Neues am Hochwang – Goldgruben

Infrastrukturelle Neuigkeiten aus der Schweiz
Skifreak_1
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von Skifreak_1 »

@ski-chrigel: :top: OT: Bei der Subventionspolitik stimme ich dir voll zu. Es sollten die kleinen und mittleren Betriebe (KMU) gefördert werden. Diese habe gerade in strukturschwachen Gebieten eine wirtschaftliche Leitfunktion von der viele andere Betriebe (Tourismusbetriebe, Handwerker usw.) in der Region profitieren. Die großen Betriebe sollten in der Lage sein ihre Aufwendungen und Investitionen aus ihren Einnahmen zu finanzieren. Leider ist dies wie in vielen anderen Branchen, dass oft die großen Betriebe eine Förderung erhalten.

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Skipapi
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von Skipapi »

https://www.suedostschweiz.ch/wirtschaf ... ogged_in=1
"Hochwang sucht neue Investoren
Die drei Ankeraktionäre der Sportbahnen Hochwang wollen das Zepter abgeben. Investorinnen sollen die Aktienmehrheit für 100 Franken erhalten. "
"Die drei privaten grossen Aktionäre sehen die Chance für eine erfolgreiche Zukunft explizit «in einer operativ engagierten Eigentümerschaft, um die gesamte Wertschöpfungskette aus einer Hand vor Ort wirken zu lassen». Sie zeigen sich deshalb gemäss Schreiben bereit, die bisher privat gehaltenen Immobilien (Hotel «Tanne», Bar und Shop und zwei Studios) zum Kauf oder zur Miete anzubieten. «Dies ist als zusätzliches Angebot zu verstehen und keine Voraussetzung, um das Aktienpaket übernehmen zu können.»
Aus diesem Grund wollen sie gemäss Schreiben ihre Anteile einer Investorin oder einem Investor «für symbolische 100 Franken übertragen». "
Das 2011 eingebrachte Aktienkapital sei in den letzten Jahren mehrheitlich aufgebraucht worden. Zudem hätten die Ankeraktionäre in den vergangenen Jahren erhebliche weitere Mittel der Gesellschaft als Darlehen zur Verfügung gestellt, um die prekäre finanzielle Lage zu überbrücken.

Vielleicht mag jemand vom Forum für symbolische 100 Franken ein Skigebiet übernehmen?
Ich befürchte das Skigebiet gibt es nicht mehr lange und plane in der nächsten Saison einen Besuch, bevor die Lichter ausgehen.
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GIFWilli59
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von GIFWilli59 »

100 CHF sind da aber nur die Spitze des Eisbergs...wer auch immer einsteigt, sollte mindestens noch einen 7-stelligen Betrag in der Hinterhand haben.
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
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Basalt
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von Basalt »

Geschäftsführer Patrick Angehrn wechselt per 1. Mai 2023 zu den Sportbahnen Braunwald.

https://www.suedostschweiz.ch/wirtschaf ... inen-neuen
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von Basalt »

Offenbar ist der Verwaltungsrat der Sportbahnen Hochwang im Gespräch mit einer Gruppe, die sich aus verschiedenen Unternehmern und Exponenten aus dem Schanfigg zusammensetzt. Diese haben den drei aktuellen Ankeraktionären neue Ideen präsentiert. Der VR geht davon aus, dass die Initianten aus dem Tal die SBH erfolgreich übernehmen und alles daransetzen werden, die Wintersaison 2023/2024 in Angriff zu nehmen. Sollte das nicht gelingen, werden sämtliche Aktivitäten vorübergehend eingestellt, um die Fixkosten so weit wie möglich zu reduzieren. Es würde so mehr Zeit zur Verfügung stehen, neue Investoren zu suchen, die dann einen Neustart auf die Wintersaison 2024/25 planen könnten. Es ist also gut möglich, dass im kommenden Winter am Hochwang kein Bergbahnbetrieb herrscht (Quelle: Aroser Zeitung, 3.3.23).
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von Weisshorn »

Trotz Darlehen bleiben im Winter 2023/24 die Skipisten am Hochwang nicht unerwartet geschlossen. Ein Konkurs der Bergbahnen konnte jedoch abgewendet werden. Die drei privaten Ankeraktionäre sind im Gespräch mit der Gemeinde Arosa und mit Unternehmern aus dem Schanfigg, um für die Zukunft Lösungen zu finden.
https://www.bluewin.ch/de/newsregional/ ... 43845.html
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ski-chrigel
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von ski-chrigel »

Wie schreib ich weiter oben? Sterben auf Raten.
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von Å¡vi-nigel »

Dieses Timeout ist richtig und wichtig in der jetzgen Situation. So kann man das ganze in Ruhe neu aufgleisen. Die Erwartung, dass der Sonnenberg nun still und leise zu Grabe getragn wird ist allrdngs Chabis. Man würde die Bestatter geteert und gefedert aus dem Tal jagen. Ich bin überzeugt, dass man in nächster Zeit zusammen mit der Gde nachhaltige Lösungen findet und die Hochwanglifte im Winter 24/25 wieder laufen.
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ski-chrigel
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von ski-chrigel »

Die Zukunft wird weisen, wer da Chabis redet…
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Skipapi
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von Skipapi »

Am San Bernardino dauerte es 10 Jahre, bis ein Investor einstieg und noch ist ein Happy End nicht sicher.....Auf ein grosses Engagement der Gemeinde würde ich nicht wetten. Von den rund 3000 Einwohnern der Gemeinde leben rund 2000 in Arosa. Deren Interesse an den zwei Liften in St. Peter ist mässig. Warum sollten die mit ihrem Skigebiet mit 200 Pistenkilometern Geld für das Nachbargebietchen mit 20 km verbraten? Ich würde das nicht tun wollen. Einwohner, Tourismuskreise und Zweitwohnungsbesitzer in St. Peter sind die Einzigen mit Interesse am Überleben des Skigebiets. Sie hätten die Chance es für einen symbolischen Betrag zu übernehmen, es bräuchte aber jemanden der die Initiative ergreift, gut vernetzt ist und selbst Geld hat und/oder Geldgeber überzeugen kann. Ob man Mäzene wie in Madrisa findet? St. Peter ist nicht Klosters.... Ohne Geldgeber, die bereit sind einige Millionen in eine Beschneiung und die Entwicklung einer Strategie zu buttern kann man das Gebiet vergessen. "Sonnenberg", Gemütlichkeit und Naturschnee ist nett, hat aber 40 Jahre lang Verluste gebracht.
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Pilatus
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von Pilatus »

Es ist Schade um das Gebiet, weil die Pisten wirklich toll sind. Aber es ist einfach zu klein dass man da länger in die Ferien gehen würde. Und die paar Zweitwohnungsbesitzer sind halt zu wenig da. Investitionen bedeuten nur grössere Verluste.
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Nico05
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von Nico05 »

Die Gemeinde hätte vielleicht die Mittel, um das Defizit zu finanzieren? In der Schweiz gibt es Skigebiete, die sich nur dank kommunaler Zuschüsse drehen. Schaut ihr Evolène im Wallis an, das schon lange geschlossen wäre, wenn die Gemeinde nicht 550.000.- pro Jahr zahlen würde. Ich sage nicht, dass dies eine gute Lösung ist, aber wahrscheinlich ist es die einzige. Solange die Gemeinde zahlt, läuft es, wenn die Gemeinde nicht mehr zahlt, schließt es. Das ist alles.
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ski-chrigel
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von ski-chrigel »

Da gebe ich Dir vollkommen Recht. Funktioniert auch zB. an „meiner“ Klewenalp seit vielen Jahren nur dank den Gemeinden. Das Dumme aber ist, dass es am Hochwang keine „eigene“ Gemeinde hat, für die das Gebiet „too big to fail“ ist. Skipapi hat es treffend beschrieben.
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Nico05
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von Nico05 »

Klar.
Dies gehört zu den wenigen Nachteilen von Gemeindefusionen. Ich weiß nicht, wie die finanziellen Mittel der Gemeinde St. Peter - Papig vor der Fusion mit Arosa und dem Rest des Tals im Jahr 2012 aussahen, sicherlich nicht so toll... Aber jedoch sind kleine Gemeinden oft bereit, viel für ihr kleines Skigebiet zu bezahlen. Wenn Sie in Ihrer kleinen Gemeinde nur einen Skilift haben, ist Ihnen das wichtig, aber wenn Sie in Ihrer großen Gemeinde 20 Skilifte haben, rechnen Sie nicht mit einem mehr oder weniger.
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Weisshorn
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von Weisshorn »

Alexander Jenny erklärt im Interview, weshalb die drei Ankeraktionäre ihr Engagement momentan auf Eis legen. Komplett hoffnungslos klingt das für mich aber nicht. Wenn sich die richtigen Leute im Tal zusammentun, könnte man wohl schon wieder was draus machen. Mit Patric Iten sitzt ja seit Ende Februar auch ein Vertreter der Gemeinde im Verwaltungsrat.
https://www.suedostschweiz.ch/sendungen ... n-19-05-23
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švi-nigel
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von Å¡vi-nigel »

Mit Patric Iten sitzt ja seit Ende Februar auch ein Vertreter der Gemeinde im Verwaltungsrat.
Na siehste! :ja:
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von schafruegg »

Es tut sich was am Hochwang. In zwei Wochen ist GV der Sportbahnen. Wie der aktuelle Artikel in der Aroser Zeitung von Christian Jenny aufzeigt, wurden die Aktionäre über die finanzielle Situation informiert. Die Gemeinde Arosa hat nach der brutal schlechten Wintersaison 22/23 während den letzten Monaten massiv unterstützt, damit va. Kreditoren beglichen und Löhne bezahlt werden konnten. Das EK Ist vollständig aufgebraucht, finanzielle Mittel sind keine mehr da und die Ankeraktionäre haben durch Zuschüsse, Darlehen und Rangrücktritten den Konkurs abwenden können. Die Aktionäre müssen nun über die anstehende Sanierung abstimmen, welche konkret folgende Punkte beinhaltet:

1. Kompensation der Überschuldung von CHF 265k durch den Erlass von Darlehen der Ankeraktionäre
2. Kapitalabsetzung des Eigenkapitals auf CHF 0 (= Vernichtung der Aktien und Aufhebung sämtlicher Mitgliedschaftsrechte)
3. Gleichzeitige Erhöhung des Eigenkapitals mit Bezugsrecht für die bisherigen Aktionäre auf CHF 300k (300 neue Aktien mit Nennwert CHF 1000)

Die Ankeraktionäre übernehmen in diesem Fall das Risiko und zeichnen die neuen Aktien vollständig. Im Anschluss an die Bilanzsanierung dann wollen die bisherigen Treiber sich komplett zurückziehen und neue Betreiber sollen einsteigen, die notwendigen Investitionen vornehmen und die Gesellschaft in die Zukunft führen.

Gut möglich also, dass hier am 25. August auch der grosse Todesstoss der Sportbahnen Hochwang besiegelt wird. Ich hoffe es definitiv nicht, auch wenn manchmal ein Ende mit Schrecken sprichwörtlich besser ist, als eine weiter andauerende Posse mit der Verbreitung von schlechter Stimmung und vor allem sehr negativer Publicity. Von den Arosa Begrbahnen wird im Artikel leider offiziell kein Wort erwähnt. Darf auch als Zeichen gewertet werden…

Persönlich ein schwacher Trost, dass ich mich auf dem Bild (aus der Altjahreswoche 2021 mit guten Schnee- und Wetterverhältnissen) welches zum Artikel abgedruckt wurde, noch gefunden habe… ich hoffe schon sehr, dass dies nicht mein letzter Besuch am Hochwang war!

Quelle: Aroser Zeitung, 11.08.2023 (aktuell noch kein Online-Link verfügbar)

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Skipapi
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von Skipapi »

https://www.hochwang.ch/
Die Information der Aktionäre findet sich auf der Homepage des Skigebiets.(Jahresbericht 22/23)
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švi-nigel
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von Å¡vi-nigel »

Am 25. August wird nicht der grosse Todesstoss der Sportbahnen Hochwang besiegelt. Mit der traktandierten Entschudlung werden vlmhr die Grundlagen für ihr Weiterbestehen geschaffen. Den drei Chefaktionären ist offnbr viel an einem sauberen Ab-/Übergang gelegen. Befreundete Zweitheimische aus dem Tal haben letzhin erzählt, dass gewisse Mittelschanfigger Baugwerbler/Transpörtler zunächst vorlaut Interesse an einer sofortigen Übernahme gezeigt, dann aber rasch den Schwanz eingezogen haben. Man wird sehen, ob dieses Grüppchen tatschlch den Mut und die Tatkraft hat, den Hochwang wenigstens ab 24/25 wieder in Schwung zu bringen. Von den Arosa Bergbahnen kann man hier nichts erwarten, die haben genug eigne Baustellen, aber die Gde steht ja im Hintergrund immer noch als lender of last resort Gewehr bei Fuss.
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von Basalt »

Ein Hauptproblem in der aktuell schwierigen Situation scheint mir die unzureichende Zusammenarbeit bzw. Solidarität zwischen den einzelnen Interessengruppen zu sein, von denen es am Hochwang eigentlich genug gibt:

https://www.hochwang.ch/ (Aktionäre Sportbahnen)
https://www.hochwangclub-1983.ch/ (Gönner Sportbahnen)
http://www.skiclub-hochwang.ch/ (Skiclub Hochwang)
https://www.prohochwang.ch/ (sonstige Hochwang-Fans)
https://www.gv-hochwang.ch/ (Zweitwohnungsbesitzer)
https://www.gemeindearosa.ch/tourismus/ ... hwang.html (Gemeinde Arosa)

Im Moment sieht es nicht danach aus, dass die von @svi-nigel erwähnte lokale Unternehmer-Gruppe eine tragende Rolle bei der Fortführung des Skigebiets spielen wird. Hier fehlt es m.E. zwar nicht an gutem Willen, hingegen wohl an der erforderlichen Finanzkraft und auch am spezifischen fachlichen Knowhow. Wenn es die aktuellen drei Ankeraktionäre mit ihren Netzwerken bisher nicht geschafft haben, weitere valable Investoren für den Hochwang zu gewinnen, wüsste ich nicht, wer dies sonst bewerkstelligen könnte. Im momentan boomenden Arosa ist mangels Renditeaussichten und persönlicher Affinitiät auch bei den schwerreichen Investorenkreisen kaum was zu holen.

Die Arosa Bergbahnen sind für den Hochwang sicher ein naheliegender Wunschpartner, sie haben aber abgewinkt. Aus Sicht der ABB macht es - wenn überhaupt - mehr Sinn, sich auf eine allfällige Kooperation mit den Bergbahnen Tschiertschen (Projekt Verbindungsbahn) zu konzentrieren, denn hier wären - anders als mit den Sportbahnen Hochwang - direkte Synergieeffekte für beide Beteiligten zu erwarten. Die Gemeinde Arosa kann zwar an der Seitenlinie weiterhin Patin stehen und grosszügig Betriebsbeiträge sowie Darlehen gewähren, aber die Übernahme der Aktienmehrheit kommt für sie aus grundsätzlichen Überlegungen nicht infrage.

Wenn also nicht noch ein echtes Wunder geschieht, dürfte dem Hochwang trotz der zweifellos löblichen Bilanzsanierung tatsächlich ein ähnliches Schicksal wie damals den Skiliften Fondei drohen. Auch ein Worst-Case-Szenario mit jahrzehntelang vor sich hinrostenden Liftruinen ist mit dem angekündigten Rückzug der Ankeraktionäre leider nicht mehr denkunmöglich.
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von ski-chrigel »

Zwar dürfte die GV nächste Woche tatsächlich NOCH nicht der Todesstoss sein, da davon auszugehen ist, dass die Aktionäre der Bilanzsanierung zustimmen werden, um Zeit zu gewinnen. Aber von neuen Investoren ist nichts in Sicht. So auch die ziemlich pessimistische Aussage des Verwaltungsrates in der Aroser Zeitung vom 11.8.23:
Der Verwaltungsrat empfiehlt, den SBH- Aktionären derzeit keine neuen Aktien zu zeichnen, da die längerfristige Zukunft der Gesellschaft noch ungewiss ist und der Verlust des eingelegten Kapitals nicht aus- geschlossen werden kann.
Und
Die Bilanzsanierung ist unerlässlich, damit der Fortbestand der Gesellschaft sowie insbesondere die Aufrechterhaltung der Kon- zession für den Sessellift Fatschél-Fatschaz/Triemel sichergestellt werden können. Die Zukunft der Konzession für den Sessellift wäre bei einem allfälligen Konkurs ungewiss.
So richtig dran glauben tut man aber nicht mehr:
Die drei privaten Ankeraktionäre streben weiterhin die Übergabe ihrer Aktienmehr- heit an einen Investor oder eine Personen- gruppe an. Wenn das gelingt, werden zu einem späteren Zeitpunkt grössere Inves- titionen fällig und damit die ganze Kraft der bisherigen Aktionäre benötigt. Wird jedoch kein Betreiber für die Gesellschaft gefunden, so bleibt die Zukunft der SBH weiterhin sehr fraglich.
Wenn nicht noch ein Wunder geschieht und am Skihimmel plötzlich ein unbekannter Investor auftaucht, werden die Lifte nicht nur diesen Sommer, nächsten Winter, sondern für immer stillstehen. Das Sterben auf Raten, wie ich es bei der letzten zwar erfolgreichen aber nicht nachhaltigen Sammelaktion genannt hatte, hatte sich schon lange abgezeichnet und der baldige Exitus wird immer wahrscheinlicher.
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von Tiob »

Ich sehe die Arosa Bergbahnen als besten Kandidaten für einen möglichen "Retter". Einerseits könnten hier am ehesten Synergien genutzt werden, andererseits sind die Wachstumsmöglichkeiten der Arosa Bergbahnen im bestehenden Gebiet sehr beschränkt.
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Skipapi
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von Skipapi »

Die Bergbahnen Arosa sind mit dem Skigebiet Arosa-Lenzerheide bestens aufgestellt und sehr erfolgreich. Das Gebiet ist mit 220 Pistenkm gross genug, Investionsvorhaben gibt es genug ( z.B. Neubau Hörnliexpress). Wieso sollten die Geld in ein nahes Gebiet mit 20 Pistenkilometern versenken, dass seit 40 Jahren nie wirklich rentiert hat. Meine Prognose: die Lifte am Hochwang werden nie mehr laufen.
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von Nico05 »

Tiob hat geschrieben: 16.08.2023 - 16:55 Ich sehe die Arosa Bergbahnen als besten Kandidaten für einen möglichen "Retter". Einerseits könnten hier am ehesten Synergien genutzt werden, andererseits sind die Wachstumsmöglichkeiten der Arosa Bergbahnen im bestehenden Gebiet sehr beschränkt.
Ohne die Region besonders gut zu kennen, kann ich jedoch von folgendem überzeugt sein: Wenn die Arosa Bergbahnen den Hochwang kaufen und/oder retten, dann nur aufgrund des Drucks der Gemeindebehörden oder eventuell aufgrund der Großzügigkeit der Arosa Bergbahnen, aber auf keinen Fall aus Gründen der Rentabilität. Die Bergbahnen Hochwang können niemals rentabel sein, das ist unmöglich. Es wird vielleicht möglich sein, die Kosten auf verschiedene Weise zu begrenzen, Investoren zu finden, neue Aktivitäten zu entwickeln, um die Attraktivität von Hochwang zu steigern, usw. Aber es wird nie möglich sein, den Hochwang rentabel zu machen, zumindest nicht mit Wintersport. Etwas anderes zu denken, wäre illusorisch. Schauen Sie sich die kleinen Skigebiete in der Schweiz an: Fast alle sind auf staatliche Subventionen angewiesen.
Die Arosa Bergbahnen können vielleicht nicht expandieren (außer vielleicht in Richtung Tschiertschen), aber den Hochwang zu kaufen, wird ihnen nicht helfen: Das Gebiet ist klein, unattraktiv und zu weit von Arosa entfernt. Keine Chance, es als "ergänzendes Skigebiet" verkaufen zu können.
Es gibt immer einen Großen und einen Kleinen, und die Großen gewinnen. Damit die Kleinen überleben können, braucht es viel Willen, Zuneigung und vor allem viele Subventionen. Alles andere ist nur ein Traum.
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Tiob
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Re: Neues am Hochwang – Goldgruben

Beitrag von Tiob »

Die drei kleinen Gebiete der Region Tschiertschen, Hochwang, Pradaschier (Brambrüesch ist nochmal eine eigene Geschichte) haben vor allem drei Probleme

1)Zu wenig Schneesicherheit
2)Zu starke Konkurrenz zu Arosa Lenzerheide
3)Zu unbekannt

Für Hochwang und Tschiertschen kommt hinzu, dass es zu wenig warme Betten gibt.

Punkt 1 könnte relativ einfach durch Investitionen in Beschneiung und eine verstärkte Ausrichtung auf Sommer-/Ganzjahrestourismus gelöst werden. Bei Punkt zwei wäre eigentlich eine Fusion mit dem großen Bruder ALH die Lösung. Natürlich ist man in Arosa mit dem bestehenden Skigebiet bereits sehr gut ausgelastet. Aber ein erfolgreiches Wirtschaftsunternehmen will bekanntlich wachsen, und das ist im bestehenden Gebiet seit dem Pendelbahn-Deal mit den Umweltverbänden unmöglich.
Warum also nicht das Schanfigg nutzen? St. Peter Pagig ist doch von Arosa aus mit dem Zug erreichbar? Dann könnte man das Gebiet Hochwang in die Pistenpläne drucken oder über attraktive Kombiangebote nachdenken (z.B. 3 Tage ALH 1 Tag inkl. ÖV). Und da sind wir auch schon bei Punkt drei.

Meine Vision wäre eine Pisten-/Liftverbindung von Tschiertschen mit ALH und eine Übernahme des Gebietes Hochwang durch die Arosa Bergbahnen.
Nico05 hat geschrieben: 16.08.2023 - 18:42 Die Bergbahnen Hochwang können niemals rentabel sein, das ist unmöglich. Es wird vielleicht möglich sein, die Kosten auf verschiedene Weise zu begrenzen, Investoren zu finden, neue Aktivitäten zu entwickeln, um die Attraktivität von Hochwang zu steigern, usw. Aber es wird nie möglich sein, den Hochwang rentabel zu machen, zumindest nicht mit Wintersport. Etwas anderes zu denken, wäre illusorisch. Schauen Sie sich die kleinen Skigebiete in der Schweiz an: Fast alle sind auf staatliche Subventionen angewiesen.
Es gibt viele kleine/mittelgroße Skigebiete in der Region, die sehr erfolgreich wirtschaften. Beispiele sind Grüsch Danusa, Fideriser Heuberge und Rinerhorn.

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