ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

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Jojo
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ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von Jojo »

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Das letzte Wochenende verbrachten wir mit der ganzen Familie in Freiburg im Breisgau. Dabei besuchten wir auch die beiden Bahnen, die es vor Ort gibt. Zum einen die „Schlossbergbahn“, ein etwa 260 Meter langer Schrägaufzug, zum anderen die Zweilseilumlaufbahn „Schauinsland“ – die längste Umlaufbahn Deutschlands.

Die Schauinslandbahn überwindet bei einer Streckenlänge von 3.565 Metern eine Höhendifferenz von 746 Metern. Die Bahn fährt 15 Minuten bei einer Fahrgeschwindigkeit von 4 m/s. Die 37 Gangloff-Kabinen fassen jeweils 11 Personen, wurden allerdings bei unserem Besuch mit maximal 7 Personen befüllt.
1987/1988 wurde die Bahn von Pohling umgebaut. Die ursprüngliche Bahn wurde von Heckel gebaut. Garaventa hat die Anlage vor zehn Jahren generalüberholt.
Es ist nicht nur die längste Umlaufbahn Deutschlands, sondern es war auch die erste Personen-Umlaufbahn der Welt.


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Ankunft bei der Talstation in Horben bei Freiburg.

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Gut was los, Wartezeit circa 20 Minuten.

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Pistenplan

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Sommerkarte

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Eingang der Talstation

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Kassenhalle

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Daten der Anlage

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Modellbau

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Talstation

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Kabine

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Ausfahrt Talstation

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Blick auf die Trasse

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Unterer Trassenteil

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Blick zur Talstation

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Kabine

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Stütze 1

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Stütze 2.

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Stütze 3

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Stütze 4

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Blick zurück.

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Die ehemalige Mittelstation

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Stütze 6

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Gehänge mit den beiden Windrädern.

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Kabine mit der Straße, die ebenfalls hinaufführt.

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Stütze 7.

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Blick zur Bergstation

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Einfahrt in die Bergstation

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Großer Umlaufbereich.

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Gehänge mit Förderern.

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In der Bergstation

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Alte Bilder.

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Einfahrt Bergstation

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Bergstation von außen.

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Panoramablick auf Freiburg.

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Panoramablick zum Feldberg.

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Der Feldberg im Zoom.

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Bergstation.

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Einstiegsbereich mit Countdown der Fahrgastanzahl.

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Kabine.

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Gehänge.

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Ausfahrt Bergstation.

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Stütze 5.

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Fast unten - idyllische Gegend.

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Talstation.

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Talstationsumlauf.

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Abschlussblick auf die Trasse.
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
Der vorangegangene Beitrag kann Spuren von Ironie, Zynismus und Sarkasmus enthalten. Sollten sie mit einer dieser Substanzen
in Konflikt geraten oder einfach nicht in der Lage sein, diese zu erkennen, so konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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ThomasK
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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von ThomasK »

Heute werden ja keine 2S2-Bahnen mehr gebaut.

Schaut man sich das Gelände an, dann wäre bei einem Neubau eine EUB keineswegs die erste Wahl.

In Frage käme eine Tri Line oder auch eine 120-PB.

Für verbesserungswürdig halte ich die Anbindung an den ÖPNV. Da es ziemlich aufwendig wäre, die Straßenbahn bis zur Talstation zu verlängern würde ich bei einem Neubau die Talstation in die Nähe der Straßenbahn verlegen, damit die Fahrgäste direkt von der Straßenbahn in die Seilbahn umsteigen können. Auf einen Parkplatz an der Talstation würde ich verzichten, um die Verkehrswende voranzutreiben.

Problematisch ist auch, dass eine Straße auf den Schauinsland führt.

Die Straße ist 6,5 m breit und ca. 10 km lang; hinzu kommt die Fläche für die Parkplätze, sodass der MIV ca. 10 Hektar Fläche benötigt; die Seilbahn kommt mit einem Bruchteil aus. Legt man an dieser Stelle eine Tri Line zugrunde, dann würden die beiden Stationen etwa eine Fläche von jeweils ca. 15 m * 30 m umfassen; hinzu kommen die Stützenstandorte, wobei die Tri Line mit 4 Stützen auskäme. Die Seilbahn benötigt also etwa 1200 m² Fläche, d.h. der Straßenverkehr benötigt ca. 80 Mal mehr Fläche als die Seilbahn. Von der Energieverschwendung und von der Unfallhäufigkeit des Straßenverkehrs ganz zu schweigen.

Eine vernünftige Verkehrspolitik sähe so aus, dass man entweder die Straße schlösse oder aber eine Maut erheben würde, die der Höhe des Seilbahnfahrpeises entspricht, um die Verkehrswende voranzutreiben.
markus
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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von markus »

Eine gewaltige Anlage. Danke für den Bericht.
Und bei der Bahn hoffe ich doch schwer dass die nicht durch so einen Triline ersetzt wird. Und das wird sie sicher auch nicht.
Tirolldk
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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von Tirolldk »

markus hat geschrieben: 30.04.2023 - 09:30 Eine gewaltige Anlage. Danke für den Bericht.
Und bei der Bahn hoffe ich doch schwer dass die nicht durch so einen Triline ersetzt wird. Und das wird sie sicher auch nicht.
Dann hoffst Du sicher auf eine 2S vom Leitner….😉
markus
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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von markus »

Eh klar, nein Spass beiseite. Diese Bahn sollte doch stehen bleiben weil die in meinen Augen echt was besonderes ist.
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skifam
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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von skifam »

ThomasK hat geschrieben: 30.04.2023 - 01:39 Heute werden ja keine 2S2-Bahnen mehr gebaut.

Schaut man sich das Gelände an, dann wäre bei einem Neubau eine EUB keineswegs die erste Wahl.

In Frage käme eine Tri Line oder auch eine 120-PB.

Für verbesserungswürdig halte ich die Anbindung an den ÖPNV. Da es ziemlich aufwendig wäre, die Straßenbahn bis zur Talstation zu verlängern würde ich bei einem Neubau die Talstation in die Nähe der Straßenbahn verlegen, damit die Fahrgäste direkt von der Straßenbahn in die Seilbahn umsteigen können. Auf einen Parkplatz an der Talstation würde ich verzichten, um die Verkehrswende voranzutreiben.

Problematisch ist auch, dass eine Straße auf den Schauinsland führt.

Die Straße ist 6,5 m breit und ca. 10 km lang; hinzu kommt die Fläche für die Parkplätze, sodass der MIV ca. 10 Hektar Fläche benötigt; die Seilbahn kommt mit einem Bruchteil aus. Legt man an dieser Stelle eine Tri Line zugrunde, dann würden die beiden Stationen etwa eine Fläche von jeweils ca. 15 m * 30 m umfassen; hinzu kommen die Stützenstandorte, wobei die Tri Line mit 4 Stützen auskäme. Die Seilbahn benötigt also etwa 1200 m² Fläche, d.h. der Straßenverkehr benötigt ca. 80 Mal mehr Fläche als die Seilbahn. Von der Energieverschwendung und von der Unfallhäufigkeit des Straßenverkehrs ganz zu schweigen.

Eine vernünftige Verkehrspolitik sähe so aus, dass man entweder die Straße schlösse oder aber eine Maut erheben würde, die der Höhe des Seilbahnfahrpeises entspricht, um die Verkehrswende voranzutreiben.


Du meinst eine Verkehrspolitik nach Deinem Gusto keineswegs eine vernünftige....
Eine größere Resourcen- und Flächenverschwendung als Deine Vorschläge kann sich niemand, der auch nur einmal dort war, die Gegebenheiten und Beförderungszahlen kennt, vorstellen.
Die Strasse ist übrigens sehr alt und quasi als Kulturgut geschützt.
Auch der städtebaulich historische Standort an der Strassenbahendhaltestelle ist fast vollständig denkmalgeschützt.

Das ist hier wirklich ein sehr schöner umfangreicher dokumentierte Seilbahnfanbeitrag.

Beleidigung entfernt. / Mod. maba04

Hierfür gibt es die üblichen off topics.
MagnumPISkifam:

"Ein Leben ohne Skifoan ist zwar möglich, aber sinnlos."
2023/24 Hintertux,Feldberg,LaBresse,Selva
2022/23 Hintertux, Klinovec, Arlberg mit Lech, Zürs, Warth, Stuben, St.Christop, St Anton, Bublava/Bleiberg,, Klinovec, Espace Killy,Hintertux
2021/22 Hintertux, Feldberg, St.Moritz-Corviglia, Klinovec, SerfausFissLadis
2020/21 Zermatt, Ftan-Scuol
2019/20 mir war 7 bis 15Tage danach ziemlich coronerich...: :naja: WolkensteinSelva,Val diFassa, Arabba, Corvara, St.Christina, FlimsLaaxFalera, Klinovec, Stubaital
2018/19 Sierra Nevada, KlinovecNeklid,Othal, KlinovecNeklid, Feldberg, EngelbergTitlis, HaslibergMeieringen, GrindelwaldWengen, Klinovec, Stubaital
2017/18 Stubaital, Klinovec,Klinovec,Klinovec (skiline 15957hm pro Tag alltimerecord)
2016/17 Stubaital, Klinovec, Zermatt, Klinovec, Othal, Klinovec, Sierra Nevada,
2015/2016 Zermatt, Kandel(ohneSchwarzmoos)

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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von gfm49 »

Ich stehe dem Denkmalschutz durchaus kritisch gegenüber, aber diese Bahn sollte imho unverändert stehen bleiben, solange keine massiven Sicherheitsprobleme bestehen. Schön finde ich auch, dass sich die Anmutung der Wagen stark an den ursprünglichen Modellen orientiert.
Die Straße einfach sperren? Die hat ja auch Zubringerfunktion. Die Anlieger der Alternativen würden sich über den Ausweichverkehr wenig freuen. Bemauten (mit Anliegerregelungen) meinetwegen - erfordert aber auch einiges an Infrastruktur.

Jedenfalls vielen Dank für den Bericht.
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albe-fr
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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von albe-fr »

ThomasK hat geschrieben: 30.04.2023 - 01:39 Für verbesserungswürdig halte ich die Anbindung an den ÖPNV.
also ich finde die Anbindung eigentlich sehr gut, der Bus von Guenterstal aus faehrt alle 20 Minuten.
ThomasK hat geschrieben: 30.04.2023 - 01:39Da es ziemlich aufwendig wäre, die Straßenbahn bis zur Talstation zu verlängern würde ich bei einem Neubau die Talstation in die Nähe der Straßenbahn verlegen,
Ich sehe, wir sind auf einer Linie... ich fordere schon seit Jahren die Peak2Peak Bahn von Horben zum Schoenberg...
aber mal realistisch betrachtet, wir reden dabei (die baulichen Problem in Guenterstal mal aussen vor gelassen) von weiteren 4 km Seilbahn, das wuerde die Fahrzeit mehr als verdoppeln, ueber eine halbe Stunde Seilbahnfahrt am Stück... das waere mal ein Alleinstellungsmerkmal. Ach ja, der Bus faehrt lediglich 8 Minuten...
ThomasK hat geschrieben: 30.04.2023 - 01:39 Problematisch ist auch, dass eine Straße auf den Schauinsland führt.
Du übersiehst, dass die Strasse nicht auf den Schauinsland fuehrt, sondern ueber ihn. Und Regional hat diese Strasse eine gewisse Bedeutung. Der Ausweichverkehr muesste ja im Zweifel durch die Freiburger Innenstadt und den Kappler Tunnel - ich weiss nicht wie sich diese Mehrbelastung auswirken wuerde. Zumindest käme es durch die zu fahrenden Umwege vermutlich zu einer ökologischen Mehrbelastung. Und, mir kann egal sein, ich bekäme vermutlich eh eine Fahrgenehmigung.
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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von albe-fr »

skifam hat geschrieben: 01.05.2023 - 14:58 Die Strasse ist übrigens sehr alt
ist sie nicht, die ursprüngliche Trassierung ging ueber Horben, Kaltwasser.
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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von gfm49 »

albe-fr hat geschrieben: 04.05.2023 - 21:23Der Ausweichverkehr muesste ja im Zweifel durch die Freiburger Innenstadt und den Kappler Tunnel - ich weiss nicht wie sich diese Mehrbelastung auswirken wuerde. Zumindest käme es durch die zu fahrenden Umwege vermutlich zu einer ökologischen Mehrbelastung.
Oder je nach Ausgangspunktt über Staufen/Münstertal

Edit PS
Habe gerade nachgelesen, dass es von 1925 bis 1933 tatsächlich eine Mautpflicht gab.
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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von albe-fr »

gfm49 hat geschrieben: 04.05.2023 - 22:00
albe-fr hat geschrieben: 04.05.2023 - 21:23Der Ausweichverkehr muesste ja im Zweifel durch die Freiburger Innenstadt und den Kappler Tunnel - ich weiss nicht wie sich diese Mehrbelastung auswirken wuerde. Zumindest käme es durch die zu fahrenden Umwege vermutlich zu einer ökologischen Mehrbelastung.
Oder je nach Ausgangspunktt über Staufen/Münstertal
stimmt, Richtung Wieden/Belchen sind es dann auch schnell 10 km mehr und in die Richtung ist der OePNV wirklich verbesserungswürdig. Wobei die B3 das besser wegstecken wuerde als die B31.
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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von gfm49 »

albe-fr hat geschrieben: 04.05.2023 - 22:32...Wobei die B3 das besser wegstecken wuerde als die B31.
Die B 3 schon, aber die Strecke durchs Münstertal?
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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von ThomasK »

ThomasK hat geschrieben: 30.04.2023 - 01:39 Für verbesserungswürdig halte ich die Anbindung an den ÖPNV.
albe-fr hat geschrieben: 04.05.2023 - 21:23 also ich finde die Anbindung eigentlich sehr gut, der Bus von Guenterstal aus faehrt alle 20 Minuten.
Wir wissen, dass jedes zusätzliche Umsteigen Gift für den ÖPNV ist. Meistens ist es so, dass einmaliges Umsteigen noch akzeptiert wird, aber bei zweimaligem Umsteigen sinkt die Akzeptanz deutlich. Wir hatten damals selbst eine Umfrage mit verschiedenen Parametern erstellt und bei dem einen Parameter war es so dass bei einer Direktverbindung die Akzeptanz (nur bezogen auf diesen Parameter) bei 100 % lag, bei einmaligem Umsteigen bei 80 % aber bei zweimaligen Umsteigen auf 30 % drastisch einbrach. Daraus folgt, dass die Verkehrsplanung darauf achten muss, dass in der Quelle/Ziel-Matrix für mehr als 96 % aller Fahrgäste zwischen ihrem Start und ihrem Ziel höchstens ein einmaliges Umsteigen notwendig ist. Die Frage ist also, ob man die Seilbahn bis zur Straßenbahn verlängert oder aber die Straßenbahn bis zur Seilbahn.
ThomasK hat geschrieben: 30.04.2023 - 01:39Da es ziemlich aufwendig wäre, die Straßenbahn bis zur Talstation zu verlängern würde ich bei einem Neubau die Talstation in die Nähe der Straßenbahn verlegen,
albe-fr hat geschrieben: 04.05.2023 - 21:23 Ich sehe, wir sind auf einer Linie... ich fordere schon seit Jahren die Peak2Peak Bahn von Horben zum Schoenberg...
aber mal realistisch betrachtet, wir reden dabei (die baulichen Problem in Guenterstal mal aussen vor gelassen) von weiteren 4 km Seilbahn, das wuerde die Fahrzeit mehr als verdoppeln, ueber eine halbe Stunde Seilbahnfahrt am Stück... das waere mal ein Alleinstellungsmerkmal. Ach ja, der Bus faehrt lediglich 8 Minuten...
Eine neue Anlage würde selbstverständlich wesentlich schneller fahren. 7 m/s wären sowieso gesetzt. Es wäre aber so extrem wichtig auch die EUB und die Tri Line für 8,5 m/s weiterzuentwickeln. Auf der Interalpin sagte man mir, dass es momentan nicht geplant ist, die EUB für 8,5 m/s weiterzuentwickeln. Der Grund ist, dass der Hauptgrund für den technologischen Fortschritt der Wintertourismus ist und die Wintersportler mit 6 m/s sehr zufrieden sind. Kein Skifahrer verlangt, dass die EUBs 8,5 m/s fahren sollen. Doch im ÖPNV gelten andere Voraussetzungen.
Meiner Meinung nach führt, wenn man hier einen Durchbruch erzielen will, kein Weg daran vorbei die EUB für 8,5 m/s weiterzuentwickeln. Stützenkombinationen mit 64 Rollen pro Fahrspur sind aber keine technische Hexerei.
Wichtig wäre aber auch, dass es für die Seilbahnindustrie einige Aufträge für ÖPNV-Seilbahnen gäbe, bei denen 8,5 m/s für EUBs oder Tri Lines vorausgesetzt sind und dann die Anlagen auch gebaut werden. Dass ohne ÖPNV-Aufträge die Seilbahnindustrie nicht auf eigene Faust EUBs für 8,5 m/s entwickeln will und dann auf den Entwicklungskosten sitzenbleibt, weil die Politik wieder einmal nicht in die Gänge kommt, ist logisch nachvollziehbar.
Deshalb ist der alte Klepper 2S2-Bahn auf den Schauinsland für die Verkehrswende auch gar nicht geeignet. Angezeigt wäre eine neue Bahn, die selbstverständlich auch in den ÖPNV-Tarif integriert werden müsste, was insbesondere auch bedeutet, dass das Deutschlandticket auch in der Schauinslandbahn gültig sein müsste.
Kein Mensch baut heute noch eine 2S2-Bahn. Zwei Zugseile bedeuten einen bei weitem höheren Wartungsaufwand und sind zudem wesentlich störungsanfälliger. Bei der 2S2-Bahn auf den Schauinsland gab es auch einmal einen schweren Unfall, als die Kabine nur mit einem Zugseil verbunden war, aber nicht mit dem zweiten Zugseil. Da wäre es besser gewesen, wenn die Kabine mit gar keinem Zugseil verbunden gewesen wäre, aber die Kombination mit genau einem der beiden Zugseile verbunden zu sein ist natürlich ein Super-GAU.

ThomasK hat geschrieben: 30.04.2023 - 01:39 Problematisch ist auch, dass eine Straße auf den Schauinsland führt.
albe-fr hat geschrieben: 04.05.2023 - 21:23 Du übersiehst, dass die Strasse nicht auf den Schauinsland fuehrt, sondern ueber ihn. Und Regional hat diese Strasse eine gewisse Bedeutung. Der Ausweichverkehr muesste ja im Zweifel durch die Freiburger Innenstadt und den Kappler Tunnel - ich weiss nicht wie sich diese Mehrbelastung auswirken wuerde. Zumindest käme es durch die zu fahrenden Umwege vermutlich zu einer ökologischen Mehrbelastung. Und, mir kann egal sein, ich bekäme vermutlich eh eine Fahrgenehmigung.
Ich hatte davon abgesehen, die Idee einer Seilbahnverbindung Schauinsland Richtung Münstertal zwecks Verknüpfung mit der Eisenbahn zu erwähnen, da das dann in den Verkehrsplanungsthread gehört. Unstrittig ist aber, dass gewaltige dicke Bretter gebohrt werden müssen, wenn man den Autoverkehr halbieren will und die Zahl der Fahrgäste drastisch erhöht werden sollen. Gerne können wir aber im Verkehrsplanungsthread über eine ÖPNV-Seilbahn Schauinsland - Münstertal diskutieren.
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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von Theo »

Danke für die Dokumentation.
Eine Sache stört mich aber doch ein bisschen, wenn es hier aber weit weniger extrem ist als es andernorts der Fall war oder noch ist. Wenn man, sei es freiwillig oder unfreiwillig weil man nicht anders darf, einen auf historisch macht dann sollte man auch schauen dass das alle konsequent durchziehen.
Der kleine Plalettrolli und die Ersatzrollen sind ok, die Schneefräse im Sommer neben der Originallampe und die Fahrräder passen aber nicht dort hin und stören nur das Ambiente.
Es ist keine halb zugemüllte Abstellkammer wie an es bei andern alten Anlagen schon gesehen hat, es ist aber eben noch nicht ganz perfekt
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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von stephezapo »

Wie ist eigentlich der Gleichlauf beim 2S2 gelöst? Wenn ich das richtig verstanden habe, sind das zwei getrennte Zugseilschleifen, die über eine gemeinsame Seilscheibe angetrieben werden.
Beim DMC in den 80ern hat man sich erst mit komplexen elektronischen Steuerungen den Kopf zerbrochen (das gab es 1930 sicher nicht :-) ), dann kam Doppelmayr mit dem DLM als mechanische Lösung.
Natürlich hilft das Tragseil bis zu einem gewissen Grad als "3. Schiene" zur Stabilisierung, jedoch habe ich da so meine Zweifel.

Und bezüglich allfälligem Neubau verstehe ich nicht, warum da eine EUB nicht möglich wäre. Da hat man auch schon in weit schwierigerem Gelände Anlagen realisiert. Auch mit diesem Bahntyp sind lange Stützenabstände möglich, außer man baut ein Kapazitätsmonster wie die Giggijochbahn. Aber ausgehend von den jetzigen 700 P/H würde man wohl auch mit <2000 P/H zufrieden sein.
ThomasK
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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von ThomasK »

stephezapo hat geschrieben: 16.05.2023 - 10:05 Wie ist eigentlich der Gleichlauf beim 2S2 gelöst? Wenn ich das richtig verstanden habe, sind das zwei getrennte Zugseilschleifen, die über eine gemeinsame Seilscheibe angetrieben werden.
Beim DMC in den 80ern hat man sich erst mit komplexen elektronischen Steuerungen den Kopf zerbrochen (das gab es 1930 sicher nicht :-) ), dann kam Doppelmayr mit dem DLM als mechanische Lösung.
Natürlich hilft das Tragseil bis zu einem gewissen Grad als "3. Schiene" zur Stabilisierung, jedoch habe ich da so meine Zweifel.

Ich habe gerade versucht auf Lift World etwas über den Seilbahnunfall der Schauinslandbahn herauszufinden, doch auf Lift World ist der Seilbahnunfall gar nicht erwähnt.

Bei dem Seilbahnunfall am 26. November 1932 wurde beim Aufkuppeln einer Kabine nur die Befestigung an einem der beiden Zugseile durchgeführt. Die Schauinslandbahn ist so ausgelegt, dass die Befestigung an nur einem der beiden Zugseile völlig ausreicht, um die Kabine zu befördern. Das zweite Zugseil hing nun aber leer unter der Kabine durch. Soweit ich das richtig verstanden habe, ist der Fehler beim Aufkuppeln passiert.

Solange sich die Kabine innerhalb eines Seilfeldes befindet, wird sie normal weiterbefördert, wenn sie nur an einem Zugseil befestigt ist. In dem Moment aber, in dem die Kabine Richtung Stütze oder Station fährt, ist es kritisch. Zwar rollte die Kabine auf dem Tragseil und wurde vom ersten Zugseil befördert, aber das unter der Kabine befindliche zweite Zugseil wird bei der Anfahrt auf die nächste Stütze bzw. Station nach oben auf die Rollenbatterie angehoben. Offenbar sprang das zweite Zugseil nicht aus der Rollenbatterie, sondern wurde dann von unten auf die Kabine gedrückt, sodass dann die Kabine nach oben angehoben wurde und dann aus dem Tragseil sprang. Jetzt war die Kabine nur noch am ersten Zugseil befestigt, sodass die Kabine offenbar zusammen mit dem ersten Zugseil abstürzte. Das zweite Zugseil bleibt - genauso wie das Tragseil in der vorgeschriebenen Position.

Die Kabine stürzte ab und es gab drei Tote.

Zwei Monate blieb die Seilbahn geschlossen, ehe sie ab Januar 1933 wird in Betrieb genommen wurde.

Seit Januar 1933 fährt die Schauinslandbahn unfallfrei. Der Betrieb lief auch während des Zweiten Weltkriegs weiter. Die Schauinslandbahn hat den Zweiten Weltkrieg völlig unbeschädigt überstanden.

Heute werden keine 2S2-Bahnen mehr gebaut, denn das zweite Zugseil bringt keine zusätzliche Sicherheit. Standard ist heute das Gegenteil, also zwei Tragseile und ein Zugseil und nicht ein Tragseil und zwei Zugseile.
stephezapo hat geschrieben: 16.05.2023 - 10:05 Und bezüglich allfälligem Neubau verstehe ich nicht, warum da eine EUB nicht möglich wäre. Da hat man auch schon in weit schwierigerem Gelände Anlagen realisiert. Auch mit diesem Bahntyp sind lange Stützenabstände möglich, außer man baut ein Kapazitätsmonster wie die Giggijochbahn. Aber ausgehend von den jetzigen 700 P/H würde man wohl auch mit <2000 P/H zufrieden sein.

Die Anlage hat mehrere Seilfelder, die ca. 600 - 800 m lang sind und da ist die EUB raus.

Das längste Seilfeld, das eine Standard-EUB beherrscht, ist ca. 350 m lang. Will man ein 400 m langes Seilfeld bei der EUB errichten, dann sind ganz erhebliche Modifikationen in der Abspannung erforderlich.

Allerdings bemühen sich die Hersteller nach Kräften, die Seilfelder bei den EUBs nicht länger als 300 m werden zu lassen.

Aber eine 2S-Bahn oder Tri Line am Schauinsland ist natürlich kein Problem. Da die Mittelstation nicht mehr in Betrieb ist, könnte man sich auch eine Pendelbahn überlegen. Angenommen, man würde die bestehende Anlage nur ersetzen wollen, dann könnte man mit einer 150-PB bei 8 Minuten Fahrzeit und 2 Minuten Wendezeit alle 10 Minuten fahren, woraus sich eine Leistung von 900 Personen pro Stunde und Richtung ergäbe, was deutlich mehr ist als die bestehende Umlaufbahn, die bei 700 Personen pro Stunde und Richtung liegt.

Die Zahl der Stützen würde man wahrscheinlich von heute 7 auf 3 reduzieren, um die Unterhaltsaufwendungen zu senken.

Da aber die Schauinslandbahn Eigentum der Freiburger Verkehrsbetriebe, die auch die städtischen Straßenbahnen und Busse betriebt, ist und die die Freiburger Verkehrsbetriebe zu 100 % im Eigentum der Stadt Freiburg stehen, böte sich die Chance die Schauinslandbahn in den ÖPNV-Tarif zu integrieren und dann auch das Baden-Württemberg-Ticket und Deutschlandticket anzuerkennen.

Da böte sich die Chance eine komplett neue Schauinslandbahn zu bauen und die vernünftig mit der Straßenbahn zu vernetzen. Denkbar wäre z.B. die Talstation in der Nähe der Straßenbahnhaltestelle Wiesenweg zu platzieren, um eine optimale Vernetzung mit der Straßenbahn zu gewährleisten. Von dort aus könnte man ohne Zwischenhalt eine 7 km lange Tri Line oder 3S-Bahn auf den Schauinsland bauen.
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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von GIFWilli59 »

ThomasK hat geschrieben: 16.05.2023 - 15:21 Die Anlage hat mehrere Seilfelder, die ca. 600 - 800 m lang sind und da ist die EUB raus.

Die Frage ist nur, hat man diese Spannfelder hier, weil es der gewählte Bahntyp (3S klassisch) ohnehin zuließ oder weil es das Gelände tatsächlich erfordert?
Ich würde auf ersteres tippen. Die EUB-Technik war damals vermutlich noch nicht serienreif, sonst hätte man die vielleicht damals auch schon gebaut.
ThomasK hat geschrieben: 16.05.2023 - 15:21 Aber eine 2S-Bahn oder Tri Line am Schauinsland ist natürlich kein Problem. Da die Mittelstation nicht mehr in Betrieb ist, könnte man sich auch eine Pendelbahn überlegen. Angenommen, man würde die bestehende Anlage nur ersetzen wollen, dann könnte man mit einer 150-PB bei 8 Minuten Fahrzeit und 2 Minuten Wendezeit alle 10 Minuten fahren, woraus sich eine Leistung von 900 Personen pro Stunde und Richtung ergäbe, was deutlich mehr ist als die bestehende Umlaufbahn, die bei 700 Personen pro Stunde und Richtung liegt.

Was m. E. gegen eine PB spricht, ist, dass das Fahrerlebnis (v. a. Aussicht) in einer PB Kabine deutlich schlechter ist, als in einer Kleinkabine mit 8-11 Plätzen. Bisher scheint das Publikum ja eher touristisch. Wenn man z. B. einen neuen Stadtteil auf dem Schauinsland bauen würde, wäre eine PB sicher besser, zumal man sie gut auf die Straßenbahn abstimmen kann.
ThomasK hat geschrieben: 16.05.2023 - 15:21 Da aber die Schauinslandbahn Eigentum der Freiburger Verkehrsbetriebe, die auch die städtischen Straßenbahnen und Busse betriebt, ist und die die Freiburger Verkehrsbetriebe zu 100 % im Eigentum der Stadt Freiburg stehen, böte sich die Chance die Schauinslandbahn in den ÖPNV-Tarif zu integrieren und dann auch das Baden-Württemberg-Ticket und Deutschlandticket anzuerkennen.

Da böte sich die Chance eine komplett neue Schauinslandbahn zu bauen und die vernünftig mit der Straßenbahn zu vernetzen. Denkbar wäre z.B. die Talstation in der Nähe der Straßenbahnhaltestelle Wiesenweg zu platzieren, um eine optimale Vernetzung mit der Straßenbahn zu gewährleisten. Von dort aus könnte man ohne Zwischenhalt eine 7 km lange Tri Line oder 3S-Bahn auf den Schauinsland bauen.
Wobei man da dann noch entweder Überflugrechte für 2-3 Gebäude oder zumindest ein Wegerecht bräuchte.

Würde mich tatsächlich interessieren, wie die Freiburger Verkehrsbetriebe die Zukunft der Schauinslandbahn sehen und ob deine Visionen auf Interesse stoßen.
Von mir aus darf die Bahn aber gerne noch ein paar Jahrzehnte so bleiben, wie sie ist. :D
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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von albe-fr »

GIFWilli59 hat geschrieben: 16.05.2023 - 22:38 Wobei man da dann noch entweder Überflugrechte für 2-3 Gebäude oder zumindest ein Wegerecht bräuchte.
nicht zwingend, ich geh mal davon aus, dass die neue Bahn - wie auch die Strassenbahn - durchs Guenterstaler Tor führt, lässt sich mit moderner Steuerungstechnik bestimmt machen, und dann halt dem Strassenverlauf folgt...
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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von Nocki »

GIFWilli59 hat geschrieben: 16.05.2023 - 22:38 Würde mich tatsächlich interessieren, wie die Freiburger Verkehrsbetriebe die Zukunft der Schauinslandbahn sehen und ob deine Visionen auf Interesse stoßen.
Von mir aus darf die Bahn aber gerne noch ein paar Jahrzehnte so bleiben, wie sie ist. :D
Da die Bahn ein technisches Denkmal ist, also unter Denkmalschutz steht, und stark mit ihrer Nostalgie wirbt, wird man sie wohl nicht ohne Weiteres ersetzen...
Finde ich aber auch gut so, m.E. muss man nicht alles modernisieren...
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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von ThomasK »

GIFWilli59 hat geschrieben: 16.05.2023 - 22:38 Wobei man da dann noch entweder Überflugrechte für 2-3 Gebäude oder zumindest ein Wegerecht bräuchte.
Am einfachsten wäre es natürlich, wenn man die Genehmigung der beiden Eigentümer bekäme über ihr Grundstück zu fahren. Dann könnte man die Talstation der Seilbahn direkt auf der freien Wiese neben der Straßenbahn errichten. Da die Straßenbahn von der Haltestelle Wiesenweg direkt in die Freiburger Innenstadt fährt und dann auch noch zum Freiburger Hauptbahnhof wäre diese Lösung verkehrsplanerisch optimal.

Normalerweise läuft das dann so, dass man mit dem Grundstückseigentümer eine Grunddienstbarkeit vereinbart. Der Eigentümer bekommt als einmalige Zahlung vom Seilbahnbetreiber 3 % des Verkehrswertes seines Grundstücks überwiesen. Dafür erhält dann der Seilbahnbetreiber das Recht 99 Jahre mit seiner Seilbahn über das Grundstück fahren zu dürfen.

Analog macht man es auch beim U-Bahnbau. Schaut man sich die Planfeststellungsunterlagen an, dann sieht man, dass bei schwierigen Verhältnissen teilweise auch 5 % des Verkehrswertes als Grunddienstbarkeit bezahlt werden.

Juristisch ist die entscheidende Frage, ob man die Verbindung Freiburg - Schauinsland als ÖPNV-Relation ansieht. Nur dann, wenn es sich juristisch um eine ÖPNV-Relation handelt, kann man juristisch eine Grunddienstbarkeit erzwingen. Bei einer touristischen Anlage gilt das nicht.

In der Tat ist die Relation Freiburg - Schauinsland ein Grenzfall.

Die Straßenüberquerung spricht dafür, dass es eine ÖPNV-Relation ist.
Andererseits wohnen auf dem Schauinsland nicht ständig Menschen, sodass dies wiederum eher für eine touristische Relation spricht.

Kommt mit den Eigentümern keine Vereinbarung zustande, dann könnte man auch ca. 150 m südlich der Straßenbahnhaltestelle die Talstation errichten. In diesem Fall würden bis zum Gipfel des Schauinsland überhaupt keine Gebäude überfahren werden. Bei der Talstation wären aber erhebliche Erdbewegungen notwendig zumal die Steigung der Seilbahn auf den ersten ca. 200 m bei fast 45 Grad wäre.

Auf dieser Führerstandsmitfahrt bei der Straßenbahn Freiburg in Richtung Günterstal, also in Richtung Schauinsland, sehen wir die Situation. Der Schauinsland liegt halb rechts. Am einfachsten ist es natürlich die Talstation links auf der Wieser zu bauen, wobei dann die Seilbahn die Straßenbahn überquert. Baut man die Talstation rechts in den Berg hinein, spart man sich zwar die Grunddienstbarkeiten, aber es sind ganz erhebliche Erdbewegungen notwendig zumal die Seilbahntrasse vor der Talstation mit fast 45 Grad Neigung beginnen würde.

https://youtu.be/a8yxri4nIUc?t=109

Die Haltestelle Wiesenweg selbst wird dann bei 2:51 erreicht. Die Straßenbahnhaltestelle Wiesenweg, die im Video zu sehen ist, liegt auf einer Meereshöhe von 320 m.

Technisch gesehen ist eine 7 km lange Umlaufbahn Freiburg - Schauinsland bei ca. 960 Höhenmetern also machbar.

Die Frage ist eben, ob politisch gesehen die Verkehrswende wirklich gewollt ist.
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Re: ZUB Schauinslandbahn (Freiburg im Breisgau)

Beitrag von Neandertaler »

Erst Mal danke dafür, daß wieder ein Bildbericht über diese Bahn erstellt wurde. Es ist immer wieder erstaunlich, wie gepflegt diese Bahn daher kommt.




Und zu dem ganzen Rest an Antworten bitte ich folgendes zur Kenntnis zu nehmen:

1. Satiere bitte als solche kennzeichnen damit ich nicht irgendwie irgend jemandem ab irgendeiner Stelle unterstellen muss, von dem was er schreibt keine Ahnung zu haben.

2. Was zum Teufel soll dort oben mit dem Nahverkehr erschlossen werden? Dort oben wohnt keiner!

3. Die VAG hat mit anderen wirklich wichtigen Ausbauvorhaben eindeutig genug zu planen und zu bauen.

4. Warum soll ein Denkmal der Ingenieurskunst abgerissen werden das in einem technisch sehr gutem Zustand ist?

5. Diese Bahn arbeitet trotz der Straße, soweit wie mir das bekannt ist, kostendeckend.

6. Die Straße ist für mich der sinnvollste Weg, mit der Aufteilung Auto und Straßenbahn nach Freiburg zu kommen ( ein paar Parkplätze mehr in Günterstal wären aber trotzdem nett).
Neu: Aus- und Weiterbildung zur Glühbirne. Man hat die Erleuchtung und kann dann alles mit Fassung ertragen!

Grüße aus Rockcity
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