ThomasK hat geschrieben: 13.07.2023 - 17:31 ...denn es ist völlig inakzeptabel, wenn die Fahrgäste mit dem Auto anreisen.
Also besser gar nicht erst anreisen. Woanders werden auch Gäste mit Auto akzeptiert.
ThomasK hat geschrieben: 13.07.2023 - 17:31 ...denn es ist völlig inakzeptabel, wenn die Fahrgäste mit dem Auto anreisen.
Wieso nicht?ski-chrigel hat geschrieben: 13.07.2023 - 21:27 Die Begründung aus St.Moritz kann man aber nicht auf die Rigi anwenden.
ATV hat geschrieben: 13.07.2023 - 21:11 Naja die Bahn wurde 68 hauptsächlich für die Autofahrer gebaut. Alle andern fuhren entweder mit dem Schiff nach Vitznau oder dem Zug nach Arth/Goldau.
Die Bahn hat sogar einen direkten Anschluss auf die Umfahrungsstrasse.
Der einzige Grund warum man nun eine Plastikschüssel baut ist, nochmehr Leute auf die Rigi zu bringen. Und dazu brauchtbes halt mehr Parkplätze. Der Ort Weggis hat selber einen Bus.
und auch einen Schiffanschluss. Das reicht für den Ort selber.
Wer fährt mit dem Zug zuerst nach Küssnacht, steigt dort in den Bus um, gurkt mit dem den See entang nach Weggis und läuft dann noch zur Talstation hoch und in Kaltbad wiederum auf den Zug umsteigen muss. Wenn er ab Küssnach nur eine Station weiterfahren muss und von dort direkt in den Zug ohne umsteigen und zum Gipfel fahren kann?
Mit anderen Worten: Man verscheuche die Autofahrer. In meinem Fall würde das tatsächlich eine Verhaltensänderung erzwingen: Wer sich derart autofeindlich benimmt, wird links liegengelassen.ThomasK hat geschrieben: 14.07.2023 - 00:45
Wenn es also so ist, dass die Seilbahn hauptsächlich von den Autofahrern benutzt wird, dann sind die Rahmenbedingungen dergestalt zu ändern, dass eine Verhaltensänderung der Fahrgäste erzwungen wird.
Normalerweise rechnet man bei den Wegangaben mit einer Steigungsbewältigung des Fußgängers von ca. 350 Höhenmetern pro Stunde, woraus resultiert, dass auch Untrainierte 60 Höhenmeter in etwa 10 Minuten bewältigen.ATV hat geschrieben: 14.07.2023 - 08:03 Der Fussweg zwischen Weggis Dorfplatz und Seilbahn ist 600m lang und macht 60 Höhenmeter. Das schafft nicht jeder in 18 Minuten.
ATV hat geschrieben: 14.07.2023 - 08:03 Man könnte es aber auch so lösen wie beispielweise auf dem Brienzer Rothorn wo man mit dem Bau einer Plastikschüssel auch auf die Nase gefallen ist und nun wiederum die Pendelbahn ertüchtigt. Die 80er Pendelbahn reich bei weitem aus für dass was aktuell befördert wird.
Um ehrlich zu sein kann ich nicht verstehen, wo da das Problem liegt. Rodungsfläche dürfte es nicht sein, bei einer PB mit Abseilbergung muss mittlerweile die Trasse gerodet werden (weiß ich zumindest aus DT, habe ich jetzt mal so übertragen...), da ist es dann m.E. auch egal, ob da noch Stützen stehen.ThomasK hat geschrieben: 13.07.2023 - 17:31 Wenn man von einer Pendelbahn auf eine Umlaufbahn wechseln will, dann ist es doch völlig absurd, die Stützenzahl drastisch zu erhöhen. Das ist völlig aus der Zeit gefallen.
ThomasK hat geschrieben: 14.07.2023 - 00:45 Ich würde also die Leute befragen, von wo nach wo sie wollen und dann ggf. den ÖV in der bevorzugten Destination verbessern. [...] Gleichzeitig reduziert man den Parkplatz deutlich und hebt die Parkgebühren auf den verbleibenden Parkplätzen auf z.B. 10 CHF / Stunde an, um einen Anreiz zum Umsteigen auf den ÖV zu geben. Selbstverständlich dürfen die Parkgebühren beim Kauf einer Seilbahnfahrkarte nicht erstattet oder angerechnet werden. (PUSH-Maßnahme)
Solche Aktionen kannst Du bei der Verbindungen machen, wo der Kunde diese benutzen MUSS. Pendlerverkehr etc. Bei Freizeitverkehr funktioniert das nicht. Da sagt sich der Autofahrer "dann halt nicht" und fährt auf den Pilatus, den Titlis oder auf andere Ausflugsberge, die den Gästen ausreichend Parkplätze bieten.Will man also den Autoverkehr reduzieren, dann prüft man z.B. einen Shuttleschnellbus zwischen Luzern und Weggis, Seilbahn, der z.B. während der Betriebszeit der Seilbahn alle 30 Minuten fährt und in der Seilbahnfahrkarte inbegriffen ist (PULL-Maßnahme). Gleichzeitig reduziert man den Parkplatz deutlich und hebt die Parkgebühren auf den verbleibenden Parkplätzen auf z.B. 10 CHF / Stunde an, um einen Anreiz zum Umsteigen auf den ÖV zu geben. Selbstverständlich dürfen die Parkgebühren beim Kauf einer Seilbahnfahrkarte nicht erstattet oder angerechnet werden. (PUSH-Maßnahme)
Wenn es also so ist, dass die Seilbahn hauptsächlich von den Autofahrern benutzt wird, dann sind die Rahmenbedingungen dergestalt zu ändern, dass eine Verhaltensänderung der Fahrgäste erzwungen wird.
Naja, was die Haltung gegenüber den Autofahrer angeht, deckt sich die Haltung durchaus mit praktisch allen Verkehrsplanern, die ich kenne. Es kann in der heutigen Zeit einfach nicht mehr sein, dass man die Anreise mit dem Privatauto möglichst komfortabel gestaltet und erst noch verbessern will. Überrascht war ich in den letzten Tagen z.B. über die fortschrittlichen Parkplatztarife in der Innenstadt von Riga. 5 Euro für die erste Stunde und dann 8 Euro für jede weitere Stunde. Nur über das Parkplatzangebot wird man eine Verkehrswende (Nein, Elektrifizierung ist keine Verkehrswende...) hinkriegen.ski-chrigel hat geschrieben: 13.07.2023 - 21:27 Wie auch. Er ist ja schliesslich der einzige Verkehrsplaner, der so sinnvolle Projekte wie EUB statt Dampfbahn und Standseilbahn statt Zahnradbahn fordert.![]()
Und was hat das jetzt mit meiner Aussage zu tun, die Du zitiert hast? Ich kann Leute, die so eigenartige Ideen (Furka, Pilatus) propagieren einfach nicht ernst nehmen.Schleitheim hat geschrieben: 14.07.2023 - 22:25Naja, was die Haltung gegenüber den Autofahrer angeht, deckt sich die Haltung durchaus mit praktisch allen Verkehrsplanern, die ich kenne. Es kann in der heutigen Zeit einfach nicht mehr sein, dass man die Anreise mit dem Privatauto möglichst komfortabel gestaltet und erst noch verbessern will. Überrascht war ich in den letzten Tagen z.B. über die fortschrittlichen Parkplatztarife in der Innenstadt von Riga. 5 Euro für die erste Stunde und dann 8 Euro für jede weitere Stunde. Nur über das Parkplatzangebot wird man eine Verkehrswende (Nein, Elektrifizierung ist keine Verkehrswende...) hinkriegen.ski-chrigel hat geschrieben: 13.07.2023 - 21:27 Wie auch. Er ist ja schliesslich der einzige Verkehrsplaner, der so sinnvolle Projekte wie EUB statt Dampfbahn und Standseilbahn statt Zahnradbahn fordert.![]()
ThomasK hat geschrieben: 14.07.2023 - 10:57
Normalerweise rechnet man bei den Wegangaben mit einer Steigungsbewältigung des Fußgängers von ca. 350 Höhenmetern pro Stunde, woraus resultiert, dass auch Untrainierte 60 Höhenmeter in etwa 10 Minuten bewältigen.
Stimmt. Ist ganz einfach: Kein oder sehr teures Parkplatzangebot: Verkehrswende, auch U-Turn genannt und ab zum nächsten Ziel, an dem ich parken kann.Schleitheim hat geschrieben: 14.07.2023 - 22:25 Nur über das Parkplatzangebot wird man eine Verkehrswende (Nein, Elektrifizierung ist keine Verkehrswende...) hinkriegen.
Das haben wir letztes Jahr in Südtirol aktiv betrieben. Überall teure Parkplätze, nicht nur im Grödner Tal, sondern überall, insbesondere auf den Passhöhen um den Sellastock, dort, wo vor einiger Zeit das Parken noch kostenlos war. Also sind wir einfach weiter gefahren. Und dann die Überraschung: Am Plan de Gralba war das Parken kostenlos. Ab da waren wir jeden Tag dort. Das ist Verkehrssteuerung über Parkplätze und deren Kosten.Nocki hat geschrieben: 14.07.2023 - 20:14 ...ärgere ich mivh über die Parkgebühren, und fahre woanders hin.
Schon noch blöd, dass es die Tri-Line noch gar nicht gab als man mit der Planung begonnen hat...Entweder man bleibt bei der Pendelbahn oder aber - wenn es unbedingt eine Umlaufbahn sein soll - dann baut man eben eine Tri Line und keine EUB.
https://www.luzernerzeitung.ch/zentrals ... ld.1151330TPD hat geschrieben: 17.07.2023 - 07:33 Ok. Dann wurde dies auch schon geprüft.
Somit gibt es für den Betreiber keinen Grund mehr um jetzt noch mal die gewählte Variante zu hinterfragen. Das Ganze ist nur ein Manöver der Gegner um generell eine neue Seilbahn zu verhindern oder zu verzögern.
Wetten selbst wenn man wieder eine PB bauen würde gäbe es Einsprachen?
Im Auftrag der Rigi-Bahnen erstellte die Firma Garaventa eine Machbarkeitsstudie. Diese kommt zum Schluss, dass eine «3S light»-Seilbahn gebaut werden kann, aber kein Marktpotenzial vorhanden ist. Für die Rigi-Bahnen bedeutet dies, dass sie wohl der einzige Abnehmer wären und somit höhere Kosten zu tragen hätten. Die Investitionen beliefen sich auf rund 35 Millionen Franken. Eine herkömmliche Gondelbahn kostet rund 20 Millionen. Zudem ist der Unterhalt teurer und die Stationen müssen deutlich grösser dimensioniert werden, wodurch bei der Bergstation mehr Land eingezont werden müsste. Diese Nachteile überwiegen für die Rigi-Bahnen.
Christoph Lütz hat geschrieben: 17.07.2023 - 09:27 Ist den die Bausubstanz der vorhandenen Stationen und Stützen so schlecht, dass eine Modernisierung der bestehenden Pendelbahn völlig ausscheidet? Die benachbarten Aussichtsberge funktionieren auch überwiegend mit Pendelbahnen. Ich verstehe nicht, warum so dogmatisch an der Einseilumlaufbahn festgehalten wird. Eine ähnliche Situation wie in St. Moritz. Man streitet sich lieber jahrelang vor Gericht, anstatt maßvoll zu modernisieren.
ski-chrigel hat geschrieben: 17.07.2023 - 16:50 Vielleicht weil die Kunden nicht gerne PB‘s fahren und schon gar nicht so grosse? Das Bedürfnis nach kleinen Gondeln war schon immer grösser als nach PBs und seit Corona hat sich dies noch verstärkt. Natürlich kann man auch Bahnen am Markt und an den Bedürnissen vorbeibauen…
Und dann bestellt man für die gleiche Bahn Bratwürste, welche schlimmer sind als jede S-Bahn in Zürich.....ski-chrigel hat geschrieben: 17.07.2023 - 16:50 Vielleicht weil die Kunden nicht gerne PB‘s fahren und schon gar nicht so grosse? Das Bedürfnis nach kleinen Gondeln war schon immer grösser als nach PBs und seit Corona hat sich dies noch verstärkt. Natürlich kann man auch Bahnen am Markt und an den Bedürnissen vorbeibauen…
Ist eine unterirdische Standseilbahn nicht besser? Die Idee gab es ja sogar für die Graseckbahn in GP. /Ironie aus.