Es gibt hier im Forum ja auch Essen-und-Genuss-Threads und auch einige Tipps, wo man in welchem Skigebiet besonders gut essen kann. Mittlerweile ist es als Familie aber immer schwieriger erschwinglich, jeden Tag mit der ganzen Mannschaft einkehren zu können. Vielleicht können wir auch mal für Pfennigfuchser ein paar "kulinarische" Tipps austauschen. Was eignet sich besonders gut als Pistenbrot? Ist die klassische Stulle das Nonplusultra oder gibt es noch raffiniertere Dinge? Was ist besonders lecker, aber auch für Kinder geeignet, damit die sich nicht todsicher von oben bis unten (mit zB Senf) einsauen? Womit erntet man auf jeden Fall neidvolle Blicke in jedem Picknick-Raum?
Ich freue mich auf reichhaltigen Erfahrungsaustausch und viele Tipps!
Spezialsemmel von der Metzgerei Schlögl in Wörgl - italienischer Majonässalat, darauf Schinken und Käse und eine Gurkenscheibe, alles in einer Semmel drin. 2 davon, wer großen Hunger hat. Aber Vollsabbergefahr sehr groß.
Neidvoll und Picknickraum - ich glaub das geht nicht zusammen
Wir haben ja noch alles da aus dem Lockdown Skifahren 20/21… inclusive Warmhaltegefäss für eine komplette Bolognese, Curry, Lasagne uVm… das hält mehrere Stunden warm.
Ansonsten hat sich in jener Zeit bewährt direkt einen Metzger / Supermarkt anzusteuern untertags. An top Tagen hat man ja keine Zeit einzukehren, da muss dann in EUBs gegessen werden - ToGo bietet sich daher oft an. Specksemmel und Co Metzger (Kröll?!) in Mayrhofen ist top, allerdings gibts da keine Piste hin.
Ich glaube Metzgersemmeltipps waren da jetzt nicht gemeint.
Mein Favorit ist ein kreativ selbst zusammengestelltes herzaftes "Wurstbrot".
Meist verwende ich ein "stabiles" Brot. Ich schneide zwei nicht zu dünne (ca. 8mm) Scheiben. Diese werden in einem Toaster getoastet, damit das Brot knusprig ist und mehr Stabilität erhält. Toastbrot ist übrigens sehr ungeeignet. Nachdem das Brot etwas abgekühlt ist, kann man eine Scheibe mit dünn Butter bestreichen. Darauf kommt die Wurst. Ich nehme ausschließlich luftgetrockneten Schinken oder Salami. Darauf kommt eine Schicht Gemüse (Salatblätter, Tomaten, Paprika. Bei Tomaten aufpassen, dass nicht zu wässerig. Nehme meist Kirschtomaten und schneide die in kleine Würfel). Alternativ, kreativ und sehr empfehlenswert ist auch Obst! Z.b. Apfelscheiben, platt gedrückte weiche Feigen, Orangenscheiben (ohne Schale). Als letztes noch Scheibenkäse nach Geschmack und je nach Kreativität Senf (mittelscharf) oder auch mal etwas Marmelade (!) und der Deckel.
Durch die Kombination dieser unterschiedlichen Zutaten schmeckt das zum Verzücken gut und hält sich bei entsprechender Verpackung auch lange. Wichtig ist eine stramm zugeschnürte Tüte, damit alles halbwegs in Form bleibt und die Zutaten nicht vom Brot runter rutschen.
Ein letzter Tipp: niemals etwas süßes essen. Diese ganzen Riegel machen eher noch hungriger und sind auf Dauer imho ungesund. Der Blutzuckerspiegel geht blitzschnell rauf und noch schneller wieder runter. Nach spätestens einer Stunde ist man hungriger als zuvor und die nächste Hütte kann dann nicht nah genug und auch nicht (mehr) zu teuer sein.
Seitdem ich morgens nicht mehr süß frühstücke, merke ich, dass ich gar nicht so viel essen muss und fühle mich auch nicht gleich wieder hungrig. Genau das Gleiche ist es unterwegs.
Bei mir hat sich mittlerweile ein kleiner Fundus an möglichen Brotzeiten angesammelt, da ich - insbesondere bei Mehrtagestrips - nicht immer die gleichen Sachen essen möchte. Wesentlicher Auszug daraus:
- Belegte Semmeln aller Art (Wurst, Käse, Schnitzel, veggie-Wurst, Frischkäse)
- Landjäger/Bauernbratwürste
- vegetarische Frikadellen oder Wiener
- Wraps bspw. mit Hähnchen
- Gemüsesticks mit Hummus
- Obst (am liebsten Äpfel)
- Gerollte Pfannkuchen gefüllt mit Nutella oder Apfelmus
- Müsli-, Protein- oder Schokoriegel
- Nüsse
Für all diese Alternativen habe ich mittlerweile Möglichkeiten gefunden, sie unfallfrei im Rucksack zu transportieren bzw. anschließend zu verzehren. Aber Achtung: Nicht alle bieten sich aufgrund ihres Aromas zum Verzehr in einer vollen EUB an.
ich schmiere "klassische" Brotstullen mit Käse & Wurst, alles vor Ort gekauft, dann schmecken sie immer wieder anders. In den Alpen ist das Angebot ja mehr als gut. Dazu Kirschtomaten / Paprika / Gurke etc. zum dazu essen, ich mache das nicht aufs Brot, das wird nur matschig. Selbst gemachte Musiliriegel mit Haferflocken/Nüssen/Trockenfrüchten, sind nicht so süß wie die "normalen" Riegel. Obst was und wieviel jeder will, und was es vor Ort gibt.
Die Kids bestellen sich noch eine Pommes dazu, und schon sind alle glücklich.
Und wer beim Abendessen ein wenig mehr kocht, der kann dann auch Käsespätzle / Bolo / Frikadellen etc. mitnehmen.
Alles in Tupper gepackt, und gerecht auf alle Rucksäcke verteilt
ich schmiere "klassische" Brotstullen mit Käse & Wurst, alles vor Ort gekauft, dann schmecken sie immer wieder anders. In den Alpen ist das Angebot ja mehr als gut. Dazu Kirschtomaten / Paprika / Gurke etc. zum dazu essen, ich mache das nicht aufs Brot, das wird nur matschig. Selbst gemachte Musiliriegel mit Haferflocken/Nüssen/Trockenfrüchten, sind nicht so süß wie die "normalen" Riegel. Obst was und wieviel jeder will, und was es vor Ort gibt.
Die Kids bestellen sich noch eine Pommes dazu, und schon sind alle glücklich.
Und wer beim Abendessen ein wenig mehr kocht, der kann dann auch Käsespätzle / Bolo / Frikadellen etc. mitnehmen.
Alles in Tupper gepackt, und gerecht auf alle Rucksäcke verteilt
Ab und an findet man ne Micro, dann ist die bolo sogar warm.
Ich bevorzuge Brötchen mit dünn Butter als Kleber und Wurst/Käse, denn ich fahre ohne Rucksack und die passen easy in die Jackentasche und schmieren auch in Papiertüten nicht herum. Kaufe ebenfalls gerne zwecks Abwechslung vor Ort.
Statt Süßigkeiten lutsche ich gerne Emser Salz gegen den kleinen Hunger zwischendurch und ein Apfel passt auch immer noch irgendwo in die Jackentasche.
Gönne mir aber auch gerne was auf der Hütte und bin kein Sparfuchs. Die Brötchen und Äpfel in der Tasche sparen vielmehr wertvolle Pistenzeit und sind meistens gesünder als das, was man sich sonst so gibt.
Jan Tenner hat geschrieben: 08.11.2023 - 18:56
Wo kann man denn picknicken und sich trotzdem eine Pommes dazu bestellen oder andersrum gefragt wo darf man zur Pommes picknicken?
In den größeren Skigebieten / Restaurants im Skigebiet gibt es oft Versperräume, wo man essen kann. Meistens allerdings leicht uncharmant und man sollte Kinder mögen ... und die Pommes kann man sich ja dann schnell dazu holen. Anders herum ist es oft verboten, wenn einen 10er Gruppe 3 Gänge Menüs isst interessieren ein paar Stullen meistens nicht, aber ich würde es nicht übertreiben. Am schönsten ist es es eh VOR der Hütte im Schnee & Sonnenschein
Jan Tenner hat geschrieben: 08.11.2023 - 18:56
Wo kann man denn picknicken und sich trotzdem eine Pommes dazu bestellen oder andersrum gefragt wo darf man zur Pommes picknicken?
Große SB Restaurants, bevorzugt im Freien. Wenn man dann wenigstens Getränke und Pommes nimmt, hab ich noch nie gesehen, dass da jemand was gesagt hat (sind ja eh nur die Tischabräumer, denen ist das eh egal)
Man muss ja nicht wie so manche erstmal alle bunten Tupperdosen auf dem Tisch ausbreiten und sich dann wundern das man angesprochen wird.
Das find ich dann schon etwas dreist.
Ich persönlich nehme meist Brote mit Butter + Käse (Scheiben)/Salami in einer Tupperdose mit.
Oft eher Schwarz-/Körnerbrot, das isst man nicht so schnell und es hält länger satt.
Man kann auch noch (dünn) Frischkäse und/oder Senf nehmen, aber da ist das "Einsau-Potential" dann schon etwas höher.
Und vielleicht rohe Möhren/Gurken/Paprika/Äpfel in Stücke geschnitten in einer separaten Dose. (Gibt es bei mir aufgrund von Faulheit aber fast nie. )
Was meine Mutter mal im Kindergarten mal gemacht hat, war aus o. g. Broten mit den Formen vom Plätzchenbacken Figuren auszustechen. Produziert natürlich etwas Verschnitt für die Eltern
Das gab damals dann schon etwas Neid
Auch praktisch sind schon mal Kekse, wie z. B. diese hier: https://www.edeka.de/unsere-marken/prod ... 365052.jsp
Schmecken (mir) ganz gut, schmieren ohne Schoko-überzug nicht und liefern eine Menge Energie (1000 kcal pro 200g Packung). Allerdings nicht so wirklich gesund.
Stäntn hat geschrieben: 08.11.2023 - 12:08
An top Tagen hat man ja keine Zeit einzukehren, da muss dann in EUBs gegessen werden - ToGo bietet sich daher oft an.
Nicht unbedingt. Ich habe (mit Rucksack) auch schon in SLs und (K)SBen gegessen. Allerdings sollte es dann nicht allzu kalt sein und runterfallen sollte (außer Krümeln) auch lieber nichts.
Noch eine Alternative, die ich letzten Winter ein paar Mal in Winterberg genutzt hatte: einfach gar keine Pause machen und nichts Essen oder Trinken. Führte aber bei mir nach ca. 5 h doch zu einem merklichen Hungergefühl inkl. Konzentrations- und Leistungsabfall.
Für Tagestouren mit dem MTB macht uns meine Frau sehr oft Sandwich mit dem Sandwichmaker. Hier kann man verschiedenste Varianten machen, vorbereiten, schmecken sehr gut und man kann sie jederzeit einfach zwischendurch essen, ohne sich die Finger fettig zu machen.
Wir bevorzugen dafür Dinkel/Vollkorntoast, Höllenfeuer oder ähnliche Soße drauf, Paprikaschnitten, Gewürzgurken und Gouda. Hat sich bei uns als gute Mischung zwischen schnelle Energie und etwas länger anhaltende bewährt. Und wenn wir sie nicht ganz schaffen, dann kann man sie auch problemlos abends oder nächsten Tag essen.
Ralf321 hat geschrieben: 08.11.2023 - 18:14
Ab und an findet man ne Micro, dann ist die bolo sogar warm.
Habe ich jetzt tatsächlich noch nie gesehen ... aber auch nicht aktiv danach geschaut ... eine meiner heimlichen perversen Leidenschaften sind nämlich kalte Käsespätze vom Vortag ...
P.S. Was die Kinder angeht, habe ich immer versucht, so viel Frühstück wie möglich in die Blagen hineinzubekommen, dann ist auch Mittags der Hunger nicht so groß und das Gejammer geht nicht schon um 10 Uhr los ... wir sind alle keine großen Frühstücker, aber im Skiurlaub hänge ich mich immer voll rein, damit es ein reichhaltiges Frühstück gibt (Birchermüsli, Rührei, Avocado, Bratkartoffeln vom Vortag etc. pp.), damit alle auch eine ordentliche Grundlage im Magen haben. Dann muss man auch nicht so lange Pausen machen. Und ich habe während dem Frühstück genug Zeit die Brote für den Tag zu schmieren.
In SFL habe ich definitiv min einmal eine Microwelle gesehen. Damals suchten wir auch noch die Plätze in der nähe vom Spielzeug/-bereich. Dort steht sie dann zum Aufwärmen von Babynahrung.
Könnte sein das man etwas komisch angeschaut wird, wenn man dort dann seine Spareribs mit Knoblauchsauce vom Metzger wärmen will
Apropos Mikrowelle: Ich habe neulich eine bei Mäcces gesehen. Datt finde ich dann schon grenzwertig.
Auf einer Skihütte (oder ganz allgemein in einem Restaurant) sollte man auch keine Mikro brauchen. Da erwarte ich, dass das Essen warm/heiß ist. Wobei die Mikro ggf. für Baby/Kindernahrung gedacht sein könnte und nicht für die Selbstversorger.
Ich habe mir früher immer gern "dekorierte" belegte Brötchen gemacht.
Also Salate, Tomate, Gurke, je nach Geschmack Remoulade, Senf,... , und dann für mich bevorzugt Käse, kann man aber ja auch wie in Bäckereien mit allem möglichen anderen Aufschnitt machen.
In einer Tüte (so halb oben raus) kann man das dann auch im Sessellift oder Seilbahn essen. Im Picknick-Raum erst recht.
Gut vorstellen könnte ich mir auch Roastbeaf zB, für Kinder die Variante mit Pumpernickel (das bröselt aber ziemlich, sollte also eher in einer Box statt Tüte sein).
loennermo hat geschrieben: 10.11.2023 - 09:53
Apropos Mikrowelle: Ich habe neulich eine bei Mäcces gesehen. Datt finde ich dann schon grenzwertig.
Auf einer Skihütte (oder ganz allgemein in einem Restaurant) sollte man auch keine Mikro brauchen. Da erwarte ich, dass das Essen warm/heiß ist. Wobei die Mikro ggf. für Baby/Kindernahrung gedacht sein könnte und nicht für die Selbstversorger.
So ist es ja auch wahrscheinlich. Nicht jeder will beim Skifahren/Zusehen auch noch einen Flaschenwärmer mitschleppen
P.S. Bei McDoof würde die Mikrowelle aber jetzt auch nichts mehr an der Qualität verschlechtern ...
P.P.S Apropos Qualität, ich stehe ja auch eher auf Vollkornbrot und Brot vom Bäcker, aber viele nehmen dann ja Aufbackbrötchen etc. von Zuhause mit ... bei Aldi & Co gibt es immer wieder so kleine Fladenbrote, oft auch Scharf/Sesam etc., die schmecken getoastet ganz ordentlich, wenn der Nachwuchs nicht auf Körner steht.
P.P.P.S. und selbstgemachte Pizza am Abend ist auch immer eine gute Idee, ein Blech mehr und das reicht dann auch wieder für einen Pistentag.
Von zu Hause aus gestartet gibts meistens Brot (mit oder ohne Körner, aber auf jeden Fall vom Bäcker) belegt mit Wurst und/oder Käse. Da kann man ja durchaus flexibel sein. Ggf. auch gerne ein Salatblatt dazu. Soßen gibts in der Regel nicht wegen Einsaugefahr. Diese einfachen "Pausenbrote" mochte ich auch zu Schulzeiten schon und gibts bei mir auch mittags in der Arbeit. Dazu in einem Extra-Tupper Gemüse jeglicher Art. Wichtig ist mir v.a. auch immer ein heißer Tee in der Thermoskanne. Das ist insbesondere an nasskalten Tagen in der Gondel immer sehr schön. Auch wird immer noch irgendne kleine Süßigkeit und ggf. Obst (Apfel/Mandarine) in den Rucksack gepackt.
Bei mehrtägigen Aufenthalten frühstück ich in der Regel gut und brauch dann mittags tatsächlich nur eine Kleinigkeit. Wobei ich jetzt von einem Hotel-Aufenthalt ausgehe, wo ich keinen eigenen Kühlschrank/keine eigene Küche hab. Da gibts dann alles wie vorher beschrieben, aber statt den belegten Broten Knäckebrot (oft mit Käse/Körnern) und dazu Trockenwürste, also Landjäger, Pfefferbeißer, oder ähnliches. Das Knäckebrot muss aber auch in eine Brotdose, sonst hat man irgendwann nur Krümel.
Falls man Gewürze mag, bieten sich Vinschgerl sicher auch ziemlich gut zum Mitnehmen an (halten auch lange frisch), die würde ich am ehesten mit Südtiroler Speck belegen.
Ansonsten weiß ich grad nicht mehr, ob schon Fleischküchla bzw. vegetarische Bratlinge genannt wurden, die schmecken mir tatsächlich auch kalt immer sehr gut und lassen sich gut mitnehmen.
Auch hatte ich schon mal selbst gemachte Tortilla mit auf der Piste dabei, die schmeckt mir auch kalt sehr gut. Wobei das eher aus der Not heraus geboren war, da ich vor Abreise noch einige Eier verbrauchen musste. Quiche wäre auch eine Möglichkeit zum Mitnehmen, wenn sie gut genug verpackt ist.