Balkonkraftwerk optimal nutzen

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Spezialwidde
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Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Spezialwidde »

Das Thema Energie ist ja gerade in aller Munde. Ich hab mir jetzt auch mal eins von diesen Kleinsolaranlagen besorgt, auch als Balkonkraftwerk bekannt. Ich muss schon sagen, es bringt wirklich was! Hat jemand von euch auch sowas i Betrieb und hat da Tricks wie man das Beste rausholt? Man muss den Strom ja so verbrauchen wie er anfällt, andernfalls verschenkt man den Strom. Für mich wars halt ein Anreiz dass ich eh im Sommer für die Klimaanlage am meisten Strom brauche und dann wenn es am Heißesten ist ist in der Regel auch Sonne da. Klar ist Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine möglichst dann laufen lassen wenn die Sonne scheint, E-Bike mit W-Lansteckdose laden...Was kann man da noch machen?
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Teddy75
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Teddy75 »

Eine Frage vorab: Wieso ist der Überschuß verloren? Kannst Du den nicht ins Netz einspeisen? Müßte doch eigentlich gehen :gruebel: Oder kommt da so wenig bei rum, daß sich der Zählerwechsel nicht lohnt?


Wir haben zwar keine "Balkonanlage" sondern eine größere 8KW/p-Anlage mit Speicher (was ein paar wenige Möglichkeiten mehr eröffnet), aber im Prinzip handhaben wir es auch genauso, wie Du es geschrieben hast. Möglichst starke Verbraucher wie Waschmaschine, Spülmaschine, Trockner etc. dann anschalten, wenn die Anlage gut produziert. Finanziell entscheidend ist ja vor allem der Strom, den Du nicht kaufen mußt!! Also, wenn es noch weitere Tricks gibt, wären sie mir nicht bekannt :wink: Aber so dürftest Du schon gut von der Anlage profitieren.
Mit Speicher haben wir es im April übrigens geschafft, quasi autark zu sein. Ein kleiner Spitzenausgleich war nötig und 2 Nächte sind wir nicht ganz ausgekommen. Aber 9KW/h haben wir sonst ungefähr pro Tag gekauft, nicht pro Monat :yau:

Dann wünsche ich einen schönen Sommer und viel Strom!!
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GIFWilli59
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von GIFWilli59 »

@Spezialwidde:
Wie viel W hat deine Anlage?

Einspeisen (für kleines Geld*) und Akkus wären noch eine Möglichkeit. Z. B. könntest du tagsüber ein privates Notebook laden lassen und abends dann leer machen.

* in einem Angebot für eine PV-Anlage, das meine Eltern eingeholt hatten, wurden 8,2 ct/kWh als Einspeisevergütung genannt
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Jan Tenner »

Bei einer Anmeldung als Balkonkraftwerk gibt es keine Einspeisevergütung.
Mein Tipp wäre: Entspannt zurücklehnen und sich keine grauen Haare wachsen lassen, ob man nun etwas verschenkt oder nicht. Die maximalen 600W, die der Wechselrichter abgibt, erreicht man ja gar nicht bei jeder Wetterlage. Einen gewissen Anteil von dem, was man tatsächlich gewinnt, verbraucht man ja schon durch die Grundlast wie Kühlschrank, Gefriertruhe etc.
Wenn man es dann noch schafft, mal die Waschmaschine, Trockner mittags laufen zu lassen, wenn die Sonne knallt, spart man sich schon ordentlich.
Wenn man im Sommer eine Klimaanlage nutzt, sowieso.
Gewinnen tut man sowieso! Je nach Strompreis hat sich das Ding in 2-5 Jahren amortisiert. Ob man jetzt auch mal was dem Netzbetreiber schenkt, und die Anlage amortisiert sich einen Monat später - so what??

Alles was.man mit Speicherlösungen o.ä. machen könnte, sorgt bei der Größenordnung, dass sich ein BKW nicht oder viel später rentiert. Wäre mir die Mühe nicht wert...
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Ralf321 »

Solangsam kommen gerade Batterie Lösungen für Balkonkraftwerke auf den Markt zb ecoflow usw. Die speichern und später einspeisen. So kann man ja auch mehr als 600w zum erzeugen nutzen und die dann immer 600w einspeisen.
Ob sich das dann preislich lohnt mal sehen was kommt
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von judyclt »

Jan Tenner hat geschrieben: 03.05.2023 - 21:17 Bei einer Anmeldung als Balkonkraftwerk gibt es keine Einspeisevergütung.
Mein Tipp wäre: Entspannt zurücklehnen und sich keine grauen Haare wachsen lassen, ob man nun etwas verschenkt oder nicht.
So sehe ich das auch.
Auf dem Foto ist ja reichlich ungenutzte Dachfläche zu sehen. Warum keine größere PV-Anlage?
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GIFWilli59
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von GIFWilli59 »

judyclt hat geschrieben: 03.05.2023 - 23:01 Auf dem Foto ist ja reichlich ungenutzte Dachfläche zu sehen. Warum keine größere PV-Anlage?
Zumindest bei dem Flachbau dürften sich nach dem Bau einer flächendeckenden PV-Anlage Gebäudewert und Investitionssumme die Wage halten :D :versteck:
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von judyclt »

Stimmt auch wieder :lach:
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ThomasZ
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von ThomasZ »

8,2ct/kWh bis 10kWp, >10kWp 7,1ct

Unser EFH hat eine Grundlast während unseres Urlaubs von 5,2-6,0kWh am Tag. Also rechnerisch zwischen 220 und 250W in der Stunde. Man konnte schön sehen, dass die Tage wo der Verbrauch höher war auch mehr erzeugt wurde. Vermutlich mehr Sonnenschein, höhere Erwärmung in den Räumen, Mehrverbrauch bei der Kühl-/Gefrierkombination. Der Verbrauch pro Stunde schwankt was ich beobachtet habe von 150W - 600W. Ein 600W Balkonkraftwerk wird also von der Grundlast schon gut genutzt.

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Mt. Cervino
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Mt. Cervino »

Einspeisevergütung ist für reine Ballonkraftwerken ja nicht vorgesehen. Das System soll ja einfach zu installieren, zu betreiben und zu administrieren sein.
Der Strom der übrig ist, wird ins Netz eingespeist, aber man bekommt nichts dafür...
Interessant wäre, was passiert wenn man eine "große" PV-Anlage (z. B. Hausdach) mit Einspeisung des übrigen Stroms ins Netz und Einspeisevergütung hat, und zusätzlich ein Balkonkraftwerk (z. B. Garage).
Was passiert dann mit den überschüssigen Strom des Balkonkraftwerks der ins Netzt eingespeist wird? Wird der dann auch vergütet?

Wer sich jetzt eine Balkonkraftwerk anschaffen will, sollte ggfs. darauf achten, dass der Wechselrichter upgradefähig ist. Aktuell dürfen ja nur 600W über die Wechselrichter ins Netzt gespeist werden, zukünftig wird dies wohl noch im Laufe des Jahres auf 800W (wie in anderen europäischen Ländern) angehoben. Die PV-Module (2 Stück) bringen ja oft schon 800W und mehr, aber der Wechselrichter müsste dann ausgetauscht werden um die vollen 800W ins Hausnetz zu bekommen.
Erste Anbieter von Balkonkraftwerken bieten jetzt schon upgradefähige Wechselrichter in den Sets an, die nach der Gesetzesänderung over the air auf 800W Einspeisung geupdatet werden können.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Spezialwidde »

GIFWilli59 hat geschrieben: 03.05.2023 - 23:43
Zumindest bei dem Flachbau dürften sich nach dem Bau einer flächendeckenden PV-Anlage Gebäudewert und Investitionssumme die Wage halten :D :versteck:
Bei dem alten Stall hast du sicher Recht, aufs Steildach meines Wohnhauses kommt man ohne Hubsteiger halt nicht hin :D Das ist halt die Quick and Dirtylösung, die Balkonkraftwerke waren gerade im Angebot gewesen, da konnt ich nicht anders.
Gegen eine große PV Anlage entscheide ich mich bewusst, bei der Investition amortisiert sich die erst nach weit über 10 Jahren. Ich bezweifel sehr SEHR stark dass ich dann noch hier wohne. Das rechtfertigt einfach den Aufwand nicht.
Bei meinen Eltern ist das mit der großen Solaranlage so (ich weiß nicht ob das immer so ist): Man hat 2 getrennte Zähler. Der Wechselrichter hat einen AC Eingang zur Netzsynchronisierung und zwei AC Ausgänge (natürlich noch DC von der PV). Der ist so interlligent dass er mit dem Verbrauchszähler spricht und genau soviel Wirkleistung ins Hausnetz einspeist dass dieser Zähler stehen bleibt. Der Rest wird über den Einspeisezähler ins Netz gespeist und vergütet. Was krigt man dafür, vielleicht 10 Cent, die muss man auch noch versteuern, ein Witz eigentlich...Ist zu wenig PV Leistung da wird die eben vollständig ins Hausnetz gegeben und die noch bleibene Differenz über den Verbrauchszähler abgerechnet. Ein Balkonkraftwerk würde in den Hauszweig einspeisen und eben dafür sorgen dass der große PV Wechselrichter mehr Leistung ins Netz speist bzw weniger Diffezenzleistung gekauft werden muss. Das macht aber ergo keinen Sinn, dann baut man sich eben gleich zwei Module mehr in die große PV. Ein Akkuspeicher würde auch im Hauszweig hängen und den Eigenverbrauchsanteil erhöhen weil es halt billiger ist den selbst erzeugten Strom nicht zum Schleuderpreis einzuspeisen und ihn später wieder fürs 4 fache Geld zurückkaufen zu müssen. Soweit alles klar. Aber wie gesagt ich will den Aufwand einer großen Anlage nicht. Zumal das auch noch eine Komplettsanierung meines Hausnetzes notwendig machen würde. Keine Chance, das könnt ich nicht bezahlen.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von ThomasZ »

Mt. Cervino hat geschrieben: 04.05.2023 - 10:29 Interessant wäre, was passiert wenn man eine "große" PV-Anlage (z. B. Hausdach) mit Einspeisung des übrigen Stroms ins Netz und Einspeisevergütung hat, und zusätzlich ein Balkonkraftwerk (z. B. Garage).
Was passiert dann mit den überschüssigen Strom des Balkonkraftwerks der ins Netzt eingespeist wird? Wird der dann auch vergütet?
ich denke ja, da der installierte Zweirichtungszähler ja nicht entscheiden kann "woher" der ins Netz eingespeiste Strom kommt.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Mt. Cervino »

Danke für die Antworten.
Ich beschäftige mich aktuell auch mit dem Thema Balkonkraftwerke & PV-Anlagen, nachdem es mich lange nicht interessiert hat.
Durch die sehr hohen Förderbeträge vielerorts für Balkonkraftwerke (bei uns 50%) lassen sich die die Anlagen ja sehr schnell amortisieren.
Und wenn man hoffentlich bald bis 800W einspeisen darf wird es noch interessanter.

Eine große PV-Anlage (mit Speicher und alles anderen macht wenig Sinn) rentiert sich für die meisten Käufer leider finanziell (sofern keine E-Auto vorhanden) aufgrund der aktuell geringen Einspeisevergütung immer noch kaum und ist oftmals erst nach 15-20 Jahren amortisiert.

Spezailwidde: Du könntest mal prüfen (falls deine Anlage in Südrichtung ausgerichtet ist) ob es nicht evtl. Sinn macht ein Modul Richtung Osten und ein Modul Richtung Westen auszurichten. So hast du zwar insgesamt einen etwas geringeren Stromertrag, aber mehr Strom morgens uns Abends wenn er normalerweise auch wirklich verbraucht wird. und Mittags wird es immer noch ausreichen, du speist nur weniger Überschuss kostenlos ins Netz ein. Dadurch kann es sein, dass du dein Eigennutzungsquote gegenüber einer reinen Südausrichtung sogar noch erhöhst. Das habe ich erst nicht glauben können, aber im Internet gibt es einige Berechnungen und Erfahrungsberichte die das bestätigen.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Spezialwidde »

Mt. Cervino hat geschrieben: 04.05.2023 - 13:14 Spezailwidde: Du könntest mal prüfen (falls deine Anlage in Südrichtung ausgerichtet ist) ob es nicht evtl. Sinn macht ein Modul Richtung Osten und ein Modul Richtung Westen auszurichten. So hast du zwar insgesamt einen etwas geringeren Stromertrag, aber mehr Strom morgens uns Abends wenn er normalerweise auch wirklich verbraucht wird. und Mittags wird es immer noch ausreichen, du speist nur weniger Überschuss kostenlos ins Netz ein. Dadurch kann es sein, dass du dein Eigennutzungsquote gegenüber einer reinen Südausrichtung sogar noch erhöhst. Das habe ich erst nicht glauben können, aber im Internet gibt es einige Berechnungen und Erfahrungsberichte die das bestätigen.
Macht absolut Sinn was du sagst, danke für den Tip.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von sheridan »

So eine Batterie-Lösung wie hier wäre noch interessant:
https://de.ecoflow.com/pages/powerstream

Ansonsten muss man ohne Speicher mit relativ viel "Schwund" rechnen - mindestens 1/3, die man dem Netzbetreiber schenkt. Bei 600W tendenziell noch mehr - ausser, wenn man permanent mindestens 600W Grundlast hat.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Spezialwidde »

Die sind halt echt brutal teuer, bis sich sowas rechnet kann ich auch ein paar kWh verschenken...Nee, dann macht es wirtschaftlich glaub ich mehr Sinn sich was mit einem Laderegler, ner alten Staplerbatterie (die ist für so ne Anlage ja ein Fass ohne Boden :D ) und nem Inselwechselrichter was zu basteln. Über 1000 Euro für gerademal 1 kWh Speicherkapazität (was ich auch erst glaube wenn ichs nachgemessen hab...), das ist schon hart. Ich wollte es für mich jetzt so einfach wie möglich halten. Ich hab das Ding aufs Dach gestellt und den Stecker in die Dose gesteckt, das war der Installationsaufwand. Sonst gehts mir um die Optimierung des Nutzungsverhaltens. Vielleicht bau ich das auf kurz oder lang auch aus, mal sehen.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Mt. Cervino »

Leider sind die Batteriespeicher, wie auch bei großen PV Anlagen unverhältnismäßig teuer, so dass sie aktuell nicht lohnen.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von snowflat »

Mt. Cervino hat geschrieben: 04.05.2023 - 13:14Eine große PV-Anlage (mit Speicher und alles anderen macht wenig Sinn) rentiert sich für die meisten Käufer leider finanziell (sofern keine E-Auto vorhanden) aufgrund der aktuell geringen Einspeisevergütung immer noch kaum und ist oftmals erst nach 15-20 Jahren amortisiert.
Die PV-Anlage sollte natürlich auch einigermaßen von der Größe auf den Bedarf zugeschnitten sein. Eine überdimensionale PV-Anlage für den Privatgebraucht macht in der Tat keinen sein, weil für 8ct/Kwh für die Einspeisung in der Tat nichts bei rum kommt. Die Zeiten sind längst vorbei, wo man sich mit der Einspeisung eine goldene Nase verdient hat. Glück hat der, der noch einen Altvertrag hat. Daher macht es absolut keinen Sinn eine PV-Anlage nur wegen der Einspeisung zu bauen. Deswegen ist die Aussage auch falsch, dass sich wegen der geringen Einspeisevergütung eine PV-Anlage nicht rentiert. Klar ging es früher deutlich schneller, auch wenn die Leistung der Module deutlich schlechter war als heute. Die Rendite einer PV-Anlage kommt vielmehr durch den Eigenverbrauch des produzierten Stroms, also den Strom, den man nicht zu den hohen Preisen extern beziehen muss. Eine hohe Eigenverbrauchsquote und ein hoher Autarkiegrad sind also das Erfolgsrezept für eine möglichst kurze Amortisierung.

Nicht zu vergessen ist die letzte Änderung hinsichtlich der Anschaffung von PV-Anlagen, welche nun auch als Privatperson zum Nettopreis erworben werden können. Das ganze Steuerwirrwarr mit Kleinstunternehmerregelung etc. ist Geschichte. Eigentlich könnte man nun denken, dass alles einfacher ist ... aber wir sind ja in Deutschland. Da wird leider aus der sehr gut gemeinten Erleicherung ein neues Bürokratiemonter gemacht. Die Erfahrung mache ich gerade ...

Wir haben unsere Anlage auf dem Dach (Ost- und Westausrichtung) jetzt seit Mitte März in Betrieb und haben uns auch einen Speicher gegönnt, um etwas autarker zu sein. An zwei Tagen gelang uns eine 100%ige Autarkie, aber das kann gerne mal an einigen Tage so sein, sollte aber kein Dauerzustand oder Ziel sein. Denn das ist wirtschaftlich nicht gesund, da man dafür eine sehr große Anlage + Speicher benötigt. Das kostet natürlich und verlängert die Amortisation doch erheblich, so dass es unwirtschaftlich wird.

Also bisher ist es natürlich zu kurzfristig für ein Fazit, aber die Zahlen sehen schon recht gut aus bei uns hinsichtlich des Verältnisses von Ertrag zu Investition :D Daher kann ich nicht unterschreiben, dass sich ein Invest in einen Speicher nicht lohnt!
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Mt. Cervino »

Wäre mal gut zu wissen wie groß dein Speicher und die PV Anlage ist.

Ich gehe von meinen bisher (vor UA Krieg) ca. 1000.- Euro bzw. aktuell 1300.- Euro jährlichen Stromkosten für einen 4 Personen Haushalt aus.
Eine vernünftige PV Anlage mit Speicher (10Kwh) kostet mit Montage etc. schnell 15-20k. Für die Investition kann ich bei aktuellen Preisen etwa 12 bis 15 Jahre Strom kaufen. Für eine volle Amortisation in der gleichen Zeit müsste ich ja 100% Strom durch die PV-Anlage bekommen, was ja nie gehen wird. Allein die Monate November bis Februar werden kaum Strom liefern, so dass man zu dieser Zeit nicht mehr als 10-20% des eigenen Strombedarfs mit der PV-Anlage decken kann.
D. h. die Anlage würde sich erst nach 20 bis 30 Jahren rechnen, wären da nicht die (geringe) Einspeisevergütung und ggfs. weitere Förderungen der Anlage, die die Amortisationszeit wieder auf realistische 15 Jahre verkürzen.

Deine Argumente bezüglich Größe der Anlage kann ich teilweise nachvollziehen, teilweise aber auch nicht.
Das Teure an einer PV Anlage ist aktuell die Installation (Gerüst, Montage der PV Module, Elektroanschlüsse). Ersteres und letzteres hast du eh, egal wie groß oder klein die Anlage ist, bei der Montage kann man ein bisschen sparen je nachdem ob man z. B. 20 oder 40 Module installiert bekommt.
Die Module selbst sind ja recht günstig geworden, und auch eine variable Komponente hinsichtlich des Preises... Die Batterie ebenso, aber auch hier hat man fixe Grundkosten. So ist eine 5kwh Batterie nicht halb so teuer wie eine 10kwh Batterie, weil ja Anschlüsse, Batteriemanagement etc. eh vorhanden sein müssen. Egal wie groß die Batterie ist.
Die Frage ist halt immer, wie groß ist eine optimale Anlage: Kauft man jetzt eine zu kleine Anlage bekommt man z. B. seinen Speicher nicht voll oder zu wenig direkten Ertrag bei wenig Sonnenlicht oder im Herbst und Frühjahr.
Kauft man zu groß verschenkt man zu viel billigen Strom ins Netz und hat eine hohe Investition zu stemmen die sich dann nicht rechnet.

Klar ist für mich: Hat man ein E-Auto und damit viel direkten eigenen Stromverbrauch lohnt sich eine PV-Anlage viel eher als ohne.
Und weiterhin lohnt eine Anlage ohne Speicher (und ohne E-Auto) schon mal gar nicht, weil man dann, wenn die Sonne scheint (tagsüber und Mittags im Sommer) und der Strom fließt, kaum Verbrauch hat.
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sheridan
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von sheridan »

Spezialwidde hat geschrieben: 04.05.2023 - 15:20 Die sind halt echt brutal teuer, bis sich sowas rechnet kann ich auch ein paar kWh verschenken...
Klar, macht eher nur Sinn, wenn man sowieso so eine Power Station rumstehen hat fürs Camping oder gegen Stromausfall. Der günstigste Preis für 1kWh ist unter 700€ für das Ecoflow-System. Der Preis für den Wechselrichter ist aber noch nicht bekannt.

Wenn es rein um Amortisationskosten geht, ist wahrscheinlich ein billiges 300W-BKW am schnellsten amortisiert. Die gibts für 400-500 und produzieren 250-300kWh/Jahr. Davon gehen 1/3 verloren, d.h. die Ersparnis liegt +- um 50 pro Jahr. Also nach 8-10 Jahren amortisiert. Nur als grobe Beispielrechnung.
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Spezialwidde
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Spezialwidde »

Was ich halt wirklich schlimm finde dass man was die Komponenten angeht von einigen Qusimonopolisten abhängig ist. Die diktieren den Preis. Ein offen geduldetes Kartell. Das betrifft vor Allem die Speicher. Was anderes bekommst du nicht genehmigt also musst du zahlen. Alleine das ärgert mich. Beim Wechselrichter seh ich das ja noch ein, der muss gewisse geprüfte Kriterien erfüllen, das muss sichergestellt sein. Für den Preis einer legal am öffentlichen Netz betriebsfähigen Großanlage mit Speicher könnte ich in Eigenleistung aber wirklich eine fast autarkiefähige Anlage mit Großspeicher erstellen, dann eben als Insellösung und muss mich vom Netz komplett abkoppeln. Wäre ja mit einem automatischen Netztrenner möglich der, wenn der Akku leer ist, allpolig aufs Netz umswitcht aber sowas genehmigt dir der Netzbetreiber nicht. Dann kann er ja keine Kasse mehr machen. Was die Speicher angeht zum Beispiel hätte der der Platz und einen belüftbaren Raum hat, etwa da wo mal ein Heizöltank stand und den etwas Wartungsaufwand nicht scheut, eine wunderbar billige Möglichkeit, nämlich den Bleiakku. Die sind über hundert Jahre lang bewährt, halten mindestens 30 Jahre, eher noch mehr, sind sehr zuverlässig und billig. Man muss halt turnusmäßis Wasser nachgießen. Im Profibereich werden Notstrombänke und Kurzzeitspeicher fast aussschließlich in Bleiblöcken aufgebaut. Auch heute noch. Für den Privatmann krigst du das nicht zugelassen, da muss die teure und gefährliche Lithiumionentechnik her. Das Kartell hat sich geeinigt, ihre am öffentlichen Netz zugelassenen Wechselrichter sind nur mit den ebenfalls abgesprochenen teuren Speichermodulen kompatibel. Klar, ist kompakt, leicht und wartungsfrei aber nach 10 Jahren im Tageszyklenbetrieb im Eimer. Politik und Lobby sei Dank. Das will ich auch nicht einsehen. Ach es ist echt zum Heulen...Ich hab mich ja schon länger intensiv mit der Thematik beschäftigt, die Balkonkraftwerke gabs halt letzte Woche zu weniger als dem halben Preis, keinen Installationsaufwand und keinen Ärger mit den Behörden, ich müsste ja alleine schon mehr als 10000 Euro investieren nur um mein Hausnetz auf den Stand der Technik zu bringen (und mein Haus wieder zur Großbaustelle machen), das muss man ja tun sobald man installationstechnische Veränderungen macht, ich hab ja noch die Nachkriegsverkabelung klassisch genullt, da konnt ich einfach nicht anders ;D Alles andere würde sich zu meinen Lebzeiten mit Sicherheit nicht mehr rentieren. Wenn ein Herr Habeck käme, mir eine Anlage spendiert und die bezahlt würde ich sogar auf eigene Kosten meine Ölheizung rausreißen und auf Wärmepumpe umrüsten. So kann ich mir das nicht leisten. Es hängt ja immer ein riesen Rattenschwanz dran. Wenn ich Glück habe bräuchte ich ja auch noch ein neues Dach mit Gebälk wegen des Zusatzgewichtes...
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Wurzelsepp »

Inzwischen gibt es aber auch LFP (Lithium-Eisenphosphat) Akkus. Die haben gegenüber den Lithium-Ionen-Akkus den grossen Nachteil, dass die Energiedichte deutlich kleiner ist, das spielt aber bei einem Hausspeicher keine Rolle.
Vorteile haben die LFP-Akkus mehrere:
- Sie benötigen deutlich weniger der umstrittenen Metalle
- Sie sind billiger
- Sie sind langlebiger
- Sie sind brandresistenter

Von daher für den Hausgebrauch viel besser geeignet... die Vorteile sind wesentlich, der eine Nachteil spielt in dem Zusammenhang kaum eine Rolle.
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von flamesoldier »

Wurzelsepp hat geschrieben: 04.05.2023 - 21:09 Inzwischen gibt es aber auch LFP (Lithium-Eisenphosphat) Akkus. Die haben gegenüber den Lithium-Ionen-Akkus den grossen Nachteil, dass die Energiedichte deutlich kleiner ist, das spielt aber bei einem Hausspeicher keine Rolle.
Vorteile haben die LFP-Akkus mehrere:
- Sie benötigen deutlich weniger der umstrittenen Metalle
- Sie sind billiger
- Sie sind langlebiger
- Sie sind brandresistenter

Von daher für den Hausgebrauch viel besser geeignet... die Vorteile sind wesentlich, der eine Nachteil spielt in dem Zusammenhang kaum eine Rolle.
Auch ein LFP Akku ist ein Lithium-Ionen-Akku, nur mit anderer Zellchemie als die bisher genutzten NMC/NCA Akkus. Hier eben Lithium-Eisenphosphat statt Lithium-Nickel-Mangan-Kobaltoxid oder Lithium-Nickel-Kobalt-Aluminiumoxid.
45 Skitage in der Saison 17/18:
14x Saalbach, 9x Hintertuxer Gletscher, 5x Kitzsteinhorn, 3x Zillertalarena, 3x Warth/Schröcken, 3x Mellau-Damüls (davon 1x inkl. Faschina), 1x Kitzbühel, 1x Wildkogel Arena, 1x Silvretta Montafon, 1x Schmittenhöhe, 1x Diedamskopf, 1x Sonnenkopf, 1x Fellhorn-Kanzelwand, 1x Ski Arlberg

50 Skitage in der Saison 18/19:
11x Saalbach, 10x Hintertuxer Gletscher, 7x Serfaus-Fiss-Ladis, 5x Sörenberg, 3.5x Axamer Lizum, 2x Mellau/Damüls, 2x Savognin, 2x Ischgl-Samnaun, 2x Warth-Schröcken, 2x Obergurgl/Hochgurgl, 2x Diedamskopf, 1x Sölden, 0.5x Muttereralm

51 Skitage in der Saison 19/20:
14.5x Saalbach, 4x Kals/Matrei, 3x Hochgurgl, 3x Hochzeiger, 3x Kühtai, 2.5x Kappl, 2x Hintertux, 2x Sölden, 2x Glungezer, 2x Savognin, 2x Diedamskopf, 1x Galtür, 1x Ischgl, 1x Rifflsee, 1x Schlick2000, 1x Hochoetz, 1x Malbun, 1x Kitzsteinhorn/Maiskogel, 1x St. Jakob i.D., 1x Sillian Hochpustertal, 1x Wildkogel, 0.5x Schmittenhöhe, 0.5x See
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von Spezialwidde »

Ja, die ganzen Vorteile der Li Ionenakkus (zu denen übrigens auch die Li Eisenphosphatakkus zählen, das Eisenphosphat bezeichnet lediglich die materielle Besonderheit der Gegenelektrode, die bei herkömmlichen Akkus chemisch anders beschaffen ist), egal welcher Unterart sie auch angehören, wie gutes Kapazitäts-Masse-Verhältnis, günstiges Volumen-Kapazitäts-Verhältnis, geringe Selbstentladung, spielen hauptsächlich in der Mobilität eine Rolle. Dafür wurden die eigens entwickelt. Anfangs um tragbare Elektronikkleingeräte wir Musikabspielgeräte, Funkgeräte, Taschenfernseher und was weiß ich noch alles immer kleiner und leichter bauen zu können. Tolle Sache, gar keine Frage. Li Eisenphosphat sind zb ganz toll geeignet um sich im Campingmobil eine gewisse Autarkie zu schaffen wenn man nicht gerade auf einer Brandbombe schlafen will. Dessen größter Nachteil sind aber die hohen Ladeverluste. Die ganzen Nachteile die sie haben kommen dagegen bei stationären Speichern voll zum Tragen, das wird dem nicht so ganz fachbezogenen Endverbraucher halt anders verkauft. Für stationäre Speicher, vor allem gehts da ja um Kurzzeitspeicher, will man hauptsächlich einen guten Lade/Entladewirkungsgrad, einen geringen Akkuinnenwiderstand, möglichst einfache Ladeintelligenz und, ganz wichtig, eine gute Zyklenfestigkeit, dafür nimmt man Masse, Bauvolumen, erhöhte Selbstentladung (man will ja nur einen bis wenige Tage speichern) gerne in Kauf. Der gute alte Bleiakku kann das ganz wunderbar, den kannst du mit über 90% Ladewirkungsgrad fahren, wir haben in der Firma eine E-Stapler mit zwei 24V Bleiblöcken aus den 80er Jahren. Der Akku hält immernoch. Wenn der einfach nur im Keller stehen würde und nicht geschüttelt wird kann der wohl seinen 100ertsten Geburtstag erleben. Man muss halt ab und zu nen Eimer Wasser reinschütten. Ich seh das ja tagtäglich auf der Arbeit. Wir testen ja solche Systeme. Politik und Lobby drücken ihre Wunschvorstellungen ohne Rücksicht auf Verluste durch. Es soll ja wirtschaftlich sein und nicht technisch sinnvoll. Wirtschaftlich aber nur für die Hersteller und Netzbetreiber, aber bitte nicht für den Endkunden. Bei USVs käme kein Mensch auf die Idee Lithiumakkus als Speichermedium zu nutzen weil man dann spätestens alle 5 Jahre die komplette Akkubank neu bestücken könnte.
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molotov
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Re: Balkonkraftwerk optimal nutzen

Beitrag von molotov »

Der beste Speicher ist ein schwarzer Ferrariszähler...

@600W/800W völlig überschätzte Diskussion (außer Ferraris) die Stunden wo man bei meist suboptimaler Ausrichtung mit 2 Modulen über 600W erzeugt sind vernachlässigbar.
Gute Module sind eher bei beölktem Wetter interessant...
Touren >> Piste

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