
Gegen 13:00 Uhr verließ ich dann den Corvatsch in Richtung Diavolezza, wo es dann um Welten besser und leerer war. Im Skigebiet Diavolezza, wo die Gletschersesselbahn nur noch dieses Wochenende läuft, war quasi nichts los und die Pisten machten daher im leicht angesulzten Zustand mega viel Spaß. Die Pendelbahn fuhr ziemlich pünktlich – es geschehen doch noch Wunder – im 20min-Takt. Der Sessellift wurde bereits vor dem offiziellen Betriebsschluss um 16:00 Uhr um 15:50 Uhr eingestellt. In der Pendelbahn waren neben mir nie mehr als 5 andere Skifahrer/Snowboarder.
Das Wetter war am Morgen noch von einer milchigen Bewölkung geprägt, welche sich bis zum Nachmittag dann mehr und mehr auflöste. Ganz klar wurde es aber nie. Es war sehr mild mit zweistelligen Plusgraden im Tal. Wind war kein Thema.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:
Corvatsch:

Mit der 08:32 Uhr ging es gleich am Morgen auf den Corvatsch-Gipfel. Die dortigen Abfahrten waren sehr gut präpariert und sehr pulvrig, aber auch weich, sodass die gute Präparation nur von kurzer Dauer war. Hier sieht man die Roseg-Variante

Hier die Standard-Abfahrt vom Gipfel. Wie so oft war die Roseg besser

Weiter unten auf der Gipfelabfahrt

Auf der Roseg-Abfahrt hat man ein traumhaftes Panorama in die Berninagruppe

Rückblick Gipfelabfahrt

Das letzte Stück der Gipfelabfahrt kurz vor der Mandra-Talstation

Von Murtel war wegen der unsinnigen Sperrung der Chastelets für die Skileher – die hätten doch, wie immer sich mit der Crap Nair zufrieden geben können, oder? - die einzige Verbindung in Richtung Alp Surlej. Die Piste war in der Früh furchtbar knollig

Auch die Chastelets unten war sehr knollig, konnte aber gut befahren werden

Blick von der Chastelets unten auf die Alp Surlej

Blick zur Curtinella-Bergstation

Die Abfahrt hier war besser, aber angesichts dessen, dass es aufgrund der Einschränkungen die einzig richtige KSB-Abfahrt war doch auch stellenweise sehr voll

Blick von der Panoramaterrasse in die Berninagruppe

Und der obligatorische Blick zu den Seen. Die Corviglia wäre zumindest optisch heute winterlicher gewesen, als noch früher in der Saison

Blick in Richtung Maloja

Die Surlej-Piste wurde stets voller und schlechter

Unterer Teil der Curtinella

Alp Surlej

Toll war die Talabfahrt um kurz nach 11:00 Uhr. Die Abfahrt war noch kaum befahren und schon schön weich aufgrund der Temperaturen

Auch gut war die blaue Abfahrt zur Mandra-Sesselbahn. Auch diese Abfahrt wurde kaum befahren, was aber verständlich ist, dass die 4SB ohnehin schon nervig ist, was heute durch teilweise lange Wartezeiten noch verstärkt wurde
Diavolezza:
Nun der Sprung zur Diavolezza, wo mich ein absolutes Kontrastprogramm erwartete: Keine Leute, herrliche Pisten. Super!
Die Diavolezza-Talstation erreichte ich um ca. 13:30 Uhr. So konnte ich bis zur nächsten Bahn um 13:40 Uhr mich noch gemütlich umziehen. Die Bahnen fuhren heute !pünktlich! im 20min-Takt.

Blick gen Berg vom Parkplatz aus

Blick aus der Kabine zum Berninapass

Blick aus der Kabine auf die Gletschersesselbahn

Der Ausblick von der Diavolezza ist jedes Mal schön

Dito

Die Abfahrt an der Gletschersesselbahn war noch wenig zerfahren

Blick aus der Gletschersesselbahn

Ausblick von der Bergstation der Sesselbahn

Bergstation Gletschersesselbahn

Die direkte Abfahrt an der Sesselbahn war die schlechteste Abfahrt an der Sesselbahn

Die mittlere Abfahrt war nämlich deutlich besser, da hier noch weniger Menschen bislang gefahren sind

Auf der Talabfahrt, die nur wenig zerfahren war. Daher störte der weiche und tiefe Schnee kaum

Mittelteil der Talabfahrt

Blick zur Talstation der Diavolezzabahn. Der Parkplatz war nur spärlich belegt

Variante der Talabfahrt im oberen Bereich, auf der man auch sehr gut durch den Sulz cruisen konnte

Diavolezzabahn

Rückblick auf der Talabfahrt. Es herrschte einfach gähnende Leere

Blick auf die Gletschersesselbahn von der Bergstation der Pendelbahn

Die Außenrum-Variante an der Gletschersesselbahn sorgt immerhin für etwas Abwechslung

Auf dem unteren Teil der Talabfahrt

Und noch etwas weiter unten.
Ich nahm zuletzt noch die 16:20 Uhr-Gondel. Es wären sich noch zwei weitere Fahrten um 16:40 Uhr und 17:00 Uhr ausgegangen. Da die Schatten aber länger und die Beine schwerer wurden, lies ich es dann aber gut sein.

Bei der Rückfahrt hielt ich dann noch kurz an der Montebello-Kurve
Fazit:
Der Skitag heute war sehr unterschiedlich. Am Corvatsch war das, so wie gestern, so ein etwas komischer 0815-Durchschnittstag mit extrem vielen Leuten. Wenn ich nur dort gefahren wäre, wäre ich wahrlich nicht glücklich geworden. Der Wechsel zur Diavolezza hat sich extrem gelohnt, denn dort war der Andrang sehr viel geringer und die Pisten um Welten besser. So kann ich insgesamt für heute doch zufrieden sein.