Zermatt Bergbahnen verlangen für Retour-Fahrt nach Italien 240 Franken
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Re: Zermatt Bergbahnen verlangen für Retour-Fahrt nach Italien 240 Franken
Bei einem Preis von 50 Franken bräuchte man mehr Beförderungen um auf den gleichen Gewinn zu kommen, den man mit 240 Franken erzielt. Bei 240 Franken kann man dann auch einige Male leer fahren. (Und damit zugleich den ungeliebten Massentourismus verhindern. Ein guter Marketingexperte sieht darin vielleicht sogar noch eine positive Maßnahme für die Umwelt.)
Dass die Nachfrage existiert, zeigen eigentlich bereits alle Hochpreisskigebiete/Hochpreisausflugsziele. Im Endeffekt wird man es ja sehen, wie gut das Angebot angenommen wird. Wenn wenige fahren, wird man den Preis senken. Aber wenn (zu) viele Fahren wird man den Preis weiter erhöhen.
Dass die Nachfrage existiert, zeigen eigentlich bereits alle Hochpreisskigebiete/Hochpreisausflugsziele. Im Endeffekt wird man es ja sehen, wie gut das Angebot angenommen wird. Wenn wenige fahren, wird man den Preis senken. Aber wenn (zu) viele Fahren wird man den Preis weiter erhöhen.
- Snow Wally
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Re: Zermatt Bergbahnen verlangen für Retour-Fahrt nach Italien 240 Franken
Sehe ich auch so wie LOL. Kommt dazu, dass das Zielpublikum dieser Alpine Crossing vermutlich kaum Leute aus Mitteleuropa sind, sondern eher die internationalen Touristen der Mittel- und Oberschicht aus arabischen Ländern sowie Asien und co., für die es keine Rolle spielt, ob sie jetzt 100.- oder 300.- für diese Fahrt zahlen. Vergesst nicht, viele davon machen vielleicht nur 1x oder 2x in ihrem Leben eine 10-Tages-Tour durch Mitteleuropa und wollen da neben Paris, Milano und Luzern halt noch das Matterhorn mit Zermatt mitnehmen, egal ob es in unseren Augen noch vergleichbar schöne aber günstigere und eben nicht so bekannte Berge und Querungen in den französischen oder österreichischen Alpen gibt.
Als einzige wirkliche Konkurrenz zu Matterhorn/Zermatt in Bezug auf "muss man (als wohlhabender Asiate) in der Schweiz bzw. den Alpen unbedingt gesehen haben" sehe ich eigentlich nur noch Jungfraujoch/Interlaken/Grindelwald (das jetzt ja mit ca. 200.- knapp "nur" noch der zweitteuerste Ausflug ist)... wird spannend zu sehen, wie sich die beiden dann im Vergleich schlagen.
Hatte früher oft Bekannte aus Asien zu Besuch, und irgendwie hatten alle vom Matterhorn und Jungfraujoch gehört und wollten dorthin, aber von Chamonix, Mont Blanc oder Aiguille du Midi hat kaum jemand gesprochen.... da haben wohl die Schweizer bessere PR gemacht.
Als einzige wirkliche Konkurrenz zu Matterhorn/Zermatt in Bezug auf "muss man (als wohlhabender Asiate) in der Schweiz bzw. den Alpen unbedingt gesehen haben" sehe ich eigentlich nur noch Jungfraujoch/Interlaken/Grindelwald (das jetzt ja mit ca. 200.- knapp "nur" noch der zweitteuerste Ausflug ist)... wird spannend zu sehen, wie sich die beiden dann im Vergleich schlagen.
Hatte früher oft Bekannte aus Asien zu Besuch, und irgendwie hatten alle vom Matterhorn und Jungfraujoch gehört und wollten dorthin, aber von Chamonix, Mont Blanc oder Aiguille du Midi hat kaum jemand gesprochen.... da haben wohl die Schweizer bessere PR gemacht.
Zuletzt geändert von Snow Wally am 13.06.2023 - 22:21, insgesamt 2-mal geändert.
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Schleitheim
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Re: Zermatt Bergbahnen verlangen für Retour-Fahrt nach Italien 240 Franken
Der Vergleich der 240.- mit Jungfraujoch & Co. ist auch nicht ganz fair. Die 240.- sind ja für eine Retourfahrt Zermatt - Cervinia - Zermatt (oder umgekehrt). Macht man die Reise nur in eine Richtung sind es noch 124.- bis 156.- und damit (deutlich) weniger als für das Jungfraujoch. Wenn, dann müsste man es mit Cervinia - Klein Matterhorn - Cervinia (Preis?) oder Zermatt - Klein Matterhorn - Zermatt (95.- bis 120.-) vergleichen. Dann schneidet Zermatt schon ziemlich günstig ab
Und bei der Schweizer Bevölkerung darf man nicht vergessen, dass gut 50% der Bevölkerung (Kinder, Halbtax, GA) jeweils nur den halben Preis bezahlen.
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Re: Zermatt Bergbahnen verlangen für Retour-Fahrt nach Italien 240 Franken
Du hast dir doch die Begründung selbst geliefert. Fußgänger geben eben mehr aus, auch für ein Seilbahnticket.TPD hat geschrieben: 13.06.2023 - 19:27 Auch wenn in diesem Fall eine Klage auf Wucher chancenlos ist, wäre es schon noch interessant zu wissen, wie die Bergbahnen den deutlichen Aufpreis der Fussgängertickets gegenüber den Skipässe begründen?
Und nein, diese Frage bezieht sich jetzt nicht nur auf Zermatt.
Aber nach meinem Verständnis verursacht doch ein Skifahrer deutlich höhere Kosten als ein einfacher Fussgänger?
Zudem handelt es sich beim Fussgängerticket um eine Retourfahrt und der Skifahrer kann die Infrastruktur unbeschränkt nutzen.
Und ich nehme schwer an, dass bei den Fussgängern das Geld deutlich lockerer in der Tasche sitzt wenn sie ein Restaurant oder den Souvenirshop besuchen. Und das kostenpflichtige WC auf dem Kl-Matterhorn wird man als Skifahrer auch nur im dringendsten Notfall benutzen.
Insgesamt gesehen nennt sich das schlichtweg "Markt", also Angebot, Nachfrage und Konkurrenz. Einen Skipass für 200 Euro/Franken kann man in Europa einfach nicht in einer ausreichenden Menge verkaufen - auch, weil die Skigebiete hier auf eine große Zahl an Skifahrern ausgelegt sind (Infrastruktur, Beschneiung usw.). Das ist in den USA großteils anders, wo deshalb die Skigebiete auch kleiner sind und viele auch mehr langsame Lifte haben und weniger Beschneiung. Das führt aber auch dazu, dass sich in den USA das Skifahren nur eine reichere Klientel als in Europa leisten kann - und das ist nun nicht erstrebenswert.
Dazu kommt, dass in Europa die Wertschöpfungskette dahinter auch auf große Zahlen an Skifahrern ausgerichtet ist. Wenn Skipässe 200 Euro kosten würden und nur noch 40% der Skifahrer kommt (wäre wahrscheinlich noch weniger), dann hätten auch Hotels und Restaurants entsprechend weniger Gäste. Selbst wenn sich also fürs Bergbahnunternehmen eine Hochpreisstrategie rechnen würde, würden zwangsläufig viele Hotels und Restaurants pleite gehen (denn auch ein Reicher braucht eben nur ein Bett im Hotel und einen Stuhl im Restaurant).
Das fänden dann die örtlichen Wirtschaftstreibenden und aufgrund deren Wählerstimmen auch die Politik recht schnell weniger lustig. Nicht zu unterschätzen ist auch, dass es ja typischerweise zahlreiche Grundeigentümer gibt, auf deren Grund Skipisten liegen oder die von Seilbahnen überfahren werden.
Die teuren Fußgängerpreise sind für Skifahrer sogar positiv, wenn sie wie in Grindelwald den Skigebietsausbau querfinanzieren. Die 3S-Bahn und die neue GGM wären ohne das Jungfraujoch und dessen Mondpreise wohl eher nicht gekommen...
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Re: Zermatt Bergbahnen verlangen für Retour-Fahrt nach Italien 240 Franken
Jungfraujoch ist ein schlechtes Beispiel, da dort auch der Skipass nicht gültig ist.
Dass es auch anders geht zeigen die 4V
Für 52 Franken gibt es dort eine Fussgängertageskarte und für eine Retourfahrt zum Mont-Fort erhält man automatisch diese Tageskarte, da ein Retourticket mehr kosten würde.
Klar 52 Franken sind im Vergleich zum Skipass 82 Franken immer noch ein stolzer Preis. Aber es ist angemessen.
Dass es auch anders geht zeigen die 4V
Für 52 Franken gibt es dort eine Fussgängertageskarte und für eine Retourfahrt zum Mont-Fort erhält man automatisch diese Tageskarte, da ein Retourticket mehr kosten würde.
Klar 52 Franken sind im Vergleich zum Skipass 82 Franken immer noch ein stolzer Preis. Aber es ist angemessen.
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Re: Zermatt Bergbahnen verlangen für Retour-Fahrt nach Italien 240 Franken
Beim Jungfraujoch gibts aber auch keine Pisten. Am Schilthorn wiederum ist der Skipass nur für Bergfahrten gültig, aber das reicht ja auch.
- TPD
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Re: Zermatt Bergbahnen verlangen für Retour-Fahrt nach Italien 240 Franken
Aber beim Schilthorn ein Retourticket mehr kosten kann als die Tageskarte...
Wobei man auch erwähnen sollte dass bei mehrtägigen Skipässe ein Ausflug als Fussgänger inbegriffen ist.
Wobei man auch erwähnen sollte dass bei mehrtägigen Skipässe ein Ausflug als Fussgänger inbegriffen ist.
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