Neues um die Rigi

Infrastrukturelle Neuigkeiten aus der Schweiz
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Cervin
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von Cervin »

Meiner Meinung nach ist es wirklich sinnvoller eine 100er oder 125er Pendelbahn dahin zu stellen. Die Gebäude würden kompakter ausfallen, Stützenstandorte kann man übernehmen. Bei uns in Zermatt an der Rothorn und Trockener Steg Pendelbahn eignen sich diese am besten für Sightseeing und stossen auf Begeisterung bei den Touristen.

Eine Umlaufbahn macht an der Rigi wenig Sinn, erst recht nicht wenn diese nur 900p/h haben sollte (oder was auch immer genannt wurde).

So habe ich mich auch mal zu dem Thema geäussert.

Und noch nebenbei eine sehr persönliche Meinung: Die aktuelle Pendelbahn war eines von Willy Garaventas Pionierprojekten. Es wäre sehr ehrenhaft hier wieder ein Vorzeigeobjekt aus der Pendelbahnerfahrung Garaventas hinzustellen!

ThomasK
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von ThomasK »

Cervin hat geschrieben: 18.07.2023 - 09:02 Meiner Meinung nach ist es wirklich sinnvoller eine 100er oder 125er Pendelbahn dahin zu stellen. Die Gebäude würden kompakter ausfallen, Stützenstandorte kann man übernehmen. Bei uns in Zermatt an der Rothorn und Trockener Steg Pendelbahn eignen sich diese am besten für Sightseeing und stossen auf Begeisterung bei den Touristen.

Eine Umlaufbahn macht an der Rigi wenig Sinn, erst recht nicht wenn diese nur 900p/h haben sollte (oder was auch immer genannt wurde).

So habe ich mich auch mal zu dem Thema geäussert.

Und noch nebenbei eine sehr persönliche Meinung: Die aktuelle Pendelbahn war eines von Willy Garaventas Pionierprojekten. Es wäre sehr ehrenhaft hier wieder ein Vorzeigeobjekt aus der Pendelbahnerfahrung Garaventas hinzustellen!
Exakt so sehe ich es auch.

Ursprünglich wollte man die neue Bahn im Sommer 2022 in Betrieb nehmen.

Für eine EUB wurde ein Investitionsaufwand von 20 Millionen CHF genannt, für eine Renovierung der bestehenden 75-PB ebenfalls 20 Millionen CHF und für einen kompletten Neubau einer 125-PB dann 30 Millionen CHF.

Wäre ich CEO der Bergbahnen, dann hätte ich bezüglich des Mehraufwandes von 10 Millionen CHF bezüglich einer 125-PB gegenüber einer EUB versucht Gespräche aufzunehmen mit dem Kantonalrat und der Kantonsregierung des Kantons Luzern. Ich hätte dann versucht auszuloten, inwiefern der Kanton Luzern bereit ist sich am Mehraufwand der 10 Millionen CHF zu beteiligen. Als die neue Stoosbahn gebaut worden ist, bekamen die Stoosbahnen einen Zuschuss von mehreren Millionen Franken. In einer Volksabstimmung im Kanton Schwyz haben ungefähr 75 % der Schweizer den Zuschuss des Kantons Schwyz zur neuen Stoosbahn bewilligt.

Warum macht man das nicht in Luzern ebenfalls?

Da hätten sich doch die Bergbahnen mit den Bürgern, dem Kantonsrat und der Kantonsregierung zusammensetzen können und darüber beraten können, ob es möglich ist, dass es einen Zuschuss für eine 125-PB gibt. Dann hätte man die Bürger überzeugen können, dass es keine neuen Rodungen gibt und man, wenn man die Seillinie im oberen Bereich um ca. 15 m anhebt, auf die dritte Stütze verzichten kann.

Ich habe mir die Situation nach meinem letzten Posting auf Google angeschaut. In der Tat ist es so, dass, wenn man auf die 3. Stütze verzichtet, dass Seilfeld zwischen der Stütze 2 und der Bergstation nur ca. 280 m lang wäre. Das ist ja gar nichts. 280 m Seilfeldlänge schafft ja sogar schon eine EUB, aber für eine Pendelbahn ist das ja gar nichts.

Ich habe jetzt auch noch auf Youtube gesucht und bin fündig geworden:

https://www.youtube.com/watch?v=POxjqmzC0Ro

Man sieht sogar von der Bergstation Rigi Kaltbad aus im Hintergrund den Stützenkopf der Stütze 2. Im Vordergrund die Stütze 3. Meine Vermutung, dass, wenn man die Stütze 2 um ca. 15 m erhöht, dass dann Stütze 3, die man in voller Größe sieht, entfallen kann, hat sich als richtig erwiesen.

Also, Ersatz der 75-PB durch eine 125-PB mit nur noch zwei Stützen durch die Erhöhung der Stütze 2 um ca. 15 m nebst Entfall der Stütze 3. Die im Video sichtbaren Bäume können dann trotz größerer Seilspur erhalten bleiben, wenn man die Seillinie anhebt.

Dann hätte man den Parkplatz halbiert, den aufgelassenen Parkplatzbereich renaturiert oder auch Tischtennisplatten und Ruhebänke aufstellen können und dann in Zusammenarbeit mit den Bürgern, Umweltverbänden, dem Kantonalrat und der Kantonsregierung ein Gesamtkonzept entwickelt.

Man muss die Menschen vom Konzept überzeugen, aber mit dem Kopf versuchen durch die Wand zu rennen, klappt eben nicht.
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Cervin
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von Cervin »

Ich würde jetzt nicht so Thesen zu Stützenhöhen aufstellen. Ein Wegfall der Stütze 3 wird nicht funktionieren da die 2 immens hoch sein müsste. Kann doch kein Vorteil sein.
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Theo
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von Theo »

@ThomasK: An schönen Hängen wo Millionäre wohnen hast du immer Gegenwind und den wo nicht die EUB stört den stört die höhere Stütze oder breitere Seilspur. Irgend einen Gegner mit genügen Kleingeld hast du an so einem Hang immer, fragt sich nur bei welcher Variante man mehr und wo man weniger davon hat.
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ski-chrigel
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von ski-chrigel »

Cervin hat geschrieben: 18.07.2023 - 09:02 Und noch nebenbei eine sehr persönliche Meinung:
Ist denn der erste Teil Deines Posts nicht auch Deine sehr persönliche Meinung? :wink: Die des Betreibers ist es jedenfalls nicht und ich vermute auch nicht die der Mehrheit der Benützter.

Von der seitlichen Ansicht aus (wie von meinem Wohnort aus) sieht man eine tief hängende EUB nicht, die grossen Stützen einer PB allerdings schon. Mich stört das nicht, auch wenn ich die Masten 2 und 3 von hier aus sehr hässlich finde und sie durch eine Erhöhung wohl noch prominenter würden, aber es gibt sicher auch Leute, die das stört.
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von Chlosterdörfler »

Rigi Bahnen müssen Gondelbahn-Projekt neu ausstecken

Das Projekt für eine neue Gondelbahn von Weggis auf die Rigi muss noch einmal öffentlich aufgelegt werden. Die Rigi Bahnen haben die geplanten Seilbahnstützen nicht korrekt ausgesteckt. Die Dimensionen der Fundamente waren nicht sichtbar. Das führt zu Projekt-Verzögerungen von rund zwei Monaten.

Quelle hinter Bezahlschranke: https://www.luzernerzeitung.ch/zentrals ... ld.2492194
oder https://www.zentralplus.ch/verkehr-mobi ... t-2565633/
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von oberländer »

ThomasK hat geschrieben: 18.07.2023 - 14:11 Wäre ich CEO der Bergbahnen, dann hätte ich bezüglich des Mehraufwandes von 10 Millionen CHF bezüglich einer 125-PB gegenüber einer EUB versucht Gespräche aufzunehmen mit dem Kantonalrat und der Kantonsregierung des Kantons Luzern. Ich hätte dann versucht auszuloten, inwiefern der Kanton Luzern bereit ist sich am Mehraufwand der 10 Millionen CHF zu beteiligen. Als die neue Stoosbahn gebaut worden ist, bekamen die Stoosbahnen einen Zuschuss von mehreren Millionen Franken. In einer Volksabstimmung im Kanton Schwyz haben ungefähr 75 % der Schweizer den Zuschuss des Kantons Schwyz zur neuen Stoosbahn bewilligt.
Warum macht man das nicht in Luzern ebenfalls?
Weil die Stoosbahn öffentliche Erschliessung ist, für die Leute, die ganzjährig dort oben wohnen. Das übernimmt in Kaltbad die Zahnradbahn ab Vitznau, ergo bekommt die Rigibahn keine Zuschüsse, sondern muss die Gondelbahn alleine finanzieren. Und darum liegt es auch auf der Hand, weshalb man der günstigeren Gondelbahn den Vorzug gibt.
Da hätten sich doch die Bergbahnen mit den Bürgern, dem Kantonsrat und der Kantonsregierung zusammensetzen können und darüber beraten können, ob es möglich ist, dass es einen Zuschuss für eine 125-PB gibt. Dann hätte man die Bürger überzeugen können, dass es keine neuen Rodungen gibt und man, wenn man die Seillinie im oberen Bereich um ca. 15 m anhebt, auf die dritte Stütze verzichten kann.
Die Bürger sind ja gar nicht dagegen, sondern nur einzelne Querualanten und einige Naturverbände. Die Bürger haben der Gondelbahn ja sogar zugestimmt. Es gibt da keine generelle Ablehnung gegen das Projekt,
Dann hätte man den Parkplatz halbiert, den aufgelassenen Parkplatzbereich renaturiert oder auch Tischtennisplatten und Ruhebänke aufstellen können und dann in Zusammenarbeit mit den Bürgern, Umweltverbänden, dem Kantonalrat und der Kantonsregierung ein Gesamtkonzept entwickelt.
Man muss die Menschen vom Konzept überzeugen, aber mit dem Kopf versuchen durch die Wand zu rennen, klappt eben nicht.
Die Rigibahnen rennen nicht mit dem Kopf durch die Wand, sondern haben ein sinnvolles Konzept entwickelt. Du selber hast deren Vorteile ja bereits teilw. aufgezählt...
-Die neue Bahn ist deutlich günstiger als eine Luftseilbahn
-Die neue Bahn ist deutlich komfortabler (Sitzplätze anstelle Stehplätzen)
-Die Kunden fahren lieber Gondelbahn als Luftseilbahn
-Die neue Bahn macht die Anreise attraktiver für den Kunden
-Die neue Bahn führt durch keinerlei Landschaftsschutzgebiet und hinterlässt auch keine groben Natureingriffe. Andere Bahnen gleicher Art wurden unlängst ohne Einsprachen bewiligt.

Daraus folgend ergibt sich der Widerstand hauptsächlich aufgrund Zwischenmenschlichen Abneigungen vereinzelter ggü. den Bahnen und einigen Organisationen, welche die berühmte Rigi als Aufhänger für Publicity nutzen wollen. Eine reele Chancen, mit den Einsprachen die Gondelbahn zu verhindern sehe ich nicht.
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ski-chrigel
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von ski-chrigel »

Danke, oberländer. Perfekt auf den Punkt gebracht. Und ich begrüsse es, dass die Rigi-Bahnen da nicht einfach so einknicken.
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von Chlosterdörfler »

Gondelbahn-Projekt:
Gegner kritisieren das Ausmass der geplanten «Rigi-Wöschhänki», mit einer 3D-Animation auf ihrer Seite. Dazu haben sie eine Medienmitteilung verfasst und mit dem Datum 14.09.2023 veröffentlicht. Gemäss BAV sind auch diesmal Einsprachen eingegangen, bei der ersten Auflage waren es deren acht. Da der Poststempel massgebend ist, könnten noch nicht alle im BAV eingetroffen sein.

Medienmitteilung der Gegenseite: https://rigi-800000-sind-genug.ch/wp-co ... 4.9.23.pdf
Die Startseite mit der 3D-Animation: https://rigi-800000-sind-genug.ch/
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von Skipapi »

Eher ein Werbefilm als ein Schreckensbild. Die Bahn ist doch viel schöner, als die grässlichen Betonmonsterstützen der aktuellen Pendelbahn. Mit Blick auf das Bundesgerichtsurteil bezüglich Signalbahn befürchte ich trotzdem, ohne Einigung mit der Gegnerschaft wird das nichts werden.
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ski-chrigel
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von ski-chrigel »

Du sprichst aus, was ich gedacht hatte. Ich hatte einfach geschmunzelt und mich gefreut, dass die Einsprecher so doof sind, eine Animation zu veröffentlichen, die zeigt, wie unproblematisch die neue Bahn wäre. Die Rigibahnen haben sich vermutlich ebenfalls gefreut.
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von Nocki »

Interessantes Projekt. Alleine schon die Stützenhöhe von 80m bei einer EUB habe ich bisher nirgendwo gesehen- bisher kannte ich nur max. 65m. 8O
Viele Grüße vom DM-und Girak-fan :ja: :wink:
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von TPD »

In der Tat finde ich diese Animation auch nicht wirklich schockierend. Und die Fachwerkstützen sind um einiges schöner als die aktuellen Betonklötze...
Jedoch wundere ich mich auch ein wenig über die enormen Stützenhöhen?
Falls dem so ist, finde ich es schon sehr eigenartig, dass man bis jetzt noch nichts davon gehört hat.
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von Tri_Line »

Nocki hat geschrieben: 16.09.2023 - 08:24 Interessantes Projekt. Alleine schon die Stützenhöhe von 80m bei einer EUB habe ich bisher nirgendwo gesehen- bisher kannte ich nur max. 65m. 8O
Da kann ich Nocki nur zustimmen 8O Wenn man bedenkt, dass die Stützen vom Gletscherjet 4 (Kitzsteinhorn) für eine EUB schon sehr hoch sind. Und dann kommt da noch mal einiges dazu 8O
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ski-chrigel
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von ski-chrigel »

Pilatus hat geschrieben: 31.05.2021 - 23:55 Also diese grässlichen Rigibahn-Züge haben verdient gebasht zu werden ;) und wirklich ein Komfortgewinn sind die ja auch nicht.
Ich bin heute erstmals mit den neuen Zügen gefahren. Sehr wohl ist das ein Komfortgewinn. Und wie! Bequeme Sitze, viel mehr Kapazität = Platz, deutlich schneller.
IMG_7097.jpeg
Und mir gefallen sie auch nicht schlecht.

Unbequem sind die Dinger von 1949:
IMG_7115.jpeg
Aber am schönsten ist immer noch das:
IMG_7099.jpeg
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Christoph Lütz
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von Christoph Lütz »

Die Animation der geplanten Einseilumlaufbahn mit den extrem hohen Stützen in den Spannfeldern der heutigen Pendelbahn zeigt für mich sehr deutlich, wie schlecht ein Einseil-System für das Höhenprofil geeignet ist. Trotz der hohen Stützen kommen man nicht ohne Waldschneisen aus. Es gibt genug andere geeignete Seilbahnsysteme. Am nachhaltigsten wäre aber die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur und Erneuerung des mechanischen und elektrischen Teils der bestehenden Bahn. Die geplante EUB hat dagegen nur eine Nutzungszeit von 30 Jahren. Dann wird meist wieder alles neu gebaut. Die Verwendung von alten Stützenschäften ist ja auch etwas aus der Mode gekommen. Überall nur noch die hässlichen Rohrstützen statt Fachwerk (die Gründe dafür sind mir schon klar).
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von Nocki »

Christoph Lütz hat geschrieben: 17.09.2023 - 08:33 Die Animation der geplanten Einseilumlaufbahn mit den extrem hohen Stützen in den Spannfeldern der heutigen Pendelbahn zeigt für mich sehr deutlich, wie schlecht ein Einseil-System für das Höhenprofil geeignet ist. Trotz der hohen Stützen kommen man nicht ohne Waldschneisen aus.
Die Waldschneise hängt aber auch mit dem Bergungskonzept zusammen. Wird abgeseilt, braucht man eine Schneise. Gibt es eine Bergebahn, braucht man m.W.n. keine.
Christoph Lütz hat geschrieben: 17.09.2023 - 08:33 Die geplante EUB hat dagegen nur eine Nutzungszeit von 30 Jahren.
Wo steht das? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass man sie nur so kurz betreiben will. Technisch sollten m.E. auch deutlich über 30 Jahre machbar sein...
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von oberländer »

Skipapi hat geschrieben: 16.09.2023 - 08:17 Eher ein Werbefilm als ein Schreckensbild. Die Bahn ist doch viel schöner, als die grässlichen Betonmonsterstützen der aktuellen Pendelbahn. Mit Blick auf das Bundesgerichtsurteil bezüglich Signalbahn befürchte ich trotzdem, ohne Einigung mit der Gegnerschaft wird das nichts werden.
Diese Befürchtung teile ich nicht. Ich habe bis jetzt noch kein Argument der Gegnerschaft gelesen, welches ich als gefährlich für die Gondelbahn einstufen würde. Auch bei der Gegnerschaft ist es bei den üblichen Verdächtigen geblieben. Der Werbefilm inkl. Homepage ist von Rene Stettler, der seit Jahren alle Modernisierungsprojekte der RB torpediert, weil er gegen jede Art von zunehmendem Tourismus auf dem Berg ist.
Und bei dem Werbefilm ist der Schuss hintenraus gegangen. Die neuen Stationen wie auch die neuen Stützen sehen gar besser aus, als die aktuellen hässlichen Betonstützen.
Mit der Gegnerschaft kann man sich ohnehin nicht einigen, da diese die Gondelbahn grundsätzlich ablehnen. Die wollen gar keine neue Bahn...
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von Chlosterdörfler »

Der Luzerner Regierungsrat hat den in der Ortsplanung von Weggis neu vorgesehenen Seilbahnkorridor für die neue Gondelbahn nach Rigi Kaltbad genehmigt. Die Einsprachen seien vollumfänglich abgewiesen worden, teilte die Gemeinde Weggis mit.

Quelle: https://www.luzernerzeitung.ch/zentrals ... ld.2580140
abgerufen am 14.02.2024
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von Chlosterdörfler »

Bezirksabstimmung in Gersau betreffend Burggeistseilbahn Sanierung vom 03.03.2024.

Bei einer Stimmbeteiligung von 70,99 % stimmten 579 für und 454 gegen die Umwandlung eines Darlehens in Aktien.

Quelle: https://www.gersau.ch/storage/8b5c6b830 ... f5f225de5a
und https://www.bote.ch/nachrichten/schwyz/ ... rt-1526296

Kommentar: Die Bürgerinnen und Bürger von Gersau haben ein Zeichen für den Erhalt der Burggeistbahn gesetzt. Nun sind die Verantwortlichen der Bahn in der Pflicht, zusätzliche Mittel für den Erhalt der Luftseilbahn aufzutreiben.
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von Chlosterdörfler »

Das ist jetzt keine Überraschung, dass das Luzerner Kantonsgericht jetzt wegen des Ersatzprojekts Arbeit bekommt.
Gegen die Planung der Seilbahn Weggis–Rigi Kaltbad sind beim Luzerner Kantonsgericht zwei Beschwerden eingegangen. Sie betreffen einen Entscheid des Regierungsrats.
Quelle und der Rest steht hier: https://www.luzernerzeitung.ch/zentrals ... ld.2589877
abgerufen am 07.03.2024
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von Chlosterdörfler »

Die Eidgenössische Natur- und Heimatkommission sieht ihre Auflagen als erfüllt an. Für den Rigibahnen-Chef ist der Entscheid ein Meilenstein.

Info: https://www.zentralplus.ch/verkehr-mobi ... n-2644361/
5951 Unterzeichnende (Stand 4. Mai 2024) der laufenden 2. Rigi-Petition «Rigi: 800’000 sind genug!» votieren für den 1:1-Ersatz der bestehenden Pendelbahn mit 2 Kabinen und 3 Masten an den bisherigen Standorten.
Quelle: https://rigi-800000-sind-genug.ch/

Meinung: Das letzte Wort werden die Richter haben.
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von oberländer »

Und die Richter werden nicht nach Sympathien oder Sinnhaftigkeit urteilen, sondern schlicht danach, ob die Gondelbahn die gesetzlichen Anforderungen an den Bau einer neuen Seilbahn entspricht.
Ich habe bis jetzt noch keinen Grund gefunden, warum sie das nicht tun sollte.

Daraus folgend haben die Querulaten um Herrn Stettler meiner Meinung nach nur ein Ziel: Den Baubeginn mittels Einsprachen durch alle Instanzen bis nach 2027 zu verzögern, in der Hoffnung, dass die Rigibahnen das Projekt aufgeben oder aber aufgrund der auslaufenen Betriebsbewiligung (und mangels möglicher Verlängerung) nun doch auf eine Luftseilbahn setzen.

Aber diese Chancen für eine Verhinderung der Gondelbahn sind gering.

Vielleicht noch was zu der Haltung "800'000 Besucher sind genug": Diesen Wert erreicht man auch ohne Gondelbahn. Dieses Jahr warens 900'000 ohne dass es auf dem Berg "eng" geworden wäre.
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GMD
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von GMD »

Nur verstehe ich das krampfhafte Festhalten der Rigibahnen an einer EUB auch nicht so ganz. Man weiss doch, dass das Fällen von Bäumen heutzutage Widerstand erzeugt. Darum planen sie ja auch eine EUB mit hoher Linienführung. Eine ganze Reihe von Riesenstützen, wenn möglich noch in Rohrbauweise, um über die Wipfel zu kommen, die sich den Berg hochzieht, mag für uns Seilbahnfreunde interessant sein. Aber die meisten sehen darin eine Landschaftsverschandelung. Und ganz ehrlich, ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das vom See und gegenüberliegenden Ufer aus gesehen unauffällig sein wird.

Nun gibt es unterdessen mit der Dreiseiltechnik eine Umlaufbahn, welche mit der geringen Anzahl Stützen einer PB auskommt. Warum sie nicht darauf umschwenken, um so den Gegner teilweise den Wind aus den Segeln zu nehmen, verstehe ich auch nicht ganz. Ist der Kostenunterschied so massiv? Aber gerade die für die gewählte hohe Linienführung notwendigen Monsterstützen dürften ja auch einiges mehr ins Geld gehen als 08/15 Stützen. Alleine schon wegen dem massiv gestiegenen Stahlpreis.
Probably waking up
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Re: Neues um die Rigi

Beitrag von oberländer »

GMD hat geschrieben: 12.05.2024 - 10:24 Nun gibt es unterdessen mit der Dreiseiltechnik eine Umlaufbahn, welche mit der geringen Anzahl Stützen einer PB auskommt. Warum sie nicht darauf umschwenken, um so den Gegner teilweise den Wind aus den Segeln zu nehmen, verstehe ich auch nicht ganz. Ist der Kostenunterschied so massiv? Aber gerade die für die gewählte hohe Linienführung notwendigen Monsterstützen dürften ja auch einiges mehr ins Geld gehen als 08/15 Stützen. Alleine schon wegen dem massiv gestiegenen Stahlpreis.
Eine 3S ist auch eine Gondelbahn und damit auch nicht das, was die Gegner wollen. Und eine 3S ist erst noch teurer, als die normale Gondelbahn.

Und warum soll die Rigibahn umschwenken? Alle Behörden und Ämter haben ihr Projekt bis jetzt bestätigt. Es gibt gerade mal acht Einsprachen, von denen die eine nun zurückgezogen wurde. Herr Stettler ist zwar ein lautstarker Einsprecher, aber nur einer von wenigen...

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