Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Infrastrukturelle Neuigkeiten aus der Schweiz
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ThomasK
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von ThomasK »

Cervin hat geschrieben: 27.07.2023 - 07:58 Es gab mal Ideen die Talstation beim Terminal anzudocken, da aber alle Häuser im Bereich der Talstation gekauft wurden, bezweifeln diese Ideen. Deswegen hab ich das so geschrieben....
Eine unterirdische Standseilbahn von Grindelwald Terminal zur Talstation der Firstbahn ist aber bei weitem teurer als 100 Millionen Franken!

Wenn man einen Durchlaufbetrieb mit der EUB will und eine EUB Grindelwald Terminal - Grindelwald First Talstation bauen will, dann wird es aufgrund des wesentlich größeren Tunnelprofils noch deutlich teurer.

Nun gehöre ich nicht zu den Kleingeistern, die solche Ideen gleich als utopisch ablehnen, aber solide finanziert werden müssen solche Investitionen aber trotzdem!

Serfaus hat es vorgemacht; durchaus denkbar, dass Grindelwald irgendwann folgt, aber dann wohl eher mit einer klassischen Standseilbahn als mit einer unterirdischen EUB, auch wenn durch den Kauf der Gebäude zwischen der Talstation der Firstbahn und der Dorfstraße einerseits der Platz vorhanden ist und zudem auch im Bereich zwischen der BOB und Grindelwald Terminal die Grundstücke vorhanden sind und sich bereits im Eigentum der Jungfraubahnen befinden.

Trotzdem mein Tipp: Eher wird die Fristbahn bis Oberjoch verlängert, als die Talstation bei Grindelwald Terminal errichtet! :lach:

Der Sessellift bis Oberjoch ist inzwischen so alt; auch der kann elegant durch die Firstbahn mit Ganzjahresbetrieb ersetzt werden. Als ich vor ein paar Jahren die Höhenwanderung von der Schynigen Platte über das Faulhorn nach First machte, stand allerdings der Sessellift Oberjoch. Offenbar fährt der nur im Winter. Es spricht aber nichts dagegen, ihn auch im Sommer laufen zu lassen. ;D

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Naturbahnrodler
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von Naturbahnrodler »

ThomasK hat geschrieben: 27.07.2023 - 12:10 Es spricht aber nichts dagegen, ihn auch im Sommer laufen zu lassen. ;D
Ja, ausser, dass nichts dafür spricht, ihn im Sommer laufen zu lassen :lol:

Da oben ist ja nichts wofür man im Sommer hin muss. Da führt kein Wanderweg weg hin, und die Aussicht ist auch nicht besser, nur weil man etwas höher ist. Im Gegenteil, es fehlt der Tiefblick ins Tal.
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snowworld
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von snowworld »

Die Jungfraubahnen haben sich von Corona komplett erholt und steuern wohl auf ein Rekordergebnis in 2023 hin.
Die Bankschulden von der V Bahn sind bereist zurückbezahlt und daher weiß man ja gar nicht wohin mit dem Geld in den nächsten Jahren. Man kann ja mind. 60 bis 70 Mio CHF pro Jahr investieren. In der Gastronomie müsste vielleicht noch was gemacht werden. Ich bin gespannt was auch auf der kleinen Scheidegg alles erneuert werden soll auch in Bezug auf neue Lifte.

An der Bergstation Eigergletscher soll ja ein Eiger Museum errichtet werden. So kann man hier ein neues „Gipfelerlebnis“ schaffen für Touristen die nur mit der 3S fahren und nicht bis aufs Jungfraujoch weiterfahren - aufgrund des Preises oder weil ja auch „nur“ 5000 Leute aufs Joch am Tag können.

Ursprünglich wollte man ja auch noch am Jungfraujoch noch ein neues „Erlebnis“ bauen - da ist es eher ruhig drum geworden.
https://www.blick.ch/wirtschaft/neues- ... 45559.html

Mit den geplanten Projekten wird in der Jungfrauregion wohl alpenweit am meisten investiert in den nächsten Jahren.
ThomasK
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von ThomasK »

snowworld hat geschrieben: 28.07.2023 - 00:06 Die Jungfraubahnen haben sich von Corona komplett erholt und steuern wohl auf ein Rekordergebnis 2023 hin.
Das ist deshalb sehr wichtig, denn nur dann, wenn die Jungfraubahnen wirtschaftlich extrem erfolgreich sind, können sie weiter wachsen.

Für die Schweizer Seilbahnen ist es wichtig, dass die wirtschaftlich erfolgreiche Doppelspitze bestehend aus den Zermatt Bergbahnen und den Jungfraubahnen extrem erfolgreich ist. Das Wettrüsten zwischen Zermatt und den Jungfraubahnen belebt das Schweizer Geschäft und die Schweizer Innovation. Konkurrenz belebt das Geschäft. Marktwirtschaft pur eben.

snowworld hat geschrieben: 28.07.2023 - 00:06 Die Bankschulden von der V Bahn sind bereist zurückbezahlt und daher weiß man ja gar nicht wohin mit dem Geld in den nächsten Jahren. Man kann ja mind. 60 bis 70 Mio CHF pro Jahr investieren. In der Gastronomie müsste vielleicht noch was gemacht werden. Ich bin gespannt was auch auf der kleinen Scheidegg alles erneuert werden soll auch in Bezug auf neue Lifte.

An der Bergstation Eigergletscher soll ja ein Eiger Museum errichtet werden. So kann man hier ein neues „Gipfelerlebnis“ schaffen für Touristen die nur mit der 3S fahren und nicht bis aufs Jungfraujoch weiterfahren - aufgrund des Preises oder weil ja auch „nur“ 5000 Leute aufs Joch am Tag können.

Ursprünglich wollte man ja auch noch am Jungfraujoch noch ein neues „Erlebnis“ bauen - da ist es eher ruhig drum geworden.
https://www.blick.ch/wirtschaft/neues- ... 45559.html

Mit den geplanten Projekten wird in der Jungfrauregion wohl alpenweit am meisten investiert in den nächsten Jahren.
Die frühzeitige Realisierung des neuen Erlebnisses Jungfraujoch hätte die Zahnradbahn überlastet.

Man muss die Ausbaumaßnahmen in der richtigen Reihenfolge angehen.

Bevor man mit der Realisierung des Erlebnisses Jungfraujoch peu a peu die Besucherzahlen in Richtung 2 Millionen Fahrgäste pro Jahr verschiebt, sollte man unbedingt die zweite Sektion des Eigerexpresses realisieren, also eine 3S-Bahn Eigergletscher - Jungfraujoch. Diese Anlage würde zudem nur eine einzige Stütze benötigen und den Verkehr mit der Doppelanbindung Jungfraujoch (Zahnradbahn und Luftseilbahn) deutlich entzerren.

Mit der Doppelanbindung Zahnradbahn und Luftseilbahn würde das Jungfraujoch das bisherige Alleinstellungsmerkmal der Zugspitze diesbezüglich streitig machen.

____________________

Zur Entzerrung des Verkehrs wäre es auch noch extrem wichtig, eine direkte Seilbahn von Zweilütschinen auf den Männlichen zu bauen, entweder direkt vom Bahnhof Zweilütschienen aus oder aber von einem neu einzurichtenden Haltepunkt aus, der in der Mitte zwischen den Bahnhöfen Zweilütschinen und Lütschental liegt.
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ski-chrigel
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von ski-chrigel »

Auf die Gefahr hin, dass ich als Kleingeist abgestempelt werde, aber eine 3S aufs Jungfraujoch ist mehr als nur Utopie.
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ThomasK
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von ThomasK »

ski-chrigel hat geschrieben: 28.07.2023 - 12:57 Auf die Gefahr hin, dass ich als Kleingeist abgestempelt werde, aber eine 3S aufs Jungfraujoch ist mehr als nur Utopie.

Wer auf das Jungfraujoch fährt, bezahlt etwa 200 Franken.

Für diesen stolzen Fahrpreis erwarten die Leute, dass sie in der Zahnradbahnen einen Sitzplatz bekommen.

Wenn man nun mit einem zusätzlichen Erlebniszentrum die Fahrgastzahlen auf das Jungfraujoch immer mehr Richtung 2 Millionen verschiebt, dann wäre das ein gigantischer Vertrauensverlust, würden etliche Fahrgäste 45 Minuten lang stehen. Das würde die Marke Jungfraujoch nachhaltig beschädigen.

Die Leute wissen: Schweiz = hoher Preis und hohe Qualität. Da müssten die Jungfraubahnen ja verrückt sein, würden sie dies in hoher Preis und schlechte Qualität abändern, denn dann wäre das Abzockerei wie in Venedig am Markusplatz.

In der Marktwirtschaft bestimmt der Kunde die Qualitätsstandards und nicht der Anbieter. Das haben die Jungfraubahnen begriffen.

Ohne zweite Verkehrsanbindung des Jungfraujochs kann und wird es kein Erlebniszentrum geben.

Was ist daran so schwer zu verstehen?
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Cervin
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von Cervin »

ski-chrigel hat geschrieben: 28.07.2023 - 12:57 Auf die Gefahr hin, dass ich als Kleingeist abgestempelt werde, aber eine 3S aufs Jungfraujoch ist mehr als nur Utopie.
Eine 3s aufs Jungfraujoch ist gar nicht so utopisch ;)

Aber trotzdem herrlich was hier reingeschrieben worden ist.

Eine unterirdische Standseilbahn wird in den nächsten 30 Jahren nie kommen, Firstbahn wird nie aufs Oberjoch gehen, warum auch? die Firstbahn wird wohl eher eins zu eins ersetzt. Dazu das neue Bergrestaurant.
Sesselbahnen stehen nur der neue Fallboden (Laucherfluh) in langfristiger Planung.

Warum Luftseilbahn Zweilütschinen-Männlichen? Da hat man gerade erst eine 10er Gondelbahn 6 Kilometer weiter gebaut.
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ski-chrigel
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von ski-chrigel »

Cervin hat geschrieben: 28.07.2023 - 13:24
ski-chrigel hat geschrieben: 28.07.2023 - 12:57 Auf die Gefahr hin, dass ich als Kleingeist abgestempelt werde, aber eine 3S aufs Jungfraujoch ist mehr als nur Utopie.
Eine 3s aufs Jungfraujoch ist gar nicht so utopisch ;)
Ich höre jetzt schon den Aufschrei der Umweltverbände. Das wird niemals kommen, auch wenn es technisch kein Problem wäre.
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von Kabinenzug »

ThomasK hat geschrieben: 28.07.2023 - 12:44
Bevor man mit der Realisierung des Erlebnisses Jungfraujoch peu a peu die Besucherzahlen in Richtung 2 Millionen Fahrgäste pro Jahr verschiebt, sollte man unbedingt die zweite Sektion des Eigerexpresses realisieren, also eine 3S-Bahn Eigergletscher - Jungfraujoch. Diese Anlage würde zudem nur eine einzige Stütze benötigen und den Verkehr mit der Doppelanbindung Jungfraujoch (Zahnradbahn und Luftseilbahn) deutlich entzerren.

Zur Entzerrung des Verkehrs wäre es auch noch extrem wichtig, eine direkte Seilbahn von Zweilütschinen auf den Männlichen zu bauen, entweder direkt vom Bahnhof Zweilütschienen aus oder aber von einem neu einzurichtenden Haltepunkt aus, der in der Mitte zwischen den Bahnhöfen Zweilütschinen und Lütschental liegt.
Ja und wennschon dann noch eine 3S vom Jungfraujoch zur Aletschregion um den Lötschbergtunnel zu entlasten. :schlaumeier:

Da sagt zuerst noch fast keiner Einwände dagegen. Jene wären auch zuerst von solchen "Visionen" erschlagen. Aber keine Angst, an vielen "Elektronen", technisch negative Ladung in der Leitung, wird es nicht mangeln, wenn man es mit dieser Strategie mal anfasst. :idea:

Ich kann Dir nur anraten, mal selbst vor Ort ein Augenschein am Gipf... äähm Komplex Jungfraujoch zu machen. Für solche, die viele Menschen sehen wollen und sich vom Massentourismus angesprochen fühlen sicher eine echte Befriedigung :mrgreen: .

Ein Ausflug im Jahr 2020 auf das Jungraujoch hat mir bereits schon in vielen Belangen gereicht. Zum Glück ist der Speisezettel sehr gross und mit saisonaler Abwechslung, da drehe ich nächsten Winter wirklich mal sehr gerne eine Runde in Evolene :) .

Ich glaube aber bei einer Realisierung einer solcher "mehr ist immer besser"-Strategie schon gar nicht, dass man dafür die Station Eigerwand wieder öffnen würde. Dass das Iismeer auch netto nur noch 30 Sek. erlebbar sein könnte ist auch keine ferne Utopie mehr, auch bei einer Kapazitätssteigerung :( .
Zuletzt geändert von Kabinenzug am 28.07.2023 - 14:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von ATV »

snowworld hat geschrieben: 28.07.2023 - 00:06 Die Bankschulden von der V Bahn sind bereist zurückbezahlt und daher weiß man ja gar nicht wohin mit dem Geld in den nächsten Jahren. Man kann ja mind. 60 bis 70 Mio CHF pro Jahr investieren.
Wie währs mit dem Rückzahlen der Steuergelder die man bekommen hat für einen Doppelspurausbau der nicht mehr benötigt wird oder Gelenksteuerwagen welche man vergammeln lässt.... :roll:
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von ThomasK »

ski-chrigel hat geschrieben: 28.07.2023 - 13:58 Ich höre jetzt schon den Aufschrei der Umweltverbände. Das wird niemals kommen, auch wenn es technisch kein Problem wäre.
Die juristischen Schwierigkeiten, eine 3S-Bahn von Grindelwald Terminal nach Eigergletscher (1. Sektion) zu bauen, waren ein Vielfaches größer, als es die juristischen Schwierigkeiten wären, eine 3S-Bahn Eigergletscher - Jungfraujoch (2. Sektion) zu bauen.

1. Die zweite Sektion hätte nicht 7 Stützen, sondern nur eine!
2. Es werden keine Häuser oder Almwiesen überquert.
3. Auf dem Jungfraujoch wachsen überhaupt keine Bäume; Tiere sind auch nicht gefährdet. Der Umwelteingriff ist bei weitem geringer als bei der 1. Sektion.
4. Finanziell würde die 2. Sektion weniger kosten als die 1. Sektion. Sie wäre mit einer Länge von ca. 3,5 km gerade einmal halb so lang wie die 1. Sektion.
5. Die Diskussion um die Sichtbarkeitsachse der Eigernordwand entfällt, weil die 2. Sektion die Eigernordwand gar nicht tangiert.
6. Von der Baulogistik her sind lediglich Hubschrauberflüge zum Bau der einzigen Stütze erforderlich; bis Eigergletscher und bis Jungfraujoch kann der Transport fast aller Materialien mit der Zahnradbahn erfolgen. Die Zahl der Hubschrauberflüge zum Bau der einzigen Stütze wären überschaubar; die Bauzeit für diese ca. 100 m hohe Stütze läge (abhängig von der Witterung) etwa bei 3 - 4 Monaten.

Wenn jemand behauptet, dass die 1. Sektion Grindelwald Terminal - Eigergletscher Utopie ist, dann hätte man dies zumindest im Ansatz noch nachvollziehen können, aber die 2. Sektion solle eine Utopie sein?

Wichtig ist jetzt erst einmal dass die Jungfraubahnen weitere Rücklagen und Gewinne aufbauen und dann zum gegebenen Zeitpunkt die Planung für ein Erlebniszentrum Jungfraujoch wieder aufgreifen. Die Pläne sind ja nur zurückgestellt und nicht aufgegeben worden.
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von Naturbahnrodler »

ski-chrigel hat geschrieben: 28.07.2023 - 13:58
Cervin hat geschrieben: 28.07.2023 - 13:24
ski-chrigel hat geschrieben: 28.07.2023 - 12:57 Auf die Gefahr hin, dass ich als Kleingeist abgestempelt werde, aber eine 3S aufs Jungfraujoch ist mehr als nur Utopie.
Eine 3s aufs Jungfraujoch ist gar nicht so utopisch ;)
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Das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler "Berner Hochalpen und Aletsch-Bietschhorn-Gebiet" beginnt genau an der Kante bei der Station Eigergletscher.

Beim Kl. Matterhorn gehen die Kabel der PB und 3S auch durch ein Landschaftsschutzgebiet, aber in diesem Fall würde diese eine besagte Stütze voll im Landschaftsschutz stehen.
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von Mt. Cervino »

Kabinenzug hat geschrieben: 28.07.2023 - 13:59 Ja und wennschon dann noch eine 3S vom Jungfraujoch zur Aletschregion um den Lötschbergtunnel zu entlasten. :schlaumeier:
Gute Idee, man muss doch bei Zermatt mithalten...
Das hieße dann "Eiger/Mönch/Jungfrau/Aletsch Crossing" in Anlehnung an das Alpine Crossing in Zermatt/Cervinia.
Und weil die Fahrt aufs Jungfraujoch schon 200 CHF kostet müsste diese Strecke dann mindestens 500 CHF kosten... :D
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von snowworld »

Für den Betrieb der Strecke Lauterbrunnen - Wengen und Lauterbrunnen - Mürren bekommt die Jungfraubahn eine Abgeltung von der öffentlichen Hand um den Betrieb zu gewährleisten aber mir sind keine Zuschüsse
der öffentlichen Hand für einen Doppelspurausbau der Jungfraubahn bzw. Wengerneralpbahn bekannt?

Die Berner Oberlandbahn gehört ja nur zu 8 % der Jungfraubahn.

Das Jungfraujoch kann wohl nicht mehr Touristen am Gipfel vertragen... sollte in den nächsten Jahren das Plateau oder der Zugang zum Gletscher im Hochsommer nicht mehr begehbar sein, bekommt man hier wohl eh größere Probleme und muss große Aussichtsplatformen bauen. Wenn der Weg zur Mönchsjochhütte wegen der Spalten einmal nicht mehr einfach begehbar sein sollte, werden die Schweizer Gäste bestimmt nochmal deutlich weniger.
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von ThomasK »

snowworld hat geschrieben: 28.07.2023 - 15:26 Für den Betrieb der Strecke Lauterbrunnen - Wengen und Lauterbrunnen - Mürren bekommt die Jungfraubahn eine Abgeltung von der öffentlichen Hand um den Betrieb zu gewährleisten aber mir sind keine Zuschüsse
der öffentlichen Hand für einen Doppelspurausbau der Jungfraubahn bzw. Wengerneralpbahn bekannt?

Die Berner Oberlandbahn gehört ja nur zu 8 % der Jungfraubahn.

Das Jungfraujoch kann wohl nicht mehr Touristen am Gipfel vertragen... sollte in den nächsten Jahren das Plateau oder der Zugang zum Gletscher im Hochsommer nicht mehr begehbar sein, bekommt man hier wohl eh größere Probleme und muss große Aussichtsplattformen bauen. Wenn der Weg zur Mönchsjochhütte wegen der Spalten einmal nicht mehr einfach begehbar sein sollte, werden die Schweizer Gäste bestimmt nochmal deutlich weniger.

Was du sagst, ist in der Tat ein ernstes Problem. Ich habe damals 35 Minuten bergauf und 23 Minuten bergab für den Weg vom Jungfraujoch zur Mönchsjochhütte gebraucht.

Die Mönchsjochhütte ist dringend darauf angewiesen, dass ein Teil der Fahrgäste zum Jungfraujoch bei ihr einkehrt. Wenn der Weg dann nur noch für Fahrgäste mit Bergsteigerausrüstung begehbar ist, dann fallen 95 % der Kunden weg mit der Folge, dass die Mönchsjochhütte nicht mehr überleben kann. Als ich damals in der Mönchsjochhütte war, waren fast alle Besucher ganz normale Fahrgäste, die mit der Zahnradbahn zum Jungfraujoch gefahren sind.

Juristisch halte ich es aber tatsächlich für schwierig eine kleine Pendelbahn vom Jungfraujoch zur Mönchsjochhütte zu realisieren. Selbst eine kleine kompakte 15-Pendelbahn von Inauen Schätti vom Jungfraujoch zur Mönchsjochhütte dürfte nur ziemlich schwer politisch durchsetzbar sein.

Die Klimaerwärmung ist für die Mönchsjochhütte in der Tat ein Existenzproblem.

Das Problem kann man wahrscheinlich nur mit einer Volksabstimmung lösen, in der der Kanton Wallis eine Sonderbewilligung für eine 15-PB Jungfraujoch - Mönchsjochhütte gewährt.

Rein faktisch gesehen ist der Natureingriff einer kleinen Pendelbahn Jungfraujoch - Mönchsjochhütte minimal. Aber trotzdem drehen eben manche bei solchen Überlegungen mit Schnappatmung völlig irrational durch und übersehen dabei, dass es für die Umwelt 100 Mal besser wäre, wenn man das gesamte Areal zwischen Wilderswil, Lauterbrunnen, Stechelberg und Grindelwald komplett autofrei machen würde. Beim Umweltschutz hat die Politik eine völlig falsche Prioritätensetzung. Bei einer Seilbahnstütze vor der Eigernordwand wird um jeden Meter Stützenhöhe gerungen, aber dass die SUV-Dreckskarren Lauterbrunnen und Grindelwald verhunzen, interessiert niemanden.
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von ski-chrigel »

Ich kenne die Geologie unter dem Gletscher nicht, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass ein Weg zur Mönchsjochhütte auch auf Fels relativ einfach zu bewerkstelligen wäre. Das dauert aber noch eine Weile. Selbst im letzten Sommer ist die Spaltenbildung dort relativ gering gewesen und diesen kann man mit Bullys und Baggern sowieso gut begegnen.

Ich bin recht optimistisch, dass ich mein Hobby / meinen Beruf da oben noch relativ lange ausführen kann:
IMG_5010.jpeg
IMG_5016.jpeg
viewtopic.php?p=5405806#p5405806

Eine Bahn zur Mönchsjochhütte wäre völliger Blödsinn. Die Hütte wäre komplett überfordert, wenn da jeder, der aufs Jungfraujoch fährt, auch noch dahin wollte. Die sind mit den spazierenden Touristen, den Skitourengehern, den Bergsteigern und den paar Gletscherfliegern auch so gut ausgelastet. Ich war nicht nur 1x dort, ich bin regelmässig dort.
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Beitrag von Theo »

Ich habe das in anderer Form schon mal vor Jahren hier eingebracht und tu es jetzt nochmals. Man muss in Grindelwald gar nicht viel neues und kompliziertes bauen und erst recht nicht auf quasi unmöglichen Streckenführungen, denn man hat schon das meiste.
Das Bahngleis Grund - Dorf ist vorhanden und daraus lässt sich mit bestehenden Mitteln schon sehr viel machen, man muss sich einfach nicht selber im Weg stehen. Klar gäbe das dann in der Betriebssituation keinen direkten Züge mehr vom Dorf auf die Kleine Scheidegg und klar gäbe es an beiden Stationen ein bisschen Fussmarsch, aber sonst sehe ich ehrlich gesagt nichts wo dagegen spricht.

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Beitrag von Cervin »

snowworld hat geschrieben: 28.07.2023 - 15:26 mir sind keine Zuschüsse der öffentlichen Hand für einen Doppelspurausbau der Jungfraubahn bzw. Wengerneralpbahn bekannt?
Ich weiss es nicht genau, aber die Doppelspur diente der Verbesserung der Bahnverbindung Lauterbrunnen - Wengen (war vor der Doppelspur ein 25 Minuten Takt). Deswegen ist es möglich dass die Doppelspur von Steuergelder mitfinanziert wurde. Nun wird tatsächlich nochmal eine Doppelspur VOR dem Bahnhof Wengen gebaut. Wie das mit den Geldern jetzt alles abläuft, NO WAY!
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von ThomasK »

Cervin hat geschrieben: 28.07.2023 - 17:17
snowworld hat geschrieben: 28.07.2023 - 15:26 mir sind keine Zuschüsse der öffentlichen Hand für einen Doppelspurausbau der Jungfraubahn bzw. Wengerneralpbahn bekannt?
Ich weiss es nicht genau, aber die Doppelspur diente der Verbesserung der Bahnverbindung Lauterbrunnen - Wengen (war vor der Doppelspur ein 25 Minuten Takt). Deswegen ist es möglich dass die Doppelspur von Steuergelder mitfinanziert wurde. Nun wird tatsächlich nochmal eine Doppelspur VOR dem Bahnhof Wengen gebaut. Wie das mit den Geldern jetzt alles abläuft, NO WAY!

Früher gab es teilweise zwischen Lauterbrunnen und Wengen auch eine zweite Strecke, die aber deutlich steiler war. Man baute sie ab, weil sie 25 % Steigung hatte, wobei 25 % Steigung für Zahnradbahnen eigentlich Standard ist; bei der Bayerischen Zugspitzbahn werden 25 % Steigung ebenso gefahren wie bei der Jungfraubahn.

Wenn man jetzt damit anfängt immer mehr Streckenabschnitte zwischen Lauterbrunnen und Wengen zweigleisig auszubauen, dann könnte es irgendwann sinnvoller sein, die bestehende Zahnradbahn zwischen Lauterbrunnen und Wengen einfach durch eine Luftseilbahn zu ergänzen; ggf. langfristig sogar durch eine 2-Sektionen-Bahn Lauterbrunnen - Wengen - Männlichen, in der dann bis Wengen der ÖV-Tarif gilt, d.h. Halbtax und GA sind gültig.

Für sehr sinnvoll halte ich auch eine Verlängerung der BOB von Lauterbrunnen nach Stechelberg zur Talstation der Schildhornbahn mit einem Zwischenhalt bei den Trümmelbachfällen.
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von Naturbahnrodler »

Cervin hat geschrieben: 28.07.2023 - 17:17
snowworld hat geschrieben: 28.07.2023 - 15:26 mir sind keine Zuschüsse der öffentlichen Hand für einen Doppelspurausbau der Jungfraubahn bzw. Wengerneralpbahn bekannt?
Ich weiss es nicht genau, aber die Doppelspur diente der Verbesserung der Bahnverbindung Lauterbrunnen - Wengen (war vor der Doppelspur ein 25 Minuten Takt). Deswegen ist es möglich dass die Doppelspur von Steuergelder mitfinanziert wurde. Nun wird tatsächlich nochmal eine Doppelspur VOR dem Bahnhof Wengen gebaut. Wie das mit den Geldern jetzt alles abläuft, NO WAY!
Die Strecke bis Wengen ist ÖV. Da sind Beteiligungwn der öffentlichen Hand üblich.
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von Bergfan »

ThomasK hat geschrieben: 28.07.2023 - 15:58 aber dass die SUV-Dreckskarren Lauterbrunnen und Grindelwald verhunzen, interessiert niemanden.
Auch hier wieder mal SUV-Bashing... Die anderen Fahrzeuge verhunzen keine Ortschaft, auch wenn sie deutlich in der Überzahl sind.


Was die Mönchsjochhütte betrifft: Warum nicht gleich ein Funifor oder zwei? Schließlich muss man die Touristen, die die 3S aufs Jungfraujoch hochschaufelt, da oben verteilen.
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von Bergfan »

ski-chrigel hat geschrieben: 28.07.2023 - 12:57 Auf die Gefahr hin, dass ich als Kleingeist abgestempelt werde, aber eine 3S aufs Jungfraujoch ist mehr als nur Utopie.
So ziemlich alles, was der Überplaner da gebaut haben möchte, ist Utopie. Ob nun Standseilbahn auf den Pilatus oder 3S auf das Jungfraujoch: Ich schlage vor, für ihn ein eigenes Fantasie-Forum zu eröffnen, in dem er sich austoben kann und über die direkte Seilbahnverbindung Mont Blanc-Dachstein träumen kann.
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von Naturbahnrodler »

Theo hat geschrieben: 28.07.2023 - 16:45 Ich habe das in anderer Form schon mal vor Jahren hier eingebracht und tu es jetzt nochmals. Man muss in Grindelwald gar nicht viel neues und kompliziertes bauen und erst recht nicht auf quasi unmöglichen Streckenführungen, denn man hat schon das meiste.
Das Bahngleis Grund - Dorf ist vorhanden und daraus lässt sich mit bestehenden Mitteln schon sehr viel machen, man muss sich einfach nicht selber im Weg stehen. Klar gäbe das dann in der Betriebssituation keinen direkten Züge mehr vom Dorf auf die Kleine Scheidegg und klar gäbe es an beiden Stationen ein bisschen Fussmarsch, aber sonst sehe ich ehrlich gesagt nichts wo dagegen spricht.
Also vom Bahnhof Dorf bis zur Talstation der First Bahn ist es doch einiges mehr als ein Bisschen Fussmarsch. Das sind 700 Meter Luftlinie bergauf. Als Fussgänger habe ich das schon gemacht aber mit Skischuhen und Ski durchs Dorf würde ich es nicht machen. Da nehme ich lieber den Bus für die ganze Strecke.
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von icedtea »

Können wir uns hier eigentlich mal auf Neuigkeiten anstelle von utopischem Wunschdenken konzentrieren? 🙈
Wo ich schon war:
Hochzeiger (1989), Ski-Zillertal 3000 außer Gletscher (viele Jahre ab 1993 :wink:), Kronplatz (2006), Söllereck (2008), Hauser Kaibling (2009 und 2014), Wildkogel (2010 - 2012), Maiskogel, Pass Thurn/Resterhöhe; Schmittenhöhe (2013), Hochzillertal/Hochfügen, Spieljoch (2016 - 2019), Alpendorf/Wagrain/Flachau (2015 und 2018), Damüls/Mellau (2017), Planai/Hochwurzen (2019), Willingen (2019), Schnalstaler Gletscher (2019), Laax, Silvretta-Montafon, Brandnertal, Golm (2020), Hundseck (2021), Winterberg (2021), Arosa-Lenzerheide (2022), St. Moritz (2022), Ortisei, Seiser Alm und Sella Ronda (2023)
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Re: Neues auf Kleine Scheidegg/​Männlichen – Grindelwald/​Wengen

Beitrag von ThomasK »

Theo hat geschrieben: 28.07.2023 - 16:45 Ich habe das in anderer Form schon mal vor Jahren hier eingebracht und tu es jetzt nochmals. Man muss in Grindelwald gar nicht viel neues und kompliziertes bauen und erst recht nicht auf quasi unmöglichen Streckenführungen, denn man hat schon das meiste.
Das Bahngleis Grund - Dorf ist vorhanden und daraus lässt sich mit bestehenden Mitteln schon sehr viel machen, man muss sich einfach nicht selber im Weg stehen. Klar gäbe das dann in der Betriebssituation keinen direkten Züge mehr vom Dorf auf die Kleine Scheidegg und klar gäbe es an beiden Stationen ein bisschen Fussmarsch, aber sonst sehe ich ehrlich gesagt nichts wo dagegen spricht.

Das Problem wird aber dadurch nicht gelöst.

Das Eleganteste wäre natürlich, wenn man einfach die Talstation der Firstbahn bei Grindelwald Terminal hinsetzen würde und dann einfach mit der Firstbahn quer über die Häuser rüber fahren würde.

Das klappt aber in Mitteleuropa nur in zwei Situationen:

1. Die Seilbahn war zuerst da wie die Nebelhornbahn in Oberstdorf. Dann gilt der Bestandsschutz und diejenigen, die später unter die Seilbahn ziehen, müssen auch einen Neubau akzeptieren.

Da aber in Grindelwald die Häuser zuerst da waren, bleibt nur die Möglichkeit 2:

Die Jungfraubahnen kaufen sämtliche Häuser unter der Seilbahntrasse auf. Aufgrund des Sachzwangs darf man annehmen, dass die Eigentümer der Häuser wahrscheinlich nur 50 % über dem Marktpreis verkaufen würden.

Hinzu kommt noch, dass die Jungfraubahnen mindestens 30 Häuser aufkaufen müssten, was eine ganze Menge ist. Vermutlich müssten die Jungfraubahnen dann durchaus ca. 100 Millionen Franken auf den Tisch legen, um die Seilbahntrasse für die Firstbahn freizukaufen. Allerdings müssten die Jungfraubahnen die aufgekauften Häuser natürlich nicht abreissen; vielmehr könnten die Jungfraubahnen dann als Hotelier auftreten und diese Häuser dann an Touristen vermieten.

Vielleicht wäre es auch möglich mit dem einen oder anderen Hauseigentümer eine Grunddienstbarkeit abzuschließen. Die Jungfraubahnen würden dann dem Hauseigentümer einmal 3 % des Verkehrswertes bezahlen. Als Gegenleistung bekommen dann die Jungfraubahnen das Recht 99 Jahre mit der Firstbahn über das Haus zu fahren. In München werden beim U-Bahn-Bau Privateigentümern, sofern die U-Bahn ihre Privatgrundstücke unterfährt, einmal 3 % des Verkehrswertes bezahlt. Als Gegenleistung darf dann die LH München mit der U-Bahn uneingeschränkt das Privatgrundstück unterfahren.

Da aber die Jungfraubahnen bereits die Häuser an der Firstbahntalstation aufgekauft haben, kann man davon ausgehen, dass die Jungfraubahnen diese Lösung nicht in Betracht ziehen.

Das bestehende Gleis Grindelwald Grund - Grindelwald kann man auch sehr schlecht für eine Standseilbahn nutzen. Gleisgeometrisch ist die Trassierung Grindelwald Grund - Grindelwald für eine Standseilbahn eine totale Katastrophe. Abgesehen davon liegt der Bahnhof Grindelwald auch noch zu weit von der Firstbahn entfernt.

Bei diesen halben Sachen zahlt man dann im Endeffekt mehr drauf, als wenn man von Anfang an vernünftig plant und Nägel mit Köpfen macht. Dann trassiert man ggf. lieber komplett neu und hat was Gescheites.

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