Daher jetzt hier kurz was zu den beiden Waalwegen am Mittwoch und Donnerstag; im Genusstreff folgt dann auch noch was
Nach der erfolgreichen Radtour am Dienstag fühlte ich mich für einen Waalweg-Spaziergang bergab am Mittwoch gerüstet. Da so ein Waal in der Regel ein Gefälle von 1% hat und ich den Marlinger Waalweg ohnehin kenne, erschien mir das als Testlauf angemessen.
Um 10:20 ging es mit der Vinschgerbahn von Plaus zur Töll; weiter geht es mit der Bahn gerade eh nicht, da sich die Tunnel-, Gleis- und Elektrifizierungsarbeiten ja durch Pleiten und Neuausschreibungen verzögert haben. Ich drücke die Daumen, dass dies wie geplant bis November funktioniert; mein Hotelier ist da positiver als ich
Von der Töll ging es also auf den nicht mehr in Betrieb befindlichen Teil des Waals mit tollem Blick auf Algund/Forst, bis der Waal von der Kraftwerksleitung wieder bespeist wird. Natürlich ist gerade der Marlinger Waalweg in erster Linie ein Touristenweg, aber dennoch erfüllt er offensichtlich für einige Grundstücke immer noch seinen ursprünglichen Zweck, die Bewässerung der Felder, Apfel- und Weinplantagen.
Vorbei an SB-Ständen der Apfelbauern, Hofschänken und Gasthöfen ging es mit Blick auf Dorf Tirol, Meran 2000 und das Etschtal weiter Richtung Tscherms, wo ich vom Waal Richtung Schloss Lebenberg abzweigte, um zum Hofschank Haidenhof zu gelangen, wo ich nach etwas mehr als zwei Stunden zur Mittagspause einkehrte.
Das ist schon exzellent gelegen und war auch in Sachen Wein und Essen voll in Ordnung
Danach stieg ich über die Straße nach Tscherms zum Kränzelhof ab; rund 300hm, die zum Test für die Knie wurden. Ging recht ordentlich
Dort schwelgte ich in der Essbar, dem Ausschank vor den Gärten, in Erinnerungen: 2006, im Eröffnungsjahr des Labyrinthgartens, waren wir das erste Mal hier. Verkostung unter dem Baum vor dem alten Ansitz mit dem inzwischen 99-jährigen Seniorchef
Einige Weine dort sind und bleiben meine Favoriten
Im Anschluss ging es mit dem Bus über Meran zurück ins Hotel nach Plaus; erneut ein Traumtag mit 9 von 10 Punkten (Abzug für den zu Essig-lastigen Krautsalat beim Gröstl und den Abstieg nach Tscherms