Und das ausgerechnet von denen die sich unbedingt mit Gewalt noch ein Abfahrtsrennen aus den Rippen schneiden wollen.
Übrigens war ein Schweizer erster Bob Olympiasieger (natürlich nur weil die Deutschen nicht dabei waren). Wo ist sie hin eure Bobherrlichkeit?
Fun Fact: Bob gehört, wie z.B. Curling, zu den Gründungssportarten der Winterspiele, Ski Alpin nicht, das haben erst die Nazis eingeführt.
Wurzelsepp hat geschrieben: 04.11.2023 - 17:29
Für St. Moritz wäre es halt DIE Gelegenheit, die Bahn irgendwie auf Kunsteis umzurüsten... und wenn Olympia noch einen Teil daran zahlt, umso besser.
Warum sollte St. Moritz das tun ?
Das würde aus einer einzigartigen Bahn eine gewöhnliche Bahn wie jede andere machen.
Wurzelsepp hat geschrieben: 04.11.2023 - 17:29
Für St. Moritz wäre es halt DIE Gelegenheit, die Bahn irgendwie auf Kunsteis umzurüsten... und wenn Olympia noch einen Teil daran zahlt, umso besser.
Will sich die Schweiz für eigene landesweite Spiele eigentlich mit der Naturbahn bewerben? Und wie steht das IOC dazu?
Gäbe ja auch gar keine Kunsteisbahn in CH, und neu bauen kommt derzeit nicht so gut an...
Aber "umrüsten" geht doch gar nicht, das könnte man dann echt nur noch als Neubau bezeichnen.
LOL hat geschrieben: 02.11.2023 - 18:37
Wenn man nun die Bewerbe trotzdem dort veranstaltet, dann wäre das so, wie wenn sich der Pitztaler Gletscher mit Sölden in einer geänderten Variante zusammen schließt.
Nein, das wäre ungefähr so, als würde man im Pitztal die Gletschersee-KSB um 300 nach unten verlängern und einen gemeinsamen Skipass anbieten...
CrystalMountain hat geschrieben: 04.11.2023 - 18:00
Will sich die Schweiz für eigene landesweite Spiele eigentlich mit der Naturbahn bewerben? Und wie steht das IOC dazu?
Gäbe ja auch gar keine Kunsteisbahn in CH, und neu bauen kommt derzeit nicht so gut an...
Aber "umrüsten" geht doch gar nicht, das könnte man dann echt nur noch als Neubau bezeichnen.
Aktuell plant man für die Bewerbung für 2030 tatsächlich mit einer temporären Kunsteisanlage für die Bahn. Wie das genau ausschauen soll, wie aufwendig das ist und wie viel Vorlauf man dafür benötigt weiß ich aber nicht.
Das IOC hat mögliche Ausweichorte in Deutschland offenbar ausgeschlossen - aber nicht aus technischen Gründen der Bahnen oder der zu großen Entfernung zu Italien, sondern wegen Visabeschränkungen für Russen und Belarusen
Ich glaube da spielen zwei Dinge rein. Das eine ist, dass sie mittlerweile wirklich das schlechte Image der weisen Elephanten fürchten aber viel wichtiger ist wohl die Angst davor, dass es tatsächlich mal dazu kommt, dass für eine Sportart die Anlage nicht rechtzeitig fertig wird. Kurz davor war man ja schon öfter, aber es ist sich immer noch irgendwie ausgegangen.
Es kam auch schon öfter dazu, dass nach der Vergabe Neubauten gestrichen wurden. Auch dieses Mal ist das der Fall, es wird anders als ursprünglich geplant keine neue Eishalle im Fleimstal gebaut und auch eine Halle für Eishockey gestrichen. Beide werden jetzt durch temporäre Eisflächen in Messehallen in Mailand ersetzt. Auf die Idee hätte man auch gleich kommen können.
Blöderweise geht sowas halt beim Eiskanal nicht. Ich bin daher echt mal gespannt genau die Schweizer das in St. Moritz vorhaben. Wenn das wird mit der temporären Kunsteisbahn, dann könnte das ein Ausweg aus dem Dilemma werden. Wenn nicht, dann wird es ganz schön eng für das IOC in Zukunft. Vorausgesetzt sie schmeißen ihre neuen Prinzipien nicht bei erster Gelegenheit wieder über Bord, dann wird der Kreis potentieller Bewerber ganz schön eingeschränkt.
Wurzelsepp hat geschrieben: 04.11.2023 - 17:29
Für St. Moritz wäre es halt DIE Gelegenheit, die Bahn irgendwie auf Kunsteis umzurüsten... und wenn Olympia noch einen Teil daran zahlt, umso besser.
Warum sollte St. Moritz das tun ?
Das würde aus einer einzigartigen Bahn eine gewöhnliche Bahn wie jede andere machen.
Weil der Klimawandel vor dem Oberengadin auch nicht Halt macht! Es wird sicher in Zukunft nicht einfacher (und günstiger) sein, die Bahn jedes Jahr neu aufzubauen, dazu braucht es nicht nur sehr viel Schnee und Wasser, sondern vA sehr viel Kälte. Momentan ist das noch gegeben, aber wer weiss, wie lange noch? Von daher wäre eine Kunsteisbahn oder Hybridbahn oder was auch immer technisch möglich ist, wirtschaftlicher und sicherer... wenn nicht heute, dann vielleicht in 10 oder 20 oder 30 Jahren.
...und weiter geht's - denn: wer nicht wagt, der nicht gewinnt!
ZDF Sportnachrichtenticker hat geschrieben:Deutsche wollen Olympia-Rennen 2026
Der Deutsche Olympische Sportbund will zusammen mit dem Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) eine Bewerbung für die olympischen Rennen im Eiskanal 2026 abgeben. "Die Zeitschiene ist sehr eng, die Unterlagen aus Italien sind da. Wir brauchen eine Woche, um das mit den Partnern an den Bahnen und der Politik zu bewerten", bestätigte BSD-Präsident Andreas Trautvetter. Weil den Ausrichtern Mailand und Cortina d'Ampezzo für die Bob-, Rennrodel- und Skeleton-Wettkämpfe derzeit ein geeigneter Eiskanal fehlt, sollen die Rennen laut Organisationschef Giovanni Malago außerhalb Italiens stattfinden.
Mal was kreatives: Man könnte in Innsbruck oder am Königssee ja für einige Monate eine italienische Exklave einrichten. Dann wären die Olympischen Spiele zur Gänze in Italien, es müsste keine neue Bahn gebaut werden und es würde auch nicht viel kosten (mehr als den erwähnten Cent aber sicher).
GIFWilli59 hat geschrieben: 07.12.2023 - 00:44
Mal was kreatives: Man könnte in Innsbruck oder am Königssee ja für einige Monate eine italienische Exklave einrichten. Dann wären die Olympischen Spiele zur Gänze in Italien, es müsste keine neue Bahn gebaut werden und es würde auch nicht viel kosten (mehr als den erwähnten Cent aber sicher).
OT: Dass Exklaven auch sehr teuer sein bzw. werden können, müsste man in Italien eigentlich wissen. In Campione d'Italia am Luganersee halten die Schweizer ganz gut die Hand auf, wenn es um notwendige Dienstleistungen wie z.B. Müllabfuhr geht...
...und weiter geht's in Sachen Eiskanal auch in 2024:
Der Chef des Organisationskomittees von Milano Cortina 2026, Andrea Varnier, hat neben den bekannten sanierungsbedürftigen Standorten Cortina und Cesana nun mit Cervinia einen neuen (alten) Standort für die notwendige Bob- und Rodelbahn ins Gespräch gebracht. Am Fuße des Matterhorns war von 1963 bis 1991 die Bobbahn Lago Blu/Lac Bleu in Betrieb, mittlerweile ist sie komplett verfallen.
Für die "Erneuerung" der Bahn von Cortina hatte nur ein Bieter ein Angebot abgegeben. Ein italienischer Baukonzern bietet an, die Bahn in Cortina für 81,6 Mio. € zu erneuern, Fertigstellung im März 2025. Sportlich, sportlich...
Das IOC ist weiterhin gegen einen Neubau bzw. eine Renovierung (sprich Totalsanierung = Neubau) einer ehemaligen Bahn:
Die Bobbahn in Cervinia war aber eine Natureisbahn ähnlich wie die in St. Moritz und kein künstlicher Eiskanal. Sie zu reaktivieren wäre wahrscheinlich wesentlich günstiger als die Kunsteisbahnen in Cortina oder Cesena zu reaktivieren. Das Problem ist aber, dass diese Bahn schon in den 80ern als die gefährlichste Bobbahn galt und mit dem heutigen Material auf der alten Trasse vermutlich nicht mehr im Renntempo fahrbar wäre.
Nun darf es aber auch wirklich gar keine Verzögerungen mehr geben, weil...
Nach der Auftragsvergabe müssen die Baustellen spätestens Mitte Februar eröffnet werden, damit der Eiskanal bis Mitte November 2024 fertiggestellt werden kann. 90 Arbeiter werden sieben Tage die Woche daran arbeiten. Die Wettkampftests sind für die ersten beiden Monate des Jahres 2025 vorgesehen, also ein Jahr vor der Eröffnung der Winterspiele 2026.
Hier alles sehr viel ausführlicher, inklusive Szenarien, falls die Bahn nicht rechtzeitig fertig wird
oder die Abnahme und Zulassung für Wettbewerbe verweigert wird: https://www.sportschau.de/olympia/neuba ... a-100.html
Die spinnen echt. Die haben doch gerade erst gezeigt, dass sie kein Interesse an einem Eiskanal haben, sonst hätten sie noch einen. Jetzt versenken sie nochmal über 80 Mio. € um dann noch eine Bahn verfallen zu lassen. Aber Italien hat's ja.
Naja, wenn man sich die Verteilung der Eiskanäle europaweit mal anschaut, passt Cortina als Austragungsort schon auch langfristig noch ganz gut ins Konzept.
Und für die Kulisse im TV defintiv ansehnlicher als Oberhof, Winterberg oder Altenberg.
Und das Geld hier zu versenken finde ich immernoch besser, als es für dubiose Förderungen im nichteuropäischen Ausland auszugeben.
Einzig der Zeitplan stimmt mich etwas skeptisch. Aber wenn es von der Regierung gedeckt wird, sollte es auch keine klagebedingten Baustopps geben.
Und was ist an Cortina geeigneter als an Cesana? Dort hat man die Bahn für die Spiele 2006 schon 6 Jahre nach den Spielen wieder stillgelegt, weil Italien offenbar keine Bahn braucht. Hätte man das nicht gemacht, dann hätte man ja jetzt eine Bahn.
Auf das nicht europäische Ausland geh ich jetzt mal besser nicht ein, ich weiß schon aus welcher Richtung das kommt.
Felix N. deckt auf:
Die Olympischen Winterspiele von Milano Cortina 2026 sind entgegen anders lautender Bekundungen alles andere als nachhaltig.
Obwohl die meisten Wettkämpfe auf bestehenden Anlagen durchgeführt werden sollen, wird an vielen ebendieser gerade emsig gebaut. https://www.sportschau.de/regional/br/a ... n-100.html