Neue Rekorde im Stromnetz für die Stromzahler in Deutschland. Seit dem Abschalten der deutschen AKW wurde im Durchschnitt Strom von einem AKW importiert (Morgen und Abends). Auch aus mangel, Überschuss Strom Zwischenspeicher zu können in Deutschland. Deswegen werden selbst im Bundesland Bayern Solaranlagen über Mittagszeit vom Netz genommen bei Sonnenschein.
Film stammt vom YouTuber Outdoor Chiemgau / Mr. Blackout (Stefan Spiegelsberger)
Die Netzampel-Übersicht zeigt, in welchen Regionen Grünstrom aktuell nicht vollständig ins Netz eingespeist werden kann. Erzeugungsanlagen aus erneuerbaren Energien müssen in ihrer Einspeisung aufgrund von Netzengpässen reduziert werden, um die Netzstabilität sicherzustellen. Dieser Vorgang wird als Redispatch bezeichnet.
Heisst also nix anderes als dass der Atomstrom aus F derzeit weniger kostet als dass was man den Solareinspeisern zahlen müsste und darum werden diese gekappt.
Die Obrigkeit denkt sich folgendes: Macht doch nichts wenn die Solaranlage anstatt nach 15 Jahren nicht mal nach 30 Jahren amortisiert ist und die blöden Idioten wo glaubten mit Solarstromeinspeisung Geld zu verdienen zu können haben nichts anderes als ein finanzielles Desaster verdient.
Abgeschaltet werden meines Wissen nach aber nur "große" Solaranlagen, meist die die der Direktvermarktung unterliegen. Weniger die Solaranlagen von Hausbesitzern. Ich weiß gar nicht, ob man die kleinen privaten Anlagen einfach abschalten kann. Dazu braucht man auch technischen Voraussetzungen, die diese kleinen Anlagen gar nicht haben.
Die großen direktvermarkteten Solaranlagen (Solarparks, Anlagen auf Firmengebäuden etc.) werden ja variabel vergütet und habe deshalb gar kein Interesse bei großen Stromüberschüssen ins Netz einzuspeisen. Da müssten die Betreiber noch Geld zahlen um den Strom ins Netz abgeben zu dürfen. Dafür bekommen sie allerdings mehr als die privaten Einspeiser wenn viel Strom benötig aber wenig produziert wird.
Aber das Thema mit den Atomstrom aus dem Ausland ja war vorhersehbar. Dumm nur, dass man es trotzdem so laufen gelassen und unsere restlichen 3 AKWs abgeschaltet hat.
Grüne Ideologie in reinster Form .
Mt. Cervino hat geschrieben: 21.07.2023 - 10:51
Ich weiß gar nicht, ob man die kleinen privaten Anlagen einfach abschalten kann. Dazu braucht man auch technischen Voraussetzungen, die diese kleinen Anlagen gar nicht haben.
Die haben sie. Zumindest wenn sie eine gewisse Peakleistung überschreiten, die Zahl hab ich jetzt nicht im Kopf. Je nach Einspeiseleistung gibt es eine Festabregelung, bei der Solaranlage bei meinen Eltern wird ab 5kW gekappt, ab einer gewissen Systemleistung muss der Wechselrichter einen Rundsteuerempfänger haben, wie die Smartmeter auch und reagieren auf Steuerbefehle. Ganz abgeschaltet wird in der Regel selten, aber die Leistung wird drastisch reduziert. Ganz abschalten sollte man eine Solaranlage sowieso nicht, das täte den Zellen gar nicht gut. Bei gewerblichen Solarparks gibt es als Ultima Ratio einen Lastwiderstand der nicht nutzbare Leistung verheizt. Das verlängert die Lebensdauer enorm.
Das finnische Gamestudio Colossal Order, das zuvor schon Cities in Motion, Cities in Motion 2 und den Vorgänger Cities Skylines 1 entwickelte. Hat bei der Entwicklung für Cities Skylines 2 mehr überlegt als mancher politischer Entscheidungsträger bei seinem Strom entscheid.
Auszug Entwicklertagebuch 6
Eine Notbatteriestation speichert Strom, indem sie die Batterien auflädt, wenn die Stromproduktion der Stadt höher ist als ihr Verbrauch, sodass der gespeicherte Strom genutzt werden kann, um Stromausfälle bei Verbrauchsspitzen zu vermeiden. Bei Strommangel in der Stadt beginnt die Notbatteriestation mit der Entladung der Batterien. Die Batterien können in Verbindung mit dem Solarkraftwerk verwendet werden, um die Stadt nachts mit Strom zu versorgen, wenn das Solarkraftwerk keinen Strom produziert.
Mt. Cervino hat geschrieben: 21.07.2023 - 10:51
Ich weiß gar nicht, ob man die kleinen privaten Anlagen einfach abschalten kann. Dazu braucht man auch technischen Voraussetzungen, die diese kleinen Anlagen gar nicht haben.
Die haben sie. Zumindest wenn sie eine gewisse Peakleistung überschreiten, die Zahl hab ich jetzt nicht im Kopf. Je nach Einspeiseleistung gibt es eine Festabregelung, bei der Solaranlage bei meinen Eltern wird ab 5kW gekappt, ab einer gewissen Systemleistung muss der Wechselrichter einen Rundsteuerempfänger haben, wie die Smartmeter auch und reagieren auf Steuerbefehle. Ganz abgeschaltet wird in der Regel selten, aber die Leistung wird drastisch reduziert. Ganz abschalten sollte man eine Solaranlage sowieso nicht, das täte den Zellen gar nicht gut. Bei gewerblichen Solarparks gibt es als Ultima Ratio einen Lastwiderstand der nicht nutzbare Leistung verheizt. Das verlängert die Lebensdauer enorm.
Für ab 1.1.23 wurde für Anlagen bis 25 kWp die Drosselung auf 70% abgeschafft. Wenn ich richtig informiert bin, dürfen auch Altanlagen mit bis zu 7kWp die Drosselung rausnehmen lassen. Momentan gibt es für solche "Kleinanlagen" keine Abschaltung, aber das EEG sieht vor "dass bei ihren Anlagen spätestens zusammen mit dem intelligenten Messsystem technische Einrichtungen eingebaut werden, die notwendig sind, damit über ein Smart-Meter-Gateway nach § 2 Satz 1 Nummer 19 des Messstellenbetriebsgesetzes Netzbetreiber oder andere Berechtigte jederzeit entsprechend den Vorgaben in Schutzprofilen und Technischen Richtlinien nach dem Messstellenbetriebsgesetz die Ist-Einspeisung abrufen können"
Theo hat geschrieben: 20.07.2023 - 19:38Heisst also nix anderes als dass der Atomstrom aus F derzeit weniger kostet als dass was man den Solareinspeisern zahlen müsste und darum werden diese gekappt.
Nein!
Strom kann nicht / kaum gespeichert werden! Darum ist zu viel Solarstrom zu einer Zeit X einfach sinnlos. Er muss abgeregelt und vermieden werden.
Um das ganze Sinnvoll zu gestalten, müssten ZUERST Stromspeicherkapazitäten geschaffen werden, um dann ANSCHLIESSEND Solar- oder andere Energieerzeuger zuzubauen.
Aber selbst dann ist das ganze ziemlich unsinnig.
Addendum: in einem sehr kleinen Maßstab (bspw. Balkonkraftwerk) kann das für Einzelne Sinn ergeben. Allerdings kann der Einzelne bei dieser Lösung JEDERZEIT auf Alternative aus dem Netz zurückgreifen (solange es dies noch gibt).
Es gibt eine weitere Idee, wie man Strom zwischen Speichern kann.
Underground Gravity Energy Storage (UGES) funktioniert so: Das Gewicht einer Ladung Sand treibt beim Herunterlassen in einen Bergwerks-Schacht einen Generator an, der erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist – etwa bei einer Flaute, bei bedecktem Himmel oder wenn der Strombedarf gerade besonders hoch ist. Sobald überschüssiger Strom vorhanden ist, könnte damit der Sand wieder an die Oberfläche transportiert werden.
In einer Grafik werden auch Materialseilbahnen mit einer Höhe unterschied zwischen Tal-Bergstation als Zwischenspeicher vorgeschlagen. Als Alternative für ein klassisches Wasser Pumpspeicher Kraftwerk. Nur wie die Österreichische Forscher schreiben müsste das ganze erst durchgerechnet. Auch brauchte es Platz, um das Sandmaterial zwischenzulagern. Wie auch einen hohen Automatisierungsgrad, um die Personalkosten in Europa tief zu halten.
Das mit dem Sand liest sich interessant. Wusste ich noch gar nicht. Als Laie vermutet man erstmal, dass das Prinzip mit Wasser als Pumpspeicher einfacher umzusetzen ist.
Diese ganzen Projekte, in denen Betonklötze, Sand oder ähnliches gestapelt/abgelassen werden sind leider alles Scams und werden niemal wirtschiaftlich betrieben werden können. Pumpspeicherkraftwerke sind dafür die Lösung, viel billiger, 100 Jahre erprobt und außerst zuverlässig. Neu kommen in immer größerem Maße Li-Ionen-Batterispeicher dazu, der Ausbau in diesem Bereich steigt rasant, allerdings auf noch sehr geringem Niveau (https://www.mdr.de/wissen/klima-energie ... e-102.html).
Also in vorhandenen fossilen Kraftwerke sehr viel Energie in Salze/Materialien als Hitze zwischenspeichern und bei Bedarf dann mit Dampf mit den herkömmlichen Turbinen wieder Strom erzeugen. Ja, der Wirkungsgrad wird da eher schlecht sein (ist aber wohl auf dem Niveau von fossilen Kraftwerken), dafür müsste man dann vielleicht kein Windrad oder PV-Anlage mehr abschalten und könnte mehr als paar Stunden überbrücken.
Pumpspeicherkraftwerke sind dafür die Lösung, viel billiger, 100 Jahre erprobt und außerst zuverlässig.
Solange das Wasser noch verfügbar ist...
Und sobald es darum geht einen neuen Speichersee zu bauen, dann beginnt wie überall der NYMBY-Effekt und es dauert Jahrzehnte bis dann vielleicht einmal die Bagger auffahren können...
Soviel Zeit haben wir leider nicht mehr, wenn wir mit der Energiewende vorwärts machen wollen.
Und ja das Verteilungs- und Speicherproblem muss sofort gelöst werden... Bringt nichts noch weiter in die Sonne- und Windkraft zu investieren, wenn man dann den Strom nicht verteilen kann...
Pumpspeicherkraftwerke sind im wesentlichen Wasserkraftwerke, nur meistens gleich zwei davon. Daher kann man die realistischerweise nur im Gebirge bauen (großes Gefälle->große Energie), zumal in flacherem Land wesentlich mehr Land überflutet wird (siehe Stauseen in der ehemaligen UdSSR).
Das ist übrigens auch der Grund, warum es jedesmal dämlich ist, wenn bei uns im Fernsehen verkündet wird, wie toll Skandinavien doch "die Energiewende" mache. Norwegen hat nur 5,5 Millionen Einwohner, dafür aber massenhaft Gebirge mit dünner Besiedlung. Dänemark hat 5,9 Mio. Einwohner und ist im Prinzip so wie Schleswig-Holstein quasi komplett an der Küste, hat also sehr viel mehr Wind.
Schweden und Finnland wiederum setzen auch auf Atomkraft.
j-d-s hat geschrieben: 28.07.2023 - 15:15
Das ist übrigens auch der Grund, warum es jedesmal dämlich ist, wenn bei uns im Fernsehen verkündet wird, wie toll Skandinavien doch "die Energiewende" mache. Norwegen hat nur 5,5 Millionen Einwohner, dafür aber massenhaft Gebirge mit dünner Besiedlung. Dänemark hat 5,9 Mio. Einwohner und ist im Prinzip so wie Schleswig-Holstein quasi komplett an der Küste, hat also sehr viel mehr Wind.
Schweden und Finnland wiederum setzen auch auf Atomkraft.
Die erste Aussage ist ja grundsätzlich nicht falsch und sicherlich haben die skandinavischen Länder vieles richtig gemacht bei der Energiewende.
Aber sie taugen nicht als Blaupause für Deutschland, weil die Vorrausetzungen fast komplett andere sind. Viel mehr Einwohner, viel dichtere Besiedelung, sehr flaches Land mit wenigen Bergen (richtige Berge nur im Süden) und eine von Ideologie getriebene Regierung, die Politik macht, fern ab jeder Rationalität (z. B. Atomkraft, Kohleverstromung).
Neben der fast vollständigen regenerativen Energieversorgung für das eigene Land, ist Norwegen aber auch bei der nicht regenerativen Energieförderung noch kräftig dabei.
Seit diesem Jahr ist Norwegen Deutschlands größter Gaslieferant (obwohl wir ja selber Gas im Land hätten für mindestens 30-40 Jahre) und auch als Ölproduzent spielt das Land als größter Ölförderer in zentral Europa eine wichtige Rolle.
Alleine 2023 hat man in Norwegen wieder 19 Öl- und Gasprojekte auf dem Festlandsockel des Landes bewilligt. https://www.handelsblatt.com/unternehme ... 30172.html
Die Einnahmen aus dem Verkauf von Öl und Gas finanzieren zum Großteil den Umstieg auf die vorwiegend selbst genutzten regenerativen Energien.
Wie heißt es schon in Monty Python's "Das Leben des Brian": Gepriesen sind die Skifahrer!
Sie lesen eine amtlich entschärfte Signatur. Bitte beachten Sie, dass die Verwendung dieses Zitats keinesfalls ein Affront gegenüber Personen sein soll, welche sich nicht auf Skiern bewegen.
Mt. Cervino hat geschrieben: 28.07.2023 - 15:39
... und sicherlich haben die skandinavischen Länder vieles richtig gemacht bei der Energiewende.
Neben der fast vollständigen regenerativen Energieversorgung für das eigene Land, ist Norwegen aber auch bei der nicht regenerativen Energieförderung noch kräftig dabei.
Ad 1, es ist ja nicht "Energiewende", wenn Norwegen (mit viel Wasser und Gefälle und wenig Bevölkerung) schon immer für den Eigenbedarf auf Wasserkraft setzt. Da ist ja keine Wende, und das ist auch nicht aus ökologischer Sicht verdienstvoll, sondern einfach nur aus wirtschaftlicher Sicht schon immer sinnvoll so gewesen.
Ad 2, das ist ja ein anderer Punkt. Man kann ja die Kohlen (das Gas, das Öl), die man im Keller hat, erstmal verkaufen. Kein Widerspruch zu dem nur vermeintlich ökologischen norwegischen Ansatz bei der Eigenversorgung.
Wie heißt es schon in Monty Python's "Das Leben des Brian": Gepriesen sind die Skifahrer!
Sie lesen eine amtlich entschärfte Signatur. Bitte beachten Sie, dass die Verwendung dieses Zitats keinesfalls ein Affront gegenüber Personen sein soll, welche sich nicht auf Skiern bewegen.
Ad 1: Auch wenn in Norwegen schon sehr lange viel Strom durch Wasserkraft erzeugt wurde, hat das Land dennoch eine Transformation im Bereich Energienutzung in den letzten 15-20 Jahren vollzogen. So sind viele Verbrenner Autos in diesem Zeitraum durch E-Autos ersetzt worden und es wird viel mehr Strom zum Heizen (Wärmepumpe) verwendet statt der früher dominanten Gasheizungen.
Dabei ist der Stromverbrauch gestiegen und die notwendigen Kapazitäten wurden entsprechend aufgebaut/angepasst. Auch das ist Teil einer Energiewende, wenn auch unter deutlich leichteren Bedingungen als z. B. das was in DE gerade geschieht.
Ad 2:
Von Widerspruch war ja keine Rede... nur wollte ich den zweiten Aspekt (Öl und Gasförderung zum Export) auch noch mal erwähnen. Der wird häufig unterschlagen.
Norwegen erzeugt um die 155 TWh Strom, davon das meiste aus Wasser und ein wenig aus Wind. Deutschland verbraucht um die 500 TWh. 5,5 Millionen Einwohner vs. 83 Millionen. Um hier norwegische Verhältnisse einzuführen, müsste Deutschland seine Stromproduktion überschlägig auf 2.500 TWh verfünffachen und dabei > 80% aus Wasserkraft erzeugen. Ich schlage vor, Bayern zu fluten, da hat man mit den Alpen eine Seite schon mal als Staumauer gespart
Angesichts der offenkundigen Diskrepanz der natürlichen Gegebenheiten frage ich mich, wie man ernsthaft Norwegen als Beispiel für Deutschland anführen kann.
j-d-s hat geschrieben: 28.07.2023 - 15:15
Pumpspeicherkraftwerke sind im wesentlichen Wasserkraftwerke, nur meistens gleich zwei davon.
Wieso jetzt meistens gleich zwei?
Bei einem Pumpspeicherkraftwerk muss man innerhalb kurzer Zeit (dann, wenn der Strom im Überschuss erzeugt wird) große Mengen Wasser von einem tiefen Punkt auf einen höheren pumpen. Solch große Mengen Wasser kann man eher selten aus Flüssen oder dem Grundwasser entnehmen, vor allem nicht dort, wo man Staumauern sinnvollerweise bauen kann (bspw. hätte die Donau zwar genug Wasser, aber liegt eben nahezu ausschließlich im Flachland).
j-d-s hat geschrieben: 28.07.2023 - 15:15
Pumpspeicherkraftwerke sind im wesentlichen Wasserkraftwerke, nur meistens gleich zwei davon. Daher kann man die realistischerweise nur im Gebirge bauen (großes Gefälle->große Energie), zumal in flacherem Land wesentlich mehr Land überflutet wird (siehe Stauseen in der ehemaligen UdSSR).
Wenn alle nur so konservativ und ohne Ideen denken würden, dann würde das stimmen. Es gibt aber zum Glück auch Menschen, die etwas kreativer denken (z.B. Projekt in Gaildorf, künstliche Inseln im Meer um die Windtürme, Untertagepumpspeicher, welche auch für Starkregenereignisse hilfreich sein könnten).
Letztendlich ist es oft nicht eine technische Frage, sondern eher eine finanzielle bzw. politische Frage, was man verwirklichen will. Vielleicht wäre es auch sinnvoller, übers ganze Land mehrere verschiedene kleine Pumpspeicher zu installieren als wenige, sehr große. So könnte man die Netzschwankungen auch besser ausgleichen.
icedtea hat geschrieben: 28.07.2023 - 23:44
Ich glaube es ist gemeint, dass man zwei Staubecken auf unterschiedlichen Höhen braucht
Edertalsperre hat sowas meines Wissens auch.
Auf dem Weg zum AF Weltcup mit der Golmerbahn fahrt Ihr an einem Pumpspeicherkraftwerk vorbei.
Erster organischer Stromspeicher (SolidFlow-Batterie) in Schattendorf Burgenland in Betrieb genommen.
„Wein hat mit erneuerbaren Energien eines gemeinsam. Er ist nicht immer verfügbar, aber die Menschen wollen den burgenländischen Wein das ganze Jahr geniessen. Beim Wein wurde das Speicherproblem auf natürliche Weise gelöst. Ebenso soll das beim Wind und der Sonne gelingen: Auch hier wollen wir den Wind und die Sonne das ganze Jahr verfügbar machen“, so Sharma, der sich für die einzigartige Speicherkooperation beider Unternehmen bedankte.
Daten für die erste Anlage dieser Art:
Leistung: 500 Kilowattstunden für ca. 200 Haushalte
Die Investitionskosten für den Grossspeicher liegen bei rund 300.000 Euro.
Die Organic-Flow-Technologie soll die hohe Energiedichte von Festkörperbatterien mit der beliebigen Skalierbarkeit von Kapazität und Leistung von Flow-Batterien vereinen und kommt ohne die Verwendung seltener Rohstoffe aus. Das verwendete Material - Lignin - kann als Nebenprodukt aus Papierfabriken gewonnen werden. Es wird in zwei separate Tanks gefüllt und in einer speziellen Anlage für eine biochemische Reaktion zusammengeführt. Nach Angaben des Unternehmens kosten 50 MW bei 250 MWh rund 363 € pro kWh können mehr als 10.000 Ladezyklen überstehen.
Die Walliser Skigebiete Thyon, Veysonnaz, Nendaz und Verbier haben sich unter der Marke «4 Vallées» zum grössten Skigebiet der Schweiz zusammengeschlossen. Gegen 100 Gondel- und Seilbahnen, Sessel- und Skilifte erschliessen eine Skiregion mit über 400 Pistenkilometern. Wer vom 3300 Meter hohen Mont Fort die schwarze Buckelpiste hinunterfährt, braucht viel Energie. Wie viel Energie aber hat es gekostet, auf den Mont Fort zu gelangen? Wie viel Energie kostet überhaupt ein Aufenthalt in einem Skigebiet?
Eine exakte Antwort auf diese Frage ist schwierig. Doch eine Überschlagsrechnung liefert zumindest einen Anhaltspunkt: Das Skigebiet Verbier, das westlichste der 4 Vallées, hat im Jahr einen Stromverbrauch von 8 Millionen Kilowattstunden (kWh) für Beförderungsanlagen, Tal- und Bergstationen, Restaurationsbetriebe und Beschneiungsanlagen. Geteilt durch die rund 1,1 Millionen Tagesgäste pro Jahr resultiert pro Person ein durchschnittlicher Verbrauch von 7,2 kWh pro Tag. Um einen Vergleich zu geben: 7,2 kWh sind die Energiemenge, die eine Person bei einer 85 km langen Zugfahrt mit den SBB verbraucht.
Kleiner Rechnungsvergleich zuerst mit einer SBB Zugfahrten danach mit Skigebiete.
Beginnen wir mit Schritt 1:
85 km: 7.2 kWh=11.805555556 kWh/km
Nun gehen wir zu Schritt 2 über:
11.805555556 kWh/km× 18.0 kWh= 212,5 km Zugfahrt mit einem SBB Zug
Nun multiplizieren wir das Ergebnis aus Schritt 1 mit 500 kWh:
11.805555556 kWh/km× 500 kWh= 5902.777778 km
Das Ergebnis dieser Berechnung ist 5902,778 km. So lang könnte ich mit einem SBB Zug fahren. Das unabhängig davon, ob die Sonne scheint oder es windet, nur mit der Energie aus diesem Batteriespeicher.
Oder 500,0kWh: 18,0kWh ergeben gleich 27.777777778 Skifahrer pro Tag in einem durchschnittlichen Österreicher Skigebiet.
Zum Schluss der Vergleich mit 500,0kWh: 7,2kWh ergibt gleich 69.444444444 Skifahrer pro Tag im «4 Vallées» Skigebiet.