Die große Klima-Diskussion

Alles rund ums Wetter und Klima in den Alpen
Forumsregeln
Bitte beachte unsere Forum Netiquette
Antworten
NeusserGletscher
Jungfrau (4161m)
Beiträge: 4284
Registriert: 01.04.2010 - 16:45
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 708 Mal
Danksagung erhalten: 1389 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

wmenn hat geschrieben: 05.08.2023 - 10:43 Na, dann warte Du dann halt auf die offiziellen Werte...
Habe ich gemacht. Nach den Veröffentlichungen der NOAA liegt 2023 in der Liste der wärmsten 10 Jahre an dritter Stelle. Dieses Institut sieht im Gegensatz zu climatereanalzer 2023 nicht als das heisseste Jahr an.

Climatereanalzer liefert im übrigen selbst die Erklärung dafür, wieso sie in ihrer Modellierung 2023 als das heisseste Jahr einstufen:
climatereanalyzer.org hat geschrieben:It is important to note that much of the elevated global mean temperature signal was associated with weather patterns in the Southern Hemisphere that brought warmer-than-usual air over portions of the Antarctic
Mit anderen Worten: deren Modell zur Berechnung der globalen Temperatur ist wegen einer Anomalie in der südlichen Hemisphäre durch die Decke gegangen. Das kann halt passieren. Es ist halt ein Unterschied, ob ich in meinem Garten an zehn verschiedenen Stellen Thermometer platziere und dann daraus den Mittelwert für meinen Garten bilde. Oder aus mehreren Quellen mir mein eigenes Temperaturmodell baue.
noisi hat geschrieben: 05.08.2023 - 10:35 Wie misst man denn die Globaltemperatur? Ganz ohne zu rechnen? Steckt man da einfach ein großes Thermometer in die Erde? An welcher Stelle muss das sein, damit es offiziell ist?
Es gibt keine offizielle Globaltemperatur. Es gibt verschiedene Institute, die zum Teil nach den gleichen Verfahren arbeiten, aber entweder sich in den Quellen oder deren Gewichtung unterscheiden. Siehe u.a. die Anmerkungen des DWD. Und dann gibt es halt noch climatereanalyzer, die auch die seit 1979 verfügbaren satellitengestützen Messungen mit in ihre Modellierung einer fiktiven bzw. berechneten Zwei-Meter Temperatur einbeziehen.
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen

Benutzeravatar
wmenn
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 750
Registriert: 27.04.2011 - 14:21
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: ja
Hat sich bedankt: 596 Mal
Danksagung erhalten: 1427 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von wmenn »

Es ging in der Diskussion um den Juli als heißesten Monat seit Beginn der Aufzeichnungen (nicht um das heißeste Jahr) und da sieht auch NOAA einen Rekordwert:
https://www.noaa.gov/news/record-shatte ... -174-years
NeusserGletscher
Jungfrau (4161m)
Beiträge: 4284
Registriert: 01.04.2010 - 16:45
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 708 Mal
Danksagung erhalten: 1389 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von NeusserGletscher »

wmenn hat geschrieben: 16.08.2023 - 22:53 Es ging in der Diskussion um den Juli als heißesten Monat seit Beginn der Aufzeichnungen (nicht um das heißeste Jahr) und da sieht auch NOAA einen Rekordwert:
https://www.noaa.gov/news/record-shatte ... -174-years
Der Juli zählt doch mit zu den ersten sieben Monaten, oder?
The first seven months of 2023 ranked as the third-warmest such YTD on record
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen
Benutzeravatar
Neandertaler
Fichtelberg (1214,6m)
Beiträge: 1470
Registriert: 01.11.2011 - 19:45
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 980 Mal
Danksagung erhalten: 1159 Mal

Dir Revolution frisst ihre Kinder

Beitrag von Neandertaler »

So hat sich die moderne Mobilität ein klein wenig gesäubert
Starkregen über Frankfurt führte zu dutzenden Flugausfällen
Hunderte Passagiere sind von den Verspätungen und Streichungen betroffen. Auch Flüge von und nach Wien wurden gecancelt
https://www.derstandard.at/story/300000 ... ausfaellen
Wenn man schon nicht weg kommt verpasst man fast nichts wenn man nicht auf turbulente Aktion steht, hier der Status man kommt noch weg:
Auf der Kanareninsel Teneriffa breitet sich ein Waldbrand weiter aus. Tausende Menschen mussten ihre Häuser und Unterkünfte verlassen. Große Teile der Insel sind mit Asche und Rauch überzogen. Die Flughäfen sind noch in Betrieb.
https://www.tagesschau.de/ausland/europ ... a-100.html
Hier hat man es ein kleines wenig eiliger, warum auch immer:
Die Nachricht kam am späten Abend: Yellowknife, die Hauptstadt der kanadischen Nordwest-Territorien, soll nun auch evakuiert werden. Mit 20.000 Einwohnern ist sie die mit Abstand größte Stadt im Gebiet, das insgesamt etwa 45.000 Einwohner hat. Die Menschen sollen sich langsam auf den Weg machen, das Feuer ist nach Angaben der Behörden noch rund 17 Kilometer vor der Stadt. Bis Freitagmittag sollen aber alle weg sein.So viel Zeit hatten Michael St. Amour und sein Ort Enterprise nicht: "Etwa 85 bis 90 Prozent der Gemeinde sind verschwunden", sagt der Bürgermeister der Stadt. Er habe angefangen, den Anwohnern diese schlechte Nachricht zu überbringen. "Es ist schwer, denn wir sind uns in der Stadt sehr nahe. Doch solange es uns gut geht und wir atmen, werden wir alles in Ordnung bringen."
https://www.tagesschau.de/ausland/ameri ... e-124.html
Na gut, die haben noch eine Chance, ander nicht mehr:
Die Feuer auf Hawaii werden langsam eingedämmt, die Trauer um die 96 bestätigen Toten bleibt. So auch die Fragen: Warum nahm die Katastrophe solche Ausmaße an? Und was lief bei der Warnung schief?
https://www.tagesschau.de/ausland/ameri ... i-100.html
Aber wem erzähle ich das, gab's schon immer.
Neu: Aus- und Weiterbildung zur Glühbirne. Man hat die Erleuchtung und kann dann alles mit Fassung ertragen!

Grüße aus Rockcity
↓ Mehr anzeigen... ↓
MarcB96
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 562
Registriert: 29.11.2018 - 19:46
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 93 Mal
Danksagung erhalten: 149 Mal

Re: Dir Revolution frisst ihre Kinder

Beitrag von MarcB96 »

Neandertaler hat geschrieben: 18.08.2023 - 09:24
Na gut, die haben noch eine Chance, ander nicht mehr:
Die Feuer auf Hawaii werden langsam eingedämmt, die Trauer um die 96 bestätigen Toten bleibt. So auch die Fragen: Warum nahm die Katastrophe solche Ausmaße an? Und was lief bei der Warnung schief?
https://www.tagesschau.de/ausland/ameri ... i-100.html
Aber wem erzähle ich das, gab's schon immer.
Sind wohl mittlerweile bereits über 100 Tote (und es werden scheinbar noch gut über 1000 Leute vermisst)... :naja:
Ironischerweise werden (zumindest für Hawaii) in den einschlägigen deutschsprachigen Leid-Medien (Twitter und anderer Schmutz) ausschließlich kaputte Stromleitungen (man liest teilweise auch, irgendjemand "da oben" hätte die Brände gelegt.. :rolleyes: ) verantwortlich gemacht....klar, hat der Klimawandel damit so überhaupt nichts zu tun, wenn es zufällig dadurch bedingt ungewöhnlich trocken ist :rolleyes: (auch wenn die umgestützten Stromleitungen wohl den initialen Funken verursacht hatten). Ob der Hurrikan auch irgendwie außergewöhnlich war (oder einfach zur falschen Zeit am falschen Ort) ist mir nicht bekannt....aber Hawaii ist zumindest nicht wirklich dafür bekannt, dass es da so extrem trocken ist und es dort ständig große Brände gibt.

Wenn man so liest, wie viele Menschen oben drin anscheinend nur heiße Luft zu haben scheinen (siehe Twitter, Facebook, Youtube, etc), kann man eigentlich nur noch zur Erkenntnis kommen, die Menschheit ist final und unwiederbringlich verloren🙈 (wir brauchen eigentlich auch keine hypothetische Angst zu haben, irgendwann von Aliens vernichtet zu werden.....die hätten sehr wahrscheinlich Mitleid mit uns).
Benutzeravatar
skifam
Olymp (2917m)
Beiträge: 2948
Registriert: 12.12.2014 - 22:09
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 2657 Mal
Danksagung erhalten: 541 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von skifam »

Der Klimawandel sorgt mglws. nicht nur für Erderwärmung sondern ganz sicher für eine Hirnüberhitzung diese wiederum für mehr Abgase diese dann für etc etc...

Das neueste Beispiel aus der Generation Z gepaart mit dem Traumberuf Youtuber.



https://youtu.be/KXi-CV--Wq0
MagnumPISkifam:

"Ein Leben ohne Skifoan ist zwar möglich, aber sinnlos."
2023/24 Hintertux,Feldberg,LaBresse,Selva
2022/23 Hintertux, Klinovec, Arlberg mit Lech, Zürs, Warth, Stuben, St.Christop, St Anton, Bublava/Bleiberg,, Klinovec, Espace Killy,Hintertux
2021/22 Hintertux, Feldberg, St.Moritz-Corviglia, Klinovec, SerfausFissLadis
2020/21 Zermatt, Ftan-Scuol
2019/20 mir war 7 bis 15Tage danach ziemlich coronerich...: :naja: WolkensteinSelva,Val diFassa, Arabba, Corvara, St.Christina, FlimsLaaxFalera, Klinovec, Stubaital
2018/19 Sierra Nevada, KlinovecNeklid,Othal, KlinovecNeklid, Feldberg, EngelbergTitlis, HaslibergMeieringen, GrindelwaldWengen, Klinovec, Stubaital
2017/18 Stubaital, Klinovec,Klinovec,Klinovec (skiline 15957hm pro Tag alltimerecord)
2016/17 Stubaital, Klinovec, Zermatt, Klinovec, Othal, Klinovec, Sierra Nevada,
2015/2016 Zermatt, Kandel(ohneSchwarzmoos)

"Ceterum censeo Verwaltunginem esse delendam."
↓ Mehr anzeigen... ↓
Benutzeravatar
Wooly
Feldberg (1493m)
Beiträge: 1516
Registriert: 13.12.2011 - 01:14
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: ja
Ort: 76530 Baden-Baden
Hat sich bedankt: 95 Mal
Danksagung erhalten: 813 Mal
Kontaktdaten:

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Wooly »

endlich mal ein passender Beitrag von dir der zum Thema passt ... geht doch ..
ThomasK
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 873
Registriert: 15.05.2011 - 03:29
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: München
Hat sich bedankt: 15 Mal
Danksagung erhalten: 135 Mal

Re: Dir Revolution frisst ihre Kinder

Beitrag von ThomasK »

Neandertaler hat geschrieben: 18.08.2023 - 09:24 Aber wem erzähle ich das, gab's schon immer.

Den Vogel schießen aber diejenigen ab, die mit dem Auto zum Skifahren fahren und dann noch rumwinseln, dass es zu warm ist und statt Schnee Regen fällt.

Das wäre ungefähr so, wie wenn man nach Spitzbergen fährt und sich aufregt, weil man keine Palmen sieht.
j-d-s
Mt. Blanc (4807m)
Beiträge: 5055
Registriert: 01.12.2010 - 13:11
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 95 Mal
Danksagung erhalten: 728 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von j-d-s »

Jeder, der behauptet, dass Unwetterereignisse jetzt häufiger seien als früher, der muss das erstmal entsprechend belegen anhand der entsprechenden Aufzeichnungen von heute und aus dem letzten Jahrhundert.

Ein Beispiel ist das Ahrtal: Hier gab es bereits 1601, 1719, 1804 und 1910 verheerende Fluten. Insofern passt 2021 ziemlich genau in den etwa 100-jährigen Rhythmus und ein Zusammenhang mit dem Klimawandel ist widerlegt.

Auch bei Waldbränden handelt es sich oft nicht um Wetterereignisse, sondern es kommen gerade bei schweren Waldbränden typischerweise andere Faktoren zum Tragen (übrigens gab es Dürren schon immer, sogar in der Bibel wird das beschrieben): Beispielsweise dass es sich um ehemalige Truppenübungsplätze handelt (Munition kann explodieren und Feuer auslösen, die Feuerwehr kann nicht löschen wegen der Explosionsgefahr), oder dass es eigentlich gar keine Wälder sind, sondern Plantagen. Denn natürlicher Wald besteht in großen Teilen Deutschlands aus Mischwald, mit relativ vielen Laubbäumen, die im Gegensatz zu Fichten viel weniger schnell brennen. Die Fichten wachsen dort, weil man für die Forstwirtschaft besonders diese bei der Aufforstung gepflanzt hat, da sie schneller wachsen und so mehr Holz liefern als Buchen, Eichen oder Pappeln. Insofern Menschengemacht ja, aber nicht im Zusammenhang mit dem Klimawandel (und daher eben auch nicht durch "Klimaschutz"-Maßnahmen bekämpfbar, sondern durch andere Aufforstung).
Demgegenüber sind bspw. in Kanada große Waldbrände vollkommen normal, seit Jahrhunderten, normalerweise lässt man sie einfach abbrennen, weil sie außerhalb von bewohntem Gebiet sind.

Nur gibt es heute eben viel mehr bewohntes Gebiet als vor 100 Jahren (übrigens eine Segnung der pösen, pösen Industrialisierung und der "konventionellen" Landwirtschaft - ohne die von Haber und Bosch erfundenen energieintensiven Verfahren zur Herstellung von Stickstoff-Dünger und natürlich der dieselgetriebenen Mechanisierung könnte man weltweit sicher nicht 8 Mrd. Menschen ernähren). Gleichermaßen werden Fluten subjektiv verheerender, weil viel mehr Gebiet bebaut ist, Flussauen trockengelegt und bebaut wurden, die früher natürlichen Schutz vor Überflutungen boten, weil man einfach vom Fluss 1 km Abstand gelassen hat mit der Bebauung. Wenn man den Fluss begradigt, kanalisiert, und direkt ans Ufer Städte baut, braucht man sich nicht über Überflutungen zu wundern - vor allem wenn man keine anderen Schutzmaßnahmen errichtet hat (Deiche, Regenrückhaltebecken, Zisternen, Stauseen etc.).

Bei Waldbränden ist es ähnlich, dass man, wenn man immer mehr Gebäude in den Wald baut, unweigerlich auch Waldbrände kommen, vor allem wenn man nicht bspw. Brandschutzschneisen zieht, künstliche Seen und Moore, oder einfach große Zahlen an Löschflugzeugen kauft.

Insofern ist es insgesamt gesehen vielmehr so, dass diejenigen, die immer wieder von "das liegt alles am Klimwandel" reden, und als einzigen Lösungsansatz sehen, die Co2-Emissionen zu reduzieren, sich die Welt viel zu einfach machen. Sie verschweigen die wichtigsten Hintergründe und Abläufe und schlagen einfache Lösungen (die gar nicht funktionieren, die Ahrtalflut hätte es auch ganz ohne Klimwandel gegeben, wie alle 100 Jahre zuvor auch) vor, ohne den viel komplexeren Sachverhalten begegnen zu wollen.

Übrigens wird solch ein Verhalten in der Politikwissenschaft als für den Populismus typisch bewertet.
Zuletzt geändert von j-d-s am 28.08.2023 - 21:14, insgesamt 1-mal geändert.

Chlosterdörfler
Nebelhorn (2224m)
Beiträge: 2390
Registriert: 05.12.2012 - 17:56
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: 8840 Einsiedeln
Hat sich bedankt: 40 Mal
Danksagung erhalten: 168 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Chlosterdörfler »

Die Studien mit dem Titel: Climate change exacerbates snow-water-energy challenges for European ski tourism

Sorgt in den diversen Medien für Artikel.

Zur Studie mit Bezahlschranke: https://www.nature.com/articles/s41558-023-01759-5

Kurze Fassung aus der obigen Quelle.
Der Skitourismus ist ein wesentlicher Bestandteil der Wirtschaft in den Bergregionen Europas und ist sehr anfällig für Schneemangel, der durch den Klimawandel zunimmt. Das Risiko für den Skitourismus durch den Klimawandel wurde jedoch bisher nicht einheitlich für ganz Europa quantifiziert, einschliesslich des Einflusses und des ökologischen Fussabdrucks der Beschneiung. Hier zeigen wir, dass das Risiko für den Skitourismus mit dem Grad der globalen Erwärmung zunimmt, und zwar in heterogener Weise innerhalb und zwischen Berggebieten und Ländern. Ohne Beschneiung sind 53 % bzw. 98 % der 2.234 untersuchten Skigebiete in 28 europäischen Ländern bei einer globalen Erwärmung von 2 °C bzw. 4 °C einem sehr hohen Risiko für die Schneesicherheit ausgesetzt. Im Gegensatz dazu führt die Annahme eines Beschneiungsanteils von 50 % zu entsprechenden Anteilen von 27 % und 71 %, allerdings mit steigendem Wasser- und Strombedarf (und entsprechendem Kohlenstoff-Fussabdruck) der Beschneiung. Obwohl die Beschneiung nur einen bescheidenen Anteil am gesamten Kohlenstoff-Fussabdruck des Skitourismus ausmacht, ist sie ein fester Bestandteil der Skitourismusbranche und verkörpert einige der wichtigsten Herausforderungen an der Schnittstelle zwischen Anpassung an den Klimawandel, Abschwächung und nachhaltiger Entwicklung in den Bergen, mit ihrer hohen sozial-ökologischen Anfälligkeit.
Umwelteinflüsse

Auf europäischer Ebene erfordert die Schneeproduktion unter der Annahme einer künstlichen Beschneiung von 50 % der Pisten im Referenzzeitraum 1961–90 etwa 100 Mio. Kubikmeter Wasser pro Jahr. Dies entspricht durchschnittlich 13 % des Jahresniederschlags (Regen- und Schneefall), der auf den beschneiten Pisten ankommt.

(Hier konzentrieren wir uns auf die 12 Hauptländer in Bezug auf die gesamte Beschneiungsmenge, die 95 % der in dieser Studie berücksichtigten Skigebietsfläche ausmachen.)

Wir stellen fest, dass sich der Wasserbedarf in einem wärmeren Klima erheblich ändert, sowohl hinsichtlich der Gesamtmenge als auch hinsichtlich seiner saisonalen Verteilung.

Bei einer 50-prozentigen Beschneiung mit künstlichem Schnee deuten unsere Prognosen auf einen Gesamtanstieg des jährlichen Wasserbedarfs um 8 bis 25 Prozent bei einer Erwärmung um 2 °C hin, je nach Land, und um 14 bis 42 Prozent bei 4 °C. Dies ist vor allem auf Bergregionen zurückzuführen, in denen die klimatischen Bedingungen zumindest zeitweise während der Wintersaison in ausreichend grosser Höhe ausreichend kalt für die Beschneiung bleiben.

Dies ist beispielsweise bei den Pisten im Block a der Grafik der Fall, der die nordischen Bergregionen, die Türkei und den Grossteil der Alpen umfasst.

Ausserdem stellen wir im November einen allgemeinen Rückgang des Wasserbedarfs für die Beschneiung fest, da steigende Temperaturen dazu führen, dass weniger Zeiträume für die Beschneiung geeignet sind.

Im Allgemeinen entwickeln sich der Stromverbrauch und der CO₂-Fussabdruck in einem ähnlichen Verhältnis. Für den Referenzzeitraum schätzen wir, dass die Beschneiung jährlich etwa 300 Gigawattstunden (GWh) Strom verbraucht und etwa 80.000 Tonnen CO2e produziert – wobei dieser Wert von Land zu Land je nach Art der Stromerzeugung stark schwankt.

Wir gehen davon aus, dass dies bei einer Erwärmung von 2 °C 93.000 Tonnen CO2e pro Jahr und bei 4 °C 97.000 Tonnen CO2e pro Jahr erreichen wird.

Auswirkungen der Skiindustrie

Unser Ansatz ermöglicht es uns, einige der Umweltauswirkungen der Beschneiung zu quantifizieren, aber nicht alle. Beispielsweise sind Störungen lokaler Ökosysteme für die Beschneiungsinfrastruktur, etwa die Schaffung lokaler Stauseen, wahrscheinlich einer der kritischsten Aspekte, die bei der lokalen Entscheidungsfindung berücksichtigt werden müssen.

Obwohl es auf lokaler Ebene erheblich variieren kann, stellen wir fest, dass die Beschneiung einen bescheidenen Einfluss auf den Gesamtstrombedarf und den CO₂-Fussabdruck von Skigebieten hat.

Allerdings lässt sich die Beschneiung nicht vom breiteren Tourismussektor trennen. Transport und Wohnen spielen eine weitaus grössere Rolle im CO₂-Fussabdruck von Skitourismus-Destinationen, und die Beschneiung verkörpert die grosse Herausforderung zwischen Anpassung und Eindämmung des Klimawandels in der Skitourismusbranche.
Quelle Gastbeitrag der Autoren mit Grafiken: https://www.carbonbrief.org/guest-post- ... i-resorts/
abgerufen am 28.08.2023

Meinung
Der CO₂-Fussabdruck hätten sie besser nach Ländern aufgesplittet. Beim Stromimport besteht für die Schweizer Skipisten mit technischem Schnee ein Risiko für einen erhöhten CO₂-Fussabdruck. Bei den Gästen variiert es nach Herkunft und Aufenthalt sowie Anreise.
Wer Träume hat der lebt noch.
j-d-s
Mt. Blanc (4807m)
Beiträge: 5055
Registriert: 01.12.2010 - 13:11
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 95 Mal
Danksagung erhalten: 728 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von j-d-s »

Da sieht man, dass die andere Studie (die sich auf Andermatt bezog) bestätigt wird: Für die Alpen besteht auch bei ungebremstem Klimwandel keine Gefahr für den Skitourismus, jedenfalls für alle größeren Skigebiete mit ausreichend Beschneiung (wobei hier sowieso 95% das Ziel sein sollte - und das ist in Ö und I ja recht häufig - nicht 50%).

Bzgl. des Co2-Ausstoßes der Beschneiung: Wenn man die Länder insgesamt anschaut, im Dezember 2022 (https://app.electricitymaps.com), dann kommt man auf (Stromverbrauch, Importemissionen also mitgerechnet):
F 109 g/kWh
CH 165 g/kWh
Ö 296 g/kWh
Norditalien 424 g/kWh

In den Bergregionen sollte der Anteil tendenziell geringer sein, weil ja das Gros der Wasserkraftwerke sich dort befindet. Insgesamt kann man also sagen, dass der Co2-Ausstoß verglichen mit den allermeisten anderen Aktivitäten äußerst gering ist.

Die Anreise spezifisch mitzurechnen ist unseriös, da man hier wenn dann einen Vergleich mit bspw. Flugreisen nach Mallorca oder gleich auf andere Kontinente anstellen muss.
zonk
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 679
Registriert: 17.10.2007 - 12:15
Skitage 25/26: 0
Hat sich bedankt: 115 Mal
Danksagung erhalten: 186 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von zonk »

Ich bins sowieso satt, mittlerweile nur noch durch Alleen von Kanonen oder Lanzen zu fahren. Je älter ich werde, desto mehr stößt mir das auf. Meinetwegen, und das wird in den nächsten 15 Jahren eh passieren, kann die skiwelt und kitzski doch mal dicht machen. Sowas wie brixen talabfahrt oder hopfgarten bis zum bitteren Ende offen zu halten, ist doch vollkommen gaga. Fahre fast nur noch tourenski. Unter anderem wegen so einem Quatsch, der auch nicht ewig beizubehalten wäre. Schon jetzt wäre ohne schneekanone und Co die letzten paar Winter kaum mehr was gegangen. Das ist doch absurd. Sleb mal schön umdenken, die läden mit max 2000 Meter. Die anderen werden halt reichenhotspots
zonk
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 679
Registriert: 17.10.2007 - 12:15
Skitage 25/26: 0
Hat sich bedankt: 115 Mal
Danksagung erhalten: 186 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von zonk »

Selbst obertauern hat nur noch 1/3 der Schneemengen, die sie bis vor 30 (oder gar nur 20)Jahren verbuchen konnten. Deswegen haben auch diese auf 100(?)plus x schneekanonen aufgerüstet. Das ist mittlerweile so unfassbar albern
j-d-s
Mt. Blanc (4807m)
Beiträge: 5055
Registriert: 01.12.2010 - 13:11
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 95 Mal
Danksagung erhalten: 728 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von j-d-s »

Die übergroße Mehrheit stört das aber nicht, man sieht ja was auf den Talabfahrten los ist. Gerade in der Skiwelt und Kitzbühel machen diese ja einen erheblichen Teil der Skigebiete aus und wären sie noch öfter geschlossen, kämen sicher viel weniger Leute.

Solche Romantiker die unbedingt Schnee neben der Piste haben wollen sind halt insgesamt keine relevante Anzahl an Leuten.
zonk
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 679
Registriert: 17.10.2007 - 12:15
Skitage 25/26: 0
Hat sich bedankt: 115 Mal
Danksagung erhalten: 186 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von zonk »

Glaub ich nicht. Die hoffen meist, dass es doch winterlich aussieht. Und die Kosmetik allein reicht den meisten ja schon. Ich glaube nicht, dass irgendjemand kommen würde, wenn der Normalzustand weisses Band in grüner Landschaft wäre.. Aber 3 bis 10 cm naturschnee lassen die meisten über die Realität hinwegschauen. Wenns aber selbst für weisse Bänder zu warm wird, wird eng.
Benutzeravatar
scratch
Wurmberg (971m)
Beiträge: 1081
Registriert: 17.12.2011 - 15:18
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: bei Neumarkt i.d.Opf.
Hat sich bedankt: 488 Mal
Danksagung erhalten: 465 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von scratch »

j-d-s hat geschrieben: 29.08.2023 - 00:05 Die übergroße Mehrheit stört das aber nicht, man sieht ja was auf den Talabfahrten los ist. Gerade in der Skiwelt und Kitzbühel machen diese ja einen erheblichen Teil der Skigebiete aus und wären sie noch öfter geschlossen, kämen sicher viel weniger Leute.

Solche Romantiker die unbedingt Schnee neben der Piste haben wollen sind halt insgesamt keine relevante Anzahl an Leuten.
Die Mehrheit hier im Forum? Die Mehrheit der wirklichen Skifahrer? Oder die Mehrheit der potentiellen Gäste? Und woher weißt du das, dass es diejenigen nicht stört?
Vielleicht stört es zwar schon sehr viele, nehmen es aber trotzdem in Kauf, weil sie (noch) keine Alternative für sich gefunden haben? Ich bin immer wieder überrascht, mit welchem Selbstverständnis du immer Dinge behauptest, als würdest du alles genau wissen.
Benutzeravatar
skifam
Olymp (2917m)
Beiträge: 2948
Registriert: 12.12.2014 - 22:09
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 2657 Mal
Danksagung erhalten: 541 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von skifam »

Alles völlig unwichtig.

In China werden pro Woche 2 neue Kohlekraftwerke genehmigt , dann Bau + in Betriebnahme viel schneller als hier ....die brauchen Strom um u.a. die Batterien für und die eAutos herzustellen.
Wie die bis 2060 klimaneutral werden wollen.... ganz einfach auf dem Papier des Programms der Kommunistischen Partei Chinas..... Papier ist bekanntlich geduldig.

Die lachen sich tot über uns. Und wir alle dürfen deren Suppe auslöffeln.

https://www.tagesschau.de/ausland/china ... e-100.html
MagnumPISkifam:

"Ein Leben ohne Skifoan ist zwar möglich, aber sinnlos."
2023/24 Hintertux,Feldberg,LaBresse,Selva
2022/23 Hintertux, Klinovec, Arlberg mit Lech, Zürs, Warth, Stuben, St.Christop, St Anton, Bublava/Bleiberg,, Klinovec, Espace Killy,Hintertux
2021/22 Hintertux, Feldberg, St.Moritz-Corviglia, Klinovec, SerfausFissLadis
2020/21 Zermatt, Ftan-Scuol
2019/20 mir war 7 bis 15Tage danach ziemlich coronerich...: :naja: WolkensteinSelva,Val diFassa, Arabba, Corvara, St.Christina, FlimsLaaxFalera, Klinovec, Stubaital
2018/19 Sierra Nevada, KlinovecNeklid,Othal, KlinovecNeklid, Feldberg, EngelbergTitlis, HaslibergMeieringen, GrindelwaldWengen, Klinovec, Stubaital
2017/18 Stubaital, Klinovec,Klinovec,Klinovec (skiline 15957hm pro Tag alltimerecord)
2016/17 Stubaital, Klinovec, Zermatt, Klinovec, Othal, Klinovec, Sierra Nevada,
2015/2016 Zermatt, Kandel(ohneSchwarzmoos)

"Ceterum censeo Verwaltunginem esse delendam."
↓ Mehr anzeigen... ↓

Tyrolens
Alpspitze (2628m)
Beiträge: 2744
Registriert: 21.06.2003 - 13:44
Skitage 25/26: 0
Hat sich bedankt: 26 Mal
Danksagung erhalten: 522 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Tyrolens »

Warum soll sich China tot lachen?
Die investieren pro Kopf mehr in erneuerbare Energien als wir.
Benutzeravatar
GIFWilli59
Aconcagua (6960m)
Beiträge: 7291
Registriert: 02.11.2014 - 21:50
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 5514 Mal
Danksagung erhalten: 2737 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von GIFWilli59 »

scratch hat geschrieben: 29.08.2023 - 08:14
j-d-s hat geschrieben: 29.08.2023 - 00:05 Die übergroße Mehrheit stört das aber nicht, man sieht ja was auf den Talabfahrten los ist. Gerade in der Skiwelt und Kitzbühel machen diese ja einen erheblichen Teil der Skigebiete aus und wären sie noch öfter geschlossen, kämen sicher viel weniger Leute.

Solche Romantiker die unbedingt Schnee neben der Piste haben wollen sind halt insgesamt keine relevante Anzahl an Leuten.

Die Mehrheit hier im Forum? Die Mehrheit der wirklichen Skifahrer? Oder die Mehrheit der potentiellen Gäste? Und woher weißt du das, dass es diejenigen nicht stört?
Vielleicht stört es zwar schon sehr viele, nehmen es aber trotzdem in Kauf, weil sie (noch) keine Alternative für sich gefunden haben? Ich bin immer wieder überrascht, mit welchem Selbstverständnis du immer Dinge behauptest, als würdest du alles genau wissen.
Die Mehrheit im Forum ziemlich sicher.
Insgesamt habe ich da schon erhebliche Zweifel. Da scheint es eher wichtig zu sein, wie das Wetter dort ist, wo die meisten Menschen/Skifahrer wohnen:
Ist es kalt (zB Herbst) wird Ski gefahren.
Kosmetikschnee liegt irgendwo dazwischen.
Schneit es, will jeder skifahren.
Ist es Frühling, sonnig und 15-20 Grad fährt man lieber vor Ort Fahrrad oder so. Kaum jemand fährt Ski.

Sobald es sich aber verstetigt, dass Schnee neben der Piste die Ausnahme als die Regel ist, werden wahrscheinlich Gäste zunehmend in höhere Gebiete abwandern oder sich ganz abwenden.
Wenn kein Schnee liegt, kann man auch wandern oder MTB fahren.
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach
↓ Mehr anzeigen... ↓
Reginleif
Feldberg (1493m)
Beiträge: 1687
Registriert: 23.01.2019 - 11:13
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 199 Mal
Danksagung erhalten: 650 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Reginleif »

gelöscht
Zuletzt geändert von Reginleif am 02.09.2025 - 18:05, insgesamt 1-mal geändert.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
↓ Mehr anzeigen... ↓
Bergwanderer
Nebelhorn (2224m)
Beiträge: 2269
Registriert: 22.08.2014 - 17:05
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 2886 Mal
Danksagung erhalten: 586 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von Bergwanderer »

zonk hat geschrieben: 28.08.2023 - 23:53 Ich bins sowieso satt, mittlerweile nur noch durch Alleen von Kanonen oder Lanzen zu fahren. Je älter ich werde, desto mehr stößt mir das auf. Meinetwegen, und das wird in den nächsten 15 Jahren eh passieren, kann die skiwelt und kitzski doch mal dicht machen. Sowas wie brixen talabfahrt oder hopfgarten bis zum bitteren Ende offen zu halten, ist doch vollkommen gaga. Fahre fast nur noch tourenski. Unter anderem wegen so einem Quatsch, der auch nicht ewig beizubehalten wäre. Schon jetzt wäre ohne schneekanone und Co die letzten paar Winter kaum mehr was gegangen. Das ist doch absurd. Sleb mal schön umdenken, die läden mit max 2000 Meter. Die anderen werden halt reichenhotspots
Dann empfehle ich Dir vermehrt Skitouren zu gehen. Dabei siehst Du nur Bäume ... und die Bewegung in der Natur ist zudem gesund! :wink:
L&S
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 830
Registriert: 29.12.2013 - 16:21
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Wien/
Hat sich bedankt: 479 Mal
Danksagung erhalten: 256 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von L&S »

j-d-s hat geschrieben: 28.08.2023 - 19:43 Jeder, der behauptet, dass Unwetterereignisse jetzt häufiger seien als früher, der muss das erstmal entsprechend belegen anhand der entsprechenden Aufzeichnungen von heute und aus dem letzten Jahrhundert.

Ein Beispiel ist das Ahrtal: Hier gab es bereits 1601, 1719, 1804 und 1910 verheerende Fluten. Insofern passt 2021 ziemlich genau in den etwa 100-jährigen Rhythmus und ein Zusammenhang mit dem Klimawandel ist widerlegt.

Auch bei Waldbränden handelt es sich oft nicht um Wetterereignisse, sondern es kommen gerade bei schweren Waldbränden typischerweise andere Faktoren zum Tragen (übrigens gab es Dürren schon immer, sogar in der Bibel wird das beschrieben):
Von anderen nach Quellen verlangen und sich selbst auf die Bibel berufen??? :mrgreen:

j-d-s hat geschrieben: 28.08.2023 - 19:43 Übrigens wird solch ein Verhalten in der Politikwissenschaft als für den Populismus typisch bewertet.
Und wie würdest du dich dann selbst bezeichnen? Bachblütenklimamtologe :twisted:
2015/16: 1x Ischgl, 1x HiTux, 1x Venet,1x Kappl, 1x Hochkönig,3x SHLF, 2x Gasteinertal
2016/17: 1x KaunertG 1x PitztG 1x SFL 5x SHLF 1x Eibl 1x Lizum 1x Nordkette 5x Zillertal 5x Stanton 2x WC am Sonnkopf
2017/18: 2x Venet, 1x Ischgl, 1x SFL, 1x Koralm, 1x Stuhleck, 1x Lizum, 1x SkiWelt, 1x Arlberg,1x Klippitz, 1x Petzen
2018/19: 1x Ischgl, 3x SkiWelt, 1x Nassfeld,1x Kals/Matrei, 1x St. Jakob/Def, 1x Heiligenblut, 1x Mölltaler, 1x Ankogel, 1x Unterberg, 2x Aberg, 1x Venet, 1x Hochkar
2019/20: 2x SR,1x Kronplatz, 3x Aberg, 1x Venet, 1x Obertauern, 1x HTux
2020/21: 4x Stuhleck, 1x Hochkar, 1x Goldeck, 1x Klippitz, 1x Grebenzen, 1x Unterberg
2021/22: 2x Venet, 1x Arlberg, 2x Stuhleck, 2x SHLFZK
↓ Mehr anzeigen... ↓
zonk
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 679
Registriert: 17.10.2007 - 12:15
Skitage 25/26: 0
Hat sich bedankt: 115 Mal
Danksagung erhalten: 186 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von zonk »

Bergwanderer hat geschrieben: 29.08.2023 - 10:29
zonk hat geschrieben: 28.08.2023 - 23:53 Ich bins sowieso satt, mittlerweile nur noch durch Alleen von Kanonen oder Lanzen zu fahren. Je älter ich werde, desto mehr stößt mir das auf. Meinetwegen, und das wird in den nächsten 15 Jahren eh passieren, kann die skiwelt und kitzski doch mal dicht machen. Sowas wie brixen talabfahrt oder hopfgarten bis zum bitteren Ende offen zu halten, ist doch vollkommen gaga. Fahre fast nur noch tourenski. Unter anderem wegen so einem Quatsch, der auch nicht ewig beizubehalten wäre. Schon jetzt wäre ohne schneekanone und Co die letzten paar Winter kaum mehr was gegangen. Das ist doch absurd. Sleb mal schön umdenken, die läden mit max 2000 Meter. Die anderen werden halt reichenhotspots
Dann empfehle ich Dir vermehrt Skitouren zu gehen. Dabei siehst Du nur Bäume ... und die Bewegung in der Natur ist zudem gesund! :wink:
Tu ich ja bereits. Wie oben geschrieben.
L&S
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 830
Registriert: 29.12.2013 - 16:21
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Wien/
Hat sich bedankt: 479 Mal
Danksagung erhalten: 256 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von L&S »

GIFWilli59 hat geschrieben: 29.08.2023 - 10:15
scratch hat geschrieben: 29.08.2023 - 08:14
j-d-s hat geschrieben: 29.08.2023 - 00:05 Die übergroße Mehrheit stört das aber nicht, man sieht ja was auf den Talabfahrten los ist. Gerade in der Skiwelt und Kitzbühel machen diese ja einen erheblichen Teil der Skigebiete aus und wären sie noch öfter geschlossen, kämen sicher viel weniger Leute.

Solche Romantiker die unbedingt Schnee neben der Piste haben wollen sind halt insgesamt keine relevante Anzahl an Leuten.

Die Mehrheit hier im Forum? Die Mehrheit der wirklichen Skifahrer? Oder die Mehrheit der potentiellen Gäste? Und woher weißt du das, dass es diejenigen nicht stört?
Vielleicht stört es zwar schon sehr viele, nehmen es aber trotzdem in Kauf, weil sie (noch) keine Alternative für sich gefunden haben? Ich bin immer wieder überrascht, mit welchem Selbstverständnis du immer Dinge behauptest, als würdest du alles genau wissen.
Die Mehrheit im Forum ziemlich sicher.
Insgesamt habe ich da schon erhebliche Zweifel. Da scheint es eher wichtig zu sein, wie das Wetter dort ist, wo die meisten Menschen/Skifahrer wohnen:
Ist es kalt (zB Herbst) wird Ski gefahren.
Kosmetikschnee liegt irgendwo dazwischen.
Schneit es, will jeder skifahren.
Ist es Frühling, sonnig und 15-20 Grad fährt man lieber vor Ort Fahrrad oder so. Kaum jemand fährt Ski.

Sobald es sich aber verstetigt, dass Schnee neben der Piste die Ausnahme als die Regel ist, werden wahrscheinlich Gäste zunehmend in höhere Gebiete abwandern oder sich ganz abwenden.
Wenn kein Schnee liegt, kann man auch wandern oder MTB fahren.
Natürlich ist der Skisport ein Luxusporblem, den der Großteil kann sich einen Skiurlaub gar nicht mehr leisten.

In den letzten Jahrzehnten befindet sich der Skisport in einem Teufelskreis:
  • Im Gegensatz zu den AFlern ist den meisten Gästen auch das Winterfeeling wichtig. Weiße Bänder durch braune Landschaften werden am Saisonende akzeptiert, sind aber mitterlweile Standard.
    Gerade junge Familien fahren auch in Berge, um den Kleinen zu zeigen, was der Winter einmal war.
  • Hinzukommt dass durch den Klimawandel die ganzen kleinen Dorflifte wegsterben und damit der Nachwuchs wegbricht!
    Wieviel % der Kinder können heute noch nach der Schule Skifahren gehen? Und bellteln ihre Eltern um einen Skiurlaub an?
  • Da die Schneesicherheit immer geringer wird, investiert man in künstlichen Schnee, was die Preise steigert und die Gruppe, die sich das leisten will, noch weiter verkleinert....
  • Die AFler snd die ersten die sich über mangelnde Pistenqualität beschweren.
    Je wärmer es wird umso mehr Tage, an denen die Pisten nicht mehr durchfrieren. Sulz wird der neue Powder :twisted:
    Auch das trägt nicht dazu bei Skifahren, als Breitensport zu erhalten
Ischgl wird auch in 50 Jahren noch ein Skigebiet haben, aber von Wien aus wird man wohl in der Regel bis Obertauern fahren müssen, wenn man halbwegs verlässlich echten Schnee neben der Piste sehen will...

So gesehen find ich es ja echt bemerkenswert, wie diverse Patienten das alles schönreden und für technische Lösungen (für den Skisport, nicht für den Klimawandel) plädieren, was den Spass aber nur noch elitärer macht.

Viel mehr würd mich interessieren wie zB Kitzbühl, SHLF, u. v.a. langfristig damit umgehen wollen, weil so gehts nicht mehr lange gut.
2015/16: 1x Ischgl, 1x HiTux, 1x Venet,1x Kappl, 1x Hochkönig,3x SHLF, 2x Gasteinertal
2016/17: 1x KaunertG 1x PitztG 1x SFL 5x SHLF 1x Eibl 1x Lizum 1x Nordkette 5x Zillertal 5x Stanton 2x WC am Sonnkopf
2017/18: 2x Venet, 1x Ischgl, 1x SFL, 1x Koralm, 1x Stuhleck, 1x Lizum, 1x SkiWelt, 1x Arlberg,1x Klippitz, 1x Petzen
2018/19: 1x Ischgl, 3x SkiWelt, 1x Nassfeld,1x Kals/Matrei, 1x St. Jakob/Def, 1x Heiligenblut, 1x Mölltaler, 1x Ankogel, 1x Unterberg, 2x Aberg, 1x Venet, 1x Hochkar
2019/20: 2x SR,1x Kronplatz, 3x Aberg, 1x Venet, 1x Obertauern, 1x HTux
2020/21: 4x Stuhleck, 1x Hochkar, 1x Goldeck, 1x Klippitz, 1x Grebenzen, 1x Unterberg
2021/22: 2x Venet, 1x Arlberg, 2x Stuhleck, 2x SHLFZK
↓ Mehr anzeigen... ↓
j-d-s
Mt. Blanc (4807m)
Beiträge: 5055
Registriert: 01.12.2010 - 13:11
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 95 Mal
Danksagung erhalten: 728 Mal

Re: Die große Klima-Diskussion

Beitrag von j-d-s »

Im Gegensatz zu den Vermutungen mancher Benutzer hier zeigen doch die Gästezahlen deutlich, dass auch an Weihnachten/Silvester, auch wenn es weiße Bänder in grüner Landschaft sind, die Skigebiete rappelvoll sind.

Insofern ist die Behauptung, eine relevante Anzahl an Leuten würde wegen "nicht schöner Optik" wegbleiben, schlichtweg widerlegt.

Sogar im Herbst wo teils nur Depotschnee in den Gletschergebiet verwendet werden kann, ist sogar eine der vollsten Zeiten pro Piste überhaupt. Wers nicht glaubt, kann es ja demnächst mal ausprobieren, am Tag der Deutschen Einheit oder Allerheiligen nach Hintertux oder zum Pitztaler zu fahren.

Es wäre ja auch völlig irrational, Kosmetikschnee als Kriterium zu haben, weil man darauf eh nicht Skifahren kann.

Antworten

Zurück zu „Alpines Klima & Wetter“