Trinkgeld geben oder nicht?

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judyclt
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Trinkgeld geben oder nicht?

Beitrag von judyclt »

Da ist was dran. Deswegen gebe ich auch lieber mal dem Müllmann (der auch noch die Kinder bespaßt) was in die Hand und den Putzfrauen sowieso.
Leider lässt sich die Liste der Ungleichheit noch lange fortsetzen. Perspektivwechsel helfen da ungemein. Baue gerade eine PV-Anlage selbst aufs Dach. Wenn ich so überlege, für welchen Hungerlohn die Rumänen beim Nachbarn das machen müssen. Echter Knochenjob. Andere chillen beim Job und bekommen das x-Fache.

Martin_D
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von Martin_D »

j-d-s hat geschrieben: 29.06.2023 - 07:07 Vergleichbar ist es übrigens mit Trinkgeld. Das sollte man prinzipiell nicht bezahlen, denn ich bekomme bei meiner Arbeit auch nicht einfach so Geld geschenkt. Dazu ist es grob unfair, weil es nicht versteuert werden muss, aber bspw. Angestellte mit noch mieseren, schlechter bezahlten Jobs (Paketboten, Putzfrauen, Müllmänner, Pflegekräfte etc.) bekommen keine Geschenke zusätzlich zu ihrem Lohn und auch keinen Anteil ihres Lohnes steuer- und sozialabgabenfrei, während Trinkgelder trotz ihrer faktischen Wirkung als Lohnerhöhung so behandelt werden.
Wenn du dich wirklich für gerechtere Bezahlung von Paketboten, Putzfrauen, Müllmänner und Pflegekräfte etc, interessieren würdest: Da gibt es bestimmt Möglichkeiten, die jenen Berufsgruppen mehr helfen würde als der Verzicht, Bedienungen in Gaststätten kein Trinkgeld zu geben.
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von j-d-s »

ThomasZ hat geschrieben: 29.06.2023 - 09:40
j-d-s hat geschrieben: 29.06.2023 - 07:07 Intelligente und sparsame Menschen

Du disqualifizierst wieder alle die anders denken als du als dumm. Was gibt dir das Recht, dich so über andere zu erheben. Vielleicht bist du auch nicht sparsam, sondern einfach nur geizig.
Nein, wer sparsam ist und dabei intelligent vorgeht, handelt nunmal so. Freigiebige Menschen mögen nicht minder intelligent sein, aber sparsam ist man nicht, wenn man Trinkgeld zahlt oder Getränke in Restaurants bestellt.
Martin_D hat geschrieben: 29.06.2023 - 14:54
j-d-s hat geschrieben: 29.06.2023 - 07:07 Vergleichbar ist es übrigens mit Trinkgeld. Das sollte man prinzipiell nicht bezahlen, denn ich bekomme bei meiner Arbeit auch nicht einfach so Geld geschenkt. Dazu ist es grob unfair, weil es nicht versteuert werden muss, aber bspw. Angestellte mit noch mieseren, schlechter bezahlten Jobs (Paketboten, Putzfrauen, Müllmänner, Pflegekräfte etc.) bekommen keine Geschenke zusätzlich zu ihrem Lohn und auch keinen Anteil ihres Lohnes steuer- und sozialabgabenfrei, während Trinkgelder trotz ihrer faktischen Wirkung als Lohnerhöhung so behandelt werden.
Wenn du dich wirklich für gerechtere Bezahlung von Paketboten, Putzfrauen, Müllmänner und Pflegekräfte etc, interessieren würdest: Da gibt es bestimmt Möglichkeiten, die jenen Berufsgruppen mehr helfen würde als der Verzicht, Bedienungen in Gaststätten kein Trinkgeld zu geben.
Nun, doch, weil beim Trinkgeld trotz seiner faktischen Einkommenswirkung weder Sozialabgaben noch Steuern gezahlt werden. Und wovon werden Alten- und Krankenpfleger bezahlt? Richtig, mit den Beiträgen zu Kranken- und Pflegeversicherung.

Im Endeffekt ist das legale Steuerhinterziehung auf Kosten der Allgemeinheit, denn wenn der Staat von Kellnern weniger Steuern einnimmt, muss er woanders mehr einnehmen.

Freilich ist aber auch ein Punkt, dass Kellner in keinster Weise einen solch wichtigen oder schweren Job machen, dass es gerechtfertigt wäre, sie zu übervorteilen.
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br403
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von br403 »

Und wenn man denkt es geht nicht schlimmer, kommt der j-d-s daher... Kellner machen keine schwere Arbeit, aha. 8O :roll:
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icedtea
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von icedtea »

br403 hat geschrieben: 29.06.2023 - 17:22 Und wenn man denkt es geht nicht schlimmer, kommt der j-d-s daher... Kellner machen keine schwere Arbeit, aha. 8O :roll:
Bei manchen Gästen müsste das Servicepersonal "Schmerzensgeld" bekommen :roll:
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von albe-fr »

icedtea hat geschrieben: 29.06.2023 - 17:23
br403 hat geschrieben: 29.06.2023 - 17:22 Und wenn man denkt es geht nicht schlimmer, kommt der j-d-s daher... Kellner machen keine schwere Arbeit, aha. 8O :roll:
Bei manchen Gästen müsste das Servicepersonal "Schmerzensgeld" bekommen :roll:
wen jds daherkommt sollte man das eigentlich zur Pflicht machen
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von GIFWilli59 »

Wundert mich eigentlich, dass jemand, der behauptet, sparsam zu sein, überhaupt in ein Restaurant geht...
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Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von albe-fr »

GIFWilli59 hat geschrieben: 29.06.2023 - 19:13 Wundert mich eigentlich, dass jemand, der behauptet, sparsam zu sein, überhaupt in ein Restaurant geht...
also ich behaupte sparsam zu sein und war in meinem letzten Urlaub geschaetzt 1.3 mal pro Tag in einem Restaurant. Was passt da fuer dich nicht?
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von ski-chrigel »

icedtea hat geschrieben: 29.06.2023 - 17:23
br403 hat geschrieben: 29.06.2023 - 17:22 Und wenn man denkt es geht nicht schlimmer, kommt der j-d-s daher... Kellner machen keine schwere Arbeit, aha. 8O :roll:
Bei manchen Gästen müsste das Servicepersonal "Schmerzensgeld" bekommen :roll:
Ist bei uns grad das grosse Thema:
https://www.blick.ch/schweiz/bern/blick ... 22172.html
oder
https://amp.20min.ch/story/hoechster-ho ... 6733909289
etc.

Bei „sparsam und intelligent“ musste ich auch laut prusten :lol: Ich nenne sowas schlicht „geizig“.
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von judyclt »

j-d-s hat geschrieben: 29.06.2023 - 17:10 ...weil beim Trinkgeld trotz seiner faktischen Einkommenswirkung weder Sozialabgaben noch Steuern gezahlt werden. Und wovon werden Alten- und Krankenpfleger bezahlt? Richtig, mit den Beiträgen zu Kranken- und Pflegeversicherung.
Bei aller Heiterkeit hier:
Ich freue mich im Falle eines Falles eher über qualifiziertes Pflegepersonal als über einen Kellner. Allerdings befürchte ich, dass das Trinkgeld die Pflegeprobleme zumindest in D nicht lösen wird.
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von ski-chrigel »

Wenn Deutschland seine Pflegeprobleme lösen wollte, müssten sie mal alle Deutschen Fachkräfte, die in der Schweiz arbeiten, zurückholen. Und dafür reicht das Trinkgeld bei weitem nicht. Nur hätten wir in der Schweiz dann ein noch grösseres, unlösbares Problem. Spitäler müssten reihenweise schliessen.

PS: Ich bekomme von meinen Fluggästen auch regelmässig Trinkgeld. Ab sofort habe ich nun ein schlechtes Gewissen wegen Steuerbetrug und weil ich Geld fürs Rumsitzen erhalte. ;-)
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von icedtea »

ski-chrigel hat geschrieben: 29.06.2023 - 22:30
icedtea hat geschrieben: 29.06.2023 - 17:23
br403 hat geschrieben: 29.06.2023 - 17:22 Und wenn man denkt es geht nicht schlimmer, kommt der j-d-s daher... Kellner machen keine schwere Arbeit, aha. 8O :roll:
Bei manchen Gästen müsste das Servicepersonal "Schmerzensgeld" bekommen :roll:
Ist bei uns grad das grosse Thema:
https://www.blick.ch/schweiz/bern/blick ... 22172.html
oder
https://amp.20min.ch/story/hoechster-ho ... 6733909289
etc.

Bei „sparsam und intelligent“ musste ich auch laut prusten :lol: Ich nenne sowas schlicht „geizig“.
Gegenseitige Wertschätzung ist halt nicht jedermanns Sache; traurig, aber wahr🙈
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von albe-fr »

ski-chrigel hat geschrieben: 29.06.2023 - 22:44 Wenn Deutschland seine Pflegeprobleme lösen wollte, müssten sie mal alle Deutschen Fachkräfte, die in der Schweiz arbeiten, zurückholen. Und dafür reicht das Trinkgeld bei weitem nicht. Nur hätten wir in der Schweiz dann ein noch grösseres, unlösbares Problem. Spitäler müssten reihenweise schliessen.
das ist halt die Folge des Gefälles des Kapitals - die Polen arbeiten in Deutschland und die Deutschen in der Schweiz. Man könnte das ganze lösen, aber da die Regierungen in allen beteiligten Ländern seit langem durch neoliberale rechtsradikale Kräfte geprägt werden wird sich weiter eine Stabilisierung des Kapitals durchsetzen.
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von skifam »

albe-fr hat geschrieben: 29.06.2023 - 22:53
ski-chrigel hat geschrieben: 29.06.2023 - 22:44 Wenn Deutschland seine Pflegeprobleme lösen wollte, müssten sie mal alle Deutschen Fachkräfte, die in der Schweiz arbeiten, zurückholen. Und dafür reicht das Trinkgeld bei weitem nicht. Nur hätten wir in der Schweiz dann ein noch grösseres, unlösbares Problem. Spitäler müssten reihenweise schliessen.
Man könnte das ganze lösen...
Jaja klar dann loes mal für uns...

Kleiner Tip Deine Art Lösungen ist 1989 zusammengebrochen...wird seit Jahren vielstimmig ignoriert....nannte und nennt man Geschichtsrevisionismus
Klappt aktuell nirgendwo... nicht mal bei uns... bestes Beispiel Gesundheitssystem....
Ist inzwischen wenn man sich die Lebenserwartung in D im europäischen Vergleich anschaut sogar extrem gefährlich ...mit sehr viel Leid verbunden und in Zweifel sogar tödlich...aber das bilden sich Patienten, Pflegepersonal und Ärzte ja natürlich nur ein.
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von j-d-s »

br403 hat geschrieben: 29.06.2023 - 17:22 Und wenn man denkt es geht nicht schlimmer, kommt der j-d-s daher... Kellner machen keine schwere Arbeit, aha. 8O :roll:
Hm. Auf der einen Seite Kranken- und Altenpfleger, die eine mehrjährige Ausbildung benötigen (die sie bis vor ein paar Jahren sogar selbst bezahlen mussten) und die Verantwortung für Leben und Gesundheit von kranken Menschen haben.
Auf der anderen Seite Kellner, die Essen und Trinken von A nach B tragen und keinerlei Ausbildung benötigen.

Die Wertschätzung für Berufe bemisst sich ganz maßgeblich daran, was für eine Ausbildung nötig ist, weil das natürlich die Zahl der Arbeitskräfte einschränkt und damit eben die mögliche Konkurrenz für die Arbeitsstelle.

Oder bestreitet hier jemand, dass die "Berufe, welche Trinkgeld erhalten sollten" ziemlich willkürlich und vor allem sehr unfair bestimmt sind?
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albe-fr
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von albe-fr »

j-d-s hat geschrieben: 30.06.2023 - 08:42 Auf der anderen Seite Kellner, die Essen und Trinken von A nach B tragen und keinerlei Ausbildung benötigen.
das nennt sich offiziell übrigens Restaurantfach-mann/frau und ist eine dreijaehrige Ausbildung.
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von gfm49 »

albe-fr hat geschrieben: 30.06.2023 - 08:50
j-d-s hat geschrieben: 30.06.2023 - 08:42 Auf der anderen Seite Kellner, die Essen und Trinken von A nach B tragen und keinerlei Ausbildung benötigen.
das nennt sich offiziell übrigens Restaurantfach-mann/frau und ist eine dreijaehrige Ausbildung.
Das dürften leider die wenigsten sein. Die meisten sind Aushilfskräfte oder in den "einschlägigen" Städten Studenten.
Ändert aber nichts an der Abwegigkeit der Einstellung von j-d-s

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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von albe-fr »

gfm49 hat geschrieben: 30.06.2023 - 09:01 Das dürften leider die wenigsten sein. Die meisten sind Aushilfskräfte oder in den "einschlägigen" Städten Studenten.
Also in meinem Dorfrestaurant sind es 2 Festangestellte, 2 in Ausbildung und relativ selten nochmal 1-2 Aushilfen.

Wir reden hier schon von Restaurants und nicht von Imbissbuden... sprich, ich erwarte schon, dass ein Kellner auch einen schwarzen Anzug traegt. Aber Horben ist halt auch keine eingeschlagene Stadt sondern hat nur 1100 Einwohner.
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von judyclt »

albe-fr hat geschrieben: 29.06.2023 - 22:53 ...die Polen arbeiten in Deutschland und die Deutschen in der Schweiz. Man könnte das ganze lösen, aber da die Regierungen in allen beteiligten Ländern seit langem durch neoliberale rechtsradikale Kräfte geprägt werden...
Deutschlands Regierung ist durch neoliberale, rechtsradikale Kräfte geprägt? Woran/an wem machst du das fest?
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von TPD »

Nun, doch, weil beim Trinkgeld trotz seiner faktischen Einkommenswirkung weder Sozialabgaben noch Steuern gezahlt werden.
Was in der Schweiz schon mal nicht stimmt. Hier muss das Trinkgeld mindestens als Einkommen versteuert werden.
Und da man in der Steuererklärung auch den Beruf angeben muss, dürfte es für das Steueramt ziemlich einfach sein hier die Hinterziehung zu entdecken ;)
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von albe-fr »

TPD hat geschrieben: 01.07.2023 - 11:55
Nun, doch, weil beim Trinkgeld trotz seiner faktischen Einkommenswirkung weder Sozialabgaben noch Steuern gezahlt werden.
Was in der Schweiz schon mal nicht stimmt. Hier muss das Trinkgeld mindestens als Einkommen versteuert werden.
das ist in Deutschland anders, Angestellte zahlen auf Trinkgeld keine Steuern, Selbstständige (das betrifft wohl zu 90% Taxifahrer) müssen Trinkgeld versteuern.
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von skifam »

TPD hat geschrieben: 01.07.2023 - 11:55
Nun, doch, weil beim Trinkgeld trotz seiner faktischen Einkommenswirkung weder Sozialabgaben noch Steuern gezahlt werden.
Was in der Schweiz schon mal nicht stimmt. Hier muss das Trinkgeld mindestens als Einkommen versteuert werden.
Und da man in der Steuererklärung auch den Beruf angeben muss, dürfte es für das Steueramt ziemlich einfach sein hier die Hinterziehung zu entdecken ;)
Das ist in D rein steuerrechtlich eigentlich genauso....

Da es aber jeder macht und es üblich ...
.nein eben nicht.
Der einzige Grund dafür ist: es gibt keine Steuergerechtigkeit....
Steuern bzw. Betriebsprüfungen gibt es fast nur dort wo der Staat glaubt etwas holen zu können.
Fragen Sie mal erfolgreiche Steuerberater..
Je nach der Gruppe der Steuerpflichtigen als Angestellte, Freiberufler, Selbstständige, und eben Firmen unterteilt in die jeweiligen Bereiche wird geschaut wer weit oben rangiert genau die werden immerundimmerwieder, m Prinzip sogar, jährlich geprüft ... weil man dort etwas zu holen glaubt... wenn nicht, wird etwas konstruiert und geschätzt auch wenn es weder gesetzlich noch fnanzgerichtlich erlaubt ist... dann bleibt nur der Weg wieder vor Gericht ... das dauert und zahlt am Ende der Steuerpflichtige gleich 2x ..
Wer im mittleren oder unteren Bereich liegt wird i.d.R. nie geprüft.

Eine Einladung zur Steuerhinterziehung für alle... nicht nur das...politisch ideologisch gewollt...Umverteilung ohne politisch demokratische Legitimation...
Diese politischen Vorgaben in den Leitungsebenen existieren wirklich in den Finanzämtern.
Der ganz natürliche Weg zum Sozialismus....
Die Resultate konnten wir alle 1989 besichtigen.
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von GIFWilli59 »

skifam hat geschrieben: 01.07.2023 - 12:10 Der einzige Grund dafür ist: es gibt keine Steuergerechtigkeit....
Steuern bzw. Betriebsprüfungen gibt es fast nur dort wo der Staat glaubt etwas holen zu können.
Fragen Sie mal erfolgreiche Steuerberater..
Je nach der Gruppe der Steuerpflichtigen als Angestellte, Freiberufler, Selbstständige, und eben Firmen unterteilt in die jeweiligen Bereiche wird geschaut wer weit oben rangiert genau die werden immerundimmerwieder, m Prinzip sogar, jährlich geprüft ... weil man dort etwas zu holen glaubt... wenn nicht, wird etwas konstruiert und geschätzt auch wenn es weder gesetzlich noch fnanzgerichtlich erlaubt ist... dann bleibt nur der Weg wieder vor Gericht ... das dauert und zahlt am Ende der Steuerpflichtige gleich 2x ..
Wer im mittleren oder unteren Bereich liegt wird i.d.R. nie geprüft.
Ich habe eher den Eindruck, dass bei den ganz großen Fischen nicht so genau kontrolliert wird (Beispiel).
Frei nach dem Motto, um ein paar Mrd kommt es nicht, aber beim Bürger mit Durchschnittseinkommen zahlen wir auf den Ct. genau aus bzw. fordern ggf. nach (wenn man eine Steuererklärung macht).
skifam hat geschrieben: 01.07.2023 - 12:10 Eine Einladung zur Steuerhinterziehung für alle... nicht nur das...politisch ideologisch gewollt...Umverteilung ohne politisch demokratische Legitimation...
Diese politischen Vorgaben in den Leitungsebenen existieren wirklich in den Finanzämtern.
Der ganz natürliche Weg zum Sozialismus....
Die Resultate konnten wir alle 1989 besichtigen.
War die Umverteilung mittels Finanzamtsprüfungen in der DDR auch das Mittel der Wahl zur Umsetzung des Sozialismus'?
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von Wooly »

Martin_D hat geschrieben: 29.06.2023 - 14:54
j-d-s hat geschrieben: 29.06.2023 - 07:07 Vergleichbar ist es übrigens mit Trinkgeld. Das sollte man prinzipiell nicht bezahlen, denn ich bekomme bei meiner Arbeit auch nicht einfach so Geld geschenkt. Dazu ist es grob unfair, weil es nicht versteuert werden muss, aber bspw. Angestellte mit noch mieseren, schlechter bezahlten Jobs (Paketboten, Putzfrauen, Müllmänner, Pflegekräfte etc.) bekommen keine Geschenke zusätzlich zu ihrem Lohn und auch keinen Anteil ihres Lohnes steuer- und sozialabgabenfrei, während Trinkgelder trotz ihrer faktischen Wirkung als Lohnerhöhung so behandelt werden.
Wenn du dich wirklich für gerechtere Bezahlung von Paketboten, Putzfrauen, Müllmänner und Pflegekräfte etc, interessieren würdest: Da gibt es bestimmt Möglichkeiten, die jenen Berufsgruppen mehr helfen würde als der Verzicht, Bedienungen in Gaststätten kein Trinkgeld zu geben.
Sozialsoziopathen wie j-d-s sollte man nicht ernst nehmen und auch definitiv nicht mit Ihnen diskutieren ... schon gar nicht über Empathie oder menschenwürdiges Verhalten ... sollten doch inzwischen wirklich alle hier im Forum wissen ...
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scratch
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Re: Plädoyer fürs Klowassersaufen

Beitrag von scratch »

GIFWilli59 hat geschrieben: 01.07.2023 - 22:28 Ich habe eher den Eindruck, dass bei den ganz großen Fischen nicht so genau kontrolliert wird (Beispiel).
Frei nach dem Motto, um ein paar Mrd kommt es nicht, aber beim Bürger mit Durchschnittseinkommen zahlen wir auf den Ct. genau aus bzw. fordern ggf. nach (wenn man eine Steuererklärung macht).
Ich glaub, ein gewisser Ex-Präsi und der Starkoch hatten auch etwas mehr als ein Durchschnittseinkommen :D

Klar kann man diese Fälle von der Summe her nicht mit CumEx vergleichen, aber anscheinend war es ja nicht in dem Sinne illegal und als Steuerhinterziehung zu sehen? Sollte man also schon differenzieren ;)

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