Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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Chlosterdörfler
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Strom Netzbetreiber stehen vor riesiger Aufgabe
Klar gibt es Fälle, in denen grössere Solaranlagen nicht ans Netz gehen können. Dann wird der Netzbetreiber schauen, dass er sein Netz möglichst bald ausbaut.

Detlef Fischer, Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft
Gerade um die Mittagszeit kann es aber auch vorkommen, dass nicht zu wenig, sondern zu viel Strom in die Netze fliesst. Beispiel Bayern, das Bundesland mit der meisten installierten PV-Leistung:

Aktuell sind dort mehr als 19 Gigawatt (GW) Photovoltaikanlagenleistung (ca. 800.000 Anlagen) an die Stromnetze angeschlossen. Bis 2040 sollen es über 80 GW PV-Leistung sein. Zu Spitzenlastzeiten werden laut dem Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft aber nur rund 13 GW benötigt, an schönen Ferienwochenenden nur fünf bis sechs GW. Damit erzeugen alleine die Photovoltaikanlagen an sonnigen Mittagsstunden insbesondere im Sommerhalbjahr mehr Strom als in Bayern verbraucht wird. An den Strombörsen wird Strom dann zu Negativpreisen gehandelt, die Anlagen produzieren den Strom also teilweise am Bedarf vorbei.

Um dem entgegenzuwirken, wird derzeit der grösste Batteriespeicher Europas in Bayern geplant. Der Speicher in Förderstedt soll nach seiner Fertigstellung im Jahr 2025 rund 600 Megawattstunden Strom speichern können. Theoretisch könnten damit 31.250 Haushalte für 24 Stunden mit Strom versorgt werden.

Neben Batteriespeichern wird aber auch an anderen Wegen geforscht, Strom besser zu speichern, etwa durch Elektrolyse-Geräte: Sie sollen in Häusern mit PV-Anlagen überschüssigen Strom in Wasserstoff umwandeln, um die Energie zu einem späteren Zeitpunkt zu nutzen.

Vorstellung Netzstrom Management
In grosser Not müssen Geräte gedrosselt werden

Die Bundesnetzagentur arbeitet aktuell an einer Reform des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Darin soll verankert werden, dass Energieversorger "steuerbare Versuchseinrichtungen", also zum Beispiel Wallboxen oder Wärmepumpen, drosseln dürfen, um die Stabilität der Verteilnetze zu gewährleisten. Sollte also akut zu wenig Strom im Netz vorhanden sein, könnte ein Elektroauto nur noch mit gedrosselter Leistung geladen werden. Laut Bundesnetzagentur sollen aber immer mindestens 4,2 KW Strom fliessen.

Sowohl die Bundesnetzagentur als auch die Energieversorger sehen die Drosselungen als letztes Mittel, was möglichst selten eingesetzt werden soll:

Unser Ziel ist es immer, steuernde Eingriffe von Seiten der Netzbetreiber auf das Mindeste zu begrenzen.
Marvin Macke, Sprecher von E.on


Flexible Stromtarife und Netzentgelte

Für Energieexperte Maurer ist ein Schlüssel zur Entlastung der Stromnetze eine Veränderung beim Stromverbrauch. Das könnte zum Beispiel über flexible Stromtarife und Netzentgelte erreicht werden. In einem Beispielszenario sähe das ungefähr so aus:

Elektroautos werden häufig am Abend geladen. Wenn aber immer mehr Elektroautos zur gleichen Zeit am Abend geladen werden sollen, kann das die Verteilnetze überfordern. Die Energieversorger können gegensteuern, indem Sie flexible Tarife anbieten: Wenn der Strom etwa ab 21 Uhr günstiger wird, können Autobesitzer überlegen, ihr E-Auto etwas später erst zu laden - oder idealer Weise um die Mittagszeit, wenn sehr viel Strom eingespeist wird. Damit wird der Strombedarf über eine grössere Zeitspanne gestreckt.
Der Vorschlag E-Autos am Arbeitsort oder PR beim Bahnhof zu laden ist das eine. Aber auch dort braucht es die entsprechende Ladeinfrastruktur. Die Arbeit für diesen Transformationsprozess geht nicht zu schnell aus, sofern man genügend Arbeiter und Material davon hat.
Damit müsste ein regionaler Netzbetreiber - wie beispielsweise unsere Tochter Bayernwerk - die gleiche Menge der aktuell im Netzgebiet befindlichen Umspannwerke bis 2030 noch einmal neu bauen (70 Anlagen).
Marvin Macke, Pressesprecher E.on
Quellen: https://www.zdf.de/nachrichten/wirtscha ... t-100.html
https://www.zdf.de/nachrichten/wirtscha ... t-100.html
https://youtu.be/eIKlIsSGiA8 Zeitbedarf: 6:29 Minuten
abgerufen 06.08.2023
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Tyrolens
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Tyrolens »

Tja. Wieder mal alles kaputt gespart.

Das sind doch alles Meldungen, die man vielleicht in den 90ern gelesen und verstanden hätte. Aber doch nicht 30 Jahre später.
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TPD
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von TPD »

Für Energieexperte Maurer ist ein Schlüssel zur Entlastung der Stromnetze eine Veränderung beim Stromverbrauch. Das könnte zum Beispiel über flexible Stromtarife und Netzentgelte erreicht werden. In einem Beispielszenario sähe das ungefähr so aus:
Lustig. Und mein Energieversorger hat gerade den sogenannten Nachttarif abgeschafft. Dies mit der Begründung, dass eben auch in der Nacht der Verbrauch zugenommen hat und somit eine Abstufung der Tarife keinen Sinn mehr macht...
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Ron »

Bis 2040 sollen es über 80 GW PV-Leistung sein.
Also nach einer Stunde is da 80gWh erzeugt. (= 80.000mWh)
Der Speicher in Förderstedt soll nach seiner Fertigstellung im Jahr 2025 rund 600 Megawattstunden Strom speichern können.
Das ist gerade 0,75 %...
Und der Rest ??
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von j-d-s »

TPD hat geschrieben: 06.08.2023 - 12:54
Für Energieexperte Maurer ist ein Schlüssel zur Entlastung der Stromnetze eine Veränderung beim Stromverbrauch. Das könnte zum Beispiel über flexible Stromtarife und Netzentgelte erreicht werden. In einem Beispielszenario sähe das ungefähr so aus:
Lustig. Und mein Energieversorger hat gerade den sogenannten Nachttarif abgeschafft. Dies mit der Begründung, dass eben auch in der Nacht der Verbrauch zugenommen hat und somit eine Abstufung der Tarife keinen Sinn mehr macht...
Nachts gibts nunmal keinen Solarstrom.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Die Solaroffensive des Bundes hat in Graubünden einen Run auf hochalpine Standorte ausgelöst. Die meisten Solar-Grossanlagen sollen neben Skigebieten entstehen.
Die auf einer Höhe ab 1700 Metern über Meer geplanten Anlagen sollen mit einer Leistung zwischen 7,5 Megawatt (MW) und 61 MW den Stromverbrauch von 2000 bis 50'000 Haushalten abdecken. Der Flächenbedarf ist gross und reicht von einem Dutzend Hektaren bis zu fast einem Quadratkilometer.

Sieben dieser Grossanlagen sind neben Schneesportgebieten geplant. Es handelt sich um die Skigebiete Andermatt-Sedrun-Disentis (Axpo und EA), Laax (Repower), Savognin (EWZ), Splügen-Tambo (EWZ), Motta Naluns in Scuol (EKW/EE) und Madrisa in Klosters (Repower). Je eine Anlage soll beim Nalps-Stausee in Sedrun (Axpo), auf der Alp Run in Disentis (IWB) und beim Engadin Airport in Samedan (EW Samedan) entstehen.

Welche Anlagen tatsächlich realisiert werden und in welchem Umfang, ist aber noch völlig offen.

Zwei Projekte haben bisher die Hürde einer Gemeindeabstimmung bewältigt und grünes Licht von den Stimmberechtigten erhalten. Es handelt sich um die Repower-Anlage am Vorab in Laax (7,5MW) und um die Anlage der Elektrizitätswerke Samedan beim dortigen Flugplatz (30MW).
Quelle: https://www.blick.ch/politik/mindestens ... 14457.html
abgerufen am 06.08.2023

In Frankreich, Italien und Österreich hat es auch noch Potenziale für alpine Solaranlagen. Aber auch hier stellt sich die Frage, wie auch bei den Schweizer Anlagen, was passiert im Sommerhalbjahr mit dem Strom. Ohne Speichermöglichkeiten oder Umwandlungsanlage (Wasserstoff/ Synthetischertreibstoff) sind auch diese nur begrenzt nutzbar.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von skifam »

Hier ebenfalls mit durchwachsensener Kritellei:

Der grösste Kanton der Schweiz ist punkto möglicher Solarkraftwerke heiss begehrt. Hinter dem Vorhaben stecken auch Energiekonzerne aus dem Unterland. https://www.tagesanzeiger.ch/solaroffen ... 8262233207
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2022/23 Hintertux, Klinovec, Arlberg mit Lech, Zürs, Warth, Stuben, St.Christop, St Anton, Bublava/Bleiberg,, Klinovec, Espace Killy,Hintertux
2021/22 Hintertux, Feldberg, St.Moritz-Corviglia, Klinovec, SerfausFissLadis
2020/21 Zermatt, Ftan-Scuol
2019/20 mir war 7 bis 15Tage danach ziemlich coronerich...: :naja: WolkensteinSelva,Val diFassa, Arabba, Corvara, St.Christina, FlimsLaaxFalera, Klinovec, Stubaital
2018/19 Sierra Nevada, KlinovecNeklid,Othal, KlinovecNeklid, Feldberg, EngelbergTitlis, HaslibergMeieringen, GrindelwaldWengen, Klinovec, Stubaital
2017/18 Stubaital, Klinovec,Klinovec,Klinovec (skiline 15957hm pro Tag alltimerecord)
2016/17 Stubaital, Klinovec, Zermatt, Klinovec, Othal, Klinovec, Sierra Nevada,
2015/2016 Zermatt, Kandel(ohneSchwarzmoos)

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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Es gibt drei Studien zum Thema Stromspeicher bzw. umwandeln in Wasserstoff und Synthetischer Treibstoff.

Buffering volatility: A study on the limits of Germany's energy revolution von CESifo and Ludwig-Maximilian University of Munich, Germany
Jahr 2017

Studie: https://www.sciencedirect.com/science/a ... 2117300995

On the economics of electrical storage for variable renewable energy sources von German Institute for Economic Research (DIW Berlin)
Jahr 2018

Studie: https://www.sciencedirect.com/science/a ... 2118301107

WEGE ZU EINEM KLIMANEUTRALEN ENERGIESYSTEM
Die deutsche Energiewende im Kontext gesellschaftlicher Verhaltensweisen von Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
Jahr 2021

Studie: https://www.ise.fraunhofer.de/content/d ... t-2045.pdf

Wer es nicht lesen mag, kann auch dieser Film dazu ansehen. https://youtu.be/M_PD39QwhXc Zeitbedarf: 11:56 Minuten
Was er übersehen hat, dass gemäss Wikipedia die Kapazität von Pumpspeicher Wasserkraftwerke rückläufig sind. Wegen falschen Gesetzes anreize und auch aus wirtschaftlichen Gründe vor dem ukrainischen Krieg.

Was zum Thema Stromspeichern passt, ist die Vereinfachung vom Be-Entladen der Autobatterie.

Direktlink
Zeitbedarf: 1:36 Minuten in Englisch
Als Weltmarktführer bei der Produktion und Nutzung von Elektrofahrzeugen treibt China auch innovative Ladelösungen voran, nämlich kabellose Ladesäulen.

In einem Pilotprogramm in der ostchinesischen Stadt Nanjing werden kabellose Ladesäulen getestet, die in den Boden eingelassen sind.

Die Fahrer stellen ihr Fahrzeug auf die Säule und aktivieren den Ladevorgang über die App ihres Fahrzeugs. Kabel sind nirgendwo in Sicht.

Die Systeme können sogar Strom von Fahrzeugen aufnehmen und bei Spitzenbedarf an das Stromnetz weiterleiten.

Auch Chinas Autohersteller steigen in das kabellose Laden ein, und ein Modell ist bereits in der Massenproduktion.

In der Zwischenzeit beschleunigt China den Bau von Standard-Ladeinfrastrukturen sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten.

Nach offiziellen Angaben des Landes sind heute mehr als sechs Millionen Elektroautos im Einsatz.
Quelle: Inhaltsangabe vom Film
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Mt. Cervino »

Kabelloses Laden wäre schon fein. Aber leider sind die Ladeverluste dabei viel höher als beim kabelgebundenen Laden. Und gerade wenn der Strom knapp ist, ist das nicht so vorteilhaft.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von TPD »

Zudem will ich gar nicht wissen was bei einem solchen Wireless-Charging für ein Elektrosmog entsteht...
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Chlosterdörfler
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Es gibt noch ein weiteres E-Ladesystem, wo ab Oktober 2023 in Wien und Graz bei Taxis getestet wird.


Direktlink
Zeitbedarf: 0:48 Minuten

Film beschrieb Auszug
Können Elektrofahrzeuge (EVs) aufgeladen werden, ohne ein Ladekabel in die Hand zu nehmen oder zur nächsten Ladestation zu gehen? Mit Easelink Matrix Charging® ist dies bereits heute möglich und wird die Zukunft des Ladens von Elektrofahrzeugen prägen. Sobald E-Fahrzeuge mit einem Matrix Charging® System auf dem Parkplatz abgestellt werden, wird die Ladeverbindung automatisch hergestellt.
Bei diesem System wird zusätzlich ein Knopf eingebaut in den Taxis. Bei der chinesischen App Lösung könnten die Parkplätze und Stromgebühren mit abgerechnet werden, je nach Standort. Ob das chinesische System auch eine solche Vorrichtung im Unterboden hat, ist mir nicht bekannt.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Chlosterdörfler »

China und Saudi-Arabien arbeiten beim NEOM-Projekt für grünen Wasserstoff zusammen.
NEOM Green Hydrogen-Initiative und hat zuvor eine Vereinbarung mit Larsen & Toubro über die Bereitstellung von 400-MWh-Energiespeichersystemen mit einer Gleichstromkapazität von 536 MW/600 MWh für das NEOM Green Hydrogen-Projekt abgeschlossen.

TradeArabia hatte zuvor bereits berichtet, dass Haldor Topsoe, ein weltweit führender Anbieter von Katalyse und chemischer Verarbeitung, ebenfalls eine wichtige Rolle in dem Projekt spielen würde und die Technologie zur Herstellung des grünen Ammoniaks bereitstellen würde, zusammen mit Baker Hughes, dem Technologiepartner für die Wasserstoffkomprimierung.
Quelle: https://www.constructionweekonline.com/ ... en-project

China hat nicht nur das Pariser Abkommen unterzeichnet, sondern darin auch eine industrielle Entwicklungschance gesehen. Jetzt sind sie parat mit der entsprechenden technische Lösungen. Offenbar war keine Unternehmen in Europa in der Lage, ein entsprechendes Angebot für diese geforderte Leistungsklasse zu offerieren. Man kauft lieber Wasserstoff ein als sich Gedanken darüber, wie man in produziert und dabei geschäftlich noch profitiert vom technischen Unterhalt der Anlage vor Ort.

Hier ein Solarprojekt aus Dubai: https://www.constructionweekonline.com ... solar-park
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icedtea
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von icedtea »

Ich finde es immer wieder faszinierend, was manche Leute der KP-Chinas und den Al-Sauds so glauben 🤷‍♂️
Wo ich schon war:
Hochzeiger (1989), Ski-Zillertal 3000 außer Gletscher (viele Jahre ab 1993 :wink:), Kronplatz (2006), Söllereck (2008), Hauser Kaibling (2009 und 2014), Wildkogel (2010 - 2012), Maiskogel, Pass Thurn/Resterhöhe; Schmittenhöhe (2013), Hochzillertal/Hochfügen, Spieljoch (2016 - 2019), Alpendorf/Wagrain/Flachau (2015 und 2018), Damüls/Mellau (2017), Planai/Hochwurzen (2019), Willingen (2019), Schnalstaler Gletscher (2019), Laax, Silvretta-Montafon, Brandnertal, Golm (2020), Hundseck (2021), Winterberg (2021), Arosa-Lenzerheide (2022), St. Moritz (2022), Ortisei, Seiser Alm und Sella Ronda (2023)
Als nächstes: 🤷‍♂️
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Abu Dhabi, 31. Mai 2023 Pressemeldung von Einride.
Einride ein Frachtmobilitätsunternehmen, das digitale, elektrische und autonome Technologie bereitstellt, gibt heute eine Zusammenarbeit mit der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate bekannt, um die Region schneller auf eine nachhaltige Schifffahrt umzustellen. Das unterzeichnete Memorandum of Understanding (MoU) zielt darauf ab, das Ökosystem von Einride einzusetzen, einschliesslich elektrischer und autonomer Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur und transformierender Technologie, die digitale, elektrische und autonome Lösungen in grossem Massstab im gesamten Falcon Rise-Netz ermöglicht.

„Diese Zusammenarbeit bringt den Kern dessen auf den Punkt, was Einride bietet – die Transformation zu einer effektiven und nachhaltigen Schifffahrt, die vollständig elektrisch ist“, sagte Robert Falck, CEO und Gründer. „Durch die Partnerschaft bei diesem Deal können wir zeigen, wie ganze Regionen die Umstellung auf intelligente und kostengünstige Weise durchführen können.“

Das Falcon Rise-Netz wird das gesamte Frachtmobilitätsangebot von Einride bereitstellen und über eine Strecke von 550 km durch Abu Dhabi, Dubai und Sharjah verfügen, darunter 2.000 Elektro-Lkw, 200 autonome Lkw und acht Ladestationen mit über 500 Ladepunkten. Das Frachtökosystem von Einride basiert auf einem Netzsystem, das mithilfe der Einride Saga-Plattform geplant, optimiert und überwacht wird. Dieses Netz vereinfacht die Verwaltung des Strassengüterverkehrs, beseitigt Ineffizienzen in der Branche, sorgt für einen unterbrechungsfreien Betrieb und reduziert die Emissionen in der Region erheblich.

Dies ist das erste angekündigte Projekt von Einride in der Region nach mehreren Markterweiterungen im Laufe der letzten 12 Monate, darunter Deutschland, Grossbritannien und die Benelux-Länder. Das Falcon Rise-Projekt soll über einen Zeitraum von fünf Jahren entwickelt werden. Einride-Partner konnten eine Reduzierung der CO2-Emissionen um bis zu 95 % verzeichnen und blieben gleichzeitig kosten-wettbewerbsfähig.
Quelle: https://www.einride.tech/press/uae-grid-announcement/

Siehe auch hier, um nicht doppelt zu schreiben. : viewtopic.php?p=5409065#p5409065
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Chlosterdörfler »

An das hat Europa nicht gedacht, an die Folge vom Umsturz in Niger.
Nach dem Wegfall russischer Lieferungen ist Europa stark von LNG abhängig geworden. Die Alternative ist Afrika.

Das Abkommen über den Bau der Transsahara-Gaspipeline wurde bereits 2009 unterzeichnet. Die Route von Nigeria nach Europa über Niger und Algerien wurde im Juli 2022 vor dem Hintergrund der Energiekrise in der EU wiederbelebt. Pro Jahr geht man von einer erwarteten Kapazität bei 30 Milliarden Kubikmetern Gas aus. Die Kosten des Projekts werden auf 13 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Analysten zufolge hat sich die Europäische Union aber auch hier geirrt. Russischer Brennstoff kann nicht durch afrikanischen Brennstoff nicht ersetzt werden es gibt nicht die notwendigen Mengen Ersatz. Und es ist eine lange Zeit zu warten bis in Betrieb kommt.

Aufgrund der politischen Instabilität in Niger ist es unwahrscheinlich, dass die Arbeiten in naher Zukunft beginnen werden. Obwohl die Pipeline an das bestehende Medgaz zwischen Algerien und Spanien oder TransMed zwischen Algerien und Italien angedockt werden könnte. Es gibt eine Option für eine Verbindung mit Galsi, auf die sich Algerien und Italien im Januar geeinigt haben.

Wie dem auch sei, die Verlegung der viertausend Kilometer langen Transsahara-Gaspipeline wird mehrere Jahre dauern. Daher sollte die EU noch nicht nur auf Afrika zählen.

Die EU, die russisches Pipelinegas verloren hat, ist in kritischer Weise von LNG abhängig. Der Anstieg der Nachfrage hat den Markt aus dem Gleichgewicht gebracht.

Der australische Kontinent beim Export von Flüssigerdgas (112 Milliarden Kubikmeter pro Jahr) liegt nach Katar (114 Milliarden) an zweiter Stelle. Die Beschäftigten der australischen Unternehmen Chevron, Woodside Energy und Wheatstone haben vor Streiks gewarnt. Der Woodside Northwest Shelf stellt zusammen mit Chevron und Wheatstone etwa zehn Prozent des globalen LNG-Marktes, und das ist die Hälfte der gesamten Produktion in Australien.

Es wurde errechnet, dass bis zu 50 Milliarden Kubikmeter aus dem Weltmarkt fallen könnten. Darüber hinaus gehen die Exporte vor allem nach China, Japan und Südkorea.

Vor dem Hintergrund der nach wie vor niedrigen Preise in Europa fliesst LNG bereits nach Asien. Im Juli fielen die EU-Importe auf ein fast zweijähriges Tief. Die Spekulanten lenkten die LNG-Tanker in andere Regionen um, wo sie mehr Gewinn erwarten. Wie von Goldman Sachs prognostiziert, wird dies zu einem weiteren Anstieg der Energiepreise in Asien und Europa führen.

Handelsplattformen erschauderten bei solchen Nachrichten. Die Notierungen in Europa stiegen um 40 Prozent – das ist seit März 2022 nicht mehr passiert. Und das, obwohl die Gasspeicher auf dem Kontinent zu fast 90 Prozent gefüllt sind.
"Die aktuelle Situation unterstreicht die Bedeutung von australischem LNG für die globale Energiesicherheit. Die Aussicht auf Lieferunterbrechungen führt zu starken Preissteigerungen"
, so die Analysten der Credit Suisse.

Im Fall, dass die neuen Machthaber in Niger auch die Uranerz Abbauverträge für ungültig erklären. Dann hat Frankreich noch ein weiteres Problem.
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Beitrag von Chlosterdörfler »

Resilienz in einem abgelegenen Fischerdorf in Alaska (Skigebiet Mt Eyak Ski Resort )

In Cordova,half Hitachi Energy bei der Einrichtung eines Mikronetzes, das die Nutzung erneuerbarer Energien aus verschiedenen Quellen, darunter zwei Wasserkraftwerke, unterstützt. Das Mikronetz umfasst ein Batterie-Energiespeichersystem (BESS), das es Cordova ermöglicht, seine Wasserkrafterzeugung zu maximieren. Das Mikronetz von Cordova war ein wichtiger Schritt, um der Gemeinde zu helfen, ihre Abhängigkeit von Dieselkraftstoff zu verringern.

Film: https://youtu.be/OPU8IfVbd5E?si=mfO6_Cis8aDmSWCw
Zeitbedarf: 5:11

Das Fischerdorf hat diese Lösung gefunden für ihr Problem.

Aber es gibt noch ein weiterer interessanter Lösungsansatz, das kanadische Cleantech-Startup Eavor Technologies führt Wasser in grossen Tiefen und auf einer Distanz von ca. 2 Kilometern im Kreis, um es mit der geothermischen Wärme zu erhitzen. Anschliessend wird diese gewonnene Energie als Strom und Fernwärme vermarktet. Nach dem Prinzip eines übergrossen Wärmetauschers. Der Vorteil bei dieser Lösung, es werden nur Bohrungen gemacht und damit kein Fels unterirdisch mit Druck aufgeweitet (Erdbeben). Die grösste unbekannte ist man weiss nicht, wie weit man runter Bohren muss. Um die entsprechende Gesteinsschichten zu erreichen.

Film in Deutsch, wo das Prinzip erklärt wird: https://youtu.be/ohwPtNxLems?si=XttDxAnheV5hbpnB
Zeitbedarf: 12:36 Minuten
In Alberta/Kanada zeigt die Eavor-Lite™-Demonstrationsanlage seit 2019 die Funktionalität und Leistungsfähigkeit der Technologie – in einem Gebiet ohne hydrothermale Vorkommen. Die Eavor-Lite™-Anlage gewinnt dort bereits geothermische Energie und bestätigt konstant die Modellrechnungen. Bau und Betrieb beweisen die Machbarkeit und das fast grenzenlose Potenzial der Eavor-Loop™-Technologie für die weltweite Energie- und Wärmewende – zuverlässig und ohne die Risiken der klassischen hydrothermalen Geothermie.
Tiefe vom Bohrloch
2400 m

Länge der unterirdischen Wärmetauschlöcher
2000 m

Energie produziert
~11,250 MWh

Ein weiterer Vorteil dieser Technologie ist, man kann denn geschlossenen Wärmekreislauf regeln (siehe Film) je nach Energiebedarf.
Quelle: https://eavor.de/technologie/
Zwischen Geretsried und Wolfratshausen bei Gelting, circa 30 Kilometer südlich von München, wurde 2013 die bis dahin tiefste Geothermiebohrung Europas abgeteuft. Dann musste der Projektentwickler einen herben Rückschlag einstecken. In der Endteufe der Bohrung wurde nahezu kein Tiefengrundwasser aufgefunden. Auch der 2017 abgeteufte Sidetrack verhalf dem Projekt nicht zum Erfolg. 2020 hat Enex Power Germany GmbH und Eavor Technologies Inc. eine Vereinbarung getroffen, um Eavor-Loop™ kombinierte Strom- und Wärmeprojekte im Rahmen des vorhandenen geothermischen Konzessionsgebiets von Enex in Bayern zu realisieren. Seit Ende Oktober 2022 laufen die Vorbereitungen für den Bohrplatzbau.
Jetzt beobachten interessierte Kreise in Deutschland dieses veränderte Projekt.


Zahlen:

ca. 4500 m Bohrtiefe

ca. 360 km Gesamtbohrstrecke

4 Anzahl der Loops

ca. 8,2 MW Bruttoenergieertrag elektrisch

ca. 64 MW Bruttoenergieertrag thermisch

ca. 44.000 t Einsparung CO₂-Äquivalente pro Jahr

Quellen: https://www.tiefegeothermie.de/projekte/geretsried
https://eavor-geretsried.de/

Wie hat der Bürgermeister und Chef vom Lokalen Stromdienstleister im Film von Alaska gesagt, zuerst meinte er hat ein ruhiger Job, doch daraus wurde zwischendurch nichts!
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skifam
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von skifam »

Geothermie ist ne tolle Sache am passenden Ort , wenn man die Technologie wirklich im Grifff hat...

Bei uns kommt dann nicht der Bürgermeister zu Wort, sondern ne wandelnde Aktentasche und ein Umarmer...
aber immerhin GottseiDank auch jemand von der Bohrfirma....

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/te ... d-100.html
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Die Baukosten der Anlage in Geretsried werden auf 250 bis 300 Millionen Euro beziffert (- 92 Millionen Euro EU Förderung). Die grösste Herausforderung ist, dass die Löcher für die Loops mit möglich geringer Abweichung gebohrt werden. Bei diesem Projekt haben die Löcher für den Wärmetauscher eine Länge von 80 km pro Loop.
Geothermische Energie oder «Erdwärme» nennt man die in Form von Wärme gespeicherte Energie unterhalb der Erdoberfläche. Schon ab etwa 15 Metern Tiefe ist die Bodentemperatur das ganze Jahr über konstant. In der Regel nimmt in der Schweiz die Temperatur in der Tiefe mit jedem Kilometer um rund 30 °C zu. 5000 Meter unterhalb der Erdoberfläche herrschen etwa 160 °C.
Quelle: https://www.bfe.admin.ch/bfe/de/home/ve ... ermie.html

Bis jetzt sind in der Schweiz die Projekte mit der Enhanced Geothermal-System (EGS) für die Stromerzeugung gescheitert, wegen des Erdbebenrisikos abgebrochen.
Bei petrothermalen Systemen erfolgt die Gewinnung der geothermischen Energie aus dem tieferen Un­tergrund unabhängig von Wasser führenden Hori­zonten. Im Wesentlichen wird die im heissen, gering durchlässigen Gestein (hot dry rock) gespei­cherte Energie genutzt, indem man durch Stimulati­on einen Wärmetauscher in der Tiefe schafft oder er­weitert. Neben dem klassischen Begriff Hot Dry Rock werden auch die Begriffe Deep Heat Mining, Hot Wet Rock, Hot Fractured Rock oder Stimulated Geothermal System verwendet.

Nach derzeitigem Kenntnisstand ist das kristalline Grundgebirge der oberen Erdkruste geklüftet. Die Klüfte sind zum Teil geöffnet, mit hoch mineralisier­tem Wasser gefüllt und miteinander durch ein Kluft­netz verbunden, so dass grundsätzlich eine Wasserzirkulation möglich ist. Das kristalline Grundgebirge verhält sich also wie ein Aquifer mit (sehr) geringen Durchlässigkeiten. Nach Abteufen einer Bohrung wird durch das Einpressen von Wasser das natürlich vor­handene Kluftsystem geweitet oder neue Klüfte (fracs) geschaffen (Stimulation). Die natürliche Permeabilität wird erhöht und zusätzliche und bessere Wasserweg­samkeiten werden geschaffen; das Gebirge wird sozu­sagen „stimuliert“. Um die notwendigen Durchflussraten und Temperaturen dauerhaft zu erzielen, muss das Riss-System eine Mindestgrösse für die Wärmeaustauschfläche aufweisen. Mit der zweiten Bohrung muss der stimulierte Bereich durchteuft werden. Durch diesen „Wärmetauscher“ oder „Durchlauferhitzer“ schickt man Oberflächenwasser über Injektions- und Förderbohrungen, um die Gebirgswärme aufzuneh­men. Bei diesem System ist somit Wasser der Wärmeträger, das Gebirge die Wärmequelle.
Quelle: https://www.geothermie.de/bibliothek/le ... m-egs.html

Mit der Eavor-Loop™-Technologie weis man von Anfang an, wie tief gebohrt werden muss. Und das Aufbrechen vom Gestein unter Druck entfällt, somit gibt es kein Erdbebenrisiko in der Umgebung. Dadurch kann auch mitten in einer Stadt gebohrt werden, sofern der entsprechende Platz vorhanden ist. Und weil das Erdbebenrisiko entfällt, so ist die politische Akzeptanz grösser, auch weil das Grundwasser nicht belastet wird. Hat sich die Bauroutine eingestellt und das wissen wie sich das Gestein verhält. So wird auch das finanzielle Investitionsrisiko tragbar. Dagegen hat die Enhanced Geothermal-System (EGS) Technik mehrere Risikos für den Investor.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Chlosterdörfler »

Grüner Wasserstoff: DIE Lösung in der Klimakrise? Ove Petersen | Geladen Podcast von POLiS Exzellenzcluster

Zum Podcast: https://youtu.be/5hThib6VPaU?si=6TUvyYWAqsS9xJfq Zeitbedarf: 45:43 Minuten

Was im Podcast gut herüberkommt, er macht sich Gedanken über Deutschland hinaus bezüglich (Rohstoffe).


Wie es sich die Firma vorstellt: https://www.gp-joule.com/fileadmin/cont ... ft_Web.pdf

Firmenwebseite: https://www.gp-joule.com/de/

Meinung: Wasserstoff in Fahrzeuge, wenn sie an der gleichen Tankstelle tanken können (Einsatz Regionalverkehr). Wasserstoff in den Süden zu transportieren, geht am schnellsten via Pipeline für die Industrie. Dia andern Landverkehrsträger haben ihre Limitierungen in der Transportkapazitäten in Deutschland.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von skifam »

Ganz gute Einschätzung der realen Stromversorgung in D.


https://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutschl ... wtab-de-de
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von IronDome »

skifam hat geschrieben: 08.09.2023 - 09:58 Ganz gute Einschätzung der realen Stromversorgung in D.


https://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutschl ... wtab-de-de
Man hätte schon noch deutlicher herausarbeiten können, dass das Abschalten der AKW eben doch schädlich fürs Klima ist. Wenn andere Länder im Winter Strom von uns bekommen, macht es sehr wohl einen Unterschied, ob wir den fossil erzeugen (gar mit besonders klimaschädlicher Braunkohle) oder mit klimafreundlicher Atomkraft.
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von skifam »

na klar, man muss eben immer sehen woher er kommt...
aber gerade deshalb finde ich das Inetrview doch erstaunlich faktenreich, informativ und nüchtern
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von albe-fr »

IronDome hat geschrieben: 08.09.2023 - 11:50oder mit klimafreundlicher Atomkraft.
dazu haben die Fischer rund um Fukushima eine andere Meinung...
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von skifam »

Da hätte ein AKW auch nie gebaut werden dürfen...
Aber die Korrupion ist stark auch im Fernen Osten......
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Re: Bei Stromkrise im kommender Winter: Stillegung für Saunas und Seilbahnen?

Beitrag von Mt. Cervino »

albe-fr hat geschrieben: 08.09.2023 - 12:49
IronDome hat geschrieben: 08.09.2023 - 11:50oder mit klimafreundlicher Atomkraft.
dazu haben die Fischer rund um Fukushima eine andere Meinung...
Meinungen kann man immer haben, aber ob die dann etwas mit der Realität zu tun hat ist ein anderes Thema...

Zum Thema der letzten Tage bei denen die Fischer auch ihre eigene Meinung hatten:
Tests zeigen keine Radioaktivität im Meerwasser bei Fukushima
Am Kernkraftwerk Fukushima fließt gefiltertes Kühlwasser ins Meer – die Bedenken bei Nachbarländern sind groß. Nun veröffentlichte das Umweltministerium erste Proben.
https://www.zeit.de/wissen/2023-08/japa ... gle.com%2F
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