MarcB96 hat geschrieben: 12.10.2023 - 12:55
Gibt es eigentlich Bilder, wie die neue Bahn fertig aussehen soll? Und wenn ich das richtig verstehe, wird das so eine langweilige Doppelmayr Mini-PB mit den klassischen EUB-Kabinen oder (ähnlich wie zb die Bahn zum Schneefernerhaus)?
Schneefernerhaus ist von Steurer.
Graseck wird von Innauen Schätti mit einer riesen Rohrstütze:
MarcB96 hat geschrieben: 12.10.2023 - 12:55
Gibt es eigentlich Bilder, wie die neue Bahn fertig aussehen soll? Und wenn ich das richtig verstehe, wird das so eine langweilige Doppelmayr Mini-PB mit den klassischen EUB-Kabinen oder (ähnlich wie zb die Bahn zum Schneefernerhaus)?
Schneefernerhaus ist von Steurer.
Graseck wird von Innauen Schätti mit einer riesen Rohrstütze:
Ich mein ja eher allgemein...diese modernen Kleinpendelbahnen, die meistens diese klassischen CWA EUB-Kabinen haben (halt so 08/15 Zeug....keine Fachwerkstütze, keine klassischen PB-Kabinen, etc)
Im Merkur steht heute ein Bericht über die neue Graseckbahn. Auch auf die alte Graseckbahn wird eingegangen.
Wie bereits bekannt, wird die neue Graseckbahn, so wie seinerzeit die alte Graseckbahn in ihren ersten Jahrzehnten, vollautomatisch fahren.
Es gibt kein Personal; der Fahrgast macht alles alleine.
Im Gegensatz zum heutigen AURO-System, bei dem im Betrieb mindestens ein Mitarbeiter vorhanden sein muss, war es bereits 1953 bei der alten Graseckbahn so, dass bereits damals kein Mitarbeiter anwesend war.
Vom Bahnhof Garmisch-Partenkirchen geht man in etwa 35 Minuten zur Talstation. Man verlässt den Bahnhof durch den Haupteingang am Gleis 1 und wenn man auf dem Bahnhofsvorplatz steht (Blick zum 1780 m hohen Wank) dann geht man nach rechts. Der Lagerhausstraße folgt man bis man nach ca. 600 m rechts in die Gehfeldstraße einbiegt. Diese geht nach ca. 200 m an der Kinderklinik, die man rechts sieht, in die Kochelbergstraße über, der man weitere ca. 200 m folgt, bis man den Bahnübergang der Eisenbahn Garmisch-Partenkirchen - Mittenwald überquert hat. Unmittelbar hinter dem Bahnübergang biegt man nach links ab und folgt nun der Bahnlinie 700 m direkt an der Südseite, sodass die Bahnlinie links liegt. Hierbei geht man vom Streckenkilometer 101,5 bis 102,2 (die Kilometer zählen ab München Hbf), ehe man dann nach rechts abbiegt. Nach dem Abbiegen überquert man nach ca. 500 m die Partnach auf einer Brücke und wendet sich unmittelbar hinter der Brücke nach rechts. Auf dieser asphaltierten Straße geht man nun ca. 1300 m in die Wildenau, wobei man dann die Talstation ca. 50 m rechts der Straße sehen kann.
Die Bergstation erreicht man zu Fuß über die Asphaltstraße von Wildenau bis Graseck oder über den Wanderweg, der unmittelbar vor dem Klammeingang zur Partnachklamm nach links abzweigt. An der oberen Abzweigung nach links über die Eiserne Brücke (gesperrt bis vsl. 27.10.2023) Richtung Bergstation.
Wer will, kann von der Bergstation der Graseckbahn in weiteren 30 - 45 Minuten Gehzeit (ca. 350 Höhenmeter) auf einem völlig harmlosen Waldweg auch die Bergstation der Eckbauerbahn (6-EUB) erreichen. Die Eckbauerbahn fährt dann zum Skistadion zurück, von wo aus man in 20 Minuten Gehzeit wieder den Bahnhof Garmisch-Partenkirchen erreichen kann. Hierzu geht man den Fußweg entlang der Bahnlinie, der nach 500 m in den oben beschriebenen Hinweg wieder einmündet.
Die Wildenau, Graseck, Eckbauer, Skistation - alles ist voll bewirtschaftet. Es gibt auch Kombikarten, die die Fahrpreise für die Graseckbahn, die Eckbauerbahn sowie eine Mahlzeit (Mittagessen oder Kaffeegedeck) beinhalten.
Könnte man nicht auch das komplette Thema " Neubau Graseckbahn Garmisch-Partenkirchen"
von "Medienberichte" nach "Infrastrukturelle Neuigkeiten >> Deutschland" verschieben?!?
Ich war heute in Garmisch-Partenkirchen und habe mir den Baufortschritt angeschaut.
Der Seilzug des Tragseils 1 ist bereits abgeschlossen. Das Tragseil 1 ist um den Ankerpoller in der Bergstation viermal umwickelt.
Die Stütze 1 ist inzwischen vollständig aufgebaut. Alle Bäume, die zwischen der Stütze 1 und der Bergstation im Weg standen, sind inzwischen gefällt. Die Stütze 1 ist so hoch, dass die Kabine nahezu horizontal von der Stütze 1 aus in die Bergstation fährt.
Geht man von der Stütze 1 aus einen kleinen Trampelpfad ca. 30 m weiter, bis man unmittelbar über dem Abgrund steht, dann erkennt man die Stütze 1 der alten Graseckbahn, die sich etwa 20 m unterhalb des Trampelpfades befindet.
Es empfiehlt sich, den Trampelpfad, auch wenn er nur 30 m lang ist, nur bei trockenem Wetter zu gehen, denn wenn man an der Abrisskante ausrutscht, dann fliegt man in die Klamm.
Fertiggestellt ist inzwischen die neue eiserne Brücke über die Partnachklamm, die sich etwa 50 Höhenmeter unterhalb der Bergstation befindet.
Auch der Wanderweg Graseck - Eckbauer ist wieder begehbar.
Aufgrund des Tragseilzuges der neuen Bahn ist aktuell die alte Bahn außer Betrieb, denn um zur alten Graseckbahn zu kommen, muss man ca. 5 m vor dem Eingang das Tragseil der neuen Bahn, das sich ca. 60 cm über dem Boden befindet, überklettern oder unten drunter hindurchkriechen. Da das für Hotelgäste mit Gepäck nicht zumutbar ist, werden die aktuell mit dem Jeep abgeholt, der sie über die mit 36 % ziemlich steile Straße zur Bergstation bringt.
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Für die Seilbahner ist es sehr positiv, dass es keinen Wintereinbruch gibt. Zum Seilbahnbau herrschten heute sehr gute Bedingungen. Die Temperatur beträgt tagsüber 15 Grad.
Nö, man plant überhaupt nicht einen Flying Fox einzubauen. Das ist eine Idee, aber das eigentliche Problem ist ja, dass das Denkmalamt bisher jegliche Umbauten abgelehnt hat.
GIFWilli59 hat geschrieben: 16.01.2024 - 18:49
Interessant ist auch, dass die Bahn von Doppelmayr hergestellt wurde. Oder hat Doppelmayr die Seilbahntechnik an Innauen Schätti ausgelagert?
Die Bahn wurde von Inauen-Schätti gebaut. Doppelmayr baut gar keine Pendelbahnen.
Ich dachte das sei eigentlich gar keine Pendelbahn, sondern eigentlich eine EUB, die mit lediglich 2 Kabinen nicht im Kreis fährt, sondern immer vor und zurück (Laienhaft ausgedrückt)?
barmuc73 hat geschrieben: 16.01.2024 - 20:39
Ich dachte das sei eigentlich gar keine Pendelbahn, sondern eigentlich eine EUB, die mit lediglich 2 Kabinen nicht im Kreis fährt, sondern immer vor und zurück (Laienhaft ausgedrückt)?
Das wäre ja schon eine Einseilpendelbahn.
Aber da die Bahn 2 Seile und ein PB- Laufwerk hat, besteht m.E. keine Ahnlichkeit zur EUB. Wenn mich nicht alles täuscht, ist es eine normale Kleinpendelbahn.
GIFWilli59 hat geschrieben: 16.01.2024 - 18:49
Interessant ist auch, dass die Bahn von Doppelmayr hergestellt wurde. Oder hat Doppelmayr die Seilbahntechnik an Innauen Schätti ausgelagert?
Die Bahn wurde von Inauen-Schätti gebaut. Doppelmayr baut gar keine Pendelbahnen.
Wobei streng genommen dort ja nicht steht, dass Doppelmayr die Bahn gebaut hat, sondern nur, dass man bei Doppelmayr der Meinung ist, dass dies die einzige Kleinkabinenbahn Deutschlands ist, die vollautomatisch und im öffentlichen Betrieb läuft.
So wie wenn ein Leitner-Mitarbeiter sagen würde "Die Seilbahn Zugspitze ist die höchste Bahn Deutschlands".
GIFWilli59 hat geschrieben: 16.01.2024 - 18:49
Interessant ist auch, dass die Bahn von Doppelmayr hergestellt wurde. Oder hat Doppelmayr die Seilbahntechnik an Innauen Schätti ausgelagert?
Steht hier eben so drin:
Wobei streng genommen dort ja nicht steht, dass Doppelmayr die Bahn gebaut hat, sondern nur, dass man bei Doppelmayr der Meinung ist, dass dies die einzige Kleinkabinenbahn Deutschlands ist, die vollautomatisch und im öffentlichen Betrieb läuft.
So wie wenn ein Leitner-Mitarbeiter sagen würde "Die Seilbahn Zugspitze ist die höchste Bahn Deutschlands".
Über 10.000 Gäste hat die neue Graseckbahn bereits befördert. Fünf Monate nach ihrem Betriebsstart wurde die vollautomatische Anlage nun auch offiziell eingeweiht.