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Neues in Davos Klosters

2)Die umfassende Übernahme von Hotels hat zahlreiche warme Betten im Ort erhalten, die sonst verloren gegangen wären. Allgemein leidet Davos unter einer Überkapazität an Hotels, und ohne das WEF gäbe es vermutlich viele davon bereits nicht mehr. Die DKB entwickeln sich zwar immer mehr zu einem dominierenden Monopolisten im Ort, aber bisher scheint dies Davos mehr zu nutzen als zu schaden.

Ja, diesbezüglich muss man der DKB wohl laut "DANKE" sagen. Einige Hotels wären sonst in die Hände von Eigentümern geraten, die dem Berg- und Wintersport keinen Nutzen stiften. Dank DKB werden die Hotels gut geführt und auf die Zielgruppe der Bergbahnennutzer ausgerichtet.
 
Im Sommer ist Laax besser besucht als Davos. Geht es so weiter, dann bald auch im Winter...

Eigentlich unverständlich, denn Davos mit all seinen Tälern und den höheren Bergen kann im Sommer abgesehen vom unschlagbar schönen Cauma-See deutlich mehr bieten als Laax (und Lenzerheide), das Wandergebiet ist zb ein x-faches vielfältiger und landschaftlich attraktiver, zudem kann es stets mit 10 im Sommer laufenden Bergbahnen genutzt werden. Richtig ist leider, dass Davos das Visionäre fehlt (was ich im Winter bezüglich dem vernünftigen Präferierien der Beschneiungsstragegie versus allerneueste Bahnen bevorzuge und schätze). Folgende in den letzten Jahren in anderen Tourismusorten etablierte Einrichtungen hätten Davos ebenfalls geholfen, im Sommer (noch) attraktiver zu werden:

a. Ein Baumwipfelpfad (Laax)
b. Der Wasserweg mit den "Architektur-Brücken" (Flims) - zb ein Flusswanderweg im Sertigtal (dort verläuft der einzige Talwanderweg mehrheitlich im Wald, wenig attraktiv angelegt).
c. Verkehrsfreie Rollski-Rundkurse (Biathlon-Arena Lantsch)
d. Eine flowige-leichte Mountainbike-Abfahrt ab Parsenn-Höhenweg (der Kiesweg von dort nach Davos ist seit 2 Jahren gesperrt, weiss der Gugger warum - und so gibt es tatsächlich von dort her keine Möglichkeit, nach Davos runterzufahren (ausser einem für die meisten zu anspruchsvollen Trail nach Meierhof hinunter) - bezüglich flowigen & en-famille-fahrbaren Trails ist das Oberengadin deutlich attraktiver. Eine Variante wäre zb auch eine attraktive MTB-Talrunde (zB Laret oder Wolfgang - Glaris), verkehrsfrei und für die ganze Familie, à la Lenzerheide.
f. Seebadi müsste für Kinder attraktiver sein, wie zB in der Lenzerheide.
g. Und ja, die Bärenidee hätte sicher auch in Davos funktioniert, zieht viele Familien an.
h. Attraktiv bebaute Bergbahnenparkplätze (wie zb Rock Resort in Laax, Revier in der Lenzerheide, Resort in Brigels, ...)

Die Liste liesse sich sicherlich noch gut verlängern.
 
Im Sommer ist Laax besser besucht als Davos. Geht es so weiter, dann bald auch im Winter...

Diese Aussage ist so einfach nicht richtig. Im Sommer 2022 hatte die Destination Davos Klosters 445’020 Logiernächte und Flims Laax nur 220’697, also ziemlich genau die Hälfte. Vor Corona hatte Davos sogar um den Faktor 3 mehr Logiernächte im Sommer.

Quelle: https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dvs/awt/Dokumente/Hotel-_und_Kurbetriebe_Nachfrage_nach_Destinationen_in_Graubuenden_2005-2023.xls
 
Danke Firnfan und auch Tiob für eure sehr guten Inputs und Zusammenfassung. Ihr bringt es tatsächlich sehr gut auf den Punkt.

Davos Klosters ist unbestritten eine Top Destination. Sie legt in meinen Augen Wert auf das eigentliche Hauptprodukt, das Skifahren & Snowboarden. Schneesport! Schneesport wie zur Ursprungszeiten ist wohl etwas übertrieben, aber schlussendlich ist das die Kernkompetenz der Skigebiete. Ich schätze es extrem, dass es noch solche Gebiete gibt wo der Skifahrer wirklich willkommen ist und mit guten Services wie früher Öffnung, sehr guter Schneeanlage, sehr guter Pistenpräparation und verlässlichen Bahnen betreut wird. Da braucht es gar kein grosses Marketinggelaber oder weissichfürwelche Visionen à la Flem-Express, AL-Verbindungsbahn (wobei das schon mehr als passé ist, diesen Winter jährt sich die Verbindung zum 10. Mal), 90 Grad drehender Sessel, drehende Kabinen oder ähnliches wie x Gourmettempel auf dem Skifahr-Berg. Mit der zunehmenden Bespielung grosser Teile der touristischen mit Restaurants, Hotels und vielleicht bald auch Skischule (?;)) jedoch positionieren sich die DKB somit step by step auch für Zeiten wo der Wintertourismus nicht mehr wachsen, sondern schrumpfen wird. Doch zuerst wird mal noch skigefahren, und das ist gut so!

Zurück zum Thema: Etwas mehr Rinerhorn, etwas weniger Jakobshorn dafür noch mehr Parsenn. Einem solchen zukünftigen Investitionsplan stimme ich ebenfalls zu.

Jetzt stellt euch mal vor, die Davoser Touristiker hätten dasselbe ausgeprägte visionäre Denken wie die Laaxer, Aroser oder Zermatter. Gepaart mit der sehr guten Ausgangslage gäbe das ein noch viel besseres und gefragteres Gebiet als es schon ist. Die Kirche darf gerne im Dorf respektive in der Stadt belassen werden. Oder heute würde man neudeutsch ausgedrückt von einer ziemlich nachhaltigen Destinationsentwicklung sprechen.
 
Schleitheim schrieb:
Im Sommer ist Laax besser besucht als Davos. Geht es so weiter, dann bald auch im Winter...

Diese Aussage ist so einfach nicht richtig. Im Sommer 2022 hatte die Destination Davos Klosters 445’020 Logiernächte und Flims Laax nur 220’697, also ziemlich genau die Hälfte. Vor Corona hatte Davos sogar um den Faktor 3 mehr Logiernächte im Sommer.

Quelle: https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dvs/awt/Dokumente/Hotel-_und_Kurbetriebe_Nachfrage_nach_Destinationen_in_Graubuenden_2005-2023.xls

Ich habe mich nicht auf die Logiernächte bezogen, sondern auf den Tagesausflug. Dieses Segment ist gerade dank der guten Erreichbarkeit ab Landquart ebenfalls sehr wichtig. Und da habe ich den subjektiven Eindruck, dass Laax da "voller" ist...
schafruegg schrieb:
Davos Klosters ist unbestritten eine Top Destination. Sie legt in meinen Augen Wert auf das eigentliche Hauptprodukt, das Skifahren & Snowboarden. Schneesport! Schneesport wie zur Ursprungszeiten ist wohl etwas übertrieben, aber schlussendlich ist das die Kernkompetenz der Skigebiete. Ich schätze es extrem, dass es noch solche Gebiete gibt wo der Skifahrer wirklich willkommen ist und mit guten Services wie früher Öffnung, sehr guter Schneeanlage, sehr guter Pistenpräparation und verlässlichen Bahnen betreut wird.
Das schätze ich grundsätzlich auch. Nur bitte zwei Punkte beachten:
-Den von Dir beschriebenen Service bieten andere Gebiete auch.
-Der Klimawandel macht auch vor Davos nicht halt. Natürlich ist in Davos aufgrund der Höhenlage das Problem nicht so schlimm wie in den Voralpen. Aber auch da wird man sich langsam aber sicher Gedanken machen müssen, was man dem Touristen und Hotelgast ausser dem Schneesport noch anbieten kann und will. Je früher man damit anfängt, desto einfacher wird der in den nächsten Jahrzehnten kommende Übergang werden. Die "Nachbarn" Laax, Lenzerheide; aber auch alle anderen grossen vergleichbaren Schweizer Skigebiete haben damit schon lange angefangen, bzw. sind nach meinem subjektiven Eindruck weiter als Davos... Möglichkeiten haben die Davoser genug. Aber man muss das Potential nutzen...
 
schafruegg schrieb:
oder ähnliches wie x Gourmettempel auf dem Skifahr-Berg.
Eine etwas bessere Gastronomie in den Skigebieten wäre schon wünschenswert. Richtig gute Restaurants findet man in Davos eher nicht. Das ist in Zermatt, Arosa, oder St Moritz beispielsweise anders. Andererseits ist die Klientel in Davos vielleicht auch anders. Außerdem gehören nicht alle Bergrestaurants den Bergbahnen. Also man kann es ihnen hier nicht komplett in die Schuhe schieben.

Firnfan schrieb:
a. Ein Baumwipfelpfad (Laax)
b. Der Wasserweg mit den "Architektur-Brücken" (Flims) - zb ein Flusswanderweg im Sertigtal (dort verläuft der einzige Talwanderweg mehrheitlich im Wald, wenig attraktiv angelegt).
c. Verkehrsfreie Rollski-Rundkurse (Biathlon-Arena Lantsch)
d. Eine flowige-leichte Mountainbike-Abfahrt ab Parsenn-Höhenweg (der Kiesweg von dort nach Davos ist seit 2 Jahren gesperrt, weiss der Gugger warum - und so gibt es tatsächlich von dort her keine Möglichkeit, nach Davos runterzufahren (ausser einem für die meisten zu anspruchsvollen Trail nach Meierhof hinunter) - bezüglich flowigen & en-famille-fahrbaren Trails ist das Oberengadin deutlich attraktiver. Eine Variante wäre zb auch eine attraktive MTB-Talrunde (zB Laret oder Wolfgang - Glaris), verkehrsfrei und für die ganze Familie, à la Lenzerheide.
f. Seebadi müsste für Kinder attraktiver sein, wie zB in der Lenzerheide.
g. Und ja, die Bärenidee hätte sicher auch in Davos funktioniert, zieht viele Familien an.
h. Attraktiv bebaute Bergbahnenparkplätze (wie zb Rock Resort in Laax, Revier in der Lenzerheide, Resort in Brigels, ...)

Die Liste liesse sich sicherlich noch gut verlängern.

Ich hätte noch ein paar Ideen:

i. Autofreie Seitentäler, die von einem für Gästekartenbesitzer kostenlosen Elektro/Wasserstoffbus bedient werden.
j. Eine Fußgängerzone in der Innenstadt (unendliche Geschichte, ich weiß :rolleyes: )
k. Ein Klettersteig bspw. im Rätikon
l. Eine Aussichtsplattform auf dem Weissfluhgipfel (soll ja gebaut werden) und einem Metallsteg für Tiefblicke (wie bspw. auf dem Nebelhorn), dazu ein Gipfelerlebnispfad über die ganzen technischen Geräte dort oben (z.B. Wetterradar).
m. Eine spektakuläre Verbindungsbahn Strelapass-Wasserscheide oder Hubel-Jatz die auch im Sommer als Erlebniss vermarktet wird bspw. mit Bungee Jumping
n. Wanderpauschalen für Mehrtageswanderung in Kooperation mit anderen Destinationen zum Beispiel für eine Rundtour nach Arosa
o. Ausbau des Campingplatzes am Rinerhorn und Neubau eines Campingplatzes an der Talstation der Pischa

Die tolle Idee einer Hängebrücke über den Schiatobel, deren Finanzierung sogar schon gesichert war, ist leider 2020 gescheitert:

https://deuringoehninger.ch/wp-content/uploads/2021/05/201120_DZ_Schiatobel_vs_Wild.pdf

Ideen für Davos-Klosters könnt ihr übrigens auf folgender Plattform an die Tourismusorganisation übermitteln:
https://www.innovation-davosklosters.ch/
 
Tiob schrieb:
Ideen für Davos-Klosters könnt ihr übrigens auf folgender Plattform an die Tourismusorganisation übermitteln:
https://www.innovation-davosklosters.ch/

Go go go. Alles eingeben! Da sind einige ganz spannende Ideen darunter. Ich befürworte vor allem die destinationsübergreifenden Angebote! Das hat in meinen Augen Zukunft und gehört definitiv zum Potenzial in Graubünden. Im Winter gibts mit dem Snowpass bereits einen ersten Ansatz dazu, auch wenn hier die Bergbahnen Graubünden und Marcus Gschwend stark im Lead sind. Entspricht natürlich nicht dem Hauptauftrag der einzelnen DMos. Da müsste der Anstoss resp. die Innovation vom GRF, RhB und Postauto kommen.
 
i. Autofreie Seitentäler, die von einem für Gästekartenbesitzer kostenlosen Elektro/Wasserstoffbus bedient werden.

Evt ein Mü off-topic, erlaube mir dennoch einen kurzen Kommentar hierzu: Ja, ich würde es sehr schätzen, wenn die beiden traumhaften Seitentäler autofrei wären, wäre eine Aufwertung und dank öV-Erschliessung m.E. gut machbar. Oder mindestens sollten die privaten Autos an einer Schranke eine recht stolze Gebühr bezahlen müssen (zb CHF 30), damit sie nicht zwecks Einsparung der Bus-Gebühr (CHF 5/Person) bis zum Talende fahren.
 
Bilder vom Bau der neuen Piste auf dem Jakobshorn:

46170117qc.jpg


46170118st.jpg



Der Baufortschritt kann auch über die Schatzalp Webacam verfolgt werden:

https://www.schatzalp.ch/test/Cams.htm
 
Ich freu mich schon sehr auf diese Piste. Könnte geil werden.
 
schafruegg schrieb:
Ich freu mich schon sehr auf diese Piste. Könnte geil werden.

Endlich mal eine vernünftige Abfahrt vom Jakobshorn.
Im letzten Winter war die Gämpen in den Steilhängen bereits um die Mittagszeit sehr mühsam.
 
https://www.suedostschweiz.ch/wirtschaft/grosses-ferienresort-in-davos-glaris-geplant-rinerhornbahn-ueberrascht-mit-grossprojekt

Im Bereiche der Talstation planen die Bergbahnen Rinerhorn ein Ressort mit 85 Wohnungen/ 450 bewirtschafteten Betten und Personalunterkünfte. Abgerissen wir das Hotel Spinabad, das der Muttergesellschaft DKM gehört. Auf seiner und angrenzenden Parzellen soll das ganze verwirklicht werden. Die Nachbarn seien vorinformiert worden und hätten positiv reagiert, sodass man hofft, ohne Einsprachen zügig bauen zu können.
 
Interessantes Projekt. Sollen die bewirtschafteten Zweitwohnungen verkauft werden um den Rest quer zu subventionieren?
 
Die neue Talabfahrt am Jakobshorn und die Bauarbeitern bei der Usser Isch Talstation.
 
Ich hoffe mal so eine direkte und beschneite Waldpiste wird in der Realität nicht zu eisig werden...

Auf das Risiko hin, dass ich mich wiederhole: Diese vergleichsweise anspruchsvolle Talabfahrt stiftet wenig bis keinen Mehrwert und wird keinen zusätzlichen Ersteintritt generieren. Zudem würde es nicht überraschen, wenn diese eher schmale und eher steile Piste rasch hart oder ausgefahren ist und dann von den meisten Skifahrern eh nicht mehr (genussvoll) genutzt werden kann.

Wenn schon denn schon benötigt das Jakobshorn-Gebiet zusätzliche einfache Carving-Pisten, aber diese lassen sich im bestehenden Gebiet nicht realisieren (daher bevorzugt der Grossteil der nicht partyaffinen Skifahrer auch die anderen Davoser Skigebiete).
 
Wird sicher ein paar mehr Tal-Wiederholungsfahrten geben am Morgen mit der neuen Talabfahrt.
Und wenn die Waldabfahrt von der Jschalp zu ist (wie das ganze letzte Jahr), kommt man von jeder Bergstation auf die neue Talfabfahrt (bisher vom Bräma Jet aus nicht möglich).
 
Die neue Talabfahrt schaut cool aus. Erinnert mich etwas an die Starfire in Keystone ;) Ich hoffe sehr, dass die Schneeanlage super wird und die Piste dadurch sehr guten Kunstschnee „bekommt“. Mehr Gäste kommen dadurch wohl nicht, da gebe ich Firnfan Recht, weniger werden es aber dadurch auch nicht. Die Qualität wird gesteigert und das ist es, was den Mehrwert generiert.

Weiss man eigentlich schon, wie diese klassifiziert wird? Auf dem aktuellen Pistenplan der DKB ist noch nichts eingezeichnet.

Edit: Es wird eine schwarze Piste!
Quelle: https://www.linthzeitung.ch/leben-freizeit/neue-talabfahrt-am-davoser-jakobshorn-die-bergbahnen-gehen-steil (Linth Zeitung, 11.08.2023) mit interessanten Aussagen zum Projekt
 
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