Krippenstein | Juni 2022 | Lost Place am Dachstein

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Zottel
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Krippenstein | Juni 2022 | Lost Place am Dachstein

Beitrag von Zottel »

Krippenstein | Juni 2022 | Lost Place am Dachstein

Schon lange stand der Dachstein auf meiner Liste. Von der Südwand-Bahn hatte mir schon so mancher im Forum vorgeschwärmt. Doch als der Dachstein von meinem Kommen erfuhr, hüllte er sich in eine blickdichte Schicht aus Wolken. 47 Euro für eine Nebelfahrt? Nein danke.

Also was tun? Nun war ich ja schon in der Gegend und wollte den Tag nicht im langweiligen Schladming-Gebiet vergeuden. Die Lösung fand ich auf der eben erwähnten Liste, auf der sich ziemlich weit oben auch der Krippenstein findet. Statt den Dachstein von Süden her zu befahren, näherte ich mich ihm von Norden.

Kurz vor Erreichen der Talstation der Krippensteinbahn in Obertraun. Wer erkennt Seilbahn und erste Mittelstation?
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Es war bereits nach 14 Uhr. Die nächste Bergfahrt hatte ich gerade verpasst, dafür fand ich einen guten Parkplatz, der am Krippenstein dankenswerterweise gratis ist. Die Schweizer Pest der kostenpflichtigen Bergbahnparkplätze hat sich leider auch schon in Deutschland ausgebreitet, in Österreich aber wohl noch nicht..
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In der ersten Sektion. Diese hat man zusammen mit der zweiten 2007 von Steurer neu errichten lassen, unter Beibehaltung der Stationsgebäude, was mir sehr gefiel.
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Hier bereits in der zweiten Sektion. Die Strecke ist nicht abenteuerlich, aber landschaftlich reizvoll.
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Nach rechts blickt man auf den Hallstädter See. Dort könnte man noch mit einer neueren SSB von Hallstatt in das Besucherbergwerk Salzwelten fahren (Schneise am linken Ufer ersichtlich).
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Bald ist die Bergstation erreicht: Ein pompöser Betonbau, der mir gut gefällt. Nicht aus ästhetischen Gründen, sondern weil es eben eine frühe Seilbahnstation ist, die wohl größtenteils noch aus der Erschließungszeit in den 1950er Jahren stammt. Sie steht wie eine Festung am Berg. Links zu sehen der fixe Vierer, dazu später mehr.
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Ankunft an der Bergstation Krippenstein der Sektion 2. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, der Halbschuh-Tourist vom Alpinisten. Vor mir, halb in Wolken verhüllt, der Dachstein sowie rechts auch mein nächstes Ziel: Sektion 3.
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Diese hat man 2007 nicht neugebaut. Und so erstrahlt diese Voest-Alpine-Anlage noch immer im leicht vergilbten Glanz ihres Baujahres 1961. Man beachte den Kommandoraum rechts, der die Form einer Seilbahngondel imitiert. Wer sich das erdacht hat, hat einen Preis verdient.
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35 Personen würden Platz finden in den alten Gondeln. Doch außer mir steigen nur zwei weitere Wanderer ein. Kein Wunder: Im Gegensatz zu den Höhlen an Mittelstation 1 und Restaurant, Lodge und Biergarten an Mittelstation 2 gibt es am Ende dieser Bahn nur Natur und Wanderwege.
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Etwas paradox ist es schon: Während sich vorne der Dachsteingletscher erhebt, führt die dritte Sektion dieser prächtigen Pendelbahnkette wieder hinab.
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Diese Sektion, in der Nomenklatur "Dachsteinbahn III", hat ein Highlight nach dem anderen zu bieten: Das originale Retro-Design, diesen grandiosen Ausblick und nicht zuletzt rote Stützen.
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Die schlichte Station im Grünen.
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Im Innern noch holzvertäfelt und beheizt mit uralt-Radiatoren der Marke Klassenzimmer.
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Doch warum ist hier plötzlich Schluss, so kurz bevor man den Dachstein von Norden her erreichen könnte und nachdem man schon so mühsam drei Sektionen Pendelbahn in die Landschaft gestellt hat? Glaubt man Wikipedia, sollte tatsächlich von hier aus mit einer vierten Sektion der Gletscher erschlossen werden. Das geschah jedoch schlussendlich 1969 von Ramsau aus.

Natürlich endet Sektion 3 nicht nutzlos im Nichts. Im Winter dient sie als Rückbringer für Skifahrer, die die 7 Kilometer lange Talabfahrt nicht fahren möchten oder eben auch für den Fall, dass diese nicht befahrbar ist. Und im Sommer ergeben sich von hier aus unzählige Wanderrouten.
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Der Krippenstein bietet noch ein weiteres Highlight, für das allein sich selbst die Auffahrt mit einer schnöden 0815-EUB lohnen würde: Das ehemalige Militärgelände Haus Oberfeld-Obertraun, das bis zuletzt über eine eigene, spektakuläre Seilbahn in zwei Sektionen verfügte.
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Bis 2009 wurde die Kaserne militärisch genutzt, u.a. für die Scharfschießausbildung des Österreichischen Bundesheeres. Anschließend diente die Anlage noch als Unterkunft für Seminare und als Urlaubsheim, ehe das Bundesheer 2013 endgültig abrückte. Weitere Details hält das BMLV bereit.

Schon 2012 kaufte ein Industrieller den Komplex mit dem Ziel, dort ein 5-Sterne-Luxusressort mitsamt neuer Zubringerseilbahn zu errichten. So berichtete es unter anderem die Lokalpresse 2014 (https://www.meinbezirk.at/salzkammergut ... t_a1055077). Scheinbar hat sich seitdem nichts bei diesem Projekt getan – mit Ausnahme des Rückbaus der Gruppen-Pendelbahn. Ausgerechnet...
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Bei meinem Besuch war das Gelände völlig frei zugänglich, kein Schild, kein Zaun oder sonstiger Hinweis zur Abschreckung waren aufgestellt. Warum auch, führen direkt am Gebäude offizielle Wanderwege entlang und etwaige Blindgänger der früheren Übungen dürften sich eher nicht in unmittelbarer Nähe der Unterkunft befinden. Wie der Schwabe sagt: Man schießt nicht vor der eigenen Tür. Oder so.

Auf dem Weg zum Haus Oberfeld, das die Bergstation der zweiten Sektion der Militärseilbahn beherbergte, passiert man diese Materialseilbahn. Diese verband die Kaserne mit der etwas tiefer gelegenen Gjaidalm und scheint äußerlich intakt zu sein.
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Unschwer ist hier die Seilbahnstation zu erkennen sowie rechts die eben erwähnte MSB.
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Der Schneidbrenner hat nur Brandnarben hinterlassen. Bei der Anlage handelte es sich um eine Gruppen-Pendelbahn, deren Kabinen jeweils Platz für 5 Personen boten.
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Was aufgrund der Stationseinfahrt minimalistisch wirkt, war im Grunde aber ein echtes Seilbahn-Monstrum: Beide Sektionen hatten jeweils eine Länge von rund 2,5 Kilometern, insgesamt bewältigte die Anlage eine Höhendifferenz von über 1.200 Metern. Hierfür wurden 1957 mitunter gigantische Stützen aufgestellt, wie Fotos auf Liftworld belegen.

Diese Stützen sind leider alle verschwunden. Hier der Blick von der Stationseinfahrt auf die ehemalige Strecke. Links die Gjaidalm, rechts die dritte Sektion der Krippensteinbahn.
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Irgendwo links der Bildmitte kam diese geniale Anlage den Berg hinauf.
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Sämtliche Technik im Innern - zumindest, was von außen durch die Scheiben zu sehen war - ist ebenfalls entfernt worden.
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Blick von der Seite: Von rechts erreichten die Gondeln die Station. Geradeaus durch konnten dann Waren auf ihrem Weg hinab zu Gjaidalm zur kleinen MSB geschoben werden.
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Alte Umladestation
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MSB und Gjaidalm sind hier zu sehen.
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Nun widmete ich mich noch einige Minuten den nicht-Seilbahn-bezogenen Seiten dieses besonderen Lost Places. Es ist schon eine große Anlage.
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Alte Fahrzeughalle. Einen Hubschrauberlandeplatz meine ich vor Ort auch entdeckt zu haben.
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Sneak-Peak ins Innere
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Groß aufgeräumt wurde nach 2013 nicht - für mich dankbare Motive.
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Für das geplante Luxus-Ressort müsste noch in das Mobiliar investiert werden. Holzpritschen dürften beim 5-Sterne-Publikum nicht gut ankommen.
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Der Ausblick hingegen schon.
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Beim Anblick der Serbischen Bohnensuppen-Konserve hatte ich dann Hunger bekommen und entschieden, vor der Talfahrt in drei Sektionen die nahegelegene Gjaidalm aufzusuchen. Diese war über einen wunderschönen Wanderweg viel zu schnell erreicht. Die Hütte liegt bereits direkt hinter mir, oben links zu sehen das alte Kasernengebäude.
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Von hier aus hätte es noch weitere traumhafte Wanderoptionen gegeben, zum Beispiel hinab zur ehemaligen Mittelstation der Militär-PB. Jetzt um 16 Uhr wäre das aber keine gute Idee mehr gewesen. Im Winter sollte man dort auf der Talabfahrt aber direkt vorbeifahren.
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Die Einkehr in der Gjaidalm hingegen war eine gute Idee. Kann ich nur empfehlen. Ein Update zum geplanten Um-/Neubau des Haus Oberfeld erhielt ich dort zwar nicht, bekam dafür aber einige Anekdoten über gesellige Hüttenabende mit den Soldaten zu hören. Die dürften beim Wirt für guten Umsatz gesorgt haben.
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Die Hütte ist übrigens auch im Winter per Ski zu erreichen. Da sie in einer Senke liegt, gibt es diesen Rückbringer.
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Tatsächlich gab es in der Senke der Gjaidalm zudem früher einmal einen ordentlichen Skilift, den sogenannten Gjaidalmlift. Wikipedia kennt ihn sogar mit einigen Details:
Wikidpedia hat geschrieben:Der 1957 in Betrieb genommene Lift, der mit einer Länge von 470 Metern von 1710 m auf 1840 m führte, wurde etwa um 2005 aufgelassen. Der Lift wurde bis heute nicht abgetragen.

Letzteres muss ich leider widerlegen. Das sei Wikipedia aber verziehen. Denn das Portal liefert Fotos der Anlage, hier von 2009:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... adalm4.jpg

Leider war vor Ort auf Anhieb nichts zu erkennen. Vgl. dieses undatierte Foto https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... %A4ude.JPG mit meiner Aufnahme von 2022:
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Die Stationsgebäude an der Talstation, die man auf Google.Maps noch sieht, sind weg. Die Trasse ist meiner Einschätzung nach aber noch sichtbar (die rote Linie ist absichtlich versetzt, damit man die Schneise erkennen kann).
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Ein paar alte Ansichtskarten mit dem Gjaidalmlift habe ich auch aufgetrieben:
https://www.delcampe.net/de/sammlerobje ... 12806.html
https://www.delcampe.net/de/sammlerobje ... 96649.html
https://www.delcampe.net/de/sammlerobje ... 43150.html

Über den genauen Verlauf dieses Lifts hatte ich mich im Vorfeld leider nicht informiert. So hatte ich vor Ort nicht mehr als eine grobe Ahnung von dessen Verlauf, aufgrund der stark vorangeschrittenen Zeit war auch an eine Trassenwanderung nicht mehr zu denken. Schade, mit besserer Vorbereitung hätte ich die alte Trasse einfach von oben von der Kaserne aus ablaufen können.

Als lesenswerten Skibericht möchte ich hier auf Chasserals Eindrücke von Januar 2009 verweisen: viewtopic.php?t=31265
Dort finden sich auch Bilder des stillgelegten Gjaidalmlifts sowie der Militär-PB. Unfassbar ist die Passage über den damaligen BL, der Chasseral um eine Fahrt mit dieser genialen Bahn brachte:
Chasseral hat geschrieben: 08.05.2009 - 16:02 Bild
^^ Stütze der Militärbahn Obertraun-Krippenbrunn-Oberfeld mit beschränkt öffentlichem Verkehr. Offenbar waren wir aber zu wenig beschränkt, um damit fahren zu dürfen. Mit den Worten "woas wollt's da oben und woas hoabt's davon?" weist uns der Betriebsleiter ab. Die Tatsache, dass es Spinner gibt, die einfanch nur mal mit so einem Teil fahren wollen und durchaus etwas davon haben, liegt wohl außerhalb seiner Vorstellungskraft.

Nun denn, für mich ging es schließlich zurück zur noch existierenden Seilbahnkette. Ich wollte nicht erst die vorletzte Talfahrt des Tages erwischen und ging daher schnellen Schrittes zurück zur Pendelbahn. Dieser Fundamentrest der ehemaligen Militär-Gruppen-PB war unterwegs nicht zu übersehen.
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An der PB-Station angelangt. Über den Schotterweg schlängelt sich im Winter auch die Piste.
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Zusammen mit einem Steuerberaterinnen-Betriebsausflug ging es hoch zum Krippenstein.
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Bei Peter Fox heißt es "Schwarz zu Blau", die Stützen der dritten Sektion wechseln (in dieser Richtung) von Rot zu Grau.
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Das ist wahrlich eine Retro-Station mit Stil.
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Kurzer Abstecher zu den beiden Beschäftigungsanlagen im Gebiet. Hier die Bergstation des 4-CLF Krippensteinbahn: Girak-Garaventa, Baujahr 2000. Ersetzte einen SL auf leicht verschwenkter Trasse (siehe Chasserals Winterbericht).
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Wenn es schon eine moderne Anlage sein muss, dann gerne wie hier eine, die nicht aus Sterzing oder Wolfurt kommt, sondern aus Korneuburg. Gleich neben der Talstation der Sesselbahn startet der kurze und zusammengebastelt aussehende "Übungslift".
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Laut Liftworld eine Wito-Anlage. Aber das war auf die Entfernung nun wirklich nicht abzuklären.
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Das Portal schaut mir eher nach DM aus.
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Eigentlich hätte ich noch gern den Dachstein ablichten wollen. Doch der Mistkerl zeigte sich einfach nicht in voller Pracht.
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Zoom zum Lsap-Gletschergebiet. Das hier dürfte der Austriaschartenlift (RIP) sein.
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Und hier vermutlich der Schladminger Gletscherlift (RIP).
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Meine Freude darüber, inzwischen kaum noch Halbschuhtouristen am Berg zu sehen, währte nur kurz. Die standen nämlich alle in der Schlange für die Talfahrt mit Sektion 2 und 1. Und mir blieb nichts weiter übrig als mich dazuzustellen. In den vollen Gondeln entstanden dann vor Erreichen der Talstation auch keine Aufnahmen mehr.
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Im Tal in Obertraun gibt es noch diese alte Gondel der ersten Sektion aus der Zeit vor dem Neubau zu sehen.
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Ebenso die Talstation, die man beim Neubau weiterverwendet hat.
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Doch die eben gezeigte Talstation der Krippenstein-Kette ist nicht die einzige Seilbahnstation in Obertraun. Denn nicht weit entfernt befindet sich die Talstation der Bundesheer-Gruppen-PB. Lässt man das Auto im Ort stehen, ist sie fußläufig in wenigen Minuten zu erreichen. Auch hier verbieten weder Schild noch Zaun den Zugang. So wurden in den 1950er Jahren Seilbahnstationen gebaut - mir gefällts.
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"Obertraun - Gjaidbahn - Oberfeld" ist auf der Holztafel zu lesen.
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Leider, leider wurden auch hier im Tal alle seilbahntechnischen Einrichtungen entfernt.
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Ehemaliger Bahnsteig, der außerhalb der eigentlichen Station lag.
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"23.7.56"
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Radim hat die Talstation vor dem Abriss auf Liftworld dokumentiert: https://seilbahntechnik.net/de/lifts/13895/datas.htm

Sneak-Peak ins Innere: Eine der 5er-Gondeln von Swoboda ist sogar noch vorhanden.
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Blick in den Anmelde-, Kassen- und Wartebereich. Total rustikal und altbacken - und damit absolut passend für diese tolle Anlage. Mensch, wie gern wäre ich mit dem Teil gefahren.
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Schlüssel und Durchwahlen für die Mittel- und Bergstation sowie andere Posten sind alle noch vorhanden: "Telefonverzeichnis HGV Obertraun Seilbahn" / "Heeresgebäudeverwaltung Obertraun" etc. Nur wird dort niemand mehr ans Telefon gehen. Mir gefallen auch die Aushänge "Beförderungstarife" sowie "Kontrollanordnung für die Talstation". Erinnert vom Sprech her an deutsche Finanzbehörden.
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Einerseits hocherfreut über die soeben dokumentierten Seilbahnreste und zugleich tief traurig darüber, dass diese Anlage Geschichte ist, ging es zurück zum Auto. Auf dem Weg dorthin dann noch dieser Fund: Eine der originalen Kabinen der Militärseilbahn. Dürfte von Girak gebaut worden sein.
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Wundert mich sehr, dass die hier noch herumsteht. Es gibt Leute, die bezahlen dafür hunderte Euro.
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vovo
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Re: Krippenstein | Juni 2022 | Lost Place am Dachstein

Beitrag von vovo »

Das ist in sehr interessanter Bericht und er liest sich gut. Ich glaube, da muss ich im Winter mal hin. Abseits von den Massen, landschaftlich 1A und dann ganz oben noch diese Pendelbahn aus der guten, alten Zeit...
Aber schade, dass die Militärseilbahn weg ist. Das wäre ja wirklich ein Highlight gewesen.
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Kris
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Re: Krippenstein | Juni 2022 | Lost Place am Dachstein

Beitrag von Kris »

Zottel hat wieder einen netten und wie immer engagierten Bericht verfasst, die viele wie auch ich stets genussvoll, und auch ein wenig wehleidig, aufmerksam lesen.

Beim Einsortieren in den Editor sind Zottel jedoch einige Bilder verloren gegangen, die er ja stimmungsmäßig im Bericht teils sogar erwähnt. Deswegen reiche ich diese hier gerne nach:
;-)

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Re: Krippenstein | Juni 2022 | Lost Place am Dachstein

Beitrag von Zottel »

Danke für diese wunderbaren Impressionen von jenen Stellen, an die ich nicht vorgedrungen bin. Hast du erkennen können, was man als Zivilist für eine Fahrt bezahlen musste?

Deine Einstiegsmotive der Bahnstrecke haben mich daran erinnert, dass ich - wie zuvor auf unzähligen Touren - natürlich auch in Obertraun am Bahnübergang warten musste. Mit ein Grund für die knapp verpasste Bergfahrt.

Wann bist du oben gewesen? Bin ich vor 13 Monaten etwa nicht nur an der Schneise des Gjaidalmlifts, sondern auch an diesen Resten der Militär-PB vorbeigelaufen? Von der kurzen MSB kann dieser Fachwerkschaft nicht sein, das passt nicht ganz von der Form her.
Kris hat geschrieben: 24.07.2023 - 23:37 Bild
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Jay
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Re: Krippenstein | Juni 2022 | Lost Place am Dachstein

Beitrag von Jay »

Toller Bericht. Aber warum hatte eine Militärseilbahn einen Ticketschalter?
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icedtea
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Re: Krippenstein | Juni 2022 | Lost Place am Dachstein

Beitrag von icedtea »

Jay hat geschrieben: 26.07.2023 - 14:57 Toller Bericht. Aber warum hatte eine Militärseilbahn einen Ticketschalter?
War wohl beschränkt öffentlich zugänglich.
Wo ich schon war:
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Als nächstes: 🤷‍♂️
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Re: Krippenstein | Juni 2022 | Lost Place am Dachstein

Beitrag von Zottel »

icedtea hat geschrieben: 26.07.2023 - 15:08
Jay hat geschrieben: 26.07.2023 - 14:57 Toller Bericht. Aber warum hatte eine Militärseilbahn einen Ticketschalter?
War wohl beschränkt öffentlich zugänglich.
Richtig. Wenn man mitfahren durfte, sah das wohl so aus (kein https-Zertifikat):
http://www.delis.at/berge_2009/07_dachs ... 03-09.html
(Wer Interesse an Skitouren hat, findet in diesem Archiv viele Berichte aus den Jahren 2003-12)

Einen (Anmelde)Schalter brauchte man in einer bürokratischen Organisation wie dem Militär aber auch für die Berechtigten. Das belegt die von Kris dokumentierte, herrliche alte Mappe "Aufzeichnung der Fahrberechtigten die die Dienstkarte vergessen haben". Handwerker, Bergwacht und Co. werden sich wohl auf der Liste "Vormerkung über die Ausgabe von Freikarten" finden.


Übrigens unterhält das Bundesheer aktuell noch eine Seilbahn, nämlich jene am Glungezer:
https://www.simagazin.com/si-magazin/au ... eilbahner/

https://youtu.be/ytsd0SazKQY
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